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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

29. KW: Montag, 13. - Sonntag, 19. Juli 2026 - Themen u.a.:


Wesel: Rat beschließt neue Gestaltungssatzung für Neu-Büderich
Der Rat der Stadt Wesel hat in seiner Sitzung am 19. Mai 2026 die neue Gestaltungssatzung Nr. 19 „Neu-Büderich“ beschlossen. Sie ersetzt nach ihrem Inkrafttreten die bisherige Gestaltungssatzung Nr. 17 aus dem Jahr 2013. Neu-Büderich ist mit seinem charakteristischen Straßenraster die erste einheitlich geplante Siedlungsanlage des Klassizismus am Niederrhein.

Außenansicht der evangelischen Kirche in Büderich (nach 1998) Fotograf: Eginhard Brandt

Das besondere Ortsbild und die historische Bausubstanz stehen daher seit vielen Jahren im Fokus des Denkmalschutzes. Die neue Gestaltungssatzung soll dazu beitragen, die prägenden Merkmale des historischen Ortskerns zu bewahren und zugleich den Eigentümerinnen und Eigentümern mehr Orientierung bei baulichen Veränderungen zu geben.

„Neu-Büderich ist ein besonderer Ort mit einer besonderen Geschichte. Mit der neuen Gestaltungssatzung schaffen wir einen verlässlichen Rahmen, der den Denkmalschutz ernst nimmt und gleichzeitig heutige Anforderungen berücksichtigt“, sagt Bürgermeister Rainer Benien.

Anlass für die Überarbeitung waren insbesondere veränderte Rahmenbedingungen im Bereich erneuerbare Energien sowie Fragen zur energetischen Sanierung. In einem Arbeitskreis aus Politik und Verwaltung wurden die bestehenden Regelungen geprüft und angepasst. Dabei standen unter anderem Solaranlagen auf Dächern sowie Möglichkeiten der Fassadendämmung im Mittelpunkt.

Die neue Satzung enthält konkrete Vorgaben zur äußeren Gestaltung von Gebäuden, etwa zu Fassaden, Fenstern, Türen, Dächern, Einfriedungen, Werbeanlagen und Solaranlagen. Ergänzende zeichnerische Beispiele sollen die Regelungen verständlicher machen und den Eigentümerinnen und Eigentümern eine bessere Grundlage für die Planung geben.

Ziel ist es, frühzeitig Klarheit darüber zu schaffen, welche Maßnahmen im Denkmalbereich möglich sind und welche Abstimmungen erforderlich werden. Die Gestaltungssatzung tritt am 09.07.2026 mit der öffentlichen Bekanntmachung in Kraft. https://www.wesel.de/gestaltungssatzungneubuederich Kontakt Team Bauordnung und Denkmalschutz E-Mail: bauen@wesel.de

Bundesrat macht Weg für Durchführungsgesetz zum AI Act frei.
Der TÜV-Verband begrüßt die geplante Bündelung der KI-Marktüberwachung bei der Bundesnetzagentur und fordert jetzt einen schnellen Aufbau leistungsfähiger Marktaufsichts- und Notifizierungsprozesse.

©TÜV-Verband / Tobias Koch

Der TÜV-Verband begrüßt, dass der Bundesrat den Weg für das deutsche Durchführungsgesetz (KI-MIG) zur europäischen KI-Verordnung (AI Act) freigemacht hat. Positiv bewertet der TÜV-Verband auch die Verständigung von Bund und Ländern, die KI-Marktüberwachung künftig bei der Bundesnetzagentur zu bündeln und bewährte sektorspezifische Aufsichtsstrukturen zu erhalten. Das schafft die Grundlage für eine einheitliche und effiziente Umsetzung des AI Acts.

„Die Verständigung von Bund und Ländern ist ein wichtiger Schritt für eine einheitliche und wirksame KI-Aufsicht“, sagt Dr. Patrick Gilroy, Referent Künstliche Intelligenz und Bildung beim TÜV-Verband. „Unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe und Doppelstrukturen müssen vermieden werden. Jetzt kommt es darauf an, die Verwaltungsvereinbarung direkt nach der Sommerpause abzuschließen und die Bundesnetzagentur personell und technisch so auszustatten, dass sie ihre Aufgaben von Beginn an wirksam erfüllen kann.“

Der TÜV-Verband begrüßt zudem, dass in den drittprüfungspflichtigen Produktbereichen die bewährten sektorspezifischen Marktüberwachungs- und Notifizierungsstrukturen weiter genutzt werden. So bleiben vorhandene Expertise und etablierte Verfahren erhalten und unnötige Bürokratie wird vermieden.

„Unternehmen und Prüfstellen brauchen schlanke Verfahren statt neuer Behördenwege“, sagt Gilroy. „Bestehende Akkreditierungen und Notifizierungen sollten durch eine schlanke Erweiterung ihres Geltungsbereichs um die KI-spezifischen Anforderungen ergänzt werden können. Gleichzeitig müssen die Akkreditierungs- und Notifizierungsverfahren deutlich beschleunigt und von der Bundesnetzagentur über ihr Koordinierungs- und Kompetenzzentrum eng begleitet werden.“

Die Bundesnetzagentur muss gemeinsam mit der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS), dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und den zuständigen notifizierenden Behörden für einen koordinierten und zügigen Hochlauf der Akkreditierungs- und Notifizierungsverfahren sorgen.

Nur wenn Aufsicht, Akkreditierung und Notifizierung reibungslos ineinandergreifen, können die Anforderungen des AI Acts zügig, einheitlich und praxisgerecht umgesetzt werden. Über den TÜV-Verband: Als TÜV-Verband e.V. vertreten wir die politischen Interessen der TÜV-Prüforganisationen und fördern den fachlichen Austausch unserer Mitglieder. Wir setzen uns für die technische und digitale Sicherheit sowie die Nachhaltigkeit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen ein.

Grundlage dafür sind allgemeingültige Standards, unabhängige Prüfungen und qualifizierte Weiterbildung. Unser Ziel ist es, das hohe Niveau der technischen Sicherheit zu wahren, Vertrauen in die digitale Welt zu schaffen und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Dafür sind wir im regelmäßigen Austausch mit Politik, Behörden, Medien, Unternehmen und Verbraucher:innen.



Ehrenamt mit Herz: Moers sucht ehrenamtliche Standesbeamte
Ein ‚Ja‘ im historischen Ambiente des Moerser Schlosses, unter dem Förderturm von Schacht IV oder im besonderen Flair des Peschkenhauses: Viele Paare wünschen sich eine Trauung, die mehr ist als ein Termin im Kalender.

Hier ist ein Arbeitsplatz für die ehrenamtlichen Standesbeamten. Auch auf Schacht IV werden samstags Trauungen durchgeführt. (Foto: pst)

Damit künftig noch mehr Menschen diesen besonderen Moment an ihrem Wunschort erleben können, geht die Stadt Moers neue Wege: Sie setzt ‚Ehrenbeamte‘ ein und sucht ehrenamtliche Standesbeamtinnen und Standesbeamte. 

Sie sollen samstags Eheschließungen an besonderen Trauorten durchführen. Die organisatorische Vorbereitung und alle Verwaltungsaufgaben bleiben beim Standesamt. Zur Vorbereitung gehört eine Schulung mit den rechtlichen Grundlagen sowie Tipps zur Gestaltung persönlicher und würdevoller Zeremonien. Die Stadt Moers übernimmt die Kosten der Fortbildung. Für die durchgeführten Trauungen erhalten die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung.

Besonderen Moment mitgestalten
Das Moerser Standesamt führt jedes Jahr bis zu 470 Eheschließungen durch. Daneben erfüllen die Mitarbeitenden viele andere Aufgaben rund um Personenstandsurkunden, Geburts- und Sterbefälle sowie internationale Verfahren. Mit zusätzlichen Kräften für die Trauungen kann das Angebot an Samstagen von 112 auf 160 erweitert werden.

Eine Verwaltungsausbildung ist nicht erforderlich. „Spaß am Umgang mit Menschen, Einfühlungsvermögen, der sichere Umgang mit Sprache und ein souveränes Auftreten sind wichtig“, weiß Standesamtsleiter Marcel Hartmann.

„Wir suchen Menschen, die Freude daran haben, Paare an einem ihrer schönsten Tage zu begleiten und diesen besonderen Moment mitzugestalten.“  Interessierte können sich ab sofort bei der Stadt Moers melden:  Marcel Hartmann, Telefon: 0 28 41 / 201-690,  Mail an marcel.hartmann@moers.de Weitere Informationen. 

Moers: Mit dem Rollstuhl über die Skateanlage: Jetzt für WCMX-Workshop anmelden
Ein Rollstuhl kann auch ein Sportgerät sein, das richtig Spaß macht. Das können Kinder und Jugendliche beim inklusiven WCMX-Workshop am Samstag, 22. August, von 11 bis 14 Uhr auf der Skateanlage im Freizeitpark erleben.

(Wheelchair Motocross/Foto: Pascal Lieleg)

Anmeldungen sind ab sofort möglich. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren mit und ohne Behinderung. Unter Anleitung der erfahrenen Coaches Simone Wachowiak und Florian Günther vom Verein Sit'n'Skate lernen sie die Grundlagen des Wheelchair Motocross kennen. 

Der Workshop findet bewusst auf den einfachen Abschnitten der Skateanlage statt und ist als Anfängerkurs konzipiert. Auch Kinder und Jugendliche, die keinen Rollstuhl nutzen, können die Sportart ausprobieren. Ziel des Workshops ist es, gemeinsam in Bewegung zu kommen, Berührungsängste abzubauen und Begegnungen zu schaffen.

Der Workshop ist Teil des Projekts ‚Gemeinsam inklusiv – gemeinsam aktiv‘, das die Stadt Moers mit Fördermitteln aus dem Kinder- und Jugendförderplan des Landes Nordrhein-Westfalen umsetzt. Teilnehmende müssen von einer Person begleitet werden, die während des gesamten Workshops vor Ort bleibt.

Alltagsrollstühle und Fahrradhelme können genutzt werden. Zusätzlich stellt Sit'n'Skate Sportrollstühle, Helme und Schutzausrüstung zur Verfügung. Anmeldungen sind online möglich.

Klever Stadthallenparkplatz nach Umbau wieder komplett geöffnet
Der große Parkplatz südlich der Stadthalle - hier rechts im Bild - ist nach dem Umbau wieder vollständig nutzbar.

Drohne Baustelle Parkplatz Stadthalle

Nachdem das nördliche Teilstück des Parkplatzes direkt an der Klever Stadthalle bereits zum Anfang der Woche zum Parken freigegeben werden konnte, sind nun – pünktlich vor dem Beginn der Klever Kirmes 2026 – auch die übrigen Parkflächen fertiggestellt. Ab Freitagnachmittag, 10. Juli 2026, steht somit wieder der gesamte Parkplatz südlich der Stadthalle zur Verfügung.

Insgesamt bietet der die umgestaltete Fläche rund 90 Stellplätze für Autos. Zuletzt wurden die Pflasterarbeiten an den Stellflächen mit zusätzlichem Personal durchgeführt, damit der innerstädtische Parkplatz noch vor dem Kirmesbeginn wieder zur Verfügung steht.

Seit Mitte April wurde der Platz zwischen der Stadthalle und dem beliebten Spielplatz am Fuße der Schwanenburg aufwändig umgestaltet. Die große, unbefestigte Fläche ist seither optisch aufgewertet worden und beherbergt jetzt deutlich mehr unversiegelten Raum für Grünflächen. Während die großen Platanen dadurch von besseren Standortbedingungen profitieren, kann auch anfallendes Regenwasser nun besser versickern.

Während die Stellplätze nun wieder nutzbar sind, werden noch letzte Arbeiten auf der Fläche erledigt. So wird in der kommenden Woche der letzte Teilabschnitt der neuen Beleuchtungsanlage fertiggestellt. Die Montage und Inbetriebnahme zusätzlicher Ladesäulen für Elektrofahrzeuge steht ebenfalls noch aus. Außerdem erfolgt noch die Bepflanzung der neugeschaffenen und vergrößerten Grünflächen sowie der Hecken als Abgrenzung zur Wasserstraße und zum Uferwanderweg am Kermisdahl.

Zuletzt wird vor der Stadthalle an der Lohstätte noch eine überdachte Fahrradabstellanlage errichtet. Für die Errichtung der überdachten Abstellanlage erhält die Stadt Kleve Fördermittel aus der Förderrichtlinie Nahmobilität und dem Sonderprogramm Stadt und Land.

Alle Restarbeiten sollen im Rahmen der ursprünglich angekündigten Bauzeit bis Oktober 2026 abgeschlossen sein. Die Stadt Kleve dankt allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld während der Umbauzeit.

Umgestaltung des Stadthallenparkplatzes


Am 14. Juli startet der SommerLeseClub 2026 in der Klever Stadtbücherei.
Extra für den SommerLeseClub hat die Stadtbücherei Kleve wieder viele neue Bücher angeschafft, die darauf warten, ausgeliehen und gelesen zu werden. Natürlich stehen auch die anderen Medien der Bücherei, darunter Hörbücher und Tonies für den SommerLeseClub zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt persönlich in der Stadtbücherei Kleve, Wasserstraße 30-32. Die Öffnungszeiten finden sich auf der Bücherei-Webseite unter www.stadtbuecherei-kleve.de.

Zudem bietet der Klever SommerLeseClub auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl spannender Veranstaltungen:
- Mit dem Schachclub gibt es „Schach für Kids“ ab 6 Jahren,
- in Zusammenarbeit mit dem Kreismedienzentrum wird ein Schnuppertermin „Robotik für Kinder“ ab 7 Jahren angeboten, bei dem Robotik spielerisch mit Bee-Bots und Blue-Bots entdeckt wird,
- das beliebte Kinder-Yoga wird auch in diesem Jahr wieder angeboten,
- kreativ wird es beim Perlenbasteln und bei einem zweitägigen „Diamond Painting“.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auf der Info-Wand im Erdgeschoss der Stadtbücherei und bei der Anmeldung zum SommerLeseClub. Eine verbindliche Anmeldung zu den Einzelveranstaltungen innerhalb des SommerLeseClubs ist nötig, die Teilnahme ist kostenlos.

Während der Aktion erhalten die Teilnehmenden Logbücher zum Sammeln von Stempel für die gelesenen Bücher. Diese Logbücher dürfen gerne kreativ gestaltet werden. Zusätzlich erhalten eifrige junge Teilnehmende bei Abgabe des Logbuches vom 25. August bis zum 5. September bei oder nach der Abschlussveranstaltung eine Urkunde. Dann werden auch besonders gestaltete Logbücher prämiert.

Die Teilnahme am SommerLeseClub ist kostenlos, jedoch ist ein Büchereiausweis der Stadtbücherei Kleve erforderlich. Für Kinder bis 14 Jahren ist die Ausstellung des Büchereiausweises gebührenfrei.

Der SommerLeseClub wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und wird unterstützt von zahlreichen lokalen Sponsoren, denen die Stadtbücherei Kleve an dieser Stelle ausdrücklich dankt. Das Büchereiteam freut sich auf eine rege Teilnahme und hofft, dass der SommerLeseClub 2026 für alle Beteiligten erneut ein voller Erfolg wird! Allgemeine Infos zum Sommerleseclub gibt es auch auf www.sommerleseclub.de.

Sommerkino im Museum Kurhaus Kleve
Auch in diesem Sommer setzt das Museum Kurhaus Kleve die erfolgreiche Reihe des Sommerkinos fort. Die Aufführungen finden wie bis anhin in Zusammenarbeit mit Tichelpark Cinemas, Kleve, im Innenhof des Museums statt und werden jeden Donnerstag vom 16. Juli bis zum 13. August 2026, jeweils um 21 Uhr, durchgeführt. Die diesjährige Reihe ist unter dem Titel „Lakonie & Skurriler Humor“ eine Hommage an den Regisseur Jim Jarmusch. Der Eintritt ist frei.Bitte Eingang direkt beim Friedrich-Wilhelm-Bad benutzen.

Bei Regen fallen die Veranstaltungen aus, was wir frühzeitig auf der Webseite und in den sozialen Medien bekannt geben würden. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie sich auch gerne beim Empfang des Museums erkundigen.


Programm „Lakonie & Skurriler Humor“ - eine Hommage an Jim Jarmusch
Donnerstag, 16. Juli 2026, ab 21 Uhr: Stranger Than Paradise (1994, 89 Min.)
Der Auftakt macht der Film „Stranger Than Paradise“, der in drei Kapiteln und mit viel trockenem Humor die Beziehung zwischen Bela „Willie“ Molnar, seiner Cousine Eva und seinem Freund Eddie erzählt. Der Film zeichnet sich durch eine minimalistische Handlung aus, in der die Hauptfigur Willie Besuch von seiner Cousine Eva aus Ungarn erhält.

Eva bleibt zehn Tage bei ihm, bevor sie nach Cleveland weiterreist. Ein Jahr später fahren Willie und sein Freund Eddie nach Cleveland, um sie zu besuchen, und die drei unternehmen anschließend eine Reise nach Florida. Regie, Co-Drehbuch und Co-Schnitt stammen von Jim Jarmusch; in den Hauptrollen sind der Jazzmusiker John Lurie, der ehemalige „Sonic Youth“-Schlagzeuger und Schauspieler Richard Edson sowie die in Ungarn geborene Schauspielerin und Geigerin Eszter Balint zu sehen.

Donnerstag, 23. Juli 2026, 21 Uhr: Night on Earth (1991, 123 Min.)
„Night on Earth“ besteht aus fünf Episoden, die sich in derselben Nacht zur ungefähr gleichen Zeit abspielen und von den flüchtigen Begegnungen zwischen Taxifahrern und Fahrgästen handeln. Die komisch-tragischen Geschichten spielen in den fünf Städten Los Angeles, New York City, Paris, Rom und Helsinki. Jarmusch schrieb das Drehbuch in etwa acht Tagen, und die Auswahl einiger Städte richtete sich weitgehend nach den Schauspielern, mit denen er zusammenarbeiten wollte.

Donnerstag, 30. Juli 2026, 21 Uhr: Broken Flowers (2005, 106 Min.)
Der Roadmovie „Broken Flowers“ dreht sich um ein in die Jahre gekommener Don Johnston. Zur gleichen Zeit als der ewige Junggeselle Johnston von seiner Freundin Sherry verlassen wird, erfährt er, dass er einen 19-jährigen Sohn hat, der auf der Suche nach ihm ist.

Sein Nachbar und Hobby-Detektiv Winston bringt ihn dazu, eine Liste mit ehemaligen Freundinnen aufzusetzen und stellt für Johnston einen kompletten Reiseplan mit Flug-, Auto- und Hotelbuchungen auf. Johnston macht sich auf eine Odysee quer durchs Land, um herauszufinden wer die Mutter sein könnte. Der Film wurde bei den Filmfestspielen in Cannes 2005 mit dem „Großen Preis der Jury“ ausgezeichnet.

Donnerstag, 6. August 2026, 21 Uhr: The Dead Don´t Die (2019, 104 Min.)
In der verschlafenen Stadt Centerville geht die Sonne nicht mehr unter und es beginnen Zombies in die einst friedliche Stadt zu strömen. Die Menschen laufen Gefahr vom Aussterben bedroht zu werden und die Toten wollen einfach nicht sterben. Die Horror-Komödie von Jim Jarmusch besticht durch eine hochkarätige Besetzung von unter anderem mit Bill Murray, Adam Driver, Chloë Sevigny, Steve Buscemi, Tilda Swinton, Tom Waits, Iggy Pop und Selena Gomez.

Donnerstag, 13. August 2026, 21 Uhr: FatherMotherSisterBrother (2025, 111 Min.)
In diesem Film geht Jim Jarmusch in drei komischen Dramen, die in den USA, Dublin und Paris spielen, der Unbeholfenheit und Nähe zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern nach.

Der Film handelt von der uralten Frage: Wer sind oder waren die Eltern? Hatten sie bevor sie Kinder hatten ein eigenes Leben, das die Kinder niemals verstehen werden? Und ist es Schicksal, dass das eigene Leben von den eigenen Kindern ausgelöscht und als irrelevant oder tabu abgetan wird? Die Besetzung ist hochkarätig mit unter anderem Kate Blanchett, Charlotte Rampling, Adam Driver und Tom Waits.

Dinslaken: Führung im Museum Voswinckelshof: Küche Kochen Esskultur
Am Sonntag, 19. Juli 2026, findet im Dinslakener Museum Voswinckelshof eine öffentliche Führung durch die Ausstellung „Küche Kochen Esskultur“ statt. Sie beginnt um 15:00 Uhr und erklärt die Zusammenhänge zwischen Kochen, Ernährung und gesellschaftlicher Veränderung.

Das eigentliche Highlight findet nach der Führung statt: Norbert Stirba präsentiert seinen künstlichen Kaviar. Dieser künstliche Kaviar ist aus Stirbas unterhaltsamem VHS-Vortrag „Chemie des Kochens“ bekannt und konnte dort verköstigt werden. Die Herstellung wurde umfassend erklärt (Stichwort „molekulares Kochen“), konnte aber nicht gezeigt werden. Das holt der promovierte Physiker und langjährige Lehrer nun im Museum Voswinckelshof nach.

Im Anschluss an die Führung wird der berühmte Kaviar also live hergestellt und kann anschließend verköstigt werden. Es sei bereits verraten: Der Vortrag ist unterhaltsam und der Kaviar lecker.
Die Zahl der Teilnehmenden an der Vorführung von Norbert Stirba ist begrenzt auf zwölf Personen. Anmeldung per E-Mail an museum-voswinckelshof@dinlaken.de.

An der Führung können hingegen zwanzig Leute teilnehmen.
Die Ausstellung „Küche Kochen Esskultur“ stellt Kochbücher in den Mittelpunkt und würdigt sie als historische Quelle. Ausgehend von einer privaten Kochbuchsammlung sowie Objekten aus dem Stadthistorischen Zentrum zeigt das Museum unsere Kochkulturen. Zu sehen sind auch Kuriosa: ein Kochbuch der Diktatoren, ein Kochbüchlein für Kinder und die Broschüre eines bekannten Food-Influencers.

Esskulturen sind auch verbunden mit Technik, mit Geräten und Geschirr. Sie stellen Beziehungen über mehrere Generationen her, zum Beispiel über in der Familie weitergegebene Rezepte und Küchengeräte. Auch hierfür sind Kochbücher Beispiele, sie werden oft von mehreren Generationen intensiv benutzt und weisen entsprechende Schäden auf. Das gilt auch für Kochgeräte und -geschirr, es wird oft über Generationen genutzt und vererbt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. August 2026 im Museum Voswinckelshof zu sehen. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Neue Ausstellung: EPAL.art: Fotokunst auf Europalette von Rainer Höpken
Fotografie auf Holzpaletten. So einfach kann man die Ausstellung von Rainer Höpken zusammenfassen. Doch es steckt mehr hinter dieser Idee.

Die Fotografie ist eine vielschichtige Kunstform, sie ist abhängig vom künstlerischen Gedanken, von Technik, von Licht und Schatten sowie von Farbe. Sie ist aber auch abhängig von dem Material, auf dem das Foto gedruckt wird: Papier, Metall, Kunststoff und einiges mehr kann als Untergrund dienen. Und je nach Material und Drucktechnik entstehen unterschiedliche Eindrücke und Perspektiven.

Holz ist kein übliches Material für Fotokunst, erst recht keine gewöhnliche Europalette. Und doch: Die Fotomotive erhalten durch die grobe Oberfläche der Palette und deren Gebrauchsspuren einen anderen Eindruck. Sie wirken malerischer, fast wie ein Grafitto. Es entsteht ein plastischer und fast dreidimensionaler Eindruck, ein Kunstwerk ganz anderer Art.

Im Dachgeschoss des Museums ist mit EPAL.art wieder eine Ausstellung zu sehen, die zeigt, welche ungewöhnliche Materialien Künstlerinnen und Künstler als Grundlage für ihre Werke nehmen. Schon die aktuelle Ausstellung „Atem holen“ rückt mit Papier einen besonderen Werkstoff in den Blickpunkt. Diese Ausstellung ist noch bis zum 16. Juli zu sehen.

Rainer Höpken ist in den Gruppenausstellungen im Voswinckelshof fast immer dabei, meist als Künstler, manchmal als Kurator. Er ist ein passionierter Fotograf und ein vielseitiger Objektkünstler. Seine beiden künstlerischen Ansätze verbindet er gern und macht Fotos zu Objekten. Die Ausstellung zeigt, dass aus dieser Verbindung herausragende Kunst entsteht, die mehr ist als die Summe ihrer Teile.

Zur Entstehung dieser in mehrfacher Hinsicht großen Kunstwerke sagt Höpken: „Zur Holzpalette als Kunstgegenstand kam ich 2021 durch Ausstellung „Paletti“, die auch im Museum Voswinckelshof zu sehen war. Dabei wurden profane Europaletten zu Kunstobjekten. Ich stellte damals ein liegendes Wurzelobjekt („Genesis“) her, welches in eine Palette integriert wurde. 2023 entstanden für meine Ausstellung in Wesel weitere Palettenobjekte, da mich dieses Medium jetzt sehr faszinierte. Damals entstand mit Hilfe meiner Druckerei auch das erste Fotoobjekt auf einer Palette: ‚Monkey House‘.

Das Kunstwerk „Monkey House“ hat mittlerweile einen dauerhaften Platz im Museum gefunden, es hängt im Treppenhaus. Das Wurzelobjekt „Genesis“ ist auch ein Teil der neuen Wechselausstellung.

Rainer Höpken hat die Idee von Paletten-Kunstwerken notwendigerweise weiterentwickeln müssen: Der Druck war nicht ganz leicht und zwischendurch musste er die Druckerei wechseln. Diese Schwierigkeiten merkt man den Kunstwerken nicht an, locker und leicht hängen sie im Dachgeschoss des Museums und erfüllen den Raum mit ihrer künstlerischen Präsenz.

Die Ausstellung wird am Freitag, 24. Juli, um 16:00 Uhr eröffnet.
Der Künstler Rainer Höpken wird anwesend sein.
Die Ausstellung ist bis zum 30. August 2026 im Museum Voswinckelshof zu sehen.
Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende gebeten.

Das Museum Voswinckelshof ist dienstags bis sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zum Museum Voswinckelshof sind unter www.dinslaken.de zu finden.