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Informationen aus Xanten, Kleve, Dinslaken, Moers, Wesel und Hamminkeln

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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 6: Montag, 2. - Sonntag, 8. Februar 2026
Themen u.a.:


Dinslaken: sucht ehrenamtliche Solarberater*innen: Infoveranstaltung am 19.02.26
Was muss eigentlich beachtet werden, wenn eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach installiert werden soll? Um die nötigen Informationen besser in der Bürgerschaft zu streuen, sucht die Stadt Dinslaken gemeinsam mit der Bürgersolarberatung in Dinslaken weitere „Bürgersolarberater*innen“, die in ihrer Nachbarschaft als Ansprechpersonen für Interessierte zur Verfügung stehen.

Kern der Arbeit von Bürgersolarberatern und -beraterinnen ist eine ehrenamtliche, kostenlose, neutrale und unabhängige Beratung zur Installation von PV-Anlagen für Eigentümer und Eigentümerinnen von Ein- bis Zweifamilienhäusern. Auf nachbarschaftliche Weise werden dabei praktische Tipps vermittelt. Die Bürgersolarberatung ist damit ein niederschwelliges Angebot, das andere Beratungsangebote ergänzen kann.

Im vergangenen Jahr hat sich bereits eine Gruppe von Bürgersolarberatern zusammengefunden, die in diesem Jahr mit ihrer Beratungstätigkeit beginnen. Weitere Interessierte können sich gerne anschließen und durch eine Schulung zu Fachfrauen und Fachmännern auf dem Gebiet der Solarenergie ausgebildet werden. Durch ein gutes Netzwerk von ehrenamtlich engagierten Menschen erhofft sich die Stadt Dinslaken und die Gruppe der Bürgersolarberatung, dass sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger für die Installation einer PV-Anlage auf dem eigenen Hausdach begeistern lassen.

Am 19. Februar 2026 findet ab 18:30 Uhr ein Online-Vorabinfo-Termin statt. Diese Infoveranstaltung vermittelt allen, die Interesse an der Schulung haben und Bürgersolarberater*innen werden möchten, eine gute Vorstellung davon, was sie erwartet, wenn sie mitmachen. Es gibt ausreichend Zeit, um vor dem Start der Schulung alle offenen Fragen zu klären. Interessierte können sich gerne unter ne-office@dinslaken.de melden.

Nach der Infoveranstaltung bietet die Stadtverwaltung in Kooperation mit dem Projekt „Energiesparhaus Ruhr“ vom Regionalverband Ruhr eine kostenlose Basisschulung an. In vier Online-Workshops wird das Grundwissen vermittelt. Die Schulung wird von Metropolsolar durchgeführt. Es handelt sich dabei um einen bundesweit tätigen gemeinnützigen Verein, der sich für die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien einsetzt.


Das Musical Dinner – Jetzt auch in Wesel!
Das Musical Dinner entführt seine Gäste auf eine unvergessliche Reise durch die größten Hits weltbekannter Musicals wie Grease, Les Misérables, Tanz der Vampire und viele mehr. Professionelle Musicaldarsteller verzaubern mit beeindruckenden Stimmen und schaffen Momente voller Emotionen und Nostalgie.

Parallel dazu verwöhnt das Küchenteam die Gäste mit einem exquisiten Mehr-Gänge-Menü, das den Abend zu einem Fest für alle Sinne macht. So wird das Musical Dinner nicht nur ein Genuss für die Ohren, sondern auch für den Gaumen. Ob Musical-Fan oder Gesangsliebhaber – Gänsehautmomente und Mitsingen sind am 05. Februar 2026 um 19:00 Uhr im Restaurant Art garantiert. Tickets unter: www.das-musical-dinner.de

Restaurant Art

Beginn: Donnerstag, 05. Februar 2026, Beginn 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr) Ort: Restaurant Art, Wesel Tickets ab 94,90€ – erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.das-musical-dinner.de

Winterlesung „Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur“ mit Anne-Katrin Kunde
In der Winterlesung, am Donnerstag, den 5. Februar 2026, um 19 Uhr liest Anne-Katrin Kunde aus „Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur“ von Uwe Wittstock. Im Juni 1940 hat Hitlers Wehrmacht Frankreich besiegt. Die Gestapo fahndet nach Autoren wie Heinrich Mann, Franz Werfel, Hannah Arendt, und vielen anderen, die in Frankreich Asyl gefunden haben.

Derweil kommt der Amerikaner Varian Fry nach Marseille, um so viele von ihnen wie möglich zu retten. Über Umwege geraten alle schließlich nach Marseille, um von dort einen Weg in die Freiheit zu suchen. In Marseille übergibt Walter Benjamin seinen letzten Essay an Hannah Arendt, bevor er zur Flucht über die Pyrenäen aufbricht.

Hier kreuzen sich die Wege deutscher und österreichischer Schriftsteller, Intellektueller, und Künstler. Und hier riskieren Fry und seine Mitstreiter Leib und Leben, um die Verfolgten außer Landes zu bringen. Die Lesung findet um 19 Uhr in der Lounge des Museum Kurhaus Kleve statt, der Eintritt beträgt 5 EUR (reduziert und für Mitglieder des Freundeskreises 3 EUR).

Moers: Erst Schlitten fahren, dann wilder Westen - Saunatreffs im Februar im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn  
Wer der winterlichen Kälte oder dem Karneval entfliehen möchte, ist im Freizeitbad Neukirchen-Vluyn genau richtig. Hier lädt die ENNI Sport & Bäder Niederrhein (Enni) im Februar zu zwei Sauna-Treffs und dem traditionellen Rosenmontags-Wellness-Tag ein. Die Sauna-Treffs finden stets samstags von 18 bis 24 Uhr statt.

Am 7. Februar lautet das Motto „Schlittenfahrt um die Welt“, am 21. Februar entführt das Team seine Gäste in den „Wild Wild West“. Dabei können sich die Besucherinnen und Besucher auf spezielle Duftkompositionen freuen – etwa Ingwer-Zitrone, Whiskey, Granatapfel oder Blue Eis. Auch ein russisches Banja-Birkenzweig-Ritual und ein Atlantik-Meersalz-Peeling stehen auf dem Programm.  

Während der Sauna-Treffs kann das gesamte Freizeitbad ausschließlich textilfrei genutzt werden. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 18 Euro im Vorverkauf und 20 Euro vor Ort. Kinder zahlen 10 Euro. Bis freitagsabends können Interessierte die Vorverkaufskarten auch online erwerben. Wer lediglich das Angebot des textilfreien Schwimmens nutzen möchte, zahlt als Erwachsener 7 Euro. Für Jugendliche beträgt der Eintritt dann 6 Euro, für Kinder 5 Euro.  

Wer einen ganzen Tag Auszeit nehmen will, ist beim Rosenmontags-Wellness-Tag am 16. Februar genau richtig. Dabei bietet das Freizeitbad von 10 Uhr bis 21 Uhr ein spezielles Schwimmbad- und Saunavergnügen für die gesamte Familie an. Weitere Informationen gibt es unter www.freizeitbad-neukirchen-vluyn.de

Moers: Messerscharfe Pointen - Enni Comedy Salon startet ins Jahr   
Wer sich für das neue Jahr „mehr Lachen“ vorgenommen hat, kann seinen Vorsatz direkt in die Tat umsetzen: Am Mittwoch, 11. Februar, steht der erste Enni Comedy Salon des Jahres an. Die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) lädt erneut ins Moerser Bollwerk 107 ein.

Veranstalter Volker von Liliencron hat dafür wieder ein hochkarätiges Line-up der deutschen Comedy-Szene zusammengestellt. Neu ist dabei die Moderation: Christin Jugsch übernimmt das Zepter von Don Clarke. Die neue Gastgeberin schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen – mal Mutter, mal Neffe, mal Bademeister, mal ganz sie selbst. Ihre Markenzeichen sind eine bildhafte Erzählweise, eine unverwechselbare Mimik und ein ausgeprägter Sinn für absurde Situationen.

„Christin hat bereits Bollwerk-Erfahrung und weiß, worauf sie sich beim Moerser Publikum einlässt – umgekehrt genauso“, sagt Veranstalter Volker von Liliencron augenzwinkernd. Neben der Moderatorin gehen am 11. Februar ab 20 Uhr wie gewohnt drei Comedians nacheinander auf die Bühne: Der queer-feministische Tobias Born gilt als eine der spannendsten neuen Stimmen der deutschen Comedy-Szene und hat es sich zum Ziel gesetzt, das „Schubladendenken“ abzuschaffen.


Bereits eine feste Größe auf der Bühne ist Schauspielerin und Stand-up-Comedienne Christiane Olivier. Bekannt aus Formaten wie dem Quatsch Comedy Club, NightWash und Nuhr im Ersten, begeistert sie mit scharfem Humor und gnadenloser Offenheit. Mit Haltung, Charme und einer ordentlichen Portion Selbstironie komplettiert BORA das Line-up.

Ob absurde Alltagslogik, zwischenmenschliche Missverständnisse oder die kleinen und großen Eigenheiten unserer Zeit – BORA nimmt sie auseinander, wirft sie einmal durch den Comedy-Mixer und serviert sie messerscharf, aber immer sympathisch. Sein Stil ist direkt, intelligent und nahbar: kein lautes Klamauk-Feuerwerk, sondern kluge Pointen, die wirken, weil sie wahr sind.

Wer bei der Show am 11. Februar dabei sein will, sollte nicht zu lange zögern. Tickets für den Enni Comedy Salon gibt es online unter www.comedysalon.de sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Verkehrsgerichtstag 2026 stärkt Qualität in der Fahrausbildung
Der Verkehrsgerichtstag 2026 setzt wichtige Impulse für eine moderne und qualitativ hochwertige Fahrausbildung. Der TÜV-Verband begrüßt die Stärkung von Lernfortschritt und verbindlichen Qualitätsstandards, sieht bei der Transparenz der Ausbildungs- und Kostenstrukturen sowie bei der Einbindung moderner Ausbildungsformen jedoch weiterhin Nachholbedarf.

Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag ging am Freitag zu Ende. Die verabschiedeten Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Fahrausbildung setzen aus Sicht des TÜV-Verbands wichtige Leitlinien für Qualität und Lernfortschritt, bleiben bei der Transparenz und der konsequenten Einbindung moderner Ausbildungsformen aber hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Fani Zaneta, Referentin für Fahrerlaubnis, Fahreignung und Verkehrssicherheit beim TÜV-Verband, ordnet die Ergebnisse ein: Lernstandskontrollen als Schlüssel für bessere Ausbildung „Dass der Verkehrsgerichtstag verbindliche Lernstandskontrollen in den Mittelpunkt stellt, ist der richtige Schritt.

Die häufig zitierte Durchfallquote verzerrt das Bild, weil sie Mehrfachprüfungen einbezieht.

Bei Erstprüfungen bestehen rund zwei Drittel der Fahrschülerinnen und Fahrschüler auf Anhieb. Entscheidend ist deshalb nicht, Anforderungen zu senken, sondern Lernprozesse gezielt und qualitativ zu verbessern.“ Qualität sichern, statt Standards abzusenken „Die Empfehlungen setzen ein klares Zeichen: Die Qualität der Fahrausbildung darf nicht möglichen Einsparungen geopfert werden.

Ein bundesweites Referenzcurriculum mit verbindlichen Mindestinhalten, darauf abgestimmte Prüfungen und eine enge Verzahnung von Ausbildung und Prüfung sind der richtige Weg, um ein hohes Sicherheitsniveau dauerhaft zu sichern. Kürzungen bei Prüfungsinhalten und -dauer oder eine Ausbildung durch Laien wären dagegen klare Rückschritte für die Verkehrssicherheit.“

Forderung des ACV nach bundesweiter Verwendung innovativer Technik aufgegriffen
Beim 64. Verkehrsgerichtstag in Goslar wurden vom 29. bis 30. Januar 2026 erneut Empfehlungen zu zentralen Fragen der Verkehrssicherheit erarbeitet. Der ACV Automobil-Club Verkehr begrüßt die Ergebnisse aus zwei Arbeitskreisen und sieht sich in wesentlichen Punkten seiner im Vorfeld formulierten Positionen bestätigt.

Im Fokus standen das Unfallrisiko durch Ablenkung am Steuer und die Reform der Fahrausbildung. Arbeitskreis III: Ablenkung am Steuer gezielt reduzieren Der ACV sieht sich durch die Empfehlungen des Arbeitskreises III in seinen zentralen Forderungen bestätigt.

Besonders begrüßt der Club die Empfehlung, „überall eine adäquate Kontrolldichte herzustellen, insbesondere mittels innovativer und automatisierter Überwachungssysteme (z. B. „Handy-Blitzer“)“ sowie eine bundeseinheitliche Rechtsgrundlage zu schaffen.“

Damit folgt der Verkehrsgerichtstag klar dem ACV, Monocams bundesweit einzusetzen und rechtssicher zu verankern. Zudem übernimmt der Arbeitskreis die ACV Position nach ablenkungsarmer Fahrzeugbedienung. Der Arbeitskreis „fordert die Hersteller auf, Fahrzeugbedienung intuitiv und ablenkungsarm zu gestalten und zu verbessern. Komfort- und Infotainmentsysteme sind generell bezüglich des Sicherheitsrelevanz zu messen und im Fahrbetrieb zu begrenzen.“

Technik muss Sicherheit unterstützen und darf nicht selbst zur Ablenkungsfalle werden.
Arbeitskreis VI: Qualität der Fahrausbildung sichern Der ACV begrüßt die Empfehlungen des Arbeitskreises VI und sieht sich in seiner Position bestätigt, dass Einsparungen beim Führerscheinerwerb nicht zulasten der Verkehrssicherheit und Qualität gehen dürfen.

Der Arbeitskreis stellt klar: „Die Ausbildungsqualität besitzt gegenüber einer Kostenreduktion Vorrang.“ Weiter spricht sich der ACV für eine qualitativ hochwertige Fahrausbildung mit klaren Grenzen für zeitlich unabhängige digitale Lernangebote aus. Diese Position greift der Arbeitskreis auf und fordert „eine professionelle Fahrausbildung, die interaktiven Präsenzunterricht mit digitalen Lernformen verzahnt“ sowie ein „bundesweites Referenzcurriculum mit Mindestausbildungsinhalten, verbindlichen Lernstandsbeurteilungen und fachgerechten Standards“.

Zudem empfiehlt der Arbeitskreis, für „den ergänzenden Simulatoreinsatz und das ergänzende synchrone E-Learning Ausbildungskonzepte und Gütekriterien zu entwickeln und zu erproben“. Aus Sicht des ACV bestätigt dies den Ansatz, digitale Elemente gezielt und qualitätsgesichert einzusetzen, ohne Abstriche bei der Sicherheit in Kauf zu nehmen.

Neue Tourismusstrategie setzt starke Impulse für die Systemgastronomie
BdS begrüßt Fokus auf Bürokratieabbau, Wettbewerbsfähigkeit und moderne Arbeitsbedingungen
Mit der Neuauflage der Nationalen Tourismusstrategie setzt die Bundesregierung ein wichtiges Signal für die Zukunft der Tourismuswirtschaft in Deutschland. Der Bundesverband der Systemgastronomie e. V. (BdS) begrüßt, dass die Strategie die Wettbewerbsfähigkeit der Branche in den Mittelpunkt stellt und zentrale Handlungsfelder adressiert, die für die Systemgastronomie von besonderer Bedeutung sind. Dazu zählen insbesondere Bürokratieabbau, zeitgemäße Arbeitszeitregelungen, Digitalisierung sowie die Sicherung von Fach- und Arbeitskräften.

„Die Maßnahmen der neuen Tourismusstrategie haben das Potenzial bessere Rahmenbedingungen für die Unternehmen der Systemgastronomie zu schaffen, Bürokratie abzubauen und den Betrieben wieder mehr unternehmerische Freiräume zu eröffnen“, betont BdS-Hauptgeschäftsführer Markus Suchert.

Systemgastronomie als starker Wirtschaftsfaktor
Die Tourismusstrategie unterstreicht die zentrale Rolle der Tourismusbranche für die gesamtwirtschaftliche Leistung in Deutschland. Die Systemgastronomie ist dabei ein fester Bestandteil der touristischen Wertschöpfung in Deutschland. Die Mitgliedsunternehmen des BdS planen in den kommenden Jahren Investitionen von mehr als 3 Milliarden Euro in den Standort Deutschland und über 600 neue systemgastronomische Restaurants, durch die wiederum mehr als 26.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Schon heute bieten allein die Mitgliedsunternehmen des BdS rund 120.000 Mitarbeitenden sowie über 2.000 Auszubildenden einen Arbeitsplatz. Als Branche der Chancen eröffnet die Systemgastronomie Menschen unabhängig von individuellen Voraussetzungen vielfältige Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Getragen wird die Branche von engagierten Franchisenehmerinnen und Franchisenehmern, die häufig tief in ihren Regionen verwurzelt sind. Sie übernehmen unternehmerische Verantwortung, schaffen Arbeitsplätze und stärken durch lokale Wertschöpfung, verlässliche Qualitätskonzepte und eine hohe Innovationskraft die Attraktivität von Städten und Kommunen.

Bürokratieabbau und flexible Arbeitszeiten als Schlüssel
Aus Sicht des BdS ist es besonders positiv, dass die Tourismusstrategie den Abbau unnötiger Vorschriften und Berichtspflichten sowie praxisnahe Verfahren in den Fokus nimmt. Die überwiegend mittelständisch geprägten Betriebe der Systemgastronomie sind in vielen Bereichen mit hohen bürokratischen Anforderungen konfrontiert. Effiziente und möglichst digitale Prozesse sind daher eine zentrale Voraussetzung, um wirtschaftlich arbeiten, investieren und Arbeitsplätze sichern zu können.

Zugleich greift die Strategie mit der angekündigten Flexibilisierung der Arbeitszeitregelungen ein zentrales Anliegen der Branche auf. Moderne Arbeitszeitmodelle werden sowohl den betrieblichen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der Beschäftigten besser gerecht und stärken die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. „Die Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ermöglicht Beschäftigten und Betrieben eine individuelle und flexible Einteilung der Arbeitszeit. Das schafft mehr Selbstbestimmung für die Beschäftigten und stärkt moderne Arbeitsplätze“, so Suchert.

Fachkräfte sichern: Ausbildung stärken und Zuwanderung erleichtern
Die neue Nationale Tourismusstrategie enthält zudem wichtige Ansatzpunkte zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der beschäftigungsintensiven Systemgastronomie. Der BdS begrüßt die Stärkung der dualen Ausbildung sowie den Ausbau modularer Weiterbildungsangebote, die Betrieben zusätzliche Qualifizierungsmöglichkeiten eröffnen.

Ebenso relevant sind die geplanten Maßnahmen zur Beschleunigung und Vereinfachung der Fachkräfteeinwanderung wie die „Work-and-Stay-Agentur“. Digitalisierte, zentralisierte Verfahren und zügigere Anerkennungsprozesse tragen dazu bei, qualifizierte Fachkräfte schneller in Beschäftigung zu bringen. Die bestehenden bürokratischen Hürden - wie häufig von Kommune zu Kommune unterschiedliche Anforderungen - sowie die Vielzahl beteiligter Stellen bei der Beantragung von Aufenthaltstiteln und Arbeitsgenehmigungen müssen weiter abgebaut werden.

Umsetzung entscheidet über Wirkung
Entscheidend wird sein, dass die angekündigten Maßnahmen zügig, praxisnah und verlässlich umgesetzt werden. „Jetzt kommt es darauf an, dass den richtigen Zielen auch konkrete Schritte folgen. Die Systemgastronomie ist bereit, ihren Beitrag zu leisten – als innovativer, beschäftigungsstarker und verlässlicher Partner im Tourismus“, betont Suchert.

Reisemobil- und Camping-Tourismus in Zeiten der Algorithmen
Ist-Zustand und Perspektiven des Wirtschaftsfaktors: Bei einer von Niederrhein Tourismus organisierten Fachtagung stellten Experten die Chancen und Herausforderung in den Mittelpunkt.

„Wandern, radeln, einkaufen, bummeln und Sightseeing – das machen Reisemobilisten besonders gern.“ Diese Aussage von Thomas Nitsch vom Caravaning Industrie Verband e. V. macht einmal mehr deutlich, warum der Niederrhein ein ideales Ziel für die besagte Touristengruppe ist. Jährlich sorgt sie für einen geschätzten Gesamtumsatz von 77,5 Millionen Euro in der Region, wie eine aktuelle Studie ermittelt hat. Auch deshalb lag es für die Niederrhein Tourismus GmbH (NT) und den Arbeitskreis „Reisemobil und Camping am Niederrhein“ nahe, eine Fachtagung rund um dieses Thema zu organisieren.

Ein Angebot, das viele Fachleute und Tourismuswirtschaft und Kommunen gerne annahmen. Unter der Überschrift „Mobilität, Natur, Lebensstil – Perspektiven des Reisemobils und Camping“ stellten Expertinnen und Experten im APXplore im LVR-Archäologischer Park Xanten sowohl die regionalen als auch die globalen Chancen und Herausforderungen dieses Wirtschaftsbereichs in den Mittelpunkt.

Auch wenn die Verkäufe der Freizeitfahrzeuge in 2025 mit -2,3 Prozent leicht rückläufig waren – bei einer Gesamtzahl von rund 1,8 Millionen zugelassenen „Freizeitfahrzeugen“ im vergangenen Jahr in Deutschland kann laut Referent Nitsch von einem kurzlebigen Trend weiterhin keine Rede sein. „Die Leute, die zu Corona-Zeiten ins Caravaning eingestiegen sind, bleiben dabei“, betonte er.

Das typische Klientel ist, so Nitsch, zwischen 50 und 70 Jahre alt, einkommensstark und sucht abseits des Massentourismus besondere Erlebnisse und Genüsse.
Hier kann der Niederrhein besonders punkten, wie Kathrin Peters von NT ausführte: „Die hiesigen Stärken liegen in der Natur, der Ruhe und Regionalität. Flache und ansprechende Landschaften sind hoch attraktiv für den Rad- und Wandertourismus, der wiederum eng mit dem Reisemobil- und Camping-Tourismus verknüpft ist.“

Ein dichtes Netz an Reisemobil- und Campingplätzen sorge für eine gute Infrastruktur und schaffe ein hohes Maß an gewünschter Flexibilität: „Heute mit dem Reisemobil im Kreis Kleve übernachten, morgen im Kreis Heinsberg und übermorgen im Kreis Viersen? Das ist problemlos möglich“, so Peters exemplarisch.

Größere Herausforderungen gibt es – wie in praktisch allen Branchen – im Bereich der Digitalisierung. „Camper werden in Zukunft hauptsächlich online in Echtzeit buchen. Die Zeiten von E-Mails, Anrufen oder handschriftlichen Anfragen an der Rezeption gehen zu Ende“, sagte Referent Prof. Dr. Frank Schaal, Geschäftsführer beim Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. „Der Fokus liegt auf der mobilen Verfügbarkeit, da immer mehr Camper ihre Reise spontan oder ,on the road’“ planen.“ Seine zugespitzt formulierte These: Die entscheidende Frage für Campingplätze laute nicht mehr: „Wie gewinnen wir das Herz des Kunden?“ Vielmehr müsse es vor allem darum gehen, „das Vertrauen der Algorithmen zu gewinnen, die den Kunden beraten“. Zustimmung kam von NT-Geschäftsführerin Martina Baumgärtner, die in diesem Zusammenhang auch auf die verschiedenen Digitalisierungsprojekte in der Region verwies, darunter den Niederrhein Hub für die Eingabe touristischer Daten, das NiederrheinRad und die NiederrheinCard, die sich beide per App nutzen lassen.

Lukas Hähnel, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel, zog am Ende der erfolgreichen Veranstaltung dieses Fazit: „In der Region wurde schon viel geleistet und wir sind entsprechend gut aufgestellt. Nun geht es darum, das große Potenzial noch weiter auszuschöpfen.“

Freuten sich über die gelungene Tagung in Xanten: (v.l.) Moderator Prof. Dr. Thomas Merz, Prof. Dr. Frank Schaal (Geschäftsführer, Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V), Martina Baumgärtner (Geschäftsführerin von Niederrhein Tourismus), Leo Ingenlath (vom Campingplatz Kerstgenshof in Sonsbeck sowie Vertreter des BVCD NRW e.V.), Kathrin Peters (Niederrhein Tourismus), Thomas Nitsch (Caravaning Industrie Verband e. V.), Rafael Zur (Bürgermeister der Stadt Xanten) und Lukas Hähnel, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel. Foto: NT



28 % der Teilzeitbeschäftigten arbeiten auf eigenen Wunsch reduziert
• Darüber hinaus ist die Betreuung von Angehörigen bei Frauen wichtiges Motiv für Teilzeitarbeit, bei Männern die Aus- und Weiterbildung
• Wer wegen Betreuungspflichten seine Arbeitszeit reduziert, tut dies mehrheitlich auf eigenen Wunsch

Die Gründe für eine Teilzeittätigkeit sind vielfältig und können bei Frauen und Männern unterschiedlich stark zum Tragen kommen. Am häufigsten gaben Teilzeitbeschäftigte im Jahr 2024 den eigenen Wunsch nach Teilzeit als Grund für die Reduzierung der Arbeitsstunden an.

Das traf auf 27,9 % der insgesamt 13,1 Millionen Erwerbstätigen in Teilzeit zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Endergebnissen des Mikrozensus 2024 mitteilt. Teilzeitbeschäftigte Frauen (28,9 %) wollten demnach häufiger in Teilzeit arbeiten als teilzeitbeschäftigte Männer (24,9 %).



Ein weiterer wichtiger Grund für die Teilzeittätigkeit ist die Betreuung von Angehörigen. 23,5 % der Teilzeitbeschäftigten arbeiteten in reduziertem Umfang, um Kinder, Menschen mit Behinderungen oder pflegebedürftige Personen zu betreuen. Bei Frauen war dieser Anteil mit 28,8 % mehr als viermal so hoch wie bei Männern mit 6,8 %.

Eine Aus- oder Fortbildung oder ein Studium waren für 11,6 % ein Teilzeitgrund. Teilzeitbeschäftigte Männer gaben dieses Motiv mit einem Anteil von 21,5 % deutlich häufiger an als Frauen (8,4 %). Ein weiterer Grund für das Arbeiten in Teilzeit waren die eigene Krankheit oder Behinderung (4,9 %).

Weitere 4,8 % der Teilzeitbeschäftigten würden gern in Vollzeit arbeiten, konnten jedoch keine passende Stelle dazu finden. Die restlichen 27,4 % hatten andere familiäre, persönliche oder sonstige Gründe für ihre Teilzeitbeschäftigung.

Insgesamt arbeiteten im Jahr 2024 in Deutschland 30,6 % aller Erwerbstätigen in Teilzeit. Bei Frauen war die Teilzeitquote mit 49,5 % deutlich höher als bei Männern (13,9 %).

Verfügbarkeit von Betreuungsangeboten spielt untergeordnete Rolle bei Entscheidung, Angehörige selbst zu betreuen
Wer wegen der Betreuung von Angehörigen wie Kindern oder Pflegebedürftigen in Teilzeit arbeitet, gab überwiegend an, das auf eigenen Wunsch zu tun. Knapp zwei Drittel (65,3 %) derer, die wegen Betreuung in Teilzeit arbeiteten, wollten diese Betreuung selbst übernehmen.

Die Verfügbarkeit oder die Kosten von Betreuungsangeboten spielten bei der Entscheidung eine vergleichsweise untergeordnete Rolle: Für 11,1 % der Beschäftigten, die wegen der Betreuung von Angehörigen in Teilzeit arbeiteten, stand zu den benötigten Tageszeiten kein geeignetes Betreuungsangebot zur Verfügung. 5,2 % konnten das Betreuungsangebot nicht bezahlen, weitere 3,1 % fanden in der Nähe kein passendes Angebot. Für 15,4 % waren andere Gründe ausschlaggebend.