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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche
KW 24: Montag, 8. - Sonntag, 14. Juni 2026 - Themen u.a.:

Kinder- und Jugendbefragung 2026: Klare Bedarfe – große Bereitschaft zur Mitgestaltung in Dinslaken
Im Zeitraum vom 9. März bis 15. April 2026 hat die Stadt Dinslaken eine stadtweite Kinder- und Jugendbefragung durchgeführt. Ziel war es, die Bedürfnisse, Interessen und Lebenslagen junger Menschen im Alter von 10 bis 27 Jahren systematisch zu erfassen und die Ergebnisse als Grundlage für den kommenden Kinder- und Jugendförderplan der Stadt zu nutzen. 

Insgesamt nahmen 738 Personen an der Befragung teil. Dies entspricht einer Teilnahmequote von 6,78 Prozent der Gesamtzielgruppe. Besonders hoch war die Beteiligung bei den 14- bis 17-Jährigen mit 14,1 Prozent. Die Ergebnisse spiegeln daher vor allem die Perspektiven schulnaher Jugendlicher wider. 

Die Auswertung zeigt deutliche sozialräumliche Unterschiede: Während Stadtteile wie Hiesfeld und Eppinghoven eine hohe Beteiligung verzeichnen, ist sie in Bereichen wie Blumenviertel, Hagenbezirk, Oberlohberg und Lohberg geringer. Dies weist auf ungleiche Zugänge und Herausforderungen bei der Erreichbarkeit hin. Zugleich wird deutlich, dass ältere Jugendliche unterrepräsentiert sind.

Trotz dieser Einschränkungen gilt die Befragung als aussagekräftig: Die prozentuale Verteilung entspricht weitgehend der Zielgruppe, sodass insbesondere für die Altersgruppe der 10- bis 21-Jährigen verlässliche Rückschlüsse möglich sind. Die Befragung zeigt deutlich, was sich junge Menschen in Dinslaken wünschen. So sollen Angebote möglichst niedrigschwellig, bezahlbar und gut erreichbar sein.

Bei der Frage nach Bedarfen wurden kostenlose Freizeitangebote, öffentliche Treffpunkte, bessere Bus und Bahnverbindungen sowie mehr Events und Sportangebote besonders häufig genannt.  Die wichtigsten Aufenthaltsorte junger Menschen in Dinslaken sind das Zuhause, Treffpunkte bei Freundinnen und Freunden, öffentliche Räume, Sportvereine sowie Orte wie die Neutor-Galerie.

Informationen zu Veranstaltungen erhalten die Jugendlichen vor allem über ihr soziales Umfeld sowie über Social Media. Die Berücksichtigung der Interessen junger Menschen bewerten die Befragten im Durchschnitt mit der Schulnote drei. Das persönliche Wohlbefinden wird überwiegend positiv eingeschätzt, zeigt jedoch eine gewisse Streuung.

Auffällig ist die hohe Bereitschaft zur Mitwirkung. Hier zeigt sich ein deutliches Potenzial für mehr Mitgestaltung. Die Ergebnisse zeigen: Jugendliche wissen, was sie brauchen, und sind bereit, sich einzubringen. Die zentrale Schlussfolgerung lautet daher: Es braucht weniger neue Angebote, sondern vor allem bessere Zugänge, mehr Beteiligungsmöglichkeiten und eine stärkere sozialräumliche Orientierung. Entscheidend sind Angebote mit hoher Reichweite, die viele junge Menschen tatsächlich erreichen. 

Die Kinder- und Jugendbefragung liefert eine Grundlage für eine mögliche Ausrichtung der Jugendhilfe: näher an den Lebenswelten der Jugendlichen, zugänglicher, beteiligungsorientierter und sozialräumlich differenzierter. Die Ergebnisse sollen in weiteren Schritten mit Jugendlichen aus verschiedenen Quartieren besprochen werden. Ebenso sind weitere Befragungen mit Kindern im Grundschulalter geplant.


Wenn 90.000 Menschen feiern, standen sie bereit: Ehrenamtliche DRK-Helfer aus dem Kreis Wesel bei Rock am Ring im Einsatz
Nürburg, Kamp-Lintfort, Sonsbeck, Wesel - Zwölf Ehrenamtliche aus den DRK Ortsvereinen Kamp-Lintfort, Wesel und Sonsbeck unterstützten den Sanitätsdienst bei Rock am Ring. Bei Deutschlands größtem Rockfestival sorgten sie gemeinsam mit zahlreichen weiteren Einsatzkräften für die Sicherheit von rund 90.000 Besuchern.

Während am Nürburgring tausende Fans zu Rock am Ring feierten, sorgten im Hintergrund zahlreiche Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) dafür, dass Hilfe jederzeit schnell verfügbar war. Für den kompletten Sanitätsdienst bei einem der größten Musikfestivals Deutschlands war das DRK verantwortlich — unterstützt von rund 1.200 bis 1.300 haupt- und ehrenamtlichen Kräften aus dem gesamten Bundesgebiet.

„Zwölf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus den DRK-Ortsvereinen Kamp-Lintfort, Wesel und Sonsbeck unterstützten den Sanitätsdienst bei Rock am Ring 2026. Gemeinsam sorgten sie für die Sicherheit der rund 90.000 Festivalbesucher.“

Mitten unter ihnen: zwölf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus den Ortsvereinen Kamp-Lintfort, Wesel und Sonsbeck. Von Freitag bis Sonntag leisteten sie täglich zwölf Stunden Dienst — jeweils von 16 Uhr bis 4 Uhr morgens. Ob auf dem Festivalgelände oder den weitläufigen Campingplätzen: Die Ehrenamtlichen waren immer dort unterwegs, wo Menschen Hilfe brauchten.

Die zwölf Helferinnen und Helfer waren als sogenannte Sofortverstärkungskräfte eingesetzt. Immer dann, wenn an einer Stelle kurzfristig zusätzliche Unterstützung benötigt wurde, standen sie bereit. „Wir waren quasi die 'Feuerwehr' für größere Einsatzlagen auf dem Festivalgelände oder den Campingplätzen“, erklärte Florian Riedel, stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter. „Wenn kurzfristig zusätzliches Personal gebraucht wurde, standen wir sofort zur Verfügung.“

„Zwischen Konzertstimmung und Verantwortung: Die DRK Helferinnen und Helfer aus dem Kreis Wesel sorgten dafür, dass die Besucher Rock am Ring sicher genießen konnten.“

Für viele Besucher gehörte Rock am Ring zu einem unvergesslichen Wochenende voller Musik und Emotionen. Für die Einsatzkräfte bedeutete das Festival dagegen vor allem Verantwortung, Konzentration und Teamarbeit. Trotzdem sei genau diese besondere Mischung das, was den Einsatz so außergewöhnlich mache.

„Gerade solche Einsätze zeigen, wie wichtig Ehrenamt ist. Wir helfen Menschen, arbeiten als Team zusammen und erleben dabei besondere Einsätze und einmalige Einblicke hinter die Kulissen großer Festivals“, sagte Josi Laarmanns aus dem Ortsverein Kamp-Lintfort.

Trotz der langen Dienste und wenig Schlaf blieb den Ehrenamtlichen vor allem die besondere Atmosphäre in Erinnerung. Viele Festivalbesucher begegneten den Einsatzkräften mit großem Respekt und Dankbarkeit. Oft seien es gerade die kleinen Begegnungen gewesen, die den Einsatz besonders gemacht hätten — ein ehrliches „Danke“, ein freundliches Gespräch oder die Gewissheit, im entscheidenden Moment helfen zu können.

Bereits zum dritten Mal unterstützten die Ortsvereine den Sanitätsdienst bei Rock am Ring. Der Einsatz zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig und spannend das Ehrenamt beim Roten Kreuz sein kann. Ohne freiwillige Helferinnen und Helfer wären Einsätze dieser Größenordnung nicht möglich — und genau deshalb hoffen die Ortsvereine, auch künftig Menschen für das Ehrenamt begeistern zu können.


Weltblutspendetag am 14. Juni: Blutversorgung über den Sommer sichern
Wenn immer weniger Menschen regelmäßig Blut spenden, ist das ein gefährliches Spiel auf Zeit. Eine stabile Blutversorgung darf nicht dauerhaft auf den Schultern einer kleiner werdenden Gruppe besonders engagierter Spenderinnen und Spender ruhen.

Zwar konnten in den vergangenen Jahren saisonale Engpässe deutlich reduziert werden, doch was kurzfristig Stabilität schafft, macht das System langfristig anfälliger. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bleibt es deshalb entscheidend, neue und insbesondere jüngere Menschen dauerhaft für die Blutspende zu gewinnen.

Rund um den Weltblutspendetag am 14. Juni rufen die DRK-Blutspendedienste bundesweit dazu auf, gerade in den Sommermonaten Blut zu spenden. Hohe Temperaturen, Ferienbeginn und Reisezeit sorgen erfahrungsgemäß dafür, dass weniger Menschen Blut spenden gehen.

Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Blutpräparaten in den Kliniken unverändert hoch. Täglich werden Blutspenden für die Versorgung von Unfallopfern, Krebspatientinnen und -patienten, Menschen mit schweren Erkrankungen oder bei komplizierten Operationen benötigt.

Die Herausforderungen für die Blutversorgung werden durch den demografischen Wandel zusätzlich verschärft. Die deutsche Bevölkerung altert zunehmend, gleichzeitig werden die nachfolgenden Generationen kleiner. Zugleich erreichen die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer das Rentenalter. Damit wächst die Zahl älterer Menschen, die medizinisch versorgt werden müssen, während gleichzeitig weniger junge Menschen nachkommen, die potenziell Blut spenden können.

Diese Entwicklung verändert die Struktur der Blutspende bereits heute spürbar.
Der Weltblutspendetag ist jedoch nicht nur ein Tag des Appells, sondern auch des Dankes. Gewidmet ist er den Menschen, die sich regelmäßig und selbstlos mit ihrer Blutspende in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Ihr Engagement ist Ausdruck gelebter Solidarität, auf die sich tagtäglich tausende schwerkranke und verletzte Menschen jeden Alters verlassen müssen.

Leere Regale

Die DRK-Blutspendedienste appellieren insbesondere an junge Erwachsene und Erstspenderinnen und Erstspender, sich mit dem Thema Blutspende auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Jede einzelne Blutspende kann Leben retten. Infos und Termine: www.drk-blutspende.de

Blutspenden in NRW, RLP und dem Saarland
Aktuelle Termine und Informationen zur Blutspende im Westen finden sich unter:
www.blutspende.jetzt

Wer unsicher ist, ob eine Blutspende – zum Beispiel wegen der Einnahme bestimmter Medikamente – möglich ist, kann sich kostenfrei bei der Hotline des DRK-Blutspendedienstes unter 0800 11 949 11 beraten lassen. Alternativ steht unter www.blutspende.jetzt ein praktischer Online-Check zur Verfügung.

Warum ist die Blutspende beim DRK so wichtig?
Der DRK-Blutspendedienst West gewährleistet eine sichere medizinische Grundversorgung für mehr als 23 Millionen Menschen in seinem Einzugsgebiet. Insgesamt stellt das DRK 78 Prozent des gesamten Blutbedarfs bereit.

Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren, der sich gesund fühlt. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht mehr. Zum Termin bitte den Personalausweis oder Führerschein mitbringen. Die eigentliche Blutspende dauert nur etwa fünf bis zehn Minuten – und kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten helfen.


Überarbeitung der Medizinprodukte-Verordnung: Angriff auf die Patientensicherheit
EU-Kommission plant erhebliche Einschränkung unangekündigter Audits, Reduzierung von Kontrollen und geringere Anforderungen für Hochrisiko-Produkte. Zwangsrabatte für KMU gefährden Wirtschaftlichkeit des Zulassungssystems. Rechtsgutachten sieht Verstöße gegen Europarecht. Sicherheitsvorgaben aus dem AI Act müssen auch für Medizinprodukte gelten.

TÜV-Verband / Toko

Der TÜV-Verband hat vor einer Schwächung der Patientensicherheit durch die geplante Überarbeitung der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) und der Verordnung für In-vitro-Diagnostika (IVDR) gewarnt. Unter anderem sollen zentrale Überwachungs- und Sicherheitsmechanismen wie ungekündigte Audits bei den Herstellern von Medizinprodukten weitgehend abgebaut und die Anforderungen an Hochrisikoprodukte abgesenkt werden.

„Die neue Medizinprodukte-Verordnung ist ein Angriff auf die Patientensicherheit. Die vorgeschlagenen Änderungen würden das europäische Sicherheitssystem von einer präventiven Sicherheitsarchitektur zu einer reaktiven umbauen“, sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Das bedeutet: Sicherheitsmängel werden oftmals erst dann erkannt, wenn Patienten bereits zu Schaden gekommen sind – etwa durch Infektionen, Material- oder Produktionsfehler. Das ist mit dem Grundsatz der Vorsorge nicht vereinbar.“

Die MDR sei bewusst geschaffen worden, um Risiken früher zu erkennen und Patientinnen und Patienten besser zu schützen. Das damit erreichte Sicherheitsniveau müsse erhalten bleiben. Darüber hinaus sehe die MDR-Überarbeitung Maßnahmen vor, welche die wirtschaftliche Grundlage der im öffentlichen Auftrag agierenden Benannten Stellen massiv beschädigen. Positiv bewertet der TÜV-Verband die geplanten Ausnahmeregelungen für Produkte, die für die Behandlung seltener Erkrankungen notwendig sind oder für besonders innovative Medizinprodukte. Bühler: „Bürokratieabbau ist richtig und wichtig, darf aber kein Selbstzweck sein und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten gefährden.“

Der TÜV-Verband lehnt die folgenden geplanten Änderungen der MDR ab:
Verpflichtende regelmäßige Unangekündigte Audits bei den Herstellern von Medizinprodukten sollen abgeschafft und von den Benannten Stellen nur noch nur noch „for cause“, also bei konkretem Verdacht, durchgeführt werden. „Unangekündigte Audits haben sich als sehr wirksames Instrument erwiesen, um Sicherheitsmängel und Verstöße gegen die Anforderungen der MDR zu erkennen“, sagt Bühler. „Sie ermöglichen es den Benannten Stellen, die Umsetzung des Qualitätsmanagements und insbesondere die Produktion unter realen Bedingungen zu überprüfen.“

Kritisch sieht der TÜV-Verband auch, dass die Häufigkeit von Überwachungsaudits reduziert und die Prüfintervalle von 12 auf alle 24 Monate verlängert werden sollen. Bühler: „Wenn Überwachungsaudits nur noch alle zwei Jahre stattfinden, steigt das Risiko, dass Qualitätsmängel und Sicherheitsprobleme zu spät erkannt werden.“

Einen deutlichen Einschnitt und eine erhebliche Reduzierung der Patientensicherheit würde außerdem die Reduzierung des Umfangs der regelmäßigen Prüfung technischer Dokumentation von Medizinprodukten bedeuten. Technische Dokumentationen sind die zentralen Nachweisdokumente, um Sicherheit, Leistung und Konformität jedes einzelnen Medizinprodukts zu belegen.

Sie enthalten alle relevanten Informationen - von Entwicklungs- und Designangaben über klinische Daten bis hin zu sicherheitsrelevanten Daten und Erkenntnissen aus dem Markt, also wenn die Produkte Anwendung bei Patienten finden. Derzeit wird fortlaufend risikobasiert und stichprobenartig eine Mindestzahl an technischen Dokumentationen geprüft. Laut Kommissionsvorschlag sollen nach dieser Erstzertifizierung technische Dokumentationen nur noch dann geprüft werden, wenn es konkrete Hinweise auf Probleme gibt („for cause“).

Der TÜV-Verband warnt, dass viele Produkte dadurch möglicherweise nie von einer Benannten Stelle überprüft werden und unter einem bestehenden Zertifikat eines Herstellers eine Vielzahl neuer und ungeprüfter Produkte auf den Markt kommen kann. „Die technische Dokumentation ist der sicherheitsrelevante Kern eines Medizinprodukts“, sagt Bühler. „Wenn diese Unterlagen nur noch bei Verdachtsfällen geprüft werden, steigt das Risiko, dass Sicherheitsmängel unentdeckt bleiben.“

Auswertungen der Prüforganisationen zeigen, dass bei der Prüfung technischer Dokumentationen bei 86 Prozent der geprüften Produkte Sicherheitslücken festgestellt werden. In 36 Prozent der Fälle handelte es sich um kritische Schwachstellen.

Deutliche Kritik übt der TÜV-Verband auch an der Absenkung der Prüfanforderungen für Hochrisikoprodukte als Folge von unklaren Definitionen wie „Well Established Technologies“ (WET). Auch bestimmte Hochrisikoprodukte der Klasse III wie beispielsweise bestimmte Implantate könnten als WET betrachtet werden und müssten nur noch geringe Anforderungen erfüllen und würden weniger überwacht werden. „Gut etabliert bedeutet nicht automatisch risikolos“, sagt Bühler.

„Gerade bei Medizinprodukten, die am Gehirn, am Herzen oder an anderen besonders sensiblen Bereichen eingesetzt werden, dürfen bewährte Technologien kein Freifahrtschein für geringere Kontrollen sein. Für Patientinnen und Patienten zählt nicht, wie alt eine Technologie ist, sondern wie sicher sie heute nachweislich ist.“

Unzureichende Anforderungen bei Medizinprodukten mit Künstlicher Intelligenz
Kritik übt der TÜV-Verband auch an den Regelungen zu Künstlicher Intelligenz in der MDR-Überarbeitung. „KI ist schon heute ein integraler Bestandteil moderner Medizin, insbesondere in der bildgebenden Diagnostik zum Beispiel bei der Auswertung von CT-, MRT- oder Ultraschallbildern. Den denkbaren künftigen Anwendungsfällen sind kaum Grenzen gesetzt. Das bietet enorme Chancen für die Versorgung, es sind damit aber auch große und teils neue Risiken verbunden “, sagt Bühler.

Ein möglichst hohes Schutzniveau sei daher unerlässlich. „Die Sicherheitsregeln aus dem AI Act, die bisher nicht Bestandteil der MDR und IVDR sind, müssen auch für Medizinprodukte gelten.“ Das betreffe insbesondere die im AI Act verankerten Anforderungen an Datenqualität, Transparenz und Robustheit. Es dürfe keine komplette Herauslösung der Medizinprodukte aus dem AI Act geben.

Bühler: „Medizinprodukte dienen unter anderem der Erkennung, Verhütung, Überwachung und Behandlung teils schwerster und lebensbedrohlicher Krankheiten und Verletzungen. Die Qualität und Sicherheit dieser Produkte ist daher entscheidend und wir brauchen eine kontinuierliche und dem Risiko angemessene Kontrolle vor dem Markteintritt und anschließend eine dem Risiko angemessene und vorbeugende Überwachung. Vertrauen in die Hersteller ist gut und wichtig, der Schutz der Gesundheit von Patienten aber umso mehr.“

Massive Folgen für die Benannten Stellen
Neben den Risiken für die Patientensicherheit warnt der TÜV-Verband vor gravierenden Folgen für das Zulassungssystem für Medizinprodukte. Die EU-Kommission plant, die Benannte Stellen zu verpflichten, ihre Preise für kleine Unternehmen um bis zu 50 Prozent zu senken. Da etwa 80 Prozent der Kunden der Benannten Stellen KMU sind, würde das zu erheblichen Einnahmeausfällen führen. Darüber hinaus sollen die Benannten Stellen verpflichtet werden, Herstellern Zahlungsaufschub einzuräumen, in bestimmten Fällen Aufträge annehmen zu müssen und künftig möglicherweise staatlich festgelegte Gebühren zu akzeptieren.

„Benannte Stellen sind keine Behörden, sondern private Unternehmen mit hoher regulatorischer Verantwortung und Haftung. Staatlich verordnete Rabatte ohne finanzielle Kompensation gefährden ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit“, sagt Bühler. „Werden Benannte Stellen gezwungen, ihre Dienstleistungen für bestimmte Unternehmen unter Kosten zu erbringen, müssen sie entweder den Markt verlassen oder die Preise für die größeren Hersteller erhöhen. Beides wäre fatal: Im ersten Fall gäbe es bald viel zu wenig zertifizierende Stellen in Europa und im zweiten Fall würden große Hersteller die Kosten für KMU subventionieren – eine massive Wettbewerbsverzerrung.“

Rechtsgutachten: Geplante Regelungen verstoßen gegen Europarecht
Ein vom TÜV-Verband in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass die vorgesehenen Regelungen europarechtswidrig sind. Grundsätzlich sei das Ziel legitim, kleine und Kleinst-Unternehmen zu fördern. Die EU-Kommission dürfe die Kosten dieser Förderung aber nicht den privaten Benannten Stellen auferlegen.

Die vorgesehenen Pflichtrabatte, Zahlungsaufschübe und Annahmepflichten stellen nach Auffassung des Gutachters einen unverhältnismäßigen Eingriff in die unternehmerische Freiheit der Benannten Stellen dar. Darüber hinaus gebe es Alternativen wie staatliche Zuschüsse oder Erstattungen. Das Gutachten wurde von Prof. Ulrich Haltern verfasst, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsphilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Wirtschafts- und gesundheitspolitisch fragwürdige Maßnahmen
Die Entwicklung und Herstellung von Medizinprodukten ist für ein leistungsfähiges und effizientes Gesundheitssystem unerlässlich. Die europäischen Produzenten sind dabei hoch innovativ und bedürfen daher einer besonderen politischen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit. Aus Sicht des TÜV-Verbands ist eine Förderung der stark durch KMU geprägten Branche nachvollziehbar und wünschenswert. Allerdings sind die in der MDR-Überarbeitung vorgeschlagenen Maßnahmen dafür ungeeignet.

„Sicherheit ist keine Bürokratie, sondern eine Notwendigkeit“, betont Bühler. Die Kosten der Prüfung und Überwachung von Medizinprodukten, die derzeit nur rund 7 Prozent der Marktzugangskosten ausmachen, seien verschwindend gering im Vergleich zu den potenziellen Folgekosten unsicherer Medizinprodukte. Bühler: „Hier soll an der falschen Stelle gespart werden. Bürokratie muss in völlig anderen Bereichen abgebaut werden.“

Weitere Informationen zur Neuregelung der MDR sind in einem Positionspapier des TÜV-Verbands abrufbar. Das Rechtsgutachten im Auftrag des TÜV-Verbands steht hier ebenfalls zum Download bereit.


Fußball ist unser Leben: Kopfkino-Vorlesen in der Stadtbücherei Kleve am 13. Juni 2026

Das nächste Vorlese-Event steht an: Am Samstag, 13. Juni 2026, gibt es ab 10:30 Uhr wieder ein „Kopfkino“ in der Stadtbücherei Kleve, Wasserstraße 30-32. Passend zur dann bereits gestarteten Fußball-Weltmeisterschaft liest der Klever Vorleseclub verschiedene Geschichten rund um das Motto „Fußball ist unser Leben“ für verschiedene Altersgruppen.

Kopfkino-Vorlesen in der Stadtbücherei Kleve: Am Samstag, 13. Juni 2026, heißt es auch in der Stadtbücherei: Das Runde muss ins Eckige.

Der Vormittag verspricht eine Stunde Spaß und Lachen über die schönsten Fußballerwitze. Die Kinder ab acht Jahren erleben ein Fußballspiel mit dem kleinen Nick und eine Geschichte aus „‘Oma!‘, schreit der Frieder“ rund ums Kicken. Schließlich darf auch eine Kamishibai-Geschichte nicht fehlen: Hase Hibiskus und seine Freunde treten gemeinsam bei der Fußball-Waldmeisterschaft an. Doch gleich ihr erstes Spiel gegen die Mannschaft der Wipfelstürmer hält Überraschungen bereit, die sie nur als echtes Team meistern können.

An den sorgfältig ausgewählten Geschichten des Klever Vorleseclubs werden nicht nur echte Fußball-Fanatiker ihre Freude haben, sondern auch alle Kinder, die echten Teamgeist und kameradschaftlichen Zusammenhalt erleben möchten. Der Eintritt zum Kopfkino ist wie immer frei und eine Anmeldung nicht erforderlich.
Klever Vorleseclub: Kostenfreie Lesungen & Materialausleihe

Die zahlreichen Vorlese-Events in der Klever Stadtbücherei wären ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich. Hans-Peter Bause und sein Team begeistern regelmäßig das Publikum ihrer Veranstaltungen, regen die Fantasie an und sorgen für leuchtende Kinderaugen. Dieses Angebot stellen die Ehrenamtlichen auch Kindergärten, Schulen und Einrichtungen der Kinderhilfe zur Verfügung - und das vollkommen kostenlos!

Was Sie nutzen können:
Kostenfreie Ausleihe: Über Sponsoring hat Herr Bause eine umfangreiche Sammlung an Kamishibai-Kartensets aufgebaut. Er stellt diese Kindergärten, Schulen und Büchereien kostenlos zur Verfügung – inklusive Bringen und Abholen. Ein übersichtlicher Katalog (von etwas 225 Sets) erleichtert die digitale Bestellung und Verlängerung.

Lesungen vor Ort: Herr Bause und sein Team kommen gerne zu Ihnen – für Lesungen in Klassenverbänden/AGs usw. zu unterschiedlichsten Themen, ohne Kosten und Risiko für Sie.

Herr Bause freut sich über eine Kontaktaufnahme per E-Mail unter hanspeterbause@yahoo.de, um etwa vollkommen unverbindlich einen Kennenlerntermin oder einen Lesenachmittag zu vereinbaren oder die Einzelheiten der Materialausleihe zu besprechen. Nach jahrelanger Zusammenarbeit mit dem Klever Vorleseclub kann die Stadt Kleve das Angebot wärmstens empfehlen!

Jugendhilfeausschuss tagt
Am Dienstag, den 9. Juni 2026, tagt der Jugendhilfeausschuss der Stadt Dinslaken. Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 17:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Sitzungstermine sowie weitere Informationen zu Gremiensitzungen sind online im Ratsinformationssystem zu finden: https://ris.dinslaken.de

Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus tagt
Am Mittwoch, den 10. Juni 2026, tagt der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus der Stadt Dinslaken. Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 17:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Sitzungstermine sowie weitere Informationen zu Gremiensitzungen sind online im Ratsinformationssystem zu finden: https://ris.dinslaken.de

Zeitreise durch Dinslaken: Drei besondere Führungen zu Geschichte, Industrie und Kunst
Die Gästeführer Eduard Sachtje und Ronny Schneider laden in der zweiten Juniwoche zu gleich drei besonderen Führungen ein, die Geschichte, Industrie und Kunst auf spannende Weise veranschaulichen. Interessierte gehen auf Zeitreise und entdecken vertraute Orte neu. Den Auftakt macht am Dienstag, 9. Juni 2026, Eduard Sachtje, auch als Dinslakener Nachtwächter bekannt.

Von 17.30 bis 19:30 Uhr schlüpft er in Zylinder und Gehrock und begleitet als ehemaliger Landrat des Kreises Dinslaken die Teilnehmenden durch das Dinslaken um 1820. Als Julius Heinrich von Buggenhagen berichtet er über das Haus Bärenkamp, das Mausoleum und den Friedhof am Neutor. Auch über seine Rolle in der Stadtgeschichte gibt es Interessantes zu erfahren.

Über eine Erbschaft gelangte Julius Heinrich von Buggenhagen an das Rittergut Bärenkamp, wurde zum „Geheimen Kriegsrat“ ernannt und kann somit über die bewegte Zeit unter Napoleon und den Preußen berichten. Treffpunkt ist am Museum Voswinckelshof. Die Teilnahme kostet fünf Euro pro Person.

Am Mittwoch, 10. Juni 2026, folgt die Stadtführung „Vom Ackerstädtchen zum Industriestandort“. Von 18 bis etwa 20:15 Uhr erläutert Eduard Sachtje die industrielle Entwicklung Dinslakens. Mitte des 18. Jahrhunderts lag Dinslaken noch im Dornröschenschlaf, während rundum die Industrie boomte. August Thyssen änderte diese Situation erheblich.

Aber nicht nur Thyssen gehörte zu den „Aufbauhelfern“ in Dinslaken. Der Rundgang beleuchtet die Entwicklung Dinslakens vom landwirtschaftlich geprägten Ort hin zu einem bedeutenden Industriestandort. Treffpunkt ist am ehemaligen Pförtnerhäuschen an der Karlstraße gegenüber der Friedrichstraße. Die Teilnahmegebühr beträgt sieben Euro.

Kunstinteressierte kommen am Donnerstag, 11. Juni 2026, auf ihre Kosten. Von 17 bis 18:30 Uhr lädt Ronny Schneider, langjähriger Pfarrer der evangelischen Stadtkirche, zur Führung „Die Persy-Fenster in der evangelischen Stadtkirche“ ein. Im Mittelpunkt stehen die eindrucksvollen Fenster des Künstlers Werner Persy.

 Sie zeigen ein Bildprogramm, bei dem die Ich-Bin-Worte aus dem Johannes-Evangelium auf der rechten Seite mit Geschichten aus dem Alten Testament auf der linken Seite thematisch und farblich in einen Dialog treten. Besonders eindrucksvoll ist das Fenster über der Kanzel, das den gekreuzigten Christus als „Ruhrgebietschristus“ vor einer Industrielandschaft mit Kühltürmen und Hochhäusern zeigt.

Die kräftigen Farben der Fenster lassen den Kirchenraum wortwörtlich in einem anderen Licht erscheinen. Treffpunkt ist an der evangelischen Stadtkirche auf der Duisburger Straße. Die Teilnahme kostet fünf Euro. Die Teilnahmegebühr ist direkt vor Ort beim Gästeführer zu entrichten.

Für alle Führungen ist eine vorherige Anmeldung bei der Stadtinformation am Rittertor erforderlich. Diese ist telefonisch unter 02064 / 66 222 oder per E-Mail an stadtinformation@dinslaken.de möglich.

Willkommen zur 5. Baby-Begrüßungsparty in Wesel!
Alle Familien mit Babys der Jahrgänge 2025 und 2026 sind herzlich eingeladen,  gemeinsam einen schönen Nachmittag in entspannter Atmosphäre zu verbringen. Lernen Sie andere Eltern kennen, tauschen Sie sich aus und informieren Sie sich über Angebote für Familien in Wesel. Freuen Sie sich auf Kaffee, Kuchen und nette Gespräche. 

Wenn Sie Ihre Begrüßungstasche noch nicht abgeholt haben, können Sie diese vor Ort gegen Vorlage des Coupons erhalten. Die Veranstaltung findet am 11.Juni 2026 von 10.00 bis 12.00 Uhr im Mehrgenerationenhaus Bogen  in der Pastor-Janßen-Straße 7, 46483 Wesel statt. 


Moers: Summerflow-Yoga im Schlosspark am 11. Juni
Yoga-Einheit für Anfänger und Fortgeschrittene: Am Donnerstag, 11. Juni, lädt die vhs Moers – Kamp-Lintfort von 18.30 bis 20 Uhr zum ‚Summerflow-Yoga I‘. Im Vordergrund stehen fließende Bewegungsabfolgen und Elemente aus dem Ashtanga-Yoga.

Treffpunkt ist am Schlosspark vor dem Denkmal der Henriette. Eine rechtzeitige Anmeldung ist erforderlich und entweder telefonisch unter 0 28 41 / 201 565 oder online unter www.vhs-moers.de möglich.

Moers: Bewegung, Begegnung, Begeisterung: OPEN PARK im Sportpark Rheinpreußen
Wenn sich der Sportpark Rheinpreußen in eine offene Erlebnisfläche verwandelt, ist für alle etwas dabei: Am Samstag, 13. Juni, lädt das Stadtteilbüro Neu_Meerbeck von 14 bis 18 Uhr zum OPEN PARK ein. Gemeinsam mit Vereinen, Initiativen und engagierten Akteurinnen und Akteuren aus dem Quartier entsteht ein bunter Nachmittag voller Bewegung, Mitmachaktionen und Begegnungen.

Wer schon immer wissen wollte, wie Calisthenics funktioniert oder welche Regeln beim Boule gelten, erfährt es hier an diesem Tag. Anleiterinnen und Anleiter geben Einblicke, zeigen Übungen und stehen mit Tipps bereit – egal ob erste Versuche oder schon etwas Erfahrung.

Vielfältig und lebendig
Das Programm für Familien und Kinder ist vielfältig und lebendig: von der Streetbox der Caritas über das Spielmobil und Glitzertattoos bis hin zu Angeboten des AWO-Jugendzentrums Kaktus. Dazu kommen eine offene Zumba-Stunde, ‚FIT und Beweglich‘, ein Rollatoren-Check, interaktive Sinneserlebnisse mit dem Kolping-Bildungswerk sowie zahlreiche sportliche Stationen wie Slackline und Fitnessparcours. 

Während auf dem Rundkurs der Pumptrack-Anlage mit BMX-Rädern und Rollern eindrucksvoll gezeigt wird, wie man nur durch Gewichtsverlagerung Geschwindigkeit aufbaut, lädt die Parkourfläche zum Klettern, Balancieren und Ausprobieren ein. Auch eine Fahrradcodierung durch die Polizei und Tischtennisangebote gehören dazu. Sitz- und Picknickmöglichkeiten bieten Gelegenheit, zu picknicken und entspannt das Geschehen zu verfolgen.

Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0 28 41 / 201-530 oder per E-Mail an stadtteilbuero.meerbeck@moers.de.  Zugänge: Barbarastraße, Invalidenwäldchen, Friedhof  Parkmöglichkeiten: Barbarastraße, Römerstraße 661 (Sporthalle) und Johann-Esser-Platz (Marktplatz)  Öffnungszeiten: täglich 7 bis 22 Uhr (auch außerhalb des Aktionstages).

Auf den beiden Kunstrasen-Großspielfeldern haben die Fußballmannschaften des MSV Moers und SC Rheinkamp sowie der Cricket Club Moers wochentags ab 15 Uhr und am Wochenende ganztägig Vorrang.


Heiße Abende im Juni Sauna-Treffs im Freizeitbad Neukirchen‑Vluyn
Der Frühsommer hat den Niederrhein erreicht – und im Freizeitbad Neukirchen‑Vluyn wird es besonders heiß. Die ENNI Sport & Bäder Niederrhein (Enni) lädt im Juni wieder zu zwei Sauna‑Treffs ein. Am Samstag, 13. Juni, sowie am Samstag, 27. Juni, erwarten die Besucherinnen und Besucher jeweils von 18 bis 24 Uhr erlebnisreiche Abende mit stündlich wechselnden Aufguss-Zeremonien in entspannter Atmosphäre.  

Am 13. Juni lautet das Motto „Feuer & Eis“. Hier sorgen Duftkompositionen wie Eislimone, Kaminfeuer, Schweizer Kräuter, Chili oder Eis-Ananas für wohltuende Hitze und Erfrischung. Zum Abschluss gibt es ein traditionelles Wenik-Ritual: Mit Birkenzweig-Büscheln durchgeführt, wirkt es besonders durchblutungsfördernd und rundet den Abend auf gesunde Weise ab. „Wasser und Cocktails“ lautet der Titel des Abends am Samstag, 27. Juni.

Dabei dürfen sich die Gäste auf sommerlich-fruchtige Aufgüsse freuen – mit Essenzen aus Zitrone, Himbeere, Lemongras oder Tutti Frutti. Für zusätzliche Abkühlung sorgt ein Frischekick mit Crushed Ice. Für die jüngsten Gäste gibt es bei beiden Veranstaltungen eine Kindersauna und Wasserspielgeräte.   Während der Sauna‑Treffs sind die Sauna sowie das Schwimmbad ausschließlich textilfrei nutzbar.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 18 Euro im Vorverkauf und 20 Euro an der Abendkasse. Wer nur das textilfreie Schwimmen nutzen möchte, zahlt sieben Euro. Kinder zahlen zehn Euro. Vorverkaufskarten sind jeweils bis freitagsabends auch online erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter www.freizeitbad-neukirchen-vluyn.de

Kinder im Fokus: Internationaler Kindertag und Klever Kinderfest
Am 14. Juni 2026 freut sich das Team des Kinderfestes wieder auf einen bunten Tag im Klever Tiergarten. Der Juni steht in Kleve ganz im Zeichen der Kinder und Kinderrechte. Neben dem Internationalen Kindertag am 1. Juni 2026 findet am 14. Juni 2026 das alljährlich beliebte Kinderfest im Klever Tiergarten statt.

In Deutschland wird der Internationale Kindertag aus historischen Gründen gleich zweimal gefeiert – am 1. Juni und am 20. September. Beide Tage rücken die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft besonders in den Mittelpunkt. Kinder haben ein Recht auf Schutz, Bildung, Mitbestimmung, Gesundheit und ein sicheres Aufwachsen. Diese Rechte sind in der UN-Kinderrechtskonvention fest verankert und zugleich ein wichtiger Auftrag für Städte und Gemeinden.

Der Internationale Kindertag erinnert daran, dass Kinder nicht nur unsere Zukunft sind, sondern bereits heute ein bedeutender Teil unserer Gesellschaft. Ihre Stimmen verdienen Gehör, ihre Ideen Raum und ihre Bedürfnisse besondere Aufmerksamkeit. Deshalb ist es wichtig, Kinderrechte nicht nur zu thematisieren, sondern auch im Alltag sichtbar und erlebbar zu machen.

Das Jugendamt der Stadt Kleve setzt sich daher täglich dafür ein, Kindern faire Chancen auf ein gesundes und sicheres Aufwachsen zu ermöglichen, Beteiligungsmöglichkeiten auszubauen und vielfältige Freizeitangebote zu schaffen. Ein sichtbares Zeichen dieses Engagements ist auch in diesem Jahr wieder das Klever Kinderfest.

Kinderfest im Klever Tiergarten am 14. Juni 2026
In diesem Jahr findet das Kinderfest am Sonntag, 14. Juni 2026, von 10:00 bis 17:00 Uhr im Klever Tiergarten statt und knüpft damit unmittelbar an die Botschaft des Internationalen Kindertages an: Kinder sollen im Mittelpunkt stehen, Gemeinschaft erleben und ihre Stadt aktiv mitgestalten können. Mehr als 100 haupt- und ehrenamtlich Engagierte aus der Kinder- und Jugendarbeit wirken an der Veranstaltung mit und sorgen für ein abwechslungsreiches Programm.

Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf zahlreiche Bastelaktionen, Spiele, Mitmachangebote und weitere Attraktionen freuen. Der Eintritt zum Tiergarten ist an diesem Tag frei, um allen Interessierten einen Besuch des Kinderfestes zu ermöglichen. Während das Kinderfest um 17:00 Uhr endet, bleibt der Tiergarten regulär bis 18:00 Uhr geöffnet.

Da erfahrungsgemäß mit einem hohen Besucherandrang gerechnet wird, empfiehlt das Kinderfestteam die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad. Zudem bittet das Team um etwas Geduld im Eingangsbereich, da bei hohem Andrang ggfs. Wartezeiten entstehen können. An dem Tag können die folgenden Parkplätze für den Besuch des Kinderfestes genutzt werden: Tiergarten, Forstgarten, Hagebaumarkt, Kaufland und Gesamtschule am Forstgarten.

Die Stadt Kleve bittet alle Besucherinnen und Besucher, ausschließlich ausgewiesene Parkplätze zu nutzen. Das Parken auf Grünflächen und entlang der Tiergartenstraße (B9) ist nicht gestattet und kann mit Verwarngeldern geahndet werden.

Dinslaken: Führungen im Juni - Natur, Hexengeschichten und besondere Orte
Die Dinslakener Gästeführer*innen laden wieder zu abwechslungsreichen Entdeckungstouren durch Dinslaken und die Umgebung ein. Ob heimische Wildkräuter, mittelalterliche Stadtgeschichte, eine gemütliche Planwagenfahrt oder neue Blickwinkel auf bekannte Orte – die Führungen verbinden Natur, Geschichte und regionale Besonderheiten auf anschauliche Weise und bieten spannende Einblicke für Interessierte jeden Alters.

Am Mittwoch, 14. Juni 2026, führt die staatlich zertifizierte Kräuterpädagogin Jutta Becker-Ufermann beim Wildkräuterspaziergang von 15:00 bis 16:30 Uhr durch die vielfältige Pflanzenwelt unserer Region. Während der Wanderung vermittelt sie Wissenswertes über essbare und nützliche (Un-)Kräuter und zeigt, wie diese sicher erkannt und gesammelt werden können.

Der nächste Termin folgt dann am 11. Juli 2026 von 11:00 bis 13:30 Uhr und einen besonderen Abschluss bildet die Führung „Pilze finden für Einsteiger“ am 9. September 2026 von 16:00 bis 17:30 Uhr.  Treffpunkt ist der Parkplatz am Waldfriedhof Oberlohberg, Bergerstraße 353 in Dinslaken.

Die Teilnahmegebühr beträgt 12 Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahren zahlen 6 Euro. Wetterangepasste Kleidung wird empfohlen. Eine Reise in die Vergangenheit erwartet Interessierte am Donnerstag, 18. Juni, von 16:00 bis 17:30 Uhr bei der Führung „Unterwegs mit der Hexe Ulanth Dammartz“. Gästeführerin Beate Hettmer schlüpft dabei in die Rolle der im Mittelalter der Hexerei verdächtigten Ulanth Dammartz und berichtet anschaulich über die Hexenverfolgung sowie das damalige Leben der Dinslakener*innen.

Dabei führt sie auf anschauliche Weise zu den wichtigsten Bauwerken der mittelalterlichen Stadt Dinslaken und lässt so das 16. Jahrhundert lebendig werden. Weitere Termine sind am 20. August und 17. September 2026. Treffpunkt ist die Stadtinformation am Rittertor.

Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro pro Person. Am Donnerstag, 25. Juni 2026, lädt Gästeführer Heinrich Hülsemann von 13:30 bis etwa 18:30 Uhr zu einer besonderen Planwagenfahrt von Hiesfeld nach Marienthal ein. Vom Startpunkt an der Wassermühle in Hiesfeld geht es zum historischen Bauernmuseum nach Marienthal, wo die Teilnehmer*innen eine spannende Führung erwartet.

Im Anschluss führt die Strecke weiter durch den Dämmerwald zum Landgasthof Pannebäcker in Schermbeck. Dort wird bei Kaffee und Kuchen eine gemütliche Rast eingelegt, bevor die Rückfahrt nach Hiesfeld erfolgt. Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro pro Person. Im Preis enthalten sind die Führung im Bauernmuseum sowie Kaffee und Kuchen im Landgasthof.

Ebenfalls am Donnerstag, 25. Juni 2026, von 17:00 bis 19:00 Uhr findet die neue Stadtführung „Die anderen Orte“ statt. Stadtarchivarin Katharina Schinhan und Danny Könnicke, Leiter des Museums Voswinckelshof, richten den Blick auf Gebäude und Orte, die selten im Mittelpunkt stehen, aber dennoch viel über die Geschichte Dinslakens erzählen. Teilweise gewöhnlich, vergessen oder längst überbaut, prägen sie die Stadt bis heute.

Der Rundgang beginnt an der Tiefgarage am Rathaus und führt quer durch die Innenstadt. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei. Ein weiterer Termin folgt am 10. September 2026. Für alle Führungen ist eine vorherige Anmeldung bei der Stadtinformation am Rittertor erforderlich – telefonisch unter 02064 – 66 222 oder per E-Mail an stadtinformation@dinslaken.de. Teilnahmegebühren werden direkt vor Ort bei den Gästeführern bezahlt.

Moers: Wildkräuterwanderung
Essbare Wildkräuter sind starke Heilpflanzen aus der Natur. Gemeinsam werden wir sie entdecken, bestimmen, essen und deren Heilwirkung für den menschlichen Organismus kennenlernen. Zugleich ergibt sich ein „Gesundheitsbad“ am fließenden Moersbach unter besonderen Bäumen.

Geführt von Anne-Rose Fusenig Treffpunkt: Sportplatz Solimare Kosten: 12 Euro Weitere Infos zu den Stadtführungen.
Veranstaltungsdatum 09.06.2026 - 18:00 Uhr - 20:00 Uhr. Veranstaltungsort Sportplatz Solimare

Moers: Coward’s Heart von und mit Catherine Elsen
Ausgetrocknete Ozeane, abgebrannte Wälder und die Menschheit stirbt aus.  In Coward’s Heart begegnen wir einer Frau, die ihr Herz in einer kranken Welt zur Reparatur abgegeben hat und jetzt bis auf Weiteres erstmal warten muss. Weit weg vom Mangel an Ressourcen und Zeitdruck, versucht sie zu heilen. Sie kann nirgendwo mehr hin und hat “nur” noch ihren Gesang, ihre Erinnerungen und ihre Imagination, die bald ihre ganze Welt einnehmen werden. 

Der Soundtrack zur Performance ist auch Catherine Elsens Debütalbum, das sie zusammen mit Fröschen aus Costa Rica, einem Wasserfall, einem kaputten Klavier aus den Pyrenäen und einem luxemburgischen Hund komponiert hat.

Eintritt: 22 Euro, ermäßigt 8 Euro. Tickets unter 0 28 41/88 34 -110 oder www.schlosstheater-moers.de
Veranstaltungsdatum 09.06.2026 - 19:30 Uhr - 21:00 Uhr. Veranstaltungsort Schlosstheater - Studio Adresse Kastell 6, 47441 Moers.

Moers: Beirat für ältere Menschen
Veranstaltungsdatum 11.06.2026 - 16:00 Uhr - 18:00 Uhr Ort Neues Rathaus, 47441 Moers, Ratssaal Link Tagesordnung im Ratsinformationssystem der Stadtverwaltung aufrufe

Moers: Vinyltreff
Monatliches Vinylgestöber am Niederrhein für alle Liebhaber und Liebhaberinnen des kultigen Sammelobjektes "Schallplatte". Mehrere Tausend Tonträger warten darauf, neu entdeckt zu werden. Als Gratisservice wird ab sofort eine professionelle Schallplattenreinigung angeboten. 

Für Besucher und Besucherinnen ist der Eintritt frei.  Die Räumlichkeiten sind barrierefrei.  Ausreichend kostenfreie Parkplätze stehen zur Verfügung.  Veranstaltungsdatum 13.06.2026 - 10:00 Uhr - 15:00 Uhr. Veranstaltungsort MUSIC & MORE, Am Schürmannshütt 26, 47441 Moers-Hülsdonk.



Umsatz im Dienstleistungsbereich im März 2026 um 1,4 % niedriger als im Vormonat
Umsatz im Dienstleistungsbereich, März 2026 (vorläufig, kalender- und saisonbereinigt)
-1,4 % zum Vormonat (real)
-1,0 % zum Vormonat (nominal)
-0,3 % zum Vorjahresmonat (real)
+1,6 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) hat im März 2026 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 1,4 % und nominal (nicht preisbereinigt) 1,0 % weniger Umsatz erwirtschaftet als im Februar 2026. Verglichen mit dem Vorjahresmonat März 2025 verzeichnete der reale Umsatz einen Rückgang von 0,3 % und der nominale Umsatz einen Anstieg von 1,6 %.



Den größten realen Umsatzrückgang im März 2026 gegenüber dem Vormonat verzeichneten die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit einem Minus von 4,8 %, gefolgt von den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Vermietung von beweglichen Sachen und Vermittlung von Arbeitskräften) mit einem Minus von 2,6 %.

Im Grundstücks- und Wohnungswesen betrug der Rückgang gegenüber dem Vormonat -0,8 %. Im Gegensatz hierzu stiegen die Umsätze im Bereich Verkehr und Lagerei im März 2026 um 0,3 % und im Bereich Information und Kommunikation um 0,7 % gegenüber dem Vormonat.