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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 11:  Montag, 9. -  Sonntag,15. März 2026
Themen u.a.:

KRZN-Wartungswochenende: Online-Dienste des Kreises Wesel teilweise eingeschränkt
Die Online-Dienste des Kreises Wesel stehen am kommenden Wochenende, 14. und 15. März 2026, zeitweise nicht zur Verfügung. An diesen Tagen wartet das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) routinemäßig seine Server. 

Von den Arbeiten sind gegebenenfalls die Webseiten und Fachanwendungen des Kreises Wesel für Bürgerinnen und Bürger betroffen. Ab Montag, 16. März 2026, sollen alle Online-Services wie gewohnt zur Verfügung stehen.

Kreissportbund Wesel übernimmt Spielmobil des Kreises Wesel
Am Montag, 9. März 2026, übergab Kreisdirektor Ralf Berensmeier das Spielmobil des Jugendamts an Gustav Hensel (Vorsitzender), Ulrich Glanz (stv. Vorsitzender) und Denise Boymann (Geschäftsführerin) vom Kreissportbund Wesel. Viele Jahre lang war das Spielmobil ein Teil der offenen Kinder- und Jugendarbeit des Kreisjugendamts Wesel.

Mit sogenannten Spielplatzaktionen führten Jugendpflegerinnen, pädagogische Honorarkräfte und lokale Jugendeinrichtungen gemeinsam Projekte für Kinder im Alter von etwa 6 bis 10 Jahren durch. In den letzten Jahren sank jedoch die Nachfrage bei den Jugendeinrichtungen. Auch das zweite Standbein des Spielmobils, der Verleih an Vereine, Schulen und Kindertageseinrichtungen, erwies sich in den letzten Jahren als wirtschaftlich nicht mehr tragfähig.

Denn die für den Unterhalt des Fahrzeugs entstehenden Kosten und den damit verbundenen Arbeitsaufwand konnten durch die geringen Einnahmen nicht gedeckt werden. Deshalb wurde entschieden, die Arbeit mit dem Spielmobil einzustellen und das Fahrzeug inklusive Spielmaterialien zu veräußern.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Kreissportbund Wesel einen Abnehmer für unser lieb gewonnenes Spielmobil gefunden haben, bei dem es auch weiterhin in der Kinder- und Jugendarbeit zum Einsatz kommt“, so Kreisdirektor Ralf Berensmeier bei der Übergabe.

Der Kreissportbund plant, das Spielmobil multifunktional zu nutzen: Neben dem Transport von Spielgeräten soll auch einen Rollstuhlparcours mit dem Fahrzeug realisiert werden. Beim Spielmobil handelt es sich um einen Fiat Ducato (Baujahr 2013) mit einer Laufleistung von rund 32.500 km. Die Innenausstattung ist speziell für die Lagerung von Spielmaterialien ausgebaut.

Zum Inventar gehören unter anderem Pedalos, Longboards, Krabbelfässer, Schwungtücher, Stelzen sowie weitere Spiel- und Beschäftigungsgeräte. Gustav Hensel, Denise Boymann, Kreisdirektor Ralf Berensmeier, Kai Stegemann und Jennifer Sniegon (beide Jugendarbeit Kreis Wesel) sowie Ulrich Glanz mit einer kleinen Auswahl an Spielgeräten aus dem Spielmobil.

Verdienstmedaille für Dr. Christoph Chylarecki aus Moers: Jahrelanges Engagement im gesundheitlich-sozialen Bereich
Am Freitag, 6. März 2026, verlieh Landrat Ingo Brohl das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Dr. Christoph Chylarecki aus Moers. Durch sein jahrelanges Engagement im gesundheitlich-sozialen Bereich hat Dr. Christoph Chylarecki auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

Landrat Ingo Brohl: „Lieber Herr Dr. Chyralecki, Sie setzen sich vor allem für die Schwächsten in der Gesellschaft ein – für Kinder, die sich notwendige Operationen nicht leisten können. Durch Ihre Arbeit im Friedensdorf Oberhausen sorgen Sie dafür, dass kriegsversehrte Kinder, beispielsweise aus Afghanistan, medizinisch gut versorgt werden.
Ein solcher Einsatz, ehrenamtlich und ohne die Suche nach Anerkennung, sondern getrieben von dem Wunsch, anderen zu helfen, beeindruckt mich sehr. Menschen wie Sie zeigen, dass eine Gesellschaft vom Miteinander lebt, und von einem Bewusstsein und einer Verantwortung füreinander, die über die bloße Pflicht hinausgeht. Denn Ihnen geht es um die Menschen, und besonders um das Wohlergehen der Kinder.“

Dr. Christoph Chylarecki ist Facharzt für Unfallchirurgie und seit 2020 Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Bethanien in Moers. Überregional und international hat er sich einen sehr guten Ruf erarbeitet. Als Führungskraft legt er großen Wert auf die Ausbildung des Nachwuchses und die Förderung junger Kolleginnen und Kollegen, insbesondere auch solchen mit Migrationshintergrund.

Seit 2014 unterstützt er die Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler bei der Ärztekammer Nordrhein mit seiner breiten Expertise. In den vergangenen acht Jahren hat er insgesamt 40 Erstgutachten mit Schwerpunkt Unfallchirurgie für die Gutachterkommission erstellt. Seine Gutachten haben die Arbeit in den vergangenen Jahren sehr unterstützt und in vielen Fällen einen wesentlichen Beitrag zu einer Befriedung des Verhältnisses zwischen Arzt und Patient beigetragen.

Dr. Christoph Chylarecki hat sich insbesondere durch seinen ehrenamtlichen Einsatz in Zusammenarbeit mit dem Friedensdorf Oberhausen einen Namen gemacht. Seit 2005 operiert er unentgeltlich schwerstverletzte Kinder aus Kriegsgebieten, insbesondere Afghanistan, die in ihrem Heimatland keine angemessene medizinische Versorgung bekommen können.

Das Friedensdorf ist existenziell abhängig davon, dass deutsche Krankenhäuser Kinder aus Krisenregionen versorgen, ohne dass Kosten für das Friedensdorf anfallen. Einer der verlässlichen Partner des Friedensdorfs ist das Bethanien Krankenhaus Moers, das aber wie andere Kliniken auch gravierende Strukturveränderungen umsetzen musste. Dass die Klinik mit der Versorgung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten weitermachte, ist unter anderem Dr. Christoph Chylarecki und seinem Lions Club Moers zu verdanken.

Das entwickelte Konzept sieht vor, dass der Lions Club Moers Spenden generiert und der Klinik zur Verfügung stellt, um damit die medizinische Behandlung von einem Friedensdorf Kind zu ermöglichen. Dr. Christoph Chylarecki besucht regelmäßig das Oberhausener Friedensdorf zu weiteren medizinischen Behandlungen der Schützlinge. Seine fachlichen Beurteilungen der Krankheitsbilder von Kindern sind von unschätzbarem Wert.

Er findet Lösungen für die Behandlungen von medizinischen Problemfällen und ist in ärztlichen Kreisen gut vernetzt. Seine eigenen Geburtstage hat Dr. Christoph Chylarecki zum Anlass genommen, statt Geschenken um Spenden für das Friedensdorf zu bitten. Gemeinsam mit seinen Lions Freunden organisiert er seit Jahrzehnten Spendenaktionen, deren Erlöse direkt an das Friedensdorf gehen.  

Seit 2003 ist er Mitglied im Lions Club Moers und engagiert sich trotz seiner hohen beruflichen Belastung regelmäßig bei den Charity-Aktivitäten des Clubs. Gemeinsam mit anderen Lions-Freunden hat er vor Jahren ein inzwischen erfolgreich abgeschlossenes Projekt in Rumänien initiiert. Mit anderen Clubs gemeinsam unterstützte der Lions Club Moers die medizintechnische Ausstattung des Krankenhauses in Anina und stellte dort einen Rettungswagen bereit. 

Dr. Christoph Chylarecki wurde für sein jahrelanges Engagement im gesundheitlich-sozialen Bereich mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Lesung in Moers - Annett Gröschner, Schwebende Lasten  
Hanna Krause war Blumenbinderin, bevor das Leben sie zur Kranführerin machte. Sie hat zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, einen Aufstand, zwei Weltkriege und zwei Niederlagen in Weltkriegen, zwei Demokratien, den Kaiser und andere Führer, gute und schlechte Zeiten erlebt, hat sechs Kinder geboren und zwei davon nicht begraben können, was ihr naheging bis zum Lebensende.

Annett Gröschner, Foto: Susanne Schleyer

Hatte später, nachdem ihr Blumenladen längst Geschichte war, von einem Kran in der Halle eines Schwermaschinenbaubetriebes in Magdeburg einen guten Überblick auf die Beziehungen der Menschen unter ihr und starb rechtzeitig, bevor sie die Welt nicht mehr verstand. Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Ihr einziges Credo: anständig bleiben.

Annett Gröschners Roman erzählt die Geschichte eines Jahrhunderts in einem einzigen Leben und gibt, mit Hanna, denen ein Gesicht, die zu oft unsichtbar bleiben. Ein Roman über das Ende des Industriezeitalters und seiner Heldinnen im Osten Deutschlands – und über eine gewöhnliche Frau in diesem unfassbaren 20. Jahrhundert.

Kooperationen: In Kooperation mit: Bibliothek, Gleichstellungsstelle, Barbarabuchhandlung Gebühr: 10 Euro. Veranstaltungsdatum 09.03.2026 - 19:30 Uhr -21:00 Uhr. Veranstaltungsort Bibliothek, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers.

Digital älter werden in Moers: Nutzen Sie schon die App "Gut versorgt in Moers"? 50+
In Kooperation mit der Leitstelle Älter werden Im Alter digital! Die vergangenen Jahre haben uns gezeigt, wie wichtig und notwendig auch bedienbare digitale Angebote für ältere Menschen sind. Darum stellt die Leitstelle Älterwerden der Stadt Moers die kostenlose App vor und unterstützt Sie bei der Installation und der Bedienung. Entdecken Sie mit uns in der App die vielseitigen Themen und nützlichen Informationen rund ums Älterwerden in Moers.

Lassen Sie uns zusammen Hürden abbauen, damit Sie in Zukunft keine Information mehr verpassen.  Das Angebot richtet sich an Bürgerinnen und Bürger der Stadt Moers ab 55 Jahren. Bitte bringen Sie Ihr Tablet oder Smartphone mit. 

Referentin: Pia Kegel. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.vhs-moers.de Kurs-Nr.: H10253 Gebühr: unentgeltlich. Veranstaltungsdatum 10.03.2026 - 10:00 Uhr - 2:00 Uhr .Veranstaltungsort Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers.

Moers: Das Leben der Bienen  
Dieser Vortrag richtet sich an interessierte Laien. Anhand von ausgewählten Beispielen werden die Lebenszyklen von Wildbienen und Honigbienen dargestellt, wobei der Schwerpunkt auf der Honigbiene liegen wird. Sie lernen, die Welt aus der Sicht einer Biene zu betrachten und erfahren, was Sie tun können, um Ihren Balkon oder Garten für Bienen wirklich attraktiv zu gestalten.

Foto: Martina Röttger

Angesichts der Ausbreitung der Asiatischen Hornisse in NRW werden auch deren Folgen für unsere Bestäuberinsekten und für die Biodiversität Thema sein.. Referentin: Martina Röttger Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.vhs-moers.de Kurs-Nr.: H10410 Gebühr: 7 Euro Event details Veranstaltungsdatum 10.03.2026 - 19:00 Uhr -20:30 Uhr Veranstaltungsort Firma Altes Landratsamt Adresse Kastell 5b 47441 Moers

Moers: Listening Session mit Evi Filippou
Evi lädt zur Listening Session in die Residenz: Gemeinsam hört ihr Musik, die geprägt, inspiriert oder herausgefordert hat ... Kaffee & Kuchen gibt es auch!

- Am 11.03. ist Tim Isfort, der künstlerische Leiter des moers festivals zu Gast;
- 18 Uhr
- Am 22.03. Juliane Höttges (Booking, Produktion und Infrastruktur beim moers festival) - 16 Uhr
- Am 26.04. lauscht ihr gemeinsam mit Evi und dem New Yorker Alt-Saxofonist Michaël Attias der Musik - 16 Uhr

Der Eintritt ist frei! Keine Anmeldung erforderlich! Weitere Infos folgen.  Veranstaltungsdatum 11.03.2026 - 16:00 Uhr - 26.04.2026 - 16:00 Uhr. Veranstaltungsort Neustraße 20, 47441 Moers.

Moers: Kaffee - von Äthopien in die Welt
Kaffee ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Vom ursprünglichen Genussmittel in Äthiopien hat er sich zum weltweiten Kultgetränk und wichtigen Handelsgut entwickelt. Der Vortrag beleuchtet Herkunft, Anbau und Verarbeitung der Kaffeebohne, vergleicht traditionelle Methoden mit Monokulturen und zeigt die Bedeutung fairer Handelsbeziehungen auf.

Zudem erhalten Sie Einblicke in den nachhaltigen Anbau und die Vielfalt der Geschmacksvarianten.  Abgerundet wird der Vortrag mit einer Kaffeeverkostung und literarischen Geschichten zur Kaffeekultur.

Referent: Alfred Wronski Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.vhs-moers.de Kurs-Nr.: H10255 Gebühr: 7 Euro. Veranstaltungsdatum 11.03.2026 - 18:00 Uhr - 19:30 Uhr. Veranstaltungsort Altes Landratsamt, Kastell 5b, 47441 Moers.

Moers: Gemeinsam schauen - Wo sind denn alle?
ab 18.30 Uhr im Studio (Eintritt frei) Gemeinsam schauen ! Hier beim Schlosstheater anmelden von Emil Borgeest und Leo Meier Gut sichtbar prangt er an der Wand. Glücklicherweise nur für die Person, die den Raum bewohnt. Das Motiv des Flecks taucht als Symbol für Schuld und Makel an den Händen von Lady Macbeth oder als Zeichen für einen lächerlichen Riss in der Welt in Büchners Leonce und Lena auf. 

In Wo sind denn alle? des Autorenduos Emil Borgeest und Leo Meier versuchen vier Nachbar*innen, schamhaft den Wasserfleck loszuwerden.  Unberufen kommt Olaf Meier, der fast 30 Jahre die Telefonseelsorge Duisburg / Mülheim / Oberhausen geleitet hat, in unsere kleine Gesellschaft. Vielleicht kann er uns dabei helfen, mit dieser verdammten Einsamkeit umzugehen.

Nach den Publikumserfolgen zwei herren von real madrid und fünf minuten stille schreibt Leo Meier nun zusammen mit Emil Borgeest ein neues Stück für das S.T.M. Gemeinsam mit dem Ensemble stellen sie zentrale Fragen unserer Zeit: Wie entsteht Gemeinschaft? Wie entsteht Einsamkeit? Und: Wo sind denn alle?

Eintritt:  22 Euro, ermäßigt 8 Euro. Tickets unter 0 28 41/8 83 41 10 oder www.schlosstheater-moers.de
Veranstaltungsdatum 11.03.2026 - 18:30 Uhr - 21:30 Uhr. Veranstaltungsort Kastell 9, 47441 Moers.

Moers: Verwaltungsgeschichte in Deutschland – Von der Reichsstadt zum Rechtsstaat
Deutschlands Verwaltung entwickelte sich vom Heiligen Römischen Reich über föderale Strukturen des Deutschen Bundes (1815) und des Kaiserreichs (1871) hin zu zentralistisch geprägten NS-Strukturen; seit 1949 prägt föderaler Aufbau mit Bund, Ländern und Kommunen die Verwaltung. 

Mit einem Augenzwinkern werden Absurditäten des deutschen Verwaltungsrechts beleuchtet. Referent: Dennis Stephan Kurs-Nr.: H10106 Gebühr: 7 Euro Event details Veranstaltungsdatum 12.03.2026 - 18:30 Uhr - 20:00 Uhr Veranstaltungsort Altes Landratsamt, Kastell 5b, 47441 Moers.

Moerser Krimifestival: Lesung mit Andreas Pflüger („Kälter“)
Moderation: Ulrich Noller (WDR) Andreas Pflüger, 1957 geboren, wuchs im Saarland auf, studierte Theologie, Germanistik und Philosophie und lebt seit vielen Jahren in Berlin. Er hat Theaterstücke, Hörspiele und Dokumentarfilme verfasst. Als Drehbuchautor hat er unter anderem mehr als zwanzig „Tatorte“ geschrieben.

Mit seiner Mischung aus zeitgeschichtlichen Fakten, literarischem Anspruch und hochspannenden Plots hat er sich einen Ruf als Meister seines Fachs und Ausnahmetalent im Krimigenre erworben. Andreas Pflüger ist vielfach ausgezeichnet worden, u. a. mit dem Deutschen Krimipreis 2023 und dem Stuttgarter Krimipreis 2024. 
Für das Krimifestival in Moers hat er seinen aktuellen Agententhriller „Kälter“ im Gepäck: »500 Seiten Zeitgeschichte, explosive Action, glühende Sprache.«

Jury der Krimibestenliste
Im Herbst 1989 führt Luzy Morgenroth auf Amrum das Leben einer Provinzpolizistin. Kaum jemand ahnt, dass sie vor langer Zeit eine andere war. Als in einer Sturmnacht ein Einheimischer spurlos von der Fähre verschwindet, muss sie sich einem Killerkommando stellen, das auf die Insel kam, und verwandelt sich wieder in die Luzy von früher. Eine Waffe.

Andreas Pflüger schickt seine Heldin am Ende des Kalten Krieges als Racheengel um die halbe Welt. Sie tritt gegen ein Geheimdienstimperium an, das den Mann beschützt, der ihr Leben zerstörte. Und es wird sich zeigen, wer kälter ist: ihr Todfeind oder sie.

Moderation: Ulrich Noller
Ulrich Noller ist Journalist und einer der versiertesten deutschen Krimispezialisten. Er arbeitet für den WDR und andere Sender und gestaltet und moderiert Lesungen und Krimi-Events.

Er ist Mitglied der Jurys des Deutschen Krimi Preises und der Krimibestenliste. Seit fast zwanzig Jahren kommentiert er jeweils montags auf WDR5 den Sonntagabend-Krimi – „Wie war der Tatort, Herr Noller?“
Eintritt 20 Euro Kartenverkauf Karten für alle Veranstaltungen des Krimifestivals können im Vorverkauf persönlich ab dem 13.12.2025 nur hier erworben werden: Bibliothek Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers, Telefon: 0 28 41 / 201-753.

Moers: Kneipenkonzert - Cheers Agnes
Bei einem guten Cocktail kommt es auf die richtige Mischung an. Die 6köpfige Band Cheers Agnes hat ihre aromatische Mischung gefunden; man nehme eine Basis aus Indie und Pop, verfeinert mit elektrischem Rock, akustischem Folk und feinsten Synthieklängen. 

Das Ganze wird mal sanft gerührt, mal heftig geschüttelt; heraus kommt aber immer ein Anlass für ein leidenschaftliches “Cheers!”. Der Eintritt ist frei!  Veranstaltungsdatum 12.03.2026 - 20:00 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers, Veranstaltungsort Kneipe.

Moers: Krimifestival  DAME AGATHA - zum 50. Todestag (Ralf Kramp) - ausverkauft
Sie ist die unangefochtene „Queen of Crime“: Dame Agatha Christie (1890-1976), 1971 von Königin Elizabeth II in den Adelsstand erhoben, gilt als berühmteste Krimiautorin weltweit. Die Auflage ihrer Bücher wird auf mehr als zwei Milliarden Exemplare geschätzt. Vor allem Figuren wie Hercule Poirot oder Miss Marple und deren scharfsinnige Ermittlungsmethoden haben die Herzen der Krimi-Fans erobert. 

Anlässlich ihres 50. Todestages widmet der Krimischriftsteller Ralf Kramp der legendären Engländerin, die 66 Romane, zahlreiche Kurzgeschichten, zwei Autobiografien, mehrere Lyriksammlungen und 23 Bühnenstücke verfasste,  ein eigenes Programm. Dabei richtet er seine Aufmerksamkeit nicht zuletzt auf die bis heute ungeklärte Frage nach dem elftätigen Verschwinden Agatha Christies im Dezember 1926 und stellt eigene Kurzgeschichten zu bzw. mit Agatha Christie vor. ´

Ralf Kramp ist Autor, Verleger, Dramatiker, Karikaturist, Archivar und Moderator. Er betreibt in Hillesheim den KBV-Verlag, der auf Kriminalromane mit Lokalkolorit spezialisiert ist. Zugleich unterhält er dort das Kriminalhaus, in dem sich u. a. das Deutsche Krimi-Archiv befindet - mit mehr als 30.000 Bänden die größte   zusammenhängende Sammlung deutschsprachiger Kriminalliteratur.

Dort finden sich auch zahlreiche Spuren und Hinweise auf Kramps Agatha-Christie-Faszination.  Im Eintrittspreis enthalten ist ein kleiner Sandwich- und Scones-Imbiss in der Pause. Eintritt: 20 Euro inkl. Imbiss Kartenverkauf/Warteliste.
Die Veranstaltung ist ausverkauft. Sie können sich vor Ort oder telefonisch auf die Warteliste setzen lassen: Bibliothek Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers, Telefon: 0 28 41 / 201-753

vhs Moers – Kamp-Lintfort bereitet auf das Englisch-Abi 2026 vor
Am Dienstag, 31. Mai, startet bei der vhs Moers – Kamp-Lintfort ein dreitägiges Seminar, das Schülerinnen und Schüler auf die Abiturprüfungen im Fach Englisch vorbereitet. Schwerpunktmäßig geht es um die intensive Analyse ausgewählter, abiturrelevanter Texte bedeutender Autoren wie Georg Orwell, Ernest Hemingway, James Thurber und Arthur Miller. Außerdem werden auch nicht-fiktionale Textsorten wie politische Reden einbezogen. 

Neben einer systematischen inhaltlichen und sprachlich-stilistischen Analyse wird besonderer Wert auf die Einordnung der Texte in aktuelle gesellschaftliche Zusammenhänge gelegt. Ein erfahrener Pädagoge, der vor seiner Pensionierung viele Jahre als Fachleiter für Englisch an einer weiterführenden Schule gelehrt hat, leitet das Seminar.

Es findet von Dienstag, 31. März, bis Donnerstag, 2. April, jeweils von 10 bis 15 Uhr in den Räumen der vhs Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, statt. Eine Anmeldung für das Seminar ‚Englischsprachige Literatur auf Abi-Niveau – Analyse und Interpretation‘ ist notwendig und telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 und online unter www.vhs-moers.de möglich.

Flick-Café Neu_Meerbeck: Kleidung reparieren und kreativ gestalten
Der Frühling und Ostern stehen vor der Tür – Zeit für mehr Farbe nach dem Winter. Am Dienstag, 17. März, lädt das Stadtteilbüro Neu_Meerbeck von 14.30 bis 17 Uhr zum Flick-Café ein. Ort der Veranstaltung ist das Stadtteilbüro in der Bismarckstraße 43b. Beschädigte Kleidungsstücke können repariert, verschönert oder frühlingshaft kreativ aufgepeppt werden. 

Unter Anleitung einer ehrenamtlichen Expertin wird gemeinsam geflickt und gestaltet – in gemütlicher Atmosphäre bei Getränken und Keksen. Gleichzeitig bietet das Café Gelegenheit zum Austausch über nachhaltige Mode und aktuelle Neuigkeiten aus dem Stadtteil. 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Getränke und Knabbereien sorgt das Team des Stadtteilbüros Neu_Meerbeck. Weitere Informationen und Rückfragen unter Telefon 0 28 41 / 201-530 oder per E-Mail an stadtteilbuero.meerbeck@moers.de

Frühjahrsputz in Dinslaken: picobello startet am 14. März 2026
Pünktlich zum Start in den Frühling ruft die Stadt Dinslaken auch 2026 wieder zur großen „picobello“-Müllsammelaktion auf. Vom 14. bis 21. März 2026 sind alle in Dinslaken eingeladen, Straßen, Wege, Parks und Grünflächen von Müll und Unrat zu befreien.

„Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit vielen engagierten Menschen, Kitas, Schulen, Vereinen und Nachbarschaften anpacken können. Jede helfende Hand trägt dazu bei, dass unsere Stadt sauberer und noch ein Stückchen lebenswerter wird“, sagt Bürgermeister Simon Panke.

Mitmachen kann jede und jeder: ob Einzelperson, Familie, Freundesgruppe oder Organisation. Der Sammelort und -termin können im Aktionszeitraum frei gewählt werden – vorausgesetzt, es handelt sich um öffentliche Flächen oder es liegt die Zustimmung der Grundstückseigentümerin beziehungsweise des Grundstückseigentümers vor.

Anmeldungen sind ab sofort über die Homepage der Stadt Dinslaken möglich. Anmeldeschluss ist der 10. März 2026. Die Stadt stellt wieder Sammelsäcke zur Verfügung. Arbeitshandschuhe, Greifzangen und Warnwesten können, soweit in ausreichender Menge vorhanden, ebenfalls ausgeliehen werden. Diese müssen nach der Aktion kurzfristig zurückgegeben werden, damit sie für weitere Gruppen genutzt werden können.

Teilnehmende sollten auf festes Schuhwerk, Handschuhe und eine Warnweste achten. Problemabfälle dürfen nicht gesammelt werden. Wer auf umweltgefährliche Stoffe, scharfe oder schwere Gegenstände stößt, wird gebeten, den Fund dem DIN-Service zu melden.

Erfolgreicher Abfallsammeltag Moers 2026: Rund 1.300 Teilnehmende en-gagieren sich für die Stadtsauberkeit
Unter dem Motto „Gemeinsam für ein sauberes Moers“ haben auch in diesem Jahr wieder rund 1.300 Freiwillige am Abfallsammeltag teilgenommen und ein klares Zei-chen für Umweltbewusstsein und städtische Verantwortung ge-setzt. Der Aktionstag fand am Samstag, 7. März, im Rahmen der Initiative „Sauberes Moers“ statt – und bestätigte erneut, wie groß die Bereitschaft unter den Bürgerinnen und Bürgern ist, aktiv zu einem aufgeräumten Stadtbild beizutragen.

Sandra Jungmaier und Julia Zupancic mit freiwillig Helfenden (c) Norbert Prümen/Enni

Wie bereits in den Vorjahren organisierte Claudia Jaeckel den Aktionstag und zeigte sich über die große Resonanz bei besten Wetterverhältnissen hocherfreut: „Es ist beeindruckend, wie viele Menschen sich wieder beteiligt haben – von Einzelpersonen und Familien über Vereine bis hin zu Schulen. Dieses Engagement bestätigt uns jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig den Moerserinnen und Moersern ein sauberes Lebensumfeld ist.“

Auch ENNI Vorständin Sandra Jungmaier war vor Ort und beton-te die Bedeutung der Aktion als gemeinschaftliche Bewegung: „Wir haben den Abfallsammeltag auch in diesem Jahr wieder gern logistisch und mit Handschuhen und Zangen unterstützt. Stadt-sauberkeit ist eine echte Gemeinschaftsaufgabe – sie gelingt nur, wenn viele Partner zusammenwirken und Verantwortung über-nehmen. Deshalb stehen wir als ENNI-Team gern an der Seite der engagierten Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen und Initiativen, die mit ihrem Einsatz ein starkes Zeichen für ein sau-beres Moers setzen.“

v.l.: Bürgermeisterin Julia Zupancic und Enni-Vorständin Sandra Jungmaier (c)Norbert Prümen/ Enni

Bürgermeisterin Julia Zupancic liegt das Thema Sauberkeit ebenfalls sehr am Herzen. Und dieser Tag passt natürlich besonders gut zu ihrem Motto ‚Miteinander‘: „Es wird besser, wenn man gemeinsam dranbleibt. Entscheidend ist, dass Verwaltung, Unternehmen und Bürgerschaft zusammen Verantwortung übernehmen – dann wird aus vielen kleinen Beiträgen spürbare Sauberkeit.“

Wie gewohnt beteiligten sich zahlreiche Gruppen bereits in der Woche vor oder nach dem offiziellen Termin. Ob Vereine am Waldsee, Schulen im Stadtgebiet oder soziale Initiativen in den Ortsteilen – überall wurden achtlos weggeworfene Verpackungen, Zigarettenkippen und sogar Sperrmüll eingesammelt. „Ein besonderer Fund in diesem Jahr waren die Reste eines Motorrollers, den die Helfenden nach Rücksprache mit der Polizei entsorgen durften“, erklärt Sandra Jungmaier.

Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung unterstützten die Aktion tatkräftig am ENNI Sportpark Rheinkamp. Unter den zahlreichen Unterstützenden aus der lokalen Politik nahm auch die Moerser Bürgermeisterin Julia Zupancic teil, deren Engagement den hohen Stellenwert des Abfallsammeltags für die Stadt noch einmal deutlich unterstrich. Die von Enni zur Verfügung gestellten Materialien, können wiederverwendet werden und werden auch zukünftig noch zum Einsatz kommen – ganz im Sin-ne der Nachhaltigkeit.

Projektleiterin Claudia Jaeckel adressierte zusätzlich nochmal an alle Bürgerinnen und Bürger, das Thema illegale Müllentsorgung weiterhin ernst zu nehmen: „Viele machen es richtig – doch leider finden wir jedes Jahr auch Sperrgut an Orten, an die es nicht gehört. Dabei sind kostenlose Entsorgungsangebote vorhanden. Unsere Botschaft ist klar: Stadtsauberkeit gelingt nur durch Gemeinschaft.“

Moers: Bevölkerungsbestand am 31.12.2025
Die Einwohner:innen der Stadt Moers werden anhand verschiedener Merkmale wie Alter, Geschlecht und Familienstand untersucht. Einen Themenschwerpunkt bildet die Religionszugehörigkeit. Einwohnerzahl leicht gesunken Am 31.12.2025 hatten 105.993 Personen ihren alleinigen oder Hauptwohnsitz in Moers.

Ein Jahr zuvor waren es 106.150 Individuen. Somit ist die Einwohnerzahl leicht um 157 Personen (-0,1 %) gesunken. Von den 12 Sozialatlasbezirken verlor Meerbeck mit -1,3 % die meisten Einwohner:innen. Rheinkamp-Mitte (+1,8 %) und Vinn (+0,9 %) hatten mit Abstand die höchsten Zuwächse (vgl. Tab. 2 im Anhang).

Fläche und Bevölkerungsdichte
Wird die Einwohnerzahl auf die 67,6 Quadratkilometer umfassende Fläche der Stadt Moers bezogen, wohnten durchschnittlich 1.567 Personen auf einem Quadratkilometer. Meerbeck und Asberg hatten die höchste, Kapellen die niedrigste Bevölkerungsdichte. Allerdings bestehen zwei Drittel des Gebiets von Kapellen und Schwafheim aus Vegetations- und Gewässerflächen.

Insofern ist die Nettowohndichte ein geeigneterer Indikator die Wohnverhältnisse zu beschreiben, da nur Wohnbauflächen und Flächen gemischter Nutzung (z. B. Gewerbe mit Wohnen) berücksichtigt werden. Danach lebten in Moers 7.522 Personen auf einem Quadratkilometer. Moers-Mitte war mit 13.060 am dichtesten, Kapellen, Hülsdonk und Schwafheim mit über 5.000 am dünnsten besiedelt (vgl. Tab. 2 im Anhang).

Alter
Das Durchschnittsalter liegt unverändert bei 45,4 Jahren. Dennoch hat sich die Altersstruktur verändert, wie die folgende Aufstellung zeigt:


 Gegenüber dem Vorjahr gab es in Moers 414 Ältere ab 65 Jahren mehr. Ein Plus um 0,4 Prozentpunkte auf 25,0 % . Die meisten Minderjährigen gab es anteilig in Vinn (19,4), Meerbeck (19,3 %) und Moers-Ost (19,0 %), die wenigsten in Eick (13,9 %) und Schwafheim (13,8 %). Da Meerbeck auch die meisten 18- bis 64-Jährigen hatte (61,5 %), gab es dort den geringsten Anteil Älterer ab 65 Jahren (19,2 %). In Schwafheim verhält es sich genau andersherum.

Geschlecht
Das Geschlechterverhältnis blieb gegenüber 2024 unverändert bei 51,3 % Frauen zu 48,7 % Männern. Während in den jüngeren Altersgruppen ein leichter Männerüberhang besteht (z. B. waren es bei den 0- bis 5-Jährigen 51,7 %), wechselt dies ab der Gruppe der 45- bis 64-Jährigen und der Anteil der Frauen steigt bis auf 58,4 % bei den Älteren ab 75 Jahren an (vgl. Tab. 3).
Moers-Mitte ist mit insgesamt 53,7 % Frauen quasi der „weiblichste“ Sozialatlasbezirk, während Moers-Ost der einzige Bezirk ist, in dem es mit 50,4 % mehr Männer als Frauen gibt.

Familienstand
37,7 % aller Moerser:innen waren 2025 ledig (2024 waren es 37,5 %). 44,6 % waren verheiratet (44,7 %), 7,9 % geschieden (7,8 %), 7,3 % verwitwet (7,4 %) und von 2,5 % war der Familienstand unbekannt (gegenüber 2024 unverändert). Im bezüglich der Altersstruktur „jungen“ Meerbeck gab es viele Ledige (42,0 %) aber wenige Verheiratete (39,8 %).

Im „alten“ Moers-Mitte sind nur 36,5 % der Einwohner:innen verheiratet, dafür leben hier viele Singles (Ledige, Geschiedene und Verwitwete) sowie Personen mit unbekanntem Familienstand (vgl. Tab. 4). Wohndauer An der aktuellen Adresse wohnten volljährige Moerser:innen durchschnittlich seit 16,3 Jahren (2024: 16,5).

Die Wohndauer wird nur für Personen ab 18 Jahren berechnet und variierte zwischen 11,5 Jahren in Moers-Mitte und 18,1 Jahren in Schwafheim und Kapellen. Die Wohndauer innerhalb der Kommune lag bei 23,4 Jahren (2024 23,5 Jahre). Zieht eine Person innerhalb von Moers um, wechselt sie die Adresse, nicht aber die Kommune.

Daher ist die Wohndauer in der Kommune deutlich länger als die an der Adresse. Die kürzeste durchschnittliche Wohndauer in der Kommune wies wiederum Moers-Mitte mit 19,1 Jahren auf, die längsten Repelen mit 25,1 und Rheinkamp-Mitte mit 25,0 Jahren.



Kleve sucht engagierte Pflegeeltern – Infoveranstaltung am 24. März 2026
Die Stadt Kleve sucht Familien mit Herz, Geduld und Verantwortungsbewusstsein, die bereit sind, Pflegekindern ein liebevolles und längerfristiges Zuhause zu geben.  „Pflegefamilien sind weit mehr als eine Unterbringungsform, sie sind ein stabiler Anker, der Kindern Sicherheit, Zugehörigkeit und Entwicklungsperspektiven eröffnet“, erklären Sabine Jenneskens-Bartjes und Melanie Müller-Memmer vom Team der Öffentlichkeitsarbeit aus dem Pflegekinderdienst.

Freut sich auf viele Interessierte: Das Team des Pflegekinderdienstes der Stadt Kleve.

Damit sich Interessierte ein genaues Bild machen können, lädt der Pflegekinderdienst zu einer Informationsveranstaltung ein, bei der alle wichtigen Fragen rund um die Aufnahme eines Pflegekindes beantwortet werden.  Der Infoabend findet am Dienstag, 24. März 2026, um 18:30 Uhr im Jugendamt, Lindenallee 33 in Kleve, statt. Dort erhalten Interessierte Einblicke in die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen, die mit der Aufnahme eines Pflegekindes verbunden sind.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sogenannten Dauerpflegeverhältnissen, bei denen Kinder auf längere Zeit – oft bis zur Verselbstständigung – in einer Pflegefamilie leben und dort ein verlässliches, geborgenes Zuhause finden.  Darüber hinaus stellt der Pflegekinderdienst die Unterstützungs- und Beratungsangebote vor, mit denen Familien bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe begleitet werden.

Mit der Veranstaltung werden Familien eingeladen, sich ganz unverbindlich über das Leben mit einem Pflegekind zu informieren. Anmeldungen und Rückfragen nimmt der Pflegekinderdienst unter der Telefonnummer 02821 84 820 oder per E-Mail (pflegekinderdienst@kleve.de) gerne entgegen. Erste Informationen zum Thema sind auch auf der Website der Stadt Kleve unter www.kleve.de/pflegekinderdienst zu finde

Schnelle Hilfe für Familien in Not: Caritas und Stadt Kleve starten Pilotprojekt
Ab dem 1. April 2026 bietet der Caritasverband Kleve gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Kleve ein neues Pilotprojekt an: die Familienbegleitung nach §20 SGB VIII. Das Angebot richtet sich an Familien, die sich in belastenden Lebenssituationen befinden, und setzt auf schnelle, niedrigschwellige Unterstützung. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Elke Kotthoff vom Caritasverband Kleve und Markus Koch von der Stadt Kleve stellen das Pilotprojekt für Familien in Not vor. Am 1. April 2026 geht es an den Start.Foto: Caritas Kleve

Was ist Familienbegleitung?
Familienbegleitung ist ein vorübergehendes, ambulantes Unterstützungsangebot für Familien, die in einer akuten Notlage stecken. Anders als klassische Hilfen zur Erziehung geht es hier weniger um Erziehungsberatung, sondern um konkrete Hilfe im Alltag. Dazu zählen Unterstützung bei der Alltagsorganisation, Haushaltsführung, Kinderbetreuung sowie pädagogische und psychosoziale Begleitung.

„Die Familienbegleitung orientiert, stabilisiert und guckt, welche Probleme schnell in den Griff zu bekommen sind“, sagt Elke Kotthoff, Leiterin des Fachbereichs „Kinder, Jugend und Familie“ beim Caritasverband Kleve e.V. und ergänzt: „Die Caritas ist allgemein bekannt als Anlaufstelle für Rat- und Hilfesuchende. Mit dem neuen Projekt sind wir in der Lage, Familien in Not ganz schnell und unbürokratisch zu helfen. Und zwar dort, wo die Hilfe konkret benötigt wird: im familiären Umfeld.“

Rechtliche Grundlage ist § 20 SGB VIII. Dieser sieht vor, dass Familien unterstützt werden können, wenn Eltern aus gesundheitlichen oder anderen schwerwiegenden Gründen vorübergehend nicht in der Lage sind, den Alltag mit ihren Kindern alleine zu bewältigen.

Wie ist die Idee zum Pilotprojekt entstanden?
Die Idee zur Familienbegleitung entstand im Herbst 2025 bei einem gemeinsamen Austausch zwischen dem Jugendamt der Stadt Kleve, der Caritas-Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien sowie den Ambulanten Erzieherischen Hilfen. „Es gibt es einen großen Leidensdruck – einen enormen Bedarf an Hilfen und gleichzeitig wenig Personal“, so beschreibt Markus Koch, Leiter des Jugendamtes Kleve, die Situation in der Jugendhilfe. Gleichzeitig verbinde Stadt und Caritas die große Leidenschaft, neue Wege auszuprobieren und Angebote im Sinne der Kinder und Familien weiterzuentwickeln.

Für welche Familien ist das Angebot gedacht?
Das Angebot richtet sich an Familien, die sich akut in belastenden Lebenssituationen befinden. Etwa durch Krankheit, psychische Belastung, Trennung, Suchterkrankung oder plötzliche soziale Krisen. Auch der Tod eines Elternteils oder andere akute Krisen zählen dazu. „Immer dann, wenn es im Alltag brennt, wollen wir schnell reagieren“, erklärt Markus Koch.

Was ist das Ziel der Familienbegleitung?
Das Hauptziel ist die frühzeitige Entlastung von Familien und die Stärkung ihrer Ressourcen, bevor größere Probleme entstehen. Durch die schnelle und befristete Unterstützung sollen Kinderschutzrisiken vermindert und die Notwendigkeit intensiverer Hilfen – wie zum Beispiel Inobhutnahmen – möglichst vermieden werden.

„Wir wollen, dass Kinder in ihrem familiären Umfeld bleiben und Eltern ihre Aufgaben nach Ende der Krisensituation wieder übernehmen können“, sagt Markus Koch. Elke Kotthoff ergänzt: „Und falls die Familienbegleitung nicht ausreichen sollte, können wir natürlich auch in andere Maßnahmen überleiten.“

Wie kann man Familienbegleitung in Anspruch nehmen?
Das Angebot ist für die Familien kostenlos und Zugang bewusst niedrigschwellig gestaltet: Sie benötigen keinen formellen Antrag. Im Gegenteil: Die Caritas-Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien bewertet in ihrer alltäglichen Arbeit, ob ein Fall den Kriterien der Familienbegleitung entspricht und leitet die Familien innerhalb des Verbandes dann an die entsprechenden Familienbegleiterinnen weiter.

„Wir können innerhalb weniger Stunden reagieren, das ist das Besondere an diesem Projekt“, sagt Kotthoff. „Und im besten Fall hat sich das Angebot irgendwann so herumgesprochen, dass die einzelnen Puzzleteile nur noch ineinandergreifen.“

Wie unterscheidet sich Familienbegleitung von anderen Hilfen?
Im Unterschied zur sozialpädagogischen Familienhilfe oder anderen Hilfen zur Erziehung ist die Familienbegleitung zeitlich begrenzt. Das heißt: Die Hilfe greift nur bei akuten Krisen, meist über wenige Wochen. Familienbegleiter:innen arbeiten zudem stark alltagsorientiert. Sie haben primär keinen erzieherischen Auftrag, sondern unterstützen ganz praktisch im Familienalltag.

Gleichzeitig ist die Hilfe schnell verfügbar und verfolgt einen präventiven Ansatz, um größere Krisen zu vermeiden. „Gerade mit Blick auf die Herausforderungen in der Jugendhilfe begreifen wir die Familienbegleitung als ein neues Instrument, um handlungsfähig zu bleiben. Es geht nicht um langfristige Betreuung, sondern um schnelle Hilfe im Alltag“, erklärt Markus Koch.

Info – Pilotprojekt für 18 Monate
Das Pilotprojekt „Familienbegleitung“ – Umsetzung des § 20 SGB VIII läuft zunächst für 18 Monate. Für 2026 sind 54.300 Euro im städtischen Haushalt eingeplant. Zum Jahresende ist eine erste Auswertung vorgesehen. Markus Koch, Fachbereichsleiter Jugend & Familie bei der Stadt Kleve, betont den präventiven Aspekt des Angebots: „Die Kosten für Hilfen zur Erziehung haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Familien frühzeitig zu unterstützen, ist nicht nur sinnstiftend, sondern hilft auch finanziell.“

Der Kontakt zur Familienbegleitung läuft über die Caritas-Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien, Telefon 02821 7209-300 oder E-Mail eb-info@caritas-kleve.de. Die Leitung der Beratungsstelle hat Holger Brauer inne. Für Familien ist das Angebot kostenlos und ohne Antrag zugänglich.

Julia Lörcks von der Stabsstelle Kommunikation & Medien des Caritasverbandes Kleve fasste die Fragen und Antworten zusammen.

Kleve sagt Danke: Jetzt Tickets für den Ehrenamtsabend 2026 sichern!
Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Pfeiler unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Menschen, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Energie freiwillig für andere einsetzen, stärken Gemeinschaft, schaffen Begegnungen und tragen dazu bei, dass unsere Stadt lebendig und solidarisch bleibt. Dieses Engagement verdient Anerkennung, Wertschätzung und einen besonderen Rahmen, um Danke zu sagen.

Einladung Ehrenamtsabend 2026

Die Verantwortlichen aus dem Rathaus um Bürgermeister Markus Dahmen freuen sich auf einen besonderen Abend mit vielen Engagierten.

Die Stadt Kleve lädt deshalb am Samstag, 25. April 2026, unter dem Motto „Kleve sagt Danke!“ zum ersten Ehrenamtsabend in die Stadthalle an der Lohstätte ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, und stellt Begegnung, Austausch sowie vor allem den Dank an die vielen engagierten Menschen in den Mittelpunkt, die sich täglich für das Gemeinwohl einsetzen.

Nach dem Einlass um 17:00 Uhr mit kleinem Sektempfang, Fotobox und musikalischer Begleitung beginnt um 18:00 Uhr das offizielle Programm im Saal der Stadthalle. Ein Moderator führt durch den Abend, der unter anderem mit interaktiven Fakten, Improvisations-Theater der Gruppe „Gude Leude“ sowie einer Podiumsdiskussion mit engagierten Klever Ehrenamtlichen spannende Ein- und Ausblicke auf das Ehrenamt bietet. Bei kostenfreien Getränken, Fingerfood und Live-Musik von Gerrit Quade besteht abschließend die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung in geselliger Atmosphäre im Foyer.

Kostenfreie Eintrittskarten sind im Rathaus der Stadt Kleve beim Fachbereich Schulen, Kultur und Sport (2. Obergeschoss) erhältlich. Reservierungsanfragen sind per E-Mail an ehrenamt@kleve.de möglich. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Die Stadt Kleve freut sich darauf, viele engagierte Ehrenamtliche an diesem besonderen Abend begrüßen zu dürfen und gemeinsam das ehrenamtliche Engagement gebührend zu feiern!

Multimodales Verkehrsnetz für Deutschland: MMVNet schafft gemeinsame Datengrundlage für Straße, Schiene und Wasserstraße
Bislang fehlt eine durchgängige, aktuelle und leicht nutzbare Übersicht, die Straßen, Schienen und Wasserwege gemeinsam abbildet. Dies soll sich mit dem mFUND-Projekt „Multimodales Verkehrsnetz Deutschland – MMVNet“ ändern.

Ziel ist eine öffentliche, deutschlandweite Datengrundlage, die Straßen‑, Schienen‑ und Wasserwege in einem integrierten Netz zusammenführt. So werden künftige Anwendungen wie verkehrsträgerübergreifende Routenplanungen und übersichtliche Informationsangebote deutlich vereinfacht. Mehr Informationen unter: https://www.bast.de/DE/Themen/Digitales/Daten/PM_MMVNet.html

TV Utfort-Eick unterstützt Krankenhaus Bethanien Moers mit Spende   Teilerlös des jährlichen Bürgerfestes kommt kriegsverletzten Kindern zugute   Das Krankenhaus Bethanien Moers durfte sich erneut über eine großzügige Unterstützung des TV Utfort-Eick freuen. Die Spende in Höhe von 300 Euro wird für die Kooperation mit dem Friedensdorf International in Oberhausen eingesetzt und kommt kriegsverletzten Kindern zugute.

Die Summe, die Sozialwartin und Vorstandsmitglied Susanne Ruiz Moreno und Kassenwartin Celina Mara Damschen übergaben, ist ein Teilerlös des alljährlichen Bürgerfestes. „Wir versuchen mit unserer Spende immer lokal zu unterstützen. Deshalb freuen wir uns, wieder etwas Gutes für die Kinder im Krankenhaus getan haben zu können“, betont Susanne Ruiz Moreno.

„Es ist schön, dass wir mit dem Geld, das uns zugutekommt, auch noch anderen helfen können“, fügt Celina Mara Damschen hinzu.   Dr. Christoph Chylarecki, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie & Orthopädie und Ärztlicher Direktor, für den die Kooperation ein Herzensprojekt ist, nahm den Spendenscheck stellvertretend entgegen: „Ich bin Ihnen sehr, sehr dankbar. Wir können Kindern dadurch nicht nur die Chance auf einen gesunden Arm oder ein gesundes Bein schenken, sondern das Überleben.“

Seit vielen Jahren engagiert sich der Moerser Chefarzt für das Friedensdorf International in Oberhausen und operiert gemeinsam mit seinem Team in der Klinik für Unfallchirurgie & Orthopädie und in Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- & Jugendmedizin kriegsverletzte Kinder. Die Stiftung Bethanien kooperiert bereits seit den 80er Jahren mit der Organisation. Zu dieser kommen Kinder aus internationalen Kriegs- und Krisengebieten, um in Deutschland die notwendige medizinische Hilfe zu erhalten und wieder gesund zu werden.  

Die Übergabe des Spendenschecks vom TV Utfort-Eick an Dr. Christoph Chylarecki, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie & Orthopädie.



6,1 % der deutschen Rohöl-Importe 2025 aus dem Nahen Osten
• EU bezieht 13,0 % ihrer Rohöl-Importe aus dem Nahen Osten
• Die meisten deutschen Rohöl-Importe 2025 stammen aus Norwegen (16,6 %), den Vereinigten Staaten (16,4 %) und Libyen (13,8 %)
• Aus dem Nahen Osten waren der Irak (4,2 %), die Vereinigten Arabischen Emirate (1,1 %) und Saudi-Arabien (0,8 %) die wichtigsten Rohöl-Lieferanten Deutschlands

Der Krieg im Nahen Osten hat auch Auswirkungen auf die weltweite Versorgung mit Rohöl. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stammten 6,1 % des im Jahr 2025 nach Deutschland eingeführten Rohöls aus dem Nahen Osten, genauer aus dem Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi- Arabien und Israel.

Das entspricht 4,6 Millionen Tonnen von 75,7 Millionen Tonnen Rohöl, die insgesamt nach Deutschland importiert wurden. Im Jahr 2020 lag der Anteil der Rohöl-Importe aus den Staaten dieser Region bei 4,4 % von insgesamt 84,7 Millionen Tonnen. Andere Staaten des Nahen Ostens wie Oman, Katar, Kuwait oder Iran lieferten 2025 kein Rohöl nach Deutschland.

Die Mitgliedstaaten der EU beziehen 13,0 % ihrer Rohöl-Importe aus dem Nahen Osten Die 27 EU-Mitgliedstaaten importierten im Jahr 2025 laut EU-Statistikbehörde Eurostat insgesamt 429,3 Millionen Tonnen Rohöl, wovon 13,0 % (55,9 Millionen Tonnen) aus dem Nahen Osten stammten. Die wichtigsten Lieferländer der EU für Rohöl aus dem Nahen Osten waren 2025 Saudi-Arabien mit einem Anteil von 6,9 % (29,6 Millionen Tonnen) und der Irak mit 5,9 % (25,1 Millionen Tonnen).

Die meisten deutschen Rohöl-Importe kommen aus Norwegen
Wichtigster Rohöl-Lieferant für Deutschland ist Norwegen. 16,6 % der gesamten Rohöl-Einfuhren nach Deutschland kamen 2025 von dort. Das entspricht 12,5 Millionen Tonnen Rohöl. Danach folgten die Vereinigten Staaten mit einem Anteil von 16,4 % an den Rohöl-Einfuhren (12,4 Millionen Tonnen) und Libyen mit 13,8 % (10,4 Millionen Tonnen).



Irak wichtigster Rohöl-Lieferant Deutschlands aus dem Nahen Osten
Bedeutendstes Lieferland für Rohöl aus dem Nahen Osten nach Deutschland war 2025 der Irak mit einem Anteil von 4,2 % (3,1 Millionen Tonnen) am gesamten Rohöl-Import. Damit lag der Irak an siebter Stelle der wichtigsten Rohöl-Lieferanten für Deutschland. Aus dem Nahen Osten folgten die Vereinigten Arabischen Emirate mit 1,1 % (801 000 Tonnen) und Saudi-Arabien mit 0,8 % (642 000 Tonnen).

Unter den Ländern im Nahen Osten hat insbesondere Saudi-Arabien seine Bedeutung für den Rohöl-Import nach Deutschland in den letzten Jahrzehnten verloren. Im Jahr 2020 kamen 2,3 % der Rohöl-Importe nach Deutschland aus Saudi-Arabien (1,9 Millionen Tonnen).

Rohöl-Importe Deutschlands binnen 20 Jahren um ein Drittel gesunken
Die deutsche Nachfrage nach Rohöl ist insgesamt in den letzten Jahren deutlich gesunken. Im Jahr 2025 wurden 75,7 Millionen Tonnen Rohöl für durchschnittlich 477 Euro pro Tonne nach Deutschland importiert. Das waren 10,6 % weniger als noch im Jahr 2020 mit 84,7 Millionen Tonnen. Im langfristigen Vergleich ist der Rückgang noch größer: 2025 wurde gut ein Drittel (33,9 %) weniger Rohöl nach Deutschland eingeführt als noch 2005.


NRW: Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf steigt auf 8,2 %
* Absolute Zahl der Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt seit dem Schuljahr 2005/06 um 47,4 % gestiegen.
* Inklusionsquote liegt im aktuellen Schuljahr bei 45,6 %.
* Interaktive Schulkarte zeigt Standorte aller allgemeinen Förderschulen.

Im aktuellen Schuljahr 2025/26 besuchen 1.994.055 Schülerinnen und Schüler die allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen. 164.425 dieser Schülerinnen und Schüler und damit 8,2 % haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ist der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Schuljahr 2024/25 mit 8,0 %.



Im Vergleich zum Schuljahr 2005/06 ist der Anteil um 3,3 Prozentpunkte gestiegen; damals hatten 4,9 % aller Schülerinnen und Schüler einen sonderpädagogischen Förderschwerpunkt gehabt. Sonderpädagogischer Förderbedarf binnen 20 Jahren um 47 % gestiegen Auch die absolute Zahl der Schüler/-innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist in den letzten 20 Jahren gestiegen: Im aktuellen Schuljahr ist sie um 47,4 % höher als im Schuljahr 2005/06. Damals hatte es 111.531 Schüler/-innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf gegeben.

Nachdem sich die absolute Zahl bis zum Schuljahr 2015/16 auf einem relativ ähnlichen Niveau bewegt hatte, stieg sie ab dem Schuljahr 2016/17 kontinuierlich an. Inklusionsquote im Schuljahr 2025/26 liegt bei 45,6 % Im aktuellen Schuljahr besuchen 89.365 der 164.425 Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine Förderschule. Dies entspricht einem Anteil von 54,4 %. Die übrigen 75.060 Schülerinnen und Schüler lernen an einer allgemeinen Schule (d. h. keine Förderschule).



Die sog. Inklusionsquote im Schuljahr 2025/26 liegt damit bei 45,6 %. Die Inklusionsquote berechnet sich aus der Summe der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemeinen Schulen dividiert durch die Summe aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemeinbildenden Schulformen (allgemeine Schulen und Förderschulen).

Im Vergleich zum Schuljahr 2024/25 ist die Inklusionsquote damit um 0,5 Prozentpunkte und im Vergleich zum Schuljahr 2005/06 um 35,9 Prozentpunkte gestiegen. Hatte im Schuljahr 2005/06 knapp jede/-r zehnte Schüler/-in mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine allgemeine Schule (d. h. keine Förderschule) besucht, so ist es aktuell fast jede/-r zweite.

Die deutlichsten Zuwächse der Inklusionsquote hatte es dabei bis zum Schuljahr 2016/17 gegeben. Interaktive Schulkarte zeigt Standorte aller Schulen in NRW In Nordrhein-Westfalen gibt es im aktuellen Schuljahr insgesamt 488 Förderschulen im allgemeinbildenden Bereich und 4.557 allgemeine Schulen.

Wo diese genau liegen, kann der interaktiven Schulkarte (https://statistik.nrw/service/veroeffentlichungen/schulen-in-nordrhein-westfalen-und-ihre-erreichbarkeiten/schulkarte-und-umkreissuche) entnommen werden. Sie wurde mit den aktuellen Daten des Schuljahres 2025/26 sowie zahlreichen neuen Funktionen aktualisiert.  



Stadt Moers und Hochschule Rhein-Waal wollen Pflege digitaler machen
Roboter, smarte Sensoren und digitale Helfer, die den Alltag in Pflegeeinrichtungen erleichtern: Die Stadt Moers will die digitale Pflege in der Region Niederrhein vorantreiben. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Zentrum Assistive Technologien (ZAT) Rhein-Ruhr an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW).

Stadt und Hochschule unterzeichneten jetzt eine Absichtserklärung zur strategischen Zusammenarbeit. Die Partnerschaft bündelt wissenschaftliche Expertise, technisches Know-how und kommunale Unterstützung. Das ZAT bringt Forschung und ein Netzwerk aus Wissenschaft und Technik ein, während die Stadt Moers Infrastruktur und strategische Sichtbarkeit bereitstellt.

Regionale Unternehmen, Pflegeeinrichtungen und Akteure der Gesundheitswirtschaft sollen dabei aktiv eingebunden werden. Das ZAT Rhein-Ruhr ist eine Kooperation der Hochschule Rhein-Waal, der Hochschule Niederrhein, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Universität Duisburg-Essen. Es fördert die partizipative Forschung, Entwicklung und den Praxistransfer von digitalen kognitiven Assistenzsystemen. idr

Moers: Personalausschuss berät über Einstellung von Nachwuchskräften
Der Ausschuss für Personal tagt am Mittwoch, 11. März. Die Sitzung findet um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, statt. Themen sind unter anderem die Neuorganisation des Fachbereichs Feuerwehr sowie die Einstellung von Nachwuchskräften in verschiedenen Bereichen im kommenden Jahr. Zudem beraten die Mitglieder über den Gleichstellungsplan der Stadt Moers. Die Sitzung ist öffentlich.

Kamishibai am 14. März 2026 in der Stadtbücherei Kleve
Am Samstag, den 14.03.2026 um 10:30 Uhr öffnen sich die Türen der Stadtbücherei Kleve, Wasserstraße 30-32, für ein weiteres Kamishibai-Event. Alle kennen die wunderschöne Geschichte „O, wie schön ist Panama“ von Janosch. Doch wie klingt diese Geschichte in niederländischer Sprache?

Am Samstag, 14. März 2026, gibt es wieder Kamishibai in der Stadtbücherei Kleve!

Jeroen Blok vom Klever Vorleseclub liest „O, wat mooi is Panama!“ und freut sich auf viele niederländisch sprechende Zuhörende. Danach gibt es „Die Nacht, in der das Spielzeug lebendig wurde“ von Enid Blyton. Dazu darf sich jedes Kind ein Lieblingsspielzeug von zu Hause mitbringen und hoffen, dass durch die Magie der Geschichte, z.B. der Teddy zum Leben erweckt wird – ganz im Sinne der Geschichte:

Eines Abends haben Laura und Till vergessen, auch den Teddy in den Spielzeugschrank zu räumen. Als es Mitternacht ist, genau Schlag zwölf, erwacht Teddy zum Leben und ruft seine Freunde, die anderen Spielsachen zusammen …  Der Eintritt zum Kamishibai ist selbstverständlich frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Am Tag der Druckkunst am 15. März eigene Kreativität zeigen
Selbst kreativ werden: Zum ‚Tag der Druckkunst‘ am Sonntag, 15. März, von 12 bis 16 Uhr können Kinder und Erwachsene verschiedene Drucktechniken ausprobieren. Die kostenlosen Workshopangebote finden in vier Räumen an drei Orten in Moers statt.

Foto: Kulturbüro Moers

In der vhs Moers – Kamp-Lintfort (Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Straße 10) bieten die Künstlerinnen Gudrun Kleffe und Sigrid Neuwinger einen Workshop zu Materialdruck und Monotypie an, während Norbert Soyka an der großen Druckerpresse das Thema Buchdruck vorstellt. 

Im Multifunktionsraum der Bibliothek (ebenfalls Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum) bringen die Künstlerinnen Katja Jäger und Diana Kirsten-Szlaski den Frühling aufs Papier: Mit Hochdruck (Stempeldruck) und Tiefdruck (Tetrapack-Druck) entstehen kreative Blumenmotive. Karin Dammers zaubert mit der Drucktechnik Monotypie im Peschkenhaus (Meerstraße 1) zwei Bilder auf ein Blatt.

Workshop im Museum beendet Escape Room
Im Grafschafter Museum im Schloss (Kastell 9) können die Teilnehmenden unter der Anleitung von Dietlinde Fricke und Werner Bartoldus mit der Siebdruck-Technik Postkarten, Jutebeutel, und T-Shirts mit verschiedenen Motiven selbst bedrucken. Der Workshop beendet gleichzeitig den Escape Room ‚Container der Wahrheit‘ im Museum, in dem es um prekäre Arbeitsverhältnisse in der Textilindustrie geht.

Die bedruckten Shirts stammen aus dem Eine-Welt-Laden Moers und sind fairtrade gehandelt und produziert. Im Rahmen des Aktionstages bietet das Museum für die kleinen Gäste eine öffentliche Familienführung durch die Mitmachausstellung ‚ZEITREISE. Kinderleben um 1900‘ um 14 Uhr an.

Der Eintritt in das Museum ist ebenfalls frei. Die Teilnahme an allen Workshops ist ohne Vorkenntnisse möglich und kostenlos (mit Ausnahme der T-Shirts und Jutebeutel). 
Der Tag der Druckkunst wird deutschlandweit vom Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler ausgerichtet und jährlich am 15. März begangen. Moers ist seit 2024 mit dabei. Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturbüro Moers, dem Kulturrucksack NRW und der Sparkasse am Niederrhein.

Internationale Wochen gegen Rassismus vom 16.–29. März 2026 in Dinslaken Downloads
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 16. bis 29. März 2026 in Dinslaken statt. Vom 16. bis 29. März 2026 beteiligt sich Dinslaken erneut an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Mit einem vielfältigen Programm setzen zahlreiche engagierte Akteur*innen ein starkes Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein solidarisches Miteinander. Die Aktionswochen stehen für eine klare Haltung gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung.


Sie bieten Raum für Begegnung, Austausch und Information und machen deutlich, dass die Stadt Dinslaken für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. Das abwechslungsreiche Programm umfasst unter anderem Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden, kulturelle Veranstaltungen sowie Angebote für Kinder und Jugendliche.

Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebensrealitäten zusammenzubringen und für das Thema Rassismus zu sensibilisieren. Das vollständige Programm sowie das offizielle Veranstaltungsplakat finden Sie im Anhang dieser Mitteilung. Die Stadt lädt alle Bürger*innen herzlich ein, die Veranstaltungen zu besuchen und ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Gemeinsam können wir ein starkes Signal für Offenheit, Respekt und Chancengerechtigkeit in Dinslaken setzen. Weiterführende Infos gibt es hier: „Dinslaken hält zusammen – Gegen Rassismus und Rechtsextremismus, für Vielfalt und Menschlichkeit “ | Stiftung gegen Rassismus

Schüler-BAföG: Einkommensanrechnung bei Grundsicherungsleistungen - Ist das Schulgeld für eine private Berufsfachschule absetzbar?
Hierüber beabsichtigt der 4. Senat des Bundessozialgerichts am 12. März 2026 um 13:00 Uhr und 14:00 Uhr in zwei Verfahren zu entscheiden (Aktenzeichen B 4 AS 8/25 R und B 4 AS 16/25 R). Konkret geht es im ersten Fall um Schulgeld in Höhe von 400 Euro monatlich für den Besuch einer privaten Berufsfachschule für Kosmetik in Hamburg und im zweiten Fall um Schulgeld in Höhe von 59 Euro monatlich für die Ausbildung zur Staatlich anerkannten Heilerziehungspflegerin an einer privaten Fachschule in Thüringen.

Schüler an Berufsfachschulen und Fachschulen erhalten unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II zusätzlich zu den Leistungen der Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz.

Dieses Schüler-BAföG und ein etwaiges Erwerbseinkommen des Auszubildenden werden auf die Grundsicherungsleistungen angerechnet. Es ist umstritten, ob bei Schülern, die eine Privatschule besuchen, das von ihnen gezahlte Schulgeld vom Einkommen in Abzug zu bringen ist. In der Rechtsprechung der Landessozialgerichte wird die Frage, ob es sich beim Schulgeld um eine mit der Einkommenserzielung verbundene notwendige Ausgabe handelt, uneinheitlich beantwortet.

Yoga für einen starken Rücken und eine stabile Mitte – DRK startet neue Kurse in Neukirchen-Vluyn  
Starke Mitte, mehr Beweglichkeit, bewusste Entspannung: Die DRK-Familienbildung in Neukirchen-Vluyn bietet ab dem 18. März 2026  wieder Yoga-Kurse an – darunter ein spezielles Angebot für den Beckenboden.

Bewegung, Entspannung und gezielte Gesundheitsförderung stehen bei der DRK-Familienbildung Niederrhein wieder im Mittelpunkt: Am 18. März 2026 um 18 Uhr startet in den Räumen an der Grubenwehrstraße 5 ein neuer Yoga-Kurs speziell für den Beckenboden. Für das Angebot sind noch Plätze frei. Der Kurs richtet sich an alle, die ihre Körpermitte stärken, Beschwerden vorbeugen oder ihr Körpergefühl verbessern möchten.

Mit achtsamen Übungen werden Muskulatur, Haltung und Stabilität sanft aufgebaut. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Nach den Osterferien erweitert die DRK-Familienbildung ihr Programm: Dann beginnen weitere Yogakurse in unterschiedlichen Ausrichtungen – darunter Hatha Yoga und Yoga Sanft.

Die Angebote sprechen sowohl Einsteiger als auch Geübte an und verbinden Bewegung mit bewusster Entspannung. Alle Kurse finden in den neuen Räumlichkeiten der DRK-Familienbildung in Neukirchen-Vluyn statt. Informationen und Anmeldung unter Telefon 0281 3001-8100 oder per E-Mail an familienbildung@drk-niederrhein.de.

„Entspannt und in Bewegung: Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Yoga-Kurses der DRK-Familienbildung stärken gemeinsam Körper und Wohlbefinden in angenehmer Atmosphäre.“


Warnmeldungen zu gefährlichen Produkten in der EU auf Rekordhoch

EU-Kommission meldet 4.671 Warnungen im Schnellwarnsystem für gefährliche Non-Food-Produkte. Anstieg um 13 Prozent gegenüber 2024. Spielzeug ist die zweithäufigste Produktgruppe. Der TÜV-Verband fordert Stärkung der Marktüberwachung, gerade bei Importen über Online-Plattformen.

©TÜV-Verband

BDie Europäische Kommission hat heute den Safety Gate Report 2025 veröffentlicht. Das sogenannte Safety Gate ist das europäische Schnellwarnsystem, über das Behörden gefährliche Non-Food-Produkte melden und Maßnahmen zum Schutz von Verbraucher:innen koordinieren. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 4.671 Warnmeldungen im System erfasst – so viele wie nie zuvor seit Bestehen des Systems. Das entspricht einem Anstieg um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024: 4.137). Zu den Warnmeldungen wurden insgesamt 5.794 Folgemaßnahmen, darunter die Entfernung von Online-Angeboten, Marktrücknahmen oder Rückrufe, gemeldet.

„Das Rekordniveau bei den Warnmeldungen ist alarmierend, denn hinter jeder Warnmeldung steht ein Produkt, das nicht in die Hände von Verbraucherinnen und Verbrauchern gehört“, sagt Johannes Kröhnert, Leiter des Brüsseler Büros des TÜV-Verbands. „Umso alarmierender ist, dass Safety Gate nur die behördlich entdeckten Fälle abbildet. Die Dunkelziffer potenziell gefährlicher, nicht EU-konformer Ware liegt um ein Vielfaches höher.“

Kosmetika am häufigsten, Spielzeug auf Platz zwei
Am häufigsten betrafen die Warnmeldungen Kosmetika (36 Prozent). Mit 16 Prozent war Spielzeug die zweithäufigste Produktgruppe unter den Warnmeldungen gefolgt von elektrischen Geräten und Ausrüstung (11 Prozent). Als häufigster Auslöser werden Gesundheitsrisiken durch gefährliche Chemikalien genannt (53 Prozent), gefolgt von Verletzungsrisiken (14 Prozent) und Erstickungsgefahr (9 Prozent).

Die Anforderungen an Spielzeug sind aus gutem Grund besonders hoch: Kinder nehmen Produkte in den Mund, kauen daran und spielen oft unbeaufsichtigt. Wenn sich Teile lösen oder abbrechen, kann das schnell zu Erstickungs- und Verletzungsgefahren führen. „Eltern erwarten zu Recht, dass Spielwaren im europäischen Handel strengen Sicherheitsanforderungen entsprechen und keine Gesundheitsrisiken bergen“, sagt Kröhnert. „Der Safety Gate Report 2025 zeigt jedoch, dass diese Erwartung nicht in jedem Fall erfüllt wird.“

Derzeitige Produktregulierung und Marktüberwachung nicht effektiv
Ein wachsendes Problem ist, dass viele gefährliche Produkte über internationale Online-Plattformen verkauft werden. Gerade dort können Anbieter europäische Sicherheitsanforderungen und behördliche Kontrollen leichter umgehen. Zudem können Verbraucher:innen am Bildschirm nicht auf den ersten Blick erkennen, ob ein Spielzeug sicher ist.

Im EU-Binnenmarkt gelten einheitliche gesetzliche Anforderungen für Verbraucherprodukte, festgelegt etwa durch die Spielzeugrichtlinie, die Niederspannungsrichtlinie oder die Allgemeine Produktsicherheitsrichtlinie. Hersteller und Importeure von Spielwaren oder Elektronikprodukten müssen eine so genannte Herstellerselbsterklärung abgeben und auf dem Produkt selbst oder der Verpackung das CE-Kennzeichen anbringen. Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, dass das Produkt den einschlägigen EU-Vorschriften entspricht.

Bei vielen Verbraucherprodukten ist in der Regel keine unabhängige Prüfung erforderlich ist. Die CE-Kennzeichnung richtet sich in erster Linie an die Behörden und hat für Verbraucher eine nur eingeschränkte Aussagekraft. „Gefährliche Produkte werden häufig nur zufällig entdeckt“, sagt Kröhnert. „Wir brauchen eine Marktüberwachung, die EU-weit wirksamer, koordinierter und digitaler aufgestellt ist, mit mehr Kontrollen und einer engeren Verzahnung von Marktüberwachung und Zoll, gerade bei Importen über Online-Plattformen.“

Grundlage der Angaben sind Daten Angaben der EU-Kommission das Jahr 2025. Der Safety Gate Report 2025 ist abrufbar unter: https://ec.europa.eu/safety-gate

Bürger wollen menschliche Kontrolle militärischer KI
Die Bundeswehr beschleunigt Entwicklung und Beschaffung KI-gestützter Systeme. Eine Mehrheit der Bevölkerung unterstützt diesen Kurs, wie eine Umfrage des TÜV-Verbands zeigt. Zugleich sind die Sicherheitsbedenken groß. Der Mensch soll die Hoheit über Entscheidungen behalten.

TÜV-Verband

Die Bundeswehr beschleunigt ihre Beschaffung und investiert verstärkt in moderne Waffensysteme. Dazu gehören unter anderem Kampf- und Aufklärungsdrohnen, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) weitgehend autonom agieren können. Eine große Mehrheit in Bevölkerung befürwortet diesen Kurs. Vier von fünf Bundesbürger:innen (81 Prozent) finden es grundsätzlich sinnvoll, dass die Bundeswehr stärker in die Entwicklung militärischer KI-Technologien wie Drohnen, Roboter oder autonome Fahrzeuge investiert. 11 Prozent lehnen das ab und 8 Prozent sind unentschieden. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.005 Personen ab 16 Jahren ergeben.

„Die Bürgerinnen und Bürger erkennen, dass neue Technologien auch die sicherheitspolitische Lage verändern“, sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Moderne Streitkräfte kommen an modernen Verteidigungssystemen mit Künstlicher Intelligenz nicht vorbei. Entscheidend ist, dass die Politik für ihren Einsatz klare Leitplanken definiert.“
Die aktuelle Umfrage des TÜV-Verbands zeigt: Eine klare Mehrheit unterstützt zwar eine technologisch zeitgemäße Ausstattung, fordert aber klare Grenzen bei autonomen Waffensystemen.

Sorge vor Fehlentscheidungen und Eskalation
Laut den Ergebnissen der Umfrage des TÜV-Verbands fürchten zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) Fehlentscheidungen autonomer Systeme, beispielsweise durch falsche Zielerkennung. 64 Prozent sehen die Gefahr, dass der Mensch die Kontrolle über KI-gesteuerte Waffensysteme verlieren könnte. 63 Prozent haben Sorgen vor wachsenden Spannungen durch ein internationales Wettrüsten mit KI-Technologien und 61 Prozent halten ungewollte Eskalationen oder eine Ausweitung von Konflikten für ein realistisches Risiko.

„Die Bevölkerung sieht beim militärischen Einsatz von KI nicht nur Effizienz- und Verteidigungspotenziale, sondern auch erhebliche Risiken“, sagt Bühler. „Gerade bei autonomen Systemen fürchten die Befragten einen Kontrollverlust, der zur Entstehung oder Ausweitung militärischer Konflikte führen kann.“

Autonome KI-Systeme nur mit menschlicher Kontrolle
Im Zentrum der Debatte steht die Frage, wer über den Einsatz von Waffengewalt im Verteidigungsfall entscheidet: Der Mensch oder das KI-System. Vier von zehn Befragten (40 Prozent) sprechen sich für eine vollständige menschliche Kontrolle aus, jede einzelne Entscheidung eines KI-Systems müsse überprüft werden. Immerhin 41 Prozent befürworten den Einsatz teilautonomer Systeme.

Diese Waffensysteme erstellen Analysen, machen Vorschläge und treffen eigenständig Entscheidungen, Menschen können aber jederzeit eingreifen. Vollautonome Systeme ohne menschliche Kontrolle finden mit nur 1 Prozent Zustimmung praktisch keine Akzeptanz bei den Befragten. Insgesamt verlangen damit 81 Prozent eine klare menschliche Letztverantwortung. Fast jede:r achte Befragte (12 Prozent) lehnt es grundsätzlich ab, KI-Systemen Entscheidungsbefugnisse über den Einsatz von Waffengewalt einzuräumen.

Internationale Verhandlungen über Regeln für autonome Waffensysteme
Während sich der Einsatz KI-gestützter Waffensysteme bei militärischen Konflikten immer mehr zum Standard entwickelt, wird in internationalen UN-Gremien über verbindliche Regeln bis hin zu einem Verbot diskutiert. Bisher konnten sich die Länder im Rahmen der UN-Waffenkonvention aber nicht auf einheitliche Regelungen einigen.

Auch beim jüngsten AI Summit in Indien wurde über den Einsatz von KI im Militär diskutiert. Der europäische AI Act fokussiert sich auf zivile Anwendungen und klammert KI-Systeme aus, die ausschließlich für militärische, verteidigungspolitische oder die nationale Sicherheit betreffende Zwecke genutzt werden. Allerdings sind viele KI-Systeme dual-use-fähig und können sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden.

In diesem Fall greift der AI Act. „Der AI Act adressiert auch die technische Sicherheit von KI-Systemen. Themen wie Qualität der Trainingsdaten, menschliche Aufsicht oder Nachvollzieharbeit von Entscheidungen, sind sowohl für zivile als auch für militärische KI-Anwendungen essenziell“, sagt Bühler.
Im Kern müsse es darum gehen, auf allen Ebenen einen verantwortungsvollen Umgang mit sicherheitskritischen Technologien zu finden. Bühler: „Verteidigungsfähigkeit bedeutet nicht, Maschinen die Entscheidung über Leben und Tod zu überlassen. Sie bedeutet, Technologie so zu gestalten, dass sie unsere Sicherheit stärkt, ohne die menschliche Hoheit aufzugeben.“

Weitere Informationen zur KI-Studie des TÜV-Verbands sind hier abrufbar: https://www.tuev-verband.de/pressemitteilungen/drei-jahre-chatgpt-zwei-von-drei-nutzen-ki-anwendungen

Methodik-Hinweis: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.005 Personen ab 16 Jahren. Die Umfrage wurde vom 20. bis 26. Oktober 2025 durchgeführt. Die Fragen lauteten: „Finden Sie es grundsätzlich sinnvoll oder nicht, dass die Bundeswehr stärker in die Entwicklung militärischer KI-Technologien wie Drohnen, Roboter oder autonome Fahrzeuge investiert, um neue Bedrohungen besser abwehren zu können?“

„Machen Sie sich Sorgen, dass der militärische Einsatz von KI diese Folgen haben könnte?“ „Stellen Sie sich vor, die Bundeswehr setzt KI-gesteuerte Systeme wie z. B. Drohnen oder autonome Abwehrsysteme im Verteidigungsfall ein. In welchem Ausmaß sollen diese Systeme eigenständig Entscheidungen über den Einsatz von Waffengewalt treffen dürfen?“


7,6 % mehr Neugründungen größerer Betriebe im Jahr 2025
• Zahl der vollständigen Aufgaben größerer Betriebe steigt mit +0,8 % zum Vorjahr deutlich schwächer als Zahl der Betriebsgründungen
• Gesamtzahl der Neugründungen von Gewerben nimmt im Vorjahresvergleich um 7,7 % zu, Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben sinkt leicht um 0,2 %

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 130 100 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 7,6 % mehr Neugründungen größerer Betriebe als im Vorjahr.

Gleichzeitig stieg die Zahl der vollständigen Aufgaben von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung um 0,8 % auf rund 99 900. Damit blieb die Zahl größerer Betriebsgründungen auch 2025 wie in allen Jahren seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2003 höher als die Zahl der Betriebsaufgaben.

Insgesamt 640 500 Neugründungen und 502 200 vollständige Gewerbeaufgaben
Die Gesamtzahl der Neugründungen von Gewerben war im Jahr 2025 mit rund 640 500 um 7,7 % höher als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen stieg um 6,4 % auf rund 762 400. Zu den Gewerbeanmeldungen zählen neben Neugründungen von Gewerbebetrieben auch Betriebsübernahmen (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlungen (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.

Die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben war 2025 mit rund 502 200 um 0,2 % niedriger als im Jahr zuvor. Die Gesamtzahl der Gewerbeabmeldungen sank um 1,0 % auf rund 612 900. Neben Gewerbeaufgaben zählen dazu auch Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke.


NRW: Leichter Anstieg der Krankenhausbehandlungen mit der Diagnose "Psychische und Verhaltensstörungen"
* 2024 wurden 246.012 Menschen mit dieser Diagnose vollstationär behandelt.
* Häufigste Diagnosen waren "Störungen durch psychotrope Substanzen" bei Männern und "affektive Störungen" bei Frauen.
* Höchste Behandlungsrate in Remscheid, niedrigste im Kreis Herford.

Im Jahr 2024 wurden 246.012 Menschen aus Nordrhein-Westfalen wegen psychischer und Verhaltensstörungen vollstationär im Krankenhaus behandelt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war die Zahl dieser Behandlungsfälle damit um 2,1 % höher als im Vorjahr, lag aber immer noch knapp 15 % niedriger als 10 Jahre zuvor.

Die Zahl der Behandlungen ist seit ihrem vorläufigen Höhepunkt mit 288.892 Fällen im Jahr 2014 bis 2020 stetig zurückgegangen. Im Pandemiejahr 2020 fiel die Zahl der Behandlungen um 11,7 % auf 237.452 Behandlungsfälle. Seither ist ein leichter Anstieg der Krankenhausbehandlungen aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen zu verzeichnen.



Anteil der Frauen nahezu auf Vorjahresniveau

 Der Anteil der im Jahr 2024 in Krankenhäusern behandelten Frauen mit der Diagnose „Psychische und Verhaltensstörungen” betrug rund 47 % und ist damit in etwa auf Vorjahresniveau. Fast ein Drittel der Behandelten war zwischen 40 und 59 Jahre alt. In der Altersgruppe der unter 20-Jährigen fanden etwa 12 % der Behandlungen statt. Die meisten Behandlungen entfielen auf Störungen durch psychotrope Substanzen, z. B. Alkohol.

Das Spektrum der Krankheitsbilder, die diesem Diagnosebereich zuzuordnen sind, ist vielfältig. Die meisten Behandlungen entfielen 2024 mit 79.391 Fällen auf Störungen durch psychotrope Substanzen – darunter 52.180 Fälle psychischer und Verhaltensstörungen durch Alkohol. Darauf folgten mit 68.720 Fällen sogenannte affektive Störungen, zu denen überwiegend depressive Episoden und rezidivierende depressive Störungen gehören.

Von Störungen aufgrund psychotroper Substanzen waren zu knapp drei Viertel Männer betroffen, affektive Störungen wurden mehrheitlich bei Frauen behandelt. Diese beiden Krankheitsgruppen machten rund 60 % aller Behandlung im Diagnosebereich „psychische und Verhaltensstörungen“ aus.

Höchste Behandlungsrate in Remscheid, niedrigste im Kreis Herford
Der Anteil der aufgrund von psychischen und Verhaltensstörungen vollstationär behandelten Patientinnen und Patienten an der Bevölkerung lag 2024 im Landesdurchschnitt bei 1.365 je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Von den kreisfreien Städten und Kreisen hatte Remscheid mit 2.244 die höchste Behandlungsrate, gefolgt von Bielefeld mit 1.926 und Herne mit 1.856 je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die niedrigsten Raten gab es mit 993 im Kreis Herford, gefolgt vom Rhein-Sieg-Kreis mit 1.027 und dem Rhein-Erft-Kreis mit 1.028.