|
KW 52:
Montag, 22. - Sonntag, 28.
Dezember 2025
Geflügelpest: Neuer Fall im Kreis Kleve,
Sperrzone reicht bis in den Kreis Wesel
Am Dienstagnachmittag, 23.
Dezember 2025, wurde in Kevelaer im Kreis
Kleve ein Verdacht auf die Geflügelpest in
einem Putenbestand labordiagnostisch
festgestellt. Die Kreise Kleve und Wesel
haben um den Verdachtsfall eine vorläufige
Sperrzone mit einem Radius von 10 Kilometern
um den Betrieb eingerichtet.
Die
Zone und die Regelungen sind vom Kreis Wesel
im Amtsblatt 73 vom 23.12.2025
veröffentlicht worden. Das Amtsblatt ist
unter https://www.kreis-wesel.de/system/files/2025-12/Amtsblatt%20Nr.%20%2073_25.pdf abrufbar.
Bei Bestätigung des Befundes durch das
Friedrich-Loeffler Institut wird die
vorläufige durch eine endgültige Schutz- und
Überwachungszone ersetzt.
Weitere
Informationen zum Ausbruchsgeschehen der
Geflügelpest im Kreis Kleve finden Sie unter
https://www.kreis-kleve.de/aufgaben/tiere/tierseuchenbekaempfung/gefluegelpest-aktuelles-ausbruchsgeschehen
Nach wie vor gilt im gesamten Kreis
Wesel eine Aufstallpflicht. Sie gilt für
alle Geflügelhaltungen, unabhängig von der
Größe des Bestandes und der
Nutzungsrichtung.
Stadt
Moers ruft zur Bewerbung für das Schiedsamt
auf Die Stadt Moers sucht
engagierte Bürgerinnen und Bürger, die
Verantwortung übernehmen und zur Stärkung
des nachbarschaftlichen Miteinanders
beitragen möchten. Für das Schiedsamt im
Bezirk 3 – Meerbeck, Baerler Busch ist das
Ehrenamt neu zu besetzen.
Schiedsleute leisten einen wichtigen Beitrag
zur außergerichtlichen Konfliktlösung. Sie
schlichten insbesondere bei
nachbarschaftlichen Streitigkeiten und
helfen so, kosten- und zeitintensive
Gerichtsverfahren zu vermeiden. Zu ihren
Aufgaben zählen unter anderem
bürgerlich-rechtliche Streitigkeiten,
Nachbarrecht sowie bestimmte
Privatklagedelikte wie Beleidigung, üble
Nachrede oder Bedrohung.
Rahmenbedingungen für das Schiedsamt im
Überblick Gesucht wird jemand, der mit
Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen und
Verantwortungsbewusstsein zum fairen
Ausgleich von Interessen beitragen möchte.
Bewerberinnen und Bewerber sollten ihren
Wohnsitz im genannten Bezirk haben und
zwischen 25 und 75 Jahre alt sein.
Für das Engagement erhalten Schiedsleute
eine monatliche Aufwandsentschädigung von 60
Euro, die quartalsweise ausgezahlt wird,
sowie eine Einmalzahlung von 500 Euro.
Darüber hinaus kann ein Jahr nach
Amtsantritt die Ehrenamtskarte des Landes
Nordrhein-Westfalen beantragt werden, die
Vergünstigungen, etwa in Theatern und
Museen, bietet.
Bewerbungen sind bis
Sonntag, 15. März 2026, möglich. Wer
Interessiert an diesem Ehrenamt ist, kann
sich schriftlich unter der Angabe von Namen,
Anschrift, Geburtsdatum und Beruf bei der
Stadt Moers, Fachdienst Ordnung, 47439
Moers, bewerben. Die Bewerbungsunterlagen
müssen ein Lichtbild, einen tabellarischen
Lebenslauf und einen Tätigkeitsnachweis
enthalten.
Die Stadt Moers
hat ein Amtsblatt veröffentlicht.
Alle veröffentlichten Amtsblätter finden
Sie unter https://www.moers.de/rathaus-politik/amtsblaetter
Amtsblatt Nr. 27 vom 23.12.2025 (7.55
MB)
Neues Amtsblatt der
Stadt Dinslaken Das neue
Amtsblatt der Stadt Dinslaken ist
erschienen. Es enthält verschiedene
öffentliche Bekanntmachungen, unter anderem
zur Änderung der Hundesteuersatzung, zur
Änderung der Friedhofsgebührensatzung und
zur Änderung der Satzung über die Erhebung
von Straßenreinigungsgebühren. Die
Amtsblätter der Stadt Dinslaken können auch
online abgerufen werden.
Trödelmarkt Repelen
Komm nach Repelen: Hier wird Trödeln jedes
Mal zum Erlebnis. Veranstaltungsdatum
28.12.2025 - 11:00 Uhr - 18:00 Uhr.
Veranstaltungsort Markt 1-3, 47445 Moers.
Veranstalter WMV Märkte & Mehr UG. Adresse
Hooghe Weg 2 47906 Kempen
Grußwort von Landrat Ingo Brohl zum
Weihnachtsfest und Jahreswechsel
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Kreis
Wesel, die Weihnachtsbotschaft „Fürchtet
euch nicht!“ erinnert uns gerade in
herausfordernden Zeiten daran, dass Mut,
Vertrauen und Gemeinschaftssinn stärker sind
als jede Schwierigkeit.
2025 war ein
besonderes Jahr. Die Kommunalwahl hat
unseren Kreistag neu zusammengesetzt – die
kommunale Ebene bleibt der Sauerstoff
unserer freiheitlich-demokratischen
Grundordnung. Auch ich durfte mich erneut
der Wahl stellen und danke Ihnen von Herzen
für das Vertrauen, das Sie mir wieder
geschenkt haben. Diese Wiederwahl erfüllt
mich mit Freude und Demut – und sie
verpflichtet, verlässlich, bodenständig und
mit einem klaren Blick für die Menschen im
Kreis Wesel weiterzuarbeiten.
Ein
Höhepunkt dieses Jahres war das 50-jährige
Jubiläum unseres Kreises Wesel. Die vielen
Veranstaltungen haben gezeigt, wie eng wir
am Niederrhein zusammenstehen - vielfältig,
lebendig und heimatverbunden. Dieses
Jubiläum hat zudem das breite
Leistungsspektrum und die wichtigen
Aufgaben, die der Kreis erfüllt, gezeigt.
Gleichzeitig war 2025 ein Jahr, in
dem wir als Kreisverwaltung wichtige
Zukunftsprojekte vorangebracht haben. Dazu
gehört auch die konsequente Ausrichtung
unserer Kreispolizeibehörde an ihren
Behördenzielen. Mit dem Sicherheitsprogramm
2025 wurden klare Schwerpunkte gesetzt –
insbesondere in der Bekämpfung
bürgerbelastender Kriminalität, spezieller
Gewaltphänomene und krimineller Strukturen.
Sicherheit ist das staatliche
Grundversprechen.
Ein wesentlicher
Baustein unserer Zukunftsstrategie liegt im
Bildungsbereich. Die Eröffnung des
Berufsbildungscampus Moers war ein
bedeutender Schritt für die
Fachkräfteausbildung von morgen. Dieser
Campus, mit seiner modernen Lernumgebung und
hohen digitalen Ausstattung, sowie der
Ausbau der Verzahnung mit dem Handwerklichen
Bildungszentrum stärken die berufliche
Ausbildung am Wirtschaftsstandort
Niederrhein nachhaltig.
Auch im
Gesundheits- und Rettungswesen gehen wir
weiter wegweisende Schritte. Die Gründung
einer Notfallsanitäterschule an der
Bethanien Akademie Moers, an der die
Ausbildung im September 2026 startet, wird
die Qualifizierung der Rettungskräfte von
morgen weiter stärken – praxisnah, modern
und nah an den Bedarfen unserer Region.
Besonders bewegt hat mich in diesem Jahr
das 25-jährige Bestehen des Runden Tisches
gegen häusliche Gewalt im Kreis Wesel.
Dieses Netzwerk – von Beratungsstellen über
Frauenhäuser und Gleichstellungsstellen bis
hin zu Polizei, Justiz, Jugendämtern und dem
Gesundheitswesen – zeigt, wie wichtig
Vernetzung und gemeinsame Verantwortung
sind. Als Landrat ist es mir ein
persönliches Anliegen, dass wir Betroffene
schützen, Strukturen stärken und das Thema
weiterhin sichtbar machen. Gewalt darf in
unserem Kreis keinen Platz haben – auch
deshalb haben wir die Strukturen und
Zuständigkeit für dieses wichtige Thema in
unserer Kreisverwaltung angepasst.
Wir wissen zugleich, dass die kommenden
Jahre finanziell sehr anspruchsvoll werden.
Ein Modernisierungsschub in unseren
Gebäuden, Strukturen und Abläufen ist zudem
notwendig. Das wird gelingen, wenn wir Mut
mit Augenmaß verbinden und die Lage unserer
Städte und Gemeinden stets mit im Blick
behalten.
Mein Dank gilt allen, die
sich im Kreis Wesel engagieren – im
Ehrenamt, in Vereinen, Kirchen, Initiativen,
im Sport und in der Kommunalpolitik. Ein
besonderer Dank gilt den Menschen, die an
Weihnachten und zum Jahreswechsel Dienst tun
in Krankenhäusern und der Pflege, bei
Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Sie
alle stehen für Zusammenhalt, Verantwortung
und Menschlichkeit.
Mit diesem Geist
des Miteinanders blicke ich hoffnungsvoll
auf das Jahr 2026. Lassen Sie uns unseren
Kreis Wesel weiterhin verlässlich,
nachhaltig und mit Herz gestalten – als
Region, die ihren Werten treu bleibt und mit
Offenheit Zukunft gestaltet. Ich wünsche
Ihnen und Ihren Familien ein frohes und
gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame
Feiertage und einen guten Start in ein
gesundes, glückliches und erfolgreiches
neues Jahr. Ihr Ingo Brohl

Landrat Kreis Wesel
Moers: Weihnachtsgruß von
Bürgermeisterin Julia Zupancic
Liebe Moerserinnen und Moerser, die
letzten Wochen waren geprägt von vielen
Gesprächen, Begegnungen und einem ehrlichen
Austausch darüber, was unsere Stadt bewegt
und was wir gemeinsam besser machen wollen.
Dabei habe ich deutlich gespürt, wie sehr
den Menschen in unserer Stadt die Zukunft
von Moers am Herzen liegt.
Diese
Zukunft wird auch im kommenden Jahr von
großen Herausforderungen geprägt sein. Die
städtischen Finanzen bleiben angespannt.
Gerade deshalb ist es wichtig,
verantwortungsvoll zu handeln, Prioritäten
klar zu setzen und Entwicklungen mit
Weitblick voranzubringen.
Ein
Schwerpunkt unserer Arbeit wird die
Stadtplanung sein. Die Entwicklung des
Areals zwischen dem ehemaligen Finanzamt und
dem Parkplatz an der Mühlenstraße ist ein
zentrales Projekt für unsere Innenstadt und
soll 2026 weiter konkretisiert werden.
Ebenso möchte ich im kommenden Jahr Klarheit
über die Zukunft der Feuerwehrstandorte
schaffen – ein Thema, das viele bewegt und
nun verlässliche Entscheidungen braucht.
Mir ist außerdem der direkte Austausch
mit Ihnen besonders wichtig. Deshalb arbeite
ich derzeit an einem modernen Konzept für
Bürgersprechstunden, das offen, nahbar und
unkompliziert ist. Ich möchte zuhören,
Probleme frühzeitig erkennen und gemeinsam
nach Lösungen suchen.
Die vielen
Baustellen in unserer Stadt lassen sich
nicht immer leicht koordinieren. Gemeinsam
mit der Enni will ich hier dennoch weiter
vorankommen, Abläufe besser abstimmen und
Belastungen so gering wie möglich halten.
Besonders wichtig ist das mit Blick auf den
Innenstadtumbau, der 2026 weiter
voranschreiten wird.
Jetzt ist aber
einmal Zeit, innezuhalten, ein wenig zur
Ruhe zu kommen und neue Kraft für die
Herausforderungen zu sammeln. Ich wünsche
Ihnen und Ihren Familien ein friedliches
Weihnachtsfest, erholsame Tage und einen
guten Start ins neue Jahr. Lassen Sie uns
2026 gemeinsam an einem lebenswerten Moers
weiterarbeiten. Herzliche Grüße Julia
Zupancic

Bürgermeisterin der Stadt Moers
Stadtverwaltung Moers macht
Betriebsferien Zwischen den
Feiertagen legt auch die Stadtverwaltung
Moers eine Pause ein. Von Mittwoch, 24.
Dezember, bis einschließlich Samstag, 3.
Januar 2026, bleiben der Bürgerservice, die
Sozialraumteams des Jugendamts, die vhs, die
Bibliothek sowie die Moerser Musikschule
geschlossen. In dieser Zeit stehen auch die
Open Library und die Außenrückgabe der
Bibliothek nicht zur Verfügung.
Die
Bibliothekszweigstelle Repelen öffnet erst
wieder ab dem 7. Januar, die Zweigstelle
Kapellen bleibt vom 12. Dezember bis
einschließlich 5. Januar geschlossen. Wer
dennoch Lesestoff oder Hörbücher möchte,
kann die Online-Dienste der Bibliothek wie
gewohnt ohne Unterbrechung nutzen. Auch das
Grafschafter Museum und das Alte Landratsamt
(ALRA) schließen an den Feiertagen am 24.,
25. und 31. Dezember ihre Türen.
An
allen anderen Tagen – sogar an Neujahr –
können Besucherinnen und Besucher die
Ausstellungen regulär besichtigen. Ab
Montag, 5. Januar, gelten in der
Stadtverwaltung und in den städtischen
Einrichtungen wieder die normalen
Öffnungszeiten bzw. in der Musikschule die
Ferienzeiten am 5./6. Januar (Verwaltung: 9
bis 13 Uhr, kein Unterricht).
Notdienst des Standesamts am 30. Dezember
Für die Beurkundung von Sterbefällen richtet
das Standesamt am Dienstag, 30. Dezember,
einen Notdienst ein. Die Mitarbeiterinnen
stehen von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern
0 28 41 / 201-660, -692, -693 oder -706 zur
Verfügung.
Um den Ablauf zu
erleichtern, sollten Unterlagen wie
Sterbefallanzeige, Todesbescheinigung und
Personenstandsurkunden vorab per Fax an 0 28
41 / 201-1 64 91 oder per E-Mail an sterbefaelle@moers.de gesendet
werden. Die Mitarbeitenden des Standesamtes
melden sich anschließend telefonisch, sobald
die Sterbeurkunden abgeholt werden können.
Stadt Moers begrüßt
aktuellen Beschluss zu Deponie Lohmannsheide
Die Stadt Moers wertet den aktuellen
Beschluss zur geplanten Deponie
Lohmannsheide als wichtigen Schritt. Das
Oberverwaltungsgericht NRW hatte am 19.
Dezember festgestellt, dass der
Planfeststellungsbeschluss der
Bezirksregierung Düsseldorf für die
Errichtung und den Betrieb der Deponie in
Duisburg-Baerl voraussichtlich rechtswidrig
ist.
„Die Entscheidung bestätigt
unsere zentralen Bedenken –besonders im
Hinblick auf bislang nicht ausreichend
untersuchte und bewertete Auswirkungen auf
das Grundwasser“, erklärt Bürgermeisterin
Julia Zupancic. Auch wenn sich der
Beschluss auf die Belange des Bund für
Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
bezieht, deckt sich die gerichtliche
Einschätzung mit der Auffassung der Stadt
Moers.
Bürgermeisterin Zupancic
würdigt in diesem Zusammenhang ausdrücklich
das Engagement des Umweltverbandes: „Der
Beschluss zeigt, wie wichtig eine engagierte
und fachlich fundierte Beteiligung der
Zivilgesellschaft ist. Der BUND hat in
diesem Verfahren mit großem ehrenamtlichem
Einsatz und hoher Sachkenntnis dafür
gesorgt, dass unsere Ressourcen geschützt
werden.“ Die Stadt Moers erwartet, dass der
Planfeststellungsbeschluss auch im
Hauptsacheverfahren aufgehoben wird.
Stadtverwaltung Dinslaken
zwischen den Jahren geschlossen
Die Dinslakener Stadtverwaltung ist, mit
einigen Ausnahmen, von Heiligabend,
24.12.2025, bis Sonntag, 4. Januar 2026,
geschlossen. Notdienste sind eingerichtet.
Die Schließung betrifft auch das Museum
Voswinckelshof, die Stadtinfo am Rittertor
und das Archiv. Das Familienbüro ist ab dem
20.12. geschlossen und öffnet dann wieder am
5. Januar 2026.
Die Müllabfuhr
erfolgt wie im Abfallkalender angegeben.
Auch die Straßenreinigung erfolgt an den
üblichen Tagen, nur an Feiertagen fällt sie
aus. Der Wertstoffhof ist zu folgenden
Zeiten geöffnet: Sa., 27.12.: 8.00-15.00
Uhr Di., 30.12.: 8:00-15.30 Uhr Fr.,
02.01.: 8.00-15.30 Uhr Sa., 03.01.:
8.00-15.00 Uhr Die Stadtbibliothek ist
bereits am 2. Januar wieder geöffnet. In
Notfällen bei Hausanschlüssen und
Kanalisationsanlagen kann der Tiefbau unter
der Notfallnummer 02064 / 66-354 erreicht
werden. Der Allgemeine Soziale Dienst ist
über die Kreisleitstelle auch während
Schließzeiten erreichbar. Die Feuerwehr
ist – ob bei Bränden, Hilfeleistungen oder
lebensbedrohlichen Erkrankungen und
Verletzungen – wie gewohnt unter der
Notrufnummer 112 zu erreichen.
Aktion „Weihnachts-Wunsch“:
Weihnachtsfeier im Lühlerheim
Zum mittlerweile 15. Mal fand am Freitag,
19. Dezember 2025, eine gemeinsame
Weihnachtsfeier der Kreisverwaltung Wesel
mit der Wohnungsloseneinrichtung der
Evangelischen Stiftung Lühlerheim in
Schermbeck statt. Kreisdirektor Ralf
Berensmeier überreichte bei diesem Anlass
den Bewohnerinnen und Bewohnern des
Lühlerheims insgesamt 106 Geschenke, die im
Rahmen der Aktion „Weihnachts-Wunsch“ von
Mitarbeitenden und Besuchenden der Weseler
Kreisverwaltung gespendet worden waren.
Neben Bewohnerinnen und Bewohnern
sowie Mitarbeitenden des Lühlerheims waren
zahlreiche Spenderinnen und Spender,
darunter viele Beschäftigte der
Kreisverwaltung Wesel, unter den Gästen. Sie
hatten einen Wunschzettel vom Weihnachtsbaum
im Kreishaus genommen und sich mit einem
Geschenk im Wert von bis zu 25 Euro oder
einer Geldspende an der Aktion beteiligt.
Neben den Präsenten konnte der
Kreisdirektor dem Geschäftsführer des
Lühlerheims, Theo Lemken, einen
Spendenbeitrag in Höhe von 430 Euro
überreichen. Beide bedankten sich in ihren
Ansprachen herzlich bei allen, die die
Aktion „Weihnachts-Wunsch“ unterstützt
haben.
Vorstandsmitglied Dr. Lars
Rentmeister begleitete das Beisammensein bei
Kaffee und Kuchen und das gemeinsame Singen
von Weihnachtsklassikern mit seiner Gitarre.
Ralf Berensmeier: „Es ist mir eine große
Freude, in diesem Jahr Teil der Aktion
‚Weihnachts-Wunsch‘ zu sein und den
Bewohnerinnen und Bewohnern des Lühlerheims
eine kleine Freude zu bereiten. Ich danke
allen Spenderinnen und Spendern, die mit
ihren großzügigen Gaben und ihrer Teilnahme
an dieser Aktion nicht nur Geschenke,
sondern vor allem ein Stück Wärme und
Menschlichkeit in die Herzen der Menschen
getragen haben.“

Kreisdirektor Ralf Berensmeier (vorne) und
Vorstandsmitglied Dr. Lars Rentmeister (an
der Gitarre)
Erfolgsmodell
Hübsch und Heimelig Laden in Goch
überzeugt mit ganzheitlichem Konzept
Die Vorweihnachtszeit war für den Handel
in den Innenstädten lange die umsatzstärkste
Zeit im Jahr. Durch die Zunahme des
Online-Handels reicht es schon lange nicht
mehr aus, Weihnachtsdeko aufzustellen und
auf die Kunden zu warten. Die
Niederrheinische IHK stellt Geschäfte vor,
die beides können: Online-Handel und lokale
Präsenz.

Eva Engler-Lehmann gießt Kerzen in ihrer
Manufaktur. Foto: Alice Peters
Eva
Engler-Lehmann hat mit „Hübsch & Heimelig“
in Goch-Pfalzdorf Manufaktur, Laden und
Online-Shop zu einem erfolgreichen Konzept
verbunden. Was ist das Besondere an
Hübsch und Heimelig? Bei uns ist alles
aus einem Guss: Online-Shop, Laden,
Social-Media-Auftritte, Workshops.
Nachhaltige und natürliche Produkte in einem
ganz eigenen, minimalistischen Stil. Damit
bin ich mir von Anfang an treu geblieben.
Und das macht unsere Marke auch in einem
stark umkämpften Umfeld besonders und
wiedererkennbar. Als ausgebildete
Aromatherapeutin und Naturkosmetikerin habe
ich das Fachwissen, hochwertige Produkte
herzustellen.
Die Eröffnung meines
Online-Shops im Jahr 2021 hatte ich lange
vorbereitet und bin dann direkt voll
eingestiegen. Ganz wichtig: Ein
professioneller Auftritt und eine starke
Marke. Dazu gehört auch, auf Social Media
sichtbar zu werden. Ohne genug Geld zu
investieren, geht es nicht. Die frühe
Verbindung mit Influencern sowie anderen
Marken, die zu uns passen, hat dann sehr
schnell für sehr viel Reichweite gesorgt.
Auch dabei ist es wichtig,
authentisch zu bleiben. Ich persönlich bin
keine Person für Videos über mich und mein
Leben. Meine gescheiterten Versuche habe ich
mit einem Augenzwinkern veröffentlicht und
gesagt: Ich schreibe lieber und lasse meine
Produkte sprechen. Dafür habe ich sehr viel
Zuspruch bekommen. Denn letztlich muss die
Ware überzeugen. Und das tut sie: Unsere
Baby-Erkältungskerze zum Beispiel ist von
Anfang an ein Top-Seller.
Wie
verbinden Sie die Online-Welt mit dem
Einkaufserlebnis im Laden? Das kleine
Lädchen kam zwei Jahre nach Eröffnung des
Online-Shops hinzu. Der Wunsch nach
persönlicher Begegnung und Beratung war
groß. Durch das Geschäft können meine
Team-Kollegin Christina und ich nun mit den
Kunden direkt in Kontakt kommen und ihre
Vorlieben kennenlernen.
Das
Sortiment ist aus diesem Grund gewachsen:
Immer wieder wurden wir im Laden auf die
Kleidung angesprochen – daher haben wir
unser Sortiment um eine kleine Auswahl an
Mode-Labels und Schmuck aus den Niederlanden
ergänzt. Genauso wuchs das Interesse an
der kreativen Arbeit hinter dem Label Hübsch
Heimelig – so wurden die Workshops geboren.
Besonders die Mädelsabende zum Thema Kunst
und Wein finden viel Anklang. Jetzt in der
Vorweihnachtszeit ist dafür in der Werkstatt
allerdings kein Platz: Die Produktion der
Aromakerzen läuft auf vollen Touren.
Wie läuft das Weihnachtsgeschäft in
Kombination von online und stationär?
Social Media ist der wichtigste Kanal.
Natürlich gibt es ein Adventsgewinnspiel und
jede Menge Geschenkideen aus meiner
Manufaktur. Gemeinsam mit anderen
nachhaltigen Produzenten, Start-ups und
künstlerischen Werkstätten habe ich im
November einen Wintermarkt im Haus am See in
Goch-Kessel veranstaltet.
Der Erfolg
hat uns regelrecht überrannt: Es waren rund
1500 Menschen bei uns. Genauso viele mussten
leider wieder umdrehen, weil die Kapazität
des kleinen Orts ausgelastet war. Auf dem
Markt konnten wir unsere Produkte in einer
schön gestalteten Wohlfühl-Atmosphäre
präsentieren.
Inklusive
Kinderspielplatz, Gelegenheiten zum
Ausprobieren der Produkte und persönlichen
Gesprächen. Nächstes Jahr gibt es den Markt
auf jeden Fall wieder: Dann aber mit einer
besseren Logistik.
Concept-Store „Tres Chig“ setzt für das
Weihnachtsgeschäft auf Begegnungen und
Online-Auswahl Klever Händler
lockt Kunden mit Abwechslung und
Erlebnissen. Die Vorweihnachtszeit war für
den Handel in den Innenstädten lange die
umsatzstärkste Zeit im Jahr. Durch die
Zunahme des Online-Handels reicht es schon
lange nicht mehr aus, die Weihnachtsdeko
rauszuholen, um Kunden zu locken.
Die Niederrheinische IHK stellt
Geschäfte vor, die Einkaufen vor Ort und
online erfolgreich miteinander verbinden. So
beleben sie die Innenstädte und bieten das
Beste aus beiden Welten. Ganz vorne mit
dabei: Der Concept-Store „Très Chig“ von
Christoph Gebhardt in Kleve. Wir haben ihn
nach seinem Erfolgsrezept gefragt.
Was ist das Besondere an Très Chig? Ein
eigener Concept-Store, der ausgewählte,
kreative Produkte anbietet, war lange mein
Traum. Ich habe als Gestalter für visuelles
Marketing bei großen Handelsketten im
Modebereich gearbeitet, hatte aber schon
immer viele eigene Ideen.
Angefangen
hat alles ganz klein: Mit dem Verkauf von
selbstgestalteten Postkarten auf Märkten.
Danach kam der Schritt zum eigenen Geschäft
in Kleve. Hier gibt es viele junge Leute,
die meine Sachen mögen. Selbst gestaltete
Dinge und individualisierte Produkte sind
ein Wahrzeichen für meinen Laden.
Neben den lustigen Postkarten und schönen
Accessoires war von Anfang an Mode dabei.
Ich setze auf Second-Hand-Ware, weil ich
dort sehr viele ausgefallene Stücke finde.
Und ein ganz wichtiger weiterer Aspekt: die
Workshops. Kunden fragten mich häufig, wie
zum Beispiel die Armbänder bei mir im Laden
hergestellt werden. So entstand die Idee,
Workshops für verschiedene Themen
anzubieten. Das läuft sehr gut, auch für
Hochzeitsfeiern oder Junggesellenabschiede
sind kreative Aktionen beliebt.

Christoph Gebhardt hat sich mit dem
Concept-Store Très Chig in Kleve seinen
Traum erfüllt. Foto: Très Chig
Wie
verbinden Sie die Online-Welt mit dem
Einkaufserlebnis im Laden? Die
Online-Welt und das Ladengeschäft lassen
sich nicht trennen. Meine
Social-Media-Präsenz ist sehr wichtig.
Dadurch sind alle informiert über neue Ware
oder Workshops und bestellen entweder direkt
online oder kommen vorbei. Der Online-Shop
würde ohne den Laden schlecht funktionieren
und umgekehrt.
Das Geschäft in Kleve
vermittelt meine bunte Welt zum Stöbern,
Staunen und – ganz wichtig für die Second-
Hand-Kleidung – zum Anprobieren. Hier kann
ich meine Lust an Farben und Formen
ausleben. Die teilen Kunden: Sobald ich neue
Ware in rot, orange oder pink habe, ist sie
meist sofort wieder weg. Junge Leute wollen
gerne ausgefallene und bunte Klamotten
haben. Die bekommen sie bei mir.
Ich
brauche aber auch den Umsatz aus
Online-Shops und -Plattformen. Im nächsten
Jahr werde ich dort den B2B-Bereich
ausbauen. Beide Anlaufstellen bringen meinen
Stil authentisch rüber und so ist das für
mich längst zu einer Einkaufswelt
zusammengewachsen.
Was sind die
Erfolgsprodukte für das Weihnachtsgeschäft?
Zunächst hatte ich auf Deko-Artikel gesetzt,
aber dann festgestellt, dass der Markt für
hochwertigere Produkte sehr eng ist. Daher
sind Geschenke aller Art mein
Erfolgsgeheimnis in der Weihnachtszeit. Bei
mir finden Kunden individualisierte
Accessoires und Einzelstücke. Zum
Beispiel selbstgenähte Kissen und
Kuscheltiere. Wichtig sind auch die
weihnachtlichen Workshops, wo Geschenke und
Deko selbst hergestellt werden, wie
Adventskranzbinden oder Gläserbemalen. Seit
der Corona-Pandemie haben viele ihre
kreative Ader entdeckt und freuen sich, wenn
wir gemeinsam schöne Dinge herstellen.
Was könnte am Niederrhein noch besser
laufen für den Handel? Den
verkaufsoffenen Sonntag in Kleve habe ich
durch die große Menge an Weihnachtsmärkten
als wenig sinnvoll für den stationären
Handel erlebt. Nicht nur bei mir waren die
Umsätze eher bescheiden. Durch diese Events
locken wir zwar viele Menschen in die City.
Aber so kostet es uns realen Umsatz, weil
die Leute durch das Überangebot gar nicht
mehr zum Shoppen kommen. Hier muss die Stadt
besser überlegen, wann verkaufsoffene
Sonntage was bringen.
Schöne
Einkaufserlebnisse schaffen Kunden wollen
sich mit Geschäft verbunden fühlen
Die Vorweihnachtszeit war für den Handel in
den Innenstädten lange die umsatzstärkste
Phase im Jahr. Durch das Online-Angebot
reicht es aber schon lange nicht mehr aus,
etwas Weihnachtsdeko aufzustellen und auf
Kundschaft zu warten. Katrin Hasenohr ist
Handelsreferentin bei der Niederrheinischen
IHK und verrät, was das Einkaufserlebnis
einmalig macht.
Wie können Läden bei
Kunden punkten? Die Menschen möchten die
Person hinter dem Geschäft kennenlernen. Und
individuell beraten werden. So entsteht
Vertrauen und Verbindung. Gleichzeitig hilft
es, den Einkauf für die Kunden mit netten
Kleinigkeiten oder Angeboten besonders zu
machen. Das kann ein innovatives
Schaufenster sein, ein Giveaway, ein Event
oder eine Kooperation mit anderen Händlern.
Diese Erlebnisse gibt es nur im Laden, nicht
beim Online-Shopping.

Katrin Hasenohr ist Handelsreferentin bei
der Niederrheinischen IHK. Foto:
Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski
Zur Adventszeit verbinden viele den
Einkaufsbummel mit dem Besuch auf dem
Weihnachtsmarkt. Oder treffen sich noch mit
Freunden. Geschenke kaufen geht dann in
bester Weihnachtsstimmung. Auch intensive
Beratung ist dann mehr gefragt. Wenn mir der
Händler im Laden ein Produkt erklärt, ist
das viel anschaulicher als ein Video.
Einkaufen und Erlebnis lassen sich aber das
gesamte Jahr über miteinander verknüpfen.
Viele Inhaber setzen sich aktiv dafür ein,
dass unsere Innenstädte offen, bunt und
vielfältig bleiben.
Wie wichtig ist
eine Online-Präsenz? Zumindest ein gut
gepflegtes Google-Unternehmensprofil sollte
heute jeder Laden haben. Ohne diese
Visitenkarte im Netz riskiert man
enttäuschte oder falsch informierte Kunden.
Und auch ohne eigenen Online-Shop ist es
wichtig, auf den gängigen
Social-Media-Plattformen präsent zu sein.
Hier schauen Kunden nach Neuigkeiten und
bleiben in Verbindung.
Was
unternimmt die Niederrheinische IHK, um den
Handel in den Innenstädten zu unterstützen?
Wir sind wichtiger Ansprechpartner und
Berater für den Handel in der Region. In
unseren Webinaren erklären wir, wie Händler
Vorgaben und Themen praktisch umsetzen. Bei
unserem Social-Media-Frühstück helfen wir
Händlern, ein eigenes Online-Profil zu
entwickeln.
Mit der Kampagne „Heimat
Shoppen" zeigen wir seit mehr als zehn
Jahren, wie schöne Einkaufserlebnisse
entstehen. Neben den Händlern sind hier
viele weitere regionale Akteure involviert.
Es ist jedes Mal faszinierend, wie viele
Geschäfte mitmachen und welche kreativen
Angebote es gibt.
Nicht zuletzt ist
die IHK das Sprachrohr des Handels in der
Region. Als Interessenvertretung sind wir
unter anderem mit dem Stadt-Marketing, den
politischen Gremien und der Verwaltung in
regelmäßigem Austausch. Auch hier gilt:
Gemeinsam können wir viel erreichen.
Im Job zu Weihnachten
und Silvester: Wer muss wann und wo arbeiten?
Sie liefern den Weihnachtsbraten, sie
organisieren die Silvesterparty in Hotel oder
Restaurant oder sie kümmern sich um Menschen in
Not: Ein Teil der Erwerbstätigen in Deutschland
muss arbeiten, während und damit die Mehrheit
der Bevölkerung Weihnachten und Silvester feiern
kann. Wer an den kommenden Festtagen zur
(Erwerbs-)Arbeit muss, hat das Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der
Hans-Böckler-Stiftung untersucht.*

Foto Hans-Böckler-Stiftung
Zentrale
Befunde der neuen Studie: In diesem Jahr müssen
9 Prozent der Erwerbstätigen an Heiligabend nach
14.00 Uhr arbeiten. Besonders hoch sind die
Anteile derjenigen, die zu Weihnachten und zur
Jahreswende „im Dienst“ sind, in Verkehr und
Logistik, im Handel, dem Gastgewerbe sowie im
Gesundheits- und Sozialbereich.
Auch
regional bestehen einige Unterschiede:
Beispielsweise müssen am Morgen des Heiligen
Abends in Ostdeutschland mehr Menschen zur
Arbeit gehen als in Westdeutschland, ergibt die
Auswertung der WSI-Forscher Dr. Eric Seils und
Dr. Helge Emmler. Die Zahlen zeigen darüber
hinaus, dass es häufig die gleichen Personen
sind, die alle Jahre wieder Heiligabend arbeiten
müssen. So sind von denen, die dieses Jahr am
24.12. im Erwerbsjob ran müssen, über 80 Prozent
auch in den vergangenen drei Jahren mindestens
einmal Heiligabend auf der Arbeit gewesen.

Die Daten basieren auf der
WSI-Erwerbspersonenbefragung, in der zwischen
Mitte November und Anfang Dezember 5.800
Erwerbstätige darüber Auskunft gegeben haben, ob
und wann sie an Weihnachten oder zum
Jahreswechsel arbeiten.
Wer arbeiten
muss… Auf dieser Basis ergibt sich ein
detailliertes Bild: Am Vormittag des 24.
Dezember müssen noch 24 Prozent aller
Erwerbstätigen arbeiten. Im Wirtschaftszweig
Verkehr und Logistik muss sogar fast die Hälfte
der Erwerbstätigen (49 Prozent) schaffen. Aber
auch im Handel (46 Prozent) sowie im Gastgewerbe
(39 Prozent) sind weit überdurchschnittlich
viele im beruflichen Einsatz. Zugleich bestehen
beachtliche regionale Unterschiede: So müssen 31
Prozent der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt zur
Arbeit, während es in Bayern nur 17 Prozent
sind.

Nach 14 Uhr, wenn in Deutschland das
Ladenschlussgesetz den Heiligen Abend einläutet,
sinkt der Anteil der Menschen, die schaffen
müssen, zwar deutlich. Aber dennoch müssen
immerhin 9 Prozent der Erwerbstätigen im
Erwerbsjob die Stellung halten, während
andernorts Bescherung ist.

An den beiden Weihnachtstagen bleiben die
allgemeinen Werte der Beschäftigung in etwa auf
dem Niveau von Heiligabend nach 14 Uhr. Eine
wichtige Ausnahme ist das Gastgewerbe, wo stets
weit mehr als ein Viertel der Erwerbstätigen im
Job gefragt ist. Auch im Gesundheits- und
Sozialbereich und in Verkehr und Logistik sind
dann jeweils rund ein Fünftel im Einsatz. Am
Silvestervormittag muss ein knappes Viertel der
Erwerbstätigen zur Arbeit. Nach 14 Uhr sinkt der
Anteil auf 10 Prozent. Neujahr ist es 8 Prozent
der Erwerbstätigen nicht vergönnt,
auszuschlafen.

„Die Zahlen illustrieren, dass die
Erwerbstätigen und die Arbeitszeiten in
Deutschland sehr flexibel sind: Was erledigt
werden muss, kann erledigt werden. Das gilt auch
an Tagen, die die allermeisten Menschen lieber
mit Familie oder Freunden verbringen als im Job,
die wichtig sind, um Gemeinschaft zu erleben und
Kraft zu tanken“, sagt Prof. Dr. Bettina
Kohlrausch, wissenschaftliche Direktorin des
WSI. „Und gleichzeitig ist es wichtig, dass
Arbeitszeiten nicht immer weiter ausufern, dass
beispielsweise die tägliche Höchstarbeitszeit
erhalten bleibt.“
Kreis Wesel
und Geflügelpest: Aufhebung von
Überwachungszonen - Aufstallpflicht bleibt
bestehen Drei von derzeit insgesamt
fünf Überwachungszonen konnten am vergangenen
Wochenende aufgehoben werden. Sie betrafen Fälle
im Kreis Kleve und Recklinghausen. Die Kontrolle
von Geflügelbeständen in den Zonen ergab keine
neuen Verdachtsfälle. Die Aufhebung wurde im
Amtsblatt 69 vom 19.12.2025 veröffentlicht. Die
Aufstallpflicht im gesamten Kreises Wesel bleibt
weiterhin bestehen und gilt für alle
Geflügelhaltungen, unabhängig von der Größe des
Bestandes und der Nutzungsrichtung.
Aktuell bestehen im Kreis Wesel noch zwei
Gebiete mit Einschränkungen. Im Westen wurde mit
Allgemeinverfügung vom 01.12.2025 eine Schutz-
und Überwachungszone Zone um einen
Geflügelpestfall in Kevelaer, Kreis Kleve
gebildet, die Teile von Alpen, Sonsbeck und
Xanten betrifft.
Im Süden musste mit
Allgemeinverfügung vom 04.12.2025 eine
Überwachunsgzone um einen Ausbruch in Kempen,
Kreis Viersen gebildet werden, die Teile von
Neukirchen-Vluyn umfasst. Allgemeinverfügungen
und interaktive Karten sind im Internet auf der
Homepage des Kreises Wesel in den Amtsblättern
62 und 65 veröffentlicht:
https://www.kreis-wesel.de/gefluegelpest
Aufgrund von mehreren Geflügelpestfällen bei
Hausgeflügel in Nachbarkreisen mussten im Kreis
Wesel in den vergangenen Wochen
grenzüberschreitend wiederholt Überwachungszonen
eingerichtet werden. Insgesamt ist die Lage
weiterhin angespannt. Die Zahl der Wildvögel,
die nachweislich an der Influenza vom Typ H5N1
verendet sind, nimmt bundesweit weiter zu.

36 Gläser Sekt und Co. hat jede
Person ab 16 Jahren 2024 im Schnitt getrunken -
Pro-Kopf-Konsum deutlich geringer als 2014 mit
durchschnittlich 46 Gläsern Zu
festlichen Anlässen wie Weihnachten oder
Silvester wird gern angestoßen – aber offenbar
immer seltener mit Sekt, Prosecco oder
Champagner. 255,3 Millionen Liter Schaumwein
wurden im Jahr 2024 in Deutschland abgesetzt.
Das waren 19,5 % weniger als zehn Jahre zuvor,
wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt.
Im Durchschnitt trank damit im
vergangenen Jahr hierzulande jede Person ab 16
Jahren rund 4,8 Flaschen Schaumwein à 0,75 Liter
oder 36 Gläser à 0,1 Liter. Damit ging der
Pro-Kopf-Konsum im Zehn-Jahres- Vergleich
ebenfalls deutlich zurück: 2014 hatten die
mindestens 16-Jährigen im Schnitt noch 6,1
Flaschen Schaumwein oder 46 Gläser getrunken.

Schaumweinsteuer macht 0,04 % der
Steuereinnahmen 2024 aus Die Grundlage
dieser Daten bildet die Steuerstatistik – denn
auf Sekt, Prosecco und Champagner wird bis heute
die Schaumweinsteuer erhoben, die zu Beginn des
20. Jahrhunderts zur Finanzierung der
kaiserlichen Kriegsflotte eingeführt wurde.
Im Jahr 2024 nahm der Bund rund
352 Millionen Euro aus der Schaumweinsteuer ein.
Damit hatte sie lediglich einen Anteil von
0,04 % an den gesamten Steuereinnahmen des
Bundes, der Länder und Gemeinden. Zum Vergleich:
Aus der Biersteuer, die im Gegensatz zur
Schaumweinsteuer eine Landessteuer ist, floss
zuletzt mit 558 Millionen Euro etwas mehr Geld
an den Staat.
Wohnimmobilien-Preise im 3. Quartal 2025: +3,3 %
zum Vorjahresquartal +3,3 % zum
Vorjahresquartal +1,0 % zum Vorquartal
Die Preise für Wohnimmobilien
(Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 3.
Quartal 2025 um durchschnittlich 3,3 % gegenüber
dem 3. Quartal 2024 gestiegen. Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt,
stiegen die Wohnimmobilienpreise damit zum
vierten Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen
Vorjahresquartal. Gegenüber dem Vorquartal
erhöhten sich die Preise um 1,0 %.

Preisanstiege gegenüber dem Vorjahresquartal
in allen Regionen Im 3. Quartal 2025
kosteten Wohnimmobilien in allen Regionen
Deutschlands im Durchschnitt mehr als im
Vorjahresquartal. Gegenüber dem 2. Quartal 2025
sind die Preise für Wohnimmobilien ebenfalls in
den meisten Regionen gestiegen.
Ein- und
Zweifamilienhäuser verteuerten sich im
Durchschnitt gegenüber dem Vorjahresquartal am
stärksten in städtischen Kreisen (+3,6 %) und
kreisfreien Großstädten (+3,5 %). Auch in dünn
besiedelten ländlichen Kreisen stiegen die
Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 3,2 %.
Für Eigentumswohnungen zahlten
Käuferinnen und Käufer in städtischen Kreisen
4,7 % und in kreisfreien Großstädten 5,0 % mehr
als im 3. Quartal 2024. In dünn besiedelten
ländlichen Kreisen kosteten Eigentumswohnungen
im Schnitt 2,6 % mehr, während der Preisanstieg
in dicht besiedelten ländlichen Kreisen für
Eigentumswohnungen bei 5,5 % lag (+1,1 % für
Ein- und Zweifamilienhäuser).
In den
sieben größten Städten Deutschlands (Berlin,
Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main,
Stuttgart und Düsseldorf) stiegen die Preise für
Ein- und Zweifamilienhäuser um 2,7 % und für
Eigentumswohnungen um 2,8 % gegenüber dem
Vorjahresquartal. Gegenüber dem Vorquartal war
der Preisanstieg für Ein- und Zweifamilienhäuser
mit +1,0 % in kreisfreien Großstädten am
höchsten.
Die Preise für
Eigentumswohnungen verteuerten sich mit
durchschnittlich +3,1 % am stärksten in dicht
besiedelten ländlichen Kreisen. Für Ein- und
Zweifamilienhäuser in dicht besiedelten
ländlichen Kreisen (-0,5 %) und für
Eigentumswohnungen in dünn besiedelten
ländlichen Kreisen (-0,9 %) wurden dagegen
Preisrückgänge gegenüber dem Vorquartal
beobachtet.
Straßenverkehrsunfälle im Oktober 2025: 2 %
weniger Verletzte als im Vorjahresmonat
Verkehrstote gegenüber Oktober 2024 um
9 Personen gestiegen Im Oktober
2025 sind in Deutschland rund 30 500 Menschen
bei Straßenverkehrsunfällen verletzt worden. Wie
das Statistische Bundesamt (Destatis) nach
vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 2 %
weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der
Verkehrstoten stieg um 9 auf 222 Personen.
Insgesamt registrierte die Polizei im Oktober
2025 rund 226 900 Straßenverkehrsunfälle, das
waren 2 % oder 5 500 mehr als im Vorjahresmonat.

Im Zeitraum Januar bis Oktober 2025 erfasste
die Polizei
2,07 Millionen Straßenverkehrsunfälle und damit
1 % weniger als im Vorjahreszeitraum (-23 700).
Darunter waren 248 800 Unfälle mit
Personenschaden, bei denen 2 371 Menschen
getötet wurden. Damit ist die Zahl der
Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 11 gestiegen, während die Zahl der Unfälle
mit Personenschaden in etwa gleichgeblieben ist.
Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr sank
im selben Zeitraum um 1 % oder 3 000 auf 309 500
Personen.
Moers: Rat beschließt neue Sporthalle an
Großsportanlage Den Bau einer
neuen 3-fach-Sporthalle an der
Großsportanlage Filder Benden hat der Rat
hat am Mittwoch, 17. Dezember, beschlossen.
Sie bietet auf der Tribüne Platz für mehr
als 400 Gäste und soll auch als Sportanlage
für das Gymnasium in den Filder Benden
dienen. Die Fertigstellung ist für Ende 2029
geplant.
Mit Mehrheit haben die
Ratsmitglieder zudem die konkrete Umsetzung
der kommunalen Wärmeplanung beschlossen.
Dies ist der Fahrplan in eine neue
Wärmezukunft und legt fest, welche Quellen
Moers künftig nutzen kann und wo eine
Fernwärmeversorgung sinnvoll ist.
Keine Mehrheit hat der Antrag einer Fraktion
gefunden, eine Bezahlkarte für
Leistungsberechtigte nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz einzuführen. An
dem Nachmittag hat zudem Stadtkämmerer
Wolfgang Thoenes den Haushaltsplanentwurf
2026 eingebracht. Da die Planungen ein
Defizit ausweisen, müssen Verwaltung und
Politik in den nächsten Wochen und Monaten
über Ausgleichsmöglichkeiten diskutieren.
Schöne Lesungen für
Repelener Grundschulkinder
Spannende und lustige Lesungen haben Klassen
der Linden- und der Regenbogenschule in
Repelen in der Vorweihnachtszeit erlebt.
Seit mehreren Jahren bietet die
Bibliothekszweigstelle Repelen die
Veranstaltungen an. Insgesamt fanden sechs
Lese-Tage mit vier Autorinnen und Autoren
statt. Dabei waren Barbara Zoschke, Simak
Büchel, Jasmin Schaudinn und Manfred
Theisen.

Auch die Autorin Barbara Zoschke war bei den
Repelener Schullesungen dabei, hier mit den
Kindern der Klassen 3a und 3c der
Regenbogenschule. Markus Schürmann, Leiter
der Sparkassen-Geschäftsstelle Repelen, und
Sabine Ließfeld, Leiterin
Bibliothekszweigestelle Repelen, freuen sich
über den Erfolg der Reihe. (Sparkasse am
Niederrhein).
Der direkte Kontakt
mit den Schriftstellerinnen und
Schriftstellern trägt dazu bei, dass die
Kinder ein Interesse an Büchern und am Lesen
entwickeln. Das fördert wiederum die
Lesekompetenz. Die Veranstaltungen werden
jedes Jahr durch den
Friedrich-Bödecker-Kreis und der Sparkasse
am Niederrhein gefördert. Im kommenden Jahr
will die Bibliothekszweigestelle Repelen das
Programm wieder anbieten.
Weihnachtsknöllchen in Moers: Verwarnung mit
Augenzwinkern Mit einem
besonderen Gruß zur Weihnachtszeit sorgt die
Moerser Verkehrsraumüberwachung auch in
diesem Jahr für überraschende Momente an der
Windschutzscheibe.

Die Moerser Verkehrsüberwacherinnen
verteilen auch in diesem Jahr bis
Heiligabend Weihnachtsknöllchen. (Foto: pst)
Bis Heiligabend verteilen die
Politessen und Verkehrsüberwacher
sogenannte ‚Weihnachtsknöllchen‘. Statt
einer kostenpflichtigen Verwarnung
erhalten Autofahrerinnen und Autofahrer bei
kleineren Verstößen – etwa bei
überschrittener Parkzeit oder vergessener
Parkscheibe – einen Hinweis mit einem Betrag
von 0,00 Euro.
Verbunden ist dieser
mit einem freundlichen Weihnachts- und
Silvestergruß. Unverändert konsequent
geahndet werden jedoch schwerwiegende
Verstöße. Dazu zählen unter anderem das
Parken im absoluten Halteverbot, auf Geh-
und Radwegen, auf Behindertenparkplätzen
sowie alle Fälle, in denen andere
Verkehrsteilnehmende behindert oder
gefährdet werden.
Neu im neuen Jahr
2026 bei technischer Sicherheit -
PRODUKTSICHERHEIT und NACHHALTIGKEIT
Im Jahr 2026 treten bei der Prüfung von
Fahrzeugen, Anlagen und Produkten sowie bei der
Zertifizierung und Auditierung von Unternehmen
zahlreiche Neuerungen in Kraft. Neben der
technischen Sicherheit stehen digitale
Sicherheit und Nachhaltigkeit im Fokus. Der
TÜV-Verband zeigt, was sich für Wirtschaft und
Verbraucher:innen im kommenden Jahr ändert.
MOBILITÄT Führerscheinumtausch – neue
Frist läuft Wer zwischen 1999 und 2001 seinen
Kartenführerschein erhalten hat, muss ihn bis
zum 19. Januar 2026 gegen den neuen
EU-Führerschein im Scheckkartenformat bei der
zuständigen Führerscheinstelle,
Fahrerlaubnisbehörde oder dem Bürgeramt des
aktuellen Wohnsitzes umtauschen. Dieser ist
jeweils 15 Jahre gültig und fälschungssicher.
Ausnahme: Wer vor 1953 geboren wurde, muss
seinen Führerschein erst bis zum 19. Januar 2033
umtauschen. Der Umtausch ist verpflichtend. Wer
noch mit einem alten Exemplar unterwegs ist,
riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10
Euro.
Hauptuntersuchung: Braune
HU-Plakette wird vergeben Bestehen Fahrzeuge
die Hauptuntersuchung (HU), erhalten Halterinnen
und Halter vom TÜV im Jahr 2026 eine braune
Plakette mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2028.
Das gilt für Fahrzeuge, die alle zwei Jahre zur
HU müssen. In welchem Monat die Prüfung fällig
ist, zeigt die Zahl oben „bei 12 Uhr“ auf der
Plakette. Die Ziffer 6 steht beispielsweise für
Juni.
Alternativ hilft ein Blick in die
i-Kfz App oder in den Fahrzeugschein, die
offiziell „Zulassungsbescheinigung Teil I“
heißt. Darin ist der nächste HU-Termin vermerkt.
Wer den Termin um zwei Monate oder mehr
überzieht, dem droht bei Polizeikontrollen ein
Bußgeld. Bei längerem Verzug kann eine vertiefte
HU angeordnet werden, die zusätzliche Kosten
verursacht.
Neue Abgasnorm Euro 7 kommt
Für neu zugelassene Pkw gilt ab Januar 2026 die
zweite Stufe der Abgasnorm Euro 6e, die als
Zwischenschritt zu Euro 7 dient. Ab dem 29.
November 2026 gilt dann für neu entwickelte Pkw
mit neuer Typgenehmigung die Abgasnorm Euro 7.
Für alle neu zugelassenen Fahrzeuge greift sie
ab Ende 2027. Die Norm schreibt unter anderem
eine präzisere Messung ultrafeiner Partikel vor
und schließt erstmals auch den Abrieb von Reifen
(Grenzwerte folgen ab 2030) und Bremsen ein.
Für Elektroautos und Plug-in-Hybride werden
erstmals Anforderungen an die Haltbarkeit der
Antriebsbatterien festgelegt: Nach fünf Jahren
oder 100.000 Kilometern darf die
Speicherkapazität der Batterie nicht unter 80
Prozent des ursprünglichen Werts fallen, nach
acht Jahren oder 160.000 Kilometern nicht unter
72 Prozent.
Next-Generation-eCall wird
Pflicht Ab 1. Januar 2026 wird für neu
entwickelte Fahrzeugtypen (also
Typgenehmigungen, die ab diesem Datum beantragt
werden) die Ausstattung mit
Next-Generation-eCall (NG eCall) Pflicht.
Konkret betrifft das Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen.
Ab 1.
Januar 2027 dürfen dann keine Neuwagen ohne die
neue Technik mehr zugelassen werden. NG-eCall
ist ein automatisches, vernetztes Notrufsystem,
das Unfälle schneller meldet und gleichzeitig
deutlich mehr Daten liefert als die alte
eCall-Version. Statt des alten 2G/3G-Netzes
nutzt NG-eCall das modernere 4G/LTE- und
5G-Netz. Für Bestandsfahrzeuge gibt es keine
Nachrüstpflicht.
Noch mehr
Assistenzsysteme werden Pflicht Ab 7. Juli
2026 dürfen nur noch Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge mit folgenden
Fahrassistenzsystemen neu zugelassen werden:
- Erweiterter Kopfaufprallschutzbereich
(Fußgängerschutz) - Hochentwickeltes
Notbremssystem zum Schutz von Fußgängern und
Radfahrern - Notfall-Spurhalteassistent auch
für Fahrzeuge mit hydraulischer Servolenkung.
- Hochentwickeltes Warnsystem bei nachlassender
Konzentration des Fahrers - Intelligenter
Geschwindigkeitsassistent (ISA) - Vorrichtung
für Alcolock - Ereignisbezogene
Datenaufzeichnung (EDR)
- Notbremslicht
•
Reform der
Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) Im
Jahr 2026 wird die überarbeitete
Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) in
Kraft treten, ein genauer Termin steht aber noch
nicht fest. Ziel der Reform ist es, die Regeln
für E-Scooter und andere Elektrokleinstfahrzeuge
stärker an die des Radverkehrs anzugleichen und
die Nutzung von Mikromobilität im Verkehrssystem
zu verbessern. Künftig sollen E-Scooter auf
Radwegen und in Fahrradstraßen grundsätzlich den
gleichen Vorgaben folgen wie Fahrräder. Zudem
sind höhere technische Anforderungen geplant,
etwa bei Beleuchtung, Bremsen und
Batteriestandards, um die Sicherheit dieser
Fahrzeuge im Straßenverkehr zu erhöhen.
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ Umsetzung des AI Act:
Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte Der EU
AI Act schreibt Transparenzanforderungen vor,
die ab August 2026 gelten. So müssen etwa
KI-generierte Inhalte (Texte, Bilder, Videos)
als solche erkennbar sein. Speziell Deepfakes
oder maschinell erzeugte Texte zu öffentlichen
Themen sind zu markieren. Ebenso muss
Nutzern mitgeteilt werden, wenn sie mit einem
KI-System, zum Beispiel einem Chatbot,
interagieren. Unternehmen müssen daher technisch
sicherstellen, dass KI-Ausgaben gekennzeichnet
oder mit Wasserzeichen versehen sind, was
technisch ohne weiteres geht.
CYBERSICHERHEIT NIS2-Umsetzungsgesetz greift
Mit dem Inkrafttreten des
NIS2-Umsetzungsgesetzes (NIS2UmsuCG) im Dezember
2025 gelten ab sofort höhere Anforderungen für
die Cybersicherheit von Unternehmen. Der Kreis
der betroffenen Organisationen wird massiv
erweitert, von rund 4.500 auf künftig rund
29.500. Unternehmen müssen umfassende
Sicherheitsmaßnahmen einführen,
IT-Sicherheitsvorfälle innerhalb von 24 Stunden
an das Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik (BSI) melden oder ihre
Lieferketten in die Sicherheitsprozesse
einbeziehen.
Die Geschäftsleitung ist
persönlich verantwortlich. Das BSI erhält
weitreichende Aufsichts- und
Eingriffsbefugnisse. Bei Verstößen gegen
Cybersicherheitspflichten drohen Geldbußen bis
zu 10 Millionen Euro oder zwei Prozent des
weltweiten Jahresumsatzes.
PRODUKTSICHERHEIT Produkthaftung: KI- und
Software-Produkte erfasst Die neue
Produkthaftungs-Richtlinie EU 2024/2853 tritt
zum 9. Dezember 2026 in Kraft. Erstmals werden
Software und KI-Systeme ausdrücklich als
Produkte definiert, für deren Fehler Hersteller
haften. Damit genießen KI-Geschädigte, zum
Beispiel aufgrund fehlerhafter Algorithmen,
künftig den gleichen Schutz wie bei physischen
Produkten.
Hersteller von KI-Anwendungen
müssen sich auf verschuldensunabhängige Haftung
einstellen und nachweisen, dass ihre KI den
erwartbaren Sicherheitsanforderungen entspricht.
Durch diese Haftungsregeln sollen
Verbraucherrechte im KI-Zeitalter gestärkt
werden.
NACHHALTIGKEIT
•
Neue
Ökodesign-Verordnung und Recht auf Reparatur
Die EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) bringt im
kommenden Jahr wichtige Änderungen. Ab 19. Juli
2026 gilt ein Vernichtungsverbot für unverkaufte
Textilien, Bekleidung und Schuhe. Die Regelung
gilt zunächst für große Unternehmen, mittlere
Unternehmen folgen 2030.
Für den
Digitalen Produktpass (DPP) wird die technische
Infrastruktur aufgebaut und ab Juli 2026 müssen
die Pässe für erste Produkte wie Textilien,
Elektronik und Möbel verfügbar sein. Bis zum 19.
Juli 2026 soll die EU ein Register für den DPP
einrichten. Die EU-Richtlinie zum Recht auf
Reparatur muss bis Juli 2026 in nationales Recht
umgesetzt werden.
•
Verpackungsverordnung wird angewendet Ab 12.
August 2026 ist die neue Verpackungsverordnung
(PPWR) der EU anzuwenden. Unternehmen müssen
sich auf viele Neuerungen vorbereiten. Es gelten
neue Vorgaben zur Gestaltung von Verpackungen,
Nachhaltigkeitsanforderungen und erweiterte
Pflichten für Erzeuger, Hersteller und
Vertreiber.
Auch Online-Plattformen
werden in die Pflicht genommen. So müssen alle
in den Verkehr gebrachten Verpackungen
recyclingfähig sein. Es gelten neue
Gefahrenstoff-Grenzwerte für Blei, Cadmium,
Quecksilber, sechswertiges Chrom in allen
Verpackungsmaterialien sowie strenge
PFAS-Grenzwerte der so genannten
Ewigkeitschemikalien für
Lebensmittelverpackungen.
EU-Batterieverordnung: Zentrale Pflichten
greifen 2026 Der EU-Battery Regulation
(BattVO) zufolge treten 2026 erstmals mehrere
zentrale Pflichten in Kraft. Neue Zielvorgaben
gelten für die Recyclingeffizienz: 75 Prozent
bei Blei-Säure-Batterien, 65 Prozent bei
Lithium-Batterien, 80 Prozent bei
Nickel-Cadmium-Batterien 50 Prozent bei
sonstigen Altbatterien. Die Regelungen gelten ab
1. Januar 2026. Die Erklärung zum CO2-Fußabdruck
gilt für wiederaufladbare Industriebatterien,
ausgenommen sind Industriebatterien mit externen
Speichern. Stichtag ist der 18. Februar 2026.
NGG Nordrhein: „Mini-Jobber sind
keine Beschäftigten 2. Klasse“ - Die meisten
haben 47 Euro mehr im Portemonnaie
Mini-Jobber mit dickeren Portemonnaies: Rund
34.700 Mini-Jobber gibt es in Duisburg. Sie
können ab Januar 603 Euro pro Monat verdienen.
Darauf hat die Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen.
„Die meisten Mini-Jobber bekommen nur
den gesetzlichen Mindestlohn. Und der steigt ab
Januar um 1,08 Euro auf dann 13,90 Euro pro
Stunde. Für die Mini-Jobber bedeutet das: Wenn
sie 10 Stunden pro Woche arbeiten, müssen sie ab
dem Jahreswechsel 47 Euro pro Monat mehr auf dem
Konto haben“, erklärt Adnan Kandemir.

Bald mehr Geld auf dem Zettel: Bei 10
Arbeitsstunden pro Woche müssen Mini-Jobber,
die den gesetzlichen Mindestlohn verdienen,
künftig 603 Euro pro Monat verdienen. Denn
zum Jahreswechsel steigt der gesetzliche
Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde. Foto
NGG | Florian Göricke
Der
Geschäftsführer der NGG Nordrhein appelliert
an die geringfügig Beschäftigten, das
„Lohn-Plus“ im Blick zu haben. Und Adnan
Kandemir stärkt ihnen den Rücken:
„Mini-Jobber sind keine Beschäftigten
2. Klasse – und sie dürfen auch nicht so
behandelt werden.“ Konkret kritisiert die
NGG Nordrhein, dass Mini-Jobber „häufig als
Aushilfen mit weniger Rechten behandelt
werden“.
Dabei gehe es auch um den
Lohn: „Wenn ein Mini-Jobber bei gleicher
Qualifikation die gleiche Arbeit wie eine
Vollzeitkraft leistet, dann hat er dafür
auch den gleichen Stundenlohn verdient. Denn
Mini-Job bedeutet nicht immer gleich
Mindestlohn. Außerdem steht auch
Mini-Jobbern Urlaub zu“, so Adnan Kandemir.
Wer geringfügig beschäftigt sei und für
längere Zeit krank werde, habe zudem –
genauso wie jeder andere Beschäftigte im
Betrieb auch – Anspruch auf Lohnfortzahlung.
„Wenn es im Unternehmen Zuschläge
bei Wochenend- oder Nachtarbeit gibt, dann
dürfen Mini-Jobber auch dabei nicht leer
ausgehen. Genauso wie beim Urlaubs- und
Weihnachtsgeld“, macht NGG-Geschäftsführer
Adnan Kandemir deutlich. Er rückt dabei
gerade auch Restaurants, Gaststätten und
Hotels in den Fokus: „5.010 Mini-Jobber
arbeiten allein in der Gastronomie in
Duisburg. Das ist eine Branche, die stark
auf Mini-Jobs setzt.“
Der
Gewerkschafter beruft sich dabei auf Zahlen
der Arbeitsagentur. „Egal, ob jetzt auf dem
Weihnachtsmarkt oder im Sommer im Biergarten
– ob in der Restaurantküche, in der Kantine,
an der Bäckerei- oder Fleischtheke:
Unternehmen nutzen Mini-Jobs, um es
wirtschaftlich rundlaufen zu lassen“, sagt
Adnan Kandemir. Die NGG Nordrhein sieht die
hohe Zahl der Mini-Jobs dabei allerdings
kritisch: „Mini-Jobs verdrängen
Vollzeitstellen.
Dabei bieten nur
die regulären Jobs den Beschäftigten einen
kompletten Sozialversicherungsschutz – von
der Rente über die Pflege bis zur
Arbeitslosigkeit“, so Adnan Kandemir. Die
Gewerkschaft spricht sich dafür aus,
Mini-Jobs in ihrer bisherigen Form
abzuschaffen. „Auch für Jobs mit geringer
Wochenarbeitszeit muss gelten: Wer arbeitet,
muss ab der ersten Stunde auch komplett
sozialversichert sein“, fordert
NGG-Geschäftsführer Kandemir. Die NGG
Nordrhein kritisiert besonders die Folgen,
die Mini-Jobs für Frauen haben können.
„56 Prozent aller geringfügig
Beschäftigten sind Frauen. Oft machen gerade
junge Mütter den Mini-Job anfangs nebenbei,
um später wieder voll in den Beruf
einzusteigen. Genau das gelingt vielen aber
nicht. Gerade dann, wenn der Betrieb nicht
mitzieht und ihnen keine Jobs mit mehr
Wochenstunden anbietet. Der Mini-Job wird so
zur beruflichen Sackgasse – mit allen
Folgen, die das dann hat. Bis hin zur
deutlich geringeren Rente“, warnt Adnan
Kandemir.
Informationen rund um
Mini-Jobs erhalten Beschäftigte der
Ernährungswirtschaft und der Gastronomie bei
der NGG Nordrhein: (0208) 305 82-0 |
region.BGOberhausen@ngg.net.
Solidarität mit der
Ukraine: EU zahlt 2,3 Milliarden Euro
Finanzhilfen aus und liefert komplettes
Wärmekraftwerk Die Europäische
Kommission hat im Rahmen der
Ukraine-Fazilität die sechste reguläre
Zahlung von 2,3 Milliarden Euro angewiesen.
Sie unterstützt damit die makrofinanzielle
Stabilität des Landes und seine öffentliche
Verwaltung. Zudem hat die Kommission im
Rahmen ihrer bisher größten koordinierten
Logistik-Operation ein vollständiges
Wärmekraftwerk von Litauen in die Ukraine
geliefert. Das Kraftwerk kann eine Million
Menschen mit Strom versorgen. Es stellt
kritische Energiekapazitäten wieder her und
stärkt unmittelbar das nationale Netz der
Ukraine, das anhaltenden Angriffen Russlands
ausgesetzt ist.
70 Prozent des Geldes
im Rahmen der Ukraine-Fazilität ausgezahlt
Mit der sechsten Tranche hat die EU seit
März 2024 26,8 Milliarden Euro ausgezahlt.
Das entspricht fast 70 Prozent der im Rahmen
der ersten Säule der Ukraine-Fazilität
verfügbaren Mittel. Die Zahlung folgt auf
die erfolgreiche Umsetzung von Reformen in
strategisch wichtigen Bereichen wie der
öffentlichen Finanzverwaltung, des
Justizsystems, des Agrar- und
Lebensmittelsektors und der Bewirtschaftung
kritischer Rohstoffe.
Die für
Erweiterung zuständige EU-Kommissarin Marta
Kos erklärte: „Die Ukraine führt trotz der
Aggression Russlands mit bemerkenswerter
Geschwindigkeit echte Reformen durch. Mit
der Fazilität für die Ukraine treibt die EU
Reformen voran, die die Ukraine näher an die
EU heranführen und gleichzeitig kritische
Bedürfnisse, einschließlich der
Energieversorgungssicherheit im Winter,
unterstützen.“
Ausführliche
Informationen finden Sie in diesem
Factsheet. Vollständiges Wärmekraftwerk
in die Ukraine verlegt Die Lieferung
eines vollständigen Wärmekraftwerks in die
Ukraine wurde über einen Zeitraum von elf
Monaten durchgeführt und umfasste 149
Lieferungen mit insgesamt 2.399 Tonnen
Ausrüstung. Darunter waren 40 übergroße
Transporte, wie außergewöhnlich schwere
Transformatoren und Statoren mit einem
Gewicht von jeweils rund 172 Tonnen. Die
Unterstützung der polnischen
Regierungsbehörde für strategische Reserven
war entscheidend für den komplexen Transport
dieser Komponenten.
Hadja Lahbib,
EU-Kommissarin für Krisenvorsorge und
‑management sowie Gleichberechtigung
erklärte: „Ich danke Litauen, Polen,
Rumänien und allen Partnern, die für den
Erfolg dieser kolossalen Operation gesorgt
haben. Es ist ein eindrucksvoller Beweis für
das unerschütterliche Engagement der EU für
die Widerstandsfähigkeit der Ukraine und
trägt dazu bei, Licht und Wärme für eine
Million Menschen zu gewährleisten, die vor
einem vierten Winter des russischen
Angriffskriegs stehen.“
Bislang hat
die EU-Unterstützung für den ukrainischen
Energiesektor dazu beigetragen, den Bedarf
von schätzungsweise 9 Millionen Menschen zu
decken. Die EU hat über das
EU-Katastrophenschutzverfahren bisher 9.500
Stromgeneratoren und 7.200 Transformatoren
an die Ukraine geliefert.
EU-Unternehmen erhöhen
Forschungsinvestitionen in
Schlüsselbranchen, zehn Unternehmen aus
Deutschland unter den Top 20
EU-Unternehmen erzielten 2024 ein starkes
Wachstum bei Forschung und Entwicklung (F&E)
in den Bereichen Energie, Gesundheit, Luft-
und Raumfahrt sowie Verteidigung. Unter den
20 Top-Investoren in F&E EU-weit sind zehn
aus Deutschland: Volkswagen, Mercedes Benz,
BMW, Robert Bosch, Bayer, Siemens,
Boehringer, SAP, Continental und ZF
Friedrichshafen.
Maßnahmen der
Kommission zur Stärkung der
Innovationsfähigkeit Europas Um auf den
globalen Wettbewerb zu reagieren und das
europäische Innovationsökosystem zu stärken,
treibt die Kommission mehrere Initiativen
voran, die mit dem EU-Kompass für
Wettbewerbsfähigkeit in Einklang stehen,
darunter:
Die EU-Start-up- und
Scaleup-Strategie, um Europa zu einem
Top-Ziel für die Gründung und das Wachstum
globaler Technologieunternehmen zu machen;
- das Europäische Innovationsgesetz und die
28. Regelung, die für 2026 erwartet werden;
- die Europäische Strategie für Forschungs-
und Technologieinfrastrukturen, die den
Zugang von Unternehmen zu Infrastrukturen
von Weltrang und FuE-Unterstützung
verbessert; - Die europäische Strategie
für KI in der Wissenschaft mit der Ressource
für KI-Wissenschaft in Europa (RAISE), mit
der Wissenschaftler mit den Ressourcen
ausgestattet werden, um KI für ihre
Forschung einzuführen.
EU-Unternehmen verzeichneten einen starken
Anstieg der F&E im Energiesektor (19,8
Prozent), der das Wachstum in den USA (6
Prozent), Japan (-14,2 Prozent) und China
(3,8 Prozent) bei weitem übertraf. Im
Gesundheitswesen übertraf das Wachstum der
EU (13 Prozent) deutlich die USA (7,1
Prozent), Japan (9,1 Prozent) und China (0,1
Prozent). Luft- und Raumfahrt sowie
Verteidigung verzeichneten ebenfalls einen
Anstieg von 4,8 Prozent.
Die meisten
FuE-Investitionen der 800 größten
EU-Unternehmen erfolgen in Ländern, die als
„starke Innovatoren“ eingestuft werden
(Österreich, Belgien, Estland, Frankreich,
Deutschland, Irland, Luxemburg). Dies
unterstreicht das Potenzial unterstützender
Ökosysteme für das Wachstum von
F&E-intensiven Unternehmen.
Die
weltweit führenden 2.000 Unternehmen
investierten 2024 1.442,6 Milliarden Euro in
Forschung und Entwicklung (+6,3 Prozent). Am
stärksten wuchsen die USA (+7,8 Prozent).
Die EU (+2,9 Prozent) und China (+3,9
Prozent) verzeichneten einen moderateren
Anstieg.
Vier Sektoren -
IKT-Software, IKT-Hardware, Gesundheit und
Automobilindustrie - machen über 80 Prozent
der Gesamtinvestitionen aus. US-Unternehmen
sind führend in den Bereichen IKT und
Gesundheit; EU-Unternehmen sind nach wie vor
weltweit führend in der Automobilindustrie.
EU-Haushalt 2028-2034 muss soziale und
regionale Investitionen sichern
Die aktuelle Stellungnahme der
Geschäftsstelle des Deutschen Vereins für
öffentliche und private Fürsorge e.V.
kommentiert den Vorschlag der Europäischen
Kommission für den nächsten Mehrjährigen
Finanzrahmen der Europäischen Union
2028-2034 und plädiert darin für eine
auskömmliche Kohäsions- und
Strukturförderung.
Die Europäische
Kommission hat am 16. Juli 2025 einen
Vorschlag zum kommenden Mehrjährigen
Finanzrahmen (MFR) für den Zeitraum
2028–2034 vorgestellt, der tiefgreifende
Veränderungen in der Struktur- und
Kohäsionspolitik der EU vorsieht. Vor dem
Hintergrund diesbezüglicher laufender
Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten
und dem Europäischen Parlament hat die
Geschäftsstelle des Deutschen Vereins für
öffentliche und private Fürsorge e.V. eine
Stellungnahme verfasst, um Empfehlungen zu
ausgewählten Vorschlägen in die aktuelle
Diskussion einzubringen.
Mit Blick
auf die starke Priorisierung der
Handlungsfelder Sicherheit, Verteidigungs-
und Wettbewerbsfähigkeit im nächsten
EU-Haushalt verweist der Deutsche Verein auf
die Bedeutung des sozialen Europas und die
notwendigen Investitionen in
Förderinstrumente wie den Europäischen Fonds
für regionale Entwicklung (EFRE) und den
Europäischen Sozialfonds (ESF). „Ein starkes
Europa braucht soziale Investitionen –
insbesondere über den ESF und EFRE, die den
sozialen und territorialen Zusammenhalt der
EU sichern“, so Dr. Verena Staats,
Vorständin des Deutschen Vereins für
öffentliche und private Fürsorge e.V.
Die Empfehlungen der Stellungnahme
basieren auf den „Empfehlungen zur
Kohäsions- und Strukturpolitik im nächsten
Mehrjährigen Finanzrahmen der EU“ (DV
22/24), welche im Dezember 2024 vom
Präsidium des Deutschen Vereins
verabschiedet wurden. Die darin empfohlenen
Grundsätze der Subsidiarität,
Partnerschaftlichkeit, Regionalpolitik, des
Bürokratieabbaus und der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bilden
die Grundlage der aktuellen Positionierung.
Zur Stellungnahme der Geschäftsstelle
des Deutschen Vereins für öffentliche und
private Fürsorge e.V. zum Vorschlag der
Europäischen Kommission für den nächsten
Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen
Union 2028–2034.
Anerkennung von beruflichem Wissen ist
Erfolgsprojekt Niederrheinische IHK
organisiert Feststellungsverfahren für NRW
Viele Menschen arbeiten seit
Jahren ähnlich wie eine Fachkraft, ohne je
einen Berufsabschluss erworben zu haben. An
sie richtet sich das berufliche
Feststellungsverfahren, das es seit dem 1.
Januar 2025 gibt. Die Niederrheinische IHK
war mit dem Pilotprojekt „Valikom Transfer“
bereits Vorreiter.

Matthias Wulfert, stellvertretender
Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen
IHK Foto Niederrheinische IHK/Jacqueline
Wardeski
Für den stellvertretenden
Hauptgeschäftsführer Matthias Wulfert bietet
das Verfahren den Beschäftigten neue
Chancen. Auch die Betriebe am Niederrhein
und der gesamte Wirtschaftsstandort
profitieren. Herr Wulfert, das berufliche
Feststellungsverfahren gibt es seit einem
Jahr. Die Niederrheinische IHK hat aber
vorher schon Personen validiert. Was steckt
dahinter?
Wir haben einige Jahre bei
„Valikom Transfer“ mitgemacht. Das war ein
Pilotprojekt. Es richtete sich an
Berufstätige, die nicht den klassischen Weg
gegangen sind. Die Regel ist heute noch: Ich
mache ein paar Jahre meine Ausbildung und am
Ende steht eine standardisierte Prüfung.
Aber es gibt Ausnahmen, die nicht in dieses
System passen. Darauf haben wir mit unserem
Angebot reagiert – und auch Erfolg gehabt.
Der Gesetzgeber hat sich schließlich
entschieden, daraus eine Aufgabe für die
IHKs abzuleiten. Das ist für uns eine
Auszeichnung. Wir haben am Niederrhein
übrigens noch einen draufgesetzt. Inwiefern?
Wir haben uns mit der IHK Dortmund zu einer
Art Kompetenzzentrum zusammengeschlossen.
Die anderen IHKs aus NRW können sich an uns
wenden. Wir übernehmen dann deren Aufgaben
beim Feststellungsverfahren.
Die
Dortmunder und wir haben durch unsere
Pilotphase schon Erfahrung auf dem Gebiet
gesammelt. Davon sollen auch andere
profitieren. Die IHK Bonn und die IHK Essen
haben von diesem Angebot bereits Gebrauch
gemacht. Blicken wir wieder an den
Niederrhein. Warum ist das Thema Validierung
gerade in diesem Bezirk so wichtig? Unsere
Umgebung ist stark von der Industrie und der
Logistik geprägt.
In den Bereichen
arbeiten auch einige Menschen, die keinen
Berufsabschluss im Lebenslauf stehen haben.
Sie haben beispielsweise im Lager
angefangen, um erstmal Geld zu verdienen. An
dem Arbeitsplatz sind sie hängen geblieben.
Das Thema Ausbildung hat für sie keine Rolle
mehr gespielt. Ihnen möchten wir die Chance
geben, einen Abschluss nachzuholen.
Wer profitiert von diesem Verfahren?
Wenn der Kandidat die Prüfung besteht, hat
er ein Dokument in der Hand. Das steigert
seine Chancen, auf dem Arbeitsmarkt zu
bestehen oder sogar Karriere zu machen.
Gleichzeitig ist das ein wichtiger Schritt,
um Fachkräfte in der Region zu sichern. Wie
ist der Weg hin zu einem
Feststellungsverfahren? Interessenten
erhalten bei der IHK eine umfassende
Beratung.
Dabei klopfen wir ab, was
der Kandidat an Kompetenzen mitbringt. Und
dann identifizieren wir einen Referenzberuf
für die Prüfung. Ein Beispiel ist der
Student, der einen Nebenjob als Kellner
begonnen hat. Dann hat er sein Studium aus
den Augen verloren und kellnert weiter. Im
Laufe der Zeit hat der junge Mann aber die
Kenntnisse einer Restaurantfachkraft
erworben. Das kann r sich anerkennen lassen.
Es gibt auch festgeschriebene Kriterien für
die Teilnahme.
Was hat es damit auf
sich? Das Mindestalter beträgt 25 Jahre.
Und auch eine gewisse Berufserfahrung muss
vorhanden sein. Wir sprechen von der
1,5-fachen Dauer der regulären
Ausbildungszeit. Das hat einen einfachen
Hintergrund: Wir wollen mit dem Modell der
dualen oder betrieblichen Ausbildung keine
Konkurrenz machen. Das ist weiterhin der
beste Weg eine qualifizierte Fachkraft zu
werden.
Wir richten uns an Menschen
mit fachlichem Knowhow und Fertigkeiten, die
es aus irgendwelchen Gründen verpasst haben,
einen Abschluss zu machen. Warum sollte ein
Unternehmen seine Mitarbeiter zur Teilnahme
motivieren? Arbeitsrechtliche und
sicherheitstechnische Bestimmungen ändern
sich ständig. In der Lagerlogistik oder in
der Chemieindustrie gibt es sensible
Bereiche. Da müssen bestimmte Kenntnisse
vorhanden sein. Wenn meinem Mitarbeiter der
entsprechende Nachweis fehlt, kann ich ihn
dort nicht einsetzen. So hat eine
erfolgreiche Validierung auch Vorteile für
das Unternehmen.
Prüfung nach 20
Jahren als Industriemechaniker - Stefan
Radies überzeugte im neuen
Feststellungsverfahren der Niederrheinischen
IHK Stefan Radies aus Wesel kam 2006 zur
Firma Meier Prozesstechnik in Rhede. Er
arbeitet dort als Industriemechaniker und
leitet Baustellen auf der ganzen Welt. Was
ihm bislang fehlte, war der Berufsabschluss.
Mit 51 Jahren meldete sich Stefan Radies für
eine offizielle Prüfung an. Er nahm im
Dezember am beruflichen
Feststellungsverfahren der Niederrheinischen
IHK teil – als erster Industriemechaniker in
ganz Deutschland. Stefan Radies überzeugte
die Prüfer und hat nun ein Zeugnis.
Herr Radies, wie hat sich Ihr Berufsleben
entwickelt? Lustigerweise habe ich nach
der Schule eine Lehre zum
Industriemechaniker begonnen. Doch damals
kam ich mit dem Meister überhaupt nicht
klar. Also habe ich abgebrochen. Mein
Berufswunsch als Jugendlicher war eigentlich
Maurer. Mein Vater war wenig begeistert. Der
hat nämlich selber als Maurer gearbeitet und
kannte die ganzen Nachteile. Am Ende
habe ich doch eine Lehre in dem Beruf
begonnen. Kurz vor dem Ende der Ausbildung
ist die Firma pleite gegangen. Ich stand
also wieder ohne Abschluss da. Dann fiel die
Entscheidung, mich mit meinem Vater in der
Baubranche selbstständig zu machen. Danach
habe ich verschiedene Jobs gehabt – auch als
Schlosser. 2006 bin ich über Umwege
schließlich bei Meier Prozesstechnik in
Rhede gelandet.
Der Betrieb hat Sie
ohne Abschluss angestellt? Das war schon
kurios. Ich hatte über eine Zeitarbeitsfirma
schon zwei Monate für das Unternehmen
gearbeitet – und mich wohl ganz gut
verkauft. Die Verantwortlichen wollten mich
deshalb direkt anstellen. Ich habe also
meine Bewerbung abgeben. Und im Lebenslauf
stand drin: Lehre abgebrochen. Der Meister
hat sich die Unterlagen angesehen: „Warum
schreibst du so einen Quatsch da rein?“
Ich habe ihm gesagt: „Das ist die Wahrheit.“
Das ganze Know-how hatte ich mir selber
angeeignet. Der Meister hat erstmal
geschluckt und dann doch ein gutes Wort beim
Geschäftsführer für mich eingelegt. Somit
hatte ich den Job. Und jetzt bin ich fast 20
Jahre im Unternehmen.
Was für
Aufgaben haben Sie übernommen? Ich baue
aus kleinen Einzelteilen große Anlagen
zusammen – wie ein Industriemechaniker. Ich
war auf Baustellen in der ganzen Welt
unterwegs. Die Firma arbeitet unter anderem
für Kunden in Indien, Kanada und den USA.
Dort war ich als Leiter im Einsatz, habe mit
Kollegen die Anlagen in Betrieb genommen und
gewartet. Dadurch konnte ich mein Englisch
auch wieder aufbessern.
Warum
wollten Sie trotz Ihrer Erfolge an dem
Feststellungsverfahren teilnehmen? Ich
wollte mir selber was beweisen. Trotz der
langen Berufserfahrung und der vielen
Auslandsaufenthalte war ich immer der
Ungelernte. Das hat mich gestört. So ein
Zeugnis macht sich in den Unterlagen immer
gut. Ich habe dann ein bisschen gegoogelt
und dann gesehen, dass dieses
Feststellungverfahren genau zu mir passt.
Dann kam es zu einem Vorgespräch mit
Clarissa Blaß von der Niederrheinischen IHK.
Die hat mir noch mal die Voraussetzungen
erklärt. Genügend Berufserfahrung hatte ich
ja, das nötige Alter sowieso. Mein
Arbeitgeber war auch sehr aufgeschlossen.
Und dann haben wir einem Termin bei uns im
Betrieb festgemacht.
Wie war die
Prüfung für Sie? Ich sollte Heizplatten
in einem Vakuumtrockner einbauen. Dabei habe
ich direkt einen Fehler gefunden und
behoben. Das zugelieferte Rohr war defekt.
Einer der Prüfer meinte schon im Scherz, ob
ich den Fehler absichtlich eingebaut hätte,
um die Kommission zu beeindrucken. Das habe
ich verneint. Der Prüfer sagte noch, wenn
das Absicht gewesen wäre, wäre ich nicht nur
ein guter Industriemechaniker, sondern auch
ein guter Schauspieler. Ich hatte nach
einer Stunde schon das Gefühl, dass ich das
Ding ziehen werde. Das lag auch an dem guten
Draht zu den externen Prüfern. Am Ende
folgte das Fachgespräch, bei dem ich unter
anderem eine Zeichnung erklären musste.
Alles hat gepasst. Und jetzt habe ich ein
Zeugnis, das meine Fähigkeiten als
Industriemechaniker in vollem Umfang
bescheinigt. Das ist vergleichbar mit einem
Gesellenbrief.
Was sind jetzt Ihre
beruflichen Pläne? Es war mal die Rede
davon, mich zu einer Art Supervisor für die
Baustellen zu machen. Da ich jetzt das
Zeugnis habe, ist das im Unternehmen auch
leichter zu vermitteln. Und dann schaue ich
mal, welche Türen sich noch für mich öffnen.
Schulterklopfer für meine Arbeit habe ich
immer schon bekommen. Jetzt steht es Schwarz
auf Weiß, dass ich was kann.

Stefan Radies weiß, was er tut. Mit seinem
neuen IHK-Zeugnis kann er das nun auch
Schwarz auf Weiß belegen.

Stromeinspeisung in NRW: Erdgas
und erneuerbare Energien gewinnen an
Bedeutung * 2024 wurde 36,5 %
weniger Strom eingespeist als 2018. *
Anteil der erneuerbaren Energien hat sich
mehr als verdoppelt. * Braunkohle bleibt
weiterhin wichtigster Energieträger. S
Im Jahr 2024 wurde 36,5 % weniger Strom
in das nordrhein-westfälische Stromnetz
eingespeist als im Jahr 2018. Mit einem
Rückgang um 69,4 % bzw. 51,0 % sank die
eingespeiste Strommenge aus Stein- und
Braukohle auf einen Tiefstand. Das
Statistische Landesamt beleuchtet in einem
neuen Statistik Kompakt unter
https://statistik.nrw/service/veroeffentlichungen/themenschwerpunkte/welche-energietraeger-profitieren-vom-rueckgang-der-kohleverstromung,
welche Energieträger von dem Rückgang der
Kohleverstromung profitieren.
Trotz
Anstieg bei den erneuerbaren Energien und
Erdgas: Braunkohle bleibt wichtigster
Energieträger Im Jahr 2024 ist der Anteil an
der gesamten Stromeinspeisung gegenüber 2018
bei Steinkohle von 23,3 % auf 11,2 % und bei
Braunkohle von 46,2 % auf 35,7 % gesunken.
Trotz des Rückgangs blieb Braunkohle damit
der wichtigste Energieträger bei der
Stromeinspeisung in NRW.
Zuwächse
konnten dagegen Erdgas, die erneuerbaren
Energien und die sonstigen Energieträger bei
der Stromeinspeisung verzeichnen. Am
stärksten stieg der Anteil bei erneuerbaren
Energien mit 13,9 Prozentpunkten auf 26,8 %.
Erdgas konnte seinen Anteil um
7,5 Prozentpunkte auf 23,4 % erhöhen. Die
sonstigen Energieträger stiegen auf 2,6 %
und machten weiterhin nur einen geringen
Anteil an der Stromeinspeisung aus.

Einspeisequellen aus anderen
Bundesländern oder dem Ausland werden nicht
betrachtet. Diese Entwicklungen werden durch
politische Maßnahmen wie z. B. dem Ausstieg
aus dem subventionierten Steinkohlebergbau
im Jahr 2018, dem für 2030 anvisierten
Braunkohleausstieg im Rheinischen Revier
sowie dem Ausbau und der Förderung von Wind-
und Photovoltaikanlagen beeinflusst.
Zusätzlich wirken sich auch geopolitische
Ereignisse wie z. B. der Ukraine-Krieg auf
den Strommarkt aus.
NRW:
Zahl der schweinehaltenden Betriebe im
achten Jahr in Folge rückläufig
* 5.050 Betriebe haben im November 2025
rund 6 Millionen Schweine gehalten. *
Zahl der Schweine seit 2015 um knapp 19 %
gesunken. * Durchschnittsbestand im
Regierungsbezirk Düsseldorf am höchsten. S
Am 3. November 2025 haben 5.050 Betriebe
in Nordrhein-Westfalen mit einem
Mindestbestand von 50 Schweinen oder zehn
Zuchtsauen rund 5,9 Millionen Schweine
gehalten. Wie Information und Technik
Nordrhein-Westfalen als Statistisches
Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse
mitteilt, setzt sich der Rückgang der
schweinehaltenden Betriebe damit weiter
fort: am 3. November dieses Jahres gab es
2,4 % weniger Betriebe als ein Jahr zuvor.

Im Langzeitvergleich mit 2015 ist die
Zahl der Betriebe um 35,2 % gesunken, was
mehr als ein Drittel der Betriebe
entspricht. Schweinebestand seit 2015 um
rund 19 % gesunken Im Vergleich zum
3. November 2015 ist die Anzahl der
gehaltenen Schweine in NRW um 19,3 %
zurückgegangen; damals hat es noch
7,3 Millionen Schweine gegeben.
Zwischen November 2024 und 2025 hat der
Bestand um 0,5 % zugenommen. Mastschweine
mit einem Anteil von fast 44% am
Gesamtbestand Innerhalb eines Jahres sank
die Zahl der Mastschweine über 50 Kilogramm
um 10,4 % auf 2,6 Millionen Tiere. Diese
machten damit nach wie vor den größten
Anteil am Gesamtbestand aus.
Zuwächse verzeichneten dagegen Jungschweine
(+24,7 %), Ferkel (+4,2 %) und Zuchtschweine
(+2,6 %). Höchster Durchschnittsbestand je
Betrieb im Regierungsbezirk Düsseldorf Der
Großteil der Schweine wurde am 3. November
2025 mit einem Anteil von 62,5 % im
Regierungsbezirk Münster gehalten; gefolgt
vom Regierungsbezirk Detmold (19,5 %) und
dem Regierungsbezirk Arnsberg (9,9 %).
Landesweit kamen rein rechnerisch 1.167
Schweine auf einen schweinehaltenden
Betrieb. Am meisten Tiere pro
schweinehaltenden Betrieb gab es im
Regierungsbezirk Düsseldorf mit
durchschnittlich 1.315. Im Regierungsbezirk
Köln war der Durchschnittsbestand von 880
Schweinen je Betrieb am geringsten.
Wir
Bürgerinnen und Bürger meistern das“ – Mit
Bürgerbeteiligung mehr Lebensqualität: Auch
2026 Millioneninvestitionen in die
Infrastruktur am Standort Wesel
Mit der Eröffnung des neuen Kombibads Wesel
wurde ein historischer Meilenstein für die
Stadt erreicht. Viele Menschen aus der
Region kommen gerne nach Wesel, um hier zu
schwimmen oder das umfangreiche
Wellnessangebot der neuen Saunalandschaft zu
nutzen. „Die Perle am Rhein“ taufte
Bürgermeister Rainer Benien beim
traditionellen Jahresausblick das neue
Rheinbad.
Einleitend hob der
Bürgermeister große, in diesem Jahr
fertiggestellte Projekte hervor. Nicht weit
entfernt vom Kombibad wurde im Freizeit- und
Naherholungspark Aue eine neue
Trendsportanlage feierlich eingeweiht.
Direkt daneben wurde zudem die neue Skate-
und Bikeanlage eröffnet. Das Besondere an
beiden Vorzeigeprojekten ist, dass vor allem
Kinder und Jugendliche bei der Konzeption
maßgeblich mitgewirkt haben. Im Vorfeld
wurde hierzu ein umfangreicher
Beteiligungsprozess initiiert und umgesetzt.
Diese Form der Bürgerbeteiligung
wird im Jahr 2026 weiter ausgebaut.
Bürger*innen sowie Interessenvertretungen
werden im kommenden Jahr unter anderem
eingeladen, den Großen Markt mit ihren Ideen
aktiv mitzugestalten. Dadurch soll die
Aufenthaltsqualität des Großen Marktes
weiter gesteigert werden.
Das
Wohnzimmer unserer Stadt ist ein zentraler
Anlaufpunkt. Hier treffen sich Menschen, um
sich auszutauschen oder gemeinsam
Veranstaltungen zu genießen“, beschrieb
Bürgermeister Rainer Benien die Bedeutung
des Großen Marktes. Zudem legte er einen
besonderen Fokus auf die Rheinpromenade.
Auch dort sollen Ideen über den Arbeitskreis
Rheinpromenade eingebracht werden, um die
Aufenthaltsqualität zu erhöhen.
Ebenfalls erfreulich ist, dass die
Verwaltung voraussichtlich in der ersten
Jahreshälfte 2026 die Ergebnisse der
kommunalen Wärmeplanung vorstellen möchte.
Dies gibt den Menschen in Wesel zusätzliche
Planungssicherheit. Ein besonderes Highlight
im Jahr 2026 wird die neue Wesel-App sein.
Bürger*innen können künftig mithilfe der App
digitale Dienste der Stadtverwaltung nutzen.
So können beispielsweise Termine
direkt über die App vereinbart werden. Auch
der ASG wird seine digitalen Angebote in die
Wesel-App integrieren, sodass künftig nur
noch eine App für sämtliche städtische
Dienstleistungen erforderlich ist. „Die App
wird regelmäßig evaluiert. Durch das
Feedback der Nutzerinnen und Nutzer kann das
Angebot kontinuierlich verbessert werden“,
betont der zuständige Beigeordnete Dr.
Markus Postulka.
Im Bereich der
digitalen Infrastruktur werden 2026 unter
anderem die beiden großen städtischen
Turnhallen – die Rundsporthalle und die
Sporthalle Nord – mit einem stabilen
WLAN-Netz ausgestattet. Auch bei der Planung
von Spielplätzen setzt die Stadt auf das
Feedback der Bürger*innen, insbesondere von
Kindern und Familien. So ist für 2026
geplant, an der Dietrich-Krieger-Stege einen
neuen Spielplatz mit einer Fläche von rund
700 Quadratmetern zu errichten.
Im
Vorfeld wird es die Möglichkeit geben,
Vorschläge und Ideen einzureichen. Ebenso
wird – angelehnt an das
Beteiligungsverfahren in der Aue – der
Beteiligungsprozess zur Neugestaltung der
bisherigen Skateanlage am Mölderplatz
gestartet.
„Aufbauend auf den guten
Erfahrungen, die wir bei der Beteiligung
junger Menschen an der Gestaltung des neuen
Skate- und Bikeparks in der Aue sammeln
konnten, wird hier im Herzen der Innenstadt
ein neuer Anlaufpunkt für Jugendliche und
junge Erwachsene entstehen“, fasst
Bürgermeister Rainer Benien die Planungen
für den Mölderplatz zusammen.
Nicht
weit davon entfernt werden die Schüler*innen
der Gemeinschaftsgrundschule Innenstadt in
Kooperation mit der OGS zu ihrem Stadtteil
befragt. Ziel ist es, die Bedürfnisse junger
Menschen zu erfassen, um passgenaue
Maßnahmen entwickeln zu können. Doch nicht
nur für junge Menschen werden neue Angebote
geschaffen: So ist erstmals für 2026 die
Durchführung eines Seniorentags geplant, der
voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte
stattfinden wird.
Dabei stehen
Fragen rund um das Älterwerden im
Mittelpunkt. Geplant ist, diese
Veranstaltung künftig alle zwei Jahre zu
wiederholen. Wer bislang Schwierigkeiten
hatte, Texte auf der städtischen Homepage zu
verstehen, kann sich ab sofort Inhalte
mithilfe einer auf der Internetseite
integrierten Künstlichen Intelligenz in
Leichte Sprache übersetzen lassen, ein
Knopfdruck genügt. Barrierefrei sollen auch
weitere Bushaltestellen im Stadtgebiet
werden. Hierfür stehen im Jahr 2026 rund
300.000 Euro zur Verfügung.
Wer
Anregungen zur Barrierefreiheit hat, kann
den Sozialbereich der Stadt Wesel
kontaktieren (www.wesel.de). Eine
Arbeitsgruppe (AG Barrierefreiheit)
beschäftigt sich kontinuierlich mit der
Aufgabe, die Stadt barrierefreier zu
gestalten. Das Thema Barrierefreiheit wird
bei sämtlichen Stadtentwicklungsprozessen
mitgedacht. Wie der Stadtrat im Jahr 2026
zusammengesetzt sein wird, hängt maßgeblich
auch von der Wiederholungswahl im Wahlbezirk
15 ab.
Diese findet voraussichtlich
im Frühjahr statt. Bereits jetzt steht fest,
dass die Verwaltung neu strukturiert wird.
Hierzu wurde die Stelle einer
beziehungsweise eines Technischen
Beigeordneten ausgeschrieben. Die neue
Person im Verwaltungsvorstand wird künftig
die Bereiche Stadtentwicklung,
Gebäudeservice sowie Feuerwehr verantworten.
Nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens wird
der Rat über die Vorschläge beraten und
wählen.
Für Kinder und Jugendliche
wird erneut erheblich in die
Bildungsinfrastruktur investiert. Neben dem
Neubau der Kindertageseinrichtungen Am
Feldtor mit sechs neuen Gruppen sowie an der
Isselstraße mit vier neuen Gruppen werden
derzeit die Einrichtungen an der Delogstraße
und im Hessenviertel erweitert. Dank dieser
Maßnahmen kann die Stadt Wesel dem
steigenden Bedarf an Kita-Plätzen gerecht
werden.
Darüber hinaus werden 2026
zahlreiche Baumaßnahmen des
Schulbauprogramms abgeschlossen. Unter
anderem werden die ersten Bauabschnitte an
den Gemeinschaftsgrundschulen Blumenkamp und
Konrad-Duden fertiggestellt. Die
Gemeinschaftsgrundschule Fusternberg wird
vollständig abgeschlossen sein. Allein in
den Grundschulen wurden damit über 40
Millionen Euro investiert.
Als
nächstes soll in die Grundschulstandorte
Quadenweg und Feldmark investiert werden,
für die im Jahr 2026 die Ausschreibungen
erfolgen sollen. Wer sich einen Eindruck von
den umfangreichen Baumaßnahmen verschaffen
möchte, kann derzeit an der
Konrad-Duden-Realschule die Baufortschritte
des Erweiterungsbaus verfolgen. Neben den
städtischen Immobilien legt die Stadt Wesel
großen Wert darauf, auch die städtischen
Straßen zu modernisieren.
Im Sommer
2025 wurden die Baumaßnahmen an der
Ritterstraße und am Flesgentor erfolgreich
abgeschlossen. Mehrere große
Straßenbaumaßnahmen – darunter an der
Honnerbachstraße, Rudolf-Diesel-Straße,
Rheinbabenstraße, Frankenstraße, Yorckstraße
und am Gärtnereiweg – werden im Jahr 2026
beginnen. Geplant ist zudem die
Restaurierung des Berliner Tors.
Hierzu hat die Stadt Wesel Förderanträge
gestellt. Sobald entsprechende Förderzusagen
vorliegen, können die Arbeiten an dem
historischen Wahrzeichen starten. Wie
wichtig aufsuchende Arbeit mit Menschen sein
kann, haben die vergangenen Jahre im
Jugendbereich gezeigt. Dank des Streetworks
der Stadt Wesel konnte vielen jungen
Menschen in ihren unterschiedlichen
Lebenslagen geholfen werden. Zudem ist es
gelungen, Jugendliche für
Beteiligungsprozesse zu begeistern, die sich
sonst eher in ihren Gruppen zurückziehen.
Erstmals wird bei der Stadt Wesel
auch eine Stelle für Streetwork mit
Erwachsenen eingerichtet. Durch die
präventive Arbeit des Streetworks können
Probleme gemeinsam angegangen und
Perspektiven entwickelt werden. Das Angebot
unterstützt Betroffene, entlastet mittel-
und langfristig Institutionen und schafft
Vertrauen sowie Sicherheit.
Wer
seinen Traum vom Eigenheim verwirklichen
möchte, kann 2026 Grundstücke auf der Fläche
des ehemaligen Sportplatzes in Bislich sowie
im Neubaugebiet Am Hessenweg erwerben.
Sobald entsprechende Flächen verfügbar sind,
werden diese offen auf der städtischen
Internetseite angeboten. Erstmals wird
probeweise für zwei Jahre ein sogenannter
Mülldetektiv eingesetzt. Dieser soll bei
wilden Müllkippen aufklären und helfen, die
Verursacher*innen zu ermitteln.
Die
neuen Öffnungszeiten des ASG Wesel haben
sich bewährt. Daher gelten die erweiterten
Zeiten – inklusive des zusätzlichen Angebots
an Montagen in den wärmeren Monaten – auch
im Jahr 2026. Da die Friedhofsgebäude 2026
saniert werden, steigen die
Friedhofsgebühren im kommenden Jahr um 7,5
Prozent. Aktuell unterhält der ASG fünf
kommunale Friedhöfe. Aufgrund unter anderem
gestiegener Lohnkosten wird zudem die
Abfallgebühr um rund 3,8 Prozent angehoben.
„Erfreulich ist, dass die Hebesätze
für die Grundsteuern (B-Wohn: 782 Prozent,
B-Nichtwohn: 1.353 Prozent, A: 370 Prozent)
stabil bleiben“, erläuterte der Erste
Beigeordnete und Kämmerer der Stadt Wesel,
Klaus Schütz. Auch die Gewerbesteuer bleibt
mit 468 Prozent unverändert. Lediglich im
Bereich der Abwassergebühren gibt es leichte
Steigerungen. So kostet ein Kubikmeter
Schmutzwasser im Jahr 2026 3,71 Euro (2025:
3,57 Euro).
Im Bereich der
Sicherheit konnten zahlreiche Maßnahmen
erfolgreich umgesetzt werden. So wurde
erneut gemeinsam mit Weseler Grundschulen
und der Polizei die Dank- und
Denkzettel-Aktion durchgeführt. Die
angeschafften mobilen Zu- und
Durchfahrtssperren stehen im Jahr 2026 auch
Vereinen und anderen Gruppen zur Verfügung
(vorbehaltlich eines Ratsbeschlusses im März
2026). Erster Beigeordneter Klaus Schütz
hebt die Vorteile hervor: „Das entlastet die
Weseler Vereine vor allem finanziell und
schafft ein hohes Maß an Sicherheit.“
Die Stadt Wesel wird darüber hinaus
einen sogenannten „BOP“ – Blitzer ohne
Personal – anschaffen. Ein BOP kann tagelang
(24/7) eingesetzt werden. Bekannt ist der
BOP in Wesel, weil der Kreis Wesel bereits
einen im Einsatz hat. Zudem ist geplant, im
Jahr 2026 neue Schutzkleidung für die
Einsatzkräfte der Feuerwehr anzuschaffen.
Der Löschzug in Ginderich erhält außerdem
ein neues Fahrzeug. Da der Fachkräftemangel
insbesondere im Rettungsdienst spürbar ist,
wird die Stadt Wesel 2026 teilweise auf
externe Dienstleister zurückgreifen müssen.
Eine besonders sichtbare Neuerung
wird die Dokumentenausgabebox sein. Viele
Menschen, die das Rathaus aufsuchen, möchten
lediglich Dokumente (etwa Aufenthaltstitel)
abholen. Mithilfe der Dokumentenausgabebox
können Bürger*innen künftig Zeit sparen.
Ähnlich wie bei bekannten Paketzulieferern
werden Dokumente während der Öffnungszeiten
des Rathauses in einer Ausgabebox zur
Abholung bereitgestellt.
Bürger:innenrat formuliert Empfehlungen für
mehr Beteiligung in Moers Wie
ist Teilhabe in der Stadt noch besser
möglich? Mit dieser Frage haben sich 48
Moerserinnen und Moerser intensiv im
Bürger:innenrat der Stadt Moers beschäftigt.
Am Dienstag, 17. Dezember, haben die
Beteiligten das Gutachten auf der
Demokratiekonferenz an Bürgermeisterin Julia
Zupancic übergeben.

Frank Wölfling, Susanne Kempgens-Suhr,
Steven Range und Sabrina Raus (v.l.), die am
ersten Bürger:innenrat in Moers teilgenommen
haben, übergaben Bürgermeisterin Julia
Zupancic das Gutachten. (Foto: pst)
„Die Bürgerinnen und Bürger haben sich
intensiv, kritisch und vor allem konstruktiv
mit der Frage beschäftigt, wie
kommunalpolitische Entscheidungen künftig
noch partizipativer gestaltet werden können.
Sie haben Zeit investiert, Verantwortung
übernommen und sich mit großem Engagement,
Offenheit und gegenseitigem Respekt
eingebracht“, erklärte die Bürgermeisterin.
Sie dankte den teilnehmenden Personen für
den Einsatz und der Initiative
‚Bürger:innenrat‘ für die Idee.
Deren Mitglied Dieter Zisenis stellte die
Entstehungshintergründe vor. Angefangen
haben die Aktivitäten im Jahr 2021 bei
gemeinsamen Veranstaltungen mit dem
Schlosstheater Moerser im Wallzentrum unter
dem Titel ‚Stadt machen‘. Gutachten wird im
Stadtrat diskutiert Im Ergebnis formulierte
der Bürger:innenrat vier zentrale Wünsche
und Empfehlungen an Politik und Verwaltung.
Dazu zählen die Schaffung
verbindlicher Leitlinien sowie eines Büros
für Bürger:innenbeteiligung, die
Weiterentwicklung einer gelebten
Beteiligungskultur in Moers, die
Durchführung eines Bürgerhaushalts sowie
eine verbesserte Kommunikation rund um
Beteiligungsangebote. In diesem Zusammenhang
regt der Bürger:innenrat unter anderem die
Einführung eines eigenen Beteiligungsportals
an.
Vorgestellt haben die Inhalte an
dem Nachmittag die Teilnehmenden Susanne
Kempgens-Suhr, Steven Range, Sabrina Raus
und Frank Wölfling. Begleitet wurde der
Prozess durch das nexus Institut und dem
Institut für Demokratie- und
Partizipationsforschung der Universität
Wuppertal. Von Verwaltungsseite wurde der
Bürger:innenrat und die Demokratiekonferenz
von Diana Finkele, Leiterin des
Eigenbetriebs Bildung und Eleni Kremeti von
der Fachstelle für Demokratie organisiert
und begleitet.
Ermöglicht wird das
Projekt durch die finanzielle Förderung über
das Bundesprogramm Demokratie leben! Das
Gutachten geht zur weiteren Beratung in den
Rat der Stadt Moers. Zudem versprach
Bürgermeisterin Zupancic, die Inhalte des
Gutachtens in den Weihnachtsferien komplett
durchzuarbeiten.
Wesel:
Fußgängerbrücke an der Zitadelle aus
Sicherheitsgründen gesperrt Bei
einem Ortstermin wurde der Zustand der
hölzernen Oberkonstruktion der
Fußgängerbrücke an der Zitadelle überprüft.
Dabei stellte sich heraus, dass ein
wichtiger Querbalken stark beschädigt ist.
Das Holz ist durch Fäulnis vollständig
morsch. Zudem sind Risse an den
Verbindungsstellen sowie eine sichtbare
Durchbiegung der Konstruktion erkennbar. Aus
Gründen der Verkehrssicherheit wurde die
Brücke umgehend gesperrt. Hinweisschilder
machen auf die bestehende Einsturzgefahr
aufmerksam.
Das Gewicht der
betroffenen Bauteile (obere
Holzkonstruktion) wird auf bis zu vier
Tonnen geschätzt. Bei Sturm oder Schneelast
kann nicht ausgeschlossen werden, dass Teile
herabfallen. Die eigentliche Gehfläche der
Brücke ist zwar standsicher, jedoch geht die
Gefahr ausschließlich von der
darüberliegenden Holzkonstruktion aus. Die
Sanierungsarbeiten beginnen voraussichtlich
ab dem 19. Januar 2026.
Geplant ist,
die beschädigte Oberkonstruktion mithilfe
eines Krans zurückzubauen. Die Sanierung
erfolgt in enger Abstimmung mit der
Denkmalschutzbehörde. Ziel ist es, die
historische Optik der Brücke zu erhalten.
Daher ist geplant, den beschädigten
Querbalken durch einen neuen zu ersetzen.
Weitere mögliche Schäden an den Stützen
können erst nach der Demontage genau
beurteilt werden. Die Stadt Wesel bittet um
Verständnis für die notwendigen
Sicherheitsmaßnahmen.
Bundesverband der Systemgastronomie e.V.
(BdS) begrüßt die Zustimmung des Bundesrats
zur dauerhaften Umsatzsteuersenkung auf
Speisen.
BdS-Hauptgeschäftsführer Markus Suchert:
„Wir freuen uns, dass die dauerhafte Senkung
der Umsatzsteuer auf Speisen in der
Gastronomie auf 7 Prozent nun Realität wird.
Die Bundesregierung hat Wort gehalten und
damit ein wichtiges Signal der
Verlässlichkeit gesendet. Für unsere
Branche, die in den vergangenen Jahren
enorme Belastungen schultern musste,
bedeutet die Zustimmung des Bundesrats
nicht nur finanzielle Entlastung, sondern
auch Anerkennung ihrer wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Bedeutung.

Die Systemgastronomie lebt von Menschen, die
jeden Tag mit großem Einsatz dafür sorgen,
dass unsere Restaurants Orte der Begegnung,
des Genusses und der Teilhabe sind. Die
vergangenen Jahre waren für die überwiegend
mittelständischen Unternehmerinnen und
Unternehmer wirtschaftlich besonders hart:
Kosten für Lebensmittel, Energie und
Personal sind stark gestiegen, während
gleichzeitig die Besuchszahlen
kontinuierlich zurückgingen. Um ihre
Betriebe und Beschäftigten abzusichern,
haben viele Franchisenehmerinnen und
Franchisenehmer diese Belastungen weitgehend
selbst geschultert und nicht an die Gäste
weitergegeben. Das verdient besonderen
Respekt.
Blick in die Zukunft Dank
der steuerlichen Entlastung können unsere
Betriebe endlich wieder nach vorne blicken
und zugleich aktiv zur wirtschaftlichen
Erholung in Deutschland beitragen. Sie
werden investieren: in hunderte neue
Standorte, in die nachhaltige und innovative
Modernisierung bestehender Restaurants, in
die Sicherung und den Aufbau zehntausender
Arbeitsplätze sowie in zusätzliche
Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.
Gleichzeitig bleiben sie verlässliche,
tarifgebundene Arbeitgeber. Gerade jetzt, da
die Arbeitslosigkeit so hoch ist wie seit
einem Jahrzehnt nicht mehr, ist dies ein
wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen
Stabilisierung in Deutschland.
Unsere
Branche ist für viele Menschen ein erster
beruflicher Ankerpunkt. In den Restaurants
unserer Mitgliedsunternehmen arbeiten
Mitarbeitende aus über 160 Nationen,
unabhängig von Herkunft, Sprache oder
Bildungsweg. Sie finden hier Chancen,
Perspektiven und ein berufliches Zuhause.
Jeden Tag erleben wir Erfolgsgeschichten von
Menschen, die in kurzer Zeit Verantwortung
übernehmen, Teams leiten und ihren Weg
gehen. Diese gesellschaftliche Rolle als
Branche der Chancen macht uns stolz – und
wir wollen sie weiter ausbauen.
Erhalt gastronomischer Vielfalt Zugleich
leistet die Systemgastronomie einen Beitrag
zu regionaler Wertschöpfung und
gastronomischer Vielfalt in Stadt und Land.
Die engagierten Franchisenehmerinnen und
Franchisenehmer sind stark in ihrer Region
verwurzelt, führen den Betrieb oftmals in
zweiter oder dritter Generation und bringen
mit Unternehmergeist und
Leistungsbereitschaft ihre Heimatregionen
voran. Viele Menschen sind heute
preissensibler denn je. Bezahlbare Angebote
in der Gastronomie sind daher ein wichtiger
Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe – in
urbanen wie in ländlichen Gebieten. Die
dauerhaft gesenkte Umsatzsteuer hilft, diese
Vielfalt zu erhalten.
Für die Zukunft
ist es für unsere Branche entscheidend, dass
die Politik den eingeschlagenen Kurs der
Verlässlichkeit fortsetzt. Nur mit
langfristig kalkulierbaren Rahmenbedingungen
kann die Systemgastronomie ihre volle Stärke
entfalten – als Arbeitgeberin, als
Integrationsmotor und als starke Säule des
wirtschaftlichen Aufschwungs.“
Dinslakewn an Heiligabend: Straßensperrung
„Am Neutor“ Anlässlich des
Frühschoppens an einer Gaststätte wird die
Straße „Am Neutor“ in Dinslaken an
Heiligabend vorübergehend für den
Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Vollsperrung
wird ab 8 Uhr eingerichtet und
voraussichtlich gegen 18 Uhr wieder
aufgehoben.
Die Sperrung beginnt auf
Höhe des Kinos, die Zufahrt zum Parkplatz Am
Neutor ist also weiterhin möglich. Der
Parkplatz kann also auch während der
Straßensperrung ganz normal genutzt werden.
Die Maßnahme dient der Gewährleistung der
Verkehrs- und Fußgängersicherheit. In den
vergangenen Jahren kam es an diesem Tag
wiederholt zu Behinderungen, da sich
zahlreiche Gäste im Straßenraum aufhielten
und der Gehweg zeitweise nicht mehr nutzbar
war.
Moers: Mittelalterliche
Reste treffen auf moderne Infrastruktur-
Enni-Verwaltungsrat erhielt Einblicke in die
Innenstadtsanierung und Laubsammlung
Unter dem Kopfsteinpflaster kam
plötzlich das Mittelalter zum Vorschein: Bei
den Sanierungsarbeiten in der Moerser
Innenstadt stieß die Bautruppe der Enni
jüngst auf Reste des historischen Neutors –
ein spektakulärer Fund, der den Zeitplan
jedoch nicht ausbremst. „Der beauftragte
Archäologe hat die bisherigen Funde sehr
schnell dokumentiert, so dass unsere beiden
Kolonnen weiterhin gut vorankommen.
Zum Jahresende ist rund ein Viertel des
ersten Bauabschnitts umgesetzt, sodass wir
bald in der Fieselstraße beginnen können.
Hier haben wir die Anwohnenden bereits in
einer Bürgerversammlung informiert“,
erklärte Enni-Vorstand Dr. Kai Gerhard
Steinbrich in der gestrigen Sitzung des
Verwaltungsrates der ENNI Stadt & Service
Niederrhein AöR (Enni). Neben seinem
Sachstandsbericht zur Innenstadtsanierung
standen – wie alljährlich in der
Dezember-Sitzung – auch die Gebühren für
2026 auf der Tagesordnung.
Entsprechend der Weisung des Moerser
Stadtrates bestätigte das Gremium diese nur
noch formal. Wie bereits in der
Herbstsitzung angekündigt, wird es
Anpassungen bei den Friedhofs- und
Abwassergebühren geben – verursacht durch
deutlich steigende Kosten und hohe
Investitionen in die Zukunft der Kanalnetze
und Friedhöfe.
Unverändert bleiben
2026 die Abfall-, Straßenreinigungs- und
Winterdienstgebühren. Darunter fällt auch
die Laubabfuhr, die das Team der Grünpflege
auch in diesem Jahr gefordert hat: Rund 400
Tonnen Laub sammelte die Enni zwischen
Oktober und Mitte Dezember allein in den
Moerser Grünanlagen und auf den zehn
Friedhöfen, wie Vorständin Sandra Jungmaier
berichtete.
Nach der
konstituierenden Sitzung gab Dr. Steinbrich
dem neu formierten Verwaltungsrat einen
Überblick über das mehrjährige Großprojekt
Innenstadtsanierung. Insgesamt werden
zwischen Unterwallstraße, Schlosspark, Neuem
Wall und Stadtgraben rund 28 Kilometer
Infrastruktur erneuert – inklusive Kanälen,
Energie- und Wasserleitungen sowie moderner
Telekommunikations- und Beleuchtungssysteme.
Bereits fertiggestellt sind
Abschnitte im Rosenthal, in der Meerstraße
und auf dem nördlichen Teil der
Niederstraße. Dort wurden über alle Sparten
hinweg rund 70 Hausanschlüsse sowie mehrere
hundert Meter Strom-, Gas-, Wasser- und
Telekommunikationsleitungen für die Zukunft
gerüstet. Frisch abgeschlossen sind die
Arbeiten auf der Neustraße – auf der
Haagstraße will Enni im Frühjahr fertig
werden.
Nach dem Jahreswechsel
werden außerdem noch Restarbeiten auf der
Niederstraße erfolgen, dann geht’s auf der
nördlichen Fieselstraße weiter. „Die Enge
dieser Straße ist eine Herausforderung,
weshalb wir die Anwohnenden hier besonders
intensiv einbinden werden und in einer
Infoveranstaltung Mitte Dezember persönlich
über den Bauablauf informiert haben“,
erklärt Steinbrich.
„Glücklicherweise haben bisher alle
Verständnis dafür, dass die marode
Infrastruktur nach stellenweise 100-jährigem
Betrieb nun einmal von Grund auf erneuert
werden muss.“ Auch die Grünpflege stellte
die Enni in den vergangenen Wochen vor eine
große Aufgabe: Rund 10.000 Moerser
Straßenbäume sorgen in der Laubzeit stets
für enorme Mengen – in den Grünanlagen und
auf den zehn Friedhöfen fielen zwischen
Oktober und Mitte Dezember allein 400 Tonnen
Blätter zu Boden.
Das entspricht
etwa 20 großen Lkw-Ladungen. 25
Mitarbeitende und externe Dienstleister
reinigten zusätzlich Parks, Spielplätze und
Schulhöfe auf insgesamt 330 Hektar. „In
extensiven Anlagen bleibt das Laub als
Rückzugsort für Tiere liegen“, erklärte
Sandra Jungmaier, die auch das Engagement
der Bürgerinnen und Bürger lobte. Sie
unterstützen die Laubsammlung in den
Stadtteilen seit 2006 und gaben an den sechs
Containerstandorten in diesem Jahr weitere
68 Tonnen Blätter ab.
Krankenhaus
Bethanien: Umbau der Klinik für Radiologie &
Nuklearmedizin abgeschlossen Modernste
Technik und Geräte für rund 63.000
Patientenkontakte im Jahr Zum Ende des
Jahres freut sich das Krankenhaus Bethanien
Moers den Abschluss der Umbaumaßnahmen in
der Klinik für Radiologie & Nuklearmedizin
bekanntgeben zu können. Die umfangreichen
Modernisierungsarbeiten der letzten Jahre
kommen damit zu einem Ende. Patient:innen
profitieren unter anderem von einer Vielzahl
noch modernerer Geräte, die noch schneller
Ergebnisse für die Diagnosestellung und
entsprechende Behandlung liefern.
Entscheidender Baustein für eine umfassende
Patientenversorgung Die Klinik für
Radiologie & Nuklearmedizin unter Chefarzt
Dr. Derk Veelken ist als bildgebende
Abteilung die entscheidende Schnittstelle
für zahlreiche Bereiche im Krankenhaus
Bethanien Moers und darüber hinaus. „Allein
unsere vielen zertifizierten Zentren sind
auf die vorgehaltenen Geräte angewiesen, um
Patientinnen und Patienten schnell, sicher
und kompetent behandeln zu können. Wir sind
damit ein entscheidender Baustein bei der
multiprofessionellen Zusammenarbeit in
unserem Haus.
Außerdem haben die auf
dem Campus Bethanien befindliche
Onkologische Praxis Moers und die Praxis für
Strahlentherapie Moers in uns einen Partner,
zu dem diese ihre Patientinnen und Patienten
uneingeschränkt schicken können“, so Dr.
Veelken. Wie umfangreich der Zulauf sei,
bewiesen „gigantische“ Patientenzahlen, so
die Verantwortlichen. Allein im Jahr 2024
gab es rund 63.000 Patientenkontakte. Pro
Tag führt das Team der Klinik allein bis zu
60 CTs, circa 150 Röntgenuntersuchungen,
etwa zehn nuklearmedizinische
Untersuchungen, acht bis zehn Mammographien
und circa 15 MRTs durch.
Phasenweiser
Umbau liefert zahlreiche Vorteile „Als
letzter Baustein wurde Ende 2025 eine neue
Gammakamera verbaut“, erklärt Chefarzt Dr.
Derk Veelken. „Das neue sogenannte
Zweikopf-Gammakamerasystem bietet uns nicht
nur eine noch höhere Auflösung und damit
bessere Bildqualität als das
Vorgängermodell, sondern gleichzeitig auch
sehr kurze Untersuchungszeiten. Es wird vor
allem für Szintigraphien von Skelett, Herz
oder Schilddrüse eingesetzt, ist jedoch auch
entscheidend für die Notfallversorgung, zum
Beispiel zum Ausschluss einer
Lungenembolie.“ 2024 wurde das MRT-Gerät
(Magnetresonanztomograph) erneuert.
„Das Gerät hat ein KI-Upgrade bekommen, was
zu einer 20-prozentigen Zeitersparnis führt.
Wir können also mehr Patientinnen und
Patienten in kürzerer Zeit behandeln und
ihnen helfen“, so der Chefarzt. Die
Magnetresonanz-tomographie wird im
Krankenhaus Bethanien unter anderem etwa für
Mamma-MRTs (MRTs der Brust) im
zertifizierten Brustzentrum eingesetzt oder
für Gefäßdarstellungen, beispielsweise bei
Fällen, die das Wundzentrum behandelt.
Darüber hinaus verfügt die Zentrale
Notaufnahme des Krankenhauses durch die
Modernisierungsmaßnahmen nun über einen
Hochgeschwindigkeits-CT-Scanner.
„Deutschlandweit wurden nur acht dieser
Geräte installiert.
Mit 80 Zeilen
und einer 90 cm großen Öffnung eignet er
sich besser als herkömmliche CTs
(Computertomographen) für bestimmte
Untersuchungen. So können beispielweise auch
Notfalliegen durch ihn hindurchgeschoben
werden, ohne Patientinnen und Patienten
umlagern zu müssen“, beschreibt der
erfahrene Radiologe und Nuklearmediziner die
Vorteile. Vor allem für die Behandlung von
Notfall-, Schockraum- oder
Intensivpatient:innen sei dies ein
entscheidender Punkt. Aufgrund seiner
physikalischen Eigenschaften eignet er sich
aber auch sehr gut für Lungenscreenings für
das Lungen- und Thoraxzentrum Nordrhein oder
für das überregionale Lungenkrebszentrum.
„Bereits 2021 wurde der
Computertomograph (CT) in den Räumlichkeiten
der Klinik durch ein 320-Zeilen-CT ersetzt.
Dies ist das modernste und bis heute am
höchsten entwickelte Gerät seiner Art“,
betont der Moerser Chefarzt. Es sorge durch
seine KI-basierte Bildgebung nicht nur für
eine rund 20-prozentige Dosisersparnis,
sondern eigne sich auch besonders gut bei
Kindern oder älteren Menschen durch die
sogenannte Volumenbildgebung. „Beim CT
dauert die Darstellung, zum Beispiel eines
Kopfes bei einem Kind, mit dann nur einer
Rotation mittlerweile nur noch 0,3
Sekunden.“
Darüber hinaus werde es
bei der Herzbildgebung für die
Chest-Pain-Unit des Krankenhauses und die
Gelenkdarstellung, etwa bei Notfällen des
anerkannten Traumazentrums, eingesetzt. „Das
konventionelle Röntgen hat ebenfalls ein
Upgrade erhalten. Moderne Geräte sorgen für
eine strahlensparende Darstellung und alles
ist nun komplett digitalisiert.“
Neben einem neuen Wartebereich im Souterrain
des Krankenhauses, der Patient:innen modern,
hell und freundlich in Empfang nimmt,
verstärken außerdem zwei neue Gesichter das
Team: Seit Herbst 2025 sind Oberärztin Dr.
Darya Geiger mit dem Schwerpunkt Herz- und
Mamma-Bildgebung und Oberarzt Halil Ibrahim
Tazeoglu mit dem Schwerpunkt
Lungenbildgebung mit an Bord.

Dr. Derk Veelken, Chefarzt der Klinik für
Radiologie & Nuklearmedizin des
Krankenhauses Bethanien Moers, freut sich,
dass der Umbau seiner Klinik abgeschlossen
ist.
Verkauf des Weseler
Stadtgutscheins eingestellt - Einlösung
bestehender Gutscheine weiterhin möglich
Der Weseler Stadtgutschein, der
im Jahr 2020 während der Corona-Pandemie zur
Unterstützung des lokalen Einzelhandels und
der Gastronomie eingeführt wurde, wird nicht
weitergeführt. Der Verkauf der Gutscheine
wurde eingestellt. Das Projekt wurde in
einer Phase umgesetzt, in der der direkte
Kundenkontakt aufgrund pandemiebedingter
Einschränkungen nur eingeschränkt möglich
war.
Nach dem Ende der Pandemie
konnte sich das Angebot jedoch nicht
dauerhaft etablieren. Die Anzahl der
Akzeptanzstellen ging zurück. Zusätzlich
traten technische Herausforderungen beim
Plattformdienstleister auf. Vor diesem
Hintergrund wurde entschieden, das Projekt
zu beenden. Einlösung bereits gekaufter
Gutscheine Bereits erworbene Stadtgutscheine
behalten ihre Gültigkeit und können
weiterhin bei allen teilnehmenden
Partnerbetrieben eingelöst werden.
Die Einlösung ist bis zum jeweiligen
Ablaufdatum des Gutscheins möglich,
spätestens jedoch bis Ende 2028. Eine
aktuelle Übersicht der Akzeptanzstellen ist
unter www.stadtgutschein-wesel.de verfügbar.
Dank an beteiligte Akteure „Der Weseler
Stadtgutschein hat in einer besonderen
Situation einen Beitrag zur Unterstützung
des lokalen Handels geleistet“, erklärt
Dagmar van der Linden, Geschäftsführerin der
WeselMarketing GmbH. „Wir danken den
beteiligten Händerinnen und Händler,
Unternehmen sowie allen Nutzerinnen und
Nutzern des Angebots.“
Wesel: Heimat-Scheck 2025 für „Historisches
Fotoband am Deichdorfmuseum“
Seit Anfang Dezember ist der Innenhof des
Deichdorfmuseums Bislich um eine weitere
Attraktion reicher! Dank der Unterstützung
durch den „Heimat-Scheck“ des Ministeriums
für Heimat, Kommunales, Bau und
Digitalisierung des Landes
Nordrhein-Westfalen und viel ehrenamtlichen
Einsatz war es möglich, ein besonderes
Projekt umzusetzen: das „Historische
Fotoband“.
Wo vorher nur
verschlossene leere Fenster waren, geben nun
großgezogene Fotos aus der Sammlung des
Museums einen Einblick in die ältere und
auch jüngere Geschichte des Dorfes. Damit
können jetzt kleinere wie größere Besuchende
zum Beispiel den Bislicher Fischern vor der
Lüttinger Fischerhütte direkt auf die
Holzschuhe (genannt „Klompen“) blicken.

Auch ist zu sehen, mit welchen Bildern der
Besitzer des Bislicher Fährhauses 1908
Werbung für sein Haus machte. Alle
Fotografien sind mit Untertiteln in Deutsch
und Englisch versehen. Bereichert wird das
Fotoband um einen großen Rheinverlaufsplan,
an dem die Betrachtenden nachvollziehen
können, wo am Rhein sie sich befinden und
wie er von der Quelle bis zur Mündung
verläuft. Vorher zeigte dieser Museumsflügel
nach außen hin nur die dauerhaft
geschlossenen ehemaligen Fenster- und
Türöffnungen.
Am 10. Juli 2025
beantragte der Vorstand des Heimat- und
Bürgerverein Bislich e.V. den Heimat-Scheck
2025 digital. Ende des Monats lag der
positive Bescheid vor. Ohne die Förderung
von Euro 2.000 wäre es nicht möglich
gewesen, die Idee umzusetzen. Die Kosten für
die Maßnahme lagen bei etwa Euro 2.500.
Wilhelm Kock vom Vorstand des Heimat- und
Bürgervereins leitete mit seiner
Museums-Bautruppe die Anlieferung der Tafeln
und deren Montage.
Viele
ehrenamtliche Stunden flossen in diesen
Bereich. Am 4. Dezember 2025 wurde das
Ergebnis vom 1. Vorsitzenden Klaus Droste
und seinem Stellvertreter Wilhelm Kock
gemeinsam mit der Museumsleiterin Dr.
Barbara Rinn-Kupka der Stadt Wesel
vorgestellt. Die Stadt Wesel ist
Grundstückseigentümer und Förderer des
Museums. Bürgermeister Rainer Benien freute
sich mit den Beteiligten über die Umsetzung
und die damit verbundene Bereicherung in
Sachen Heimatvermittlung.
Das
historische Fotoband ist nicht nur während
der Öffnungszeiten des Museums oder auf
Anfrage zu sehen, sondern auch bei jeder
anderweitigen Nutzung des Innenhofes. Es ist
damit öffentlich zugänglich und vermittelt
nach außen die Vielfältigkeit der Bedeutung
von Heimat- und Heimatverbundenheit an
Niederrhein.
Neues
vhs-Programm „Bereit für die Zukunft“ – Mit
der vhs die virtuelle Realität entdecken
Das neue Programmheft der vhs
Wesel-Hamminkeln-Schermbeck für das Semester
Frühjahr/Sommer 2026 ist erschienen. Unter
dem Titel „Bereit für die Zukunft“ hat die
vhs über 400 Veranstaltungen
zusammengestellt. Semesterschwerpunkt bleibt
die Künstliche Intelligenz. Highlight in
diesem Semester sind zwei Workshops zur
Einführung in die VR-Brille.
Virtual
Reality ist längst mehr als ein Trend aus
der Spielewelt. Sie findet heute in Bildung,
Medizin, Kunst und vielen anderen Bereichen
Anwendung. Die Teilnehmenden haben die
Möglichkeit, die Brillen auszuprobieren und
verschiedene Anwendungen selbst zu testen.
Das neue Programm „Bereit für die Zukunft“
steht wieder im Zeichen der Künstlichen
Intelligenz.
Semesterhighlight sind
zwei Workshops zur Einführung in die
VR-Brille. Virtual Reality ist längst mehr
als ein Trend aus der Spielewelt. Sie findet
heute in Bildung, Medizin, Kunst und vielen
anderen Bereichen Anwendung. Die
Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die
Brillen auszuprobieren und verschiedene
Anwendungen selbst zu testen. Im
Bereich Gesundheit setzt die vhs auf
bewährte Kurse wie Yoga, Pilates,
Wassergymnastik und vieles mehr.
Ergänzt wird das bestehende Angebot mit
verschiedenen geführten Wanderungen durch
die Region. So ist eine Wanderung rund um
die Sechs-Seen-Platte in Duisburg geplant
sowie eine Wanderung durch die Urdenbacher
Kämpe zum Schloss Benrath. Auch das beliebte
Krimi-Dinner und ein Kochkurs zur spanischen
Landesküche sind im Programm.
In den
Bereichen Kunst und Kultur lädt die vhs zu
vielfältigen Veranstaltungen und
Kulturfahrten ein. Neu in diesem Semester
sind ein Einstiegskurs
Gitarre sowie ein Schlagzeugkurs
für Einsteiger. Des Weiteren wird es
Workshops zu Kerzengestaltung,
Trockenblumenkränzen, Speckstein und
Porträtzeichnen geben.
Die Betriebsbesichtigung führt im neuen
Semester zum Kaffeemuseum der Firma Probat
SE in Emmerich.
Die Teilnehmenden
haben hier die Möglichkeit die faszinierende
Geschichte und Technik hinter dem
beliebtesten Genussmittel der Welt zu
entdecken. Für Sprachinteressierte bietet
die vhs Kurse in zwölf Fremdsprachen an. Neu
dabei sind ein Einstiegskurs Katalanisch
sowie der Kurs Katalanisch für die Reise.
Auch ein Einstiegskurs Persisch ist neu im
Programm.
Die bestehenden
kostenlosen Angebote wie die Sprachcafés in
Englisch und Russisch im Schloss Ringenberg
sind auch wieder dabei! Der Fachbereich
Deutsch als Zweitsprache richtet sich an
Menschen mit Migrationshintergrund und an
alle, die ihre Deutschkenntnisse verbessern
möchten. Das Angebot umfasst ein breites
Spektrum an Kursformaten: Integrationskurse,
Berufssprachkurse, Alphabetisierungskurse,
allgemeine Deutschkurse für Alltag und Beruf
A1 – C1, spezielle Deutschangebote für
Eltern oder Senioren, standardisierte
Prüfungen sowie den Einbürgerungstest.
Anmeldungen sind ab sofort online
möglich unter www.vhs-wesel.de. Telefonische
Anmeldungen werden ab dem 8. Januar unter
0281-203 2590 entgegengenommen.
Hilfe auch an den Feiertagen ·
Erste Anlaufstelle: Servicenummer 116 117
· Videosprechstunde für Kinder, Jugendliche
und Erwachsene · Zwischen den Jahren auf
Praxis-Vertretungen achten
Die
medizinische Versorgung bei leichten
Erkrankungen, die ambulant versorgt werden
können, ist in Nordrhein auch an den
bevorstehenden Feiertagen gesichert. Wer an
Heiligabend, den beiden
Weihnachtsfeiertagen, an Silvester oder
Neujahr akut erkrankt, erhält Zugang zu
medizinischer Hilfe über den kostenlosen
Patientenservice 116 117.
Die Nummer ist auch an den
Feiertagen rund um die Uhr erreichbar. Die
Mitarbeitenden vermitteln nach einer
professionellen und strukturierten
Ersteinschätzung - je nach Symptomen -
entweder einen direkten Arztkontakt per
Video-/Telefonanruf oder einen Hausbesuch
bei immobilen Patienten.
Auch die
Vermittlung in eine der rund 90
Notdienstpraxen der Kassenärztlichen
Vereinigung Nordrhein (KVNO) ist möglich. Im
Fall medizinischer Notfälle kann eine
Weiterleitung an den örtlichen
Rettungsdienst erfolgen. Informationen zu
Adressen und Öffnungszeiten der
Notdienstpraxen gibt es zum Beispiel online
unter www.kvno.de/notdienst.
Ärztliche Hausbesuche vor allem für
Bettlägerige möglich Für Patientinnen und
Patienten, die nicht geh-fähig sind, kann
über die 116 117 ein ärztlicher Hausbesuch
organisiert werden. Auf Wunsch informiert
die 116 117 auch über die Erreichbarkeit
fachärztlicher Notdienste im Landesteil –
hier für Augenheilkunde, HNO und Kinder.
Weiteres Angebot: Videosprechstunden im
ambulanten Bereitschaftsdienst Ergänzend
zur Versorgung durch einen Arzt im
Bereitschaftsdienst in einer der KVNO-Praxen
haben alle Anrufenden, Eltern erkrankter
Kinder ebenso wie Erwachsene, im Akutfall
die Möglichkeit, kostenlos eine
Videosprechstunde im Notdienst
durchzuführen. Auch per Videocall zum
Beispiel über das Handy können mit einer
Ärztin /einem Arzt Symptome abgeklärt und
erste Behandlungsmaßnahmen besprochen
werden. Bei Bedarf ist der Erhalt eines
eRezeptes ebenso möglich. Häufig ist im
Anschluss dann kein weiterer Praxisbesuch
notwendig.
Die Videosprechstunde im
kinderärztlichen Notdienst ist grundsätzlich
samstags, sonntags und feiertags von 10 bis
22 Uhr verfügbar. Das Pendant für Erwachsene
samstags, sonntags und feiertags von 9 bis
21 Uhr. Angefragt werden können beide
Videosprechstunden-Angebote der KVNO
entweder über die Servicenummer 116 117 oder
über
www.kvno.de/kinder bzw.
www.kvno.de/erwachsene
Anschließend erhalten Eltern per E‑Mail
einen Terminlink und sollten die
Versichertendaten des Kindes bereithalten.
Für die Nutzung genügt eine stabile
Internetverbindung sowie ein Smartphone,
Tablet, Notebook oder Computer mit Kamera
und Mikrofon – bestenfalls in einer ruhigen
Umgebung.
Zwischen den Jahren: auf
Vertretungen achten Zwischen dem 27.
Dezember und dem 3. Januar bleiben einige
Praxen im Rheinland urlaubsbedingt
geschlossen. Während der regulären
Sprechzeiten übernehmen andere Praxen vor
Ort die Vertretung.
Patientinnen und
Patienten sollten rechtzeitig auf
entsprechende Aushänge in der Praxis,
Hinweise auf dem Anrufbeantworter oder
Informationen auf den Praxis-Websites
achten. Auch sofern regelmäßig Medikamente
eingenommen werden müssen, sollte die
benötigte Menge ebenfalls mit Blick auf die
Feiertage rechtzeitig vorab überprüft
werden.
Weitere Informationen zum
ambulanten Notdienst in Nordrhein gibt es
unter
www.kvno.de/notdienst
Teuerung bei 7 von 9 Haushaltstypen
leicht über EZB-Ziel, Familien mit niedrigen
Einkommen im Langfrist-Vergleich nicht mehr
vorne Die Inflationsrate in
Deutschland lag im November wie im Oktober
bei 2,3 Prozent und damit etwas über dem
Inflationsziel der Europäischen Zentralbank
(EZB) von 2,0 Prozent. Von neun
verschiedenen Haushaltstypen, die sich nach
Einkommen und Personenzahl unterscheiden,
hatten im November sieben eine
haushaltsspezifische Teuerung leicht
oberhalb des EZB-Zielwerts. Alleinlebende
sowie Paarfamilien mit jeweils geringen
Einkommen lagen dagegen mit je 1,9 Prozent
haushaltsspezifischer Teuerungsrate
geringfügig darunter, zeigt der neue
Inflationsmonitor des IMK.*

Insgesamt reichte die Spannbreite der
haushaltsspezifischen Inflationsraten im
November von 1,9 bis 2,4 Prozent, der
Unterschied lag also bei relativ geringen
0,5 Prozentpunkten. Zum Vergleich: Auf dem
Höhepunkt der Inflationswelle im Herbst 2022
betrug die Spanne 3,1 Prozentpunkte. Während
Haushalte mit niedrigen Einkommen,
insbesondere Familien, während des akuten
Teuerungsschubs der Jahre 2022 und 2023 eine
deutlich höhere Inflation schultern mussten
als Haushalte mit mehr Einkommen, ist ihre
Inflationsrate seit einiger Zeit
unterdurchschnittlich.
Ein wichtiger
Grund ist, dass sich seit einiger Zeit
Dienstleistungen stärker verteuert haben als
Lebensmittel und Energie, die in der
Hochinflationsphase die stärksten
Preistreiber waren. Diese Basisgüter haben
im schmalen Budget ärmerer Haushalte ein
besonders hohes Gewicht, während
Dienstleistungen wie beispielsweise
Urlaubsreisen, Versicherungen oder auch
soziale Dienstleistungen stärker von
Haushalten mit mittleren oder höheren
Einkommen nachgefragt werden.
Im
langfristigen Vergleich über die vergangenen
sechs Jahre hatten einkommensschwache
Familien im November daher erstmals nicht
mehr die höchste haushaltsspezifische
Inflationsrate. Mit zusammengenommen 22,9
Prozent seit November 2019 lagen sie hinter
Paaren ohne Kinder mit mittleren Einkommen
(23,5 Prozent), Paaren mit Kindern und
mittleren Einkommen (23,1 Prozent), Paaren
mit Kindern und hohen Einkommen (23,1
Prozent) und gleichauf mit Alleinerziehenden
mit mittleren Einkommen. Langfristig am
niedrigsten war die Inflation weiterhin für
Alleinlebende mit sehr hohen Einkommen,
deren Warenkorb sich um 21,6 Prozent im
Gesamtzeitraum seit November 2019 verteuert
hat, während die Teuerung im November 2025
mit 2,4 Prozent etwas höher lag als bei den
anderen Haushalten.
Paarfamilien mit
hohen Einkommen verzeichneten im November
eine Inflationsrate von 2,3 Prozent. Paare
ohne Kinder mit mittleren Einkommen und
Alleinlebende mit höheren Einkommen folgten
mit je 2,2 Prozent. Bei Paaren mit Kindern
und mittleren Einkommen sowie
Alleinerziehenden und Alleinlebenden mit
ebenfalls mittleren Einkommen verteuerte
sich der jeweilige Warenkorb um je 2,1
Prozent.
Inflationslage entspannt,
EZB nutzt Spielraum zur Entlastung der
Konjunktur nicht Auch wenn sich bei
Dienstleistungen weiterhin ein kräftiger
Preisauftrieb zeige, sei insgesamt „die
Inflation unter Kontrolle“, betont Dr. Silke
Tober, IMK-Expertin für Geldpolitik und
Autorin des Inflationsmonitors. Die Teuerung
in Deutschland und im Euroraum werde nahe am
EZB-Inflationsziel von 2,0 Prozent bleiben
und im Euroraum 2026 sogar im Durchschnitt
etwas darunter liegen, erwartet die
Ökonomin.
Dabei spiele neben einer
bei steigender Produktivität sich
abschwächenden Lohnentwicklung auch eine
Rolle, dass durch die US-Einfuhrzölle
Warenexporte aus China nach Europa umgelenkt
und besonders günstig angeboten würden.
Gleichzeitig belasteten ebenjene
US-Zölle, weiterhin hohe Energiepreise und
die starke Aufwertung des Euro gegenüber dem
Dollar die Konjunktur – im ganzen Euroraum,
aber insbesondere in Deutschland. Die EZB
habe seit spätestens Anfang Juli einen
geldpolitischen Spielraum, um die Zinsen
noch einmal zu senken und damit für etwas
Entlastung zu sorgen, diesen aber nicht
genutzt. Angesichts der „schwerwiegenden
Abwärtsrisiken für die Konjunktur“ sei das
ein Fehler, warnt die Expertin des IMK
Langzeitvergleich: Lebensmittel um gut
39 Prozent, Energie um 37 Prozent teurer als
im November 2019 Das IMK berechnet seit
Anfang 2022 monatlich spezifische
Teuerungsraten für neun repräsentative
Haushaltstypen, die sich nach Zahl und Alter
der Mitglieder sowie nach dem Einkommen
unterscheiden (mehr zu den Typen und zur
Methode unten). In einer Datenbank liefert
der IMK Inflationsmonitor zudem ein
erweitertes Datenangebot: Online lassen sich
Trends der Inflation für alle sowie für
ausgewählte einzelne Haushalte im
Zeitverlauf in interaktiven Grafiken
abrufen.

Zwar dürfte die in den Jahren 2022 und
2023 entstandene Kaufkraftlücke bei den
meisten Haushalten mittlerweile durch
Lohnsteigerungen und wirtschaftspolitische
Entlastungen weitgehend geschlossen sein,
analysiert Tober. Unabhängig davon
dokumentiert der längerfristige Vergleich
von Preisen, den die Forscherin ebenfalls
anstellt, die seitdem stark erhöhten
Preisniveaus gerade von Waren des
Grundbedarfs: Die Preise für Nahrungsmittel
und alkoholfreie Getränke lagen im November
2025 um 39,2 Prozent höher als im November
2019, also vor Pandemie und Ukrainekrieg.
Damit war die Teuerung hier mehr als
dreimal so stark wie mit der
EZB-Zielinflation von kumuliert 12,6 Prozent
in diesem Zeitraum vereinbar. Energie war
trotz zwischenzeitlicher Preisrückgänge um
37,0 Prozent teurer als 2019, darunter
Haushaltsenergie um 46,0 Prozent und
Kraftstoffe um 25,2 Prozent.

Informationen zum Inflationsmonitor
Für den IMK Inflationsmonitor werden auf
Basis der Einkommens- und
Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen
Bundesamts die für unterschiedliche
Haushalte typischen Konsummuster ermittelt.
So lässt sich gewichten, wer für zahlreiche
verschiedene Güter und Dienstleistungen –
von Lebensmitteln über Mieten, Energie und
Kleidung bis hin zu Kulturveranstaltungen
und Pauschalreisen – wie viel ausgibt und
daraus die haushaltsspezifische
Preisentwicklung errechnen. Die Daten zu den
Haushaltseinkommen stammen ebenfalls aus der
EVS.

Im Inflationsmonitor werden neun
repräsentative Haushaltstypen betrachtet:
Paarhaushalte mit zwei Kindern und niedrigem
(2000-2600 Euro), mittlerem (3600-5000
Euro), höherem (mehr als 5000 Euro)
monatlichem Haushaltsnettoeinkommen;
Haushalte von Alleinerziehenden mit einem
Kind und mittlerem (2000-2600 Euro)
Nettoeinkommen; Singlehaushalte mit
niedrigem (unter 900 Euro), mittlerem
(1500-2000 Euro), höherem (2000-2600 Euro)
und hohem (mehr als 5000 Euro)
Haushaltsnettoeinkommen sowie Paarhaushalte
ohne Kinder mit mittlerem
Haushaltsnettoeinkommen zwischen 3600 und
5000 Euro monatlich. Der IMK
Inflationsmonitor wird monatlich
aktualisiert.

Fehlende Lkw-Stellplätze
gefährden die Verkehrssicherheit: DVR
begrüßt Gesetzentwurf und warnt vor
Finanzierungslücke Der Deutsche
Verkehrssicherheitsrat (DVR) begrüßt den
heute vom Bundeskabinett beschlossenen
Entwurf des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes,
mit dem der Bau von Lkw-Rastanlagen als
„überragendes öffentliches Interesse“
eingestuft wird und damit beschleunigt
werden soll. Gleichzeitig warnt der DVR:
Ohne eine vollständig gesicherte
Finanzierung bleibt die
Planungsbeschleunigung wirkungslos – und das
Sicherheitsproblem auf den Autobahnen
ungelöst.
Zehntausende Stellplätze
fehlen auf Autobahnen An Deutschlands
Autobahnen fehlen zehntausende
Lkw-Stellplätze. Täglich suchen
Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer, die ihre
gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und
Ruhezeiten einhalten müssen, am Abend
vergeblich nach einem regulären Parkplatz.
In der Folge werden Lkw auf Ein- und
Ausfahrten von Rastanlagen, auf
Pkw-Parkplätzen, zwischen Stellplätzen oder
sogar auf Seitenstreifen der Autobahn
abgestellt – ein erhebliches Risiko für die
Verkehrssicherheit.
Verkehrssicherheit als oberste Priorität
DVR-Präsident Manfred Wirsch sagt: „Wer
keinen sicheren Stellplatz findet, kann sich
nicht erholen – und wird selbst zum Risiko
im Straßenverkehr. Fehlende Lkw-Stellplätze
sind deshalb kein Komfortproblem, sondern
eine Frage der Verkehrssicherheit. Der Bund
muss den Ausbau neuer Stellplätze dauerhaft
und verbindlich finanzieren.”
Finanzierungslücke bedroht Stellplatzausbau
Der dem Verkehrsausschuss des Deutschen
Bundestages vorgelegte Finanzierungs- und
Realisierungsplan 2025–2029 sieht im
Finanzierungstopf, der unter anderem für den
Stellplatzausbau vorgesehen ist, lediglich
1,9 Milliarden Euro vor. Weitere 2,1
Milliarden Euro sind bislang ungedeckt. Nach
Einschätzung des DVR droht bereits 2027 ein
Engpass, sodass nicht jedes baureife
Stellplatzprojekt realisiert werden kann.
Ausbau auch in Autobahnnähe notwendig
Zusätzliche Lkw-Stellplätze müssen nicht nur
direkt an den Autobahnen entstehen, sondern
auch im Umkreis von bis zu drei Kilometern
entlang der Anschlussstellen. Das bestehende
Förderprogramm zur Schaffung von
Lkw-Stellplätzen im Nahbereich von
Autobahnanschlussstellen (SteP) des
Bundesamtes für Logistik und Mobilität
(BALM) ist hierfür ein zentraler Baustein.
Der DVR fordert einen zeitnahen zweiten
Förderaufruf.

NRW: 2025 hatten mehr als zwei
Drittel der Unternehmen erstmals schnelles
Internet * 68,8 % der
Unternehmen nutzten eine schnelle ortsfeste
Internetverbindung. * Deutlich mehr
Online-Services für Cloud Computing. *
Knapp ein Viertel der Unternehmen
profitierte von IT-Lösungen für mehr
Energieeffizienz.
Im Jahr 2025
verfügten erstmals mehr als zwei Drittel
aller Unternehmen, die einen ortsfesten
Internetanschluss hatten, über eine schnelle
Datenverbindung. Wie Information und Technik
Nordrhein-Westfalen als Statistisches
Landesamt mitteilt, nutzten 68,8 % aller
Unternehmen eine Geschwindigkeit von
100 M/Bit und mehr. Eine ortsfeste
Internetverbindung war in NRW inzwischen mit
einem Anteil von 95,1 % bei fast allen
Unternehmen üblich.

Über die Hälfte (55,1 %) der größeren
Unternehmen ab 10 Beschäftigten in NRW
bezogen 2025 kostenpflichtige
Internet-Dienste über Cloud Computing. Im
Jahr 2024 hatte dieser Anteil noch bei
38,0 % gelegen. Moderne IT-Anwendungen
unterstützten auch den Umweltschutz in der
NRW-Wirtschaft. Knapp ein Viertel (24,1 %)
aller Unternehmen nutzten 2025 IT-Systeme
oder Lösungen für einen geringeren
Energieverbrauch.
Darüber hinaus
verwendeten 16,1 % der Unternehmen digitale
Technologien, um den Materialeinsatz zu
reduzieren oder mehr recycelte Materialien
verwenden zu können. Cloud Computing:
Darunter versteht man die Bereitstellung von
IT-Diensten, wie Speicherplatz, Software und
Rechenleistung etc., die über das Internet
bereitgestellt und von den Unternehmen
bedarfsabhängig genutzt werden können.
Apfelernte 2025: Mit 1 138 000
Tonnen zweithöchste Ernte der vergangenen
zehn Jahre • Erntemenge von
Äpfeln und Pflaumen jeweils 17,2 % über dem
Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre
• Niedersachsen und Hamburg (Altes Land)
erzielen Rekordmenge im Apfelanbau
In diesem Jahr können die Obstbaubetriebe in
Deutschland auf ein ertragreiches Jahr im
Apfelanbau zurückblicken. Insgesamt haben
die Betriebe im Jahr 2025 rund 1 138 000
Tonnen Äpfel geerntet. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) mitteilt, wird damit
die bereits positive Ernteprognose vom
August (1 022 000 Tonnen) übertroffen.
Gegenüber dem ertragsschwachen Vorjahr
stieg die Erntemenge um 30,5 % oder rund 266
000 Tonnen Äpfel. Damit lag die Apfelernte
um 17,2 % oder rund 167 000 Tonnen über dem
Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.
Eine noch höhere Apfelernte war im Zeitraum
von 2015 bis 2024 nur im Jahr 2018 mit 1 199
000 Tonnen erzielt worden. Bezogen auf eine
Anbaufläche von rund 32 700 Hektar lag der
durchschnittliche Ertrag im Jahr 2025 bei
etwa 34,8 Tonnen geernteter Äpfel je Hektar.
Sehr gute Apfelernte im Alten Land
und der Bodenseeregion Eine besondere
Bedeutung für den heimischen Apfelanbau
haben die Bundesländer Niedersachsen und
Hamburg sowie Baden-Württemberg.
Insbesondere Niedersachsen und Hamburg (mit
dem bekannten Apfelanbaugebiet "Altes Land")
erzielten mit 374 000 Tonnen beziehungsweise
65 400 Tonnen die höchste Apfelernte bei
Betrachtung der ab 2005 verfügbaren Daten.
Gegenüber dem Durchschnitt der
vergangenen zehn Jahre fiel die Erntemenge
damit in Niedersachsen um 33,7 % und in
Hamburg um 34,3 % höher aus. Auch in
Baden-Württemberg lag die Apfelernte mit
rund 387 000 Tonnen deutlich über dem
Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre
(+14,5 %). Diese drei Bundesländer vereinen
dabei rund 65,5 % der Apfelanbaufläche in
Deutschland und erzeugten fast drei Viertel
(72,6 %) aller heimischen Äpfel im Jahr
2025.
Die meisten Äpfel werden als
Tafelobst vermarktet Mehr als drei Viertel
der geernteten Apfelmenge (75,5 %
beziehungsweise 859 000 Tonnen) sind für die
Vermarktung als Tafelobst vorgesehen. Knapp
ein Viertel der Apfelernte (23,7 %
beziehungsweise 270 000 Tonnen) wird als
Verwertungs- beziehungsweise Industrieobst
genutzt, etwa zur Herstellung von
Fruchtsaft, Konserven oder Apfelwein.
Weitere 0,8 % der Ernte (9 200 Tonnen)
konnten aufgrund von Lager- oder
Verarbeitungsverlusten nicht vermarktet
werden. Pflaumenernte übersteigt 50 000
Tonnen Die Pflaumen- und Zwetschenernte lag
im Jahr 2025 bei rund 51 300 Tonnen. Die
positive Prognose vom Juli (44 500 Tonnen)
wird damit übertroffen. Dies bedeutet
gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 17,1 %
oder rund 7 500 Tonnen.
Im Vergleich
zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024
fiel die Pflaumenernte um 17,2 % oder rund
7 500 Tonnen höher aus. Das größte Anbauland
Baden-Württemberg verzeichnete dabei eine
Erntemenge von rund 17 900 Tonnen und damit
ein Plus von etwa 3,4 % gegenüber dem
Durschnitt der vergangenen zehn Jahre.
Besonders gut fiel die Ernte im
zweitgrößten Anbauland für Pflaumen und
Zwetschen, Rheinland-Pfalz, aus: Dort wurden
rund 14 500 Tonnen geerntet, was einem Plus
von 40,5 % gegenüber dem zehnjährigen
Durchschnitt entspricht. Die Erntemenge
dieser beiden Länder umfasste somit 63,2 %
der diesjährigen deutschen Pflaumenernte.
Bundesweit entsprach die diesjährige
Pflaumenernte bei einer Anbaufläche von rund
4 100 Hektar einem durchschnittlichen Ertrag
von etwa 12,5 Tonnen Pflaumen und Zwetschen
je Hektar. Der überwiegende Teil der
Pflaumenernte (87,0 % oder 44 600 Tonnen)
wird 2025 als Tafelobst vermarktet. Zur
Nutzung als Verwertungs- oder Industrieobst
sind 10,1 % (5 200 Tonnen) aller Pflaumen
vorgesehen.
Unter die Kategorie
"nicht vermarktet" fielen 1 500 Tonnen und
damit 2,9 % der Früchte. Fast 90 % der
Baumobsternte entfallen auf Äpfel An der
gesamten erfassten Erntemenge von 1 284 000
Tonnen Baumobst im Jahr 2025 hatten Äpfel
einen Anteil von 88,6 %. Der Anteil von
Pflaumen und Zwetschen lag bei 4,0 %.
Zusätzlich wurden in Deutschland rund 42 300
Tonnen Birnen (3,3 %), 37 300 Tonnen
Süßkirschen (2,9 %), 9 800 Tonnen
Sauerkirschen (0,8 %), sowie 5 700 Tonnen
Mirabellen und Renekloden (0,4 %) geerntet.
|