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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 5: Montag, 26. Januar. - Sonntag, 1. Februar 2026
Themen u.a.:

Die Preisträger*innen des Dinslakener Jugendsportpreises 2026
Emily Japp (DSC Doppel 1 Dinslaken e.V., Steeldart)
Mit gerade einmal 16 Jahren zählt Emily Japp bereits zu den erfolgreichsten Nachwuchsspielerinnen im deutschen Steeldart. Nach zahlreichen Topplatzierungen bei nationalen und internationalen Turnieren – darunter Rang 9 bei den WDF Dutch Open, Rang 3 bei der DDV-Jugendrangliste Oelsnitz und Platz 5 in der Gesamtwertung der DDV-Jugendrangliste – arbeitet sie konsequent auf ihr großes Ziel hin: eine Qualifikation für das Team Germany.

Milla Marie den Hartog (Eissportverein Niederrhein e.V., Eiskunstlauf)
Die talentierte 10-jährige Eiskunstläuferin beeindruckte im Jahr 2025 mit einer ganzen Reihe von Siegen. Sie gewann unter anderem den Niederrhein-Pokal, den Westfalen Cup und den Nordbergpokal in der Kategorie Freiläufer. Auch als jüngste Läuferin, die bereits einen Axel und Doppelsprung steht, ist Milla Marie ein großes Versprechen für die Zukunft ihres Sports.

Leonie Wagner (TV Jahn Dinslaken-Hiesfeld e.V., Schwimmen)
Sieben Trainingseinheiten pro Woche, zahlreiche Titel und Vereinsrekorde – Leonie Wagner steht für Ausdauer, Teamgeist und sportliche Bestleistung. Mit mehreren Bezirksmeistertiteln und Top-10-Platzierungen bei deutschen Jugendmeisterschaften gehört die 14-Jährige zu den stärksten Nachwuchsschwimmerinnen in NRW. Besonders hervorzuheben sind ihre Erfolge über die Rückenstrecken, bei denen sie gleich mehrere Vereinsrekorde aufstellte.

Formation „Maravilla“ (TSV Kastell Dinslaken e.V., Tanz)
Die Kinderformation „Maravilla“ sicherte sich 2025 den ersten Platz in der Gesamtwertung der Kinderverbandsliga West sowie den Titel des Deutschen Vizemeisters im Modern Dance. Mit diesen herausragenden Ergebnissen qualifizierten sich die jungen Tänzerinnen zudem für die IDO-Weltmeisterschaft in Belgien – ein weiterer Meilenstein für die Tanzabteilung des Vereins.
Zur Formation gehören:
Mia Nieland
Greta Verheyen
Yedda Martha
Emilia Drafz
Emilia Steindor
Livienne Timm
Anna Kopper
Chiara Klaric
Lucie Stepper
Hannah Paus
Nina Butz
Arina Podgorodetskaja

Wechselplätze:
Nele van der Mazen
Uma Dame

U18.1 Junioren (TV Jahn Dinslaken-Hiesfeld e.V., Tennis)
Mit vier Siegen und einem Unentschieden schafften die U18.1-Junioren den Aufstieg in die Bezirksliga – die höchste Spielklasse des Bezirks. Das Team, das schon seit vielen Jahren gemeinsam aufschlägt, überzeugte durch sportliche Konstanz, Fairness und echten Zusammenhalt. Zum Team gehören: Philipp Hilgenstock, Benjamin Murselovic, Johan Symann, Jonas Dieckgreber, Anton Biermann, Simon Wagener.

Kleinfeld U8 (DTG Blau-Weiß Dinslaken e.V. 1932, Tennis)
Auch die jüngsten Tennisspielerinnen und -spieler der DTG Blau-Weiß Dinslaken überzeugten auf ganzer Linie. Sie holten sowohl in der Winterhallenrunde 2024/25 in Bocholt als auch in der Sommer-Bezirksklasse A den 1. Platz – ein eindrucksvoller Beweis für den Nachwuchsgeist in Dinslakens Tennisszene. Zur Mannschaft gehören: Michel Müller-ter Jung (10.08.2018), Tim Pruß (22.09.2017), Carlos Delgado (25.02.2017) und Remo Martha (06.02.2017)

Nach der Preisverleihung blieb noch viel Zeit für gemeinsame Gespräche, Erinnerungsfotos und einen sportlich-gemütlichen Ausklang.


Neues Amtsblatt
Am 29. Januar 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält zwei öffentliche Bekanntmachung der Stadt Dinslaken zur Haushaltssatzung 2026 und zu einem Bebauungsplan. Die Amtsblätter der Stadt können auch auf der städtischen Homepage eingesehen werden: www.dinslaken.de/stadt-buergerservice/aktuelles/amtsblatt  Pressemitteilung vom 30.01.2026

Moers: MACH MAL BAND im Freiraum des Bollwerk 107
Musikalisch schlagkräftig zur Sache ging es beim zweiten Termin des Bandgründungsworkshops MACH MAL BAND. Dazu haben sich acht Teilnehmende zwischen 16 und 27 Jahren unter der Leitung von Musiker Andreas Klees am Samstag, 24. Januar, im Bollwerk 107 getroffen.

Die Teilnehmenden des Workshops MACH MAL BAND sowie Workshopleiter Andreas Klees (1. v. l.), Jacqueline Krzykalla von der Volksbank Niederrhein (2. v. l.) sowie Mark Bochnig-Mathieu vom Kinder- und Jugendbüro (4. v. l.) und Katja Roters, vom Kulturbüro (1. Reihe. 1. v. l.)

Banderfahrung war nicht Voraussetzung für die Teilnahme, eigene Instrument sollten jedoch mitgebracht werden.  „Welche Konstellationen aus dieser Workshopreihe hervorgehen werden, Duos oder eine größere Formation, wird sich zeigen. Cool auf jeden Fall, dass es mit dem MACH MAL LAUT am 20. Juni auf dem Moerser Schlossplatz gleich eine Option für einen ersten öffentlichen Auftritt gibt“, so Workshopleiter Andreas Klees.

Aus einem vergleichbaren Workshopformat war 2024 die Band Crashpilots hervorgegangen, die nach ihrem Debut beim MACH MAL LAUT auf diversen Festivals in der Region eingeladen war. Letzter Workshop-Termin am 14. Februar Ermöglicht wurde der dreiteilige Bandgründungsworkshop durch die Förderung der Volksbank Niederrhein.

Damit unterstützt sie nicht nur das alle zwei Jahre stattfindende Jugendmusikfestival MACH MAL LAUT der Kooperationspartner Kinder- und Jugendbüro, Kulturbüro und Bollwerk 107, sondern ist auch in die musikalische Nachwuchsförderung eingestiegen.  Letzter Termin der Workshop-Reihe ist Samstag, 14. Februar, ab 17 Uhr, weitere Teilnehmende sind herzlich ins Bollwerk 107 eingeladen.

Bereits bestehende junge Bands oder Solomusikerinnen und -musiker aus Moers und Umgebung, die ebenfalls gerne auf der Bühne des MACH MAL LAUT am 20. Juni auf dem Moerser Schlossplatz stehen möchten, können sich melden bei jan.krause@bollwerk107.de.

Arbeitsmarkt weiter unter Druck - Die Arbeitsmarktzahlen im Januar 2026
Berlin/Nürnberg: Mit der beginnenden Winterpause ist die Zahl arbeitsloser Menschen im Januar 2026 gestiegen. Insgesamt waren 3,085 Millionen Menschen arbeitslos – das waren 177.000 mehr als vor einem Monat. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte gestiegen und liegt nun bei 6,6 Prozent. Ein kräftiger Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Januar aufgrund der Witterungsbedingungen üblich.

Saisonbereinigt blieb die Zahl der Arbeitslosen weitgehend unverändert. Die Unterbeschäftigung, die u. a. auch Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen umfasst, hat sich gegenüber dem Vormonat um 128.000 erhöht. Saisonbereinigt nahm die Unterbeschäftigung im Vergleich zum Vormonat um 4.000 ab.
Im Vergleich zum Vorjahr fiel sie um 8.000 geringer aus. Damit setzt sich der Trend einer leicht abnehmenden Unterbeschäftigung weiter fort.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Oktober auf November um 22.000 auf 35,21 Millionen gesunken. Ohne Beschäftigungsaufnahmen von ausländischen Staatsbürgern würde die Zahl der Beschäftigten in Deutschland jedoch schon seit längerem sinken. Im November waren erstmals sechs Millionen Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 257.000 gestiegen. Dieser Zuwachs geht ganz auf Personen aus sogenannten Drittstaaten zurück.

Insgesamt waren 804.000 Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern (plus 69.000 im Vergleich zum Vorjahr) und 374.000 Ukrainerinnen und Ukrainer (plus 78.000 im Vergleich zum Vorjahr) in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder geringfügig beschäftigt. Das zeigt: Die Bemühungen um die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt wirken.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Die deutsche Wirtschaft zeigte zum Jahresende eine leichte Aufwärtsbewegung. Auf dem Arbeitsmarkt macht sich dies allerdings auch wegen des Wintereinbruchs noch nicht bemerkbar. Saisonbereinigt stagnieren die Arbeitslosenzahlen. Als Bundesregierung investieren wir mit 500 Milliarden Euro gegen die Konjunkturflaute an und bauen unnötige Bürokratie ab.

Darüber hinaus investieren wir in Qualifizierung und Weiterbildung, um den Strukturwandel zu gestalten und die Beschäftigten fit zu machen für den Arbeitsmarkt von morgen. An die Arbeitgeber appelliere ich, auch in Zeiten der Krise in Ausbildung zu investieren. Denn die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen, und die werden angesichts des demographischen Wandels dringend gebraucht.“

Duisburg/Moers - Pflegearbeiten im Baerler Busch
RVR Ruhr Grün startet in der ersten Februarwoche mit Pflegemaßnahmen im Baerler Busch. Im Rahmen der bereits seit längerem geplanten Pflege- und Fällarbeiten müssen aus Sicherheitsgründen einige Waldwege östlich der Orsoyer Allee, nähe Mispelkampshuck, zeitweise gesperrt werden. RVR Ruhr Grün bittet Spaziergängerinnen und Spaziergänger, die Sperrhinweise zu beachten und auf andere Waldwege auszuweichen.

"Die geplanten Pflegemaßnahmen dienen dazu, den Wald nachhaltig zu stabilisieren", erklärt Revierleiter Yannik Werdin. "Der Konkurrenzdruck der Bäume untereinander ist sehr hoch. Ziel ist es, den Bäumen wieder mehr Zugang zu Wasser, Nährstoffen und Licht zu ermöglichen. Durch die Arbeiten wird die Naturverjüngung angekurbelt, der Bestand vor Trockenheit bewahrt und insgesamt die Vitalität des Waldes – insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels – sichergestellt."

Ein altersdurchmischter Wald ist resilienter gegenüber Störungen aller Art. Selbstverständlich werden Bäume, in denen Tiere nisten, stehen gelassen. Zudem wird auf eine ausgewogene Menge von stehendem und liegendem Totholz geachtet. Um über die Pflegearbeiten aufzuklären, werden rund um das abgesperrte Waldstück Informationszettel aufgehängt.
Außerdem können Bürgerinnen und Bürger unter dialog-ruhrgruen@rvr.ruhr aufkommende Fragen an RVR Ruhr Grün stellen, die schnellstmöglich beantwortet werden. idr

Moers: Wasserverfärbung im Schwafheimer See festgestellt
Eine auffällige Rotfärbung des Wassers im Schwafheimer See hat der Fachdienst Ordnung der Stadt Moers aktuell festgestellt. Der Außendienst ist am 28. Januar einem Hinweis eines aufmerksamen Bürgers nachgegangen. Nach Einschätzung der Unteren Wasserschutzbehörde des Kreises Wesel handelt es sich hierbei vermutlich um sogenannte Burgunderblutalgen, die an die Wasseroberfläche gestiegen sind. Eine Verunreinigung durch Farbe oder andere Stoffe ist auszuschließen. 

Die Stadt Moers empfiehlt vorsorglich, den direkten Kontakt mit dem Wasser sowie mit möglichen Algenansammlungen zu vermeiden. Kontakt mit entsprechend belastetem Wasser könnte bei Menschen und Tieren zu Hautreizungen oder Entzündungsreaktionen führen. Deshalb sollten Hundehalterinnen und -halter besonders darauf achten, dass ihre Tiere nicht im See baden oder das Wasser zu sich nehmen. 

Moers: Seniorenkarneval am 1. Februar: Tanz, Comedy und schwungvolle Musik  
Helau und Alaaf: Der Sparkassen-Seniorenkarneval bringt am Sonntag, 1. Februar, wieder Stimmung ins Kulturzentrum Rheinkamp (Kopernikusstraße 11). Von 15 bis 18 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein bunter Mix aus Gardetänzen, Showeinlagen und humorvollen Beiträgen – Einlass ist ab 14.30 Uhr.

(Foto: Kay-Uwe Fischer)

Für musikalische Begleitung sorgt die Zwei-Mann-Kapelle ‚Duo California‘. Die Tanzgruppen ‚Die Elfengarde‘ und ‚Die Schnuckis‘ von der K.G. Elfenrat Moers-Eick präsentieren traditionelle Gardetänze, während das Showtanzcorps ‚Expressive‘ und das Tanzcorps der GKG Krefeld 1878 e. V. mit schwungvollen Choreografien die Bühne erobern. 

Humorvolle Momente liefern Franz-Josef Bienentreu als ‚Der Postbote‘ und die Comedy-Künstlerin Annette Esser alias ‚Achnes Kasulke‘. Solotrompeter Lutz Kniep sorgt für musikalische Highlights. Das Prinzenpaar Bastian I. und Steffen I. vom Kulturausschuss Grafschafter Karneval rundet das Programm ab.

Eintritt: 12 Euro, Moers-Pass-Inhaber: 6 Euro. Im Preis enthalten sind die Aufbewahrung der Garderobe sowie ein Freigedeck (Kaffee und Kuchen). Die Veranstaltung ist rauchfrei. Weitere Informationen gibt der Fachdienst Soziales der Stadt Moers unter Telefon 0 28 41 / 201-802 (nur vormittags).

Kleve: Mit Kostüm und Fantasie – Kinder erleben Theater hautnah
Fr., 30.01.2026 - 17:30 Uhr

Theater erleben mit allem, was dazugehört: Kostüme anprobieren, in neue Rollen schlüpfen, sich mit Bewegung und Stimme ausdrücken, gemeinsam fantasievolle Geschichten erfinden – und das alles mit ganz viel Spaß!  In diesem Kurs entdecken Kinder von 7 bis 9 Jahren spielerisch die bunte Welt des Theaters.

Sie können ausprobieren, was in ihnen steckt, sich kreativ entfalten und dabei im geschützten Rahmen Selbstvertrauen und Teamgeist entwickeln. Der Kurs startet am 03. September und läuft bis Ende Januar 2026 immer mittwochs von 16.30 – 17.30 Uhr in der Ackerstraße 50-56 in Kleve .

Die Landesregierung hat den Gesetzentwurf zur Reform des Kinderbildungsgesetzes beschlossen.
Der Gesetzentwurf sieht vor, das System der frühkindlichen Bildung auf vielen Ebenen zu entlasten und für mehr Verlässlichkeit und Stabilität zu sorgen: durch zusätzliche finanzielle Mittel, gut ausgebildetes Personal und mehr Flexibilität.

Abb.: KI-generiert

Dem nun eingebrachten Gesetzentwurf ging ein intensiver Dialog mit den Verbänden voraus. Die Landesregierung hat die Rückmeldungen aus der Verbändeanhörung sorgfältig ausgewertet, viele Anregungen und auch Kritik aufgenommen und den Gesetzentwurf an zentralen Stellen entsprechend angepasst. So legen wir nun ein überarbeitetes Gesetz vor, das für mehr Stabilität und Verlässlichkeit sorgen wird.

Kinder- und Familienministerin Verena Schäffer: „Mit der Reform des Kinderbildungsgesetzes wollen wir die Chancengerechtigkeit für die Kinder in unserem Land verbessern. Wir schaffen mehr Stabilität und Verlässlichkeit – für Kinder und ihre Familien, aber auch für die Einrichtungen und ihre Mitarbeitenden. Damit alle Kinder in Nordrhein-Westfalen die gleichen Chancen auf Bildung und ein gutes Aufwachsen haben, braucht es ein verlässliches System.
Wir ermöglichen durch die Reform mehr finanzielle Sicherheit für die Träger und leisten einen essentiellen Beitrag für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir werden das System so aufstellen, dass wir für entlastende und flexiblere Strukturen sorgen und eine verlässliche und qualitative frühkindliche Bildung sicherstellen.

Wir erhöhen die Grundfinanzierung der Träger zur Finanzierung der Transformationskosten ab dem 1. August 2027 um jährlich zusätzlich 200 Millionen Euro, und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzierung der Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen grundständig auf ein neues, kindbezogenes System umgestellt wird.

Der veränderte Gesetzentwurf nach Verbändeanhörung hebt die bisher vorgesehene Befristung auf ein Jahr auf. Die Sonderförderung für eingruppige Einrichtungen, die vor 2007 gegründet wurden, wird bestehen bleiben. Wir entlasten die Einrichtungen, indem wir auf zusätzliche Bürokratie verzichten. Rückmeldungen der Träger und am Kita-System Beteiligten nehmen wir im weiteren Prozess weiter sehr ernst."

Der Gesetzentwurf setzt auf dem Eckpunktepapier auf, das die Landesregierung gemeinsam mit freien Trägern, Kirchen und Kommunen erarbeitet und beschlossen hat. Dieser partnerschaftliche Dialog bildet weiterhin die Grundlage der Reform des Kinderbildungsgesetzes und soll auch im weiteren Gesetzgebungsverfahren fortgesetzt werden.

Mehr finanzielle Mittel für das System
Für das Land Nordrhein-Westfalen haben Familien und Kinder Priorität. Allein für die frühkindliche Bildung sind für das Haushaltsjahr 2026 mehr als 6 Milliarden Euro eingeplant – so viel wie nie zuvor. Mit dem Gesetzentwurf plant die Landesregierung außerdem, 50 Millionen Euro für eine jährlich unterlegte Personaloffensive und dauerhafte Stabilisierung des Systems bereitzustellen.

Neben der Finanzierung der Transformationskostenpauschale ab dem 1. August 2027 werden bereits für das am 1. August 2026 beginnende Kita-Jahr zusätzlich 200 Millionen Euro – hiervon 90 Millionen Euro in 2026 und 110 Millionen Euro in 2027 – pauschal als freiwillige Leistung bereitgestellt. Außerhalb des Kinderbildungsgesetzes stellt das Land darüber hinaus insgesamt 1,5 Milliarden Euro für Investitionen zur Verfügung. Außerdem führt die Landesregierung einen zusätzlichen Ausgleich für steigende Personalkosten ein. Damit schafft das Land mehr Planbarkeit und finanzielle Sicherheit für Träger. Die Zahlung für diesen Zeitraum soll jeweils bis zum 31. März eines Jahres erfolgen. Das MKJFGFI plant ab 2028 mit rund 65 Millionen Euro jährlich.

Mehr gut ausgebildetes Personal in den Einrichtungen
Der Gesetzentwurf sieht vor, die Förderung der praxisintegrierten Ausbildung zur Kinderpflegerin bzw. zum Kinderpfleger in das KiBiz zu integrieren. Zudem ist vorgesehen, dass das Land die praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher weiterhin fördert und diese Förderung erhöht. Für die Ausbildung und Fortbildung von Kindertagespflegepersonen wird rund eine Million Euro bereitgestellt. Darüber hinaus soll durch die finanzielle Unterstützung von Praxisanleitungen in den Kindertageseinrichtungen das Kita-Personal entlastet und eine bessere Anleitung der Auszubildenden sichergestellt werden.

Mehr Stabilität und Verlässlichkeit durch Flexibilität
Vor dem Hintergrund der angespannten Personalsituation schafft das Land mehr Verlässlichkeit für Eltern und ihre Kinder – und setzt weiter auf Qualität in der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung. Träger sollen die Möglichkeit erhalten, eigenverantwortlich innerhalb der Öffnungszeiten einer Kindertageseinrichtung Kern- und Randzeiten zu definieren.

Dadurch kann das pädagogische Personal in der Kindertageseinrichtung bei Bedarf flexibler und bedarfsgerechter eingesetzt werden. Das Land Nordrhein-Westfalen schafft hier eine Option für mehr Flexibilität, die die Träger der Einrichtungen auf freiwilliger Basis nutzen können.

Für die Träger ergeben sich für die Nutzung dieses Optionsmodell keine finanziellen Änderungen: Die Kindpauschalen, die pro betreutem Kind bereitgestellt werden, bleiben im Falle einer Nutzung des Kern- und Randzeitenmodells identisch. Damit werden weiterhin in jedem Fall neun Stunden Kernzeit pro Tag finanziert – unabhängig wie das Optionsmodell genutzt wird..

Die Kernzeit sieht dabei an Wochentagen einen Umfang von täglich mindestens fünf aufeinanderfolgenden Stunden vor. Den Einsatz des Personals in den Randzeiten können die Träger optional flexibler anpassen – dabei müssen selbstverständlich die grundlegenden und hohen Anforderungen, wie Aufsicht und Kinderschutz, eingehalten werden. In den Randzeiten eingesetzte Ergänzungskräfte wie bspw. Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger verfügen über eine mindestens zweijährige pädagogische Ausbildung.

Außerdem ermöglicht der Gesetzentwurf, dass Betreuungszeiten künftig in 5-Stunden-Schritten gebucht werden können. Sowohl für Eltern ermöglicht dies eine bessere Planungssicherheit. Die tatsächlichen Bedarfe der Familie werden so besser abgebildet.

Passgenauer Einsatz von Fördermitteln
Die Landesregierung macht es sich zur Aufgabe, die Verteilung von Fördermitteln neu zu ordnen, damit die Mittel genau dort ankommen, wo Kinder und Familien diese am dringendsten benötigen. Mit dem Gesetzentwurf verbessert und vereinfacht das Land die Fördermaßnahmen im Bereich der frühkindlichen Bildung.
Ein Fokus wird dabei auf die Sprachbildung in den Kindertageseinrichtungen gesetzt. So sollen insbesondere Kinder aus Familien mit multiplen Herausforderungen mehr Teilhabe und eine bessere Chancengerechtigkeit erfahren. Konkret soll die Finanzierung der bisher über eine Förderrichtlinie geförderten Sprach-Kitas in das Kinderbildungsgesetz überführt und diese mit den plusKITAs zusammengelegt werden.

Chancen-Kitas für gezielte Förderung
Um allen Kindern gerechte Bildungschancen, unabhängig von Herkunft, Sprache oder soziökonomischem Status, zu ermöglichen, plant das Land, Chancen-Kitas einzuführen. Einrichtungen in besonders herausfordernden Sozialräumen sollen noch gezielter gefördert werden. Konkret handelt es sich zukünftig um Kindertageseinrichtungen, die als plusKITA gefördert werden und zugleich als Familienzentrum zertifiziert sind.

Sie verbinden vielseitige frühkindliche Sprachbildung, die Stärkung sozialer Teilhabe, Elternberatung und Netzwerkarbeit unter einem Dach. In diesen Einrichtungen bündelt das Land jetzt noch stärker personelle und finanzielle Ressourcen und setzt bedarfsgerechte Schwerpunkte, zum Beispiel bei der alltagsintegrierten Sprachbildung. Chancen-Kitas fungieren so als Orte integrierter Bildungs-, Erziehungs- und Unterstützungsarbeit – auch für Eltern und Familien.

Die Auswahl der Chancen-Kitas soll über den Kita-Sozialindex erfolgen, den das Land bis Mitte 2026 entwickeln wird.

Stärkung der Kindertagespflege
Der Gesetzentwurf knüpft außerdem an die sichtbare Stärkung der Kindertagespflege in den letzten Jahren an. Die Reform des KiBiz sieht vor, die Qualitätssicherung und Professionalisierung weiter zu stärken, indem Anschlussqualifikationen mitfinanziert und spezifische Rahmenbedingungen verbessert werden. Zum Beispiel werden die Vorgaben in Bezug auf die Vertretungsregelungen sowie die Vergütung in der Eingewöhnung konkretisiert, um mehr Sicherheit für die Eltern und die Kindertagespflegepersonen zu schaffen.

Weniger Bürokratie und Dokumentationspflichten
Die Landesregierung sorgt dafür, dass die Einrichtungen bürokratisch entlastet werden. Zukünftig werden für die Beobachtung und Dokumentation der Entwicklungs- und Bildungsprozesse etablierte Verfahren verbindlich vorgegeben. So wird die parallele Anwendung unterschiedlicher Instrumente vermieden, der bürokratische Aufwand reduziert und die Qualität der prozessbegleitenden Dokumentation gesichert. Gleichzeitig entsteht ein klarer Rahmen, der Fachkräfte entlastet und zugleich ermöglicht, die Kinder individuell zu fördern und ihre Übergänge in die Grundschule gezielt zu gestalten.

Dem nun beschlossenen Gesetzentwurf ging die Verbändeanhörung voraus. Der Gesetzentwurf wird nun ins parlamentarische Verfahren eingebracht. Auch in diesem Schritt des Verfahrens setzt die Landesregierung ihren offenen, konstruktiven Austausch mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren fort.

Neues Amtsblatt
Am 28. Januar 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält eine öffentliche Bekanntmachung zur europaweiten Ausschreibung der Dachdeckerarbeiten der Moltkeschule. Die Amtsblätter der Stadt können auch auf der städtischen Homepage eingesehen werden: www.dinslaken.de/stadt-buergerservice/aktuelles/amtsblatt 

Finanzspritze für Klever Landesgartenschau
Erfreuliche Nachrichten zum Jahresbeginn: Die Landesgartenschau Kleve 2029 gGmbH hat sich eine weitere Fördersumme gesichert. 4,3 Millionen Euro fließen von Seiten der KfW Bankengruppe auf das Konto der Durchführungsgesellschaft. Der Antrag wurde 2025 vom Fachbereich Finanzen, Liegenschaften und Vergabe im Rahmen des Zuschussprogramms „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (NKK) gestellt.

Die Landesgartenschau 2029 in Kleve findet auf Flächen entlang des Kermisdahls statt.


Nun darf man sich im Klever Rathaus über eine Kostenübernahme von 80 Prozent für umfangreiche Maßnahmen freuen – die maximale Fördersumme. Ab 2026 sinkt die Förderquote deutlich. Die städtischen Verantwortlichen hatten sich frühzeitig im Rahmen einer Fördermittelkonferenz zu den Möglichkeiten und Fristen für das bevorstehende Klever Großprojekt ausgetauscht. Im September 2025 hatte das Land Nordrhein-Westfalen bereits einen Förderbescheid in Höhe von 6 Millionen Euro übergeben.

Für weitere Maßnahmen, die bis 2029 umgesetzt werden, wurden bereits Anträge gestellt. Der nun erhaltene Zuschuss wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) bereitgestellt. Er dient der Realisierung des geplanten Ufergartens, der Uferwiesen und der Wasserspange am Kermisdahl – den zentralen Veranstaltungsflächen im unteren Bereich der Landesgartenschau.

„Das nimmt einiges an Druck raus“, freut sich Marcel Janssen, zuständig für die Mittelakquise im Klever Rathaus. „So ist ein Großteil der Maßnahmen finanziert, was den städtischen Etat entlastet.“ Bis zur Eröffnung der Landesgartenschau im April 2029 entsteht ein neuer Park am Wasser, der den oberstädtischen Prinz-Moritz-Park, neue Wege entlang des Hanges unterhalb der Schwanenburg sowie weitläufige Flächen entlang des Kermisdahls einbezieht.

Das Großevent verspricht den Zugang zu weiteren Fördermitteln: für den Umbau der Klever Innenstadt und vielfältige Projekte, die das Stadtbild und die Aufenthaltsqualität nachhaltig verbessern.



NRW-Inflationsrate liegt im Januar 2026 bei 2,0 %
* Preissteigerungen von 2,7 % für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke gegenüber dem Vorjahresmonat.
* Kombinierte Personenbeförderungsdienstleistungen stiegen u. a. durch die Preiserhöhung des Deutschlandtickets.
* Kraftstoffpreise stiegen um 5,9 % gegenüber Dezember 2025 auch aufgrund der CO2-Abgabe.

Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – liegt im Januar 2026 bei 2,0 %. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg der Preisindex gegenüber dem Vormonat (Dezember 2025) um 0,1 %.

Der Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Januar 2025 und Januar 2026 um 2,3 % gestiegen.



Vorjahresvergleich: Preissteigerungen für verschiedene Dienstleistungen Zwischen Januar 2025 und Januar 2026 sind die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 2,7 % gestiegen. Preistreibend waren dabei u. a. Obstkonserven (+33,7 %), Gurken (+25,7 %), Bohnenkaffee (+24,4 %) und Schokoladentafeln (+21,5 %).

Deutlich günstiger angeboten als noch im entsprechenden Vorjahresmonat wurde beispielsweise Butter (−33,6 %), Quark (−24,1 %) und Toastbrot (−12,7 %). Die Energiepreise waren im Januar 2026 insgesamt um 1,4 % niedriger als im Januar 2025. Dabei sanken sowohl die Preise für einige Haushaltsenergien (Strom, Gas und Heizöl) als auch für Kraftstoffe.

Fernwärme (+2,5 %) und feste Brennstoffe (+12,9 %), wie beispielsweise Holzpellets, wurden hingegen teurer angeboten. Bahn- und Busreisende mussten für kombinierte Personenbeförderungsleistungen im Januar dieses Jahres 5,9 % mehr ausgeben als noch im Januar 2025. Diese Steigerung resultiert auch aus dem Preisanstieg des Deutschlandtickets von 58 auf 63 Euro.

Daneben stiegen weitere Dienstleistungspreise im Vorjahresvergleich; im Bereich der Wohnungsnebenkosten z. B. das Schornsteinfegerentgelt (+6,4 %) und die Gebühren für die Abwasserentsorgung (+4,1 %). Gesetzlich Versicherte mussten im Januar 2026 für die ambulante Pflege 8,8 % und für die stationäre Pflege 6,8 % mehr ausgeben als noch im Januar 2025.

Vormonatsvergleich: Bekleidungspreise gesunken – Kraftstoffpreise gestiegen
Zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 verzeichneten frische Nahrungsmittel wie Kopf- und Eisbergsalat (+18,2 %), Tomaten und Paprika (jeweils +9,7 %) und Eier (+9,5 %) überdurchschnittliche Preisanstiege. Weintrauben (−7,9 %) und Butter (−6,4 %) konnten Verbraucherinnen und Verbraucher günstiger erwerben als noch im Vormonat.

Bekleidung wurde preiswerter (−5,6 %): Die Preise für Kinderbekleidung sanken um 9,0 %, für Damenbekleidung um 5,8 % und für Herrenbekleidung um 5,0 %. Die Kraftstoffpreise zogen binnen Monatsfrist deutlich an (+5,9 %): Diesel wurde im Januar 2026 um 6,3 % und Benzin um 6,0 % teurer angeboten als im Dezember 2025.

Hintergrund hierfür ist u. a. die gestiegene CO2-Bepreisung zum 1. Januar 2026 nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz von 55 auf 65 Euro pro Tonne. Trotz der Mehrwertsteuersenkung für Speisen in Gastronomiebetrieben zu Beginn des Jahres 2026 von 19 auf 7 % stiegen die Preise zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 für Gaststättendienstleistungen um 0,7 %.

Die Preise für Übernachtungen sanken im selben Zeitraum um 2,1 %. Verbraucherpreisindex für NRW im Januar 2026 – vorläufige Ergebnisse (Wichtige Preisveränderungen) https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/024_26.xlsx XLSX, 25,85 KB

Moers: Hauptausschuss berät über Fördermittel und neue Zuständigkeitsordnung
Über Anträge zu Fördermitteln berät der Hauptausschuss in der Sitzung am Mittwoch, 4. Februar. Die Sitzung findet um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, statt. Mehrere Vereine und Einrichtungen haben die finanzielle Förderung von integrativen Maßnahmen beantragt. Zudem bittet der Verein Frauen helfen Frauen um eine Bezuschussung der Frauenberatungsstelle für das Jahr 2026. 

Weitere Themen sind unter anderem die Neuorganisation des Fachbereiches Feuerwehr der Stadt Moers und die geänderte Zuständigkeitsordnung. Danach soll dem Ausschuss für Bauen, Wirtschaft und Liegenschaften der Bereich Wohnen zugeordnet werden.
Der Feuerwehrausschuss soll zusätzlich die Bereiche Ordnung und Sicherheit mit beraten. Das Thema Digitalisierung soll dem Hauptausschuss zugeordnet werden. Die Sitzung ist öffentlich.

KVNO startet Kampagne für mehr Ärzte-Nachwuchs
„Deine Praxis. Dein Freiraum.“
· Kampagnenstart Anfang 2026
· Werbung für Tätigkeit in eigener Praxis
· Regionale Kampagnenmotive fördern gezielte Ansprache
„Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) engagiert sich mit Nachdruck für eine verlässliche, wohnortnahe und zukunftsfeste ambulante Versorgung im Rheinland. Und erweitert Ihr Maßnahmenpaket nun um einen zusätzlichen und besonderen Baustein: Mit der neuen Nachwuchskampagne „Deine Praxis. Dein Freiraum.“ wirbt die KV gezielt um junge Ärztinnen und Ärzte, die die ambulante Versorgung im Landesteil langfristig sichern und spürbar verbessern sollen.


„Unser Ziel ist es, die ambulante Versorgung im Nordrhein für die Menschen hier vor Ort bestmöglich zu sichern“, sagt Dr. med Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KVNO. „Wir können zwar die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nur bedingt beeinflussen, aber wir können versuchen, junge Menschen für eine Niederlassung zu gewinnen und den Ärztinnen und Ärzten in Nordrhein eine bestmögliche Hilfestellung zu bieten. Sowohl über finanzielle Förderung als auch persönliche Unterstützung. Dafür setzen wir uns jedes Jahr aufs Neue ein!“ betont Dr. Bergmann. „Genau darum geht es auch bei dieser Kampagne.“

Beispielhafte Sichtbarkeit der KVNO-Kampagne im Laufe der kommenden Monate. Eines der auffälligen Kampagnen-Plakate. Motiv erstellt mit adobe stock by LIGHTFIELD STUDIOS, AntonioDiaz, opolja, StudioLaMagica, peopleimages.com, PeopleVideos, deagreez bearbeitet mit Midjourney und Magnific Ai.

Kampagne als wichtige Erweiterung bestehender Maßnahmen zu passendem Zeitpunkt Die Kampagne sei eine wichtige Erweiterung der zahlreichen Maßnahmen zur Sicherung der ambulanten Zukunft Nordrheins, so der KVNO-Vorstand. Sie startet dabei zu einem passenden Zeitpunkt: Viele Praxen suchen in den kommenden Jahren eine Nachfolge. Die KV wirbt deshalb gezielt um Nachwuchs und begleitet zusätzlich den Praxisstart eng – damit Übergaben gelingen und die Versorgung vor Ort gesichert bleibt.

Dr. Bergmann erklärt die Bedeutung einer Niederlassung: „Wer eine eigene Praxis übernimmt oder gründet, schafft kontinuierliche Ansprechbarkeit, kurze Wege und persönliche Betreuung – entscheidend für Prävention, Früherkennung und eine verlässliche Behandlung im Alltag.“ Die Nachwuchskampagne der KVNO macht jungen Ärztinnen und Ärzten deshalb gezielt die Vorteile der ambulanten Praxisarbeit sichtbar: selbstbestimmtes Arbeiten, Verantwortung für den eigenen Patientenkreis und Flexibilität, die eine kontinuierliche Versorgung ermöglicht.

Kampagne mit zwei Säulen: Information und Unterstützung
Crossmedial und regional ausgesteuert, führt die Kampagne Interessierte auf die Anlaufstelle dein-praxisstart.de – mit kompakten Informationen und einem digitalen Selbsttest zur eigenen Eignung für die Praxis. Authentische Testimonials und regionale Bezüge sorgen für Nähe und Glaubwürdigkeit. Die Nachwuchskampagne der KVNO wird das gesamte Jahr 2026 im Rheinland präsent sein und durchgängig für eine hohe Sichtbarkeit des Themas Niederlassung sorgen.

Gleichzeitig bietet die KVNO konkrete Unterstützung für angehende Praxisinhaberinnen und -inhaber – mit direktem Effekt auf die Versorgung: persönliche Beratung von der ersten Idee bis zur Eröffnung, Orientierung zu Niederlassungswegen, Finanzierung, Standortwahl und Teamaufbau sowie – wo nötig – finanzielle Förderung über den Strukturfonds. Dieses Serviceversprechen reduziert Anlaufzeiten, erleichtert Praxisübergaben und stabilisiert bestehende Standorte, damit Patientinnen und Patienten verlässlich versorgt werden.

„Das Jahr 2026 steht bei uns im Fokus der Nachwuchsgewinnung“, sagt Dr. Bergmann. „Wir möchten in diesem Jahr möglichst viele, neue Ärztinnen und Ärzte für eine Niederlassung gewinnen. Davon profitieren letztlich alle, nicht nur die Patienten. Unsere Testimonials in der Kampagne bestätigen es: Arzt sein in einer eigenen Praxis ist einer der schönsten Berufe, die es gibt!“

Dinslaken will genehmigungsfähiges Haushaltssicherungskonzept aufstellen
260128 Haushaltsrede Achim Thomae.pdf (PDF, 244 KB) Videoansprache des Bürgermeisters Simon Panke

Die Stadt Dinslaken ist fest entschlossen, ihren Haushalt zu konsolidieren. Ansonsten sind Handlungsspielräume und alle Dienstleistungen, die nicht zwingend gesetzlich vorgeschrieben sind, gefährdet. Wie Bürgermeister Simon Panke im November 2025 bereits berichtet hatte, steht die Stadt vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Das jährliche Defizit wird in diesem Jahr bereits rund 40 Millionen Euro betragen und in den kommenden Jahren auf über 50 Millionen Euro ansteigen, wie Kämmerer Achim Thomae in der öffentlichen Ratssitzung am 28.01.2026 darlegte.

Thomae erklärt: „Selbst bei einer Berücksichtigung aller bisher beschlossenen Spar- und Konsolidierungsmaßnahmen lässt sich das Defizit nicht beheben. Ohne mutiges und entschlossenes Handeln des Rates müssten die freiwilligen Maßnahmen weit über die hier vorgeschlagenen Größenordnungen hinaus gekürzt werden. Unser Investitionsniveau würde zukünftig weiter deutlich eingeschränkt sein; freiwillige Maßnahmen kämen nicht mehr vor. Dies würde zu nachlassender Attraktivität und Lebensqualität der Stadt Dinslaken führen.“

Wie der Bürgermeister und der Kämmerer aufzeigten, ist der Haushaltsausgleich im Jahr 2033 nur zu erreichen, wenn Dienstleistungen reduziert oder gestrichen, verwaltungsinterne Sparmaßnahmen ergriffen und Steuern erhöht sowie wirtschaftliches Wachstum gewonnen werden. Bürgermeister Simon Panke betont:

„Wir stehen vor einer historischen Aufgabe, die zugleich eine historische Verpflichtung für Dinslaken ist. Wir müssen gemeinsam die Überschuldung abwenden. Wenn wir jetzt nicht den Mut aufbringen, den dunklen Tunnel vor uns zu betreten, dann werden nicht nur wir selbst, sondern auch die kommenden Generationen darunter leiden müssen.
Wir werden dann nicht mehr diskutieren können, was wir noch tun und was wir bleiben lassen, sondern uns würde einfach alles vollständig aus der Hand genommen. Um das zu verhindern, sind Mut und Eigeninitiative gefragt. Wir müssen diesen dunklen und auch furchteinflößenden Tunnel vor uns nun betreten und gemeinsam da durch. Und dann werden wir auch wieder Licht sehen. Es werden harte und bisweilen schmerzhafte Jahre, aber es gibt keinen Weg, der um den Tunnel herumführt.

Wir dürfen unsere Augen nicht vor der Realität verschließen. Die notwendigen politischen Entscheidungen sind schwierige, aber sie müssen nun getroffen werden. Es geht um die Zukunft unserer Stadt.“

Eine der vielen Maßnahmen, die kurzfristig ergriffen werden müssen, ist die Erhöhung der Grundsteuer B von 648 auf 998 Hebesatzpunkte. Die dadurch gewonnenen 6,5 Millionen Euro pro Jahr tragen dazu bei, den enormen jährlichen Schuldenzuwachs etwas zu reduzieren. Im Rahmen der Ratssitzung hat der Kämmerer den Haushaltsentwurf 2026 eingebracht. Hierbei erläuterte er noch einmal, dass der gesetzlich vorgeschriebene Pfad zur Haushaltskonsolidierung bis maximal 2033 dauern dürfe.

Am Ende dieser Zeit müsse zwingend der Haushaltsausgleich stehen. Die Einbringungsrede des Kämmerers sowie die Grundsatzrede des Bürgermeisters werden kurzfristig auf der städtischen Homepage www.dinslaken.de veröffentlicht und können dort nachgelesen werden. Die Stadt Dinslaken wird in den kommenden Wochen offen über die weiteren Schritte informieren und den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern suchen.

Am Mittwoch, 11. März 2026, soll es ein erstes Stadtteilgespräch geben. Dieses findet um 18 Uhr in der Aula des GHZ in Hiesfeld statt. Ein Termin für ein weiteres Stadtteilgespräch ist gerade in Vorbereitung. Am 26. März entscheidet der Stadtrat über das Haushaltssicherungskonzept. Bürgermeister Simon Panke hat sich am Mittwoch, 28. Januar, in einer Videomitteilung direkt an die Dinslakenerinnen und Dinslakener gewandt.
Die Videomitteilung kann auf der städtischen Homepage sowie der städtischen Facebook- und Instagramseite abgerufen werden.

Hintergrund: Personalkostensteigerungen, die durch tarifliche und besoldungstechnische Anpassungen bedingt sind, sowie stark ansteigende Leistungen für Soziales und Jugend sind die Hauptfaktoren für den aktuellen deutlichen Anstieg des Haushaltsdefizits. So sind innerhalb von drei Jahren die Personal- und Transferaufwendungen um 20 Prozent und mehr gestiegen. Dinslaken und zahlreiche weitere Kommunen fordern im Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ von Bund und Ländern eine angemessene Finanzausstattung.

Siegerinnen und Sieger des Erklärfilm-Wettbewerbs 2025 der Bezirksregierung ausgezeichnet

Warum bekommen Kinder eigentlich Taschengeld? Was kann eine Klasse gegen Mobbing tun? Wie verändert Social Media unser Gehirn? Schülerinnen und Schüler von der Grundschule bis zur Oberstufe haben zu Themen aus ihrem täglichen Leben über 60 Erklärfilme erstellt. Sylvia Wimmershoff, Direktorin der Schulabteilung der Bezirksregierung Düsseldorf, zeichnete die besten Filme aus dem gesamten Regierungsbezirk aus.

„Die Filme der Schülerinnen und Schüler erklären nicht nur ein Thema, sondern regen zum Nachdenken darüber an“, so Sylvia Wimmershoff. „Ihr habt die digitale Technik und Eure Kreativität genutzt, um Clips zu erstellen, die etwas verändern können. Das zeigt, welche Chancen digitale Medien bieten. Gleichzeitig beschäftigt Ihr Euch auch mit möglichen Gefahren von Sozialen Medien. Das verdeutlicht, wie Erklärfilme die Medienkompetenz fördern.“

Geehrt wurden die Gewinnerinnen und Gewinner der unterschiedlichen Jahrgangsstufen. Jeder Film wurde von einer Jury bewertet, die nicht nur die filmische Umsetzung, sondern auch die fachliche Richtigkeit der Inhalte berücksichtigte. Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs erhielten Urkunden und kleine Geschenke. Und sie konnten an verschiedenen Workshops teilnehmen, um professionelle Filmtechnik und -ausrüstung auszuprobieren.

Die Siegerinnen und Sieger des Erklärfilm-Wettbewerbs 2025 - Foto Bezirskregierung

Grundschule
1. Platz: Mosaikschule, Nettetal, AG Hier spielt Team Vielfalt!
Gewaltfrei lernen
2. Platz: Leegmeerschule, Emmerich, AG Klasse 3
Was ist Taschengeld?
Sekundarstufe I
1. Platz: Gesamtschule Hardt, Mönchengladbach, Klasse 7.1.
Die Stadtbibliothek Mönchengladbach – ein Wohlfühlort für alle Generationen
2. Platz: Alfred-Adler-Schule, Duisburg, Klasse 5b
Mobbing
Sekundarstufe II
1. Platz: Burggymnasium, Essen, Laura Steinsiek
Psychologische Auswirkungen von Sozialen Medien
2. Platz: Elly-Heuss-Knapp-Berufskolleg, Düsseldorf, Fachoberschule Gestaltung Klassenstufe 11
Einblick Praktikumsbetrieb FAFM - Freie Akademie für Malerei und Grafik

Alle Filme finden Interessierte unter folgendem Link:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLyL30xsH26Q3NzCGlzz4sj3_TzB91LR-3


Hintergrund:
Der Erklärfilm-Wettbewerb wurde 2017 in Duisburg ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einem etablierten Format entwickelt, das in mehreren Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens umgesetzt wird.

In der jeweiligen Kommune wird das Vorhaben von einer Einrichtung vor Ort (z. B. Regionales Bildungsbüro, Medienzentrum, Stadtbibliothek) organisiert und von den Medienberaterinnen und -beratern der Bezirksregierung begleitet. Landesweit steht FILM+SCHULE NRW den lokalen Ausrichterinnen und Ausrichtern eines Erklärfilm-Wettbewerbs beratend zur Seite und hält Unterstützungsmaterialien für die Erklärfilmanalyse und -produktion bereit.

Studie untersucht Einstellungen zum lebenslangen Lernen
Viele Menschen an Weiterbildung interessiert – werden über Förderungen aber nicht gut informiert. Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger, wenn sich die Arbeitswelt rapide wandelt. Doch viele Menschen in Deutschland wissen nicht, was es an öffentlichen Weiterbildungsförderungen bereits gibt. So kennen rund zwei Drittel etwa die Bildungszeitgesetze der Länder nicht. Das ergibt eine neue von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie von Erziehungswissenschaftler*innen der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen.*

Im Forschungsprojekt „Einstellungen zum Lebenslangen Lernen in der Bevölkerung“ (EIBE) führte das JLU-Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Käpplinger in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Verian eine Befragung unter 3122 Menschen zwischen 18 und 67 Jahren in Deutschland durch. Die Befragten wurden aus einem etablierten Panel zufällig ausgewählt. Ihnen wurden u.a. verschiedene Situationsbeschreibungen („Vignetten“) vorgelegt, um realistisch zu ermitteln, für welche Weiterbildungen sie sich interessieren würden oder nicht.

Mit Blick auf die Rahmenbedingungen rund um diese individuellen Einstellungen und Entscheidungen zeigt sich, dass viele Befragte gar nicht wissen, dass es in 14 von 16 Bundesländern Bildungszeitgesetze gibt, um Weiterbildung zeitlich möglich zu machen. Dies erklärt nach Analyse der Forschenden zum Teil die relativ geringe Nutzung dieser Gesetze, wobei jedoch bundesweit jährlich trotzdem hochgerechnet rund 500000 Menschen ihr Recht auf Bildungszeit beanspruchen.

Die Studie zeigt auch, dass insbesondere Ältere und Menschen mit Migrationshintergrund sehr weiterbildungsinteressiert sind und überwiegend positive Einstellungen zu Weiterbildungen haben.

„Unsere Ergebnisse machen deutlich, dass allgemein und zielgruppenspezifisch mehr Werbung für Weiterbildung gemacht werden müsste und dies möglichst konkret und nicht nur per Online-Plattformen, Sonntagsreden oder Slogans“, erklärt Studienleiter Käpplinger. „Der persönliche Kontakt ist sehr wichtig, was nicht nur Bildungsberatung meint, sondern auch Präsenz in den jeweiligen Milieus.“

Ein weiteres Ergebnis: Die finanzielle Verantwortung für Weiterbildung sehen die Befragten insbesondere beim Arbeitgeber oder beim Staat. „Erwerbstätige Frauen, nehmen fast doppelt so häufig wie Männer an individuell-berufsbezogenen Weiterbildungen teil, die sie dann aber zumeist auch selbst – und nicht durch den Betrieb - finanzieren müssen.
Sie wünschen sich mehr staatliche Unterstützung sowie mehr Information und Beratung über die Möglichkeiten“, so Käpplinger. „Staatliches und betriebliches Handeln ist hier gefragt, wobei auch zu klären wäre, wie viele Menschen eine Weiterbildung nicht zahlen können – oder nicht dazu bereit sind.“

Wesel: Eine Herzensangelegenheit im Herzen der Stadt – megro spendet Defibrillator für die Citywache Wesel
Der Herzstillstand des Fußballprofis Christian Eriksen während der Europameisterschaft (2021) hat eindrücklich gezeigt, dass auch scheinbar gesunde Menschen plötzlich ein lebensbedrohliches Herzkammerflimmern erleiden können. In solchen Situationen ist schnelle Hilfe entscheidend.

v. l.: David Horchler (Vertriebsleitung der megro GmbH & Co. KG), Helmut Krebber (Geschäftsführer der megro GmbH & Co. KG), Jens Eickhoff (Stadt Wesel), Thomas Alberts (Stadtwacht Wesel), Dustin Scharkowski (Stadtwacht Wesel), Thorsten Zythen (Stadtwacht Wesel), Jörg Grossat (Feuerwehr Wesel) und Bürgermeister Rainer Benien

Um im Notfall bestmöglich helfen zu können, steht nun ein automatisierter externer Defibrillator (AED) in der Citywache in der Weseler Fußgängerzone zur Verfügung. Möglich gemacht wurde dies durch eine Spende der megro GmbH & Co. KG. Bei der Übergabe des Geräts dankte Bürgermeister Rainer Benien dem Geschäftsführer des Medizintechnik-Großhandels, Helmut Krebber, für das Engagement.

„Ich hoffe, dass wir diese großzügige Spende nie benötigen werden. Dennoch danke ich der megro – buchstäblich – von ganzem Herzen für diesen Defibrillator. So kann im Notfall in der Fußgängerzone sofort geholfen werden. Jede Sekunde zählt und kann Leben retten“, fasst Bürgermeister Rainer Benien zusammen.

Auch für Helmut Krebber ist die Spende eine echte Herzensangelegenheit: „Wir sind seit über 50 Jahren als Großhändler für Medizintechnik tätig, Wesel ist unser Heimatstandort. Wir sind hier gewachsen, bilden junge Menschen aus und beschäftigen viele Mitarbeitende aus der Region. Deshalb ist es uns wichtig, gerade im Herzen der Stadt einen Beitrag zur Sicherheit im Notfall zu leisten.“

Täglich bewegen sich tausende Menschen durch die Weseler Innenstadt. Mit dem neuen AED in der Citywache wurde ein zentraler Anlaufpunkt für medizinische Notfälle geschaffen. Ein Herzkammerflimmern ist eine akute, lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung. Tritt es auf, müssen sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden, um die Sauerstoffversorgung lebenswichtiger Organe wie Gehirn, Herz und Nieren aufrechtzuerhalten.

Jede Minute ohne Hilfe verringert die Überlebenschancen erheblich. Die Wiederbelebung muss fortgeführt werden, bis der Rettungsdienst eintrifft. Ein AED unterstützt die Wiederbelebung durch gezielte Stromstöße und erhöht die Überlebenschancen deutlich.

Die Geräte sind so konzipiert, dass sie auch von Laien sicher bedient werden können. Sprachliche Anweisungen und visuelle Hinweise führen Schritt für Schritt durch die Maßnahmen. Im Notfall gilt daher: Sofort den Rettungsdienst unter 112 alarmieren und mit den lebensrettenden Sofortmaßnahmen beginnen.

Schutz vor teuren Arztkosten im Skiurlaub
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Gesetzliche Krankenkasse zahlt in vielen Fällen nicht
- Auslandskrankenversicherung übernimmt Kosten für Bergung und Krankenrücktransport
Seit der Jahreswende locken die Skigebiete mit traumhaften Bedingungen. Doch leider wird der Spaß für viele zum Albtraum: ein Sturz auf die Schulter, eine Unachtsamkeit oder ein verdrehtes Knie – schon ist medizinische Hilfe gefragt. Und das kann vor allem im Ausland teuer werden, denn in vielen Fällen zahlt die gesetzliche Krankenversicherung dafür nicht. Deswegen rät der ADAC dringend zum Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, um am Ende nicht auf hohen Kosten sitzenzubleiben.

„Eine Auslandskrankenversicherung übernimmt auch bei einem Ski- oder Rodelunfall medizinisch notwendige Behandlungskosten, egal ob stationär in einer Klinik oder ambulant bei einem Arzt“, erklärt Marc Kottmann, Vorstand für Schaden bei der ADAC Versicherung. „Der Schutz gilt weltweit. Bei Fernreisen wird daran meist gedacht, beim kurzen Skiurlaub über die Grenze dagegen oft nicht.“

Das kann fatale Folgen haben: Denn nur über eine Auslandskranken-Versicherung kann der Schaden direkt abgerechnet werden, der Verunglückte muss in der Regel nicht in Vorleistung gehen. Und nicht nur die Behandlung oder eine Operation sind kostspielig. Richtig ins Geld geht es, wenn Skifahrer mit einem Helikopter geborgen und abtransportiert werden müssen.

„Hier entstehen schnell Kosten im vier- oder fünfstelligen Bereich,“ schildert Kottmann. „Auch hierfür springt der ADAC Auslandskrankenschutz bis zu einer Höhe von 12.000 Euro ein.“ Und das ist keine Seltenheit: Allein Für ADAC Versicherte oder Premium-Mitglieder trat dieser Fall in der vergangenen Wintersaison (Dezember bis März 2025) 1.282 Mal ein. Im Schnitt kostete eine Bergung 2.062 Euro, die teuerste Rettung sogar 11.145 Euro.

Wer zahlt was bei einem Unfall in den Bergen?
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt nur die Kosten, die auch in Deutschland für die Behandlung angefallen wären. Im Ausland gelten andere, meist höhere Gebührensätze. Besonders teuer kann es werden, wenn eine private Praxis oder Klinik aufgesucht wird oder Leistungen in Anspruch genommen werden, die nicht zum öffentlichen Gesundheitssystem gehören.

Diese Kosten sind nämlich durch die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nicht abgedeckt. Eine nachträgliche Kostenübernahme ist kaum möglich und so bringen Patienten neben der Verletzung noch ein teures Mitbringsel aus dem Skiurlaub mit, weil sie auf den Rechnungen sitzenbleiben.
„Wichtig ist, dass Versicherte ihre Auslandskrankenversicherung umgehend informieren, damit sie die Kosten beispielsweise für ein MRT auch bezahlt bekommen,“ erklärt Kottmann. „Denn was viele nicht wissen, auch die Auslandskrankenversicherung übernimmt nicht immer alle Kosten der Behandlung – besonders wenn sie nicht ortsüblich, überteuert oder übertrieben waren.“

ADAC bringt im Winter täglich zwölf Verletzte zurück in die Heimat
Ebenfalls ins Geld geht ein Krankenrücktransport nach Deutschland. Auch hierfür steht die gesetzliche Krankenkasse nicht ein und deswegen sollte dieses Risiko ebenfalls über eine Auslandskrankenversicherung abgedeckt werden.

„Über unseren ADAC Ambulanz-Service haben wir im vergangenen Winter allein aus Österreich 1.016 und aus Italien 333 Verletzte zurückgebracht“, rechnet Kottmann vor, etliche Fälle gab es auch in der Schweiz und Frankreich. Die Gelben Engel waren zwischen Dezember und März dafür durchschnittlich also mehr als zwölfmal täglich unterwegs und garantierten einen fachgerechten Transport sowie eine Betreuung durch geschultes medizinisches Personal.

Drei wichtige Tipps für den Skiurlaub
1. Eine gut sortierte Reiseapotheke ermöglicht die schnelle Behandlung kleiner Beschwerden und vermeidet unnötige Arztbesuche. Vor Reiseantritt sollte eine umfassende Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden, idealerweise mit 24/7-Notrufzentrale. Beim ADAC stehen deutschsprachige Experten rund um die Uhr bereit, übernehmen die Organisation und vermitteln qualifizierte Ärzte oder Dolmetscher.

2. Bei Unfall oder im Krankheitsfall ist zunächst die eigene Auslandskrankenversicherung zu kontaktieren. ADAC Versicherte können Hilfe unter 0049 89 76 76 77 anfordern oder über die ADAC Medical App direkt einen Arzttermin buchen – die Kosten werden direkt vom ADAC bezahlt, Vorkasse ist nicht nötig.

3. Das weltweite Expertennetzwerk des ADAC gewährleistet medizinische Versorgung ohne lokale Barrieren. Die erfahrenen Berater kennen die jeweiligen Gesundheitssysteme und empfehlen qualifizierte Kliniken. Hotelärzte mit unklaren Preisangaben oder Barzahlungsforderungen sollten gemieden werden. Leistungen und Preise sollten stets schriftlich bestätigt werden, um spätere Unstimmigkeiten zu vermeiden.



Wichtig: Eine online abgeschlossene ADAC Auslandskrankenversicherung gilt sofort. „Sie muss jedoch vor Grenzübertritt in das Ausland abgeschlossen werden und es darf noch kein Versicherungsfall eingetreten sein“, erklärt Marc Kottmann. Nur so ist man auf dem Weg zum Pistenspaß und vom ersten Schwung an sicher unterwegs und umfassend geschützt.

Blick über den Zaun: Zweite Bremer Sondermünze vorgestellt
Die neue 2-Euro-Gedenkmünze aus Anlass der Bundesratspräsidentschaft des Landes Bremen ist ab dem 29. Januar 2026 in Umlauf. Mit dem Klimahaus Bremerhaven zeigt sie ein prägnantes Wahrzeichen des Stadtstaates.

Andreas Bovenschlulte mit Münz-Set © Senatskanzlei Bremen

Zur Veröffentlichung der neuen Sammelmünze erklärte Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte: „Die neue 2-Euro-Münze zeigt, wofür Bremen steht: Weltoffenheit, Wissen und Verantwortung. Das Klimahaus Bremerhaven ist dafür ein starkes und schönes Symbol. Die Münze passt damit wunderbar zum Motto der Bremer Bundesratspräsidentschaft ‚VIELE STÄRKEN - EIN LAND‘. Wie schön, dass wir ab heute mit einem Stück Bremerhaven in der Tasche im ganzen Euro-Raum bezahlen können: vom Fischbrötchen an der Nordsee bis zur Pizza am Mittelmeer.“

Bildnis einer interaktiven Klima-Erlebniswelt

Foto: Außenaufnahme des Gebäudes bei Nacht. Außenansicht des Klimahauses Bremerhaven © Ralph Langer | Klimahaus Bremerhaven

Das markante Gebäude des Klimahauses in den Havenwelten am Weserdeich ist längst zu einem Wahrzeichen der Seestadt Bremerhaven geworden. Das wissenschaftliche Ausstellungshaus wurde im Juni 2009 eröffnet und konnte bereits die Sieben-Millionen-Besucher-Marke knacken. Auf der Münze ist das futuristische Ensemble der Wissens- und Erlebniswelt in einer überraschenden und eindrucksvollen Perspektive von schräg unten dargestellt. Der schiffsartige Eindruck der Architektur, die zwei Möwen am Himmel sowie die Andeutung des Hafens verbildlichen stark und anschaulich Bremen als maritimen Wissenschaftsstandort.

30 Millionen Stück im Umlauf
Die Auswahl des Motivs für die Zwei-Euro-Rückseite ist Ländersache. Jährlich wird ein Bundesland durch die Ausgabe einer Zwei-Euro-Gedenkmünze mit einem prägnanten Wahrzeichen gewürdigt. Die Reihenfolge der Länder richtet sich nach der Präsidentschaft im Bundesrat. Das Motiv der Bremer Münze wurde in einer Gestaltungswerkstatt entwickelt, in der sich der Entwurf des Künstlers Bodo Broschat aus Berlin durchsetzen konnte.

Die neue Sondermünze "Bremen". Foto: Vorder- und Rückseite der Münze
© BVA

Die Münze ist ein offizielles Zahlungsmittel im gesamten Euro-Raum und wird mit einer Auflage von 30 Millionen Stück in allen fünf staatlichen Prägestätten hergestellt. Sie ist Teil der Münzserie „Bundesländer II“, die 2023 mit Hamburg und der Elbphilharmonie gestartet wurde. Nach dem markanten „Königsstuhl“ auf Rügen (Mecklenburg-Vorpommern, 2024), der „Saarschleife“ (Saarland, 2025) und dem diesjährigen Klimahaus Bremerhaven, ziert dann 2027 der Aachener Dom unter der Bundesratspräsidentschaft von Nordrhein-Westfalen die Zwei-Euro-Rückseite.

Bereits 2010 präsentierte Bremen in der Vorgängerserie „Bundesländer“ mit dem Rathaus und Roland die republikanische Geschichte und Tradition der Hansestadt auf einer Zwei-Euro-Münze.




NRW: Bauproduktion im November 2025 um 3,7 % gesunken
* Bauproduktion im Hoch- und Tiefbau gesunken.
* Größter Rückgang im gewerblichen und industriellen Hochbau.
* Rückgänge im gewerblichen und industriellen Tiefbau und im Straßenbau.

Die Produktion im nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbe ist im November 2025 real (kalender-/preisbereinigt) um 3,7 % niedriger gewesen als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Produktion im Hochbau um 6,1 % und im Tiefbau um 1,2 % niedriger als im November 2024.



Größter Rückgang im gewerblichen und industriellen Hochbau
Im Bereich des Hochbaus ermittelten die Statistiker im November 2025 unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Bausparten: Im öffentlichen Hochbau war ein Anstieg der Bauproduktion gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat zu konstatieren (+5,4 %).

Im Wohnungsbau (−2,3 %) sowie im gewerblichen und industriellen Hochbau (−11,7 %) fiel die Bauproduktion niedriger als im November 2024 aus. Rückgänge im gewerblichen und industriellen Tiefbau und im Straßenbau Innerhalb des Tiefbaus entwickelten sich die Bauleistungen in den einzelnen Bausparten ebenfalls unterschiedlich: Im sonstigen öffentlichen Tiefbau stieg die Bauproduktion (+1,4 %) gegenüber dem Vorjahresmonat. Rückgänge waren im Straßenbau (−1,4 %) und im gewerblichen und industriellen Tiefbau (−2,9 %) zu verzeichnen.

Anstieg der Bauproduktion gegenüber November 2019
Im November 2025 ermittelten die Statistiker im Vergleich zum entsprechenden Monatsergebnis des Jahres 2019 einen kalender-/preisbereinigten Anstieg der Bauproduktion im Bauhauptgewerbe (+21,8 %). Sowohl im Hochbau (+13,6 %) als auch im Tiefbau (+30,7 %) lag die Bauproduktion über dem Niveau von November 2019.

Zu diesem Produktionsergebnis haben die einzelnen Bausparten ausnahmslos positiv beigetragen. In den Bausparten waren Zuwachsraten zwischen 8,2 % (gewerblicher und industrieller Hochbau) und 42,6 % (gewerblicher und industrieller Tiefbau) zu beobachten.
Das kumulierte Ergebnis der Bauproduktion für die ersten elf Monate des Jahres 2025 war kalender-/preisbereinigt um 2,1 % niedriger als in der entsprechenden Vergleichsperiode 2024.

Süßwaren aus NRW: Produktion 2024 um 5 % gesunken
* Leichter Produktionsrückgang auch in den ersten drei Quartalen 2025
* Ein Drittel der Bundesproduktion entfiel auf NRW
Im Jahr 2024 haben Betriebe des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes 764.000 Tonnen Süßwaren produziert. Bezogen auf die Einwohnerinnen- und Einwohnerzahl des Landes sind das 116 Gramm Süßwaren pro Kopf und Tag. Wie das Statistische Landesamt anlässlich der internationalen Süßwaren-Messe ISM vom 01. bis 04. Februar 2026 in Köln mitteilt, sank die zum Absatz bestimmte Produktionsmenge von Süßwaren um 42.000 Tonnen bzw. 5,2 % zum Vorjahr.



Der Absatzwert stieg dagegen nominal um 73,2 Millionen Euro bzw. 1,9 % auf 4,0 Milliarden Euro. Durchschnittlicher Absatzwert auf 10-Jahres-Hoch Der durchschnittliche Absatzwert je Kilogramm Süßwaren erreichte im Jahr 2024 den höchsten Stand der letzten zehn Jahre: Mit 5,24 Euro war er um 7,5 % höher als ein Jahr zuvor und um 35,4 % höher als im Jahr 2015 mit damals 3,87 Euro je Kilogramm.

Von der NRW-Süßwarenproduktion des Jahres 2024 entfiel der größte Anteil mit 419.000 Tonnen (−6,4 % gegenüber 2023) auf Süßwaren ohne Kakaogehalt (einschl. weißer Schokolade). Darunter befanden sich 258.000 Tonnen (−7,7 %) Dragees, Gummibonbons und Gelee-Erzeugnisse. Ferner wurden 336.000 Tonnen (−1,8 %) Schokolade u. a. kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen produziert.

Ein Drittel des deutschlandweiten Absatzwertes entfiel auf NRW
Bundesweit stieg der Absatzwert der Süßwarenproduktion im Jahr 2024 um 0,7 % auf 12,0 Milliarden Euro. Davon entfielen 33,3 % auf nordrhein-westfälische Betriebe. 42,5 % des nordrhein-westfälischen Absatzwertes wurde in Betrieben des Regierungsbezirkes Köln erzielt, gefolgt von Betrieben in den Regierungsbezirken Detmold (32,5 %), Düsseldorf (19,6 %), Münster (4,1 %) und Arnsberg mit 1,3 %.

Rückgang der Süßwaren-Produktion auch in den ersten drei Quartalen 2025 Nach vorläufigem Ergebnis sank die Absatzproduktion von Süßwaren in den ersten drei Quartalen 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,5 % auf 567.000 Tonnen, während der Absatzwert nominal um 17,6 % auf 3,4 Milliarden Euro stieg. Der durchschnittliche Absatzwert pro Kilogramm stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 18,2 % und gegenüber den ersten drei Quartalen 2021 um 52,8 % auf 5,91 Euro.


Kleve: Robinsonspielplatz: Betreuerinnen und Betreuer für die Osterferien gesucht
Langeweile kommt auf unserem vielseitigen "Robi" sicher nicht auf. Auch in diesem Jahr möchte die Stadt Kleve die alljährlich beliebte Osterferienfreizeit auf dem städtischen Abenteuerspielplatz Robinson anbieten. Zur Durchführung der Freizeit im Zeitraum vom 30. März bis zum 10. April 2026 werden noch dringend ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer gesucht.

Es werden gut gelaunte, nervenstarke, kinderliebe und abenteuerlustige Ferienbetreuerinnen und Ferienbetreuer benötigt, die den festangestellten Fachkräften unterstützend zur Seite stehen. Der ganztägige Einsatz wird mit einer Aufwandsentschädigung in Höhe von 75 € je Einsatztag vergütet.

Der Robinsonspielplatz besteht aus einem rund 8.000 m² großen, etwa zur Hälfte bewaldeten Freigelände mit großem Aufforderungscharakter für eine Vielzahl an Beschäftigungen für Kinder aus dem Stadtgebiet Kleve zwischen 6 und 14 Jahren. 

Das Gelände bietet den kleinen Besucherinnen und Besuchern neben Bäumen, Büschen, Sand, Steinen, Holz, einer Feuerstelle, einem Wasserbecken mit Rinne, einem Bolzplatz und diversen selbst erstellten Bauwerken auch ein großes Spielhaus, damit eine vom Wetter unabhängige, ganzjährige Beschäftigung gewährleistet werden kann.

Zu den Betreuungsaufgaben gehört u. a. die Anleitung der Kinder bei deren Tätigkeiten auf dem Bauplatz, die Begleitung diverser Angebote in Klein- und Großgruppen, die Begleitung vielfältiger sportlicher Aktivitäten sowie die Beaufsichtigung der Feuerstelle.

Interessierte Bewerberinnen und Bewerber sollen volljährig sein und können ihre schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf entweder per Mail an robinson.spielplatz@kleve.de senden oder persönlich beim Abenteuerspielplatz Robinson, Nimweger Straße 61, 47533 Kleve, abgeben.

Moers: Ausschuss berät Vergabe von Finanzmitteln an Vereine und Institutionen
Die Vergabe von Finanzmitteln zur Förderung von integrativen Maßnahmen ist Thema im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration am Dienstag, 3. Februar. Die Sitzung findet um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, statt.

Insgesamt haben fünf unterschiedliche Vereine und Institutionen sieben Anträge für die finanzielle Unterstützung ihrer Projekte eingereicht. Ein weiteres Thema ist der Sachstandbericht zur Baumpflanzaktion ‚10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU‘. Die Sitzung ist öffentlich. Weitere Informationen sind im Ratsinformationssystem zu finden.

EU-Abkommen mit Indien stärkt Niederrhein - IHK: Richtige Antwort auf Abschottungspolitik  
Das EU-Indien-Handelsabkommen steht. Ein Signal zur richtigen Zeit, sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK: Offene Märkte, freier Handel, sinkende Zölle sind die richtige Antwort auf die Abschottungspolitik der USA. Das bringt Chancen für die Unternehmen am Niederrhein.  

„Diese Nachrichten sind Lichtblicke für unsere stagnierende Wirtschaft. Indien wächst rasant. Das Abkommen hilft, Zölle und Hürden zu senken. Davon profitiert der Industriestandort, besonders die Stahl- und Chemiebranche als auch die Autoindustrie“, sagt Dietzfelbinger.  

Das Abkommen schafft neue Chancen für Unternehmen am Niederrhein. Es stärkt internationale Partnerschaften und den freien Handel. „Diese Chance muss die EU nutzen. Der Marktzugang muss schnell und ohne neue Bürokratie-Hürden klappen. Auch das Mercosur-Abkommen muss final werden – besser gestern als heute“, so Dietzfelbinger.  

Handel zwischen NRW und Indien Derzeit befindet sich Indien auf Rang 22 der deutschen Handelspartner. Über 1000 NRW-Unternehmen sind bereits heute in Indien aktiv. Das sollte sich nun mit dem Abkommen ändern. Durch bessere Handelsbeziehungen hofft die NRW-Wirtschaft auf Wachstum.

2024 importierte NRW-Waren im Wert von 3,1 Milliarden Euro aus Indien, vorranging Kleidung und chemische Erzeugnisse. NRW exportierte Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro, vor allem Maschinen und chemische Erzeugnisse.

NRW schneidet günstig ab: Currywurstpreise deutlich unter dem Durchschnitt

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Berlin oder Hamburg – wer hat’s erfunden? Diese Frage sorgt seit Jahrzehnten für augenzwinkernde Debatten, und gleich mehrere Städte erheben Anspruch auf die wahre Heimat der Currywurst. Eines steht jedoch fest: Unabhängig von ihrem Ursprungsort ist die Currywurst heute in ganz Deutschland ein fester Bestandteil der Alltags- und Reisekultur.

Ob als schneller Snack auf dem Städtetrip, nach dem Stadionbesuch oder zwischen zwei Terminen – der Kult-Imbiss gehört einfach dazu. Doch wie stark unterscheiden sich die Preise je nach Stadt? Das Reiseportal tripz.de hat die Currywurstpreise in deutschen Großstädten untersucht und einen Currywurst-Preisindex erstellt. Insgesamt wurden die Preise in 78 Großstädten ausgewertet.

Nordrhein-Westfalen schneidet im Currywurst-Preisindex besonders günstig ab und liegt mit seinen Städten klar unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Key Findings
Ø 3,92 € deutschlandweit: So viel kostet eine Currywurst im Schnitt über alle 78 untersuchten Großstädte.
Preis-Spannweite von 2,70 €: Zwischen der günstigsten und der teuersten Stadt liegen fast drei Euro Unterschied – konkret 2,83 € vs. 5,50 €.
NRW besonders günstig: Nordrhein-Westfalen kommt im Schnitt auf nur 3,53 € (über 30 Städte) – preiswerter als jedes andere Bundesland.

Moers als Spar-Hochburg: Mit Ø 2,83 € führt Moers das Ranking als günstigste Currywurst-Stadt Deutschlands deutlich unter dem Bundesmittel an.
Teuer-Rekord Ingolstadt: Die teuerste Currywurst gibt es überraschenderweise nicht in München, sondern in Ingolstadt – Ø 5,50 € pro Wurst im Schnitt.
Hamburg oder Berlin? Beim Preis ist die Frage entschieden: Die Berliner Currywurst ist im Schnitt fast 1 € günstiger als ihr Pendant in Hamburg.

Die vollständige Auswertung mit allen verglichenen Großstädten finden Interessierte hier.
Wo die Currywurst am günstigsten ist – und wo am teuersten
Top 3 – Die günstigsten Currywurst-Städte

Platz 1: Moers – Ø 2,83 €
Moers führt den Index an und ist bundesweit die günstigste Currywurst-Stadt. Die Kleinstadt am Niederrhein erweist sich damit als Paradies für Currywurst-Fans: Mit durchschnittlich 2,83 € pro Wurst liegt Moers deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Ein beliebter Anlaufpunkt vor Ort ist der Balkangrill Moers, wo „Currywurst oder Bockwurst“ für 3,50 € auf der Tafel steht.

Platz 2: Gelsenkirchen – Ø 3,05 €
Auf Rang zwei folgt Gelsenkirchen. Die Ruhrgebietsstadt – Heimat des Fußballclubs Schalke 04 – bleibt mit 3,05 € klar unter dem Bundesdurchschnitt. Auch kulinarisch gibt man sich hier bodenständig: Als beliebter Spot gilt der Akropolis-Grill, in dessen Speisekarte die Currywurst mit 3,80 € ausgewiesen ist.

Platz 3: Potsdam – Ø 3,07 €
Den dritten Platz belegt Potsdam mit einem Durchschnittspreis von 3,07 €. Die brandenburgische Landeshauptstadt, bekannt für Schloss Sanssouci und das Filmstudio Babelsberg, beweist damit, dass günstiger Currywurst-Genuss nicht nur im Ruhrpott möglich ist. Vor Ort genießen mehrere Imbisse Kultstatus – darunter Cathi’s Currywurst in Babelsberg, die in Online-Bewertungen regelmäßig als Top-Spot genannt wird.

Wer jetzt schon Lust bekommen hat, sich auf dem nächsten Kurztrip selbst von den Currywurst-Ständen der Großstädte zu überzeugen, findet hier genau das richtige Angebot dafür.

Flop 3 – Die teuersten Currywurst-Städte
Flop 1: Ingolstadt – Ø 5,50 €
Überraschung: Die teuerste Currywurst Deutschlands gibt es nicht etwa in der Millionenstadt München, sondern in der vergleichsweise beschaulichen Audi-Stadt Ingolstadt. Im Schnitt werden hier satte 5,50 € fällig – Currywurst zum Luxus-Tarif. Offenbar wird in Ingolstadt Premium nicht nur auf vier Rädern, sondern auch am Imbiss großgeschrieben.

Flop 2: München – Ø 5,32 €
In München schlägt die Currywurst mit durchschnittlich 5,32 € zu Buche. Damit gehört die Isar-Metropole erwartungsgemäß zu den teuersten Pflastern für Imbiss-Fans. Das Leben in der bayerischen Landeshauptstadt ist eben kostspielig – sogar am Würstchenstand.

Flop 3: Nürnberg – Ø 4,97 €
Nürnberg liegt in der Spitzengruppe der teuersten Currywurst-Städte. Mit knapp 5 € im Schnitt kostet die Currywurst in der fränkischen Metropole deutlich mehr als im bundesweiten Mittel. Ausgerechnet in der Stadt der berühmten Rostbratwürste liegt der Currywurstpreis rund 1 € über dem bundesweiten Durchschnitt.

Regionalvergleich: Süden teuer, Westen günstig
Ein Blick auf die Großregionen zeigt deutliche Preisunterschiede. Am günstigsten isst man die Currywurst im Westen – hier kostet sie im Schnitt nur 3,66 € (41 Städte) und liegt damit klar unter dem Bundesdurchschnitt. Der Osten folgt mit 3,77 € (8 Städte) ebenfalls unter der 4-Euro-Marke. Im Norden müssen bereits rund 4,18 € (12 Städte) gezahlt werden. Am teuersten ist es im Süden mit 4,45 € (17 Städte). Das Ergebnis zeigt ein klares Gefälle: Je weiter südlich man kommt, desto höher steigen offenbar die Currywurstpreise – umgekehrt isst man im Westen am günstigsten.

Bundesländer-Vergleich: Bayern vorne, NRW am günstigsten
Auf Länderebene führt Bayern mit einem Durchschnittspreis von 4,65 € (8 Städte) das Ranking der teuersten Currywurst-Regionen an. Ebenfalls im oberen Preisfeld liegen Baden-Württemberg mit 4,27 € (9 Städte) sowie der Stadtstaat Hamburg mit 4,51 € (1 Stadt).

Nordrhein-Westfalen hingegen erweist sich als wahres Spar-Revier: Über 30 Städte hinweg liegt der Currywurst-Preis dort durchschnittlich bei nur 3,53 €. NRW ist damit das Paradies für preisbewusste Currywurst-Esser und rangiert im Bundesländervergleich am günstigsten. Noch niedriger liegt zwar Brandenburg mit Ø 3,07 € – allerdings basiert dieser Wert ausschließlich auf der einzigen untersuchten Stadt Potsdam.

Imbiss-Vergleich: Currywurst, Döner und Pommes
Im Vergleich zu anderen klassischen Snacks bleibt die Currywurst vielerorts eine vergleichsweise moderate Option. Laut Statista und Lieferando liegt der durchschnittliche Dönerpreis in Deutschland aktuell bei rund 8,00 €, in einzelnen Städten teils deutlich darüber. Eine weitere Statista-Auswertung zeigt, dass eine Portion Pommes frites je nach Stadt im Schnitt zwischen etwa 3,50 € und knapp 5,00 € kostet.

Mit einem bundesweiten Durchschnittspreis von 3,92 € positioniert sich die Currywurst damit preislich häufig unterhalb von Döner und vieler Pommes-Angebote.


Dinslaken: Mit dem Ofenführerschein gegen Luftverschmutzung
Mit der Aktion „Ofenführerschein“ wendet sich die Stadt Dinslaken an heimische Hausbesitzer*innen und Mieter*innen, die einen Holzofen oder Kamin nutzen. Dabei bietet sie diesen einen kostenlosen Gutschein für den Besuch der Online-Trainingsplattform Ofenakademie.de. Hier gibt es ein Training für eine effizientere Bedienung der Holzöfen.

Der Kurs richtet sich dabei nicht nur an diejenigen, die gerade neu in das Thema „Heizen mit Holz“ einsteigen. Der Großteil unter den Kursteilnehmenden heizt bereits seit vielen Jahren mit Holz. In einer Umfrage unter den Kurs-Absolvent*innen konnte festgestellt werden, dass diese Zielgruppe trotzdem neue Erkenntnisse aus dem Kurs gewinnen konnte, wie beispielsweise die Technik, das Kaminfeuer von oben anzuzünden.

Das richtige Heizen mit Holz schont nicht nur die Umwelt, sondern durch den reduzierten Brennstoffbedarf auch den Geldbeutel. Außerdem sinkt die Schafstoffbelastung der Luft durch Holzöfen und die Rauch- und Geruchsbelästigung durch falsch bediente Öfen und Kamine wird reduziert. 

Wer den Ofenführerschein absolvieren möchte, registriert sich einfach hier: www.ofenakademie.de/dinslaken Die Anmeldung erfolgt unkompliziert über E-Mail – ein sogenannter Magic Link landet direkt im Postfach und führt sofort in den Kurs. Das Online-Training kann jederzeit gestartet, unterbrochen und später fortgesetzt werden. Die Stadt Dinslaken stellt seit dem Jahr 2023 kostenlose Gutscheine für den Ofenführerschein zur Verfügung.

Moers: Neujahrsempfang: Bürgermeisterin setzt auf „Miteinander Moers“
Ein besonderer Dank galt dem Ehrenamt, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Moers bilden würde. Formate wie der Bürger:innenrat, der Heimatpreis oder das Ehrenamtsfestival zeigten nach Einschätzung der Bürgermeisterin, wie groß die Bereitschaft zur Mitgestaltung sei. Insgesamt möchte sie mehr Transparenz, mehr Nahbarkeit und neue Dialogformate schaffen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. 

(Foto: pst)

Angesichts der angespannten Haushaltslage betonte Zupancic ausdrücklich: „Ich möchte Steuererhöhungen so gut es geht vermeiden.“ Verwaltung und Politik arbeiten bereits gemeinsam an konkreten Vorschlägen, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern.

Zum Abschluss rief die Bürgermeisterin dazu auf, Hoffnung und Menschlichkeit als verbindende Kräfte zu bewahren: „Ich bin optimistisch, nicht weil ich die Probleme nicht sehe, sondern weil ich Moers sehe – eine Stadt, die streiten kann und trotzdem zusammenhält.“ Ihr Fazit: „‘Miteinander Moers‘ – nicht als Überschrift, sondern als Entscheidung. Jeden Tag.“

RTL West Bericht über Analphabetismus – Jessica Tepass aus Wesel lernt Lesen & Schreiben an der vhs
Rund sechs Millionen Erwachsene in Deutschland können nicht ausreichend lesen und schreiben – ein Thema, das oft im Verborgenen bleibt. RTL West hat sich diesem gesellschaftlich wichtigen Thema angenommen und einen bewegenden Beitrag über Analphabetismus ausgestrahlt. Im Mittelpunkt steht Jessica Tepass, Teilnehmerin des Kurses „Lesen und Schreiben lernen für Erwachsene“ an der vhs in Wesel.

Für den Beitrag begleitete das Kamerateam Jessica Tepass in ihrem Alltag und gewährte persönliche Einblicke in ihr Leben. Zudem besuchte das Team den Kurs an der vhs in Wesel und zeigt, wie Erwachsene dort Schritt für Schritt Lesen und Schreiben lernen. Der Beitrag macht deutlich, mit welchen Herausforderungen Betroffene konfrontiert sind aber auch, wie viel Mut, Motivation und Perspektive Bildungsangebote wie die der vhs geben können.

Neben der persönlichen Geschichte von Jessica Tepass beleuchtet der Fernsehbeitrag auch die Hintergründe und Ursachen von Analphabetismus in Deutschland und macht auf ein Thema aufmerksam, das nach wie vor mit Scham und Unsichtbarkeit verbunden ist. Mit der Veröffentlichung des Beitrags möchte die vhs nicht nur auf ihr Kursangebot aufmerksam machen, sondern auch Betroffene ermutigen, sich Hilfe zu holen. Der vollständige Beitrag ist ab sofort auf der Homepage der vhs unter https://www.vhs-wesel.de/programm/lesen-und-schreiben-lernen zu sehen.

Moers: Transponder nicht getauscht - Enni muss vereinzelt Restabfalltonnen stehenlassen
Der Austausch veralteter Transponder an Restabfalltonnen in Moers geht in die letzte Phase. Trotz mehrerer Informationsschreiben haben einzelne Haushalte bislang nicht auf die notwendige Tauschaktion der ENNI Stadt & Service (Enni) reagiert. Für diese Tonnen gilt nun, dass sie ab dem 2. Februar vorübergehend nicht geleert werden, da das System an den Fahrzeugen die alten Transponder technisch nicht mehr erfassen kann.

„Wir haben die betroffenen Kundinnen und Kunden bereits dreimal schriftlich informiert und um Mitwirkung gebeten. Nun sind wir im Sinne der Gebührengerechtigkeit gezwungen, nicht umgerüstete Tonnen am Abfuhrtag ungeleert stehen zu lassen“, erklärt Enni-Abteilungsleiter Ulrich Kempken. An die betroffenen Gefäße wird die Enni einen entsprechenden Hinweis anbringen.

„Die Nutzerinnen und Nutzer müssen sich in unserem Kundenzentrum melden, um die zeitnahe Umrüstung des Transponders und die schnelle Wiederaufnahme der Leerung abzustimmen. Diese erfolgt dann innerhalb weniger Tage.“  

Der Austausch des Transponders am Behälter dauert nur wenige Minuten. Die Maßnahme ist notwendig, weil die früher verwendete 4-MHz-Technik endgültig außer Betrieb genommen werden musste – der Hersteller hat den Support dafür eingestellt. Moderne Sammelfahrzeuge arbeiten ausschließlich mit der 134,2-kHz-Technik, die in Moers bereits seit vielen Jahren Standard ist.

Enni bittet die betroffenen Haushalte um Verständnis für das Vorgehen. Ziel sei es, den Transpondertausch vollständig abzuschließen und auch künftig eine zuverlässige und korrekte Abrechnung der Abfallgebühren sicherzustellen. In Moers sind zehn Restabfallleerungen pro Jahr in der Grundgebühr enthalten, bei der Nutzung einer Biotonne sind es acht Leerungen. Zusätzliche Leerungen werden nur dann berechnet, wenn sie tatsächlich in Anspruch genommen werden.

vhs Moers – Kamp-Lintfort: Intervallfasten mit dem vhs-Gesundheitsforum
Wer Gewicht verlieren oder seinen Stoffwechsel ankurbeln möchte, findet im Intervallfasten eine passende Methode. Dabei wechseln sich Essens- und Fastenzeiten ab. Die vhs Moers – Kamp-Lintfort bietet im Rahmen ihres Gesundheitsforums ab Donnerstag, 12. März, einen entsprechenden Kurs an. ‚Intervallfasten: Die flexible Methode für die gesunde Gewichtsreduzierung‘ findet insgesamt achtmal jeweils Donnerstag ab 18 Uhr in den Räumen der vhs, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, statt.

Die Teilnehmenden erhalten praktische Tipps, um ihre Motivation zu stärken, und bewegen sich gemeinsam an der frischen Luft.  Eine rechtzeitige Anmeldung ist für beide Veranstaltungen erforderlich und telefonisch unter 0 28 41/ 201 565 sowie online unter www.vhs-moers.de möglich. Bei der Anmeldung werden die Zugangsdaten zur Verfügung gestellt.



1,7 % mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen 2024
• Beschäftigungsanstieg vor allem in (teil-)stationären Einrichtungen, geringere Zunahme in der ambulanten Gesundheitsversorgung
• Stärkere Wachstumsrate bei Pflegehelferinnen und -helfern als bei examinierten Pflegekräften

Zum 31. Dezember 2024 arbeiteten knapp 6,2 Millionen Menschen im Gesundheitswesen. Dies waren 102 000 oder 1,7 % mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist das Personal im Gesundheitswesen 2024 seit dem Höhepunkt der Corona-Pandemie im Jahr 2021 erstmals wieder um mehr als ein Prozent gewachsen (2021: +2,8 %, 2022: +0,5 %, 2023: +0,4 %).



Die Zahl der auf die volle Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) lag Ende 2024 bei gut 4,4 Millionen und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % (2021: +1,9 %, 2022: +0,4 %, 2023: +0,5 %).

Personalzuwachs in allen (teil-)stationären Einrichtungen
Im Jahr 2024 ist die Zahl der Beschäftigten in (teil-)stationären Einrichtungen mit einem Zuwachs von 64 000 oder 3,0 % wesentlich stärker gestiegen als im ambulanten Sektor (+32 000 oder +1,3 %). In allen (teil-)stationären Einrichtungen hat die Zahl der Beschäftigten zugenommen: in Krankenhäusern um 38 000 Personen oder 2,9 %, in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen um 5 000 Personen oder 4,2 % und in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen um 21 000 Personen oder 2,8 %.

Zuwachs in ambulanten Einrichtungen insbesondere in der Pflege und in Praxen sonstiger medizinischer Berufe Die Entwicklung der Beschäftigtenzahl war im Jahr 2024 in den verschiedenen Bereichen des ambulanten Sektors unterschiedlich. Beschäftigungszuwächse gab es in der ambulanten Pflege (+11 000 oder +2,6 %), in Praxen sonstiger medizinischer Berufe, zum Beispiel in der Physio- und Ergotherapie (+14 000 oder +2,4 %) sowie in Arztpraxen und Zahnarztpraxen (jeweils +4 000 oder +0,5 % bzw. +1,0 %).

Hingegen blieb das Personal in Apotheken mit insgesamt 237 000 Beschäftigten und im Einzelhandel mit augenoptischen, medizinischen und orthopädischen Artikeln mit insgesamt 136 000 Beschäftigten unverändert.

Höhere Zuwachsrate bei Pflegehelferinnen und -helfern als bei examinierten Pflegekräften Die Zahl der Pflegekräfte in Krankenhäusern, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Insgesamt arbeiteten in diesen Einrichtungen 49 000 oder 3,4 % Pflegekräfte mehr als im Jahr 2023.

Hierbei stieg die Zahl der Pflegehelferinnen und -helfer mit +5,2 % deutlich stärker als die der examinierten Pflegekräfte (+2,6 %). In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Anstieg um 24 000 auf insgesamt 485 000 Pflegehelferinnen und -helfer und um 25 000 examinierte Pflegekräfte auf insgesamt rund 1 Million. Hiermit setzt sich der Trend der letzten zehn Jahre mit höheren Wachstumsraten bei Pflegehelferinnen und -helfern als bei examinierten Pflegekräften fort.

NRW: Verfügbares Einkommen je Einwohnerin und Einwohner im Jahr 2023 um 5,7 % gestiegen
* Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss mit 42.314 Euro Spitzenreiter.
* Verfügbares Einkommen je Einwohnerin und Einwohner in nahezu allen Städten und Gemeinden in NRW gestiegen.

Im Jahr 2023 ist das verfügbare Einkommen je Einwohnerin und Einwohner in Nordrhein-Westfalen um 5,7 % auf 27.754 Euro gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, standen jeder Einwohnerin und jedem Einwohner in NRW somit durchschnittlich 1.506 Euro mehr für Konsum und Sparen zur Verfügung als ein Jahr zuvor. Insgesamt belief sich das verfügbare Einkommen auf rund 504,2 Milliarden Euro.

Zur Einordnung wird darauf hingewiesen, dass es sich bei den dargestellten Kennzahlen um nominale, also nicht preisbereinigte Werte handelt. Meerbusch ist Spitzenreiter beim verfügbaren Einkommen je Einwohnerin und Einwohner Mit 42.314 Euro wies Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss zum wiederholten Mal das höchste verfügbare Einkommen je Einwohnerin und Einwohner aller 396 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen auf.

Herdecke im Ennepe-Ruhr-Kreis (39.609 Euro) und Olpe im Kreis Olpe (39.214 Euro) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Am unteren Ende der Skala rangierten Duisburg (21.102 Euro), Kranenburg im Kreis Kleve (20.646 Euro) und Gelsenkirchen (20.138 Euro).



Daten der Abbildung https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/21_26_kartogramm.xlsx XLSX, 23,14 KB Städte Köln und Düsseldorf mit den höchsten Einkommenssummen
Verwaltungsbezirk Verfügbares Einkommen je Einwohnerin und Einwohner  im Jahr 2023 in Euro
Nordrhein-Westfalen  27 754  
    Düsseldorf, Stadt  32 446  
    Duisburg, Stadt  21 102  
    Essen, Stadt  25 872  
    Krefeld, Stadt  26 689  
    Mönchengladbach, Stadt  25 482  
    Mülheim an der Ruhr, Stadt  28 598  
    Oberhausen, Stadt  23 142  
    Remscheid, Stadt  26 862  
    Solingen, Stadt  28 618  
    Wuppertal, Stadt  25 304  
      Bedburg-Hau  27 104  
      Emmerich am Rhein, Stadt  22 142  
      Geldern, Stadt  28 096  
      Goch, Stadt  24 211  
      Issum  28 589  
      Kalkar, Stadt  27 142  
      Kerken  31 558  
      Kevelaer, Stadt  28 496  
      Kleve, Stadt  22 123  
      Kranenburg  20 646  
      Rees, Stadt  26 671  
      Rheurdt  33 009  
      Straelen, Stadt  30 751  
      Uedem  28 342  
      Wachtendonk  29 915  
      Weeze  22 736  

Von allen Städten und Gemeinden des Landes wiesen Köln mit 31,2 Milliarden Euro und Düsseldorf mit 20,4 Milliarden Euro die höchsten Summen des verfügbaren Einkommens auf. Rein rechnerisch kamen damit auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner in Köln 28.764 Euro. In der Landeshauptstadt lag das verfügbare Einkommen je Einwohnerin und Einwohner bei durchschnittlich 32.446 Euro.

Verfügbares Einkommen in allen Städten und Gemeinden in NRW gestiegen
Die höchsten Zuwächse beim verfügbaren Einkommen im Vergleich zum Jahr 2022 ermittelte das Statistische Landesamt für Inden im Kreis Düren (+7,8 %) und Rheinberg im Kreis Wesel (+7,7 %). Das geringste Wachstum gab es in Dahlem im Kreis Euskirchen (+4,3 %) und Legden im Kreis Borken (+3,9 %). Somit verzeichneten alle Städte und Gemeinden in NRW einen Zuwachs im verfügbaren Einkommen.

NRW meldete einen Anstieg von 6,5 % und lag damit unter dem Bundeswert von +6,9 %. Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass für die überarbeiteten Berechnungen der Jahre 2004 bis 2022 aktualisierte Daten vorlagen (z. B. Landesergebnisse für die gesamte Zeitreihe und Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2021) und dass diese Ergebnisse im Rahmen der Revision 2024 revidiert wurden.

Unter dem verfügbaren Einkommen wird die Einkommenssumme (Arbeitnehmerentgelt und Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen) verstanden, die den privaten Haushalten nach der sog. Einkommensumverteilung, also abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen, durchschnittlich für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht.

Es ist als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung der Gemeinden zu verstehen und ermöglicht mittelbar Aussagen zur lokalen Kaufkraft, wobei die regionale Preisentwicklung (etwa bei den Mieten) unberücksichtigt bleibt und regionale Vergleiche nur bedingt möglich sind.


EU und Indien beschließen Freihandelsabkommen
Die EU und Indien haben die Verhandlungen über ein historisches, ehrgeiziges und wirtschaftlich bedeutendes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Es wird die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen der zweit- und der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt in einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen und globaler wirtschaftlicher Herausforderungen stärken und ihr gemeinsames Engagement für wirtschaftliche Offenheit und regelbasierten Handel unterstreichen.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte: „Die EU und Indien schreiben heute Geschichte und vertiefen die Partnerschaft zwischen den größten Demokratien der Welt. Wir haben eine Freihandelszone mit 2 Milliarden Menschen geschaffen, von der beide Seiten wirtschaftlich profitieren werden.

Wir haben der Welt ein Signal gegeben, dass eine auf Regeln basierende Zusammenarbeit immer noch zu großartigen Ergebnissen führt. Und das Beste ist, dass dies erst der Anfang ist - wir werden auf diesem Erfolg aufbauen und unsere Beziehungen ausbauen, um noch stärker zu werden.“  

EU-Warenausfuhren nach Indien bis 2032 verdoppeln
Die EU und Indien tauschen bereits Waren und Dienstleistungen im Wert von über 180 Milliarden Euro pro Jahr aus und sichern damit fast 800 000 Arbeitsplätze in der EU. Mit dem Abkommen sollen die EU-Warenausfuhren nach Indien bis 2032 verdoppelt werden, indem die Zölle auf 96,6 Prozent der EU-Warenausfuhren nach Indien abgeschafft oder gesenkt werden.

Insgesamt werden durch die Zollsenkungen jährlich rund 4 Milliarden Euro an Zöllen auf europäische Produkte eingespart. Das ist die ehrgeizigste Handelsöffnung, die Indien jemals einem Handelspartner gewährt hat. Sie wird den wichtigsten Industrie- und Lebensmittelsektoren der EU einen erheblichen Wettbewerbsvorteil verschaffen und den Unternehmen einen privilegierten Zugang zum bevölkerungsreichsten Land der Welt mit 1,45 Milliarden Einwohnern und der am schnellsten wachsenden großen Volkswirtschaft mit einem jährlichen BIP von 3,4 Billionen Euro ermöglichen.

 Chancen für europäische Unternehmen aller Größenordnungen
Indien wird der EU Zollsenkungen gewähren, die kein anderen Handelspartner erhalten hat. So werden beispielsweise die Zölle auf Autos schrittweise von 110 Prozent auf bis zu 10 Prozent gesenkt, während sie für Autoteile in fünf bis zehn Jahren vollständig abgeschafft werden.

Zölle von bis zu 44 Prozent auf Maschinen, 22 Prozent auf Chemikalien und 11 Prozent auf Arzneimittel werden ebenfalls weitgehend abgeschafft. Ein eigenes Kapitel wird auch kleinen EU-Unternehmen helfen, die neuen Exportmöglichkeiten voll auszuschöpfen. So werden beide Seiten spezielle Kontaktstellen einrichten, die den KMU einschlägige Informationen über das Freihandelsabkommen zur Verfügung stellen und ihnen bei allen spezifischen Problemen helfen, die sich bei der Nutzung der Bestimmungen des Freihandelsabkommens ergeben könnten.

Darüber hinaus werden die KMU besonders von den Zollsenkungen, der Beseitigung rechtlicher Hindernisse, der Transparenz, der Stabilität und der Vorhersehbarkeit profitieren, die das Abkommen bietet. Senkung der Agrar-/Nahrungsmittelzölle Durch das Abkommen werden die oft prohibitiven Zölle (im Durchschnitt über 36 Prozent) auf EU-Ausfuhren von Agrar- und Ernährungsgütern abgeschafft oder gesenkt.

Das eröffnet europäischen Landwirten einen riesigen Markt. So werden beispielsweise die indischen Zölle auf Wein bei Inkrafttreten des Abkommens von 150 Prozent auf 75 Prozent und später auf bis zu 20 Prozent gesenkt, die Zölle auf Olivenöl werden innerhalb von fünf Jahren von 45 Prozent auf 0 Prozent gesenkt, und auf landwirtschaftliche Verarbeitungserzeugnisse wie Brot und Süßwaren werden Zölle von bis zu 50 Prozent abgeschafft.

Empfindliche europäische Agrarsektoren werden vollständig geschützt, da Produkte wie Rindfleisch, Hühnerfleisch, Reis und Zucker von der Liberalisierung im Abkommen ausgenommen sind. Alle indischen Einfuhren müssen weiterhin die strengen Gesundheits- und Lebensmittelsicherheitsvorschriften der EU einhalten. Parallel dazu verhandeln die EU und Indien derzeit über ein separates Abkommen über geografische Angaben (g.A.), das dazu beitragen wird, dass traditionelle, ikonische Agrarerzeugnisse aus der EU in Indien besser verkauft werden können, indem unlauterer Wettbewerb in Form von Nachahmungen unterbunden wird.

Privilegierter Zugang zum Dienstleistungsmarkt und Schutz des geistigen Eigentums Das Abkommen wird EU-Unternehmen einen privilegierten Zugang zum indischen Dienstleistungsmarkt gewähren, einschließlich Schlüsselsektoren wie Finanzdienstleistungen und Seeverkehr. Es enthält die ehrgeizigsten Verpflichtungen Indiens im Bereich der Finanzdienstleistungen, die über das hinausgehen, was das Land anderen Partnern gegenüber eingegangen ist.

Das Abkommen bietet ein hohes Maß an Schutz und Durchsetzung der Rechte an geistigem Eigentum, einschließlich Urheberrecht, Marken, Designs, Geschäftsgeheimnisse und Sortenschutzrechte. Es baut auf bestehenden internationalen Verträgen über geistiges Eigentum auf und bringt das indische und das EU-Recht für geistiges Eigentum einander näher. Dadurch wird es für Unternehmen in der EU und in Indien, die auf geistiges Eigentum angewiesen sind, einfacher, auf den Märkten des jeweils anderen Landes Handel zu treiben und zu investieren.

Verstärkung der Verpflichtungen zur Nachhaltigkeit
Das Abkommen enthält ein spezielles Kapitel über Handel und nachhaltige Entwicklung, das den Umweltschutz verbessert und den Klimawandel bekämpft, die Rechte der Arbeitnehmer schützt, die Stärkung der Rolle der Frau unterstützt, eine Plattform für den Dialog und die Zusammenarbeit in handelsbezogenen Umwelt- und Klimafragen bietet und eine wirksame Umsetzung gewährleistet.

Die EU und Indien werden außerdem eine Absichtserklärung unterzeichnen, die die Einrichtung einer EU-Indien-Plattform für die Zusammenarbeit und Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen vorsieht. Die Plattform soll in der ersten Hälfte des Jahres 2026 eingerichtet werden. Darüber hinaus ist vorbehaltlich der Haushalts- und Finanzvorschriften und -verfahren der EU eine Unterstützung der EU in Höhe von 500 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren vorgesehen, um Indien bei seinen Bemühungen um eine Verringerung der Treibhausgasemissionen zu unterstützen und seinen langfristigen nachhaltigen industriellen Wandel zu beschleunigen.

Nächste Schritte
Auf Seiten der EU werden die ausgehandelten Textentwürfe in Kürze veröffentlicht. Die Texte werden einer juristischen Überprüfung unterzogen und in alle EU-Amtssprachen übersetzt. Anschließend wird die Kommission dem Rat ihren Vorschlag zur Unterzeichnung und zum Abschluss des Abkommens vorlegen. Nach der Annahme durch den Rat können die EU und Indien die Abkommen unterzeichnen. Nach der Unterzeichnung benötigt das Abkommen die Zustimmung des Europäischen Parlaments und den Beschluss des Rates über den Abschluss, damit es in Kraft treten kann. Sobald Indien das Abkommen ebenfalls ratifiziert hat, kann es in Kraft treten.

Hintergrund
Die EU und Indien hatten im Jahr 2007 erstmals Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen aufgenommen. Die Gespräche wurden 2013 ausgesetzt und dann 2022 wieder aufgenommen. Die 14. und letzte formelle Verhandlungsrunde fand im Oktober 2025 statt, gefolgt von Gesprächen auf technischer und politischer Ebene. Gleichzeitig mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen nahmen die EU und Indien auch Verhandlungen über ein Abkommen über geografische Angaben und ein Investitionsschutzabkommen auf. Die Verhandlungen über diese Abkommen sind noch nicht abgeschlossen.


27. Januar  - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
27. Januar: Wolfgang Amadeus Mozart - vollständiger Name: Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart (* 27. Januar 1756 in Salzburg; † 5. Dezember 1791 in Wien) war ein Komponist der Wiener Klassik

Wesel: Gedenkveranstaltung am 27.01. zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz
Am 27. Januar 2026 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 81. Mal. Die Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Befreiung findet wieder im Willibrordi-Dom statt. Vorbereitet wird das Gedenken in diesem Jahr von der Ida-Noddack Gesamtschule. Am 27. Januar 2026 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 81. Mal.

Auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog wurde der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Vereinten Nationen erklärten 2005 den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts. Seit 2007 wird auf Initiative des Jüdisch-Christlichen Freundeskreises e.V. in Wesel an diesen Tag erinnert. In den ersten Jahren wurde zur Erinnerung ein Kranz am jüdischen Mahnmal niedergelegt. 

Seit 2010 beteiligen sich die weiterführenden Schulen an der Gestaltung dieses Tages. Dem Jüdisch-Christlichen Freundeskreis e.V. war es ein großes Anliegen, die junge Generation in die Gedenkveranstaltung einzubinden. Mit der Beteiligung und dem Engagement der Schulen ist das hervorragend gelungen.

Menschen wie Du und Ich?! - Ablauf des Gedenken
Nach einem kurzen musikalischen Auftakt werden Pfarrerin Martina Biebersdorf sowie Pastoralreferentin Carolin Böing die Besucher*innen begrüßen. Anschließend spricht Bürgermeister Rainer Benien einleitende Worte. Im weiteren Verlauf berichten Schüler*innen der Ida-Noddack-Gesamtschule über ihren Besuch der Gedenkstätte Auschwitz.

Neben einem Vortrag sollen Bilder und Musik die „Konfrontation mit Auschwitz“ verdeutlichen. Ein Musikvideo zu Stolpersteinen schließt an den Erfahrungsbericht an. Als „roter Faden“ verbindet das Spannungsfeld von „Werteverlust“ und (notwendigem) „Werteerhalt“ in Gesellschaften die einzelnen Projekte und macht sowohl den Gegenwartsbezug als auch die Verantwortung für die Zukunft deutlich.

In einer szenischen Lesung zeigen die Schülerinnen und Schüler, wie sich die gesetzlichen Verbote gegenüber der jüdischen Bevölkerung in der NS-Zeit gesellschaftlich auswirkten – „Als Ausgrenzung Recht wurde“. Während der Lesung wird eine Wertepyramide aufgebaut. Die einzelnen Programmpunkte sind in einen musikalischen Rahmen eingebettet.

Zum Abschluss spricht der Vorsitzende des Jüdisch-Christlichen Freundeskreises Wesel, Wolfgang Jung, ein Schlusswort. Dabei fordert er alle Besucher*innen auf, gemeinsam zum Mahnmal vor dem Dom zu gehen. Am Ausgang des Doms werden Blumen ausgegeben, die zusammen mit einem Kranz am Mahnmal niedergelegt werden. Jüdisches Leben in Wesel Erinnerungsarbeit

Datenschutz-Tag 2026: Tipps zum Schutz vor Datenmissbrauch
Woher haben die meine Daten?“, fragen sich viele, wenn unbekannte Abbuchungen auf dem eigenen Konto auftauchen. Manchmal flattert auch ein Strafzettel aus dem Ausland ins Haus, ohne dass die Person dort im Urlaub war. Häufige Ursache: unbedachte Weitergabe sensibler Daten.

Anlässlich des EU-Datenschutztages am 28. Januar erklärt das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ), wo Verbraucher mit persönlichen Informationen vorsichtig umgehen sollten. Machen Sie sich bewusst, wo Sie persönliche Infos eingeben und wozu Sie zustimmen. Manchmal werden Daten an Dritte weitergegeben.

(Bild: stock.adobe.com/OMEGA)

Daten als ‚Währung‘ Stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zu? – Seien Sie ehrlich, diese Meldung haben Sie im Internet doch schon oft mit einem Klick auf „ja“ schnell weggeklickt, ohne zu überprüfen, was mit Ihren Daten (Name, Anschrift oder E-Mailadresse) wirklich passiert.

Ob beim Newsletter-Abo, kostenlosen E-Book oder Kundenkarten, zu 100 Prozent gratis sind diese Angebote meist selten: „Im Netz gibt es eigentlich nichts, was komplett kostenlos ist. Verbraucher bezahlen für Apps oder Dienste oft mit ihren Kundendaten und erhalten dann beispielsweise personalisierte Angebote“, berichtet Alexander Wahl aus dem EVZ-Juristenteam.

Nicht selten werden diese Daten an Dritte weitergegeben. Deshalb sollten sich Verbraucher immer bewusst machen, wo sie ihre persönlichen Informationen eingeben und zu was sie ihr Einverständnis erteilen. Fragen Sie sich, ob die Daten für den Zweck wirklich notwendig sind. Braucht ein Modehändler beispielsweise das Geburtsdatum?

„Oder ist es wirklich notwendig, ein Kundenkonto zu erstellen? Für einmalige Bestellungen gibt es in einigen Online-Shops die Möglichkeit, als ‚Gast‘ zu bestellen“, sagt Wahl. Problematisch: Ausweiskopie versenden Ein exemplarischer Fall: Mario W. (Name geändert) staunt, als er einen Blick in das Schreiben wirft, das er aus seinem Briefkasten gefischt hat: Er soll 70 Euro Bußgeld zahlen, weil er in Frankreich mit dem Mietwagen zu schnell gefahren ist?

Dabei war Mario zum angegebenen Zeitpunkt gar nicht im Urlaub und schon gar nicht in Frankreich. Name und Anschrift stimmen überein, aber einen Wagen über die genannte Autovermietung hat er nie genutzt – weder kürzlich noch in der Vergangenheit. Was ihm aber vor einiger Zeit passiert war: Die Kopie seines Personalausweises gelang bei der Buchung einer Ferienwohnung über eine Online-Plattform in die Hände von Betrügern.

Mithilfe der Ausweiskopie konnte eine andere Person ein Auto mieten und losrasen. Wie können Verbraucher das verhindern? Damit Ihnen nicht das Gleiche passiert wie Mario W. empfiehlt der EVZ-Experte äußerst sparsam mit Kopien des Personalausweises umzugehen. In Deutschland dürfen Verbraucher zwar in bestimmten Fällen, zum Beispiel bei der Eröffnung eines Kontos, dazu aufgefordert werden, eine Ausweiskopie vorzulegen, sie dürfen aber irrelevante Informationen abdecken.

Wahl rät: „Ausweisdokumente nur mit einem Wasserzeichen weitergeben, um sie als Kopie zu kennzeichnen. Nicht benötigte Infos wie die Seriennummer schwärzen.“ Kritisch: Bezahldaten hinterlegen oder irgendwo eingeben Auch wenn es auf den ersten Blick bequem ist, raten die EVZ-Verbraucherschützer: Niemals Kreditkarten als Zahlungsmittel in Online-Shops dauerhaft hinterlegen, sondern jedes Mal händisch eingeben.

Das verhindert, dass fremde Personen Zugriff auf das Konto bekommen und auf Kosten des Verbrauchers einkaufen können oder unbemerkt Abos abgeschlossen werden. Ein sicheres, starkes Passwort ist das Minimum. Noch besser ist laut Wahl: „Die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wie sie mittlerweile beim Bezahlen via Online-Banking gesetzlich vorgeschrieben ist, schützt ebenfalls vor Zugriffen aufs Bankkonto. Sie kann daher auch für andere Nutzerkonten sinnvoll sein.“

Achtung vor Phishing und Smishing!
Vorsicht walten lassen sollten Verbraucher, wenn diese in einer E-Mail oder SMS dazu aufgefordert werden, über einen Link persönliche Daten (z. B. Kreditkartendaten) auf einer Seite einzugeben. Betrüger nutzen diesen Trick, um Nutzerdaten abzugreifen. Tippen Sie dann sensible Informationen ein, spielen Sie Kriminellen direkt in die Karten. Identitätsdiebstahl? Das ist zu tun

Neustart in der kardiologischen Versorgung: Neue Inhaber:innen in der Kardiologischen Gemeinschaftspraxis Moers
Krankenhaus Bethanien und Praxis setzen langjährige Zusammenarbeit fort
Nach über drei Jahrzehnten in der kardiologischen Versorgung begann im Januar ein neues Kapitel für die Kardiologische Gemeinschaftspraxis Moers. Die bisherigen Inhaber, Dr. Georg Durben und Dr. Gert Konein, verabschiedeten sich zum Jahresende 2025 in den Ruhestand.

Die Praxis wurde 1987 gegründet. Dr. Georg Durben trat 1994 hinzu und etablierte gemeinsam mit dem Krankenhaus Bethanien die bis heute bestehende enge Zusammenarbeit im Herzkatheterlabor. Zum 1. Januar 2026 übernahmen Marc Böckmann und Jan Christian Kraan die Praxis – gemeinsam mit Ira Bockstette, die seit 2018 im Team arbeitet und ebenfalls zur Mitinhaberin wurde.

„Es war nicht leicht, die richtigen Nachfolger zu finden“, sagt Praxisinhaber Dr. Georg Durben. „Wir kannten Herrn Kraan bereits aus der Zusammenarbeit im Bethanien, Herrn Böckmann haben wir über erfahrene kardiologische Kolleginnen und Kollegen kennengelernt. Beide sind mit hervorragenden Empfehlungen zu uns gekommen. Uns war wichtig, dass unsere Patientinnen und Patienten auch zukünftig auf höchstem Niveau weiterbetreut werden. Dieses Ziel erfüllt das neue Team in jeder Hinsicht.“

Auch Dr. Gert Konein blickt mit einem guten Gefühl auf den Übergang: „Ich bin mir sicher, dass unsere Nachfolger denselben Zugang zu Medizin und Mensch haben wie wir. Das gibt uns ein großes Stück Ruhe – und unseren Patientinnen und Patienten ein hohes Maß an Sicherheit.“

Für Ira Bockstette ist der Wechsel ein emotionaler Moment – positiv und wehmütig.
„Es ist ein Abschied mit einem weinenden Auge, aber vor allem mit viel Dankbarkeit“, sagt sie. „Wir haben wunderbare Nachfolger gefunden, und ich freue mich darauf, gemeinsam mit ihnen in die neue Phase zu starten. Es fühlt sich genau richtig an.“

Team setzt auf Kontinuität und moderne Schwerpunkte
Die neuen Inhaber bringen breite klinische Erfahrung mit: Marc Böckmann war zehn Jahre im Elisabeth Krankenhaus in Essen tätig und arbeitet seit Oktober 2025 bereits in der Praxis. „Zwischen uns braucht es nicht viele Worte“, beschreibt er die Zusammenarbeit im neuen Team.

„Wir teilen dieselben Werte: exzellente Medizin, echte Zuwendung und eine Versorgung, die sowohl dem Krankenhaus Bethanien als auch den Patientinnen und Patienten gerecht wird. Unser Ziel ist, dass die Menschen in Moers jederzeit die richtigen Ansprechpartner in uns finden. Kontinuität ist unser Schlüsselwort.“

Jan Christian Kraan, der nach seiner Tätigkeit als Assistenzarzt und seiner Ausbildung zum Kardiologen im Bethanien als Leitender Oberarzt im Hospital zum Heiligen Geist in Kempen arbeitete, ergänzt: „Wir sind fachlich wie menschlich ein sehr gut passendes Team. Marc Böckmann, Ira Bockstette und ich ergänzen uns hervorragend.“ Das neue Team möchte das bestehende Angebot weiter ausbauen – unter anderem um den Bereich Schlafapnoe – und gleichzeitig die langjährige Qualität und Verlässlichkeit fortführen.

Die gewachsene Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Bethanien bleibt unverändert bestehen. Die niedergelassenen Kardiolog:innen Durben, Konein und Bockstette waren teilweise jahrelang in oberärztlicher Funktion und seit vielen Jahren aktiv im Herzkatheterlabor tätig – ein Modell, das weiterhin fortgeführt wird. Prof. Dr. Stefan Möhlenkamp, Chefarzt der Klinik für Kardiologie & Internistische Intensivmedizin am Krankenhaus Bethanien betont: „Für uns ist die enge Verzahnung mit der Kardiologischen Gemeinschaftspraxis Moers einer der zentralen Bausteine, um Patientinnen und Patienten sicher durch die Herausforderungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu führen. Das Krankenhaus Bethanien wird auch in Zukunft einer der wichtigsten Standorte für die Kardiologie in der Region sein.“

Das neue Team der Praxis möchte die Zusammenarbeit mit Hausärzt:innen weiter intensivieren und Patient:innen als verlässliche Partner zur Seite stehen – insbesondere Menschen mit chronischen Herz- und internistischen Erkrankungen. Ziel sei es, den Patient:innen „gute Lotsen“ zu sein.

v. l.: Dr. Gert Konein, Dr. Georg Durben, Marc Böckmann, Prof. Dr. Stefan Möhlenkamp, Ira Bockstette und Jan Christian Kraan berichten über die Zukunft der Kardiologischen Gemeinschaftspraxis Moers.

Neues Amtsblatt
Am 26. Januar 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Neben öffentlichen Zustellungen enthält es die Bekanntmachung der Ratssitzung am Mittwoch, 28. Januar 2026, um 18 Uhr in der Kathrin-Türks-Halle. Die Amtsblätter der Stadt können auch auf der städtischen Homepage eingesehen werden.




15 % der Erwerbstätigen unter 35 Jahren sind für ihre Tätigkeit formal überqualifiziert
Erwerbstätige junge Frauen (16 %) häufiger betroffen als gleichaltrige Männer (13 %)

Gut jede und jeder siebte junge Erwerbstätige ist für die ausgeübte Tätigkeit überqualifiziert: 15 % der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 34 Jahren gaben an, einen höheren Bildungsabschluss als für ihre aktuelle Tätigkeit erforderlich zu haben. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen des Zusatzmoduls der Arbeitskräfteerhebung 2024 (Labour Force Survey, LFS) mit. Bei 78 % der jungen Erwerbstätigen stimmte der Bildungsabschluss mit der Tätigkeit überein, 7 % hatten einen niedrigeren Abschluss als erforderlich, waren also formal unterqualifiziert.

Junge Frauen häufiger überqualifiziert und seltener unterqualifiziert als junge Männer
Erwerbstätige Frauen unter 35 Jahren (16 %) gaben etwas häufiger als gleichaltrige Männer (13 %) an, einen höheren Bildungsabschluss als für ihre Tätigkeit erforderlich zu haben. Gleichzeitig hatten mehr Männer (9 %) als Frauen (5 %) einen niedrigeren Bildungsabschluss als erforderlich.



15- bis 34-Jährige mit Einwanderungsgeschichte häufiger überqualifiziert, aber auch öfter unterqualifiziert Dass der Bildungsabschluss mit der Tätigkeit der Erwerbstätigen unter 35 Jahren übereinstimmt, trifft auf junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte seltener zu als auf Gleichaltrige ohne Einwanderungsgeschichte.

Demnach hatten 15- bis 34-Jährige mit Einwanderungsgeschichte häufiger einen höheren Bildungsabschluss (18 %), als ihre Tätigkeit erforderte. Bei Gleichaltrigen ohne Einwanderungsgeschichte hatten nur 14 % einen höheren Abschluss als erforderlich. Unter den Erwerbstätigen von 15 bis 34 Jahren mit Einwanderungsgeschichte war der Anteil der formal Überqualifizierten mit 19 % unter denjenigen am höchsten, die selbst zugewandert waren.

Erwerbstätige von 15 bis 34 Jahren mit Einwanderungsgeschichte hatten allerdings auch häufiger einen niedrigeren Bildungsabschluss als erforderlich (11 %). Bei Gleichaltrigen ohne Einwanderungsgeschichte war das seltener der Fall (6 %). Am höchsten war der Anteil der formal Unterqualifizierten mit 14 % wiederum unter denjenigen mit Einwanderungsgeschichte, die selbst zugewandert waren.

15- bis 34-Jährige mit Einwanderungsgeschichte arbeiten häufiger fachfremd Dass die Fachrichtung ihrer Berufsqualifikation nur teilweise, eher nicht oder überhaupt nicht zur aktuellen Tätigkeit passt, gaben laut Arbeitskräfteerhebung 2024 insgesamt 22 % der Erwerbstätigen von 15 bis 34 Jahren an. Dieser Anteil fiel für Frauen und Männer gleich hoch aus.

Deutlich höher war der Anteil derjenigen, die in einer teilweise bis völlig abweichenden Fachrichtung arbeiteten, unter jungen Erwerbstätigen mit Einwanderungsgeschichte (28 %). Am höchsten war er unter denjenigen, die selbst zugewandert waren (30 %). Dagegen gaben nur 20 % der Gleichaltrigen ohne Einwanderungsgeschichte an, dass ihre Fachrichtung nur teilweise bis überhaupt nicht zur aktuellen Tätigkeit passt.

Zwei Trägerwechsel in Moerser Kitas – Freie Plätze in Kapellen
In zwei Moerser Kindertageseinrichtungen gibt es Wechsel der Träger. Die zweigruppige Kita in der ehemaligen Achterrathsfeldschule an der Ringstraße in Kapellen wird ab dem neuen Kindergartenjahr (1. August) von Stepke-KiTas betrieben.

Dort sind Kinder ab einem Jahr willkommen. Aktuell sind noch Plätze frei. Stepke stellt sich und sein Konzept am Donnerstag, 29. Januar, um 18 Uhr vor. Die Kita an der Boberstraße in Repelen wird zum kommenden Kindergartenjahr vom Verein ‚Die Kleinsten e. V.‘ übernommen.

Zuvor lag die Trägerschaft bei der Graf-Recke-Kindertagesstätten gGmbH. Die Kleinsten war bislang in der ehemaligen Achterrathsfeldschule tätig. In der Kita an der Boberstraße stehen derzeit keine freien Plätze zur Verfügung.

Krimifestival: Hochkarätige Krimi-Experten in Moers
Er ist ein Experte seines Fachs, denn als Drehbuchautor hat er unter anderem mehr als 20 Folgen für den ‚Tatort‘ geschrieben: Andreas Pflüger. Krimifans können ihn am Donnerstag, 12. März, ab 19.30 in der Sparkasse am Ostring 4, persönlich erleben. Im Rahmen des Moerser Krimifestivals liest der studierte Theologe, Germanist und Philosoph in der Grafenstadt. 

Für das Moerser Publikum bringt er seinen aktuellen Thriller ‚Kälter‘ mit. Moderiert wird der Abend von Ulrich Noller, einem der versiertesten deutschsprachigen Krimispezialisten. Außerdem gehört Noller der Jury der monatlichen Krimibestenliste an. Am Samstag, 14. März, ist Noller dann unter dem Titel ‚In zwanzig Krimis um die Welt‘ ab 18 Uhr in eigener Sache in der Bibliothek, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, zu Gast.

Die Moderation übernimmt an diesem Abend die Kuratorin des Krimifestivals, Dr. Rita Mielke. Erste Moerser Krimibörse Am Samstag, 14. März, findet dann im Eingangsbereich der Bibliothek, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, von 14 bis 17 Uhr die erste Moerser Krimibörse statt. Wer ausgelesene Krimis gerne weitergeben möchte, kann diese in der Woche vom 2. bis zum 7. März in der Bibliothek abgeben.

Während der Krimibörse können die Bücher dann gegen eine Spende von zwei Euro den Besitzer oder die Besitzerin wechseln. ‚Woman in Crime‘ zum Abschluss Den Abschluss des diesjährigen Krimifestivals bildet die Veranstaltung ‚Women in Crime‘ am Sonntag, 15. März. Dieser Abend verspricht eine ganz eigene Spannung.

Ab 17 Uhr kommen Noemi Harnickell (Journalistin und Autorin; Foto: Lorenz Jost), Else Laudan (Verlegerin und Herausgeberin) und Justine Pust (Sozialarbeiterin und Autorin) in der Kundenhalle der Sparkasse am Ostring 4 miteinander ins Gespräch. Thema ist der Wandel weiblicher Rollenbilder im Krimigenre.

Die drei dürften recht unterschiedliche Positionen dazu vertreten. Die Gesprächsleitung führt wieder Kuratorin Dr. Rita Mielke. Karten im Vorverkauf gibt es ausschließlich in der Bibliothek Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10. Für weitere Infos: 0 28 41 / 201 – 753.

Moers: Verwaltung berichtet im Ausschuss über städtische Baumaßnahmen
Berichte zu verschiedenen städtischen Projekten gibt die Verwaltung dem Ausschuss für Bauen, Wirtschaft und Liegenschaften am Montag, 2. Februar. Die Sitzung findet um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, statt. Weitere Themen sind unter anderem der Beteiligungsbericht 2024 und die Änderung der Zuständigkeitsordnung.
Künftig soll der Ausschuss um den Bereich Wohnen erweitertet werden. Die komplette Tagesordnung mit allen Informationen sind im Ratsinformationssystem auf der Website https://ris.moers.de/ zu finden.

Karnevalssitzung der KG Lusticana-Barbara Moers-Meerbeck e.V.
Die Moerser Karnevalsgesellschaft KG Lusticana Barbara lädt zur großen Galasitzung 2026 ein. Weitere Informationen folgen. Event details Veranstaltungsdatum 31.01.2026 - 17:00 Uhr - 01.02.2026 - 01:00 Uhr Veranstaltungsort Firma KG Lusticana-Barbara Moers-Meerbeck e.V. Adresse Barbarastraße 12 47443 Moers

Moers: Jeckes Miteinander: Laut und Bunt
Die 1. Große Grafschafter Karnevalsgesellschaft "Fidelio" 1951 e.V. veranstaltet ein "Jeckes Miteinander: Laut und Bunt" im Kulturzentrum Rheinkamp. Veranstaltungsdatum 31.01.2026 - 17:00 Uhr - 23:00 Uhr Veranstaltungsort Kopernikusstraße 11, 47445 Moers.

Moers: Gemeinsam schauen
Nicht jeder geht gerne alleine ins Theater. Mit Gemeinsam schauen möchten wir ein gemeinsames Theatererlebnis ermöglichen – für alle, die Lust auf Austausch haben, aber vielleicht niemanden finden, der sie ins Theater begleitet. Zu ausgewählten Vorstellungen gibt es die Gelegenheit, andere Besucher und Besucherinnen kennenzulernen.

Dazu bieten wir ein Theater-Speed-Dating an, bei dem man in kurzer Zeit verschiedene Menschen trifft, bevor es gemeinsam ins Stück geht. Nach der Vorstellung gibt es die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen und Gedanken zum Stück zu teilen – ohne Zwang, aber mit Raum für Begegnungen. 

Gemeinsam schauen ist ein offenes Format für alle, die Theater nicht nur erleben, sondern auch teilen möchten. Eintritt frei - Anmeldung unter: https://beteiligung.nrw.de/k/1018461 (Für die Vorstellung von Söhne im Anschluss wird ein Ticket benötigt)
Veranstaltungsdatum 31.01.2026 - 18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Veranstaltungsort Kastell 6 ,47441 Moers

Moers: Nachtwächterführung
Wer Moers aus ganz anderer Perspektive kennenlernen möchte, begleite mich auf dieser abendlichen Führung. Wandeln Sie in der Alt- und Neustadt auf den Spuren des letzten Nachtwächters Franz Stöber. Lassen Sie nach Einbruch der Dunkelheit die Geschichte von Moers wieder lebendig werden – und lauschen Sie den spannenden Erzählungen aus früheren Zeiten.

Diese Führung begleitet Erika Ollefs. Treffpunkt: Denkmal Friedrich I. Neumarkt Weitere Infos zu den Stadtführungen Kosten: 9 Euro. Veranstaltungsdatum 31.01.2026 - 18:00 Uhr - 20:00 Uhr. Veranstaltungsort Denkmal am Neumarkt. Adresse Neumarkt 47441 Moers.

Moers: Torsten Sträter: Mach mal das große Licht an - fällt aus!
Folgende Mitteilung kam vom Management des Künstlers, mit der Bitte um Veröffentlichung: „Mit großem Bedauern teilen wir mit, dass alle bevorstehenden Auftritte von Torsten Sträter im Zeitraum Januar bis März 2026 leider nicht stattfinden können.  Grund hierfür ist eine Erkrankung, die eine längerfristige Regenerationsphase erfordert.

Das Management bittet darum, die Privatsphäre des Künstlers zu respektieren und von weiteren Nachfragen abzusehen. Aufgrund der Vielzahl der Termine können wir leider keine Ersatztermine anbieten.“ Tickets werden an die Käufer und Käuferinnen zurückerstattet.  

(Foto-Copyright: Marvin Ruppert)


Moers: Anfall und Ente
Anfall und Ente ergänzen sich perfekt. Anfall sucht das Abenteuer und Ente die Ruhe. Als Entes Kuscheltier Hundi plötzlich verschwindet, begeben Sie sich zusammen auf Rettungsmission. Aber Hundi wird auch nach langer Suche verschwunden bleiben und Ente lernt, dass manche Dinge das Leben manchmal verlassen. Aber, auch das merkt Ente schnell, sie hat eine Freundschaft, mit der sie durch alle Höhen und Tiefen gehen kann. 

Die Inszenierung von Regisseurin und Theaterpädagogin Kathrin Leneke beschäftigt sich mit den großen Fragen, die sich auch die Kleinen oft stellen. Und entdeckt, dass Ente gut, alles gut nicht immer heißt, dass alles so bleiben muss, wie es war. 
Für alle ab 5 Jahre.
Eintritt: 10,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro Tickets unter 0 28 41/8 83 41 10 oder www.schlosstheater-moers.de
Veranstaltungsdatum 01.02.2026 - 15:00 Uhr - 16:00 Uhr. Veranstaltungsort Zum Bollwerk 107, 47441 Moers.

Moers: Sparkassen-Senioren-Karneval 2026
Ab dem 12.01.2026 beginnt der freie Vorverkauf Kartenpreise: 12 Euro, Moers-Pass-Inhaber und -Inhaberinnen nur 6 Euro Kartenbezug: Stadt- und Touristeninformation, Kirchstraße 27 a/b, 47441 Moers, Tel. 0 28 41 / 88 22 60 Rauchfreie Veranstaltung! Eintrittsgelder werden nicht erstattet!

Mehr Informationen erhalten Sie unter der Telefon-Nr. 0 28 41 / 201-802 (nur vormittags)! Im Eintrittspreis enthalten sind die Aufbewahrung der Garderobe sowie ein Freigedeck (Kaffee und Kuchen)! Veranstaltungsdatum 01.02.2026 - 15:00 Uhr - 18:00 Uhr. Veranstaltungsort Kopernikusstraße 11, 47445 Moers.

Moers: Beliebte Meisterwerke der Klavierliteratur - Menachem Har-Zahav spielt u.a. Mondscheinsonate
Mehr als 1000 Solokonzerte hat der amerikanische Pianist Menachem Har-Zahav in den USA und in Europa bereits gegeben. Am Sonntag, dem 1. Februar um 17 Uhr gastiert der Virtuose im Kammermusiksaal im Moerser Martinstift (Filderstr. 126). Hier ist er ein gern gesehener Gast, dessen ausgefeilte Interpretationen das Publikum regelmäßig begeistern.

Menachem Har-Zahav

Auf dem Programm steht diesmal unter dem Titel „Lieblingsstücke“ eine abwechslungsreiche Auswahl berühmter und beliebter Werke aus Klassik, Romantik und Impressionismus. Die Zuhörer können sich unter anderem auf Beethovens „Mondschein-Sonate“ und die „Romanze“ von Frédéric Chopin freuen. Außerdem gibt es neben Werken von Johannes Brahms und Claude Debussy auch den fulminanten, hochvirtuosen „Totentanz“ von Franz Liszt zu hören, zu dessen Interpretation die Presse kommentierte: „Seine Präsentation ist so furios, dass es dem Publikum unter die Haut geht. Unruhe breitet sich im Saal aus. Das erlebt man nicht so oft. Ein grandioser Vortrag.“ (Michael Zerban, O-Ton) 

Ein virtuoser Künstler mit musikalischer Leidenschaft und Sensibilität
Menachem Har-Zahav hat sich in der Welt der klassischen Musik einen Namen gemacht. Sein emotionales und sensibles Klavierspiel und sein technischer Glanz beeindrucken und begeistern Musikliebhaber immer wieder. Die Westfälischen Nachrichten z.B. berichteten von „einer bemerkenswerten, formvollendeten Darbietung, wie man sie nicht oft erlebt“ und die NRZ beurteilte ihn als „perfekten romantischen Virtuosen, technisch brillant, ausdrucksstark, sensibel ohne falsche Sentimentalität“.

Eintritt für Kinder und Jugendliche nur 1 Euro – Begleitung halber Preis
Obwohl dies kein Kinderkonzert ist, soll Kindern, Jugendlichen und ihren Familien der Zugang zu klassischer Musik erleichtert werden, und so brauchen unter 18-Jährige nur 1 Euro zu bezahlen.  Gleichzeitig erhalten bis zu zwei begleitende Erwachsene pro Familie Eintritt zum halben Preis.

Karten für dieses besondere Klavier-Highlight kosten regulär 23 Euro (20 Euro für Schwerbehinderte) und können im Ticketshop auf menachem-har-zahav.de und telefonisch unter 0151 / 28 44 24 49 erworben werden. Restkarten gibt es zu 25 Euro ab 16.30 Uhr an der Tageskasse. Veranstaltungsdatum 01.02.2026 - 17:00 Uhr - 18:45 Uhr. Veranstaltungsort Kammermusiksaal Martinstift.

Kreis Wesel: DRK Niederrhein setzt an Karneval auf Prävention und Schutz vor K.o.-Tropfen  
Feiern, ohne Angst haben zu müssen: Das DRK Niederrhein startet an Karneval eine Präventionsaktion gegen K.O.-Tropfen. Mit dem wiederverwendbaren „DRK TrinkSchutz“, Aufklärung vor Ort und klaren Appellen zur Aufmerksamkeit will das DRK Risiken reduzieren, bevor es zum Notfall kommt. Kreisverbandsarzt Dr. Robert Moog erklärt, warum Prävention Leben schützen kann.  

Während der bevorstehenden Karnevalstage verstärkt das DRK Niederrhein seine Maßnahmen zum Schutz von Feiernden vor K.o.-Tropfen und ähnlichen bewusstseinsverändernden Substanzen. Im Fokus stehen dabei Prävention im Sinne von Vorbeugung und Schutz, erhöhte Aufmerksamkeit sowie der Schutz insbesondere von Frauen und jungen Mädchen, die statistisch häufiger von solchen Taten betroffen sind.  

Karneval ist für viele Menschen am Niederrhein ein Höhepunkt des Jahres. Gleichzeitig führen große Menschenmengen, ausgelassene Stimmung und Alkoholkonsum dazu, dass Risiken zunehmen. K.o.-Tropfen sind meist farb-, geruchs- und geschmacklos und werden unbemerkt in Getränke gegeben. Die Folgen können Schwindel, Orientierungslosigkeit, Kontrollverlust oder Erinnerungslücken bis hin zur Bewusstlosigkeit sein.  

Der Kreisverbandsarzt des DRK Niederrhein, Dr. Robert Moog, weist auf die Bedeutung frühzeitiger Vorsorge hin: „K.o.-Tropfen wirken oft schnell und werden häufig erst spät erkannt. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu sein, das eigene Getränk – egal ob im Glas oder in der Flasche – im Auge zu behalten und einfache Schutzmaßnahmen zu nutzen. Prävention kann helfen, gefährliche Situationen zu vermeiden oder frühzeitig Hilfe zu bekommen.“  

Als ergänzende Maßnahme stellt das DRK Niederrhein während der Karnevalstage den „DRK TrinkSchutz“ zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Getränkeschutz für Becher und Gläser mit einer Sicherheits-Öffnung für den Trinkhalm, der das unbemerkte Einbringen von Substanzen erschwert. Der TrinkSchutz ist wiederverwendbar und damit nicht nur nachhaltig, sondern bietet auch über einzelne Veranstaltungen hinaus einen dauerhaften Mehrwert.

Er kann bei verschiedenen Anlässen erneut eingesetzt werden und unterstützt so langfristig die Präventionsarbeit. Der TrinkSchutz versteht sich ausdrücklich als zusätzlicher Schutz und nicht als Ersatz für Aufmerksamkeit oder gegenseitige Rücksichtnahme.   Die Ausgabe des DRK TrinkSchutz erfolgt über die Ortsverbände im DRK Kreisverband Niederrhein im Rahmen der Sanitätsdienste während der Karnevalsveranstaltungen.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind vor Ort als Ansprechpartner im Sanitätsdienst präsent, stellen den Getränkeschutz kostenlos zur Verfügung und sind im Notfall jederzeit ansprechbar. Darüber hinaus bietet das DRK Niederrhein den DRK TrinkSchutz bereits im Vorfeld der Karnevalstage ehrenamtlichen und gemeinnützigen Veranstaltern, Vereinen und Karnevalsgesellschaften zur kostenlosen Ausgabe an.

Hintergrund ist der klare Anspruch des DRK, seine Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo ehrenamtliches Engagement und Gemeinwohl im Mittelpunkt stehen. Die Präventionsarbeit soll Vereine unterstützen, die Verantwortung für ihre Gäste übernehmen und aktiv mit an Sicherheit denken.  

Mit der Aktion unterstreicht das DRK Niederrhein seine strategische Ausrichtung, den Schutz der Bevölkerung stärker in den Mittelpunkt zu rücken und Präventionsarbeit weiter auszubauen. Neben der medizinischen Versorgung bei Veranstaltungen soll die Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit künftig eine noch größere Rolle spielen.  

„Präventionsaktion des DRK Niederrhein gegen K.o.-Tropfen: v. l. n. r. Nina Stiller-Peters (Unternehmenskommunikation DRK-Kreisverband Niederrhein), Kreisverbandsarzt Dr. Robert Moog und DRK-Helferin Anwar Romdhani.“

„Für uns beginnt Sicherheit nicht erst im Notfall“, so Dr. Robert Moog. „Wir möchten Menschen befähigen, Risiken besser einzuschätzen und einfache Schutzangebote zu nutzen. Prävention ist ein wichtiger Bestandteil moderner Gefahrenabwehr – und ein zentraler Beitrag zu einem sicheren Karneval.“

Das DRK Niederrhein plant, seine Informations- und Präventionsangebote auch über die Karnevalstage hinaus weiterzuentwickeln und langfristig zu stärken.  
Kontaktdaten für ehrenamtlichen und gemeinnützige Veranstalter, Vereine und Karnevalsgesellschaften: Per Mail: info(at)drk-niederrhein.de, per Telefon: 0281-3001-0


Führerscheinausbildung bezahlbar machen, ohne die Sicherheit zu gefährden. Ablenkung am Steuer konsequent bekämpfen.
Beim Verkehrsgerichtstag in Goslar wird vom 29. bis 30. Januar 2026 erneut über Empfehlungen zu zentralen Fragen der Verkehrssicherheit beraten. Der ACV Automobil-Club Verkehr bezieht im Vorfeld Stellung zu zwei Arbeitskreisen.

Arbeitskreis VI: „Überhöhte Anforderungen bei der Führerscheinprüfung?“
Das Bundesministerium für Verkehr hat bereits eine Reform der Fahrausbildung angekündigt. Klares Ziel ist es, den Führerscheinerwerb kostengünstiger zu gestalten. Der ACV begrüßt grundsätzlich das politische Anliegen, den Zugang zum Führerschein finanziell zu erleichtern. Gleichzeitig macht der Club deutlich: Bezahlbarkeit darf nicht durch Abstriche bei der Verkehrssicherheit erkauft werden. Die Fahrausbildung ist ein entscheidender Baustein für sicheres Verhalten im Straßenverkehr und muss diesem Anspruch auch künftig gerecht werden.

Mehr Qualität statt geringerer Anforderungen
Nach Auffassung des ACV liegt der Ansatz für eine Entlastung der Fahrschüler nicht in geringeren Anforderungen. Entscheidend ist vielmehr eine gezielte Verbesserung der Ausbildungsqualität und der organisatorischen Abläufe. Eine strukturierte Erfassung des individuellen Lernfortschritts ermöglicht eine bessere Steuerung der Ausbildung und verhindert Brüche im Lernprozess. Verbindliche und transparente Ausbildungsstrukturen helfen zudem, unnötige Zusatzfahrten zu vermeiden und die Zahl kostenintensiver Wiederholungsprüfungen zu senken.

Fahrsimulatoren nur mit klaren Regeln
Fahrsimulatoren können die Fahrausbildung sinnvoll ergänzen, etwa bei der sicheren Einübung anspruchsvoller oder risikoreicher Verkehrssituationen. Voraussetzung dafür sind jedoch bundeseinheitliche technische Vorgaben und tragfähige pädagogische Konzepte. Erst auf dieser Basis lässt sich beurteilen, in welchem Umfang einzelne Ausbildungsinhalte (wie zum Beispiel das Fahren mit Schaltgetriebe) verantwortungsvoll im Simulator vermittelt werden können.

Digitale Formate gezielt einsetzen
Bei der grundsätzlich zu begrüßenden Digitalisierung der Fahrausbildung sieht der ACV klare Grenzen für zeitlich unabhängige Lernangebote. Asynchrone digitale Formate sollten nur dort eingesetzt werden, wo ihre Qualität nachweislich gleichwertig ist. Inhalte, die Austausch, Reflexion und soziales Lernen erfordern, müssen weiterhin in Präsenz oder in synchronen digitalen Formaten vermittelt werden. Dazu zählen insbesondere Themen wie Verantwortung, Rücksichtnahme, Regelbewusstsein und soziale Kompetenz im Straßenverkehr. Für die digitalen Formate sind verbindliche Qualitätsstandards notwendig, um bundesweit ein einheitlich hohes Ausbildungsniveau sicherzustellen.

Prüfung als Sicherheitsfilter stärken
Die Führerscheinprüfung selbst ist aus Sicht des ACV ein zentrales Instrument der Verkehrssicherheitsarbeit. Ihre Funktion als Sicherheitsfilter darf nicht abgeschwächt werden. Formale Verkürzungen oder Vereinfachungen lehnt der Club ab, wenn sie die Aussagekraft der Prüfung beeinträchtigen. Stattdessen spricht sich der ACV für eine Weiterentwicklung aus, die reale Risikofaktoren stärker berücksichtigt und die tatsächliche Handlungskompetenz im Straßenverkehr zuverlässig abbildet.

Arbeitskreis III: Unfallrisiko Ablenkung am Steuer durch Handy & Co.
Ablenkung gehört zu den häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle. Bereits eine Sekunde Unaufmerksamkeit kann im Straßenverkehr gravierende Folgen haben. Wer bei Tempo 100 nur kurz aufs Handy schaut, legt rund 30 Meter im Blindflug zurück. Der ACV sieht dringenden Handlungsbedarf, um Ablenkung am Steuer wirksam zu reduzieren.

Monocams: wirksames Instrument gegen Handyverstöße
Der ACV begrüßt den Einsatz sogenannter Monocams zur Ahndung von Handyverstößen im Straßenverkehr. Die Kameras erfassen den Fahrzeuginnenraum aus erhöhter Position und erkennen mithilfe KI-gestützter Bildauswertung, ob während der Fahrt ein Mobiltelefon unerlaubt genutzt wird. Die Auswertung und Ahndung erfolgen anschließend durch geschultes Personal.

Positiv bewertet der ACV die Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz. Dort wurde eine klare rechtliche Grundlage für den Einsatz geschaffen. Seit Jahresbeginn laufen die Geräte im Regelbetrieb.

Aus Sicht des ACV sind Monocams ein zeitgemäßes und verhältnismäßiges Mittel, um eine der gefährlichsten Unfallursachen gezielt zu bekämpfen. Der Club spricht sich deshalb dafür aus, die Technik bundesweit zu verwenden und rechtssicher zu verankern.

Fahrzeugbedienung darf nicht selbst zur Ablenkungsfalle werden
Neben der Nutzung von Smartphones rückt zunehmend auch die Gestaltung moderner Fahrzeugbedienung in den Fokus. Große Touchscreens, teils verschachtelte Menüs und fehlende haptische Rückmeldungen können die Aufmerksamkeit von Autofahrern erheblich beanspruchen und damit selbst zur Ablenkung beitragen.

Der ACV sieht hier die Fahrzeughersteller klar in der Verantwortung. Bedienkonzepte müssen intuitiv, verständlich und während der Fahrt sicher nutzbar sein. Insbesondere sicherheitsrelevante Kernfunktionen wie Licht, Scheibenwischer oder Belüftung dürfen nicht unnötig kompliziert oder ausschließlich über Touchscreens erreichbar sein. Sie sollten weiterhin über klar erkennbare, haptische Bedienelemente gesteuert werden können.

Aus Sicht des ACV ist es daher wichtig, an einer herstellerübergreifenden Grundorientierung festzuhalten. Autofahrer müssen sich unabhängig vom Fahrzeugmodell schnell zurechtfinden, ohne den Blick lange von der Straße abzuwenden. Einheitliche Logiken in der Bedienung moderner Fahrzeuge leisten einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit.

DLRG zeigt moderne Wasserrettung auf der BOOT Düsseldorf
Auf der internationalen Wassersportmesse BOOT Düsseldorf präsentierte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gemeinsam mit den Landesverbänden DLRG Nordrhein und DLRG Westfalen aktuelle Entwicklungen und moderne Technik der Wasserrettung.

Messestand der DLRG auf der Messe Boot 2026

Unterstützt wurde der Messeauftritt durch Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Moers-Rheinkamp, die sowohl am Messestand als auch am Ausprobierpool im Einsatz waren. Während am Messestand Fachgespräche und Informationsangebote zu verschiedenen Themen der Wasserrettung stattfanden, lag der Fokus am Pool auf der praktischen Absicherung von Wassersportaktivitäten.

Unterwasserdrohne zum Ausprobieren am Messestand der DLRG

„Für die DLRG ist die Messe eine gute Gelegenheit, die vielfältige Arbeit der DLRG – von Schwimmausbildung über Wasserrettung bis hin zur Jugendarbeit – sichtbar zu machen", erklärt Sven Kattelans, Ortsgruppenleiter der DLRG Moers-Rheinkamp. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand das Motto „Moderne Technik in der Wasserrettung".

Besonderes Highlight des Messestands war dabei eine Unterwasserdrohne mit Kamera, Sonar und Greifarm, die von den Besucherinnen und Besuchern selbst ausprobiert werden konnte und auf großes Interesse stieß. Die Drohne wurde intensiv genutzt und vermittelte anschaulich, wie moderne Technik heute bei der Suche, Erkundung und Sicherung unter Wasser unterstützen kann.

Workshop für Erwachsene „Grundlagen der Malerei“ im Museum Kurhaus Kleve
Dieser Workshop ist der erste Teil von vier aufeinander abgestimmte Einheiten, die auch als Einzelangebot gebucht werden können. Heute stehen Material- und Farbenlehre im Mittelpunkt. Verwendet werden Acrylfarben. Mit Hilfe gezielter Farbstudien und freier Kompositionen verbinden sich Theorie und Praxis.

Ziel dieses Workshops sind Freude am kreativen Schaffen, ein erweitertes Farbverständnis und ein inspirierender Austausch – es sind keine Vorkenntnisse nötig. Nur Mut! Der Workshop findet statt am Samstag, den 31. Januar 2026, von 10.30 - 14.00 Uhr, Teil 2 folgt am 21.03.2026. Das Angebot richtet sich an Erwachsene.

Die Teilnahmegebühr pro Person beträgt 40 Euro (inkl. Material und Getränke). Anmeldungen sind zu den Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr) am Empfang des Museum Kurhaus Kleve [Tel. +49-(0)2821 / 750 10, E-Mail empfang@mkk.art möglich.

Kleve: Tatort Barock - Musikalische Kriminalfälle im Museum Kurhaus
Am 1. Februar um 18 Uhr laden die Konzerte der Stadt Kleve zu einem ungewöhnlichen Konzertabend ein: Bei der Besonderen Reihe begibt sich das junge Ensemble Barock_Plus im Museum Kurhaus auf eine faszinierende Reise durch die dunklen Seiten der Musikgeschichte.

Das Ensemble Barock_Plus. Foto: (c) Taesok Oh

Gemeinsam mit dem Publikum erkunden Tabea Wink (Blockflöten), Verena Spies (Barockcello) und Dominik Heidl (Cembalo) wahre Kriminalfälle, die das Schicksal einiger bedeutender Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts geprägt haben. Die Reise beginnt im malerischen Venedig des Jahres 1713, wo der Dichter Bartolomeo Dotti auf tragische Weise sein Leben verlor.

Wenige Tage nach seinem Tod erscheint ein Zeitungsartikel, verfasst von einem Unbekannten, der Dottis Schicksal kommentiert: „Du hast die Arien Scarlattis besudelt und den gerechten Lohn dafür erhalten.“ Alessandro Scarlatti steht unter Tatverdacht, Georg Friedrich Händel und Johann Mattheson begehen beinahe einen Mord, und Paris und Genua werden zum Schauplatz weiterer unerklärlicher Verbrechen. Aber wer hat jetzt eigentlich wen umgebracht und wieso?

Es beginnt eine unterhaltsame musikalische Odyssee, in der versucht wird, die Kriminalfälle der Barockmusik aufzuklären. Ein kniffliges Unterfangen, bei dem der detektivische Instinkt des Publikums gefragt ist. Mit Musik von Georg Friedrich Händel, Arcangelo Corelli, Jean-Marie Leclair, François Couperin, Johann Mattheson, Alessandro Scarlatti und anderen Barockmeistern. 

Tickets für 12 Euro (5 Euro für Schüler und Studierende) gibt es an der Rathaus-Info, an den bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen und hier. Das Konzert wird gefördert durch die Konzertförderung des Deutschen Musikwettbewerbs.



Kohlenmonoxid-Vergiftungen in NRW: Zahl der Krankenhausbehandlungen in 2024 um rund 8 % gestiegen
* Im Vergleich zu 2014 ging die Anzahl allerdings um über 44 % zurück.
* Den höchsten Anteil an Behandlungsfällen gab es in Bottrop.
* Rückgang der Todesfälle aufgrund einer Kohlenmonoxid-Vergiftung um fast 48 % gegenüber 2014.

Im Jahr 2024 sind 513 Menschen aus Nordrhein-Westfalen wegen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung vollstationär im Krankenhaus behandelt worden. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 8,2 % mehr als 2023. Im Jahr 2014 hatte es noch 923 solcher Behandlungsfälle gegeben. Damit ist die Zahl dieser Behandlungen in den letzten zehn Jahren um 44,2 % zurückgegangen.



Das Durchschnittsalter der behandelten Personen lag 2024 bei 42 Jahren. Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas. Ursachen für Kohlenmonoxid-Vergiftungen können unter anderem defekte Öfen, Heizungen und Schornsteinanlagen, Wohnungsbrände oder Grillen in Innenräumen sein.

Höchster Anteil an Behandlungsfällen in Bottrop
Die höchste Zahl an Behandlungsfällen aufgrund einer Kohlenmonoxid-Vergiftung je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner hat es mit 7,6 Fällen 2024 in Bottrop gegeben, gefolgt von Solingen mit 6,6 Fällen und Bochum mit 6,4 Fällen. Landesweit gab es 2,8 Behandlungsfälle je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Aus Mülheim an der Ruhr wurden keine Personen mit Kohlenmonoxid-Vergiftung vollstationär behandelt.

Gering war die Quote auch im Kreis Unna mit 0,5 Fällen und in Leverkusen mit 0,6 Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Zahl der Todesfälle aufgrund einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gegenüber 2014 fast halbiert Im Jahr 2024 starben 81 Menschen aus Nordrhein-Westfalen an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Damit hat sich die Anzahl der aus diesem Grund Gestorbenen gegenüber 2014 mit einem Rückgang von 47,7 % nahezu halbiert. In den letzten Jahren ist Zahl der Todesfälle jedoch wieder gestiegen: im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 %. Mehr als drei Viertel bzw. 76,5 % der Sterbefälle durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung waren Suizide.


Moers: Baustelle mit Begleitservice - Vollsperrung bis Oktober 2026
Die Innenstadtsanierung kommt in die Fieselstraße Baumaßnahmen gehören zum Alltag – auch in Moers, wo die Modernisierung der technischen Infrastruktur in der Innenstadt als mehrjähriges Großprojekt läuft. Bei aller Erfahrung und Routine gibt es hier nun ein Novum: eine Baustelle mit Begleitservice. Denn die Enge der nördlichen Fieselstraße stellt die Planerinnen und Planer der ENNI Stadt & Service (Enni) vor besondere Herausforderungen.

Ab Montag, 26. Januar, erneuert das Unternehmen in dem rund 50 Meter langen Abschnitt zwischen Neustraße und Niederstraße sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen – also Trinkwasser-, Strom-, Gas- und Fernwärmeleitungen sowie Signalkabel und den Regenwasserkanal. Das Besondere dabei: Auf der nur 4,70 Meter breiten Straßen kommt schweres Gerät zum Einsatz und lässt kaum Platz zum Passieren.

Eine Vollsperrung bis Oktober 2026 lässt sich daher nicht vermeiden. „Während dieser Zeit sorgt ein Sicherheitsposten dafür, dass Anwohnende ihre Wohnungen sicher verlassen und erreichen können – die Arbeiten müssen dann kurz pausieren“, erklärt Enni-Projektleiterin Diane Schiffer.

Bereits im Dezember hatte Enni die Anwohnenden in einer Infoveranstaltung persönlich über den Bauablauf informiert. „Glücklicherweise haben bisher alle Verständnis dafür, dass die marode Infrastruktur nach teilweise 100-jährigem Betrieb nun grundlegend erneuert werden muss.“  

Im Rahmen der Innenstadtsanierung werden zwischen Unterwallstraße, Schlosspark, Neuem Wall und Stadtgraben insgesamt rund 28 Kilometer Infrastruktur erneuert – inklusive Kanälen, Energie- und Wasserleitungen sowie moderner Telekommunikations- und Beleuchtungssysteme. Bereits fertiggestellt sind Abschnitte im Rosenthal, in der Meerstraße und in der Niederstraße.

Insgesamt kommen die Arbeiten in der Innenstadt gut voran, die winterlichen Temperaturen haben bislang nur für eine Verzögerung von einer Woche gesorgt. So wird Enni die Maßnahme auf der Haagstraße Anfang Februar abschließen. Dann geht’s auch im südlichen Teil der Fieselstraße zwischen Haagstraße und Pumpeneck los. Anders als im nördlichen Bereich muss das Unternehmen hier nur die Versorgungsleitungen austauschen – Fußgänger können die Baustelle passieren.  

„Gut informiert leben: Hintergründe zu Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen“
- Hybridveranstaltung des Krankenhauses Bethanien Moers am 04.02.2026
- Experten-Vorträge und Austausch online und vor Ort
Am 04. Februar 2026 lädt das Krankenhaus Bethanien Moers alle Interessierten zur Hybridveranstaltung „Gut informiert leben: Hintergründe zu Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen“ ein. Die Veranstaltung findet wahlweise online oder vor Ort in der Bethanien Akademie (Bethanienstraße 15, 47441 Moers, Raum 2) von 15.30 bis 18.30 Uhr statt.

Viele Menschen sind von Veränderungen der Schilddrüse betroffen, häufig sogar, ohne es zu wissen: Gutartige Vergrößerungen (Kropf/Struma), Knotenbildungen, Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow sowie Funktionsstörungen wie Über- oder Unterfunktion können sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen – von Müdigkeit und Gewichtsschwankungen bis hin zu Herzrasen oder Kälteempfindlichkeit. Auch die Nebenschilddrüsen spielen eine entscheidende Rolle, da sie den Kalziumstoffwechsel steuern.

Im Rahmen der Veranstaltung erklären unsere Experten, wie solche Erkrankungen entstehen, welche Symptome typisch sind und welche diagnostischen Verfahren heute eingesetzt werden. Ebenso geben sie Einblicke in aktuelle therapeutische Ansätze: von medikamentösen Behandlungen über Radiojodtherapie bis hin zu schonenden operativen Verfahren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Betreuung und Nachsorge, denn viele Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen erfordern eine individuell angepasste, kontinuierliche Begleitung. Im Anschluss an die Vorträge haben Teilnehmer:innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich direkt mit den Experten auszutauschen.

Für die Online-Teilnahme wird um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an allgemeinchirurgie@bethanienmoers.de gebeten, damit der entsprechende Zugangslink versendet werden kann. Bei einer Teilnahme vor Ort ist keine Anmeldung erforderlich. Das interdisziplinäre Team am Krankenhaus Bethanien Moers zur Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen lädt zu einer Hybridinfoveranstaltung ein.


Immer mehr Tierschutzverstöße am Niederrhein – PETA: „Heimtierschutzgesetz längst überfällig“
Kreis Kleve / Kreis Wesel - Einem Medienbericht zufolge ist am Niederrhein die Zahl der Verstöße gegen das Tierschutzgesetz stark angestiegen. Das zuständige Veterinäramt im Kreis Kleve stellte 2025 insgesamt 205 Verstöße fest – fast doppelt so viele wie vor zwei Jahren. Auch im Kreis Wesel steigt die Zahl der Tierschutzverstöße stetig, 2025 lag sie bei 408 Fällen. Düsseldorf und Duisburg verbuchen ebenfalls eine hohe Zunahme an Tierschutzbeschwerden. Monic Moll, Fachreferentin bei PETA, kommentiert:

„Die Zahlen der Veterinärbehörden am Niederrhein sind erschütternd und alarmierend. Auch PETA erreichten allein im vergangenen Jahr über 5.000 Meldungen zu Tierquälerei. Hinter jedem Verstoß steckt ein Tier, das Angst hat, leidet oder vernachlässigt wird – und genau das passiert, wenn Menschen verantwortungslos Hunde, Katzen oder andere Heimtiere anschaffen, ohne ihre Bedürfnisse zu kennen. Ein Heimtierschutzgesetz mit Fachkundenachweis ist längst überfällig, um jährlich tausendfaches Tierleid zu verhindern, statt es nur zu zählen.“
Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Tierheim
PETA.de/Themen/Kastration
PETA.de/Tierquälerei-melden
PETA.de/Schlagwort/Tierquälerei
PETA.de/Themen/Ausgesetzte-Tiere
PETA.de/Themen/Tierquälerei-Strafe
PETA.de/Themen/Hundeführerschein
PETA.de/Aktiv/Heimtierschutzgesetz-Petition
PETA.de/Ausgesetzten-Vierbeiner-Gefunden-Tipps

Moers: Ob im Rollstuhl oder zu Fuß – Eisspaß für alle Aktionstag für Menschen mit Handicap in der Enni-Eiswelt
Mit Straßenschuhen oder im Rollstuhl aufs Eis? In der Enni-Eiswelt ist das normalerweise nicht erlaubt. Einmal im Jahr aber wird diese Regel bewusst aufgehoben – und das sorgt für jede Menge Spaß: Zum Aktionstag für Menschen mit Handicap lädt die ENNI Sport & Bäder (Enni) für Samstag, 31. Januar, in die Eissporthalle an der Filder Straße ein.

Zwischen 11 und 13 Uhr sind alle Besucherinnen und Besucher eingeladen, die Eisfläche auf ihre ganz eigene Weise zu erobern. Ob mit Schlittschuhen, Straßenschuhen, im Rollstuhl oder auf dem eigenen Schlitten – an diesem besonderen Tag, der ganz im Zeichen von Inklusion und gelebtem Miteinander steht, ist all das ausdrücklich erlaubt. Der Eintritt ist frei, Schlittschuhe können gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden. Für musikalische Begleitung und beste Stimmung auf dem Eis sorgt wie gewohnt Kult-DJ Rainer Halm.

Zur Stärkung hält die BistroWelt eine große Auswahl an Snacks und Getränken bereit. Die Schirmherrschaft für den Aktionstag, den es in der Enni-Eiswelt bereits seit 2018 gibt, übernimmt Bürgermeisterin Julia Zupancic. Im Vorfeld hat die Enni wieder zahlreiche gemeinnützige Einrichtungen eingeladen und bittet darum, dass Menschen mit Handicap von einer Begleitperson unterstützt werden. Weitere Informationen gibt es unter www.enni.de.   

Inflation 2025 für 8 von 9 Haushaltstypen bei oder unter 2 Prozent, aber Preisniveau bei Lebensmitteln und Energie weiter hoch
Die Inflationsrate in Deutschland ist im Dezember 2025 mit 1,8 Prozent unter das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent gesunken. Im Gesamtjahr 2025 lag sie mit 2,2 Prozent noch leicht darüber.

Ähnlich ist das Muster, wenn man auf die Inflationsraten von neun exemplarischen Haushaltstypen blickt, die sich nach Einkommen und Personenzahl unterscheiden: Im Dezember wiesen alle von ihnen Inflationsraten an oder unter dem Inflationsziel auf. Im Gesamtjahr hatte nur ein Haushaltstyp eine Inflationsrate oberhalb des EZB-Ziels. Das zeigt der neue monatliche IMK Inflationsmonitor.*

Im neuen Jahr weist der zu erwartende Trend bei der Teuerung weiter leicht nach unten, so Dr. Silke Tober, Inflationsexpertin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und Autorin des Inflationsmonitors. Während der Inflations-Ausblick für die nächste Zukunft damit unproblematisch ist, offenbart Tobers Auswertung im Vergleich der vergangenen Jahre ein weiterhin deutlich erhöhtes Preisniveau:

Seit 2019, dem Jahr vor Coronapandemie und Ukrainekrieg, ist der Verbraucherpreisindex um 22,5 Prozent gestiegen und damit knapp zehn Prozentpunkte stärker als im Einklang mit dem EZB-Ziel gewesen wäre (kumuliert 12,6 Prozent). Besonders deutlich ist längerfristig zwischen 2019 und 2025 das Preisniveau bei Nahrungsmitteln (39,1 Prozent) und, trotz Preisrückgängen in letzter Zeit, bei Energie (36,8 Prozent) angestiegen.

Für die Geldpolitik der Zentralbank sind indes die mittlerweile wieder entspannte Preisentwicklung und die normalisierte mittelfristige Perspektive maßgeblich, betont Ökonomin Tober. Zumal die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum und insbesondere in Deutschland 2025 wieder schwach war. Daher hält die Autorin des IMK Inflationsmonitors weitere Zinsschritte für erforderlich.

„Die ruhige Inflationslage liefert der EZB bereits seit geraumer Zeit den geldpolitischen Spielraum, um die Konjunktur zu stützen und insbesondere die kriselnde Industrie zu entlasten, die unter hohen Energiepreisen, den US-Zöllen und der starken Euro-Aufwertung leidet“, schreibt Tober. „Diesen Spielraum sollte sie zeitnah nutzen.“

Das IMK berechnet seit Anfang 2022 monatlich spezifische Teuerungsraten für neun repräsentative Haushaltstypen, die sich nach Zahl und Alter der Mitglieder sowie nach dem Einkommen unterscheiden (mehr zu den Typen und zur Methode unten). In einer Datenbank liefert der Inflationsmonitor zudem ein erweitertes Datenangebot: Online lassen sich Trends der Inflation für alle sowie für ausgewählte einzelne Haushalte im Zeitverlauf in interaktiven Grafiken abrufen.

Die längerfristige Betrachtung illustriert, dass Haushalte mit niedrigem bis mittlerem Einkommen von der starken Teuerung nach dem russischen Überfall auf die Ukraine besonders stark betroffen waren, weil Güter des Grundbedarfs wie Nahrungsmittel und Energie in ihrem Budget eine größere Rolle spielen. Diese wirkten lange als die stärksten Preistreiber. So betrug auf dem Höhepunkt der Inflationswelle im Oktober 2022 die Teuerungsrate für Familien mit niedrigen Einkommen 11 Prozent, die für ärmere Alleinlebende 10,5 Prozent. Alleinlebende mit sehr hohen Einkommen hatten damals mit 7,9 Prozent die mit Abstand niedrigste Inflationsrate.

Zuletzt waren die Abstände weit weniger groß und das Muster anders, weil sich vor allem noch Dienstleistungen deutlich verteuert haben, die Haushalte mit höheren Einkommen stärker nachfragen als Ärmere. So hatten Familien mit niedrigen Einkommen im Dezember 2025 und im Gesamtjahr mit 1,5 bzw. 1,6 Prozent im Haushaltsvergleich die niedrigste Inflationsrate, bei Alleinstehenden mit niedrigen Einkommen betrug sie 1,6 bzw. 1,7 Prozent. Am anderen Ende des Haushaltsvergleichs standen Alleinlebende mit sehr hohen Einkommen, allerdings mit recht geringem Abstand.

Im Dezember lag auch deren Inflationsrate mit 2,0 Prozent nicht über dem EZB-Ziel, im Gesamtjahr mit 2,2 Prozent leicht darüber. Die Inflationsraten der übrigen sechs Haushaltstypen lagen dazwischen und überschritten auch im Gesamtjahr nicht die 2-Prozent-Marke. Im Sechs-Jahres-Vergleich seit 2019 tragen einkommensstarke Alleinlebende mit kumuliert 20,8 Prozent nach wie vor die niedrigste Inflationsbelastung unter allen untersuchten Haushalten.



Informationen zum Inflationsmonitor
Für den IMK Inflationsmonitor werden auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamts die für unterschiedliche Haushalte typischen Konsummuster ermittelt. So lässt sich gewichten, wer für zahlreiche verschiedene Güter und Dienstleistungen – von Lebensmitteln über Mieten, Energie und Kleidung bis hin zu Kulturveranstaltungen und Pauschalreisen – wie viel ausgibt und daraus die haushaltsspezifische Preisentwicklung errechnen. Die Daten zu den Haushaltseinkommen stammen ebenfalls aus der EVS.



Im Inflationsmonitor werden neun repräsentative Haushaltstypen betrachtet: Paarhaushalte mit zwei Kindern und niedrigem (2000-2600 Euro), mittlerem (3600-5000 Euro), höherem (mehr als 5000 Euro) monatlichem Haushaltsnettoeinkommen; Haushalte von Alleinerziehenden mit einem Kind und mittlerem (2000-2600 Euro) Nettoeinkommen; Singlehaushalte mit niedrigem (unter 900 Euro), mittlerem (1500-2000 Euro), höherem (2000-2600 Euro) und hohem (mehr als 5000 Euro) Haushaltsnettoeinkommen sowie Paarhaushalte ohne Kinder mit mittlerem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 3600 und 5000 Euro monatlich. Der IMK Inflationsmonitor wird monatlich aktualisiert.

Moers: Februar-Ablesung startet Enni erfasst Zählerstände in Schwafheim, Vinn und Teilen der Innenstadt
Das Ableseteam der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) ist im Februar in den Moerser Stadtteilen Schwafheim und Vinn sowie in den Bereichen rund um den Schlosspark unterwegs. Im Rahmen des rollierenden Ableseverfahrens erfasst es bei etwa 5.600 Haushalts- und Gewerbekunden insgesamt rund 8.400 Strom-, Gas- und Wasserzählerstände. Unterstützt wird Enni dabei von der Dienstleistungsgesellschaft ASL Services.

Sollte ein Zähler einmal nicht zugänglich sein, hinterlassen die Ableser eine Informationskarte im Briefkasten. Darauf sind die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse angegeben, über die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Zählerstände selbst übermitteln können.

Wichtiger Hinweis: Die Zählerablesung erfolgt jährlich. „Da es sich um ein wiederkehrendes Ereignis handelt, informieren wir die Kundinnen und Kunden nicht gesondert“, erklärt Lisa Bruns als zuständige Enni-Mitarbeiterin und bittet dennoch um Unterstützung: „Damit wir die Ablesung schnell und reibungslos durchführen können, sollten die Zähler frei zugänglich sein.“

Alle durch Enni beauftragten Ableser weisen sich durch einen Dienstausweis aus. Kundinnen und Kunden sollten sich diesen zeigen lassen und im Zweifel unter der kostenlosen Service-Rufnummer 0800 222 1040 bei Enni nachfragen.  

Moers: Geänderte Abfallabfuhr und Servicezeiten
Personalversammlung bei der Enni
Die Mitarbeitenden der ENNI Stadt & Service Niederrhein AöR kommen am Freitag, 30. Januar, zu einer Personalversammlung zusammen. Aus diesem Grund bleibt die Friedhofsverwaltung an diesem Tag geschlossen, der Kreislaufwirtschaftshof öffnet erst um 12 Uhr. Biotonnen werden wie geplant geleert.

Die Abfallabfuhren für Restabfall, Papier und Gelbe Säcke werden jedoch auf Samstag, 31. Januar, verschoben. Die Enni weist darauf hin, dass die Änderungen nicht im Abfallkalender berücksichtigt sind. 

Moers: Erst neue Stromkabel, dann ein neues Gesicht: Enni startet Doppel-Baumaßnahme am Jostenhof  
Die Anforderungen an die Stromnetze wachsen stetig. Deshalb rüstet die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) sieben Versorgungsstationen entlang der Straße Am Jostenhof auf und verlegt auf einer Länge von rund 1.000 Metern Stromkabel mit einem größeren Querschnitt. Die Arbeiten beginnen in der letzten Januar-Woche und dauern voraussichtlich fünf Monate.

In dieser Zeit wird es auch Einschränkungen für den Verkehr geben, die je nach Bauabschnitt variieren. So wird die Einfahrt in den Jostenhof ab dem Kreisverkehr nördlich der Feuerwache von Anfang März bis etwa Mitte April zeitweise gesperrt. Nach Abschluss dieser Arbeiten verlegt Enni auch im Kreuzungsbereich der Hülsdonker Straße und in der Kranichstraße neue Leitungen.

Zudem startet das Unternehmen im Sommer mit dem seit Langem geplanten Ausbau der Straßenoberfläche. Dann erhält der Jostenhof zwischen dem Kreisverkehr und der Kreuzung mit der Hülsdonker Straße ein komplett neues Gesicht – mit breiten gemeinsamen Geh- und Radwegen, Querungshilfen sowie einer Linksabbiegespur zum Kreislaufwirtschaftshof. Anfang 2028 wird die Straße vor allem für Radfahrerinnen und Radfahrer deutlich sicherer sein.  

Die Verlegung der neuen Stromkabel bis zum Sommer erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Der erste startet in der letzten Januar-Woche im Bereich vor dem Autohaus Minrath, damit dort der Straßenausbau Am Schürmannshütt beginnen kann. Anfang März legen die Monteure am Kreisverkehr nördlich der Feuerwache los. Dann wird die Einfahrt aus dem Kreisel in Richtung Hülsdonker Straße voraussichtlich bis Mitte April gesperrt.

Die mit der Stadt Moers abgestimmte Umleitung führt über die Rheurdter, Repelener und Hülsdonker Straße. Für die Feuerwehr gelten besondere Regeln. Danach arbeiten sich die Monteure sukzessive Richtung Hülsdonker Straße vor. Da die Stromtrasse im weiteren Verlauf im Gehweg verläuft, kann der Verkehr die jeweiligen Bauabschnitte beidseitig passieren. Lediglich der Parkstreifen wird abschnittsweise gesperrt.



Straßenverkehrsunfälle im November 2025: 1 % mehr Verletzte als im Vorjahresmonat
Zahl der Verkehrstoten gegenüber November 2024 um 16 Personen gestiegen

Im November 2025 sind in Deutschland rund 28 400 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen verletzt worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 1 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Verkehrstoten stieg um 16 auf 211 Personen. Insgesamt registrierte die Polizei im November 2025 rund 224 600 Straßenverkehrsunfälle, das waren 2 % oder 4 700 mehr als im Vorjahresmonat.



Im Zeitraum Januar bis November 2025 erfasste die Polizei 2,29 Millionen Straßenverkehrsunfälle und damit 1 % weniger als im Vorjahreszeitraum (-17 700). Darunter waren 271 400 Unfälle mit Personenschaden, bei denen 2 582 Menschen getötet wurden.
Damit ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 gestiegen, während die Zahl der Unfälle mit Personenschaden in etwa gleichgeblieben ist. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr sank im selben Zeitraum um 1 % oder 2 500 auf 338 000 Personen.

0,2 % mehr versteuerte Zigaretten im Jahr 2025
• Seit 1991 hat sich die versteuerte Menge an Zigaretten mehr als halbiert
• Absatz von Tabak-Substituten nimmt im Vorjahresvergleich um 18,2 % zu

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 66,4 Milliarden Zigaretten versteuert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,2 % oder 0,1 Milliarden Stück mehr als im Jahr 2024. Im langfristigen Vergleich zum Jahr 1991 (146,5 Milliarden) ging der Zigarettenabsatz allerdings um mehr als die Hälfte zurück.

Der Pro-Kopf-Verbrauch lag im Jahr 2025 bei 795 Zigaretten (1991: 1 831). Die Menge des versteuerten Tabak-Feinschnitts verringerte sich im Vorjahresvergleich um 1,2 % auf 24 864 Tonnen. Der Absatz von Zigarren und Zigarillos sank im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % auf 2,1 Milliarden Stück.



Der Absatz von Wasserpfeifentabak belief sich im Jahr 2025 auf 1 162 Tonnen und sank damit um 8,8 % gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Inkrafttreten der geänderten Tabaksteuerverordnung zum 1. Juli 2024 sind für Wasserpfeifentabak wieder alle Packungsgrößen zulässig, die zum 1. Juli 2022 eingeführte Packungshöchstmenge von 25 Gramm wurde aufgehoben. I

m Unterschied zum Wasserpfeifentabak stieg der Absatz von klassischem Pfeifentabak um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr auf 323 Tonnen. 18,2 % mehr Tabak-Ersatzprodukte versteuert als im Vorjahr Die Menge der im Jahr 2025 versteuerten Substitute für Tabakwaren (z. B. Liquids für E-Zigaretten bzw. Verdampfer) betrug 1,5 Millionen Liter. Damit war die abgesetzte Menge an Tabak-Substituten um 18,2 % höher als im Vorjahr.

Steuertarife: Wasserpfeifentabak und Liquids erst seit 2022 mit eigener Besteuerung Für die unterschiedlichen Tabakprodukte beziehungsweise Substitute fallen nach dem Tabaksteuergesetz unterschiedliche Steuersätze an, die wiederum zu unterschiedlichen Zeitpunkten schrittweise erhöht werden. So wurde zum 1. Januar 2022 ein separater Steuertarif für Wasserpfeifentabak und erhitzten Tabak eingeführt.

Vorher wurden diese wie Pfeifentabak und somit niedriger versteuert. Für Liquids fiel ab 1. Juli 2022 erstmals Tabaksteuer an. Vorher waren Liquids nicht in der Statistik erfasst, weswegen hier noch keine längerfristigen Zeitvergleiche möglich sind. Die aktuelle Fassung des Tabaksteuergesetzes regelt die unterschiedlichen Steuertarife bis zum Jahr 2027.