Niederrhein aktuell Sonderseiten
BZ-Sitemap • Reisen Hochschule Rhein-Waal VHS Archiv
 

Informationen aus Xanten, Kleve, Dinslaken, Moers, Wesel und Hamminkeln

Archiv  • Vorige Woche: KW 20
Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 21: Montag, 18. - Sonntag, 24. Mai 2026 Themen u.a.:


Kreis Wesel informiert über Ermittlungen zu illegalen Aktivitäten im Zusammenhang mit belasteten Böden in Kamp-Lintfort
Die Zentralstelle für die Verfolgung der Umweltkriminalität in Nordrhein-Westfalen (ZeUK NRW) hat seit September 2024 im Zusammenhang mit dem Verdacht der illegalen Entsorgung belasteter Böden mehrere großangelegte Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. In vielen Fällen besteht der Verdacht, dass belastetes Bodenmaterial illegal angenommen und entsorgt wurde. Die Ermittlungen der ZeUK dauern noch an.

In diesem Zusammenhang informiert die Kreisverwaltung Wesel am 22. Mai 2026 die Öffentlichkeit über Ermittlungen zu illegalen Aktivitäten im Zusammenhang mit belasteten Böden im Zuständigkeitsbereich des Kreises Wesel. Es besteht der konkrete Verdacht für ein Betriebsgelände in Kamp-Lintfort, das unter der Aufsicht des Kreises Wesel steht. Die Information durch den Kreis Wesel ist erst jetzt möglich, da die federführende ZeUK eine Gefährdung des strafrechtlichen Ermittlungserfolgs durch Information der Öffentlichkeit nunmehr ausgeschlossen hat.

Chronologie der Ereignisse und Maßnahmen des Kreises Wesel
Der Kreis Wesel wurde Anfang Mai 2025 durch das NRW-Umweltministerium per Erlass zu einer Gefahrenermittlung auf einem Betriebsgelände in Kamp-Lintfort aufgefordert, allerdings ohne über ein konkretes Verdachtsmoment informiert zu werden. Gleichzeitig wurde die Kreisverwaltung zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet, um die strafrechtlichen Ermittlungen nicht zu gefährden. Alle seitdem erfolgten Schritte wurden in enger Abstimmung mit der ZeUK sowie den übergeordneten Umweltbehörden durchgeführt.

Im Juni 2025 gab der Kreis Wesel daher ein mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW abgestimmtes gutachterliches Untersuchungskonzept in Auftrag, um eventuelle Gefahren für Mensch und Umwelt zu ermitteln. Die Untersuchungen umfassten Proben von Grundwasser, Oberflächenwasser, Boden und Sedimenten. Weiterhin wurde ein Gutachten zur Untersuchung nahegelegener Trinkwasserbrunnen in Auftrag gegeben. Im Ergebnis konnten lokal sehr begrenzt vor allem erhöhte Herbizid-Rückstände und geringfügige Überschreitungen von Schwermetallen ohne nachteilige Auswirkungen nachgewiesen werden.

Eine Gefährdung von Mensch und Umwelt sowie privater Trinkwasserbrunnen konnte jedoch durch den Gutachter ausgeschlossen werden. Auf Basis der Ergebnisse der Gutachten und der regelmäßigen Kontrollen des Betriebsgeländes hat der Kreis Wesel die Genehmigung der Firma um die Auflage eines verpflichtenden Monitorings von Grund- und Oberflächenwasser erweitert und ein ordnungsrechtliches Verfahren hinsichtlich der Säuberung des Bereichs mit Herbizid-Befund eröffnet.

Erstmalig im März 2026 wurde der Kreis Wesel durch die ZeUK über ein konkretes Verdachtsmoment in diesem Zusammenhang informiert. Erste Ermittlungsergebnisse wurden dem Kreis Mitte April 2026, ergänzt Mitte Mai 2026, zur Verfügung gestellt. Diese konkretisieren den Verdacht, dass im Jahr 2024 rund 2.100 Tonnen Bodenmaterial (ca. 90 LKW-Ladungen) auf dem Gelände angeliefert worden sein könnten. Die strafrechtlichen Ermittlungen der ZeUK zum genauen Verbleib dieses Materials dauern an.

Wie geht es jetzt weiter?
Der Kreis Wesel setzt seine bereits durchgeführten Maßnahmen zur Gefahrenermittlung auf Grundlage des nun bekannten, konkreten Verdachtsmoments zielgerichtet fort. Hierzu wird zeitnah ein externer Gutachter beauftragt, erste Gespräche haben bereits stattgefunden.

Alle Untersuchungsergebnisse wurden und werden weiterhin an die übergeordneten Behörden und die ZeUK übermittelt. Der Kreis Wesel wird die Entwicklungen weiterhin aktiv verfolgen und alle notwendigen Schritte zum Schutz von Mensch und Umwelt unternehmen. Die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der ZeUK wird fortgesetzt.

Sobald dem Kreis Wesel weitere Informationen vorliegen, die zur Weitergabe von der ZeUK freigegeben sind, wird er erneut über seine Homepage und Pressemitteilungen informieren.

Wichtige Hintergrundinformationen
Bei diesem Fall handelt es sich nicht um die bereits öffentlich bekannte illegale Entsorgung von Bodenmaterial im Bereich des Rossenrayer Felds. Das Rossenrayer Feld unterliegt der Zuständigkeit der Bezirksregierung Arnsberg als Bergbehörde.

Das hier beschriebene Betriebsgelände ist der erste konkrete Verdachtsfall in der Zuständigkeit des Kreises Wesel im Rahmen der NRW-weiten Ermittlungen der ZeUK. Diese Gesamtermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Weitere Fälle in NRW und auch im Kreis Wesel können daher nicht ausgeschlossen werden.

Vier Bäume für die Zukunft: Stadt Kleve würdigt Baumspenden
Vier neue Bäume bereichern seit März den Klever Stadtraum. Allesamt wurden sie von engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen im Rahmen der Aktion „Mein Baum für Kleve" gespendet. Bürgermeister Markus Dahmen würdigte die Spenden nun bei einer feierlichen Urkundenübergabe im Kellener Willibrordpark.

Im Willibrordpark übergab Bürgermeister Dahmen Urkunden für die Baumspenden.

Seit ihrem Start im August 2024 bietet die Baumspendenaktion Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Unternehmen und anderen Zusammenschlüssen die Möglichkeit, aktiv zum Baumbestand der Schwanenstadt beizutragen. Für den Einkauf und die Pflanzung der Bäume zeichnen die Spender mit einer Spende in Höhe von 500 Euro verantwortlich. Weitere Kosten für Bewässerung und Pflegeschnitte übernimmt die Stadt Kleve. Das Projekt wird außerdem durch das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz unterstützt.

Die 2025 gespendeten Bäume wurden bereits Anfang März im Willibrordpark, am Spielplatz an der Eichenallee und im Grünzug an der Berliner Straße gepflanzt. Sie haben sich seither prächtig entwickelt und zeigen aktuell ihr frisch ausgetriebenes hellgrünes Blätterkleid. Viele der gewählten Arten werden in Kürze blühen und so im weiteren Verlauf des Jahres als Lebensgrundlage für Insekten und Vögel dienen.

Bei der Urkundenübergabe im Willibrordpark betonte Bürgermeister Dahmen: „Ihre Spenden sind nicht nur eine Unterstützung für unsere Stadt, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Bürgerinnen und Bürger aktiv zur Gestaltung eines lebenswerten Umfeldes beitragen können. Ohne Ihr Engagement wäre ein solches Projekt nicht möglich."

Die Stadt Kleve bedankt sich herzlich bei den Spendern: der Familie Hagemann, dem Unternehmen REGEL DESIGN, der KPP Steuerberatungsgesellschaft mbH sowie der Sparkasse Rhein-Maas.

Moers: Geänderte Öffnungszeiten an den Pfingsttagen 
Am kommenden Pfingstwochenende (24. und 25 Mai) sind das Grafschafter Museum im Moerser Schloss und das Alte Landratsamt regulär von 11 bis 18 Uhr für die Besucherinnen und Besucher geöffnet. Als Kooperationspartner des moers festival in diesem Jahr, sind das Schloss und das Haus der Demokratiegeschichte Spielorte des Festivals mit einigen Angeboten.

Deshalb können die Einrichtungen je nach Veranstaltung sogar darüber hinaus geöffnet sein.  Außerdem passt sich das Museum dem diesjährigen Eintrittspreismodell "pay what you can" an. So können die Besuchenden des Museums während des Festivals selbst entscheiden, wie viel sie bezahlen möchten bzw. können.

Die Moerser Stadtverwaltung bleibt an den beiden Pfingsttagen geschlossen. Dies betrifft ebenfalls die Bibliothek und ihre Zweigstellen, die vhs, die Moerser Musikschule und die Sozialraumteams des Jugendamtes in den einzelnen Stadtteilen.

Deutschlandticket im Schülerverkehr wird in Wesel fortgeführt
Der Rat der Stadt Wesel hat in seiner Sitzung am Dienstag, 19. Mai 2026, einstimmig beschlossen, das Deutschlandticket im Schülerverkehr auch in den Schuljahren 2026/2027 und 2027/2028 fortzuführen.

Damit beteiligt sich die Stadt Wesel weiterhin an dem vom Land Nordrhein-Westfalen vorgesehenen Modell zur Verlängerung des Deutschlandtickets im Schülerverkehr. Anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler erhalten auch künftig das Deutschlandticket.

Der nach der Schülerfahrkostenverordnung vorgesehene Eigenanteil ist weiterhin zu zahlen. Auch Schülerinnen und Schüler, die eine Schule in Trägerschaft der Stadt Wesel besuchen, jedoch keinen Anspruch auf Übernahme der Fahrkosten haben, profitieren von der Regelung: Sie können das Deutschlandticket weiterhin zu einem rabattierten Preis erwerben.

„Das Deutschlandticket im Schülerverkehr ist ein verlässliches Angebot für Schülerinnen, Schüler und Familien. Es stärkt die selbstständige Mobilität junger Menschen.“, erklärt Bürgermeister Rainer Benien. Die Verwaltung wurde beauftragt, die erforderlichen Vereinbarungen mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und dem Busverkehr Rheinland für die beiden kommenden Schuljahre abzuschließen.

Für die Stadt Wesel entstehen durch den Einsatz des Deutschlandtickets bezogen auf einzelne Schülerinnen und Schüler keine Mehrkosten gegenüber dem bisherigen SchokoTicket. Änderungen können sich lediglich durch veränderte Schülerzahlen oder allgemeine Tarifanpassungen im öffentlichen Nahverkehr ergeben.

Kreis Wesel: Bekanntmachung über die Fischerprüfung im Herbst 2026
Gemäß § 3 der Verordnung über die Fischerprüfung vom 26.11.1997 (GV. NW. 1998 Seite 61) gebe ich die Termine bekannt, an denen die Fischerprüfung im Herbst 2026 stattfinden wird:
Dienstag, 13.10.2026
Dienstag, 27.10.2026
Montag, 07.12.2026
Dienstag, 08.12.2026
Mittwoch, 16.12.2026

Die Fischerprüfung wird an den genannten Tagen um 16.00 Uhr im Kreishaus Wesel, Reeser Landstr. 31, 46483 Wesel - Raum 008 -, durchgeführt. Diesbezügliche Anträge auf Zulassung zur Fischerprüfung müssen spätestens 4 Wochen vor Prüfungsbeginn bei der unteren Fischereibehörde eingereicht werden. 

Entsprechende Antragsformulare sind im Kreishaus Wesel, Zimmer 538, sowie im Dienstleistungszentrum in Moers, Mühlenstr. 15, erhältlich. Des weiteren können die Formulare auch über das Internet unter www.kreis-wesel.de bezogen werden.

Die für die Teilnahme an der Fischerprüfung zu entrichtende Gebühr beträgt derzeit 50,00 Euro und wird durch besonderen Bescheid festgesetzt. Hinweis: Bewerber aus anderen Kreisen können aktuell nicht zur Prüfung zugelassen werden (ausgenommen Präsenzlehrgänge)

Das Bethanien-Team konnte sich in der Firmenwertung den dritten Platz sichern
Ende April fand der 49. Moerser Schlossparklauf statt und die Stiftung Bethanien Moers ging mit einer eigenen Laufmannschaft an den Start. In diesem Jahr konnte sich das Bethanien-Team erfolgreich platzieren und den dritten Platz auf dem Treppchen sichern. Bereits in den vergangenen Jahren nahm die Mannschaft mehrfach erfolgreich an dem jährlich stattfindenden Sportereignis teil.

Von knapp 50 angemeldeten Teilnehmer:innen aus der Stiftung Bethanien liefen 34 ins Ziel. Der Großteil des Teams absolvierte den 5-Kilometer-Lauf. Beim 10-Kilometer-Lauf gingen zwei Frauen und drei Männer an den Start und in der Disziplin Walking waren sieben Frauen und drei Männer vertreten.

Der Lauf hatte in diesem Jahr zudem einen besonderen Anlass für das Team der Stiftung Bethanien: Dr. Christoph Chylarecki, ehemaliger Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie & Orthopädie, absolvierte seinen letzten Lauf und wird das Projekt künftig an seinen Nachfolger der Klinik Dr. Andrei Visinescu übergeben: „Ich habe nun offiziell den Staffelstab an Dr. Visnescu übergeben.“ Unter dem neuen Chefarzt soll medizinisch gesehen in Zukunft insbesondere der Bereich Sport und Sportverletzungen im Vordergrund stehen. Bereits in diesem Jahr gab es vor Ort eine sportmedizinische Beratung sowie Taping-Angebote für Verletzungen. Im kommenden Jahr soll die Beratung weiter ausgebaut werden und der Bereich der Nahrungsergänzungsmittel soll hinzukommen.

Die Laufmannschaft der Stiftung Bethanien Moers beim 49. Moerser Schlossparklauf.

Nach den Läufen ließ das Team den Tag gemeinsam ausklingen. Dennoch fehlte etwas: „Wir vermissen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den anderen Krankenhäusern aus der Umgebung. In den letzten Jahren haben wir uns immer einige schöne Duelle geliefert. Sport ist wichtig – jeder Arbeitgeber sollte sich um fitte und gesunde Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bemühen“, betont Dr. Chylarecki.

Neues Amtsblatt vom 20.05.2026
Am 20. Mai 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält eine öffentliche Bekanntmachung der Stadt Dinslaken zu der europaweiten Ausschreibung der Schlosserarbeiten für die KiTa Talstraße. Ab sofort sind die städtischen Amtsblätter über folgende Internetseite abrufbar: https://abi.dinslaken.de



Einbürgerungen in NRW auf höchstem Stand seit 25 Jahren
* 76.156 Einbürgerungen im Jahr 2025 – Anstieg um 10,8% zum Vorjahr
* Menschen aus Syrien wurden am häufigsten eingebürgert
* Köln und Hochsauerlandkreis mit höchstem prozentualem Anstieg

Im Jahr 2025 haben in NRW insgesamt 76.156 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft erworben. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ist die Zahl der Einbürgerungen damit um 10,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2024: 68.703) und hat somit einen neuen Höchststand seit dem Jahr 2000 erreicht.

Wie die Statistikerinnen und Statistiker erläutern, sind die gestiegenen Einbürgerungszahlen weiter vor dem Hintergrund der rechtlichen Änderungen an den Einbürgerungsvoraussetzungen zu interpretieren, die mit dem Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts (StARModG) am 27. Juni 2024 in Kraft getreten waren.

Neben einer Absenkung der notwendigen Aufenthaltsdauer in Deutschland ermöglicht die neue Rechtsgrundlage den eingebürgerten Personen generell den Beibehalt der bisherigen Staatsangehörigkeit.



Syrisch weiterhin häufigste Staatsangehörigkeit der Eingebürgerten
2025 bekamen in NRW insgesamt 18.567 Syrerinnen und Syrer eine Einbürgerungsurkunde überreicht – dies entspricht 24,4 % aller Einbürgerungsfälle. Damit war die syrische Staatsangehörigkeit das fünfte Jahr in Folge die am häufigsten vertretene Staatsangehörigkeit unter den Eingebürgerten.

Danach folgten Personen mit türkischer (11.179), irakischer (4.445), russischer (3.841) und iranischer (2.755) Staatsangehörigkeit. Die Top 5 der am häufigsten eingebürgerten Staatsangehörigkeiten hat sich 2025 gegenüber 2024 nicht verändert. Top 5: Zunahme von Einbürgerungen türkischer Staatangehöriger stieg prozentual am stärksten an.

Unter den Top 5 stieg die Zahl der Einbürgerungen von Türkinnen und Türken gegenüber 2024 mit +75,7 % prozentual am stärksten, gefolgt von Personen mit russischer (+67,4 %) und iranischer Staatsangehörigkeit (+21,0 %). Dagegen war die Zahl der Einbürgerungen von syrischen Staatangehörigen in 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 23,7 % gesunken. Auch die Zahl eingebürgerter Personen mit irakischer Staatsangehörigkeit war in diesem Zeitraum rückläufig (−11,9 %).



Steigende Einbürgerungszahlen in 32 kreisfreien Städten und Kreisen
Regional betrachtet, wurden im Jahr 2025 in 32 kreisfreien Städten und Kreisen mehr Ausländer/-innen eingebürgert als in 2024. Den größten prozentualen und gleichzeitig absoluten Anstieg gab es in Köln (+119,7 % bzw. +3.433 auf 6.302). Hohe prozentuale Zunahmen der Einbürgerungszahlen gab es zudem im Hochsauerlandkreis (+82,8 % auf 872) und in Herne (+73,8 % auf 1430).

In 21 kreisfreien Städten und Kreisen waren die Einbürgerungszahlen in 2025 rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Dabei wurden die größten prozentualen Rückgänge im Kreis Warendorf (−40,4 % auf 387) und im Kreis Gütersloh (−33,0 % auf 778) ermittelt.

NRW: Preise für Molkereiprodukte innerhalb der letzten 5 Jahre um fast 40 % gestiegen
* Milch verteuerte sich zwischen April 2021 und April 2026 um 26,2 % –Nahrungsmittel stiegen im selben Zeitraum um 35,6 %
* Sinkende Preise für Milch seit Oktober 2025
* Käse und Quark 42,3 % teurer als noch vor 5 Jahren

Zwischen April 2021 und April 2026 sind die Preise für Molkereiprodukte in Nordrhein-Westfalen um 39,1 % gestiegen (Basis 2020 = 100). Wie das Statistische Landesamt mitteilt, verteuerte sich Milch in den letzten 5 Jahren um 26,2 %. Darunter zeigten sich bei der Preisentwicklung von Voll- und teilentrahmter Milch nur geringe Unterschiede: Vollmilch verteuerte sich im genannten Zeitraum um 26,8 %, teilentrahmte Milch um 25,6 %.

Insgesamt stiegen die Nahrungsmittelpreise im selben Zeitraum um 35,6 %. Milchpreise zuletzt gesunken, aber weiterhin auf hohem Niveau Zwischen Januar 2022 und April 2023 stiegen die Preise für Milch mit 38,4 % besonders stark an. Grund hierfür waren u.a. die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine – dazu zählten steigende Kosten in Produktion, Transport sowie der Kühlung.

Ab Mai 2023 begann sich die Preissituation langsam zu stabilisieren, sodass die Milchpreise zunächst leicht sanken. Mit Beginn der zweiten Jahreshälfte 2024 stiegen diese dann wieder leicht an. Seit Oktober 2025, sind sinkende Preise zu beobachten. So wurde Milch im April 2026 um 10,4 % günstiger angeboten als im Oktober 2025, dennoch lagen die Milchpreise nach wie vor deutlich über dem Niveau von vor dem Krieg in der Ukraine.



Käse und Quark innerhalb der letzten 5 Jahre um 42,3 % gestiegen Stärkere Preisanstiege waren bei weiteren Molkereiprodukten zu beobachten: Die Preise für Käse und Quark stiegen im Zeitraum von April 2021 bis April 2026 um 42,3 %. Auch bei diesen Molkereiprodukten zeigten sich besonders seit Januar 2022 bis zum Ende des ersten Quartals 2023 starke Preisanstiege.

Käse und Quark verteuerte sich in diesem Zeitraum um 45,6 %, darunter erhöhte sich insbesondere Quark um 76,7 % und Schnittkäse um 47,2 %. Während sich die Preise für Käse seitdem auf einem nahezu konstanten Niveau bewegen, sind die Preise für Quark zwischen Mai 2023 und April 2026 wieder gesunken (–25,1 %).

Unternehmensinsolvenzen Februar 2026: -0,7 % gegenüber Februar 2025
Verbraucherinsolvenzen Februar 2026: +0,6 % gegenüber Februar 2025
Im Februar 2026 haben die deutschen Amtsgerichte nach vorläufigen Ergebnissen 2 053 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,7 % weniger als im Vorjahresmonat. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen.

Der Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor. Zudem lagen für Februar 2026 keine Daten aus Rheinland-Pfalz vor. Für die Berechnung des Bundesergebnisses wurden für Rheinland-Pfalz daher die Vorjahreswerte verwendet.



Die Forderungen der Gläubiger aus den im Februar 2026 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 2,5 Milliarden Euro. Im Februar 2025 hatten die Forderungen bei rund 9,0 Milliarden Euro gelegen.

Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei am höchsten
Bezogen auf 10 000 Unternehmen gab es im Februar 2026 insgesamt 5,8 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 11,1 Fällen je 10 000 Unternehmen.

Danach folgte das Gastgewerbe mit 9,7 Fällen und das Baugewerbe mit 8,8 Insolvenzen. 0,6 % mehr Verbraucherinsolvenzen im Februar 2026 als im Vorjahresmonat Im Januar 2026 gab es 6 112 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 0,6 % mehr als im Vorjahresmonat.

18,0 % weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025
• Insgesamt 206 600 Wohnungen fertiggestellt – niedrigster Wert seit 2012
• Bauüberhang mit 760 700 genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen Ende 2025 auf Vorjahresniveau, davon 307 200 bereits im Bau
• Durchschnittliche Dauer zwischen Baugenehmigung und Fertigstellung eines Wohngebäudes seit 2020 um 7 Monate verlängert

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 206 600 Wohnungen gebaut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 18,0 % oder 45 400 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Damit sank die Zahl fertiggestellter Wohnungen im zweiten Jahr in Folge deutlich (2024: -14,4 % zum Vorjahr), nachdem sie in den Jahren 2021 bis 2023 jeweils bei rund 294 000 gelegen hatte.

Zuvor war die Zahl neuer Wohnungen von ihrem Tiefststand von 159 000 im Jahr 2009 auf den Höchststand von 306 400 im Jahr 2020 gestiegen. Niedriger als im Jahr 2025 war die Zahl neuer Wohnungen zuletzt im Jahr 2012 (200 500). In den Ergebnissen sind sowohl Wohnungen in neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden als auch neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.



Rückgänge bei allen Wohngebäudearten In neu errichteten Wohngebäuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 172 600 Wohnungen fertiggestellt. Das waren 20,0 % oder 43 300 Neubauwohnungen weniger als im Vorjahr. Rückgänge gab es sowohl bei den meist von Privatpersonen errichteten Ein- und Zweifamilienhäusern als auch bei den vor allem von Unternehmen gebauten Mehrfamilienhäusern: Mit 41 800 Einfamilienhäusern wurden 23,3 % oder 12 700 weniger fertiggestellt als im Vorjahr.

Die Zahl neuer Wohnungen in Zweifamilienhäusern fiel um 21,4 % oder 3 800 auf 13 800. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, wurden 109 800 Neubauwohnungen geschaffen, das waren 18,9 % oder 25 500 weniger als im Jahr 2024. In neu errichteten Wohnheimen sank die Zahl fertiggestellter Wohnungen um 15,1 % oder 1 300 auf 7 200.

In neuen Nichtwohngebäuden entstanden im Jahr 2025 insgesamt 3 300 Wohnungen und damit 31,8 % oder 1 500 weniger als im Vorjahr. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen. Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 30 700 Wohnungen fertiggestellt, das waren 1,8 % oder 600 weniger als im Vorjahr.

Zahl fertiggestellter Neubauwohnungen sinkt im Osten doppelt so stark wie im Westen In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass die Zahl der fertiggestellten Neubauwohnungen in Wohngebäuden im Jahr 2025 im Osten prozentual mehr als doppelt so stark zurückging wie im Westen.

 Während die Zahl der fertiggestellten Neubauwohnungen im Westen gegenüber dem Vorjahr um 16,7 % (-29 200 auf 145 700) abnahm, sank die Zahl im Osten um 34,3 % (-14 000 auf 26 900). Besonders deutlich war der Unterschied bei Mehrfamilienhäusern: Während im Jahr 2025 im Westen 13,9 % oder 15 000 weniger Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern fertiggestellt wurden, waren es im Osten 38,3 % oder 10 600 Wohnungen weniger als im Vorjahr.

Rückgang bei Bauvorhaben von Privatpersonen besonders deutlich Nach Bauherrengruppen betrachtet entfielen von den im Jahr 2025 fertiggestellten Neubauwohnungen 89 500 auf Unternehmen (-17,8 % oder -19 400 zum Vorjahr) und 72 300 auf Privatpersonen (-23,7 % oder -22 400). Von Trägern der öffentlichen Hand wurden 7 900 Neubauwohnungen fertiggestellt (-15,6 % oder -1 500), von Organisationen ohne Erwerbszweck 2 900 (+1,7 % oder +50).

Durchschnittlich 27 Monate von der Genehmigung bis zur Fertigstellung im Neubau Die durchschnittliche Abwicklungsdauer von Neubauwohnungen in Wohngebäuden, also die Zeit von der Genehmigungserteilung bis zur Fertigstellung, hat sich bei den im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäuden auf 27 Monate verlängert.

Im Jahr 2024 hatte der Bau einer Wohnung noch durchschnittlich 26 Monate gedauert, im Jahr 2020 lediglich 20 Monate. Neubauwohnungen mit durchschnittlich 95,2 Quadratmetern Wohnfläche Eine Neubauwohnung hatte im Jahr 2025 eine durchschnittliche Wohnfläche von 95,2 Quadratmetern. Damit hielt der Trend zu kleineren Wohnungen an.

Die bisher größte durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung war im Jahr 2007 mit 116,4 Quadratmetern gemessen worden, seitdem nahm die durchschnittliche Wohnungsgröße ab.

Bauüberhang auf Vorjahresniveau
Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 10,6 % auf 238 100 und war damit höher als die Zahl der fertiggestellten Wohnungen.
Der Bauüberhang, das sind bereits genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen, bewegte sich zum Jahresende 2025 mit 760 700 Wohnungen auf Vorjahresniveau (2024: 759 700). Davon befanden sich 307 200 Wohnungen bereits im Bau (158 600 Wohnungen davon waren im Rohbau fertiggestellt).

35 700 erloschene Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2025 Im Jahr 2025 erloschen 35 700 Baugenehmigungen, das war der höchste Wert seit 2002 und ein Anstieg um rund ein Viertel gegenüber 2024 und um etwa die Hälfte gegenüber den Jahren 2022 und 2023 (2024: 29 000; 2023: 22 700; 2022: 22 800).

Zur Zahl der im Bauüberhang enthaltenen Bauvorhaben, deren Genehmigung zwar noch nicht erloschen sind, die aber nicht mehr weiterverfolgt werden, liegen keine Informationen vor. 3,8 % weniger umbauter Raum bei Nichtwohngebäuden Auch die Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ist im Jahr 2025 erneut zurückgegangen. Nichtwohngebäude sind zum Beispiel Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude.

Der zentrale Indikator für die Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ist der umbaute Raum. Bei den im Jahr 2025 fertiggestellten Nichtwohngebäuden verringerte sich der umbaute Raum gegenüber dem Jahr 2024 um 3,8 % auf 170,9 Millionen Kubikmeter. Besonders stark war der Rückgang bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden mit -19,5 %.


Trafoschaden sorgte für Stromausfall in Repelen
Enni musste Teil des Netzes kurzfristig abschalten  Ein Trafoschaden hat heute Morgen (21. Mai) zu einer Störung in Moers-Repelen geführt, von der auch das Schulzentrum Rheinkamp und der Enni Sportpark Rheinkamp betroffen waren. Im Keller einer Kundenanlage war es gegen 9 Uhr zu dem Defekt mit Brandentwicklung gekommen.

Damit die Feuerwehr gefahrlos löschen konnte, musste die ENNI Energie & Umwelt (Enni) schnell handeln und einen Strang der Umspannanlage Utfort vom Netz nehmen. Dadurch waren die Haushalte im Bereich der Jungbornstraße, des Oleanderwegs und des Hohen Wegs sowie das Schulzentrum und der Enni Sportpark für rund 20 Minuten ohne Strom. Da das Netz der Enni ringförmig aufgebaut ist, konnte sie die Kunden durch gezielte Umschaltmaßnahmen dann über eine andere Strecke versorgen.  

Tradition trifft Stimmung beim Forstgartenkonzert am Pfingstmontag
Am Pfingstmontag lädt die Stadt Kleve um 15:00 Uhr herzlich zum nächsten Forstgartenkonzert in den idyllischen Blumenhof des historischen Forstgartens ein. Zu Gast ist die niederländische Blaskapelle De Fraps, die mit böhmischer und tschechischer Blasmusik für einen stimmungsvollen musikalischen Feiertagsnachmittag sorgen wird.

Das Forstgartenkonzert von De Fraps stellt an Pfingstmontag bereits eine Tradition aus den vergangenen Jahren dar. Der Eintritt ist frei. De Fraps gehören seit Jahrzehnten zu den bekannten Namen der regionalen Blasmusikszene in den Niederlanden. Die Kapelle blickt inzwischen auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück. Besonders der charakteristische Klang der böhmischen und tschechischen Blasmusik prägt bis heute das musikalische Profil des Ensembles. 

Die Blaskapelle De Fraps. Bildquelle: De Fraps.

Mit ihrer Leidenschaft für Polkas, Walzer und Märsche begeistert die Formation Publikum weit über die niederländische Grenze hinaus. Die Musikerinnen und Musiker von De Fraps stehen für authentische Blasmusik mit viel Spielfreude und einem abwechslungsreichen Repertoire. Neben klassischen Egerländer und böhmischen Stücken gehören auch moderne Arrangements und bekannte Unterhaltungsmelodien zum Programm.

Gerade die Mischung aus musikalischer Qualität, Humor und lockerer Bühnenatmosphäre macht die Auftritte der Kapelle zu einem besonderen Erlebnis für Jung und Alt. Die Forstgartenkonzerte sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt Kleve. An entspannten Sonntagen und Feiertagen bieten sie Musikliebhaberinnen und Musikliebhabern die Gelegenheit, hochwertige Livemusik inmitten der historischen Parkanlage zu genießen.

Auch in dieser Saison erwartet Besucherinnen und Besucher wieder ein abwechslungsreiches Programm mit lokalen und überregionalen Ensembles verschiedenster Stilrichtungen. Weitere Informationen sowie das vollständige Programm der Forstgartenkonzerte finden Sie auf der Website der Stadt Kleve unter www.kleve.de/forstgartenkonzerte.

Fußweg wird gesperrt Baustart für Neubaugebiet in Kapellen  
Die ehemalige Friedhofserweiterungsfläche in Kapellen wurde in der Vergangenheit gerne genutzt – zum Spazierengehen, für die Runde mit dem Hund oder als Abkürzung abseits der Hauptstraße. Dieses Bild wird sich bald verändern: Südlich der Straße „Im Bruckschefeld“ entsteht in den kommenden Monaten ein neues Wohngebiet.

Geplant sind sieben Einfamilienhäuser sowie zwei Mehrfamilienhäuser. Mit dem Start der vorbereitenden Arbeiten muss die Fläche ab sofort vollständig abgesperrt werden. Davon betroffen ist auch der Zugang vom Bruckschefeld zum Friedhof.

Hintergrund ist die anstehende Kampfmittelsondierung: Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung wird das Gelände in Kürze systematisch untersuchen – ein übliches Verfahren, auch ohne konkreten Verdacht.
Zudem ist im Zuge der Arbeiten verstärkter Baustellenverkehr zu erwarten. Nach Abschluss der Erschließung wird es wieder einen fußläufigen Zugang von der Straße „Im Bruckschefeld“ zu einer neu angelegten Parkfläche geben.

vhs Moers – Kamp-Lintfort: Stressabbau durch verbesserte Büroorganisation
Stressfaktor ‚Büroorganisation‘: Ein überfüllter Schreibtisch und schlechte Terminplanungen können viel Zeit rauben. Im Kurs ‚Stressabbau durch eine optimierte Büroorganisation‘ der vhs Moers – Kamp-Lintfort lernen Interessierte am Samstag, 30. Mai, wie man dem entgegensteuern kann.

Ab 10 Uhr geht es in den Räumen der vhs Moers, Wilhelm-Schroder-Straße 10, darum, wie eine effiziente Tages- und Wochenplanung aussehen kann und übersichtliche Ablagen den Zugriff auf Dokumente erleichtern. Außerdem werden Regeln für ein funktionierendes E-Mail-Management vorgestellt. Für das Seminar ist eine rechtzeitige Anmeldung telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de erforderlich.

Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt: Neue Fördermöglichkeiten sichern Schutz des Naturerbes
Land unterstützt 2026 die Realisierung größerer Projekte im Natur- und Artenschutz wie den Flächenkauf für Moor-Renaturierungen

Am 22. Mai erinnern die Vereinten Nationen mit dem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt an den Schutz unserer Lebensgrundlagen. Als dicht besiedeltes und industriell geprägtes Land kommt Nordrhein-Westfalen dieser Verantwortung in diesem Jahr mit mehr Fördermitteln für Projekte im Artenschutz nach: Rund 8,8 Millionen Euro fließen zusätzlich in Maßnahmen für mehr Biodiversität – davon 5,2 Millionen Euro vom Land und 3,6 Millionen Euro vom Bund. Das ermöglichen diese Programme:

Sonderaufruf Landesprogramm Biologische Vielfalt: Mit dem Landesprogramm Biologische Vielfalt stellt das Land einmalig 2026 als Sonderaufruf rund 2,8 Millionen Euro für Maßnahmen für den Erhalt der Artenvielfalt zur Verfügung.

Grüne Bänder in der Landschaft: Die „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) ist ein großes Förderinstrument von Bund und Ländern. Darüber werden Maßnahmen finanziert, die insbesondere die ländlichen Räume stärken. Hecken, Baumreihen und Feldgehölze sind dabei die „Hotspots“ der Artenvielfalt. Der Bund und das Land stellen in NRW in diesem Jahr gemeinsam 500.000 Euro dafür zur Verfügung.

Konkrete Hilfe für gefährdete Arten: Durch einen neuen Förderbereich im Rahmen der GAK werden zudem investive Maßnahmen zur Schaffung, Wiederherstellung und Entwicklung von Lebensräumen sowie Lebensstätten wildlebender Arten gefördert, wie das Anlegen kleiner Biotope, die Wiedervernässung von Mooren oder der Schutz der genetischen Vielfalt von Wildpflanzen. Dafür stehen in diesem Jahr rund 5,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Umweltminister Oliver Krischer: „Der Kampf gegen das weltweite Artensterben ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern hat für uns Priorität. Dort, wo wir gezielt mit Schutzprogrammen helfen, können wir messbare Erfolge erzielen. Dadurch siedeln sich längst verschwundene Arten wie die Wildkatze oder der Fischotter wieder bei uns an. Wir setzen auch in Zukunft auf die enge Zusammenarbeit mit allen Partnern vor Ort.“

Vielfältige Lebensräume sind Kern des Schutzes
In Nordrhein-Westfalen leben mehr als 43.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Gleichzeitig gelten rund 44 Prozent der bewerteten Arten inzwischen als gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden. Das Land verfügt mit über 3.300 Naturschutzgebieten, 546 Gebieten des europäischen Schutzgebietssystems „NATURA 2000“, dem Nationalpark Eifel, rund 100 Wildnisentwicklungsgebieten und zwölf Naturparken über ein vielseitiges und wertvolles Naturerbe.

Doch der Druck auf die Natur wächst: Intensive Flächennutzung, der Klimawandel und Umweltverschmutzung zehren an der Vielfalt. „Wir erleben weltweit und auch bei uns einen bedrohlichen Rückgang der Arten. Wir müssen jetzt entschlossen gegensteuern, um die Vielfalt der Natur für kommende Generationen zu erhalten“, sagt Oliver Krischer.

Strategie und Beratung
Neben der Finanzierung setzt das Land auf bessere Planung und Beratung. Die Biodiversitätsstrategie NRW wird derzeit grundlegend überarbeitet und fortgeschrieben. Nach einer breiten Konsultationsphase mit externen Fachleuten (September 2025 bis Februar 2026) entwickelt eine Arbeitsgruppe aktuell praxistaugliche Maßnahmen für die kommenden Jahre.

Seeadler © Christian Falk

Zusätzlich bietet das neue Regionalbüro des „Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz“ (ANK) beim Landesumweltamt (LANUK) seit Oktober 2025 direkte Unterstützung an. Es hilft Kommunen und Verbänden dabei, Anträge zu stellen und Projekte für gesunde Ökosysteme voranzutreiben. Das ANK ist das größte Programm dieser Art in Deutschland und verzahnt Klimaschutz systematisch mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt.

Neue Fördermöglichkeiten in der Naturschutzförderung: "Sonderaufruf Landesprogramm Biologische Vielfalt"
Mehr Informationen zu den Artenhilfsprogrammen des Landes


ACV begrüßt mehr Transparenz und digitale Modernisierung, mahnt aber klare Qualitätsstandards bei Theorieunterricht, Sonderfahrten und privaten Übungsfahrten an
Der ACV Automobil-Club Verkehr bewertet die heute vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Pläne zur Führerscheinreform differenziert. Ziel der Reform ist es, den Erwerb des Pkw-Führerscheins moderner, digitaler und bezahlbarer zu machen. Vorgesehen sind unter anderem mehr Transparenz bei Fahrschulpreisen und Bestehensquoten, digitale Lernangebote in der Theorieausbildung, eine Flexibilisierung der Sonderfahrten, kürzere praktische Prüfungen sowie eine Experimentierklausel für private Übungsfahrten mit nahestehenden Personen.

Der ACV unterstützt ausdrücklich das Ziel, die Kosten für den Führerscheinerwerb zu senken. Gerade für junge Menschen, Auszubildende und Menschen im ländlichen Raum ist der Führerschein häufig Voraussetzung für Mobilität, Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig warnt der Club davor, notwendige Ausbildungsqualität zugunsten kurzfristiger Kostensenkungen zu schwächen.

„Der Führerschein darf kein Luxusgut werden. Deshalb ist es richtig, Kostenstrukturen zu überprüfen, Bürokratie abzubauen und Fahrschülern mehr Orientierung zu geben“, erklärt ACV Geschäftsführer Holger Küster. „Bezahlbarkeit und Verkehrssicherheit dürfen aber nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wer am Ende weniger zahlt, aber schlechter vorbereitet in den Straßenverkehr startet, hat nichts gewonnen.“

Positiv bewertet der ACV insbesondere die vorgesehene Veröffentlichung von Fahrschulpreisen und Bestehensquoten. Eine zentrale, transparente Darstellung der Kostenbestandteile kann Fahrschülern helfen, Angebote besser zu vergleichen und realistische Gesamtkosten einzuschätzen. Auch statistische Angaben zu Erfolgsquoten können aus Sicht des ACV eine sinnvolle Orientierung bieten, sofern sie sachgerecht eingeordnet werden.

„Mehr Preistransparenz schafft Vergleichbarkeit und stärkt die Position der Verbraucher“, so Küster. „Wer sich für eine Fahrschule entscheidet, muss Preise nachvollziehen und Leistungen realistisch bewerten können. Wichtig ist aber: Erfolgsquoten dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Regionale Unterschiede, Ausbildungsprofile und individuelle Lernvoraussetzungen müssen berücksichtigt werden.“

Kritisch sieht der ACV die Möglichkeit, den Theorieunterricht künftig weitgehend oder vollständig digital zu absolvieren. Digitale Lernangebote können die Fahrausbildung sinnvoll ergänzen und flexibler machen. Sie dürfen jedoch nicht dazu führen, dass Austausch, pädagogische Begleitung und die Vermittlung von Verantwortungsbewusstsein im Straßenverkehr an Bedeutung verlieren.

„Fahrausbildung ist mehr als das Bestehen einer Prüfung“, betont Küster. „Verkehrsregeln lassen sich digital lernen. Rücksichtnahme, Gefahrenbewusstsein und verantwortungsvolles Verhalten entstehen aber auch durch Diskussion, Rückfragen und direkte Rückmeldung – und lassen sich aus Sicht des ACV besonders wirksam im persönlichen Austausch in Präsenz vermitteln.

Deshalb braucht es auch bei digitalen Lernwegen verbindliche Qualitätsstandards und wirksame Lernstandskontrollen.“Die geplante Flexibilisierung der Sonderfahrten bewertet der ACV mit Zurückhaltung.
Fahrten bei Nacht, auf Autobahnen und Landstraßen vermitteln zentrale Erfahrungen, die für Fahranfänger besonders wichtig sind. Eine flexiblere Gestaltung der Ausbildung kann sinnvoll sein, darf aber nicht dazu führen, dass essenzielle Fahrsituationen seltener praktisch geübt werden. Der ACV plädiert dafür, die Auswirkungen dieser Anpassung genau zu beobachten und bei negativen Effekten nachzusteuern.

„Der Straßenverkehr ist komplexer denn je. Sonderfahrten bereiten auf Situationen vor, die Fahranfänger nicht erst allein erleben sollten“, sagt Küster. „Wenn feste Vorgaben zur Anzahl der Sonderfahrten flexibilisiert werden, muss sichergestellt bleiben, dass die notwendige Fahrpraxis tatsächlich erreicht wird.“

Die vorgesehene Experimentierklausel für private Übungsfahrten mit Angehörigen oder anderen nahestehenden Personen sieht der ACV in diesem Kontext unter klaren Voraussetzungen als sinnvoll an. Voraussetzung müssen eine ausreichende professionelle Grundausbildung, eine bestandene Theorieprüfung, klare Anforderungen an Begleitpersonen sowie eine strukturierte Dokumentation der Übungsfahrten sein.

„Zusätzliche Fahrpraxis kann helfen – aber sie braucht einen sicheren Rahmen“, erklärt Küster. „Private Übungsfahrten dürfen professionelle Fahrausbildung nicht ersetzen. Sie können nur ergänzen, wenn Begleitpersonen geeignet sind, die Grundlagen bereits sitzen und die Fahrschule weiterhin die Ausbildungsqualität steuert.“

Aus Sicht des ACV braucht es im weiteren Verfahren zudem verbindliche und standardisierte Lernstandskontrollen. Wenn Theorie stärker digitalisiert, Präsenzpflichten reduziert und Ausbildungswege flexibilisiert werden, müssen verlässliche Verfahren sicherstellen, dass Fahrschüler tatsächlich prüfungsreif sind.

„Wer gut vorbereitet in die Prüfung geht, besteht häufiger beim ersten Mal. Das spart Zeit, Geld und Frustration“, so Küster. „Deshalb sollte die Reform nicht nur auf günstigere Zugänge setzen, sondern auch auf verbindliche Qualitätssicherung. Eine moderne Fahrausbildung muss digitaler und bezahlbarer werden – aber vor allem sicher bleiben.“

Vorsicht vor Hitze im Auto - Fahrzeuge heizen in der Sonne besonders schnell auf / ADAC Experten messen Temperaturen von fast 60 Grad im Innenraum / Scheibe einschlagen nur im Notfall erlaubt
Die ersten sommerlichen Tage stehen bevor, daher warnt der ADAC vor den Folgen von Hitze im Auto. Denn im Wageninneren entwickeln hohe Außentemperaturen und direkte Sonnenstrahlen eine oft viel stärkere Wirkung. In einer Versuchsreihe haben Experten des Mobilitätsclubs ein Fahrzeug in der prallen Sonne abgestellt und die Temperaturen im Innenraum dokumentiert.

Die Außentemperatur lag dauerhaft unter 30 Grad. Ganz andere Werte ergaben sich im Innenraum: Bereits nach einer halben Stunde stieg die Temperatur auf über 50 Grad – nach eineinhalb Stunden wurde ein Höchstwert von 59,1 Grad festgestellt. Für Kleinkinder oder Tiere herrscht bei diesen Bedingungen absolute Lebensgefahr. Auch ohne hochsommerliche Temperaturen kann sich ein Auto innerhalb kürzester Zeit stark aufheizen.

Entscheidend sind nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch die Sonneneinstrahlung. Bei direkter Sonne wird ein Auto nahezu zum Treibhaus: Strahlung dringt durch die Scheiben ein, wird im Innenraum gespeichert und heizt diesen massiv auf. Auch Oberflächen wie Lenkrad, Gurtschlösser oder Kindersitze können Temperaturen von bis zu 80 Grad erreichen und Verbrennungen verursachen.

Der ADAC appelliert daher an Autofahrer, auch für vermeintlich kurze Stopps niemanden im Fahrzeug zu lassen – auch dann nicht, wenn die Fenster einen Spalt weit geöffnet sind. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass leicht geöffnete Fenster nur einen sehr geringen Einfluss auf die Innenraumtemperatur haben. Auch temperaturempfindliche Gegenstände wie z.B. Handys oder Feuerzeuge sollten aus dem Auto mitgenommen werden, wenn es in der Sonne abgestellt wird. In der Versuchsreihe wurde auch untersucht, welche Hilfsmittel das Aufheizen des Innenraums wirksam unterbinden können.

Am effektivsten war eine sogenannte Halbgarage, die wie eine Abdeckplane über das Auto gelegt wird: Sie machte eine Temperaturdifferenz von zehn Grad aus. Ebenfalls gut funktioniert eine silberne Schutzfolie, die auch im Winter auf vielen Windschutzscheiben zu finden ist; hier lag die Temperaturdifferenz bei acht Grad. Ein weißes Tuch auf dem Armaturenbrett dagegen schaffte nur drei Grad Differenz.

Entdeckt man ein Kind oder Tier in einem Auto, das in der Sonne abgestellt ist, sollte man handeln: Zunächst kann man zum Beispiel durch Klopfen an die Scheibe prüfen, ob es den Insassen gut geht. Gibt es merkliche Anzeichen für Überhitzung – etwa Apathie oder starkes Schwitzen respektive Hecheln bei einem Hund – sollten Polizei oder Feuerwehr verständigt werden.

Das Einschlagen der Scheibe ist nur in einer akuten Notsituation beziehungsweise bei Gefahr für Leib und Leben gerechtfertigt. Für diesen Fall sollte man sich dringend Zeugen suchen und nach Möglichkeit nochmals die Rettungskräfte über das Vorgehen informieren. Mehr zu den Untersuchungen des ADAC lesen Sie hier.

Digitale Maut: Europäisches Verbraucherzentrum fordert Nachbesserungen bei Regeln und Sanktionen
Wer mit dem Auto ins europäische Ausland reist, rechnet meist mit klar erkennbaren Mautstationen. Schranke, Kasse, Ticket. Die Realität sieht vielerorts anders aus: digitale Vignetten und Kennzeichenerfassung per Kamera.

Verbraucher schildern dem Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland regelmäßig Fälle, in denen sie zahlen wollten – und trotzdem Wochen später mit hohen Forderungen konfrontiert werden. Nicht wegen Vorsatz, sondern wegen formeller, ungewollter Fehler.

Aus Sicht des EVZ zeigt sich dabei ein grundlegendes Problem: Mautsysteme werden in vielen Ländern ohne Schranken oder Personal betrieben. Die Kontrolle erfolgt lückenlos per Kamera – jeder formelle Verstoß wird automatisch erfasst und sanktioniert, selbst wenn die Betroffenen die Maut korrekt bezahlen wollten. Für Verbraucher entsteht so ein deutliches Ungleichgewicht zwischen einfacher Kontrolle auf Betreiberseite und hohem Haftungsrisiko auf Kundenseite.

Wenn ein Zahlendreher zur „Fahrt ohne Maut“ wird
Beim Online-Kauf einer digitalen Vignette reichen Kleinigkeiten, um zu Problemen zu führen. Zum Beispiel:
Ein Zahlen- oder Buchstabendreher im Kennzeichen
Der Bindestrich im Kennzeichen wird an der falschen Stelle eingegeben
Versehentlich der falsche Gültigkeitszeitraum für die Fahrt ausgewählt
Der Bezahlvorgang wird technisch nicht korrekt abgeschlossen (etwa weil der Kauf nicht final bestätigt wurde oder ein technischer Fehler bei der Online-Zahlung auftritt). Ohne Bestätigungsmail sollte die Fahrt keinesfalls begonnen werden.

Die Betroffenen gehen davon aus, korrekt bezahlt zu haben. Formal gilt die Fahrt jedoch als mautpflichtig ohne gültige Registrierung.

Nicht bei Drittanbietern bestellen
Neben diesen systembedingten Fehlerquellen kommt ein weiteres Problem hinzu. Viele Reisende kaufen Vignetten unbeabsichtigt bei Drittanbietern. Diese erscheinen bei Suchmaschinen oft ganz oben. Dort sind die Preise deutlich höher als bei den offiziellen Verkaufsstellen der Länder.

Zusätzlich kommt es immer wieder vor, dass der Drittanbieter die Fahrzeug- oder Personendaten fehlerhaft an das offizielle Mautsystem weiterleitet. Verbraucher haben keinen Einblick in dieses System und können die Angaben weder kontrollieren noch korrigieren. Die Folge: Trotz Bezahlung liegt keine gültige Registrierung vor.

Tipp: Vignetten ausschließlich bei den offiziellen Stellen des jeweiligen Landes erwerben.
Hartes Durchgreifen: Das Beispiel Österreich und die Ersatzmaut
Wie drastisch die Folgen rein formeller Fehler sein können, zeigt sich in Österreich besonders deutlich.

Wer dort aufgrund eines Eingabefehlers bei der Vignettenregistrierung ohne gültige Vignette auf der Autobahn unterwegs ist, muss seit Anfang 2026 eine Ersatzmaut von 200 Euro zahlen (vormals 120 Euro). Diese steht in keinem Verhältnis zum eigentlichen Vignettenpreis (Tagesvignette Pkw: 9,60 Euro, Jahresvignette Pkw: 106,80 Euro).

Wird die Ersatzmaut nicht fristgerecht beglichen, wird mit einem Verwaltungsstrafverfahren gedroht, bei dem die Strafe bis auf 3000 Euro ansteigen kann.
„Diese Androhung sorgt dafür, dass die meisten Verbraucher – selbst bei guten Chancen im Verwaltungsverfahren – lieber zahlen, obwohl sie die Maut ursprünglich korrekt entrichten wollten und lediglich ein formeller Fehler vorlag“, sagt Malina Garcia, Juristin beim EVZ Deutschland.
„Hier zeigt sich ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den Interessen der Mautbetreiber und denen der Verbraucher. Im Sinne des Verbraucherschutzes wäre es wünschenswert, die Regelungen zu digitalen Mautsystemen und Sanktionen in Europa nachzubessern und zu vereinheitlichen.“

Nähere Informationen zu Bußgeldern und Mautnachforderungen aus dem Ausland auf der Webseite des EVZ Deutschland.


Daten zur Rentendebatte
Die Bevölkerung im Rentenalter nimmt zu. 16,7 Millionen Personen im Rentenalter ab 67 Jahren gab es im Jahr 2024 in Deutschland. Nach der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung wächst diese Zahl – je nach Entwicklung der Lebenserwartung – bis Ende der 2030er- Jahre um weitere vier bis fünf Millionen auf mindestens 20,5 Millionen. Der Anteil der Personen im Rentenalter an der Gesamtbevölkerung wird je nach Berechnungsvariante in diesem Zeitraum von 20 % auf 25 bis 27 % zunehmen.

Ein Grund dafür ist der Übergang der Generation der Babyboomer vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Auf sie folgen deutlich kleinere Jahrgänge. Mit Hilfe der animierten Bevölkerungspyramide lässt sich zudem ablesen, wie viele Menschen der Vorausberechnung zufolge beispielsweise im Jahr 2060 im Erwerbsalter sein werden – und wie viele mindestens 70 Jahre alt.
(https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/#!)

Ältere Menschen sind häufiger erwerbstätig Ältere Menschen sind häufiger erwerbstätig als früher. 2025 waren nach Erstergebnissen des Mikrozensus 19,9 % der 67-Jährigen erwerbstätig, 2015 lag die Quote in der Altersgruppe bei 13,3 %. Nach wie vor gehen viele von ihnen vorzeitig in den Ruhestand: 2025 waren 60,9 % der 63-Jährigen erwerbstätig. Allerdings ist die Quote in der Altersgruppe gestiegen: 2015 lag sie noch bei 38,9 %.

Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von gesundheitlichen Einschränkungen über versicherungsrechtliche Besonderheiten wie langjährige Beitragszahlungen oder Frühverrentungsangeboten von Unternehmen bis hin zum Wunsch nach mehr Freizeit.

18 % der Staatsausgaben für die gesetzliche Rentenversicherung
Für die Geldleistungen der gesetzlichen Rentenversicherung gab der Staat im Jahr 2024 knapp 394,7 Milliarden Euro aus. Das waren 18,4 % der Staatsausgaben insgesamt. Der Anteil ist im Zehn-Jahres-Vergleich gesunken: 2014 hatte er noch bei 19,7 % gelegen (261,2 Milliarden Euro).

Exportüberschuss im Handel mit den USA im 1. Quartal 2026 um 30,5 % geringer als im Vorjahresquartal
• Deutsche Exporte in die USA sinken deutlich, Importe steigen leicht
• Trotz 28,4 % weniger Exporten haben Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile den größten Anteil am Exportüberschuss mit den Vereinigten Staaten
• Importüberschuss bei mineralischen Brennstoffen

Seit mehr als drei Jahrzehnten verzeichnet Deutschland Exportüberschüsse im Außenhandel mit den USA. Nachdem die Vereinigten Staaten im Jahr 2025 hohe Einfuhrzölle unter anderem auf Importe von Kraftfahrzeugen aus Europa in Kraft setzten, schrumpfte der deutsche Exportüberschuss deutlich.

Im 1. Quartal 2026 erzielte Deutschland im Warenhandel mit den USA einen Exportüberschuss von 12,4 Milliarden Euro. Damit verringerte sich der Überschuss gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30,5 % (1. Quartal 2025: +17,8 Milliarden Euro). Insgesamt wurden im 1. Quartal 2026 Waren im Wert von 36,2 Milliarden Euro aus Deutschland in die USA exportiert und Waren im Wert von 23,8 Milliarden Euro von dort importiert.

Die Exporte in die USA sanken damit binnen Jahresfrist um 12,1 %, während die Importe um 1,9 % stiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, trug der Rückgang der Exporte von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen maßgeblich zum geringeren Außenhandelssaldo im 1. Quartal 2026 bei.

Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile mit größtem Anteil am Exportüberschuss in die USA
Der Handel mit Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen machte im 1. Quartal 2026 mit einem Saldo von +5,0 Milliarden Euro den größten Anteil am deutschen Exportüberschuss mit den USA aus. Der Überschuss war allerdings um 35,5 % geringer als im 1. Quartal 2025, als er noch bei +7,8 Milliarden Euro gelegen hatte.

Insgesamt exportierte Deutschland im 1. Quartal 2026 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile im Wert von 6,5 Milliarden Euro in die USA, das waren 28,4 % weniger als im Vorjahresquartal. Demgegenüber stiegen die Importe aus den USA in dieser Warengruppe im selben Zeitraum um 13,2 % auf 1,5 Milliarden Euro.

Bei Neufahrzeugen mit Verbrennermotoren (ohne Hybride) betrug der Exportüberschuss 2,0 Milliarden Euro (Export: 2,6 Milliarden Euro, -17,6 %; Import: 0,6 Milliarden Euro, +4,9 %), bei Hybridfahrzeugen lag er bei 0,5 Milliarden Euro (Export: 0,9 Milliarden Euro, -25,4 %; Import: 0,3 Milliarden Euro, +47,7 %) und bei reinen Elektroautos bei 0,4 Milliarden Euro (Export: 0,6 Milliarden Euro, -65,7 %; Import: 0,2 Milliarden Euro, +34,3 %).

Rückläufige Exportüberschüsse auch bei Maschinen und anderen Warengruppen
 Einen positiven Außenhandelssaldo mit den USA gab es im 1. Quartal 2026 auch bei Maschinen mit einem Exportüberschuss von 4,9 Milliarden Euro (Export: 6,5 Milliarden Euro, -6,4 % zum Vorjahresquartal; Import: 1,6 Milliarden Euro, -11,0).

Gegenüber dem 1. Quartal 2025 nahm der Exportüberschuss hier um 4,8 % ab. Weitere Warengruppen mit einem deutschen Exportüberschuss im Handel mit den Vereinigten Staaten waren im 1. Quartal 2026 unter anderem Pharmazeutische Erzeugnisse mit einem Saldo von 3,4 Milliarden Euro (-18,7 % zum Vorjahresquartal) sowie elektrische Ausrüstungen mit einem Saldo von 1,9 Milliarden Euro (-5,3 %).

Importüberschuss bei mineralischen Brennstoffen
Importüberschüsse mit den USA ergaben sich im 1. Quartal 2026 vor allem bei mineralischen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl und flüssigem Erdgas. Den größten Anteil daran hatten Erdöl und Erdgas mit einem Außenhandelssaldo von -3,0 Milliarden Euro. Auch im Handel mit Kohle und Kokereierzeugnissen war der Außenhandelssaldo mit den Vereinigten Staaten im 1. Quartal 2026 negativ (jeweils -0,3 Milliarden Euro).


Neues Leben in der ehemaligen Kaufhof-Immobilie: Mieterkonzept für Wesels Großprojekt steht
Der Wandel der ehemaligen Kaufhof-Immobilie an der Hohen Straße 57 biegt auf die Zielgerade ein. Während im Inneren des Gebäudes die Umbauarbeiten auf Hochtouren laufen, steht nun auch die zukünftige Mieterstruktur für den gesamten Komplex fest.

Foto v.l.: Judith Munzert (Zevens Grundbesitz), David Janning (Architekt), Rainer Benien (Bürgermeister), Kay Hoppe (Real Solution Partners), Jochen Koenen (Zevens Grundbesitz), Wendelin Knuf (Wirtschaftsförderer), Patric Schneider und Andreas Müller-Kehm (beide: Real Solution Partners)

Auch für die rund 1.500 Quadratmeter große Freifläche im ersten Obergeschoss gibt es nun Klarheit: MediaMarkt, der führende und namhafteste Elektronik-Fachmarkt in Deutschland, wird in das Gebäude einziehen und den Branchenmix der Weseler Innenstadt entscheidend bereichern.

Zudem zieht Ernsting’s family ins Erdgeschoss an der Ecke Hohe Straße/Kreuzstraße auf einer rund 300 Quadratmetern großen Teilfläche ein, die bislang noch frei war. Gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Benien, Vertreterinnen und Vertretern des Eigentümers sowie den Projektverantwortlichen stellte Wirtschaftsförderer Wendelin Knuf das finale Nutzungskonzept am heutigen Mittwoch vor Ort vor.

Die Eröffnung des runderneuerten Einkaufskomplexes ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Ein starkes Signal für die Innenstadt Für die Stadt Wesel bedeutet der erfolgreiche Abschluss der Vermarktung einen Meilenstein.

„Die Wiederbelebung der ehemaligen Kaufhof-Immobilie ist ein zentrales Projekt unserer Stadtentwicklung. Wir schließen hier eine schmerzhafte Lücke in der Fußgängerzone“, betont Bürgermeister Rainer Benien. „Das Engagement des Investors und die neuen Mieter sind ein starkes Bekenntnis zum Standort Wesel und geben dem Handel in der gesamten Innenstadt neuen Rückenwind.“

Auch auf Eigentümerseite zeigt man sich hochzufrieden mit der Entwicklung. „Wir haben Wort gehalten: Das Gebäude ist voll vermietet. Mit dem neuen Ankermieter im Obergeschoss ist das Puzzle nun komplett“, erklären Bernd Zevens, Geschäftsführer und Inhaber der Zevens Grundbesitz GmbH & Co. KG, sowie sein Führungsteam Jochen Koenen und Judith Munzert.
„Wir investieren hier massiv in die Substanz, um eine moderne, attraktive Einkaufsatmosphäre zu schaffen.“

Zukunftsfähiger Branchenmix statt klassischem Warenhaus
Mit dem Einzug von MediaMarkt und Ernsting’s family ist das rund 9.000 Quadratmeter Gesamtfläche umfassende Gebäude nun vollflächig verplant.

Der neue Mix bricht mit dem klassischen Warenhausmodell alter Schule und setzt stattdessen auf eine Kombination aus starken Ankermietern und bewährten Publikumsmagneten: Während im Untergeschoss der Lebensmittel-Discounter Netto die Nahversorgung sichert, ziehen im Erdgeschoss Ernsting’s family sowie die Drogeriekette Müller als neuer Frequenzbringer ein.

Ergänzt wird das Angebot durch die Modeketten H&M und New Yorker; New Yorker vergrößert seine Präsenz am Standort deutlich. Das bereits eröffnete „Oliv Café“ an der Kreuzstraße sorgt zudem für eine gastronomische Belebung der Außenfläche. Aus Sicht der Wirtschaftsförderung ist das Projekt ein Paradebeispiel für eine gelungene Revitalisierung.

„Mit dem Einzug von Müller im Erdgeschoss sowie MediaMarkt im Obergeschoss entstehen neue Magneten, die täglich zahlreiche Menschen in die Hohe Straße ziehen werden“, erklärt Wirtschaftsförderer Wendelin Knuf. „Dieser neue Besatz ergänzt das vorhandene Angebot in Wesel sehr gut und stärkt unsere Position als regionales Mittelzentrum.“

Die bauliche Transformation des Bestandsgebäudes läuft derweil planmäßig, sodass der schrittweisen Übergabe der Flächen an die Mieter und der Eröffnung in der zweiten Jahreshälfte nichts im Wege steht.

Dinslaken: Bürgerbüro Hiesfeld am 21. und 22. Mai geschlossen
Das Bürgerbüro in Hiesfeld bleibt am 21. und 22. Mai 2026 geschlossen.  Bürger*innen, die in Hiesfeld für Donnerstag oder Freitag einen Termin gebucht haben, werden über die Schließung informiert.  Sie haben die Möglichkeit ihre Angelegenheiten in Stadtmitte zu erledigen. 

Das Bürgerbüro in der Stadtmitte ist am Donnerstag von 9-16 Uhr und am Freitag von 9-13 Uhr ohne Terminvereinbarung geöffnet. Wer Ausweisdokumente in Hiesfeld abholen möchten, kann diese ausnahmsweise am Donnerstag und Freitag im Bürgerbüro Stadtmitte abholen. Die Information über die Schließung wird auch am Bürgerbüro in Hiesfeld ausgehangen.  

Dinslaken: Benefiz-Radler Oliver Trelenberg trifft Bürgermeister Panke
Bürgermeister Simon Panke und Benefiz-Radler Oliver Trelenberg am 20.05.2026 vor dem Dinslakener Rathaus. Am Mittwoch (20.05.), war Oliver Trelenberg, der seit 2014 für den guten Zweck durch ganz Deutschland radelt, zu Gast in Dinslaken. Bürgermeister Simon Panke empfing den mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichneten Sportler im Rathaus.

Trelenberg war 2013 an Kehlkopfkrebs erkrankt und diese Erfahrungen hat dazu geführt, dass er nun seit Jahren unter dem Motto "Oli radelt" auf Radtouren in ganz Deutschland über Krebskrankheiten informiert, Wege aus persönlichen Lebenskrisen aufzeigt und Spenden sammelt. Diese spendet er dann an Vereine, die bundesweit krebs- und schwerkranken Menschen, vor allem Kinder und Jugendlichen, helfen.

In den letzten Jahren kam so ein Spendenbetrag von rund 110.000 Euro zusammen. Nach einem intensiven Austausch begleitete Simon Panke den Radsportler zum Hotel im Park, wo der Spendensammler kostenlos übernachten wird. Weiterführende Infos finden Sie auch unter: www.oli-radelt.de.

Neuer Flyer der Stadt Wesel: "Hilfe bei Gewalt gegen Frauen“
Mit dem Projekt „Wesel sagt NEIN zu Gewalt gegen Frauen“ setzt die Gleichstellungsstelle der Stadt Wesel ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt. Neben drei Bänken gegen Gewalt, die im Weseler Stadtgebiet aufgestellt wurden, wurde nun ein Flyer erstellt, der Frauen in Notlagen Orientierung bietet und auf konkrete Hilfsangebote hinweist.

Bank gegen Gewalt vor dem Hauptbahnhof Wesel

Der Flyer bündelt Anlaufstellen und Hilfsangebote, die im Stadtgebiet Wesel erreichbar sind. Dazu gehört unter anderem das bundesweite „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ unter der Telefonnummer 116 016. Über einen QR-Code im Flyer gelangen Betroffene und Unterstützende direkt zur städtischen Internetseite zum Thema Gewalt gegen Frauen.

Dort werden Hilfsangebote im Stadtgebiet Wesel angezeigt. Außerdem ist ersichtlich, wo sich Krankenhäuser und die örtliche Polizeidienststelle befinden. Eine interaktive Karte erleichtert es, die passende Anlaufstelle schnell zu finden. Das ist besonders hilfreich für Menschen, die sich in Wesel nicht gut auskennen. Gewalt gegen Frauen darf nicht verharmlost werden.

Sie ist kein individuelles oder ausschließlich privates Problem, sondern ein strukturelles und gesamtgesellschaftliches Thema. Gewalt kommt in allen gesellschaftlichen Schichten vor und findet häufig innerhalb von Familien und Partnerschaften statt. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. So steht es in Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Erarbeitet und umgesetzt wurde das Projekt von Regina Schmitz-Lenneps, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wesel, und Merle Zimmer, Praktikantin bei der Stadt Wesel. Interessierte können den Flyer im Rathaus der Stadt Wesel, Klever-Tor-Platz 1, 46483 Wesel, in der ersten Etage vor den Aufzügen mitnehmen. Weitere Informationen gibt es online unter: www.wesel.de/gewaltgegenfrauen

Handelsabkommen zwischen der EU und den USA
Das Europäische Parlament und der Rat der EU haben eine politische Einigung über zwei Verordnungen zur Umsetzung des Handelsabkommens zwischen der EU und den USA erzielt. Die EU-Kommission begrüßte die Entscheidung mit der sichergestellt wird, dass die wichtigsten Ziele der Gemeinsamen Erklärung EU-USA vom 21. August 2025 erreicht werden.

Konkret geht es um die Verordnungen zur Abschaffung der Zölle auf alle US-Industriegüter und zur Gewährung eines präferenziellen Marktzugangs für bestimmte US-amerikanische Agrar- und Meeresfrüchteerzeugnisse im Einklang mit den in der Gemeinsamen Erklärung eingegangenen Verpflichtungen der EU. Die vereinbarten endgültigen Texte werden nun dem Europäischen Parlament und dem Rat in den kommenden Wochen zur förmlichen Annahme vorgelegt, damit sie rasch in Kraft treten können.

Liberalisierter Marktzugang für US-Ausfuhren
Der liberalisierte Marktzugang, der den US-Ausfuhren durch die Verordnungen gewährt wird, wird sicherstellen, dass die von der EU-Industrie und den Verbrauchern benötigten Waren billiger und leichter verfügbar sind, ohne die Empfindlichkeiten der EU zu beeinträchtigen. Schutzklausel für mögliche Handelsstörungen Gleichzeitig bieten die Verordnungen im Einklang mit der üblichen Praxis in EU-Handelsabkommen der Industrie der EU durch eine Schutzklausel starke Garantien gegen mögliche Handelsstörungen.

Eine regelmäßige Überwachung der Handelsströme wird es ermöglichen, im Falle eines schädigenden oder potenziell schädigenden Anstiegs der Ausfuhren aus den USA rasch zu handeln. Aussetzung der Zollzugeständnisse möglich Die Verordnungen geben der EU auch die erforderlichen Instrumente an die Hand, um die in der Gemeinsamen Erklärung EU-USA eingegangenen Verpflichtungen durchzusetzen. Unter genau festgelegten Umständen würden die Verordnungen es der EU ermöglichen, zu reagieren, indem sie ihre Zollzugeständnisse ganz oder teilweise aussetzt.

Förderung des transatlantischen Handels
Mit der Einigung wird sichergestellt, dass die Aufrechterhaltung eines stabilen, fairen, berechenbaren und für beide Seiten vorteilhaften transatlantischen Handels und transatlantischer Investitionen erreicht wird. Zudem wird der Weg zur Förderung des transatlantischen Handels geebnet, indem weitere Bereiche zur Senkung der Zölle für EU-Ausfuhren ausgelotet werden.

Nächste Schritte
Die vereinbarten Verordnungstexte werden nun in den kommenden Wochen vom Europäischen Parlament und vom Rat förmlich angenommen, um ihr rasches Inkrafttreten zu gewährleisten. Nach der Genehmigung würde der liberalisierte Marktzugang bis Ende 2029 bestehen, mit der Möglichkeit einer weiteren Ausweitung.


Kleve: Fünf Schulklassen ziehen in das ehemalige VHS-Haus 
Weil am Gebäude der ehemaligen Luther-Schule an der Hagsche Poort in Kleve statische Probleme in einem Teilbereich des Dachstuhls festgestellt wurden, ziehen fünf Klassen der Jahrgangsstufe 5 der Joseph Beuys Gesamtschule kurzfristig in das benachbarte ehemalige VHS-Haus um.

Das Gebäude der ehemaligen Luther-Schule links im Bild wird kurzfristig leergezogen. Unser Bild stammt aus Juli 2023.

Die Stadt Kleve kommt damit ihrer Verkehrssicherungspflicht nach. Eine akute Gefahr für Leib und Leben bestand und besteht weiterhin nicht. Im Rahmen einer routinemäßigen Kontrolle der Gebäudesubstanz wurden von der Stadt Kleve statische Probleme in einem Teilbereich der Dachbalkenkonstruktion des Gebäudes der ehemaligen Luther-Schule an der Straße Hagsche Poort festgestellt.

Betroffen ist das Gebäude direkt an der Kreuzung von Böllenstege und Hagsche Poort. Der davon unabhängige längliche Gebäudetrakt zwischen Hagsche Poort und Backermatt ist von der Problematik nicht berührt und kann weiterhin genutzt werden.

In den Schulgebäuden werden derzeit die Jahrgangsstufen 5 und 6 der Joseph Beuys Gesamtschule unterrichtet, während an der Hoffmannallee ein großer, moderner Neubaukomplex für die Schulgemeinschaft entsteht. Eine akute Gefahr für Leib und Leben der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer hat nicht bestanden und besteht auch weiterhin nicht.

Durch den Leerzug des Gebäudes kommt die Stadt Kleve vielmehr ihrer Verkehrssicherungspflicht nach, um keine Zweifel an der Sicherheit der Schulgemeinschaft aufkommen zu lassen. Auch ein Aufschub des Umzuges bis in die Sommerferien wurde deshalb verworfen. Durch die Räumung des Gebäudes fallen Klassenräume, ein Lehrerzimmer, Sekretariat, Schulleitungs- und Hausmeisterbüro sowie Räumlichkeiten für Schulsozialarbeit weg.

Fünf Klassen der Jahrgangsstufen 5 werden daher ab Mittwoch kommender Woche im direkt benachbarten ehemaligen VHS-Haus unterrichtet. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Probleme hat die Stadt Kleve in gemeinsamer Absprache mit der Schulleitung mit den Vorbereitungen des Umzuges begonnen.

Dank der schnellen und zielgerichteten Mithilfe der gesamten Schulgemeinschaft der Joseph Beuys Gesamtschule kann der Umzug sehr kurzfristig erfolgen. Eine Rückkehr in das Gebäude der Luther-Schule ist gegenwärtig nicht geplant. Bis zur Fertigstellung des Schulneubaus im kommenden Jahr sollen die Schülerinnen und Schüler demnach im ehemaligen VHS-Gebäude unterrichtet werden.

vhs Moers – Kamp-Lintfort: Infos zu gesetzlicher Erbfolge, Pflichtteil und Testament
Besser zu Lebzeiten alles klären: Über die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzesbuches zum Verwandten- und Ehegattenrecht sowie zum Pflichtteilsrecht informiert eine Veranstaltung der vhs Moers – Kamp-Lintfort am Donnerstag, 28. Mai.

In der vhs Kamp-Lintfort, Kamperdickstraße 10, stellt ein Experte anhand von Beispielen die wesentlichen erbrechtlichen Grundlagen vor. Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr. Eine rechtzeitige Anmeldung für die Veranstaltung ist erforderlich und telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de möglich.

Schafe, Wolle und arbeitende Hütehunde erleben - Naturhof Kevelaer lädt zum Schafschurfest 2026 ein
Am Sonntag, den 7. Juni 2026, lädt der Naturhof Kevelaer von 11 bis 17 Uhr zum Schafschurfest ein. Besucher erwartet ein besonderer Tag rund um Schafe, Wolle und traditionelles Handwerk — mitten auf einem echten Schäfereibetrieb am Niederrhein. Im Mittelpunkt steht die Schafschur, die live erlebt werden kann. Außerdem zeigen arbeitende Border Collies ihr Können bei der Hütearbeit mit den Schafen.

Besucher haben zudem die Möglichkeit, verschiedene Schafrassen kennenzulernen und mehr über die Arbeit einer modernen Schäferei zu erfahren. Ergänzt wird das Fest durch ausgewählte Wollhandwerker und Aussteller rund um Wolle, Handwerk und Naturprodukte. Gezeigt werden unter anderem Spinnen, Filzen und verschiedene Techniken der Wollverarbeitung.

Fotos Naturhof Kevelaer

Für Kinder und Familien gibt es zusätzlich Bastel- und Mitmachaktionen rund um Schafe und Wolle. Der Naturhof Kevelaer engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt alter und bedrohter Schafrassen sowie für nachhaltige Landschaftspflege durch Schafbeweidung. Weitere Informationen zum Schafschurfest: https://www.naturhof-kevelaer.de/veranstaltung/schurfest-2026/

OGS-Trägerschaft in Dinslaken gesichert und Interessenbekundungsverfahren gestartet
Die Stadt Dinslaken hat ein formloses Interessenbekundungsverfahren für die zukünftige Trägerschaft des Offenen Ganztags (OGS) an vier Grundschulen gestartet. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen die OGS an der GGS Hagenschule, GGS Gartenschule, GGS Moltkeschule und GGS Am Weyer von einem neuen Träger fortgeführt werden.

Interessierte Träger der freien oder öffentlichen Jugendhilfe sind gebeten, bis zum 12.06.2026 ihr Interesse an der Übernahme einer oder mehrerer Trägerschaften zu bekunden. Die relevanten Unterlagen und Rahmenbedingungen sind auf der städtischen Homepage veröffentlicht. Ziel des Verfahrens ist eine verlässliche Fortführung des Betreuungsangebots in enger Abstimmung mit der jeweiligen Schule und dem Schulträger.

Im Verfahren wird unter anderem Wert auf personelle Kontinuität, funktionierende Leitungs- und Entscheidungsstrukturen sowie ein tragfähiges Konzept gelegt. Die Stadt unterstreicht, dass das Verfahren darauf ausgerichtet ist, eine kontinuierliche Betreuung sicherzustellen.

Die Versorgung bis zum 31.07.2026 ist in jedem Fall gewährleistet, darauf haben sich die Stadt und der bisherige Träger verständigt. Dieser wird die Trägerschaft dann an die neuen Träger übergeben. Mit dem Verfahren verfolgt die Stadt Dinslaken das Ziel, eine stabile, transparente und zukunftsfähige OGS-Landschaft zu schaffen, die den Bedürfnissen von Familien gerecht wird und die pädagogische Qualität vor Ort stärkt. Die formlose Interessenbekundung steht noch unter dem Vorbehalt eines etwaigen im Anschluss durchzuführenden Vergabeverfahrens.

Dinslaken: Der Kulturkreis interveniert im Museum Voswinckelshof
Auf den ersten Blick wirken sie wie normale Exponate im Museum. Dann irritieren sie. Und bei genauerem Hinschauen eröffnen sich neue, ungewohnte Perspektiven: Die KunstInterventionen im Dinslakener Museum Voswinckelshof. Seit Jahresbeginn 2026 gibt es die KunstInterventionen als Kooperation zwischen Kulturkreis Dinslaken und Museum Voswinckelshof.

Der Gedanke dahinter ist einfach: Die Kunstwerke interagieren mit den Themen und Exponaten der Dauerausstellung. Sie verbinden die Museumsinhalte mit zeitgenössischer Kunst. Die Kunst greift dabei in die Ausstellung ein und stellt unsere gewohnten Wahrnehmungen und Perspektiven in Frage. Sie interpretiert die Exponate neu, sie ergänzt, konfrontiert und hinterfragt die Ausstellungen des Museums. 

Ziel des Projektes KunstInterventionen sind die Eröffnung neuer Perspektiven und die Anregung eines Dialoges zwischen Kunst, Museumsausstellung und Publikum. Das Museum überlässt den Künstlerinnen und Künstlern den notwendigen Raum und mischt sich weder in die Wahl der Themen noch in die Auswahl der Kunstwerke ein.

In der ersten Runde gab es unter anderem eine Statue zu entdecken, Schuhkreationen und eine neue Wandkarte in der Schul-Ausstellung. In der bereits laufenden zweiten Runde können die Besucherinnen und Besucher fünf neue Kunstwerke entdecken und für sich interpretieren. Dieses Mal sind folgende Künstlerinnen und Künstler dabei: Claudia Aschendorf, Andrea Haubrich, Lothar Lubawski, Rüdiger Schütz und Barbara Spiekermann-Horn.

Die zweite Runde der KunstInterventionen ist bis September 2026 im Museum Voswinckelshof zu sehen. Dann startet eine neue Runde. Der Eintritt ist frei. Das Museum Voswinckelshof ist dienstags bis sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zum Museum Voswinckelshof gibt es hier auf www.dinslaken.de.

Im Mai 2016 in der BZ: Moers startet Tempo 30-Testphase
Die Stadt Moers testet Tempo 30 auf innerörtlichen Straßen. Auf drei Hauptverkehrsstrecken - eine davon in der Innenstadt - muss die Geschwindigkeit nun durchgängig gedrosselt werden. Die Stadt verspricht sich davon mehr Sicherheit, weniger Verkehrslärm und einen besseren Verkehrsfluss.

Nach einem Jahr werden die Ergebnisse ausgewertet. Danach ist die Politik am Zuge. Die innerstädtischen Tempo-Bestimmungen geben immer wieder Anlass zur Diskussion. Zahlreiche Initiativen und Interessenverbände plädieren für ein generelles Tempolimit innerhalb der Städte.
Ein aktueller Entwurf des Bundesverkehrsministeriums sieht vor, die Einrichtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf innerörtlichen Hauptstraßen zu vereinfachen. idr 



Haushaltsmodellrechnung NRW: Fast 400.000 Haushalte weniger im Jahr 2070
* Für 2070 werden 4,7 % weniger Privathaushalte als 2023 erwartet
* Stärkster Rückgang von fast 10 % bei Dreipersonenhaushalten
* Bis 2050 in 52 Kreisen und kreisfreien Städten Rückgang von Haushalten mit drei und mehr Personen – 30 mit Zunahme von Einpersonenhaushalten

Die Ergebnisse der Haushaltsmodellrechnung wurden am 20. Mai 2026 insgesamt korrigiert. Hintergrund ist, dass für die zugrundeliegende Bevölkerungszahl nun die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften explizit ausgeschlossen ist, da diese nicht zu den Privathaushalten zählen. In der Veröffentlichung vom 17. November 2025 war diese noch miteinbezogen.

Im Jahr 2023 gab es in NRW rund 8,7 Millionen Privathaushalte. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wird laut aktueller Haushaltsmodellrechnung bis 2070 ein Rückgang um 4,7 % auf 8,3 Millionen Haushalte erwartet. Damit werden in weniger als 50 Jahren mehr als 400.000 Haushalte in NRW wegfallen.

Mit einem Minus von 9,9 % wird bei Dreipersonenhaushalten für das Jahr 2070 der stärkste Rückgang gegenüber 2023 erwartet. Bei Vier- und Mehrpersonenhaushalten ist von einer Verringerung um 9,0 % auszugehen. Für die Zahl der Einpersonenhaushalte wird ein Absinken um 2,3 % und für die Zweipersonenhaushalte um 4,0 % erwartet.



Rückgänge von größeren Haushalten in beinahe allen Regionen – Anstieg nur in Mönchengladbach, Gelsenkirchen und Herne In fast allen Kreisen und kreisfreien Städten wird bis zum Jahr 2050 ein Rückgang von Haushalten mit drei und vier oder mehr Personen erwartet.

Mit Anstiegen ist bei den Dreipersonenhaushalten in Mönchengladbach und bei den Vier- und Mehrpersonenhaushalten in Gelsenkirchen, Herne und ebenfalls in Mönchengladbach zu rechnen. Bei Einpersonenhaushalten ist in 30 kreisfreien Städten und Kreisen, also bei mehr als der Hälfte, von einer Zunahme bis 2050 auszugehen.

Bei den Zweipersonenhaushalten trifft das mit 17 kreisfreien Städten und Kreisen lediglich auf etwa ein Drittel zu. Weitere regionale Ergebnisse sowie methodische Erläuterungen zur aktuellen Haushaltsmodellrechnung finden Sie in der Veröffentlichung Statistik kompakt „Haushaltsmodellrechnung für NRW 2024 bis 2050/2070".

Privathaushalte in NRW: Renten- und kapitalbildende Lebensversicherungen verlieren an Bedeutung
* Größtes Plus bei zusätzlichen privaten Krankenversicherungen (+15,6 Prozentpunkte)
* Größter Rückgang bei kapitalbildenden Lebensversicherungen (–6,3 Prozentpunkte)
* Private Haftpflichtversicherung bleibt die am weitesten verbreitete Versicherung und wächst weiter (+6,4 Prozentpunkte)

Im Jahr 2023 verfügten 88,6 % der privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen über eine private Haftpflichtversicherung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist sie damit die verbreitetste Versicherungsform.

Es folgten Kfz-Versicherungen mit 82,1 %, Hausratversicherungen mit 78,6 % sowie Rechtsschutzversicherungen mit 48,7 %. Fast die Hälfte bzw. 48,5 % der Haushalte war 2023 zudem mit einer zusätzlichen privaten Krankenversicherung abgesichert.



Größtes Plus bei zusätzlichen privaten Krankenversicherungen – größter Rückgang bei kapitalbildenden Lebensversicherungen Bei den Versicherungsarten zeigen sich im Vergleich zum Jahr 2018 unterschiedliche Entwicklungen. Die zusätzliche private Krankenversicherung verzeichnete mit +15,6 Prozentpunkten den deutlichsten Zuwachs.

Die private Haftpflichtversicherung (+6,4 Prozentpunkte), die Rechtsschutzversicherung (+2,9 Prozentpunkte) sowie die Hausratversicherung (+2,1 Prozentpunkte) legten ebenso zu. Auch die Anteile der Kfz-Versicherung, der zusätzlich private Kranken- und Pflegeversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung sowie der Risikolebensversicherung entwickelten sich positiv.

Rückläufig war hingegen die Verbreitung klassischer Altersvorsorgeprodukte: So sank der Anteil der Haushalte mit kapitalbildenden Lebensversicherungen von 33,1 % im Jahr 2018 auf 26,8 % im Jahr 2023 (&−6,3 Prozentpunkte). Auch private Rentenversicherungen sowie Riester-, Basis- bzw. Rürup-Rentenversicherungen verloren an Bedeutung.

Die Ausstattung mit privaten Unfallversicherungen ging ebenfalls leicht zurück. Insgesamt deuten die Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) auf einen Strukturwandel im Versicherungsverhalten der Haushalte hin: Während klassische, langfristig angelegte Vorsorgeprodukte seltener genutzt werden, steigt die Nachfrage nach ergänzenden Absicherungen im Gesundheits- und Risikobereich.




Neuer EU-Aktionsplan zur Sicherung der Düngemittelversorgung und Ernährungssicherheit in Europa
Die Europäische Kommission hat den Düngemittel-Aktionsplan verabschiedet: eine Initiative zur Unterstützung von Landwirten, die mit steigenden Düngemittelkosten und -knappheit konfrontiert sind, zur Stärkung der heimischen Produktion und zur Verringerung der Abhängigkeit Europas von Importen.

Der Plan wird unmittelbar dazu beitragen, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten und die strategische Autonomie Europas zu stärken, während gleichzeitig hohe Klima- und Umweltziele verfolgt werden.

Verbesserung der Versorgungssicherheit
Die jüngsten Versorgungsengpässe und Preisschwankungen haben Landwirte in ganz Europa unter zunehmenden Druck gesetzt und Europas Anfälligkeit gegenüber externen Schocks bei der Düngemittelversorgung offenbart.

Aufbauend auf der 2022 verabschiedeten Mitteilung zu Düngemitteln kombiniert der heutige Aktionsplan für Düngemittel sofortige Unterstützungsmaßnahmen, die auf die Erschwinglichkeit und Versorgungssicherheit abzielen, mit längerfristigen Maßnahmen zur Stärkung der heimischen Düngemittelproduktion, zur Verbesserung der Versorgungssicherheit und zur Beschleunigung des Übergangs zu biobasierten, kohlenstoffarmen und kreislauffähigen Düngemitteln.

Der Aktionsplan soll:
- Landwirte unterstützen und ihren Zugang zu Düngemitteln verbessern
- Die heimische Produktion stärken, die Kreislaufwirtschaft fördern und die Dekarbonisierung vorantreiben
- Die Markttransparenz und die Vorsorge stärken sowie den Dialog zwischen den Interessengruppen verbessern

Bundeskonferenz der vhs in Moers: Viel Austausch, zahlreiche Workshops
agungsort war diesmal Moers: Die Bundeskonferenz der Volkshochschulen, vom 11. bis zum 13. Mai, zog zahlreiche Teilnehmende aus ganz Deutschland an. Angereist waren vhs-Leitungen von Flensburg bis Lörrach und von Aachen bis Görlitz. Sogar zwei Leitungen aus den Schweizer Volkshochschulen waren vertreten.

vhs-Leitungen aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz kamen zur Bundestagung in die Grafenstadt. (Foto: Bettina Engel-Albustin)

Im Mittelpunkt der drei Tage standen der fachliche Austausch, innovative Bildungsformate und die Weiterentwicklung der Volkshochschulen als wichtige Säule der Weiterbildung und demokratischen Bildung. Das rahmende Thema lautete ‚An der Grenze‘.  Dabei loteten die morgendlichen Keynotes die Grenzen der Demokratie und der Wirtschaft aus.

Am letzten Tag gab es einen Input dazu, wie man Grenzen im Bildungszusammenhang überwinden kann. Beate Schieren-Ohl, Leiterin der vhs Moers – Kamp-Lintfort und Organisatorin der Veranstaltung, zeigte sich sehr zufrieden: „Mit 110 Anmeldungen war die Bundeskonferenz komplett ausgebucht. Vom inhaltlichen Input über das Exkursionsangebot und über die kulturellen Aktionen bis zum Essen war alles perfekt.“ So konnte sich das Moerser vhs- Team im Nachgang über ein äußerst positives Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen.

Netzwerkangebote und Best-Practise-Beispiele
Die Veranstaltung bot ein breites Workshop-Programm zu Themen wie digitale Bildung, Organisationsentwicklung, politische Bildung, Kunst und Nachhaltigkeit sowie Luftqualität in Schulungsräumen. Die Teilnehmenden nutzten die Angebote intensiv, diskutierten und tauschten Erfahrungen aus, um Bildungsangebote noch besser auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger abzustimmen.

Erster Beigeordneter und Kulturdezernent Wolfgang Thoenes betonte bei der Eröffnung der Bundestagung die Bedeutung der Volkshochschulen als offene Lernorte, die alle Generationen, Kulturen und Bildungswege verbinden. Abends gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann einen Empfang der Bürgermeisterin Julia Zupancic im Rathaus.

„Der rege Austausch und die praktischen Impulse aus den Workshops liefern wertvolle Impulse für unsere lokale Bildungslandschaft und stärken die demokratische Teilhabe unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Zupancic. 

Deutsches Rotes Kreuz ehrt Blutspender in Kleve
Blutspenderehrung Museum Kurhaus Kleve 2026
43 Blutspenderinnen und Blutspender retteten 2.250 Mal Menschenleben - und wurden dafür nun ausgezeichnet.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Kleve-Geldern, zeichnete am 12. Mai 2026 im Museum Kurhaus Kleve Menschen aus, die mit ihren Blutspenden Kranken und Unfallopfern helfen konnten und somit Leben retteten.

Gemeinsam mit Bürgermeister Markus Dahmen überreichte DRK-Kreisvorstandsvorsitzende Maria Anna Kaußen Ehrennadeln und Urkunden. Sie sprachen herzlichen Dank im Namen der unbekannten Blutempfänger aus an:

Hans-Dieter Außem (für 150-malige Spende); Kurt Evertz und Norbert Kuenen (für 125-malige Spende); Roland Josef Baumann, Wolfgang Haggenmüller, Marlies Heilen, Manfred Kanders und Elmar Kirschner (für 100-malige Spende); Barbara Grepel, Helmut Peter Paulsen und Heinz-Peter Wieg (für 75-malige Spende); Ralf Andußies, Regina Arntz, Wolfgang Berns, Monika Eerden, Michael Field, Dieter van Haaren, Jörn Heinemann, Agnes Adelheid Janning, Elke Lünendonk, Ursula Maria Schulte-Spechtel, Jörg Schütten, Karl-Heinz Straeten und Birgit Stutzinger (für 50-malige Spende) sowie Ansgar Wilhelm Artz, Karin Artz, Christoph Bours, Andreas Bröcheler, Thomas Buchmiller, Sara Döllekes, Gerhard Wilhelm Erhard Feske, Jochen Hettlich, Susanne Huschka, Peter Ingenbleek Michael Bernhard Käding, Wolfgang Kersjes, Heinrich Kleintjes; Ghassem Nagafpour, Christian Schulte-Spechtel, Patrick Michael Schwake, Andrea Tepperink, Harald Wehner und Christoph Wiesert (für 25-malige Spende).

Ein herzlicher Dank der Anwesenden galt auch den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der DRK-Blutspendegruppen unter der Leitung von Peggy Mundt sowie Marlies Hermsen, die nach der Spende eine kostenlose Verpflegung bereitstellen.

Zeichen setzen für Vielfalt in Kleve
Fotoaktion Vielfalt HSRW 2026 Foto: Caritas Kleve / Lörcks
Michael Gesikiewicz (SOS Niederrhein), Olga Diederen (Caritasverband Kleve), Markus van Offern (Fotograf), Thomas Ruffmann (Haus Mifgash) und Josee Hünnekes (AWO Kreisverband Kleve) freuen sich auf die Fotoaktion am 21. Mai von 15 bis 16 Uhr auf dem Campus der Hochschule Rhein-Waal. Foto: Caritas Kleve / Lörcks

Am 21. Mai 2026 findet erstmals der bundesweite Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ statt. Ausgerufen wird er von der Initiative kulturelle Integration (IKI) anlässlich des Welttags der kulturellen Vielfalt. Auch in Kleve wird an diesem Tag ein sichtbares Zeichen für Frieden, Zusammenhalt und gesellschaftliches Miteinander gesetzt: Von 15 bis 16 Uhr sind Menschen aus der Region zu einer öffentlichen Fotoaktion auf dem Campus der Hochschule Rhein-Waal in Kleve eingeladen.

Organisiert wird die Aktion federführend von Olga Diederen von der Integrationsagentur des Caritasverbandes Kleve gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit des AWO Kreisverbandes Kleve e.V., des Jugendtreffs together + gerne anders e.V., Haus Mifgash e.V., des Quartiersmanagements SOS-Kinderdorf Niederrhein e.V., des AStA der Hochschule Rhein-Waal, des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Kleve sowie der Stadt Kleve.

Geplant ist eine Fotoaktion, bei der möglichst viele Teilnehmende gemeinsam ein Wort oder Zeichen formen, das für „Zusammenhalt in Vielfalt“ steht. Fotograf Markus van Offern wird dieses Bild aus der Vogelperspektive mit einer Drohne festhalten. Mitmachen können Erwachsene ab 18 Jahren sowie Familien. Ziel der Organisatoren ist es, rund 200 Menschen für die Aktion zu gewinnen. Es dürfen auch gerne mehr werden. Treffpunkt für alle Interessierten ist der Campus Kleve zwischen Mensa und Bibliothek (Speicher).

„Gerade in einer Zeit, die von internationalen Krisen, Kriegen und gesellschaftlichen Spannungen geprägt ist, möchten wir einen positiven, friedlichen Gegenakzent setzen“, sagt Olga Diederen. „Die Fotoaktion bietet eine niederschwellige Möglichkeit, Haltung zu zeigen – für Frieden, Respekt und ein gutes Miteinander. Gleichzeitig bringt sie ganz unterschiedliche Menschen zusammen und stärkt das Netzwerk der engagierten Akteure hier vor Ort.“

Der Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ wird 2026 erstmals bundesweit begangen. Die Initiative kulturelle Integration, ein Bündnis aus 28 Organisationen aus Kultur, Politik, Medien,
Religion, Sozialpartnern und Zivilgesellschaft, möchte damit die Bedeutung kultureller Vielfalt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar machen.

Info – Hier gibt es weitere Informationen
Für weitere Informationen und Anmeldung steht Olga Diederen unter o.diederen@caritaskleve.de oder 0174 2195516 zur Verfügung. Weitere Informationen zum bundesweiten Aktionstag finden sich auf der Website der Initiative kulturelle Integration: https://www.kulturelle-integration.de/aktionstag-zusammenhalt-in-vielfalt/


LANUK führt Kartierungen für das Biotopkataster NRW in Teilen der Kreise Wesel und Kleve durch
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) lässt in diesem Jahr Kartierungen von Einzelflächen zur Fortschreibung der Grafik- und Sachdaten des Biotopkatasters NRW durchführen. 

Was ist das Biotopkataster NRW? Das Biotopkataster NRW ist ein flächendeckendes Informationssystem zur Erfassung, Beschreibung und Bewertung von Biotopen und naturnahen Lebensräumen in Nordrhein‑Westfalen. Es verbindet GIS‑Kartierungen mit sachlichen Daten zu Biotoptyp, Zustand, Vegetation, Artenhinweisen und rechtlichem Status und enthält Metadaten zu Erfassung und Methode.

Die Daten stammen vor allem aus Feldkartierungen und Luftbildauswertungen und werden regelmäßig fortgeschrieben. Das Kataster dient Behörden, Naturschutzverbänden, Forschung und Öffentlichkeit als fachliche Grundlage für Planung, naturschutzrechtliche Prüfungen, Maßnahmenplanung sowie Monitoring und unterstützt so Schutz, Pflege und nachhaltige Entwicklung von Landschaften und Lebensräumen.

Wo finden die Erhebungen statt? Die Erhebungen erfolgen in mehreren naturschutzfachlich bedeutsamen Gebieten in den Kreisen Wesel und Kleve: 
NSG Lippeaue (Kennzeichen: NSG WES-001)
NSG Hübsche Graendort (Kennzeichen: NSG KLE-031)
FFH-Gebiet DE-4405-301 Rhein-Fischschutzzonen zwischen Emmerich und Bad Honnef im Kreis Kleve NSG Grietherorter Altrhein und Hafen Dornick (Kennzeichen: NSG KLE-003) NSG Dornicksche Ward (Kennzeichen: NSG KLE-065) NSG Salmorth (Kennzeichen: NSG KLE-004), nur Teilfläche Wer führt diese Erhebungen durch?

Die Kartierungen werden von dem beauftragten Fachbüro Büro Helming & Partner, Bischopinkstraße 61, 48151 Münster, im Auftrag des LANUK ausgeführt. Die Arbeiten beginnen in Kürze und werden voraussichtlich bis zum 15.10.2026 abgeschlossen sein. Die Kartierenden führen Tätigkeitsbescheinigungen des LANUK mit sich und können sich im Gelände entsprechend ausweisen.

Anfragen können an die folgende Funktionsadresse fachbereich21@lanuk.nrw.de übermittelt werden. Das LANUK NRW dankt für die Unterstützung und Kooperation der örtlichen Behörden und auch der Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer.


Dinslaken: Änderungsbescheide zur Grundsteuer werden verschickt
Die Änderungsbescheide über die Grundsteuer 2026 der Stadt Dinslaken werden am 20.05.2026 versandt. Grund für die Änderungsbescheide ist, dass der Stadtrat in seiner Sitzung am 26.03.2026 die Anhebung der Hebesätze für Grundsteuer A und B (434 /998 v. H.) rückwirkend zum 01.01.2026 beschlossen hat.

Für das erste und zweite Quartal wird somit eine Nachzahlung festgesetzt, die gesondert zu den regulären Quartalszahlungen am 26.06.2026 fällig wird. Das dritte und vierte Quartal werden danach turnusmäßig am 15. August und 15. November 2026 mit dem erhöhten Grundsteuerbetrag fällig.

Die Fälligkeitstermine und jeweiligen Beträge sind auf dem Änderungsbescheid ersichtlich. Des Weiteren sind einige Informationen auf der Homepage der Stadt Dinslaken zusammengestellt, durch die einige Fragen beantwortet werden sollen.

Nach illegalem Autorennen: Kosovare darf abgeschoben werden
Ein 28-Jähriger, der an Ostern 2019 in Moers bei einem illegalen Autorennen den Tod einer 43-jährigen Frau verursacht hatte und deswegen zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt worden war, darf in den Kosovo abgeschoben werden.

Das Oberverwaltungsgericht hat heute seine Beschwerde gegen einen Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts Düsseldorf zu seiner Ausweisung und der Ablehnung einer Aufenthaltserlaubnis verworfen. Die Stadt Duisburg hatte den Kosovaren ausgewiesen, die Verlängerung der bisheri- gen Aufenthaltserlaubnis abgelehnt und ihm die Abschiebung in den Kosovo ange- droht.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die Klage des Mannes mit Urteil vom 27.03.2026 abgewiesen und unter anderem darauf hingewiesen, von ihm gehe auch weiterhin die Gefahr der Begehung von Straftaten aus. Nachfolgend hat es auch den Antrag auf Eilrechtsschutz abgelehnt und ergänzend darauf hingewiesen, die Anordnung der sofortigen Vollziehung sei wegen der fortlaufend bestehenden Wiederholungsgefahr sowie mit Blick auf die bei weiterer Vollziehung der Strafhaft entstehen- den Kosten rechtmäßig.

Da der Ausländer wegen des zu Recht abgelehnten Aufent- haltsrechts das Bundesgebiet ohnehin bereits jetzt verlassen müsse, treffe ihn der Sofortvollzug der Ausweisung auch nicht schwer. Die gegen den Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts eingelegte Beschwerde hat der 18. Senat des Oberverwaltungsgerichts mit Beschluss vom heutigen Tag als unzu- lässig verworfen.

Zur Begründung hat er ausgeführt: Der Antragsteller hat den Be- schluss des Verwaltungsgerichts lediglich hinsichtlich der derzeitigen Wiederholungs- gefahr angegriffen. Dies genügt den prozessualen Anforderungen nicht. Die davon unabhängige Begründung des Verwaltungsgerichts, der Sofortvollzug sei auch wegen der Kosten des Strafvollzugs gerechtfertigt, wird von dem Antragsteller nicht in Zweifel gezogen.

Der Hinweis auf den noch beim Oberverwaltungsgericht anhängigen Antrag auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts in der Hauptsache genügt nicht. Damit zieht der Antragsteller die Annahme des Verwaltungsgerichts, er sei ohnehin wegen der rechtmäßigen und vollziehbaren Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis ausreisepflichtig, nicht in Zweifel. Der Beschluss ist unanfechtbar. Aktenzeichen: 18 B 385/26 (I. Instanz: VG Düsseldorf 7 L 3070/25)

Notdienst an den Feiertagen - Enni auch an Pfingsten jederzeit erreichbar
Die Enni-Unternehmensgruppe (Enni) ist auch am Pfingstwochenende im Einsatz. Für besondere Notfälle in der Energie- und Wasserversorgung sowie der öffentlichen Kanalisation oder auf den Moerser Straßen können Kunden einen Bereitschaftsdienst rund um die Uhr unter der Moerser Rufnummer 02841/104-114 erreichen.

Die Kundenzentren bleiben an allen Pfingstfeiertagen und ausnahmsweise auch am Pfingstsamstag, 23. Mai, geschlossen. Eine telefonische Beratung ist an diesem Tag aber von 10 bis 13 Uhr möglich.

Moers: Geänderte Abfallabfuhr durch Pfingsten - Touren verschieben sich um einen Tag  
Rund um das Pfingstfest kommt es in Moers zu Änderungen bei der Abfallabfuhr. Da am Pfingstmontag, 25. Mai, keine Müllabholung stattfindet, verschieben sich die Abfuhrtermine in der gesamten Pfingstwoche jeweils um einen Tag auf den folgenden Werktag. Zuletzt werden die regulären Freitagstouren dadurch am Samstag, 30. Mai, nachgeholt.

Betroffen sind die Abfuhr von Restabfall, Bioabfall, Altpapier sowie der gelben Tonnen und Säcke. Die Enni bittet alle Haushalte, ihre Abfallbehälter am geänderten Abfuhrtag rechtzeitig bereitzustellen. Alle Änderungen sind im Enni‑Abfallkalender sowie in der App „Meine Enni“ berücksichtigt. Zusätzlich bietet die App einen praktischen Erinnerungsservice. Der Kreislaufwirtschaftshof bleibt am Pfingstmontag, 25. Mai, geschlossen.

Die Moerser Freibäder starten zu Pfingsten in die Saison
Im Freibad Solimare beginnt der Sommer mit einem Blick in die Zukunft: Kurz vor dem Saisonstart haben im hinteren Bereich der Liegewiese die Arbeiten für ein neues Freizeitareal begonnen. Auf rund 23.000 Quadratmetern entstehen in den kommenden Monaten ein Kletterpark, ein Grillbereich und eine Hundefreilauffläche.

Passend zum Pfingstwochenende mit angekündigten hochsommerlichen Temperaturen starten dennoch beide Moerser Freibäder in die Saison: Das Naturfreibad Bettenkamper Meer und das Solimare öffnen ab Samstag, 23. Mai, ihre Tore. „Im Solimare gibt es in den kommenden Tagen zwar noch einige Einschränkungen. Nach der Vorbereitungszeit freuen wir uns aber, dass es jetzt endlich losgeht“, sagt Enni‑Bereichsleiter Benjamin Beckerle.  

Im Solimare rollen im Moment Baufahrzeuge über die Liegewiese. Wegen der zuletzt anhaltenden Regenfälle sind die Arbeiten allerdings in Verzug geraten. „Aktuell wird noch die notwendige Baustraße eingerichtet. Da dabei schweres Gerät und ein Kran zum Einsatz kommen, ist ein sicherer Badebetrieb im hinteren Bereich der Anlage derzeit nicht möglich“, erklärt Beckerle.

Der Spraypark, das Hüpfkissen, der Rutschenturm und die Gastronomie bleiben daher noch geschlossen, und der Zugang zum Freibad erfolgt über das Hallenbad. Von dort aus sind alle Außenbecken zugänglich und nutzbar. Badegäste und Spaziergänger können bereits verfolgen, wie das neue Freizeitareal nach und nach Gestalt annimmt. „Wir schaffen hier zusätzliche Angebote, die das Solimare auch über den klassischen Badebetrieb hinaus attraktiver machen.“  

Seit April hat die Enni beide Freibäder schrittweise aus dem Winterschlaf geholt. Im Bettenkamper Meer standen vor allem Reinigungsarbeiten und kleinere Reparaturen im Fokus. Im Solimare waren die Vorbereitungen umfangreicher: Nach der Grundreinigung der Becken wurden sämtliche technischen Anlagen überprüft und gewartet – von der Wasser- und Mess‑ und Regeltechnik bis hin zu Spraypark und Großrutschenanlage.

Der Spraypark und das Kleinkinderbecken erhielten einen frischen Anstrich.
Die Anlage ist vom TÜV abgenommen, die Wasserqualität wurde durch ein unabhängiges Labor bestätigt.  

Aktionen und Veranstaltungen
Neben dem Badebetrieb dürfen sich Besucherinnen und Besucher auch in dieser Saison auf besondere Veranstaltungen freuen. Im Bettenkamper Meer steigt am 22. August das traditionelle Badewannenrennen. Zudem gibt es im Sommer an vier Terminen Yoga auf der Liegewiese, bevor im September das Eisbärenschwimmen den Saisonabschluss bildet.

Aktuelle Wassertemperaturen im Bettenkamp sind wieder über die Websites der Enni und des Freundeskreises abrufbar. Im Solimare steht nach dem Ende der Schwimmsaison erneut das beliebte Hundeschwimmen auf dem Programm.   Öffnungszeiten und Preise Ab dem Saisonstart öffnet das Bettenkamper Meer täglich von 14 bis 20 Uhr, an Wochenenden sowie in den Sommerferien bereits ab 10 Uhr.

Im Freibad Solimare ist der Sprung ins Wasser bis September täglich von 10 bis 19 Uhr möglich. Der Eintritt ins Bettenkamper Meer kostet 3,20 Euro, ins Solimare 5,60 Euro (Kinder und Jugendliche 3,40 Euro). Tickets sind bargeldlos an den Automaten vor Ort oder vorab im Online‑Shop auf der Enni‑Website erhältlich. Mit einem Online‑Ticket ist der Einlass auch in Spitzenzeiten garantiert. Stammgäste profitieren zudem mit der Geldwertkarte von Rabatten.

Die 11. Enni-Laufserie machte Station in Sonsbeck
Schnell, flach und wie gemacht für Bestzeiten: Der Sonsbecker Brunnenlauf bot ideale Bedingungen für die zweite Etappe der 11. Enni-Laufserie. Trotz eines kurzen Regenschauers kurz vor dem Start entwickelten sich packende Rennen, bei denen einige Teilnehmende ihre Führung in der Serienwertung ausbauen konnten. Für eine kuriose Szene sorgte im 5-Kilometer-Lauf ein Führungsfahrrad, das die Spitze kurzzeitig auf die falsche Strecke lenkte – die ersten Läufer mussten umkehren.  

Die Qualität des Feldes zeigte sich besonders an der Spitze: Über die 5-Kilometer-Distanz dominierte Paul van Lück (TSV Weeze) das Feld, gefolgt von Malte Geke (Team Enni). Bei den Frauen sicherte sich Theresa Müller (Moerser TV Triathlon) den Sieg vor Miriam Welschen (Lauffreunde Hadi Wesel). Im 10-Kilometer-Rennen der Youngster unterstrich Julia Scott (Geldern) ihre Ambitionen und konnte ihren Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausbauen, während Marjolein Kuin (Moers) mit einer überzeugenden Leistung folgte.

Bei den Männern setzte Marc-André Ocklenburg (LG Alpen) ein Ausrufezeichen an der Spitze des Feldes.   Da die drei besten Resultate aus vier Rennen in die Gesamtwertung einfließen, zeichnen sich an der Tabellenspitze bereits erste Favoriten ab. Auf der 5-Kilometer-Distanz führen Paul van Lück und Theresa Müller die Youngster-Wertung souverän an, während Michael Schramm (Ayyo Team Essen) seine Spitzenposition in der Masterserie festigt.

Auf der 10-Kilometer-Strecke führt Julia Scott das Feld vor Marjolein Kuin an, während Marc-André Ocklenburg bei den Youngster-Männern vor Fritz Hamacher liegt. In der Masterserie der Frauen behauptet sich aktuell Silke Haschberger an der Spitze, bei den Männern führt Björn Temmler das Feld an.  

Nach diesem ereignisreichen Lauftag in Sonsbeck geht es für die Teilnehmenden zügig weiter. Die nächste Bewährungsprobe ist der Enni-Donkenlauf in Neukirchen-Vluyn am Samstag, 13. Juni, bevor die Serie traditionell mit dem großen Finale in Xanten ihren Abschluss findet. Die aktuellen Zwischenstände finden Interessierte online unter www.enni-laufserie.de.

Neuer Wald an der Filder Straße: 24.200 Bäume für mehr Grün in Moers 
Wo heute noch viele kleine Pflanzen stehen, wächst in den kommenden Jahren ein neuer Wald für Moers heran: An der Filder Straße wurden im Frühjahr auf rund vier Hektar insgesamt etwa 24.200 junge Bäume und Sträucher gepflanzt.

(Foto pst)

Für die vergleichsweise waldarme Stadt ist das ein wichtiger Schritt hin zu mehr Grün, mehr Schatten und mehr Natur vor der eigenen Haustür. Die neue Fläche verbindet zwei bereits bestehende Waldflächen. So entsteht nach und nach ein größerer zusammenhängender Naturraum für Tiere, Pflanzen und Menschen. 

Gepflanzt wurden heimische Laubbäume und Sträucher, die gut an die Bedingungen vor Ort angepasst sind. Die jungen Pflanzen sind derzeit etwa 40 bis 50 Zentimeter hoch. Zum neuen Mischwald gehören Wiesen- und Pflanzenstreifen, Sträucher sowie kleine Rückzugsorte für Tiere. So finden künftig viele Vogelarten, Insekten und Kleintiere Nahrung, Schutz und neue Lebensräume.

Erhöhte Sitzstangen für Greifvögel Wälder sorgen an heißen Tagen für kühlere Luft, speichern Wasser, filtern Schadstoffe und machen die Umgebung lebenswerter. Gleichzeitig schaffen sie Orte zur Erholung und stärken die Natur in der Stadt. Damit die jungen Bäume ungestört wachsen können, wurde die Fläche mit einem Schutzzaun versehen. Er verhindert, dass Rehe oder andere Wildtiere die frischen Triebe anfressen. 

Zusätzlich wurde ein rund 278 Meter langer Weg angelegt. Dieser erleichtert die Pflege und erschließt das angrenzende Waldstück. Auch natürliche Helfer wurden eingeplant: Drei sogenannte Julen – erhöhte Sitzstangen für Greifvögel – bieten Bussarden und Falken gute Aussichtspunkte. Von dort können sie nach Mäusen jagen und auf natürliche Weise dazu beitragen, das Gleichgewicht in der Natur zu unterstützen.



NRW: Fast 50 % mehr Verunglückte bei Straßenverkehrsunfällen mit E-Scootern
* 4.456 Personen verunglückten 2025 mit einem E-Scooter; 11,2 % erlitten schwere Verletzungen
* 11,1 % mehr Verunglückte bei Pedelec-Unfällen; darunter 16,1 % Schwerverletzte
* Jede zweite, mit einem E-Scooter verunglückte Person, war jünger als 25 Jahre


Im Jahr 2025 sind bei Straßenverkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen 4.456 Personen, die mit einem E-Scooter unterwegs waren, verunglückt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 46,4 % mehr als ein Jahr zuvor.

Dies steht vermutlich auch im Zusammenhang mit der ansteigenden Nutzung von E-Scootern als Verkehrsmittel. 88,7 % der Verunglückten erlitten leichte Verletzungen, 11,2 % verletzten sich schwer und 0,1 % (sechs Personen) wurden getötet. Rund 11 % mehr Verunglückte bei Pedelec-Unfällen Die Zahl der verunglückten Fahrerinnen und Fahrer bzw. Mitfahrenden von Pedelecs lag 2025 in NRW bei 7.969. Das bedeutet einen Zuwachs von 11,1 % gegenüber dem Jahr 2024.

Im Vergleich zu E-Scootern war der Anteil der Schwerverletzten und Getöteten bei Pedelec-Unfällen höher: 83,2 % der verunglückten Personen wurden leicht verletzt, 16,1 % schwer verletzt und 0,7 % der Personen starben. Die Anzahl der verunglückten Personen bei allen Fahrradunfällen (inkl. Pedelecs) lag 2025 bei 21.487 und hat im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % zugenommen.

Der Anteil der Verunglückten mit Pedelecs an allen bei Fahrradunfällen Verunglückten lag bei 37,1 % und hat im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % zugenommen (2024: 35,8 %). Mit Motorrädern verunglückten im Jahr 2025 insgesamt 5.731 Fahrerinnen und Fahrer bzw. Mitfahrende und somit 8,6 % mehr Personen als noch ein Jahr zuvor. Dabei wurden 73,7 % der Personen leicht und weitere 25,2 % schwer verletzt. 1,0 % der verunglückten Motorradfahrenden bzw. -mitfahrenden wurden tödlich verletzt.


Jede zweite, mit einem E-Scooter verunglückte Person, war unter 25 Jahre alt E-Scooter sind Verkehrsmittel, die vor allem von jüngeren Personen genutzt werden: Über die Hälfte der im Jahr 2025 mit einem E-Scooter verunglückten Personen (54,8 %) waren jünger als 25 Jahre und lediglich 2,5 % waren 65 Jahre und älter.

Bei den Pedelec-Unfällen lag der Anteil der unter 25-Jährigen bei 12,4 %; 28,2 % der verunglückten Personen waren 65 Jahre und älter. Bei den übrigen Fahrradunfällen ohne Pedelecs entfielen 27,7 % der Verunglückten auf unter 25-Jährige und 15,5 % auf Personen die 65 Jahre und älter waren. Bei den Verunglückten mit Motorrädern handelte es sich in über einem Drittel der Fälle um Personen unter 25 Jahren (34,8 %); 65 Jahre und älter waren hingegen etwa 10,3 % der Verunglückten.



NRW-Industrie: Produktion von Mahl- und Schälmühlenerzeugnissen seit 2020 um fast ein Fünftel gestiegen
* Absatzwert seit 2020 um 45 % gestiegen
* Schwerpunkt lag 2025 bei Mehl aus Weizen oder Mischgetreide
* Fast 20 % des bundesweiten Absatzwertes entfiel auf Betriebe in NRW

Im Jahr 2025 sind in 28 nordrhein-westfälischen Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes 2,6 Millionen Tonnen Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse wie zum Beispiel Mehl, Schrot oder Grieß im Wert von 1,1 Milliarden Euro hergestellt worden. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des „Deutschen Mühlentages“ am 25. Mai 2026 weiter mitteilt, lag die Menge damit um 0,8 % und der Absatzwert nominal um 2,1 % unter dem Vorjahr.

Damit sank die produzierte Menge nach Anstiegen in den letzten drei Jahren erstmalig wieder leicht. Gegenüber dem Jahr 2020 stieg die Absatzmenge um 18,4 %. Damit wurden 2025 fast ein Fünftel mehr Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse industriell hergestellt. Im gleichen Zeitraum stieg der nominale Absatzwert mit 45,1 % deutlich stärker an als die Absatzmenge. Im Zeitvergleich mit dem Jahr 2015 nahm die Absatzmenge um 18,1 % und der Absatzwert um 36,3 % zu.



2025 wurde überwiegend Mehl aus Weizen oder Mischgetreide produziert Im vergangenen Jahr wurden in NRW u. a. 1,7 Millionen Tonnen Mehl aus Weizen oder Mischgetreide mit Weizen (Mengkorn) hergestellt; das waren fast zwei Drittel der Produktionsmenge an Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse. Gegenüber dem Vorjahr war die produzierte Menge um 0,9 % rückläufig.

Im gleichen Zeitraum stieg hingegen die Absatzmenge von Mehl aus anderem Getreide, hierzu zählen Roggen, Mais, Reis, Gerste oder Hafer, um 3,2 % auf 132.600 Tonnen. Die Menge von Kleie und anderen Rückständen blieb mit 509.900 Tonnen und einen Anstieg von 0,1 % nahezu unverändert. 

NRW-Betriebe erwirtschafteten fast ein Fünftel des bundesweiten Absatzwertes Bundesweit blieb der Absatzwert der Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse 2025 nahezu unverändert, mit nominal 5,7 Milliarden Euro lag dieser um 0,2 % unter dem Vorjahr. Der Anteil der nordrhein-westfälischen Betriebe am Wert der bundesweiten Produktion betrug im letzten Jahr 19,6 % (2024: 19,9 %).

Regierungsbezirke Düsseldorf und Münster mit größten Anteilen an der NRW - Produktion 87,4 % der Absatzmenge und 76,0 % des Absatzwertes der Gesamtproduktion von Mahl- und Schälmühlenerzeugnissen stammten 2025 aus Betrieben der Regierungsbezirke Düsseldorf und Münster.

124 900 Tonnen Fleischersatzprodukte im Wert von 632,6 Millionen Euro produziert
Ob Veggie-Burger, Tofuwurst oder Seitanmortadella: Die Produktion von vegetarischen oder veganen Fleischalternativen in Deutschland ist im letzten Jahr leicht gesunken – nachdem sie in den Jahren zuvor stetig gewachsen war. Im Jahr 2025 wurden hierzulande mit 124 900 Tonnen Fleischersatzprodukte 1,2 % weniger als im Vorjahr produziert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

2024 lag die Produktion bei 126 500 Tonnen. Der Wert der Fleischersatzproduktion sank mit 632,6 Millionen Euro im Jahr 2025 um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr, als es 647,1 Millionen Euro waren. Binnen sechs Jahren hat sich die Produktion mehr als verdoppelt (+107,0 %): 2019 wurden 60 400 Tonnen Fleischersatzprodukte hergestellt.



Wert des produzierten Fleisches gut 70-mal so hoch wie der von Fleischersatz
Im vergangenen Jahr wurden Fleisch und Fleischerzeugnisse im Wert von gut 45,2 Milliarden Euro in Deutschland produziert. Das entsprach einem Zuwachs von 2,0 % gegenüber den 44,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Herstellung von Fleisch übersteigt die der Fleischalternativen um ein Vielfaches: Wertmäßig fiel die Fleischproduktion 2025 gut 70-mal größer aus als die von Fleischersatzprodukten.

Im Jahr 2019 waren Fleisch und Fleischerzeugnisse im Wert von gut 40,1 Milliarden Euro in Deutschland produziert worden. Das entsprach in etwa dem 150-Fachen des damaligen Werts der Fleischersatzprodukte von knapp 0,3 Milliarden Euro.

Fleischkonsum in Deutschland 2025 leicht gestiegen
Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch ist nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zuletzt leicht gestiegen. Mit durchschnittlich 54,9 Kilogramm pro Person lag der rechnerische Fleischverzehr in Deutschland 2025 leicht über dem der beiden Vorjahre 2023 (52,9 Kilogramm) und 2024 (53,5 Kilogramm).



Wesel: Park am Willibrordi-Dom wird nach Ernest Kolman benannt
Die Stadt Wesel benennt den Park westlich des Willibrordi-Doms nach Ernest Kolman. Die offizielle Benennung findet am Dienstag, 26. Mai 2026, um 16.30 Uhr statt. Mit der Benennung würdigt der Rat der Stadt Wesel die besonderen Verdienste Ernest Kolmans um seine Heimatstadt.

Ernest Kolman

Als Ehrenbürger Wesels setzte er sich in herausragender Weise für ein friedvolles Zusammenleben, gegenseitiges Verständnis und eine lebendige Erinnerungskultur ein. Die Stadt Wesel möchte mit der Benennung des Parks dazu beitragen, die Erinnerung an Ernest Kolman und die Werte, für die er stand, dauerhaft sichtbar zu halten. Das Programm umfasst Reden von Bürgermeister Rainer Benien, Wolfgang Jung vom Jüdisch-Christlichen Freundeskreis Wesel e.V. sowie Doris Rulofs-Terfurth.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch Beiträge der Musik- und Kunstschule Wesel. Im Anschluss an die Enthüllung der Namensschilder besteht die Möglichkeit, in der Willibrordikirche eine Ausstellung über Ernest Kolman zu besuchen. Die Akademie Klausenhof präsentiert dort in Kooperation mit dem Stadtarchiv Wesel eine Graphic Novel über das Leben Ernest Kolmans.

Sie entsteht im Rahmen des Projektes „TeamUp“, das durch das Bundesprogramm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden“ des Bundesministeriums des Innern gefördert wird. Neben den Bildern der Graphic Novel werden auch Ausschnitte aus einem Interview mit Ernest Kolman aus dem Jahr 2019 gezeigt.

Die Ausstellung ist bis zum 26. Juni 2026 während der Öffnungszeiten der Kirche zu sehen. Für Schulklassen und interessierte Gruppen bietet die Akademie Klausenhof begleitete Veranstaltungen vor Ort an. Ansprechpartner ist Nico Hochstrat, erreichbar per E-Mail an hochstrat@akademie-klausenhof.de oder telefonisch unter 02852 891127.  

Kreis Wesel und IDAHOBIT: Queer in der Arbeitswelt – Vielfalt gehört zu uns
Vielfalt ist kein abstraktes Thema, sondern Teil unserer Arbeitsrealität – auch in der Kreisverwaltung Wesel. Dafür steht die Regenbogenfahne, die ab sofort wieder am Kreishaus weht.

Am 17. Mai eines jeden Jahres findet der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) statt und erinnert an den 17. Mai 1990, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität offiziell aus ihrem Krankheitskatalog strich.

Ein historischer Schritt, der die Entpathologisierung queerer Identitäten einleitete und anerkannte, dass Homosexualität keine Krankheit ist, sondern eine natürliche Ausprägung menschlicher Vielfalt. Landrat Ingo Brohl: „Als Kreisverwaltung Wesel positionieren wir uns deutlich gegen Diskriminierung und Gewalt und setzen mit dem Hissen der Regenbogenfahne ein sichtbares Zeichen.

Eine moderne Gesellschaft hat Vielfalt und Toleranz als Grundlagen und eine moderne Verwaltung lebt davon, dass unterschiedliche Menschen hier arbeiten und ihre Perspektiven einbringen. Dafür brauchen wir ein Arbeitsumfeld, in dem niemand das Gefühl haben muss, einen Teil seiner Persönlichkeit verstecken zu müssen.“

In Zusammenarbeit mit dem Personalrat hatte der Landrat entschieden, die Regenbogenfahne jährlich für mehrere Tage zum IDAHOBIT vor dem Kreishaus zu hissen. Menschen sollen hier willkommen sein, sich wohlfühlen und sicher arbeiten können. Dennoch erleben queere Menschen noch immer Ausgrenzung und Diskriminierung.

Studien aus dem vergangenen Jahr zeigen, dass Beleidigungen und Diskriminierung gegenüber queeren Menschen wieder zunehmen. Personalratsvorsitzender Andreas Enning: „Wir sprechen in der Arbeitswelt oft über Fachkräftemangel, Motivation und Mitarbeitendenbindung. Aber ein entscheidender Punkt wird dabei häufig übersehen: Menschen können nur dann dauerhaft gut arbeiten, wenn sie sich sicher und respektiert fühlen – nicht nur fachlich, sondern auch persönlich.“ 

Der Kreis Wesel hisst die Flagge anlässlich des IDAHOBIT mittlerweile zum sechsten Mal. Gerade in Zeiten, in denen queerfeindliche Stimmen lauter werden, ist es wichtig, Haltung zu zeigen. Die Kreisverwaltung steht gemeinsam gegen Diskriminierung und für eine offene, solidarische Gesellschaft ein.

Gruppenbild IDAHOBIT

Workshop „Wandobjekte: Rund & Bunt“ im Museum Kurhaus Kleve
Am Samstag, den 23. Mai 2026, findet von 11 bis 13 Uhr ein Workshop zum Thema Wandobjekte statt, der sich an Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren richtet. In diesem Workshop gibt es die Möglichkeit große, runde Wandobjekte zu echten Hinguckern werden zu lassen.

Vorder- und auch Seitenflächen können gestaltet werden. Mit Stiften, Acrylfarben und Sprühlacken entwickeln sich schrittweise expressive Formen, Muster und Farbgebungen.
Der Workshop richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren, die Teilnahmegebühr beträgt 14 Euro (inkl. Material). Bitte anmelden beim Empfang des Museum Kurhaus Kleve (Tel. +49-(0)2821 / 750 10, empfang@mkk.art).

„Alles neu für den Mai“ im Flick-Café Neu_Meerbeck
Im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Bismarckstraße 43b, haben alle Upcycling-Fans am Dienstag, 19. Mai 2026, ausnahmsweise in der Zeit von 14 bis 16.30 Uhr die Möglichkeit, den Frühling gemeinsam in geselliger Runde zu begrüßen.

Beim Flick-Café können beschädigte Kleidung und Accessoires repariert werden, um wieder fit für den Frühling zu werden. Unter der fachkundigen Anleitung einer ehrenamtlichen Expertin mit Leidenschaft fürs Flicken können Interessierte ihre Lieblingsstücke selbst instand setzen. Sie bringt ihre Nähmaschine sowie eine Auswahl an Materialien mit, sodass die Teilnehmenden direkt loslegen können. 

Während des gemeinsamen Arbeitens werden Kaffee und leckere Kekse angeboten, die für eine gemütliche und kreative Atmosphäre sorgen. Das Flick-Café ist eine wunderbare Gelegenheit, nicht nur handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen, sondern sich auch gemeinsam für einen nachhaltigen Umgang mit Mode einzusetzen. Denn „chic“ muss nicht immer neu sein. 

Kleidung möglichst lange im Kreislauf zu halten, ist ein wichtiger Beitrag gegen „Fast Fashion“. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach vorbeikommen und kreativ werden! Rückfragen und weitere Informationen beim Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Bismarckstraße 43b, Telefon 0 28 41 / 201-530, E-Mail: stadtteilbuero.meerbeck@moers.de.
Veranstaltungsdatum 19.05.2026 - 14:00 Uhr - 16:30 Uhr. Veranstaltungsort Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Bismarckstraße 43b.

Genussreise um die Welt Enni-Streetfood-Festival bringt kulinarische Vielfalt nach Rheinberg
Rheinberg darf sich erneut auf ein genussvolles Frühsommer-Wochenende freuen: Von Freitag, 29. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, verwandelt sich der Große Markt in der Innenstadt in eine lebendige Genussmeile. Beim Enni‑Streetfood‑Festival laden zahlreiche Foodtrucks und ein buntes Familienprogramm zum Schlemmen, Verweilen und Entdecken ein. Am verkaufsoffenen Sonntag öffnen zudem die Einzelhändler in der Innenstadt ihre Türen.

„Streetfood, Livemusik, entspanntes Bummeln und gute Gespräche unter freiem Himmel – genau so fühlt sich Sommer an“, sagt Stefan Krämer, Geschäftsführer der ENNI Energie & Umwelt (Enni). „Wir freuen uns, dass wir mit dem Festival mitten in Rheinberg wieder einen Treffpunkt schaffen, an dem Jung und Alt Neues ausprobieren und einfach ein paar schöne Stunden genießen können.“

Auch Rheinbergs Bürgermeister Philipp Richter unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung für die Stadt: „Das Streetfood-Festival ist eine große Bereicherung für Rheinberg. Es bringt Menschen zusammen, belebt unsere Innenstadt und lädt dazu ein, die Vielfalt der Angebote zu entdecken – und ich freue mich darauf, mich selbst ein wenig durchzuprobieren.“ Gelegenheit dazu bieten 17 Foodtrucks, die die Besucherinnen und Besucher auf eine kulinarische Reise um die Welt mitnehmen.

Auf dem Speiseplan stehen unter anderem orientalische Spezialitäten, argentinische Empanadas, amerikanische Flank Steaks und herzhaftes Pulled Turkey. Kreative Burger gehören ebenso dazu wie die beliebten Dynamite Shrimps nach P. F. Chang aus Dubai. Für den süßen Abschluss sorgen feines Mandelgebäck sowie Crêpes und Barista‑Kaffee von „Hin & Crêpes“, serviert aus einem liebevoll restaurierten DDR‑Oldtimer.

Begleitet wird das Streetfood-Erlebnis von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm: Am Freitagabend sorgt das Marc Summer Duo für musikalische Unterhaltung. Am Samstag stehen Livemusik mit „2 Council“ sowie die Enni‑Hüpfburg auf dem Programm. Am verkaufsoffenen Sonntag dürfen sich besonders die kleinen Gäste auf Kinderschminken und erneut auf die Hüpfburg freuen.

Das Enni‑Streetfood‑Festival ist am Freitag, 29. Mai, von 17.30 bis 22 Uhr, am Samstag, 30. Mai, von 13 bis 22 Uhr und am Sonntag, 31. Mai, von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es unter www.enni.de/streetfood

v. l.: Veranstalter Marcus Remark, Enni-Geschäftsführer Stefan Krämer und Bürgermeister Philipp Richter, die das Festival mit Spannung erwarten.

Am 30. Mai: Vogelexkursion am Uettelsheimer See
Die Welt der Vogelstimmen ist facettenreich. Wer mehr Gezwitscher als das von Amsel, Drossel, Fink und Star erkennen möchte, kann dies am Samstag, 30. Mai, bei einer ‚Vogelexkursion am Uettelsheimer See‘ lernen. Die Veranstaltung der vhs Moers – Kamp-Lintfort in Kooperation mit der NABU Ortsgruppe Rheinberg beginnt um 8 Uhr. 

Treffpunkt ist in Duisburg der Parkplatz 2, Elisenstraße 30. Die Exkursion ist vor allem für Anfängerinnen und Anfänger gedacht, die erste Einblicke in die Vielfalt der Vogelstimmen erhalten wollen. Ein Fachmann vom NABU erklärt, welche Vögel bei uns leben und welchen Lebensraum sie bevorzugen. Geländefeste Kleidung wird empfohlen.

Wer möchte, kann ein Fernglas mitbringen. Wer mit auf die Exkursion gehen möchte, muss sich rechtzeitig anmelden: Telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de

‚Gedöns-Flohmarkt‘ in Meerbeck und Hochstraß
Meerbeck und Hochstraß verwandeln sich erneut in ein lebendiges Flohmarktviertel. Am Samstag, 30. Mai, von 14 bis 17 Uhr werden rund 30 Straßen zur bunten Stöbermeile, wenn Anwohnerinnen und Anwohner in ihren Vorgärten und Höfen Trödel, Kleidung, Bücher und kleine Schätze anbieten. Initiator ist das Team des Stadtteilbüros Neu_Meerbeck.

(Foto: pst)

Nach dem großen Zuspruch in den vergangenen Jahren beteiligen sich auch dieses Mal wieder viele Haushalte.  Neben dem Entdecken besonderer Fundstücke steht vor allem das Miteinander im Quartier im Mittelpunkt – mit vielen Gesprächen, Begegnungen und einer offenen, freundlichen Atmosphäre.

Ein zusätzlicher Anziehungspunkt ist der Spaziergang durch die historische Zechensiedlung mit ihren offenen Höfen und ihrem besonderen Charakter. Er macht den Flohmarktbesuch zu einem kleinen Ausflug durchs Quartier. Rückfragen sind telefonisch beim Stadtteilbüro Neu_Meerbeck unter 0 28 41 / 201–530 sowie per E-Mail an stadtteilbuero.meerbeck@moers.de möglich.

Zieleinlauf am Niederrhein: DB InfraGO hat 80-wöchigen Baumarathon zwischen Emmerich und Oberhausen erfolgreich beendet
Projektteam hat umfangreiches Bauprogramm wie geplant am Sonntagabend abgeschlossen
• Züge des Fern- und Güterverkehrs rollen seit heute Morgen, Nahverkehr folgt am Dienstag
• Züge zwischen Dinslaken und Voerde jetzt erstmals auf drei Gleisen unterwegs

Es ist geschafft: Die DB InfraGO hat den 80-wöchigen Baumarathon auf der Ausbaustrecke zwischen Emmerich und Oberhausen erfolgreich zum Abschluss gebracht. In den vergangenen vier Wochen hat das Projektteam auf der wichtigen Strecke am Niederrhein nochmal zahlreiche Arbeiten gebündelt und unter anderem fünf Brücken in Oberhausen und Dinslaken eingeschoben, die Bahnsteige am Haltepunkt Voerde fertig gebaut sowie die letzte Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal in Voerde-Friedrichsfeld mit Hilfe eines Schwimmkrans ausgehoben.

Der Abschluss des intensiven Baumarathons markiert eine wichtige Zwischenetappe im Projekt: Zwischen Voerde und Dinslaken rollen die Züge nun erstmals auf drei Gleisen.

Stefan Ventzke, Projektleiter für den dreigleisigen Ausbau zwischen Emmerich und Oberhausen: „Die letzten 80 Wochen waren für mich und mein Team eine einmalige Erfahrung. Ich bin sehr stolz auf alle Kolleginnen und Kollegen sowie unsere Auftragnehmer, die bis zuletzt alles dafür gegeben haben, dass wir die Bauarbeiten pünktlich beenden konnten. Das gesamte Team hat sich jetzt erstmal eine kurze Pause zum Durchschnaufen verdient, bevor es für uns mit dem Tagesgeschäft weitergeht. Mein Dank gilt auch den Fahrgästen und den Anwohnenden entlang der Strecke. Dank ihrer Geduld und ihres Verständnisses konnten wir die letzten 19 Monate möglichst störungsfrei über die Bühne bringen.“

Ausblick: Weiteres Bauprogramm auf der Strecke
Der Abschluss des 80-wöchigen Baumarathons markiert eine wichtige Zwischenetappe im Ausbauprojekt: Seit dem Spatenstich im Jahr 2017 hat die DB jetzt 52 Kilometer Gleise neu bzw. umgebaut. Außerdem stehen bereits knapp zwölf Kilometer der neuen Schallschutzwände und 38 Kilometer der neuen Oberleitungsanlage. Zusätzlich haben die Teams auch insgesamt 62 Weichen erneuert und 45 Brücken entlang der Strecke erweitert bzw. neu gebaut.

Auch nach dem Ende der intensiven Bauphase laufen die Arbeiten für den dreigleisigen Ausbau weiter. Im November 2026 werden die Bauleute während einer einwöchigen Sperrpause u.a. den neuen Brückenträger über die Weierstraße in Oberhausen einheben, die Bauarbeiten an der Eisenbahnüberführung an der Lippe abschließen und die Bahnübergänge Kerstenstraße und Schwarzer Weg in Emmerich zurückbauen.

Ab 2027 werden die Bauarbeiten vorerst „unter rollendem Rad“, also außerhalb von Sperrungen der Bahnstrecke weitergeführt. Auch ohne Sperrzeiten wird das Team zahlreiche wichtige Meilensteine für den Ausbau erreichen. Dazu zählen beispielsweise die Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes in Voerde-Friedrichsfeld, der Neubau des dritten Gleises zwischen Grenzstraße und dem Weseler Bahnhof sowie der Abschluss der Arbeiten an der Straßenüberführung Weierstraße und der „HOAG-Brücke“ in Oberhausen. Die sperrpausenrelevanten Arbeiten werden aktuell neu eingetaktet.

Zugverkehr läuft stufenweise wieder an
Die Züge des Fern- und Güterverkehrs rollen seit heute Morgen wieder über die Strecke am Niederrhein. Die Züge des Nahverkehrs werden in Abstimmung mit den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen schrittweise wieder anrollen und zum Betriebsstart am Dienstag, 19. Mai wieder vollständig zwischen Oberhausen und Arnhem (NL) verkehren.

Allgemeines zur Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen
Die rund 73 Kilometer lange Strecke Emmerich–Oberhausen ist ein Teilstück des wichtigen europäischen Güterverkehrskorridors von Rotterdam nach Genua. Durch den stetig wachsenden Güter- und Personenverkehr hat die zweigleisige Strecke ihre Leistungsgrenze erreicht.

Ziel des durchgehenden dreigleisigen Ausbaus ist es, die Streckenkapazität zu erweitern und die betrieblichen Abläufe zu optimieren. Damit wird die Qualität des gesamten Schienenverkehrs der Region, auch des Nahverkehrs, langfristig gesteigert und die wirtschaftliche Bedeutung des Ruhrgebiets gestärkt. Zeitgleich profitieren Anwohner:innen von Schallschutzmaßnahmen entlang der Strecke.Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.emmerich-oberhausen.de.
Die Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen ist ein Projekt für den Deutschlandtakt.


Moers: Wildkräuterwanderung
Essbare Wildkräuter sind starke Heilpflanzen aus der Natur. Gemeinsam werden wir sie entdecken, bestimmen, essen und deren Heilwirkung für den menschlichen Organismus kennenlernen. Zugleich ergibt sich ein „Gesundheitsbad“ am fließenden Moersbach unter besonderen Bäumen.

Geführt von Anne-Rose Fusenig Treffpunkt: Sportplatz Solimare Kosten: 12 Euro Weitere Infos zu den Stadtführungen.  Veranstaltungsdatum 19.05.2026 - 18:00 Uhr - 20:00 Uhr. Veranstaltungsort Sportplatz Solimare  

Planwagenfahrt von Hiesfeld nach Marienthal am 21. Mai
Gästeführer Heinrich Hülsemann lädt auch dieses Jahr wieder zu einer ganz besonderen Planwagenfahrt nach Marienthal ein. Die erste Tour findet am Donnerstag, 21. Mai 2026 von 13:30 bis ca. 18:30 Uhr statt. Weitere Termine folgen am 25. Juni, am 27. August und am 24. September 2026.

Vom Startpunkt an der Wassermühle in Hiesfeld geht es zum historischen Bauernmuseum nach Marienthal, wo die Teilnehmer*innen eine spannende Führung erwartet. Im Anschluss führt die Strecke weiter durch den Dämmerwald zum Landgasthof Pannebäcker in Schermbeck. Dort wird eine kleine Rast bei Kaffee und Kuchen eingelegt, bevor es anschließend zurück zum Ausgangspunkt nach Hiesfeld geht.

Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro pro Person, die direkt vor Ort beim Gästeführer entrichtet wird. Im Preis inbegriffen sind die Führung im Bauernmuseum sowie Kaffee / Kuchen im Landgasthof. Der Treffpunkt befindet sich an der Wassermühle in Hiesfeld. Eine verbindliche Anmeldung nimmt das Team der Stadtinformation unter Tel. 02064 – 66 222 oder per E-Mail an stadtinformation@dinslaken.de gerne entgegen.

moers festival 2026
Jedes Jahr an Pfingsten verwandelt sich Moers in ein faszinierendes Klanglabor – mit Musik von Jazz und Avantgarde bis hin zu experimenteller Musik und Genres abseits des Mainstreams. Pionierinnen und Pioniere der Szene treffen auf spannende Newcomer, und Vergangenheit verschmilzt mit Zukunft. Ursprünglich ein reines Jazz-Festival, umfasst das Programm heute auch elektronische Klänge, Alte Musik und zeitgenössiche Musik.

Das Festival schafft Räume für außergewöhnliche Begegnungen und Sounds, die so sonst nirgendwo zu finden sind. Neben den Konzerten bereichern Diskussionsrunden zu gesellschaftlichen, musikalischen und politischen Themen, Workshops und ein wildes Kinderprogramm das Festival.

Das kostenfreie Festivaldorf lockt mit kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Welt, handgefertigten Produkten, Second-Hand-Mode und musikalischen Besonderheiten. Kommt vorbei und genießt das „Lebensgefühl Moers“ 
Veranstaltungsdatum 22.05.2026 - 00:00 Uhr - 26.05.2026 - 00:00 Uhr. Veranstaltungsort Kastellplatz 47441 Moers

Filmprojekt ‚Vom Kriege‘ zum Auftakt des moers festivals
Das multimediale Projekt ‚Vom Kriege‘ von Geremia Carrara ist zum Auftakt des moers festivals am Donnerstag, 21. Mai, um 21 Uhr im Saal des Alten Landratsamtes (Kastell 5) zu erleben. Ein weiterer Anlass ist der Aktionstag ‚Zusammenhalt in Vielfalt‘.

(Foto: Kölner Filmerbe Stiftung)

Das Projekt führt die Ambivalenz der Bilder des Krieges vor Augen.  Im Zentrum der Filmvorführung mit Livemusik stehen zwei Amateurfilme aus dem Jahr 1942, aufgenommen während des zweiten Weltkrieges von einem italienischen und einem deutschen Soldaten in der Ukraine. Abseits propagandistischer Bilder zeigen sie auch private Momente: Feiern, Scherze, beiläufige Gesten – fragile Augenblicke inmitten eines gewaltsamen Kontextes.

Vieles davon erschließt sich nicht und bleibt fragwürdig. Die historischen Aufnahmen werden so zu einem verstörenden Spiegel auch der Gegenwart. Eigener Soundtrack für die vormals stummen Bilder Ein eigens entwickelter Soundtrack begleitet die im Original stummen Filmbilder.

Alessandro Palmitessa und Thomas Machoczek treten mit akustischen und elektronischen Klängen dabei in einen teils komponierten, teils spontan interpretierten Dialog und erweitern die visuelle Ebene um klangliche Impressionen. Der junge ukrainische Sänger Nazar Maidansky trägt Volkslieder und ausgewähltes klassisches Repertoire bei.

Veranstalter sind das moers festival und das Kulturbüro Moers. Der Musikfonds des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Kölner Filmerbe Stiftung und die Fondazione Home Movies fördern den Abend.

Moers: Parkplatz Kastell ab 19. Mai wegen moers festival gesperrt
Ab Dienstag, 19. Mai, 6 Uhr, steht der Parkplatz Kastell aufgrund des moers festivals nicht zur Verfügung. Für den Aufbau und die komplette Dauer der Veranstaltung gilt auf dem gesamten Gelände ein absolutes Halteverbot. Die Sperrung dauert bis einschließlich Dienstag, 26. Mai.

Ab Mittwochmorgen, 27. Mai, kann der Parkplatz wieder wie gewohnt genutzt werden. Das moers festival findet in diesem Jahr erstmals auf dem Kastellplatz statt. Dort sind dann die Bühne und der Händlermarkt zu finden.

ADAC Stauprognose: 22. Bis 25. Mai - Pfingstferienstart in drei Bundesländern / Eines der staureichsten Reisewochenenden des Jahres

Der ADAC rechnet zum langen Pfingstwochenende mit einer der höchsten Verkehrsbelastungen des Jahres. Aufgrund des Feiertags am Pfingstmontag, dem 25. Mai, beginnen viele Urlauber ihren Kurzurlaub bereits am Freitagnachmittag, dem 22. Mai.

Zusätzlich beginnen in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt die Ferien, in Baden-Württemberg und Bayern sogar die zweiwöchigen Pfingstferien. Besonders gefragt sind Reiseziele im Süden Europas, zum Beispiel Österreich, Italien, Kroatien und Südfrankreich.

Der Freitag vor Pfingsten gehörte im vergangenen Jahr bereits zu den staureichsten Tagen des gesamten Jahres. Die größte Staugefahr besteht daher am Freitag zwischen 11 und 19 Uhr. Auch am Samstag ist zwischen 10 und 15 Uhr auf den Fernstraßen mit dichtem Reiseverkehr zu rechnen. Deutlich ruhiger wird es am Pfingstsonntag. Am Pfingstmontag erwartet der ADAC ab Mittag ersten Rückreiseverkehr. Auch am Dienstag dürfte es auf den Autobahnen zwischen 7 und 18 Uhr voll werden, da sich der Rückreiseverkehr mit dem Berufsverkehr mischt.

Besonders stark belastet sind die Fernstraßen Richtung Süden, in die Alpen sowie an die Nord- und Ostseeküste.

Besonders staugefährdet sind folgende Fernreiserouten:
A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt; Linz – Passau
A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe; Chemnitz – Dresden – Görlitz
A5 Kassel – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel; Ulm – Füssen/Reutte
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Berlin – Halle/Leipzig
A10 Berliner Ring
A23 Hamburg – Heide
A24 Hamburg – Schwerin
A27 Bremen – Bremerhaven
A99 Autobahnring München

Der ADAC rechnet auch auf den klassischen Urlaubsrouten im Ausland mit langen Verzögerungen. In Österreich sind insbesondere die A1, die A9, die Tauernautobahn A10, die Inntalautobahn A12 und die Brennerautobahn A13 zwischen Innsbruck und dem Brennerpass betroffen. Dort sorgt die Sanierung der Luegbrücke weiterhin für Einschränkungen. Ebenfalls staugefährdet sind die A14, die Fernpassstraße B179 und die Arlbergstraße B197.

Auf der Tauernautobahn gelten von Freitag bis einschließlich Montag, ganztägige Abfahrtssperren. In Tirol bestehen zudem an Samstagen, Sonn- und Feiertagen Fahrverbote auf zahlreichen Ausweich- und Landesstraßen in den Bezirken Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte.

In der Schweiz bleibt die Verkehrslage auf der A1 zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen angespannt. Ebenfalls stark belastet sind die Gotthard-Route A2, die A3 zwischen Basel, Zürich und Chur sowie die San-Bernardino-Route A13 in Richtung Chiasso.

In Italien müssen Reisende insbesondere auf der Brennerroute A22 sowie auf der Verbindung Schweiz–Mailand–Genua über die Autobahnen A9 und A7 mit dichtem Reiseverkehr und längeren Verzögerungen rechnen.

Sonderinformation: Brennerroute stark beeinträchtigt
Reisende in Richtung Italien bzw. zurück sollten besonders den Samstag, den 30. Mai, im Blick haben. Aufgrund einer Demonstration wird die Brennerautobahn zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner von 11 bis 19 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Auch die parallel verlaufenden Ausweichstrecken sind betroffen.

Da die Sperrung in die Pfingstreisezeit fällt, muss mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Staus gerechnet werden. Das Land Tirol empfiehlt deshalb, den Brennerraum großräumig zu umfahren und nicht notwendige Autofahrten zu vermeiden. Auch alternative Routen dürften stark belastet sein. Weitere Informationen auf www.adac.de.

Rentenfragen im Quartier klären: Beratung im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck
Rente, Zuverdienst, Steuern und Krankenversicherung – die Fragen rund um den Ruhestand sind komplex. Wer Antworten sucht, kann sich am Donnerstag, 21. Mai, von 15 bis 16 Uhr im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Bismarckstraße 43b, direkt informieren.

Der ehrenamtliche Versichertenälteste der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, Klaus Werner Haase, gibt praktische Hinweise zum Renteneintritt, zu Pflegeleistungen, Hilfsmitteln und zur Krankenversicherung. Dabei haben Interessierte Gelegenheit, individuelle Anliegen zu besprechen und sich einen klaren Überblick zu verschaffen.

Die kostenfreie Beratung findet jeden dritten Donnerstag im Monat statt und bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, verlässliche Informationen direkt im Quartier zu erhalten. Weitere Informationen und Rückfragen: Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Telefon: 0 28 41 / 201 - 530, E-Mail: stadtteilbuero.meerbeck@moers.de.


Moers: Coward’s Heart - Premiere von und mit Catherine Elsen
Ausgetrocknete Ozeane, abgebrannte Wälder und die Menschheit stirbt aus. In Coward’s Heart begegnen wir einer Frau, die ihr Herz in einer kranken Welt zur Reparatur abgegeben hat und jetzt bis auf Weiteres erstmal warten muss. Weit weg vom Mangel an Ressourcen und Zeitdruck, versucht sie zu heilen. Sie kann nirgendwo mehr hin und hat “nur” noch ihren Gesang, ihre Erinnerungen und ihre Imagination, die bald ihre ganze Welt einnehmen werden. 

Der Soundtrack zur Performance ist auch Catherine Elsens Debütalbum, das sie zusammen mit Fröschen aus Costa Rica, einem Wasserfall, einem kaputten Klavier aus den Pyrenäen und einem luxemburgischen Hund komponiert hat. Im Rahmen des moers festival Tickets unter www.moers-festival.de
Veranstaltungsdatum 24.05.2026 - 20:00 Uhr - 21:30 Uhr. Veranstaltungsort Schlosstheater - Studio. Adresse Kastell 6, 47441 Moers.

Moers: Kinder Präventionstheater
Veranstaltungsdatum 27.05.2026 - 09:00 Uhr - 11:00 Uhr.  Veranstaltungsort Kopernikusstraße 11, 47445 Moers. Kulturzentrum Rheinkamp

Wesel: Enstiegschancen bei Polizei und Bundeswehr kennenlernen  
Am Donnerstag, 21. Mai, stellen die Karriereberatungen von Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Wesel Ausbildungsberufe und Studiengänge vor.  

Von 13.00 bis 16.00 Uhr können Interessierte am 21. Mai ins BiZ an der Reeser Landstraße 61 in 46483 Wesel kommen und sich über die Einstiegsmöglichkeiten bei Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr informieren. Dazu sind Karriereberater der Institutionen vor Ort, die auch für individuelle Fragen zur Verfügung stehen.   Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zu den Berufen gibt es unter www.berufenet.arbeitsagentur.de und www.berufe.tv.



Baugenehmigungen für Wohnungen im März 2026
+11,5 % zum Vorjahresmonat
 Baugenehmigungen im Neubau von Januar bis März 2026 zum Vorjahreszeitraum:
+14,0 % bei Wohnungen in Wohngebäuden insgesamt
+13,7 % bei Einfamilienhäusern
+23,2 % bei Zweifamilienhäusern
+14,9 % bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern

Im März 2026 wurde in Deutschland der Bau von 21 800 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 11,5 % oder 2 200 Baugenehmigungen mehr als im März 2025. Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 8,2 % oder 1 300 auf 17 600. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 28,0 % oder 900 auf 4 200.



Januar bis März 2026: Aufwärtstrend bei neuen Wohngebäuden hält an Im Zeitraum von Januar bis März 2026 wurde in Deutschland der Bau von 63 500 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt. Das waren 14,6 % oder 8 100 Wohnungen mehr als von Januar bis März 2025.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis März 2026 insgesamt 51 700 Wohnungen genehmigt, das waren 14,0 % oder 6 300 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 13,7 % (+1 500) auf 12 100.

Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 23,2 % (+700) auf 3 600 zu. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 33 100 Neubauwohnungen. Das war ein Anstieg um 14,9 % (+4 300) gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen ging dagegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 % (-100) auf 2 800 Wohnungen zurück. In neuen Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis März 2026 insgesamt 1 400 Wohnungen (+73,7 %; +600) genehmigt.

Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen. Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis März 2026 insgesamt 10 500 Wohnungen genehmigt, das waren 12,3 % oder 1 200 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.

Einkommensunterschiede in NRW: Erstmals kleinräumige Auswertung zu steuerpflichtigen Einkünften möglich
* Interaktive Karte mit 1x1 km Rasterung zeigt regionale Einkommensstrukturen
* Autobahn 40 trennt Gebiete mit hohen und niedrigen Einkünften
* Flüsse Rhein und Wupper prägen Einkommensniveaus in Köln und Wuppertal 

Die Einkünfte der Steuerpflichtigen in Nordrhein-Westfalen unterscheiden sich deutlich in Abhängigkeit von der Wohnortlage. Wie das Statistische Landesamt anhand einer jetzt vorliegenden kleinräumigen Karte zur Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2021 mitteilt, bildet etwa der Verlauf der Autobahn 40 eine markante Trennlinie der Einkommensebenen im Ruhrgebiet.

Die georeferenzierte Auswertung stellt erstmals Einkünfte unterhalb der Gemeindeebene dar. Sie ermöglicht mit einer 1x1 Kilometer Rasterung innerhalb von Gemeinden, teilweise Stadtbezirke oder andere kleinräumige Gebiete zu betrachten. A40 trennt Gebiete mit hohen und niedrigen Einkünften Auf Ebene der kreisfreien Städte weisen die Kommunen im Ruhrgebiet im Vergleich eher mittlere und niedrige Einkommensniveaus auf.

Bei kleinräumiger Betrachtung in der veröffentlichten Karte werden nun noch genauere Strukturen sichtbar: So sind südlich der Autobahn A40 Areale mit einem Medianeinkommen von über 50.000 Euro zu sehen, was in der Darstellung die höchste Kategorie für das Land NRW ist. Beim Median erzielt eine Hälfte der Steuerpflichtigen mehr oder genau diesen Betrag, während die andere Hälfte weniger Einkünfte hat. Große Gebiete im Norden des Ruhrgebiets weisen Einkünfte in der niedrigsten Kategorie mit weniger als 30.000 Euro im Median auf.

Auch in anderen Regionen von NRW werden in der kleinräumigen Darstellung Unterschiede nach Wohnortlage deutlich. So sind etwa in Köln hohe Einkommensniveaus linksrheinisch von über 40.000 Euro, in Teilen über 50.000 Euro und rechtsrheinisch niedrigere Medianeinkommen von unter 30.000 Euro erkennbar. In Wuppertal prägen Wupper und Autobahn 46 die Einkommensniveaus. Der neu veröffentlichte Artikel „Wohnortlage - Eine Frage der Einkünfte“ analysiert diese und weitere regionale Strukturen der Einkünfte der Steuerpflichtigen in NRW.
„Wohnortlage – Eine Frage der Einkünfte“


Wildbiene + Partner ruft am Weltbienentag zur ersten App-basierten Wildbienen-Zählung auf.
Wer gerade aufmerksam durch den Garten geht, hört es überall summen und brummen: Mauerbienen schlüpfen, Hummelköniginnen suchen Nistplätze, Sandbienen graben ihre Brutröhren. Wie viele dieser Insekten tatsächlich in privaten Gärten und auf Balkonen leben, ist schwer zu sagen, denn verlässliche Zahlen für Siedlungsräume fehlen fast vollständig.

Zum Weltbienentag wollen Wildbiene + Partner sowie tausende Naturfreundinnen und Naturfreunde das ändern: Am 20. Mai findet die erste App-gestützte Wildbienen-Zählung in Europa statt.



Citizen Science im Garten: Die MyBeeHome-App macht jede Nisthilfe zur Forschungsstation. (Quelle: Wildbiene + Partner) Foto-Quelle: Wildbiene - Partner GmbH

Schwarmintelligenz für Wildbienen
Wer ein Bienenhotel oder eine andere Nisthilfe mit Hohlräumen besitzt, fotografiert sie am 20. Mai mit der MyBeeHome App von Wildbiene + Partner. Die integrierte Bilderkennung wertet aus, wie viele Nistgänge bereits verschlossen sind und gibt einen zuverlässigen Hinweis auf erfolgreiche Bruten. Das Prinzip dahinter heißt "Citizen Science": Tausende Bürgerinnen und Bürger liefern gemeinsam Daten, die kein Forschungsteam allein erheben könnte. Die anonymisierten Ergebnisse fließen in einen Wildbienen-Report ein, der nach der Zählung erstmals ein möglichst flächendeckendes Bild der Situation in Siedlungsräumen der Schweiz und Deutschland zeichnen soll.

„Jedes fotografierte Bienenhotel ist ein wichtiges Puzzleteil. Wenn viele Menschen zeitgleich mitmachen, erhalten wir eine großflächige Momentaufnahme der verschiedenen Wildbienenpopulationen. Richtig spannend wird es, wenn wir diese Daten standardisiert über einen längeren Zeitraum erfassen: Dann können wir die Entwicklung der Populationen direkt mit externen Faktoren wie dem Klima, Lebensraumveränderungen oder dem lokalen Blütenangebot in Zusammenhang bringen“. sagt Tom Strobl, Biologe bei Wildbiene + Partner.

Jeder Garten zählt
Von den rund 585 in Deutschland heimischen Wildbienenarten gilt etwa die Hälfte als gefährdet. Wissenschaftliche Erhebungen finden meist in Schutzgebieten oder auf landwirtschaftlichen Flächen statt – über ihr Leben in Gärten, auf Balkonen und im Stadtgrün ist wenig bekannt. Dabei werden genau diese Räume immer wichtiger: Viele Arten haben einen Aktionsradius von nur 200 bis 300 Metern. Ob sie dort Nahrung und Nistplätze finden, entscheidet über ihr Überleben.

„Ein Garten ist heute für viele Arten kein Nebenschauplatz mehr, sondern ein wichtiges Rückzugsgebiet. Umso wichtiger ist es zu wissen, was dort wirklich passiert", so Strobl.

Jedes Bienenhotel, jede Blühfläche und jeder unversiegelte Quadratmeter zählt. Wildbienen brauchen Nahrung in unmittelbarer Nähe ihres Nistplatzes, und das von März bis in den Herbst hinein. Reihen sich naturnahe Gärten und Balkone aneinander, entstehen sogenannte Trittsteine: ein Netz aus Lebensräumen, zwischen denen Wildbienen sich bewegen, Nahrung finden und neue Nistplätze besiedeln können. So wird aus vielen kleinen Bienen-Oasen ein zusammenhängender Lebensraum.

Was Wildbienen jetzt am meisten hilft
Aktuell sind besonders viele Arten unterwegs auf der Suche nach Pollen, Nektar und Brutplätzen. Schon kleine Maßnahmen können viel bewirken:

Vielfalt statt Einheitsgrün: Eine Mischung aus Früh-, Sommer- und Spätblühern versorgt unterschiedliche Arten über die ganze Saison. Heimische Wildstauden wie Glockenblume, Natternkopf oder Wiesensalbei sind besonders wertvoll. Gefüllte Zierblüten, Geranien oder Rhododendron sehen schön aus, bieten den Bienen aber kaum Pollen.

Nistplätze zulassen: Rund 70 Prozent der Wildbienen nisten im Boden. Offene, sandige Stellen, Totholz oder vertrocknete Pflanzenstängel vom Vorjahr sind wertvoll. Für die übrigen Arten eignen sich Wildbienenhäuser mit sauber gebohrten Niströhren.
Auf Pestizide verzichten: Schon der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel im eigenen Garten schafft Lebensraum.

Das Citizen Science Projekt am 20. Mai soll zeigen, wo das Netz aus Gärten, Balkonen und Grünflächen bereits trägt und wo es noch Lücken gibt. „Die Bilder der Bienenhotels helfen uns die Entwicklung der Wildbienenpopulationen im Siedlungsraum besser zu verstehen und zu erkennen wo es noch Handlungsbedarf hat", erklärt Strobl und ergänzt: „Der Weltbienentag ist eine gute Gelegenheit, einmal genau hinzuschauen. Mit der MyBeeHome App kann man dabei nicht nur wertvolle Daten beitragen, sondern auch selbst entdecken, wer sich in den Niströhren des eigenen Bienenhäuschens verbirgt.

Mitmachen
Lade die kostenlose MyBeeHome App herunter, öffne sie am 20. Mai und fotografier dein Bienenhotel oder deine Nisthilfe. Die App übernimmt die Analyse. In den Folgetagen können Nutzer:innen die Artvorschläge prüfen und so die Genauigkeit des abschließenden Reports verbessern.

Nach der Zählung veröffentlicht Wildbiene + Partner einen ausführlichen Bericht in der App, der zeigt, welche Arten nachgewiesen wurden, wie viele Nester dokumentiert wurden und wie das Gesamtbild in Deutschland und der Schweiz aussieht.
MyBeeHome ist kostenlos im App Store und bei Google Play erhältlich.Weitere Informationen finden Sie unter https://wildbieneundpartner.de


Dinslaken: Verkürzte Öffnungszeiten im Bürgerbüro Stadtmitte am Dienstag, 26. Mai
Das Bürgerbüro Stadtmitte schließt am 26.05.2026 (Dienstag nach Pfingsten) bereits um 16 Uhr anstatt um 18 Uhr. Der Standort in Hiesfeld ist dienstags immer geschlossen und daher von der Änderung nicht betroffen. 

Scheitern der Entlastungsprämie ist positives Signal für den Mittelstand: Stimmen aus der Wirtschaft wurden gehört
Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) begrüßt ausdrücklich, dass der Koalitionsausschuss sich darauf verständigt hat, die Entlastungsprämie nicht weiter zu verfolgen. Aus Sicht des Verbands ist die Zahlung der Prämie für viele Unternehmen in der aktuellen Wirtschaftslage unmöglich. Darauf hatte der DMB bereits im April nachdrücklich hingewiesen.

Die 1000-Euro-Prämie war der falsche Weg, um Entlastung für den Mittelstand zu schaffen. Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB, betont: „Es war für uns nicht nachvollziehbar, warum ein sogenannter Krisenbonus auf die Unternehmen verlagert werden sollte. Schließlich stehen unsere Unternehmen ohnehin unter einem hohen Kostendruck, verschieben bereits Investitionen und sind zu personellen Anpassungen gezwungen.“

Viele kleine und mittlere Unternehmen sind derzeit gar nicht in der Lage, ihren Mitarbeitern eine derartige Prämie zu zahlen. Deshalb ist es aus Verbandsperspektive positiv zu bewerten, dass auch die Koalition die Stimmen aus der Wirtschaft ernst nimmt und die Entlastungsprämie abgeräumt hat. Zuvor hatte der Bundesrat die Pläne nach massiver Kritik aus dem Mittelstand abgelehnt.

Jetzt muss die Bundesregierung den Fokus konsequent auf mutige Strukturreformen legen, die den Mittelstand entlasten und dessen Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die zentralen Hebel sind dabei Bürokratieabbau, niedrigere Steuern und dauerhaft stabile Sozialabgaben.


Landrat Ingo Brohl lädt ein: Marktgespräch am 21. Mai in Wesel
Um mit Bürgerinnen und Bürgern direkt ins Gespräch zu kommen, veranstaltet Landrat Ingo Brohl Marktgespräche in allen 13 kreisangehörigen Städten und Gemeinden.  Der Auftakt der Marktgespräche findet am Donnerstag, 21. Mai 2026, von 10 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz Wesel Feldmark statt. 

Landrat Ingo Brohl: „Ich freue mich auch in diesem Jahr sehr auf die Marktgespräche im Niederrhein Kreis Wesel. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, direkt mit den Menschen in Kontakt zu kommen und zu erfahren, was sie bewegt.“ Landrat Brohl, der auch Leiter der Kreispolizeibehörde Wesel ist, wird begleitet von Polizeibeamten der Kreispolizeibehörde Wesel, die ebenfalls für Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen.

Außerdem sind seit diesem Jahr bei jedem Marktgespräch auch Mitarbeitende aus dem Bereich Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung mit dabei. Sie informieren über verschiedene Maßnahmen zur Krisenvorsorge und stehen für Rückfragen zur Verfügung. 


Ehrentag im Garten des Museums Voswinckelshof

Der Ehrentag ist der deutschlandweite Mitmachtag zum Geburtstag des Grundgesetzes und findet am 23. Mai 2026 statt. An diesem Tag laden Dinslakener Initiativen zum Austausch, Kennenlernen, Vernetzen und Mitmachen in entspannter Picknick-Atmosphäre ein.

Die Stadt Dinslaken stellt den Garten des Museums Voswinckelshof zur Verfügung. Dort findet das Demokratie- und Vernetzungspicknick von 12:30 bis 16:00 Uhr statt. Die Besuchenden können sich auf Zeit für Gespräche, Möglichkeiten zum Vernetzen und interessante Mitmachaktionen in entspannter Picknick-Atmosphäre mit fair gehandelten Snacks freuen, verspricht die Projektgruppe „Sprechen & Zuhören“.

Es gibt beispielsweise einen Infostand rund um das Grundgesetz mit Quiz des Familienbündnisses Dinslaken, zuhören draußen, Mitmach-Theater „Tellerrandale”, Informationen zum Weltladen Dinslaken und Projekt MiniWALD Dinslaken, Engagementbörse und Ideendecke. Bereits von 10:30 bis 12:00 Uhr trifft man sich im Lokal der Möglichkeiten in der Duisburger Straße.

Weitere Aktionen und Initiativen können hinzukommen. Die Projektgruppe kann per Mail an kontakt@sundz-din.de kontaktiert werden. Der Ehrentag zum Geburtstag des Grundgesetzes findet am 23. Mai 2026 zum ersten Mal statt. Unter dem Motto „Der Ehrentag. Für dich. Für uns. Für alle.“ sind alle eingeladen, sich vor Ort oder digital zu beteiligen und gemeinsam anzupacken.

Initiator und Schirmherr des Ehrentags ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Umgesetzt wird der Tag in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

Niederrheinische Reisemobiltage stehen vor der Tür
Jedes Jahr ein Highlight für Reisemobilisten: Vom 24. bis 26. April 2026 finden wieder die Niederrheinischen Reisemobiltage statt. Mehrere Kommunen sowie Campingplatz- und Stellplatzbetreiber in der Region beteiligen sich an diesem Event. Die Besucher können das abwechslungsreiche Angebot an Informations- und Unterhaltungsmöglichkeiten nutzen.

Hier nur einige Beispiele: In Emmerich am Rhein lockt der Barfußpfad Hochelten – ein tolles „Geh-Fühl“ und Erlebnis auf über zwölf verschiedenen Bodenbelägen. In Kleve ist der berühmte Schwanenturm am Wochenende von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

In Geldern steht traditionsgemäß der Spargel im Mittelpunkt: Es gibt Schlemmeressen-Touren per Bus oder mit dem Rad nach Walbeck. Natürlich besteht dabei die Möglichkeit, die edlen Stangen auch für die mobile Küche einzukaufen. In Rees bieten die Wochenmarkt-Händler am Samstag zwischen 8 und 13 Uhr ihre frischen Waren an. Apropos leibliche Genüsse: Auf manchen Stellplätzen gibt es einen kostenlosen Brötchenservice, um den Tag gut gestärkt zu beginnen.
www.niederrheinische-reisemobiltage.de

Der Niederrhein bietet Ruhe im Grünen, aber auch unzählige Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Foto: Peters



Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im März 2026: -8,8 % gegenüber März 2025
Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt, März 2026
-8,8 % zum Vorjahresmonat
+2,1 % zum Vormonat
Preise für pflanzliche Erzeugnisse
-8,0 % zum Vorjahresmonat
Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse
-9,3 % zum Vorjahresmonat

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im März 2026 um 8,8 % niedriger als im März 2025. Im Februar 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -10,9 % gelegen, im Januar 2026 bei -10,0 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im März 2026 gegenüber Februar 2026 um 2,1 %.



Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im März 2026 um 8,0 % gegenüber März 2025.
Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse verbilligten sich um 9,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich im März 2026 sowohl pflanzliche Erzeugnisse (+1,4 %) als auch Tiere und tierische Produkte (+2,5 %).

Preisrückgang bei Speisekartoffeln hält an
Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 8,0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im März 2026 um 55,2 % niedriger als im März 2025. Im Februar 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -54,2 %, im Januar 2026 bei -49,8 % gelegen. Auch gegenüber dem Vormonat Februar 2026 fielen die Speisekartoffelpreise (-2,3 %).

Preise für Obst gesunken, für Gemüse und Wein gestiegen
Die Erzeugerpreise für Obst waren im März 2026 um 31,2 % niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -33,0 %. Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist um 19,3 %, wobei unter anderem Gurken (+31,9 %), Salat (+20,3 %) und Tomaten (+14,9 %) teurer waren.

Preisrückgänge waren hingegen unter anderem bei Kohlgemüse zu beobachten, das 17,3 % billiger war. Bei Wein war im März 2026 mit +1,8 % gegenüber März 2025 eine Preissteigerung zu verzeichnen. Preise für Getreide und Futterpflanzen gesunken, Handelsgewächse erstmals seit eineinhalb Jahren mit Preissteigerung Getreide war im März 2026 im Vergleich zum März 2025 um 14,2 % günstiger.

Die Preise für Futterpflanzen waren mit einem Rückgang von 6,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls weiterhin rückläufig. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im März 2026 um 0,9 % höher als ein Jahr zuvor. Dies ist die erste Preissteigerung seit September 2024 (+10,4 % gegenüber September 2023). Auch Raps verteuerte sich um 2,5 % zum Vorjahresmonat.

Tierische Erzeugung: Preisanstieg bei Rindern, Geflügel und Eiern, Preisrückgang bei Schweinen und Milch
Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 9,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im März 2026 um 27,0 % niedriger als im Vorjahresmonat. Auch im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 sanken die Preise für Milch (-0,7 %). Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist zu einer Preissteigerung von 13,8 %.

Die Preise für Tiere lagen im März 2026 um 3,6 % höher als im März 2025. Maßgeblich dafür war der Preisanstieg bei Rindern um 13,3 %. Bei Schlachtschweinen sanken die Preise hingegen um 3,6 %. Die Preise für Geflügel waren im März 2026 um 3,9 % höher als im März 2025. Ausschlaggebend hierfür waren die Preissteigerungen bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 9,7 %. Bei Hähnchen kam es zu einem leichten Preisanstieg um 0,2 %.