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Informationen aus Xanten, Kleve, Dinslaken, Moers, Wesel und Hamminkeln

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Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 44: Montag, 26. Oktober - Sonntag, 1. November 2026
Themen u.a.:

Dinslaken: Info der Deutschen Bahn zu Bauarbeiten
"Für den dreigleisigen Ausbau zwischen Emmerich und Oberhausen baut die DB InfraGO entlang der Strecke auch zahlreiche Schallschutzwände. Damit sorgt das Projektteam dafür, dass es für Anwohnende trotz Ausbau deutlich leiser wird. Im Bereich der Eisenbahnbrücken an der Karl-Heinz-Klingen-Straße und der Hünxer Straße in Dinslaken werden im November Torsionsbalken montiert, auf denen zukünftig die Schallschutzwände stehen werden. 

Für die umfangreichen Bauarbeiten wird die Hünxer Straße von Montag, 9. November, bis einschließlich Dienstag, 10. November 2026, auf Höhe der Eisenbahnbrücke voll gesperrt. Der Verkehr wird während der Zeit der Arbeiten über die Karl-Heinz-Klingen-Straße, Hanielstraße und Ziegelstraße umgeleitet. Die Karlstraße und die Max-Eyth-Straße bleiben befahrbar. Für den Fuß- und Radverkehr ist der betroffene Bereich ebenfalls gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Max-Eyth-Straße, Karlstraße und die Karl-Heinz-Klingen-Straße.

Die Karl-Heinz-Klingen-Straße wird von Mittwoch, 11. November, bis einschließlich Dienstag, 17. November 2026, auf Höhe der Eisenbahnbrücke ebenfalls voll gesperrt. Der Verkehr wird während der Zeit der Arbeiten über die Max-Eyth-Straße bzw. über die Hünxer Straße, Hanielstraße und Ziegelstraße umgeleitet. Die Karlstraße und die Max-Eyth-Straße bleiben befahrbar.

Für den Fuß- und Radverkehr ist der betroffene Bereich ebenfalls gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Max-Eyth-Straße und die Hünxer Straße. Wo immer möglich, versucht die DB im Rahmen der Bauplanungen auch auf regionale Veranstaltungen Rücksicht zu nehmen. Leider war das im Fall der Dinslakener Martinikirmes nicht möglich.

Die Arbeiten an den Brücken können nur während der gleichzeitigen Sperrung der Bahnstrecke und der Straße stattfinden. Die Planung der sogenannten Sperrpausen ist sehr komplex und beginnt bereits mehrere Jahre vor den eigentlichen Bauarbeiten. Fachexpert:innen der DB stehen dabei vor der Herausforderung, die Sperrzeiten für die zahlreichen Projekte in ganz Deutschland zu planen und abzustimmen.

Faktoren wie Sperrzeitenlänge, Abstimmungen mit den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen, Bauarbeiten im benachbarten Ausland sowie der Gesamtzusammenhang aller Sperrzeiten in der Bundesrepublik spielen dabei u.a. eine wichtige Rolle.  Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht zu vermeiden. Wir bitten die Anwohner:innen um ihr Verständnis."

Neues Amtsblatt
Dinslaken: Am 30. Oktober 2026 ist ein neues Amtsblatt erschienen.

Wesel: Bahnübergang Hessenweg: Bauarbeiten starten am 6. November
Am 6. November 2026 beginnen die Bauarbeiten für den neuen Bahnübergang Hessenweg. Er entsteht an der Strecke der Bocholter Bahn. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Dezember 2026. Vom 9. bis zum 16. November 2026 fahren auf der Strecke keine Züge.

Für den Straßenverkehr ändert sich durch die Bauarbeiten nichts. Der bisherige Bahnübergang bleibt zunächst geöffnet. Warum wird der Bahnübergang verlegt? Die Stadt Wesel plant eine Straße, die die Stadtteile Feldmark und Lackhausen miteinander verbindet. Dafür muss die Straße über die Bahngleise führen. Ein Teil der Straße ist bereits als Baustraße fertig: die Hannah-Arendt-Allee.

Auf der anderen Seite der Gleise fehlt die Straße noch. Der neue Bahnübergang soll die beiden Seiten künftig verbinden. Wie geht es 2027 weiter? Ab 2027 soll die Straße auf der anderen Seite der Gleise weitergebaut werden. Dabei wird der neue Bahnübergang an den Blumenkamper Weg angeschlossen.

Der neue Übergang soll voraussichtlich Mitte 2027 für den Verkehr geöffnet werden. Erst wenn die neue Verbindung fertig ist, wird der alte Bahnübergang geschlossen und abgebaut.Die Firma ADS Construction GmbH baut den neuen Bahnübergang. Die Stadt hat beim Land Nordrhein-Westfalen finanzielle Unterstützung für das gesamte Bauprojekt beantragt.

Verkehrskonzept Kreuzhofstraße: Stadt Kleve lädt zur Bürgerveranstaltung ein
Die Klever Kreuzhofstraße muss die Anforderungen unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer erfüllen. Wie kann die Kreuzhofstraße künftig sicherer für den Radverkehr werden und welche Auswirkungen haben mögliche Maßnahmen auf die Parksituation? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Stadt Kleve aktuell im Rahmen der Überarbeitung des Verkehrskonzeptes für die vielbefahrene Straße. 

Am Mittwoch, 11. November 2026, sind Anwohnende und interessierte Bürgerinnen und Bürger von 18:30 bis ca. 20:30 Uhr herzlich dazu eingeladen, sich im Konrad-Adenauer-Gymnasium, Köstersweg 41, über den aktuellen Planungsstand zu informieren und ihre Anregungen in den Prozess einzubringen. Der genaue Veranstaltungsraum wird vor Ort ausgeschildert.

Die Kreuzhofstraße wird täglich von tausenden Autos genutzt und ist gleichzeitig eine wichtige Radverkehrsverbindung sowie ein stark frequentierter Schulweg. Mit Blick auf den Neubau des Konrad-Adenauer-Gymnasiums an der Riswicker Straße steigt ihre Bedeutung für den Schulverkehr weiter und die Verkehrssicherheit rückt noch stärker in den Fokus.

Gestaltungsvarianten gemeinsam diskutieren
Das Aachener Büro für Stadt- und Verkehrsplanung BSV hat daher im Auftrag der Stadt Kleve mehrere Gestaltungsvarianten für die Kreuzhofstraße ausgearbeitet. Grundlage für die Planung ist unter anderem eine kürzlich durchgeführte Parkraumerhebung auf der Kreuzhofstraße. Sie erfasst das vorhandene Stellplatzangebot sowie die tatsächliche Parkraumnachfrage und hilft dabei, Möglichkeiten zur Verbesserung der Radverkehrsführung unter Berücksichtigung des Parkens zu prüfen.

Vor Ort stellt das beauftragte Büro seine Arbeit vor. Anschließend besteht für alle Teilnehmenden die Möglichkeit, die Vor- und Nachteile der Vorschläge zu diskutieren, Fragen zu stellen und eigene Anregungen einbringen. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengetragen und die bevorzugte Variante aus Sicht der Anwesenden ermittelt. 

Schülerinnen und Schüler gestalten mit Bereits am Vormittag beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler in einer eigenen Veranstaltung mit den verschiedenen Varianten. Bei der Abendveranstaltung stellen sie ihre Ergebnisse vor und diskutieren gemeinsam mit den Anwohnenden über mögliche Lösungen. So fließen auch die Anforderungen und Erfahrungen junger Menschen in den Beteiligungsprozess ein, von denen die Kreuzhofstraße vor allem als Schulweg genutzt wird.

Moers: Musikschule lädt zum Instrumentenschaufenster Violoncello ein
Das Violoncello können Interessierte an der Moerser Musikschule (Filder Straße 126) am Samstag, 21. November, von 10 bis 13 Uhr unverbindlich ausprobieren. Dann können sie auch Fragen zum Unterricht und Instrument stellen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung für ein Zeitfenster nötig.

Cello kann sowohl von Kindern ab vier Jahren (Suzuki-Methode) als auch von Jugendlichen und Erwachsenen im Einzel- oder Gruppenunterricht erlernt werden.  Für nahezu jede Größe von Musikerinnen und Musiker kann die Musikschule Leihinstrumente zur Verfügung stellen. Louisa Kaltenbach beantwortet im ‚Violoncello-Schaufenster‘ gerne alle Fragen und unterstützt beim Ausprobieren.

Die erfahrene Pädagogin und Kammermusikerin ist seit April dieses Jahres an der Moerser Musikschule tätig. Interessierte melden sich bis Mittwoch, 18. November, für ein Zeitfenster von 30 Minuten unter der Telefonnummer 0 28 41 / 13 33 bei der Moerser Musikschule.

Löscheinheit Kapellen: Adventsbasar zum Stöbern und Genießen
Selbstgemachtes, weihnachtliche Leckereien und gemütliches Beisammensein: Die Löscheinheit Kapellen der Freiwilligen Feuerwehr Moers lädt am ersten Adventswochenende (28./29. November) zu ihrem traditionellen Adventsbasar ein. Er findet am Samstag von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr im Gerätehaus in der Industriestraße 11-13 statt.

Besucherinnen und Besucher erwartet eine vielfältige Auswahl an handgefertigten Produkten und kulinarischen Angeboten. Vielfältiges Angebot an Produkten und Köstlichkeiten Von kunstvollen Kerzen, Häkelarbeiten und bunten Handarbeiten über Taschen, Hüte, Patchwork und Weihnachtssterne bis hin zu Likören und Konfitüren gibt es vieles zu entdecken.

Auch Schäfer und Imker bieten ihre Produkte an. Eine Besonderheit sind die Holzarbeiten aus der Justizvollzugsanstalt. Kulinarisch hat der Adventsbasar ebenfalls einiges zu bieten: Kuchen, Crêpes, Reibekuchen und Grillwürstchen, dazu gibt es Kaffee und Kaltgetränke. An beiden Tagen bieten die Mitglieder der Löscheinheit außerdem Erbsensuppe an (solange der Vorrat reicht). Am Samstag schenken sie zusätzlich bis 21 Uhr Glühwein aus.

Notdienst am Feiertag: Enni auch an Allerheiligen erreichbar  
Die Enni-Unternehmensgruppe ist auch am Feiertag Allerheiligen am 1. November im Einsatz. Für besondere Notfälle in der Energie- und Wasserversorgung sowie der öffentlichen Kanalisation oder auf den Moerser Straßen ist der Bereitschaftsdienst rund um die Uhr unter der Rufnummer 02841/104-114 erreichbar.



Inflationsrate im Oktober 2026 voraussichtlich +2,8 %
Verbraucherpreisindex, Oktober 2026:
+2,8 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
-0,2 % zum Vormonat (vorläufig) Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Oktober
+2,8 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
-0,1 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Oktober 2026 voraussichtlich +2,8 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, sinken die Verbraucherpreise gegenüber September 2026 um 0,2 %.

Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oftmals auch als Kerninflation bezeichnet, beträgt im Oktober 2026 voraussichtlich +2,1 %. Die Preise für Energie steigen gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich um 12,2 %. Damit hat sich die Teuerung für Energie im Oktober leicht abgeschwächt (September 2026: +14,9 % gegenüber September 2025).

Alarmsignal für Industriestandort: Unimicron schließt Werk in Geldern  
Der Industriestandort Niederrhein erlebt einen weiteren Rückschlag: Das Unimicron-Werk in Geldern schließt. Mit dem Standort gehen Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Wissen verloren.

Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, warnt: „Unsere Unternehmen stehen massiv unter Druck. Das zeigt die angekündigte Schließung des Unimicron-Werks in Geldern einmal mehr. Eine schlechte Nachricht für unseren Wirtschaftsstandort sowie für die Beschäftigten und ihre Familien. Unsere Betriebe brauchen endlich wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie und einen verlässlichen Rahmen für Investitionen. Nur so können sie sich am Markt behaupten und Arbeitsplätze halten.“

Freigabe des Kreisverkehrs K23 Dickstraße / K34 Winnenthaler Straße in Alpen: Vorzeitige Fertigstellung
Gute Nachrichten für alle Verkehrsteilnehmenden in Alpen: Der Neubau des Kreisverkehrs am Knotenpunkt der Kreisstraßen K23 (Dickstraße) und K34 (Winnenthaler Straße) wurde deutlich früher als geplant abgeschlossen. Damit ist der wichtige Verkehrsknotenpunkt ab sofort wieder vollständig für den Verkehr freigegeben und die bestehenden Umleitungsregelungen aufgehoben.

Ursprünglich war die Fertigstellung der umfangreichen Baumaßnahme, die am 31. August 2026 begann, für den 18. Dezember 2026 vorgesehen. Dank effizienter Planung und reibungsloser Zusammenarbeit kann das Projekt mehrere Wochen vor dem avisierten Termin erfolgreich beendet werden. Der Umbau des Knotenpunkts in einen Kreisverkehr war eine Empfehlung der Unfallkommission, nachdem sich dieser Bereich in der Vergangenheit wiederholt als Unfallhäufungsstelle erwiesen hatte.

Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Verkehrsinfrastruktur nachhaltig zu verbessern. Svenja Reinert, Vorstandsmitglied des Kreises Wesel, zeigt sich erfreut über den zügigen Baufortschritt: „Die vorzeitige Fertigstellung des Kreisverkehrs an der K23/K34 ist ein großer Erfolg und ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Bauprojekte im Kreis Wesel effizient und zielorientiert umgesetzt werden können.

Mein Dank gilt allen Beteiligten für die hervorragende Arbeit und die mehr als termingerechte Realisierung des Projekts.“ Der Kreis Wesel bedankt sich bei allen Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Verkehrsteilnehmenden für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauzeit. 

Musiknacht bekommt zwei neue Bühnen mitten in Xanten
Sechs Locations, acht Bands und ein Ticket für eine ganze Nacht: Für die ENNI Night of the Bands am Samstag, 7. November, läuft der Vorverkauf auf Hochtouren. Musikfans, die dabei sein wollen, können sich ihre Tickets bereits für 16 Euro sichern oder als Fünfer-Gruppe für 70 Euro. Und in diesem Jahr gibt es gleich zwei neue Gründe, von Bühne zu Bühne zu ziehen: Mit der Tikibar und der Plan Bar feiern zwei Locations mitten in der Xantener Innenstadt ihre Premiere bei der Musiknacht.  

Den Auftakt macht um 18:30 Uhr die Tikibar an der Brückstraße. Die Cocktailbar liegt mitten in Xanten und bietet normalerweise Cocktails, Getränke und Speisen. Für die Musiknacht wird sie zur Konzertbühne: Sänger und Gitarrist Christos Siogkas bringt Rock- und Pop-Cover mit und war unter anderem bereits bei „The Voice of Greece“ zu sehen. Ebenfalls erstmals dabei ist auch die Plan Bar an der Klever Straße. Dort trifft Bar-Atmosphäre ab 21 Uhr auf House- und Partysounds.

Eike Sax kombiniert elektronische Musik mit Live-Saxofon und soll dafür sorgen, dass aus dem Barabend schnell eine Party wird. „Mit der Tikibar und der Plan Bar haben wir zwei tolle neue Stationen mitten in der Stadt gewonnen. Genau davon lebt die Musiknacht: Man startet vielleicht mit einem Cocktail, hört plötzlich Live-Musik und zieht danach einfach zur nächsten Bühne weiter“, sagt Veranstalter Maik Böse und Enni-Geschäftsführer Kai Steinbrich rät: „Wer möglichst viel erleben möchte, sollte früh losziehen.“

Insgesamt stehen bei der ENNI Night of the Bands sechs Locations auf dem Programm. Neben den beiden Neuzugängen sind das Restaurant an de Poort, die Jugendkulturwerkstatt eXit, der Kulturkeller im Hotel Neumaier und das Autohaus Reis dabei. Musikalisch reicht das Programm von Jazz und Soul über Funk und Pop bis zu Punk, Stoner Rock und Rock'n'Roll. Zwei kostenlose Bahnen des Nibelungenexpresses verbinden die Spielstätten miteinander.

Tickets gibt es im Vorverkauf für 16 Euro in der Tikibar, im Restaurant an de Poort, in der Plan Bar, im Autohaus Reis und bei der Touristik Xanten sowie online auf Ticketticker.de zuzüglich 1,60 Euro Vorverkaufsgebühr. Online ist außerdem ein Gruppenticket für fünf Personen für 70 Euro erhältlich. An der Abendkasse kostet der Eintritt 20 Euro.   Mehr Informationen gibt es unter www.enni.de/musiknacht.

Die Stadt Moers hat ein Amtsblatt veröffentlicht.
Alle veröffentlichten Amtsblätter finden Sie unter https://www.moers.de/rathaus-politik/amtsblaetter Amtsblatt Nr. 17 vom 29.10.2026 (377.22 KB)

Landschaften erfinden“ im Museum Kurhaus Kleve
Wie sieht eine Landschaft aus, wenn wir sie einmal ganz anders betrachten? Können Pflanzen Spuren hinterlassen, aus denen ganz neue Landkarten entstehen? Und wie entstehen aus ungewöhnlichen Materialien eigene Formen und Bilder?

Sonntag, 1. November 2026, um 11.15 Uhr

Bei diesem Mitmachrundgang durch die Ausstellung „A Matter of Record“ der Künstlerin Enya Burger gehen Kinder gemeinsam mit ihren Familien auf Entdeckungsreise. Sie schauen genau hin, kommen miteinander ins Gespräch und erkunden spielerisch die Kunstwerke und ihre besonderen Materialien.

 Dabei sind Neugier und eigene Ideen gefragt: Gemeinsam wird entdeckt, ausprobiert und die Kunst mit allen Sinnen erkundet. Für Kinder von 5–10 Jahren und ihre Familien, Dauer: 60 Minuten. Es ist keine vorherige Anmeldung notwendig. Die Führung ist kostenlos, der Eintritt ist an diesem Sonntag frei.

Moers: 400 Jahre Fossa-Eugenania
Zum 400jährigen Jubiläum laden wir gemeinsam mit dem Grafschafter Museum zu einem Vortrag über Neues zur Fossa Eugeniana ein, dem 1626 begonnenen und unvollendeten Kanal zwischen Rhein und Maas. Referieren wird Dr. Matthias Schrör, Historiker und Stiftungsdirektor der Emilie und Hans Stratmans-Stiftung.

(Foto LINEG: Fossa Eugenania)

Er wird praktische Dinge zeigen: Planung und Logistik; wie haben die Arbeiter gearbeitet? Welchen Lohn haben sie bekommen? Wie wurden sie versorgt? Wie sahen die Zeltstädte aus?“  Auch Krankheiten und das Militärische werden eine Rolle spielen. Dr. Schrör wird auch auf die Unmenschlichkeit der damaligen Bedingungen eingehen. Kurs-Nr.: I10110 Teilnahmegebühr: unentgeltlich.

Referent: Matthias Schrör In Kooperation mit dem Grafschafter Museum  Veranstaltungsdatum 30.10.2026 - 19:00 Uhr - 21:00 Uhr .Veranstaltungsort Kastell 5b,  47441 Moers.

Moers: Rübengeisterumzug ausgebucht
Auch der 18. Rübengeisterumzug ist ausgebucht. Kurzfristige Anmeldungen sind deshalb nicht möglich. Das beliebte Angebot für Kinder des Grafschafter Museums findet am Samstag, 31. Oktober, statt.

Moers: Wo die ‚Martinskinder‘ ziehen  
Jetzt heißt es wieder: Obst und Süßes für die Martinssängerinnen und -sänger bereithalten: Ab Montag, 2. November, ziehen sie wieder „durch die Straßen auf und nieder". Fast 40 Martinszüge von Kindergärten oder Schulklassen sind in Moers angemeldet. 

(Foto: pst)

Den Auftakt macht der Kath. Kindergarten St. Marien in Hochstraß. Wo der St. Martin noch reitet bzw. die Kinder ziehen, ist hier nachlesbar.  Martinsumzüge und Martinsfeuer 2026 in Moers

Grafschafter Museum zeigt Film ‚Heldin‘ am 5. November
Wie viel Menschlichkeit ist möglich, wenn Zeit und Personal fehlen? Dieser Frage widmet sich der Spielfilm ‚Heldin‘. Das Grafschafter Museum zeigt ihn im Rahmen der Lichtspiele im Haus der Demokratiegeschichte im Alten Landratsamt (Kastell 5) am Donnerstag, 5. November, um 19.30 Uhr.

Regisseurin Petra Volpe macht darin den Arbeitsalltag in der Pflege eindringlich erfahrbar und lenkt den Blick auf ein gesellschaftlich hochaktuelles Thema: die Verantwortung für eine menschenwürdige Versorgung und die Bedingungen, unter denen Menschen für andere da sein können. Der Film ist im Rahmen des europäischen Filmfestivals der Generationen zu sehen.

Medizinische Aufgaben und stetiger Druck
Im Mittelpunkt steht Floria, eine engagierte Pflegefachkraft auf der chirurgischen Station eines Schweizer Krankenhauses. Sie liebt ihren Beruf und begegnet ihren Patientinnen und Patienten mit Fachwissen, Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen. Doch als sie ihre Spätschicht antritt, ist die ohnehin unterbesetzte Station voll belegt.

Der Film ‚Heldin‘ ist am Donnerstag, 5. November, um 19.30 Uhr im Haus der Demokratiegeschichte im Alten Landratsrat (Kastell 5) zu sehen. (Foto: TOBIS Film GmbH)

Eine Kollegin fällt aus, die Anforderungen häufen sich und immer mehr Menschen sind auf Florias Hilfe angewiesen. Zwischen medizinischen Aufgaben, persönlichen Schicksalen und dem stetigen Zeitdruck gerät sie zunehmend an ihre Grenzen. Hauptdarstellerin Leonie Benesch verleiht der Figur eine beeindruckende Nähe und Glaubwürdigkeit. Der Eintritt ist frei. Das Team des Grafschafter Museums bittet jedoch um telefonische Anmeldung unter 0 28 41 / 201-6 82 00.

vhs-Gesundheitsforum: Wohnräume demenzgerecht gestalten
Das eigene Zuhause ist für Menschen mit Demenz ein vertrauter und wichtiger Rückzugsort. Doch mit fortschreitender Erkrankung können alltägliche Wohnsituationen zur Herausforderung werden. Ein kostenloser Vortrag der vhs Moers – Kamp-Lintfort am Donnerstag, 12. November, zeigt ab 18 Uhr, wie sich die eigenen vier Wände mit einfachen Maßnahmen sicherer gestalten und gleichzeitig Selbstständigkeit und Lebensqualität erhalten lassen. 

(Mit Demenz) Sicher zu Hause wohnen‘ findet im Alten Landratsamt in Moers, Kastell 5b, statt und ist eine Kooperation mit dem Caritasverband Moers-Xanten e.V. Die Teilnehmenden erfahren, wie bereits kleine Veränderungen große Wirkung haben: Stolperfallen beseitigen, Räume übersichtlicher gestalten oder bestimmte Bereiche gezielt an die Bedürfnisse der Betroffenen anpassen.

So lassen sich Stürze vermeiden, der Pflegeaufwand reduzieren und die Selbstständigkeit möglichst lange erhalten. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und kann telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de erfolgen.

Moers: Nächstes Frühstück mit der Seniorenberatung am 6. November
Guten Anklang hat die erste Ausgabe des Frühstücks mit der Seniorenberatung der Stadt Moers im Oktober gefunden. Rund 20 Seniorinnen und Senioren sind der Einladung gefolgt.  Deshalb soll das Angebot nun jeden ersten Freitag im Monat stattfinden.

Am Freitag, 6. November, von 9 bis 11 Uhr gibt Anke Saatkamp (Foto: pst) von der Seniorenberatung in der Rathauskantine (Rathausplatz 1) bei Kaffee und Brötchen wieder Ratschläge rund um das Leben im Alter. 
 

Die Teilnehmenden können beispielsweise Fragen zum Wohnen, zu Freizeitangeboten oder zu Hilfen im Alltag stellen. Gerade die entspannte Atmosphäre in der Kantine bietet für individuelle Gespräche einen guten Rahmen. Eine Anmeldung zu dem Frühstück ist nicht erforderlich.

Aktionswochen zu jüdischem Leben in Kempen
Vom 17. bis 29. November 2026 laden verschiedene Veranstaltungen dazu ein, jüdisches Leben und jüdische Perspektiven kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich mit Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen.
Eine demokratische Gesellschaft lebt von Vielfalt, Dialog und gegenseitigem Verständnis.

Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ veranstaltet das Kulturamt Kempen in Kooperation mit dem Kempener Geschichts- und Museumsverein (KGMV) im November die Aktionswochen zu jüdischem Leben. Das Programm richtet sich sowohl an die Öffentlichkeit als auch an Schulen und beleuchtet unterschiedliche Facetten jüdischen Lebens – damals und heute.

Den Auftakt macht am 17. November 2026 um 19.30 Uhr eine Lesung mit Rabbiner Levi Israel Ufferfilge aus seinem Buch „Nicht ohne meine Kippa“. Darin berichtet er von seinen Erfahrungen als sichtbar jüdische Person, von antisemitischen Anfeindungen und ungewöhnlichen Begegnungen. Im Anschluss an die Lesung besteht Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.

Am 22. November 2026 steht die Geschichte jüdischen Lebens in Kempen im Mittelpunkt. Bei einer Führung über den jüdischen Friedhof in Kempen-Kamperlings gibt die Judaistin und Epigraphikerin Anna Martin Einblicke in die Geschichte der jüdischen Gemeinde und die Spuren jüdischen Lebens vor Ort. Jüdische Friedhöfe gehören häufig zu den wenigen erhaltenen sichtbaren Zeugnissen jüdischer Geschichte.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktionswochen ist die Ausstellung „Du Jude!“ – Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland.

Sie ist über die Laufzeit der Aktionswochen hinaus vom 18. November bis 20. Dezember 2026 im kleinen Wechselausstellungsraum im 1. Obergeschoss des Kulturforums Franziskanerkloster zu sehen. Die Ausstellung informiert über aktuelle Formen des Antisemitismus und macht die Perspektiven und Alltagserfahrungen von Jüdinnen und Juden sichtbar. Führungen sind nach vorheriger Absprache möglich.
Auch für Schulen gibt es verschiedene Angebote.

In Zusammenarbeit mit SABRA e.V. bietet das Kulturamt einen Workshop zum Film „8 x 2 Jüdische Perspektiven“ an. Darüber hinaus werden im Zusammenhang mit der Lesung und der Führung über den jüdischen Friedhof zusätzliche Veranstaltungen speziell für Schulklassen angeboten.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Um eine vorherige Anmeldung unter kulturamt@kempen.de wird gebeten.
Das vollständige Programm der Aktionswochen sowie weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind auf der Homepage des Kulturamtes Kempen zu finden.

Nasses Herbstlaub bringt Passanten ins Rutschen: Wer haftet bei Unfällen?
Viele genießen den goldenen Herbst, wenn das Laub sich langsam verfärbt. Mit sinkenden Temperaturen verlieren Bäume aber auch ihre Blätter, Niederschläge nehmen zu. Beides zusammen verwandelt Bürgersteige in Rutschbahnen. Ohne Räumen ist ein Unfall schnell passiert.

Wer zum Besen greifen muss, regeln die meisten Kommunen in ihren Satzungen. Hier schreiben sie fest, ob und in welchem Umfang sich Hauseigentümer um die Reinigung der Bürgersteige kümmern müssen. Wer sich der Reinigungspflicht dauerhaft entzieht, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Den Eigentümern eines Mietshauses steht es offen, die Reinigungspflicht über den Mietvertrag an die Mieter weiterzugeben.

Ereignet sich ein Unfall, hat der nicht nur eine strafrechtliche Seite. Hier geht es, wie die HUK-COBURG mitteilt, auch um persönliche Haftung. Bricht sich ein Passant beispielsweise das Bein, weil vergessen wurde, die Blätter wegzufegen, muss der Verantwortliche für den Schaden aufkommen. Ohne Haftpflichtversicherung kann das teuer werden: Im geschilderten Fall können dem Geschädigten Schmerzensgeld und falls er arbeitet, auch eine Entschädigung für seinen Verdienstausfall zustehen.

Bleiben nach einem Unfall dauerhafte Schäden zurück, können sogar lebenslange Rentenzahlungen fällig werden. Ob und in welchem Umfang ein säumiger Laubräumer haftet, hängt allen Regeln zum Trotz oft von den speziellen Umständen des Einzelfalls ab. Sollte der Geschädigte den Rechtsweg beschreiten, steht die Haftpflichtversicherung ihrem Kunden zur Seite.




Weltspartag: 9,20 Euro pro Kopf und Tag sparten private Haushalte in NRW 2024
* Sparquote in NRW 2024 auf 11,3 % gestiegen und damit leicht über dem Bundesdurchschnitt von 11,2 %
* Paare ohne Kind(er) sparten 2023 mit 68,3 % am häufigsten, Alleinlebende mit 56,0 % am seltensten
* 39,1 % der privaten Haushalte gaben 2023 an, kein Geld zurückzulegen

Private Haushalte in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2024 rund 60,8 Milliarden Euro gespart, 12,1 % mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Weltspartags am 30. Oktober 2026 mitteilt, waren das je Einwohnerin und Einwohner rund 3.372 Euro oder rund 9,20 Euro pro Tag.

Laut der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder ist die Sparquote 2024 in allen 16 Bundesländern gegenüber dem Vorjahr gestiegen – am stärksten in Bremen (+1,3 Prozentpunkte), am schwächsten im Saarland (+0,3 Prozentpunkte).

Die Sparquote der privaten Haushalte in NRW stieg von 10,4 % im Jahr 2023 auf 11,3 % im Jahr 2024. Die höchste Sparquote wies Bayern mit 12,9 % auf. Am niedrigsten lag sie in Sachsen-Anhalt mit 7,3 %. NRW hatte die sechsthöchste Sparquote aller Länder und lag leicht über dem Bundesdurchschnitt von 11,2 %.



6 von 10 NRW-Haushalten legten 2023 Geld beiseite
In der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) werden die privaten Haushalte in NRW nach ihrem Sparverhalten befragt. Wie das Statistische Landesamt anhand dieser Ergebnisse für das Jahr 2023 mitteilt, haben 60,9 % nach eigenen Angaben Geld beiseitegelegt. Die Sparanteile unterscheiden sich sowohl nach Haushaltstyp als auch nach der beruflichen Stellung der Haupteinkommensperson eines Haushaltes.
 

Insgesamt gaben 39,1 % der privaten Haushalte an, kein Geld zurückzulegen. 13,5 % aller Haushalte gaben an, auf Erspartes zurückgreifen oder Geld leihen zu müssen. Weitere 25,6 % sparten nicht, mussten aber weder auf Erspartes zurückgreifen noch Geld leihen. Paare ohne Kind(er) sparten am häufigsten Das Sparverhalten variierte je nach Haushaltstyp.

Am häufigsten legten Paare ohne Kind(er) Geld zurück; dies gaben 68,3 % der befragten kinderlosen Paare an. Zugleich war bei ihnen der Anteil der Haushalte, die auf Erspartes zurückgreifen oder Geld leihen mussten, mit 9,6 % am niedrigsten. Paare mit Kind(ern) sparten in 61,5 % der Fälle. Damit lag der Anteil sparender Haushalte bei Paaren ohne Kind(er) um 6,8 Prozentpunkte höher.

Alleinlebende legten mit 56,1 % am seltensten Geld beiseite. Bei ihnen war zugleich der Anteil der Haushalte am höchsten, die nicht sparten, jedoch weder auf Erspartes zurückgreifen noch Geld leihen mussten. Dieser Anteil lag bei 29,1 %.

Selbstständigen-Haushalte sparten seltener als Arbeitnehmerhaushalte Auch nach der beruflichen Stellung der Haupteinkommensperson zeigten sich Unterschiede: Während 67,6 % der Arbeitnehmerhaushalte Geld beiseitelegten, waren es bei Haushalten von Selbstständigen 62,1 %. Ihr Sparanteil lag damit um 5,5 Prozentpunkte niedriger.

Haushalte von Nichterwerbstätigen gaben zu 51,3 % an, Geld beiseitezulegen. Weitere 32,1 % sparten nicht, mussten aber weder auf Erspartes zurückgreifen noch Geld leihen. Bei 16,6 % war dies dagegen erforderlich.

Innerhalb dieser Gruppe sparten Haushalte, deren Haupteinkommensperson im Ruhestand war, häufiger. 56,6 % legten Geld zurück. 29,7 % sparten nicht, mussten aber weder auf Erspartes zurückgreifen noch Geld leihen. 13,6 % der Ruhestandshaushalte mussten auf Erspartes zurückgreifen oder Geld leihen.

NRW-Kommunen und ihre ausgegliederten Einheiten hatten Ende 2025 zusammen rund 105 Mrd. Euro Schulden
* Schuldenanteil der Kernhaushalte an „Integrierten Schulden“ lag bei 58,8 %
* Mülheim an der Ruhr mit höchster und Hamm mit niedrigster Pro-Kopf-Verschuldung der kreisfreien Städte
* Unter den Kreisen hatten der Kreis Mettmann die höchste und der Kreis Olpe die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung

Nach den Ergebnissen der Modellrechnung „Integrierte Schulden“ waren die nordrhein-westfälischen Gemeinden und Gemeindeverbände einschließlich ihrer Beteiligungen zum Jahresende 2025 beim nicht-öffentlichen Bereich mit rund 105 Milliarden Euro verschuldet. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ergibt sich daraus eine Verschuldung von 5.810 Euro pro Einwohnerin bzw. Einwohner des Landes. 

Schuldenanteil der kommunalen Kernhaushalte bei 58,8 %
Die integrierten Schulden sind eine Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder auf Basis einer Modellrechnung. Sie berücksichtigen die Schulden der kommunalen Kernhaushalte und ausgegliederter Einheiten – sogenannte Extrahaushalte und sonstige öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen (sFEU), die durch den Staat kontrolliert werden. 

Diese erweiterte Betrachtung ermöglicht einen von kommunalen Ausgliederungsentscheidungen unabhängigen Vergleich der kommunalen Verschuldung. 61,6 Milliarden Euro und damit der Hauptteil der Schulden (58,8 %) entfiel auf die Kernhaushalte. Mit 31,4 Milliarden Euro betrafen 30,1 % der Schulden sFEU. Hierbei handelt es sich um Marktproduzenten, die ihre Kosten überwiegend mit eigenen Umsätzen decken (z. B. Ver- und Entsorgungsunternehmen).

Die Extrahaushalte trugen mit 11,6 Milliarden Euro zur Verschuldung bei; ihr Anteil lag bei 11,1 %. Hierzu zählen alle öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, die keine Marktproduzenten sind, da sie sich in der Regel nicht überwiegend aus eigenen Einnahmen finanzieren und daher dem Sektor Staat zugeordnet werden (z. B. Bäderbetriebe und Kulturbetriebe).



Mülheim an der Ruhr mit höchster Pro-Kopf-Verschuldung der kreisfreien Städte
Bei Betrachtung der integrierten kommunalen Schulden insgesamt hatte Mülheim an der Ruhr Ende 2025 mit 11.674 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller kreisfreien Städte in NRW. Oberhausen mit 10.955 Euro und Köln mit 10.735 Euro folgten auf den Plätzen 2 und 3.

Die niedrigsten Schulden pro-Kopf wiesen bei den kreisfreien Städten Hamm mit 3.901 Euro, Bottrop mit 4.045 Euro und Bielefeld mit 4.172 Euro pro Einwohnerin und Einwohner auf.  Kreis Mettmann auf Kreisebene mit höchster Verschuldung pro Einwohner/-in Bei einem Vergleich der Kreise hatten Ende 2025 der Kreis Mettmann mit 6.800 Euro, der Kreis Herford mit 6.392 Euro und die Städteregion Aachen mit 6.079 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung.

Die niedrigsten Schulden je Einwohnerin bzw. Einwohner auf Kreisebene wiesen die Kreise Olpe mit 1.235 Euro, Coesfeld mit 1.877 Euro und Heinsberg mit 1.942 Euro auf. Hierbei wurden die Schulden der kreisangehörigen Gemeinden und der Kreisverwaltungen in Summe betrachtet. 


NRW: 2025 wurden 22,4 % weniger Speisekürbisse geerntet als im Vorjahr
* NRW hatte knapp über ein Sechstel (17,4 %) der bundesweiten Anbaufläche für Speisekürbisse
* Im Regierungsbezirk Köln wurden fast die Hälfte (46,7 %) der Speisekürbisse in NRW geerntet
* Herbstgemüse: Ernte von Rosenkohl mit deutlichem Rückgang (–36,8 %)

Im Jahr 2025 wurden in Nordrhein-Westfalen rund 20.927 Tonnen Speisekürbisse auf einer Anbaufläche von 1.004 Hektar geerntet. Wie dal Statistisches Landesamt mitteilt, war die Anbaufläche von Speisekürbisse damit um 0,7 % kleiner als 2024 (1.011 Hektar). Die Erntemenge ging im Vergleich zum Vorjahr um 22,4 % zurück.

Bei nahezu unveränderter Anbaufläche fiel der Hektarertrag somit deutlich geringer aus. Im Vergleich zu 2015 vergrößerte sich die Anbaufläche um 41,5 % (damals: 710 Hektar). 2025 entfiel ein Anteil von 17,4 % der bundesweiten Anbaufläche für Speisekürbisse auf NRW. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 19,2 %.



Knapp die Hälfte der Speisekürbisse wurde im Regierungsbezirk Köln geerntet Mit 9.768 Tonnen wurde knapp die Hälfe (46,7 %) der Speisekürbisse im Regierungsbezirk Köln geerntet. Es folgte der Regierungsbezirk Münster mit einem Anteil von 22,1 % (4.633 Tonnen). Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten sowohl der Regierungsbezirk Düsseldorf mit 39,7 % als auch der Regierungsbezirk Köln mit 23,9 % die höchsten Rückgänge bei der Erntemenge. 

Herbstgemüse: Rosenkohlernte ging um fast 37 % zurück
Neben Speisekürbissen werden auch Kohlgemüse, Wurzel- und Knollengemüse zu großen Teilen im Herbst geerntet. 2025 wurde Kohlgemüse in NRW auf einer Fläche von 4.085 Hektar angebaut. Die geerntete Menge lag bei 176.889 Tonnen.

Während die Erntemenge von Chinakohl im Vergleich zum Vorjahr um 35,0 % auf 5.291 Tonnen stieg, verringerte sie sich bei Rosenkohl um 36,8 % auf 949 Tonnen und bei Blumenkohl um 17,9 % auf 13.608 Tonnen. Bei Wurzel- und Knollengemüse wurden 2025 auf einer Anbaufläche von 9.439 Hektar insgesamt 546.538 Tonnen geerntet. Das entsprach einem Anstieg von 15,8 % gegenüber dem Vorjahr. 



LKA-NRW: Hohe Schadenssummen statt hoher Gewinne: Landeskriminalamt NRW warnt vor Anlagebetrug im Internet. Wie die Betrugsmasche abläuft und wie Menschen sich schützen können.
Geld anlegen, schnell Gewinne erzielen und dabei angeblich kein Risiko eingehen: Mit solchen Versprechen locken Kriminelle Menschen auf gefälschte Anlageplattformen im Internet. Die Webseiten oder Apps sehen professionell aus und angebliche Fachleute bieten dort ihre persönliche Beratung an. Doch statt das Geld anzulegen, behalten die Täter es für sich.

 

Diese Form des Online-Anlagebetrugs wird auch "Cybertrading Fraud" oder

"Cybertrading-Betrug" genannt. Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) klärt über die Masche auf. Die wichtigste Botschaft: Prüfen Sie Anlageangebote sorgfältig, bevor Sie persönliche Daten weitergeben oder Geld überweisen.

 

Wie groß das Problem ist, zeigen die Zahlen: Die Polizei NRW registrierte im vergangenen Jahr 6385 Fälle. Und dabei handelt es sich ausschließlich um das Hellfeld. Der erfasste Schaden belief sich 2025 insgesamt auf rund 251 Millionen

Euro. Hinter diesen Summen stehen Menschen, die teilweise ihr gesamtes Erspartes verloren haben.

 

So funktioniert die Masche: Am Anfang steht häufig eine Werbeanzeige in sozialen

Netzwerken oder auf einer bekannten Internetseite. Auch Werbung in Zeitungen,

Magazinen oder im Fernsehen kann auf betrügerische Angebote führen.

 

Versprochen werden hohe Gewinne mit Aktien, Kryptowährungen oder anderen Geldanlagen. Die professionell gestaltete Werbung ist jedoch kein Beleg dafür, dass ein Angebot seriös ist. Manche Anzeigen erwecken den Eindruck, bekannte Persönlichkeiten hätten mit dem Angebot bereits viel Geld verdient. Dafür nutzen Kriminelle auch Bilder, Stimmen und Videos, die mithilfe künstlicher Intelligenz gefälscht wurden. Die gezeigten Personen haben mit der beworbenen Anlage nichts zu tun.

 

Wer sich registriert, wird von angeblichen Anlageberaterinnen oder Anlageberatern kontaktiert. Sie wirken hilfsbereit und bauen Vertrauen auf. Zunächst soll oft nur ein kleiner Betrag eingezahlt werden. Auf dem vermeintlichen Anlagekonto erscheinen schon bald Gewinne. Tatsächlich sind diese Zahlen erfunden. Sie sollen dazu verleiten, immer mehr Geld zu überweisen.

 

Manchmal zahlen die Täter anfangs sogar kleinere Beträge aus, um Zweifel auszuräumen. Doch wer später sein Guthaben zurückhaben möchte, wird vertröstet oder soll zunächst weitere Gebühren oder angebliche Steuern bezahlen. Auch dieses Geld landet bei den Kriminellen. Eine erste Auszahlung beweist deshalb nicht, dass eine Plattform vertrauenswürdig ist.

 

Das LKA NRW rät:

- Misstrauen Sie ungewöhnlich hohen Gewinnversprechen. Hohe Gewinne ohne Risiko sind ein Warnsignal. Lassen Sie sich erklären, wie die Anlage funktioniert, welche Kosten entstehen und welche Verluste möglich sind.

- Lassen Sie sich nicht drängen. Aussagen wie "Nur heute verfügbar" oder die Aussicht auf besondere Bonuszahlungen sollen Sie zu schnellen Entscheidungen bewegen. Nehmen Sie sich Zeit und besprechen Sie das Angebot mit einer unabhängigen Person.

- Prüfen Sie den Anbieter. Sind Firmenname, Anschrift und Kontaktdaten nachvollziehbar? Prüfen Sie in der Unternehmensdatenbank der Bundesanstalt für

Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), ob der Anbieter für die angebotene Tätigkeit in Deutschland zugelassen ist. Verlassen Sie sich nicht auf eine angebliche Lizenz auf der Werbeseite.

- Suchen Sie nach Warnungen oder nutzen die Bilder-Rückwärtssuche zur Überprüfung von Internetseiten (wegen möglicher "Deepfakes"). Beachten Sie insbesondere Warnmeldungen der BaFin und recherchieren Sie unabhängig nach Beschwerden. Gute Bewertungen und prominente Werbegesichter können gefälscht sein.

- Geben Sie keinen Zugriff auf Ihre Geräte. Installieren Sie keinesfalls auf Aufforderung angeblicher Anlageberater Fernzugriffsprogramme, um sich helfen zu lassen. Damit könnten Fremde Ihren Computer bedienen und Daten auslesen.

- Geben Sie niemals Passwörter oder Zugangsdaten für Bankkonten und Depots weiter.

- Zahlen Sie bei blockierten Auszahlungen nicht nach. Angebliche Steuern, Gebühren oder Versicherungen, die Sie vor einer Auszahlung zusätzlich überweisen sollen, sind ein deutliches Warnsignal. Stoppen Sie weitere Zahlungen.

 

Sie haben bereits Geld überwiesen? Dann handeln Sie sofort. Brechen Sie den

Kontakt zu den mutmaßlichen Betrügern ab und überweisen Sie kein weiteres Geld.

Informieren Sie sofort Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienstleister. Lassen Sie prüfen, ob Zahlungen noch gestoppt oder zurückgerufen werden können. Sichern Sie Nachrichten, E-Mails, Zahlungsbelege und Bildschirmfotos der Plattform. Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer Polizei vor Ort.

 

Als Opfer einer Straftat sind Sie nicht auf sich allein gestellt. Eine erste Orientierung zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten finden Sie im Präventionsportal der Polizei NRW: https://praevention.polizei.nrw/ Sie können sich auch an die Mitarbeitenden des polizeilichen Opferschutzes in den hierfür zuständigen Organisationseinheiten Ihrer örtlichen Polizei wenden. Ihre örtlich zuständige Polizeidienststelle finden Sie über https://polizei.nrw/artikel/polizei-vor-ort

 

Der Betrug nach dem Betrug: Seien Sie auch nach festgestelltem Betrug vorsichtig. Es kommt vor, dass die Kriminellen unter dem Vorwand Unterstützung bei der Rückholung der Gelder zu leisten (zum Beispiel als Anwalt), erneut Kontakt suchen (sogenanntes "Recovery Scam"). Hierfür wird dann eine Vorabgebühr verlangt.

 

Die Themenseite "Online-Anlagebetrug" der Polizeilichen Kriminalprävention des

Bundes und der Länder (ProPK) erklärt die Vorgehensweise der Kriminellen und

bündelt Warnsignale sowie praktische Tipps: https://www.polizei-beratung.de/them

en-und-tipps/gefahren-im-internet/cybertrading-betrug/

 

Weitere Informationen stellt das LKA NRW auf seiner Homepage zur Verfügung:

- https://lka.polizei.nrw/artikel/vorsicht-abzocke-betrugsmasche-bei-ausschreibungen

- https://lka.polizei.nrw/anlagebetrug-im-internet-leere-versprechen-gezielte-abzocke-hohe-verluste-zerstoerte-existenzen

Sprechen Sie auch mit Ihrer Familie, Freundinnen und Freunden über die Masche.

Helfen Sie mit, dass aus einem verlockenden Angebot kein finanzieller Verlust wird.


Moers und Neukirchen-Vluyn: Erdgasumstellung geht in die nächste Phase - Enni informiert Kunden über die Anpassung ihrer Gasgeräte
Die Erdgasumstellung in Moers und Neukirchen-Vluyn geht in die nächste Phase. Nachdem die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) im Laufe dieses Jahres 16.835 Gasgeräte erfasst hat, steht nun deren technische Anpassung an das neue H-Gas an.

Ab dem 5. November informiert ein von Enni beauftragter Dienstleister die betroffenen Kundinnen und Kunden schriftlich über die nächsten Schritte. Ausgenommen sind zunächst die Bereiche Holderberg, Vennikel und Kapellen.

„Mit der Geräteerhebung haben wir einen wichtigen Teil der Erdgasumstellung erfolgreich abgeschlossen. Nun bereiten wir den nächsten großen Schritt vor“, sagt Enni-Projektleiter Ingo Blank. „Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet das vor allem, dass sie in den kommenden Wochen Post von uns erhalten. Darin informieren wir sie darüber, wie es mit ihrem Gasgerät weitergeht.“  

Von den erfassten Geräten müssen 13.595 technisch angepasst werden. Die Arbeiten finden zwischen dem 4. Januar und dem 30. Juni 2027 statt und werden durch verschiedene von Enni beauftragte Dienstleister oder direkt durch die jeweiligen Gerätehersteller vorgenommen. Die übrigen Geräte sind selbstadaptierend und stellen sich automatisch auf die neue Gasart ein.

Wie die technische Anpassung konkret aussieht, hängt vom jeweiligen Gerätetyp ab. In einigen Fällen tauschen die Fachleute die Düsen aus, bei anderen Geräten regulieren sie den Brenner neu ein. Auch der Zeitpunkt der Arbeiten richtet sich nach dem jeweiligen Gasgerät. Die Anpassung kann daher bereits längere Zeit vor oder auch nach dem eigentlichen Schalttermin erfolgen. Bei bestimmten Geräten muss sie unmittelbar mit der Umstellung auf H-Gas vorgenommen werden.

„Deshalb kann es passieren, dass beispielsweise direkte Nachbarn zu einem anderen Zeitpunkt Besuch von einem Monteur bekommen“, erklärt Ingo Blank. „Entscheidend ist der jeweilige Gerätetyp. Wer mehrere Gasgeräte besitzt, kann entsprechend auch von unterschiedlichen Dienstleistern zu verschiedenen Terminen kontaktiert werden.“  

Die eigentliche Umstellung des Gasnetzes auf H-Gas erfolgt in den jetzt anstehenden Bereichen an zwei Terminen: am 20. April und am 11. Mai 2027. Hintergrund ist die bundesweite Umstellung von L- auf H-Gas, da das bislang in der Region genutzte L-Gas überwiegend aus den Niederlanden stammt und künftig nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Weitere Informationen zur Erdgasumstellung gibt es unter www.enni-erdgasumstellung.de oder telefonisch unter 02841/104650.

Evangelische Beratungsstelle Duisburg/Moers: Weiterhin starke Nachfrage nach Beratung
Die Evangelische Beratungsstelle Duisburg/Moers zieht Bilanz für das vergangene Jahr.  1.775 Beratungen hat die Evangelische Beratungsstelle Duisburg / Moers im vergangenen Jahr an ihren beiden Standorten durchgeführt. Das zeigt der frisch erschienene Jahresbericht 2025.

Auch im vergangenen Jahr blieb die Nachfrage nach Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) mit mehr als 1.000 Beratungen, davon in Duisburg 465 und in Moers 556, konstant hoch. In diesem Bereich geht es z. B. um Fragen der Erziehung, um Beratungen bei Scheidungen und zum Umgangsrecht.

Über diese öffentlich geförderte Arbeit hinaus, die sich an Familien mit minderjährige Kinder richtet, können sich auch kinderlose Paare und Singles jeglichen Alters beraten lassen, etwa in Lebenskrisen durch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder in Trennungssituationen.

Möglich machen das primär kirchliche Eigenmittel der beiden Kirchenkreise Moers und Duisburg, die die Beratungsstelle gemeinsam tragen, sowie des Kirchenkreises Kleve, der diese Arbeit ebenfalls unterstützt. Auch über weitere Arbeitsbereiche informiert der Jahresbericht, etwa über 681 Beratungen in der Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Möglichkeiten, sich online beraten zu lassen sowie Präventionsangebote. Interessierte können den Bericht herunterladen unter www.ev-beratung.de.   

DRK Familienbildung Niederrhein: Neue Kursangebote im November  
Neukirchen-Vluyn - Von Musik über Eltern-Kind-Angebote bis zur Gesundheitsförderung: Die DRK Familienbildung Niederrhein bietet im November wieder abwechslungsreiche Kurse für unterschiedliche Altersgruppen und Interessen an. Für einige Angebote sind noch Anmeldungen möglich.  

Wer im November etwas Neues ausprobieren, seine Gesundheit stärken oder gemeinsam mit seinem Kind aktiv werden möchte, findet bei der DRK Familienbildung Niederrhein passende Angebote. Für Eltern mit Babys, die zwischen Juni und August 2026 geboren wurden, startet am 4. November ein PEKiP-Kurs.

Das Prager Eltern-Kind-Programm unterstützt die frühkindliche Entwicklung und fördert die Bindung zwischen Eltern und Kind. Der Kurs läuft bis zum 16. Dezember. Musikalisch wird es bei den Gitarrenkursen für Erwachsene. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene können vom 4. November bis zum 9. Dezember ihre Fähigkeiten an der Gitarre entdecken oder vertiefen.  

Darüber hinaus bietet die Familienbildung noch bis zum 27. November den Kurs „Selbsthilfe bei Rheuma mit Yoga und Ernährung“ an. Im Mittelpunkt stehen Möglichkeiten, das eigene Wohlbefinden durch gezielte Bewegung und eine bewusste Ernährung zu unterstützen.  

Gut zu wissen: Für die Kursangebote sind Ermäßigungen möglich. Interessierte können sich hierzu individuell beraten lassen. Weitere Informationen und Anmeldungen gibt es bei der DRK Familienbildung Niederrhein, Grubenwehrstraße 5, 47506 Neukirchen-Vluyn, telefonisch unter 0281 3001-8100 oder per E-Mail an familienbildung@drk-niederrhein.de.  


„Familienbildung des DRK Niederrhein in der Grubenwehrstraße in Neukirchen-Vluyn.“

Neues Amtsblatt
Am 27. Oktober 2026 ist ein neues Amtsblatt der Stadt Dinslaken erschienen. Es enthält zwei öffentliche Zustellungen. Das Amtsblatt kann online eingesehen werden: https://abi.dinslaken.de/termine.

Winterdienst auf den Kreisstraßen des Kreises Wesel
Damit die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auch in der kalten Jahreszeit sicher ans Ziel kommen, ist der Bauhof des Kreises Wesel auf alle Wetterlagen gut vorbereitet. Auf insgesamt 192 Kilometer Fahrbahn und 183 Kilometer Radweg ist der Kreis Wesel für den Winterdienst auf den Kreisstraßen des Kreises Wesel zuständig.

Hierfür stehen dem Kreisbauhof 20 einsatzbereite Mitarbeitende, sechs speziell ausgerüstete Fahrzeuge, 60.000 Liter Sole und 400 Tonnen Streusalz zur Verfügung. In einem gemeinsamen Notlager mit der Stadt Wesel befinden sich zudem weitere 600 Tonnen Streusalz. Jens Kampen, Leiter des Kreisbauhofs: „Unsere Mitarbeitenden sorgen mit großen Engagement und persönlichem Einsatz für freie Fahrt auf unseren Kreisstraßen und das von Bocholt bis Dinslaken und Kalkar bis hinunter nach Moers.

Egal ob Weihnachten, Silvester oder Neujahr: Die Mitarbeitenden des Kreisbauhofes stehen rund um die Uhr mit sechs Fahrzeugen parat, um den Winterdienst auf unseren Kreisstraßen sicherzustellen. Hierfür beginnen sie bei entsprechender Witterung ab 3 Uhr mit den Streu- und Räumfahrten, um die Fahrbahnen vor dem Berufsverkehr sicher befahrbar zu halten.

Bei sogenannten Großwetterlagen erfolgt der Streu- und Räumeinsatz rund um die Uhr. Natürlich muss sich aber auch jeder Verkehrsteilnehmer und jede Verkehrsteilnehmerin auf die jeweiligen Witterungsverhältnisse einstellen und entsprechend verhalten.“ 

Bei den Streueinsätzen wird systematisch nach definierten Dringlichkeitsstufen vorgegangen. Hierbei werden unter anderem besondere Gefahrenstellen und besondere Verkehre, wie z.B. der Schülerverkehr, berücksichtigt und so geplant, dass zusätzliche Winterdienst-Fahrten möglichst vermieden werden. 

Bei den Streueinsätzen kommt ein leistungsstarkes Feuchtsalz zum Einsatz, einem Gemisch aus 70 Prozent Streusalz und 30 Prozent Natriumchloridlösung. Dadurch haftet das Salz besser auf der Straße und wird nicht so leicht weggeweht. Außerdem löst sich das angefeuchtete Salz schneller auf und kann so seine Wirkung schneller entfalten.

Hierbei behält der Kreis Wesel auch die Umwelt im Blick. Getreu der Devise „so wenig wie möglich aber so viel wie nötig“ wird die Streumenge den vorliegenden örtlichen Gegebenheiten jeweils individuell angepasst. Dadurch werden die Auswirkungen für die Umwelt auf ein Minimum reduziert.

Der Kreis Wesel arbeitet interkommunal mit einer Vielzahl an Kommunen, Kreisen und Straßen NRW im Winterdienst zusammen. Im Regelfall ist hierbei ein Streckentausch zum gegenseitigen Vorteil vereinbart. Bei aller guten Vorbereitung ist aber auch klar, dass der Kreisbauhof nicht alle Wetterlagen beherrschen kann. 

Fahrbahnsanierung auf der Rheinstraße (K 11) in Hamminkeln
Der Kreis Wesel saniert die Kreisstraße 11 (K 11) in Hamminkeln. Die Arbeiten finden zwischen den Einmündungen Ottenstraße und Im Mühlenbusch statt. Auf einer Gesamtlänge von rund 320 Metern wird zunächst die Fahrbahn an Schadstellen instandgesetzt. Anschließend wird die Asphaltdeckschicht erneuert.

In dem Zug wird der Kreis Wesel auch den straßenbegleitenden Geh- und Radweg sanieren. Nach derzeitiger Planung beginnen die Arbeiten mit der Einrichtung der Baustelle am Donnerstag, 29. Oktober 2026.

Der Abschluss der Maßnahme ist für Freitag, 6. November 2026, vorgesehen. Während der Bauarbeiten wird die Rheinstraße für den Durchgangsverkehr sowie für den Rad- und Fußverkehr voll gesperrt. Eine Umleitung über das umliegende Straßennetz wird eingerichtet. Die Haltestellen des öffentlichen Busverkehrs sind von der Sperrung nicht betroffen.

Die Sanierung der Fahrbahn und des Geh- und Radwegs an der K 11 ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur im Kreis Wesel und zur Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Nach einer öffentlichen Ausschreibung hat der Kreis Wesel die Firma Mesken aus Bocholt mit den Sanierungsarbeiten beauftragt. Der Kreis Wesel bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis und Geduld während der Bauarbeiten.

Jugendliche gestalten Kassenhäuschen am Auesee mit Graffiti
Das ehemalige Kassenhäuschen am Auesee ist jetzt bunt gestaltet. Acht Jugendliche und junge Erwachsene haben das Gebäude am 24. und 25. Oktober 2026 mit Graffiti verschönert. Die Aktion wurde von den Streetworkern der Stadt Wesel, Annika Volbrecht und Marvin Henning, organisiert.

Zwei erfahrene Graffiti-Künstler zeigten den Jugendlichen, wie sie mit Sprühdosen umgehen und eigene Kunstwerke gestalten können. Die Jugendlichen durften selbst entscheiden, welche Motive sie auf die Wände sprühen möchten. Dabei konnten sie kreativ sein, Neues lernen und gemeinsam Spaß haben. Schon im Sommer hatten Jugendliche die Skateanlage in Wesel mit Graffiti neugestaltet. Nach dem großen Erfolg wurde nun auch das Kassenhäuschen am Auesee verschönert.

Mit solchen Aktionen möchte die Stadt Wesel jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Ideen umzusetzen und ihre Stadt aktiv mitzugestalten. Der Workshop war für alle Teilnehmenden kostenlos. Auch die Materialien und die Verpflegung wurden bereitgestellt. Das bunte Ergebnis können sich jetzt alle Besucherinnen und Besucher am Auesee ansehen.

Stadt Wesel besiegelt Patenschaft mit dem JAPCC
Die Stadt Wesel hat eine neue Patenschaft mit dem Deutschen Anteil des Joint Air Power Competence Centre (JAPCC) am Standort Kalkar/Niederrhein geschlossen. Damit soll die Verbindung zwischen der Stadtgesellschaft und der Bundeswehr gestärkt und der persönliche Austausch gefördert werden.

Bereits am 19. Mai 2026 hatte der Rat der Stadt Wesel beschlossen, die Patenschaft einzugehen. Die offizielle Besiegelung fand am 1. Oktober 2026 im Deichdorfmuseum Bislich statt. Bürgermeister Rainer Benien, Oberst i. G. Stefan Matzdorf, Dienstältester Deutscher Offizier beim JAPCC, und Andreas Michelbrink, Präsident der Schützengemeinschaft Bislich e. V., unterzeichneten im Rahmen einer Feierstunde die Patenschaftsurkunde.

Das JAPCC ist ein internationales militärisches Kompetenzzentrum am Standort der Von-Seydlitz-Kaserne in Kalkar. Dort arbeiten Soldatinnen und Soldaten aus 14 Nationen zusammen. Eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Patenschaft übernimmt die Schützengemeinschaft Bislich e. V. Sie ist damit betraut, den Kontakt zwischen den Beteiligten zu pflegen, Begegnungen zu ermöglichen und die Zusammenarbeit langfristig mit Leben zu füllen.

In der Patenschaftsurkunde heißt es dazu: „Der Schützengemeinschaft Bislich e. V. ist die besondere Aufgabe anvertraut, diese Patenschaft für die Stadt Wesel zu gestalten und zu pflegen. Sie soll Begegnungen ermöglichen, Verbindungen schaffen und dazu beitragen, dass aus dem feierlichen Versprechen dieses Tages eine lebendige und beständige Gemeinschaft erwächst.“

Die neue Patenschaft knüpft zugleich an eine frühere Verbindung an: Bereits in der Vergangenheit unterhielt die Schützengemeinschaft Bislich eine Patenschaft mit dem 3. Raketenartilleriebataillon 150 der Bundeswehr, das in der Weseler Schill-Kaserne stationiert war. Diese wurde vor rund 25 Jahren aufgelöst. Mit der neuen Vereinbarung wird die Tradition der Verbundenheit zwischen Bislich und der Bundeswehr wieder aufgegriffen und fortgeführt.

Pflege braucht Haltung: Stadtteiltreff Neu_Meerbeck besucht Pflegeschule
Am Mittwoch, 11. November, lädt der Stadtteiltreff Neu_Meerbeck von 16.30 bis 18 Uhr zu einem Besuch der Pflegeschule Moers von Kolping Bildung Deutschland an der Römerstraße (ehemalige RAG-Berufsschule) ein. 

Foto: Kolping Pflegeschule

Im Mittelpunkt steht das Projekt ‚Pflege in der NS-Zeit vs. Pflege heute‘. Auszubildende haben recherchiert, Gedenkstätten besucht und sich mit Medizinverbrechen beschäftigt – auch im Altkreis Moers. Ihre Ausstellung wirft Fragen auf, die uns heute angehen: Wie begegnen wir Rassismus? Wie schützen wir Menschenwürde und Selbstbestimmung? 

Ein Nachmittag, der Einblicke in moderne Pflegeausbildung gibt und zum Nachfragen und Austausch einlädt. Treffpunkt für die Veranstaltung ist um 16.30 Uhr an der Römerstraße 661. Interessierte können sich telefonisch unter 0 28 41 / 201 - 530 oder per E-Mail an stadtteilbuero.meerbeck@moers.de anmelden. Dort sind auch weitere Informationen erhältlich.

Kleve: Ein Streichquartett-Abend auf den Spuren Hans Werner Henzes
Das Minguet Quartett ist bekannt für seine klugen und originellen Konzertprogramme. Beim Reihenkonzert am 6. November um 20 Uhr in der Stadthalle nehmen Ulrich Isfort und Annette Reisinger (Violine), Aida-Carmen Soanea (Viola) und Matthias Diener (Violoncello) den Komponisten Hans Werner Henze in den Blick.

Das Minguet Quartett © Irène Zandel

Henze wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden – er war nicht nur einer der bedeutendsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts, sondern auch ein hochpolitischer Künstler, der sich entschieden gegen den Faschismus positionierte.

In einem atmosphärisch dichten Konzertabend begibt sich das Minguet Quartett auf „Spurensuche“ und beleuchtet neben Henzes Musik auch die seiner bewunderten Vorbilder: Werke von Bach, Schönberg, Strawinsky und Brahms umrahmen Henzes Streichquartett Nr. 2, wodurch ein vielseitiges Porträt des Komponisten entsteht. 

Der 26-jährige Henze schrieb sein zweites Streichquartett im Jahr 1952. Es ist das Werk eines jungen Mannes, der versucht, die Trümmer der Vergangenheit hinter sich zu lassen: ein vom Nationalsozialismus geprägtes Elternhaus, traumatische Erfahrungen an der Front im Zweiten Weltkrieg.

Das Minguet Quartett bettet Henzes Stück in die Musik vergangener Jahrhunderte ein, die der junge Komponist begierig aufsog und intensiv studierte, um daraus seinen eigenen Stil zu entwickeln: vier Sätze aus Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“, ein frühes (und noch ganz tonales) Scherzo von Arnold Schönberg und die eigenwilligen „Drei Stücke für Streichquartett“ des Russen Igor Strawinsky. 

Mit Johannes Brahms’ Streichquartett Nr. 1 c-Moll erklingt nach der Pause ein bahnbrechendes Werk, das ähnlich wie Henzes Musik die Zerrissenheit zwischen strenger Form und emotionaler Urgewalt in sich trägt. Tickets für 18 Euro (5 Euro für Schüler und Studierende) gibt es an der Rathaus-Info, an den bekannten Vorverkaufsstellen und hier. Um 19 Uhr gibt Daniel Ziegler die Konzerteinführung im Gespräch mit Geigerin Annette Reisinger. 

Workshop „Tiere abstrakt – Skizzen und Druckgrafik“ im Museum Kurhaus Kleve
An diesem langen Freitag, den 6. November 2026, findet ein besonderer Workshop mit Nicole Peters für alle Groß und Klein zwischen 8 und 90 Jahren statt. In Matarés Sammlung befinden sich abstrakte Tierdarstellungen sowohl als Druckgrafiken als auch als Tierskulpturen. Diese werden sich angeschaut und anschließend skizziert. In der Wunderkammer entstehen aus den Skizzen zuerst kleine Linolschnitte, die dann auf Druckplatten gedruckt werden.

Der Workshop ist alle Menschen zwischen 8 und 90 Jahren, die Gebühr beträgt 12 EUR (exkl. Materialkosten). Anmeldungen sind zu den Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr) am Empfang des Museum Kurhaus Kleve (Tel. +49-(0)2821 / 750 10) möglich oder via E-Mail empfang@mkk.art.

Workshop „Kunst & Yoga“ im Museum Kurhaus Kleve
Am Samstag, den 7. November 2026, findet ein besonderer Workshop mit Stefanie Dennstedt in Zusammenarbeit mit dem Theater Fluss für Mädchen von zehn bis vierzehn Jahren statt. Gestartet wird mit einer kurzen Yogaeinheit. Anschließend werden von den eigenen Bewegungen inspiriert, verschiedene Materialien gebogen und geformt.

Der Workshop ist für Mädchen von 10 -14 Jahren, der Workshop läuft über das Programm Kultur Rucksack NRW und ist kostenlos. Anmeldungen sind nicht im Museum Kurhaus Kleve möglich, sondern unter Tel. +49-(0) 2821/ 97 93 79 oder thea.fluss@t-online.de 

Workshop „Farbenmeer und Seelenfrieden: Achtsamkeit in der Kunst“ im Museum Kurhaus Kleve
Am Sonntag, den 8. November 2026, findet ein besonderer Workshop mit Ilka Sulten für Jugendliche und Erwachsene statt. Nach einer kurzen Führung durch die neue Ausstellung geht es in die Wunderkammer. Dort können Serien in Zeichnung oder Malerei entstehen, sowie auch eine Mappenbegleitung für Jugendliche, die eine künstlerische Ausbildung anstreben.

Alle Kunstrichtungen werden gefördert und individuell begleitet. Wer mit Ölfarbe malen möchte, kann seine Farben mit Leinwand mitbringen. Der Workshop ist für Jugendliche und Erwachsene, die Gebühr beträgt 12 EUR (exkl. Materialkosten). Anmeldungen sind zu den Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr) am Empfang des Museum Kurhaus Kleve (Tel. +49-(0)2821 / 750 10) möglich oder via E-Mail empfang@mkk.art.

RVR-Besucherzentren ändern zur Wintersaison ihre Öffnungszeiten
Im November läuten die Besucherzentren des Regionalverbandes Ruhr (RVR) wieder die Wintersaison ein. Damit verändern sich auch die Öffnungszeiten: Ab Dienstag, 3. November, sind die RVR-Besucherzentren Haus Ripshorst in Oberhausen und Hoheward in Herten dienstags bis freitags jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet, an den Wochenenden jeweils von 10 bis 13 Uhr und von 13.30 bis 16 Uhr.

Das RVR-Naturforum Bislicher Insel in Xanten kann ab dem 3. November dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden. Der Heidhof in Bottrop bleibt während der Wintersaison komplett geschlossen – der Wild- und Kaminholzverkauf am Heidhof findet jedoch weiterhin statt.

Aufgrund der laufenden Sanierungsarbeiten am RVR-Besucherzentrum Heidhof kann es nach der Wintersaison zu weiteren Änderungen der Öffnungszeiten kommen. Alle weiteren Einrichtungen kehren ab April wieder zu den längeren Öffnungszeiten zurück. Informationen: https://www.rvr.ruhr/service/rvr-besucherzentren

Rückbau schafft mehr Sicherheit und Raum für Natur - Enni entfernt Brücke am Alten Damm an der Jägerstraße  
Die ENNI Stadt & Service (Enni) wird in Kürze die Brücke am Alten Damm im Bereich der Jägerstraße in Repelen zurückbauen. Das Bauwerk am Umspannwerk weist erhebliche alters- und feuchtigkeitsbedingte Schäden auf. Eine fachliche Bewertung hat ergeben, dass der Abriss die langfristig sicherste und wirtschaftlichste Lösung ist.

Die Arbeiten beginnen am Montag, 2. November, und dauern voraussichtlich rund sechs Wochen. Während der Bauzeit richtet Enni für Fußgänger und Radfahrer eine Umleitung ein. Im unmittelbaren Umfeld kann es zudem vorübergehend zu Einschränkungen kommen. Die beliebte Wegeverbindung bleibt jedoch erhalten.

„Nach dem Rückbau werden wir das Höhenniveau des Weges anpassen, sodass er künftig ohne Brücke nutzbar sein wird“, erklärt Enni-Bauleiter Frank Leijten. „Gleichzeitig können wir den Bereich ökologisch aufwerten. Die bisherige Betonkonstruktion verschwindet aus dem Landschaftsbild und macht Platz für eine attraktivere Gestaltung des Umfelds.“

Angehörige mit Demenz verstehen: Kostenfreies Kursangebot des Krankenhauses Bethanien Moers ab 4.11.2026  
Es ist eine große Herausforderung, einem Menschen, der zunehmend seine Orientierung und sich selbst durch eine Demenzerkrankung verliert, eine adäquate Zuwendung und den richtigen Halt zu geben. Ab dem 04. November 2026 startet hierzu ein spezieller Kurs in der Bethanien Akademie Moers (Bethanienstraße 15, 47441 Moers).

Unter dem Motto „Demenz verstehen! Sprechen Sie demenzisch?“ liefert er Tipps, Ideen und Möglichkeiten für die gemeinsame Kommunikation. Außerdem beschäftigt sich der Kurs mit den Themen Biographiearbeit, Milieugestaltung, Ursachen von und Umgang mit Stress und Konflikten sowie Entlastung. Teilnehmer:innen haben ebenfalls die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.   

Der von der erfahrenen Krankenschwester und Pflegetrainerin Sigrid Schulz-Rohrbach geleitete kostenlose Kurs besteht aus 3 x 4 Unterrichtsstunden und findet jeweils von 16.00 bis 19.30 Uhr statt. Folgende Kurstermine sind hierfür vorgesehen: 4. November, 11. November und 18. November 2026.  

Angesprochen sind Menschen, die Rat und Unterstützung bei der Pflege eines Familienangehörigen brauchen, aber auch alle Zugehörigen, die sich frühzeitig über Demenz informieren möchten. Der Kurs vermittelt Grundlagen, um alltägliche Situationen besser zu verstehen und so den Umgang mit demenziell veränderten Menschen zu meistern.    

Um Anmeldung bei Pflegetrainerin Sigrid Schulz-Rohrbach unter +49 (0) 2841 200-2455 oder per E-Mail an sigrid.schulz-rohrbach@bethanienmoers.de wird gebeten.  

Sigrid Schulz-Rohrbach, examinierte Krankenschwester und ausgebildete Pflegetrainerin, leitet den kostenlosen Kurs zum besseren Verständnis von an Demenz Erkrankten im Krankenhaus Bethanien Moers.

Dinslaken: Einblicke in die Natur: Fotoausstellung „Blumenwiese“ in der Stadtbibliothek
Die Fotogemeinschaft Objektiv Dinslaken e. V. sorgt mit ihrer neuen Ausstellung für farbenfrohe Akzente im Herbst. Die Fotografien sind bis zum Frühjahr 2027 in der Stadtbibliothek zu sehen. Unter dem Titel „Blumenwiese“ präsentiert die 1. Fotogemeinschaft Objektiv Dinslaken e. V. ihre neue halbjährliche Ausstellung.

Die Fotografien laden dazu ein, die Schönheit der Natur aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken. Mit ihren vielfältigen Farben, Blüten und Wiesenmotiven setzen die Fotografien einen farbenfrohen Akzent im inzwischen angekommenen Herbst. Jedes Bild erzählt seine eigene Geschichte. Zugleich entfalten die Aufnahmen in ihrer Gesamtheit eine besondere Wirkung und nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf eine fotografische Reise durch die Natur.

Die Stadtbibliothek freut sich, die Fotografien in ihren Räumlichkeiten präsentieren zu können. Sie bereichern die Atmosphäre vor Ort und laden dazu ein, innezuhalten, genauer hinzuschauen und neue Eindrücke zu sammeln. Die Ausstellung „Blumenwiese“ ist während der regulären Öffnungszeiten im Treppenhaus, Internetraum sowie dem Lesecafé der Stadtbibliothek zu sehen. Homepage des Fotoclubs: https://www.fgo-dinslaken.de/

Moers: Heinrich-Pattberg-Realschule wird zum Lern- und Lebensort
Mit der Fertigstellung von Gebäude A, dem ‚Muttergebäude‘, ist ein weiterer Meilenstein für die Neugestaltung und pädagogische Neuausrichtung der Heinrich-Pattberg-Realschule (Uerdinger Straße 74) erreicht. Die Beteiligten aus Verwaltung, Politik, Schulgemeinde und der beauftragten Firmen haben das frisch sanierte Gebäude am Donnerstag, 15. Oktober, eingeweiht.

Bürgermeisterin Julia Zupancic, Dirk Druschke (Druschke NxT Architektur GmbH), Michael Wawer (stellvertretender Schulleiter), Schulleiter Thomas Urner, Anna Mehles (stellvertretende Schulleiterin) und Peter Frödrich (Hauptdezernent der Bezirksregierung Düsseldorf) (v.l.) freuen sich über die gelungene Sanierung des Hauptgebäudes der Heinrich-Pattberg-Realschule. (Foto: pst)

„Wir haben in einen wichtigen, attraktiven und barrierefreien Lern- und Lebensort für junge Menschen investiert – und damit auch in die Zukunft unserer Stadt“, erklärte Bürgermeisterin Julia Zupancic. Zum Sanierungsprojekt gehörten auch weitere Gebäude auf dem Gelände und ein Teil des Pausenhofs. Schulleiter Thomas Urner brachte die gemeinsamen Bemühungen in seiner Rede auf den Punkt: „Unser Anspruch war, die Schule als Lebensraum zu gestalten.“

Moderne Mediathek mit nostalgischen Einflüssen
Im Gebäude A ist unter anderem eine moderne Mediathek mit nostalgischen Einflüssen durch Aufarbeitung von bleiverglasten Fenstern aus der Zeit der Bergbauschulen entstanden. Der Raum kann zu Unterrichtszwecken, aber auch für die Freizeit genutzt werden.

Die offenen Flure können gleichermaßen als Lernbereich nutzbar gemacht werden, ermöglichen aber auch Entspannung, Interaktion und kreative Entfaltung. Bauherr ist das Zentrales Gebäudemanagement der Stadt Moers. Die Stadtbau Moers mbH hat die Projektsteuerung übernommen.

Für die schulfachliche Projektsteuerung war der Fachdienst Schule der Stadt Moers verantwortlich. Die zuständige Mitarbeiterin Catrin Pautzke hat mit der Einweihung ihr letztes großes Vorhaben abgeschlossen, da sie Ende des Jahres in den Ruhestand geht. Insgesamt 10,2 Millionen Euro hat die Stadt Moers in die Maßnahme investiert.

Stadtteilbüro Neu_Meerbeck: Beratung zum Ehrenamt am 4. November
Vieles würde ohne Ehrenamt nicht funktionieren. Besonders in den Stadtteilen Meerbeck und Hochstraß leisten ehrenamtlich Tätige wichtige Arbeit. Die Freiwilligenzentrale der Grafschafter Diakonie informiert am Mittwoch, 4. November, von 10 bis 12 Uhr im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, (Bismarckstraße 43b) über verschiedene Möglichkeiten, sich mit bürgerschaftlichem Engagement einzubringen.

Interessierte, die eine Idee oder einen Vorschlag für ein Projekt haben, sind herzlich eingeladen, sich an diesem Tag beraten zu lassen. Rückfragen sind telefonisch beim Stadtteilbüro unter 0 28 41 / 201-530 und per E-Mail an stadtteilbuero.meerbeck@moers.de möglich.

Ehrenamt beim Ambulanten Hospizdienst Bethanien: Infoabend am 12. November 2026
Nächster Qualifizierungskurs startet am 15.01.2027 Schwerkranke oder sterbende Menschen und ihre An- bzw. Zugehörigen in den schwersten Stunden zu begleiten, erfordert nicht nur besonderes Fingerspitzengefühl. Es ist für viele auch eine sinnstiftende Lebensaufgabe.

Das Team des Ambulanten Hospizdienstes Bethanien aus Moers rund um Leitung Claudia Möller geht dieser Arbeit professionell und einfühlsam nach. Wer sich ebenfalls im Rahmen der Hospizarbeit engagieren möchte, ist am 12. November 2026 herzlich zu einem Infoabend eingeladen. Ab 18 Uhr können sich Interessierte im Veranstaltungsraum des Seniorenstifts Bethanien (Wittfeldstraße 31, 47441 Moers) informieren.

Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten: entweder telefonisch unter +49 (0) 2841 200 2140 oder per E-Mail an hospizdienst@bethanienmoers.de bzw. an claudia.moeller@bethanienmoers.de.

Am Infoabend haben die Teilnehmer:innen die Gelegenheit, sich ein Bild vom Ambulanten Hospizdienst zu machen und außerdem mehr zum Qualifizierungskurs zu erfahren. Diesen rund 100-stündigen Kurs durchlaufen alle Ehrenamtlichen, bevor sie ihre Tätigkeit im Ambulanten Hospizdienst aufnehmen können. Der nächste Kurs startet am 15. Januar 2027 und findet einmal monatlich – freitags von 17 bis 19.30 Uhr und samstags von 09.30 bis 16.30 Uhr – statt.

Der Ambulante Hospizdienst rund um Leitung Claudia Möller sucht neue Ehrenamtliche.  



Bruttosparquote in Deutschland mit 18,9 % im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch
Private Haushalte in Deutschland sparen anteilig mehr als in vielen anderen Industriestaaten. Mit 18,9 % lag die Bruttosparquote im Jahr 2025 deutlich über dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 14,3 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltspartag am 30./31. Oktober mitteilt.

In Frankreich sparten die privaten Haushalte 17,8 % ihres verfügbaren Bruttoeinkommens, in den Niederlanden 17,4 %, in Österreich 15,7 % und in Italien 10,8 %. Einen deutlich höheren Wert unter den international mit Deutschland vergleichbaren Staaten wies die Schweiz mit 27,4 % aus, was an der dortigen höheren Bedeutung der privaten Altersvorsorge liegt. Vergleichsweise niedrig war die Bruttosparquote dagegen mit 10,7 % in den Vereinigten Staaten.

Die Bruttosparquote wird üblicherweise für internationale Vergleiche genutzt. Sie weist den Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte vor Abzug von Abschreibungen, vor allem auf Immobilien, aus.



Haushalte in Deutschland neigten auch in den Vorjahren stärker zum Sparen Auch in einer langfristigen Betrachtung zeigt sich die hohe Sparneigung der Haushalte in Deutschland. In den letzten zehn Jahren sparten die Haushalte im Durchschnitt 19,1 % ihres Einkommens.

In Frankreich war der Anteil mit 16,6 % geringer, ebenso in den Niederlanden (16,3 %), in Österreich (15,3 %), in Italien (12,1 %) und in den Vereinigten Staaten (13,0 %). In der Schweiz war die Bruttosparquote im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 dagegen höher (24,5 %). Zuletzt ging die Sparquote in Deutschland leicht zurück.

Im ersten Halbjahr 2026 lag sie wie im gesamten Jahr 2025 bei 18,9 %. Im Jahr 2024 hatte sie bei 19,6 % gelegen. Einen Höchststand hatte sie im Jahr 2020 mit 22,9 % erreicht. Während der damals herrschenden Covid-19-Pandemie konsumierten die Menschen weniger als gewöhnlich, was zu einem Anstieg der Sparquote führte.

NRW: Etwa jeder Neunte erhielt 2025 Leistungen der sozialen Mindestsicherung – stärkster Rückgang bei Asylbewerberleistungen
* 1,9 Millionen Menschen erhielten zum Jahresende 2025 soziale Mindestsicherung – 84.000 bzw. 4,2 % weniger als ein Jahr zuvor
* Anstieg bei Leistungen zur Grundsicherung im Alter das fünfte Jahr in Folge
* Gelsenkirchen, Dortmund, Essen und Gladbeck mit den höchsten Mindestsicherungsquoten

Zum Jahresende 2025 haben 1.913.066 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der sozialen Mindestsicherung erhalten; das sind etwa jeder Neunte oder 10,6 % der Bevölkerung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das rund 84.100 bzw. 4,2 % Empfängerinnen und Empfänger weniger als ein Jahr zuvor.

Am deutlichsten waren die Rückgänge bei den Kindern (–7,3 %) und nichtdeutschen Leistungsbeziehenden (–7,2 %). Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen in einem Alter von 55 und mehr Jahren sind hingegen leicht um 0,6 % gestiegen.

Die Mindestsicherungsquote lag in den letzten 10 Jahren zwischen 11 und 12 % Gegenüber dem Vorjahr sank die Mindestsicherungsquote 2025 um 0,5 Prozentpunkte auf 10,6 %. In den letzten 10 Jahren schwankte die Quote zwischen 11,0 und 12,0 %.

Im Jahr 2016 gab es einen Höchststand mit einer Mindestsicherungsquote von 12,0 % bzw. 2,15 Millionen betroffenen Menschen. Erneuter Anstieg bei der Grundsicherung im Alter – stärkster Rückgang bei Asylbewerberleistungen und Bürgergeld Betrachtet man die einzelnen Leistungsarten, so ist die Inanspruchnahme der Grundsicherung im Alter mit +3,0 % bzw. +5.975 das fünfte Jahr in Folge auf 201.940 Empfängerinnen und Empfänger gestiegen.

Der stärkste Rückgang war mit –20,3 % bzw. –18.000 bei den Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie den Empfängerinnen und Empfängern von Bürgergeld mit –4,6 % bzw. –71.600 zu verzeichnen. Gut ein Drittel der Leistungsbeziehenden nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder dem Bürgergeld war minderjährig.


Deutliche regionale Unterschiede bei Mindestsicherungsquoten
Die höchsten Mindestsicherungsquoten sind im Ruhrgebiet zu finden. An der Spitze liegt Gelsenkirchen mit 21,3 %, dort war jede fünfte Person auf diese Leistungen angewiesen. Danach folgten Dortmund, Essen und Gladbeck mit über 17 %.

Zum Jahresende 2025 gab es die niedrigsten Mindestsicherungsquoten im Kreis Borken in den Gemeinden Südlohn (3,1 %), Heek (3,3 %) und Raesfeld (3,4 %). Die Gemeinde Nettersheim im Kreis Euskirchen wies ebenfalls eine Mindestsicherungsquote von 3,4 % auf. Weitere Ergebnisse zum Thema Städte und Gemeinden finden Sie in unserer Landesdatenbank NR . Weitere Ergebnisse zum Thema Armut finden Sie auch im Internet auf unserer Themenseite.


Moers: Vortrag ‚Die Nacht in der Philosophiegeschichte‘ am 12. November
Was offenbart die Nacht, was dem Tag verborgen bleibt? Dieser Frage widmet sich ein Vortragsgespräch der vhs Moers – Kamp-Lintfort, am Donnerstag, 12. November, von 19 bis 20.30 Uhr in den Räumen der vhs Moers an der Wilhelm-Schroder-Straße 10. Seit der Antike fasziniert die Nacht die Philosophie als Ort der Stille, der Erkenntnis und der Inspiration – zugleich aber auch als Sinnbild für Zweifel und Verzweiflung. 

Von Platons Höhlengleichnis über die romantische Vorstellung der Nacht als Quelle schöpferischer Kraft bis hin zu den existenziellen Gedanken Martin Heideggers und Emil Ciorans spannt sich ein weiter Bogen philosophischer Deutungen.

Der Vortrag lädt dazu ein, die vielfältigen Bedeutungen der Nacht zu entdecken und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen, welche Erkenntnisse gerade im Dunkeln möglich werden. Für den Abend ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Diese ist entweder telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de möglich.

Neuer vhs-Workshop: ‚Tanz der Hormone‘ – Leichter durch die Wechseljahre Die Wechseljahre bringen Veränderungen mit sich – körperlich, emotional und mental. Doch sie bieten auch die Chance, gestärkt in einen neuen Lebensabschnitt zu starten. Im Workshop ‚Tanz der Hormone‘ der vhs Moers – Kamp-Lintfort am Samstag, 14. November, erhalten Frauen praxisnahe Impulse zu hormonellen Veränderungen und wertvolle Tipps für mehr Balance im Alltag. 

In der vhs Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, stehen von 11 bis 16 Uhr das bewusste Wahrnehmen des eigenen Körpers, ein positiver Umgang mit Veränderungen und neue Wege zu mehr Leichtigkeit, Selbstbewusstsein und Kraft im Fokus. Für den Workshop ist eine vorherige Anmeldung notwendig: Telefonisch unter 0 28 41 / 201 - 565 oder online unter www.vhs-moers.de.

Outlook an der vhs kennenlernen
Wie lässt sich Outlook über das Schreiben und Empfangen von E-Mails hinaus sinnvoll nutzen? Das zeigt der Kompaktkurs ‚Outlook kompakt‘ am Samstag, 7. November, von 9 bis 16 Uhr. Unter der Leitung von Kirsten Peters erfahren die Teilnehmenden, wie sie Kontakte verwalten, Termine und Terminserien planen, Aufgaben organisieren und den Posteingang strukturieren können. 

Auch Kalender, Notizen, Adressbuchfunktionen und der Datenaustausch mit anderen Anwendungen stehen auf dem Programm. Ziel ist es, Outlook als vielseitigen Informationsmanager für den digitalen Büroalltag einzusetzen. 

Der Kurs findet in den Räumen der vhs Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, statt. Eine rechtzeitige Anmeldung ist erforderlich. Diese kann telefonisch unter 0 28 41 / 201 - 565 oder online unter www.vhs-moers.de erfolgen.

Moers: Szenische Lesung aus ‚Zugvögel‘ am 9. November im Alten Landratsamt
Was bedeutet es, seine Heimat zu verlieren und in der Fremde auf ein neues Leben zu hoffen? Und was geschieht, wenn selbst der vermeintliche Zufluchtsort plötzlich zur Bedrohung wird? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die szenische Lesung aus dem Werk ‚Zugvögel‘ (Foto: Buchcover) von Iwan Heilbut am Montag, 9. November, im Alten Landratsamt, Kastell 5b.

Der Roman des jüdischen Schriftstellers und Journalisten ist in diesem Jahr erstmals in deutscher Sprache erschienen. Heilbut selbst musste nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ins Exil fliehen. In ‚Zugvögel‘ verarbeitet er eindringlich die Erfahrungen von Menschen, die vor dem nationalsozialistischen Terror geflohen sind.

Einblicke in das Leben des Autors
Im Mittelpunkt des Romans steht Paris: Zunächst erscheint die französische Hauptstadt als Ort der Zuflucht und der Hoffnung. Doch mit der zunehmenden Bedrohung durch den Nationalsozialismus verändert sich die Stadt für die Geflüchteten. Aus Sicherheit wird Unsicherheit, aus Hoffnung wird Angst. Und dennoch bleibt die Sehnsucht nach einem Leben jenseits des Terrors bestehen.

Denn die zwei Hauptfiguren Edvard und Rahel sind von der Hoffnung geprägt, ihrem neugeborenen Kind ein Leben in Frieden zu ermöglichen. Die szenische Lesung lässt diese Geschichte unmittelbar lebendig werden. Clara Pinheiro Walla und Nikolai Kaps vom Schlosstheater Moers geben den Figuren ihre Stimmen und lesen ausgewählte Passagen aus dem Roman.

Für zusätzliche Einblicke sorgt Peter Graf, der den Roman herausgegeben und damit maßgeblich zu seiner Wiederentdeckung beigetragen hat. Er berichtet über das Leben Iwan Heilbuts, die Entstehungsgeschichte von ‚Zugvögel‘ und den bemerkenswerten Weg, den der lange vergessene Roman bis zu seiner Veröffentlichung genommen hat.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Bibliothek Moers mit Erinnern für die Zukunft e. V., dem Partnerschaftsverein Ramla – Moers e. V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers, der Barbara Buchhandlung Moers und dem Grafschafter Museum.  

Der Eintritt ist frei. Aufgrund der begrenzten Plätze wird um Anmeldung gebeten unter 0 28 41 / 201 - 6 82 00 oder per E-Mail an grafschafter-museum@moers.de.

Kempen: Aus dem Dornröschenschlaf zurück ins Konzertleben: Das Mannborg-Harmonium erklingt wieder
Lange stand es stumm im Uhrensaal des Städtischen Kramer-Museums. Nun ist das über 100 Jahre alte Mannborg-Harmonium restauriert und bereit, wieder Musik erklingen zu lassen. Zur feierlichen Einweihung laden die Stadt Kempen und der Verein Kempener Orgelkonzerte e. V. am Samstag, 14. November 2026, um 18 Uhr zu einem besonderen Konzert in den Rokokosaal des Kulturforums Franziskanerkloster ein.

Foto Johannes Bendzulla

Der Eintritt ist frei. Das Harmonium des Leipziger Herstellers Mannborg stammt aus den Jahren 1909/10. Vor mehr als zehn Jahren erhielt das Städtische Kramer-Museum das Instrument als Schenkung der Familie Klein aus St. Hubert. Bislang war es jedoch nicht spielbar. Dank der finanziellen Unterstützung des Kempener Geschichts- und Museumsvereins sowie eines weiteren Sponsors, der nicht genannt werden möchte, konnte der Düsseldorfer Harmoniumspezialist Peer Schoober das historische Instrument nun fachgerecht restaurieren.

Foto Carel van Gestel

Für den musikalischen Auftakt sorgt der international renommierte niederländische Musiker Dirk Luijmes. Als Organist, Cembalist, Musikwissenschaftler und Harmoniumspieler widmet er sich der vielfältigen Klangwelt des Instruments. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Liszt und Wagner, originale Harmoniumkompositionen von Louis Vierne sowie niederländische und zeitgenössische Musik.

Dirk Luijmes konzertierte bereits in bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam und der Elbphilharmonie Hamburg. Seine Einspielung von Martijn Paddings Harmoniumkonzert wurde mit dem Edison Klassiek ausgezeichnet.

Der Verein Kempener Orgelkonzerte e. V., der das Konzert finanziert, bittet am Konzertabend um eine Spende zur Deckung der Veranstaltungskosten. Auch über das Einweihungskonzert hinaus soll das restaurierte Harmonium künftig erklingen: Bei Museumsführungen wird es – ähnlich wie die König-Orgel – dazu beitragen, Musikgeschichte unmittelbar erlebbar zu machen.
 

Von Dinslaken in alle Welt - der Dokumentarfilm "Spione unter uns" bewegt
Vor ausverkauften Saal wurde am Samstag, 24.10.2026, in der Lichtburg in Dinslaken der US-Dokumentarfilm "The Spies Among Us" gezeigt und hat zu einem intensivem Austausch über die deutsch-deutsche Geschichte sowie über Vertrauensmissbrauch in Überwachungsstaaten und die Nutzung von Big Data geführt. "Der Film ist megarelevant und muss unbedingt an die Schulen", so die erste Reaktion eines Zuschauers.

Peter Keup im Gespräch mit Dinslakener Schülerinnen und Schüler

Die anwesenden Protagonisten, der ehemalige Inhaber der Tanzschule Peter Keup in Dinslaken, der heute als promovierter Historiker in Berlin und Cottbus tätig ist, seine Schwester Uta Keup und sein Partner Harald Korff machten deutlich, wie wichtig die Aufarbeitung der Familiengeschichte ist und wie stark der Film über die SED-Diktatur auch mit der Stadt Dinslaken verbunden ist. Unter den Zuschauern waren auch viele Wegbegleiter und Freunde, Familienangehörige, Schulkameraden sowie Tanzschülerinnen und Tanzschüler, die die Aufführung zu einem ganz besonderen Erlebnis machten.

Peter Keup

Am 30. Januar 2027 wird der Dokumentarfilm nochmal in Dinslaken unter Teilnahme verschiedener Schulen gezeigt und bald auch in Mediatheken zu sehen sein. Zuvor wird Peter Keup im Rahmen von Lehr- und Vortragsveranstaltungen durch Nord- und Südamerika reisen und auch dort - zum Teil als Premiere - den Film zeigen. Weitere Informationen unter www.thespiesamongus.film


Moers: Schaurig-schöne Eisdisco zu Halloween -  Auch an Allerheiligen gibt es eine öffentliche Eislaufzeit  
In der Moerser Eissporthalle wird es zu Halloween wieder schaurig-schön. Die vor allem beim jüngeren Publikum beliebte Eisdisco steigt am Freitag, 30. Oktober, in passend gruseliger Atmosphäre. Bekannte DJs legen aktuelle Hits aus den Charts auf. Los geht es um 17 Uhr, die Party endet um 21 Uhr. Gruselige Verkleidungen sind ausdrücklich willkommen.

An Allerheiligen, Sonntag, 1. November, gelten in den Einrichtungen der ENNI Sport & Bäder Niederrhein (Enni) die regulären Wochenend-Öffnungszeiten. Auch in der Enni-Eiswelt gibt es am Feiertag von 10 bis 17 Uhr eine öffentliche Laufzeit, da das ursprünglich für diesen Tage geplante Hobbyturnier ausfällt.

Das Hallenbad im Enni Sportpark Rheinkamp öffnet von 10 bis 17 Uhr, das Freizeitbad Neukirchen-Vluyn von 9 bis 17 Uhr. Die dortige Sauna steht den Gästen von 10 bis 18 Uhr zur Verfügung. Das Aktivbad Solimare bleibt aufgrund von Wartungsarbeiten noch bis einschließlich 1. November geschlossen.

Herbstputz vor Allerheiligen - Enni macht Moerser Friedhöfe fit für die Gedenktage  
Auf den Moerser Friedhöfen laufen derzeit die Vorbereitungen auf Allerheiligen und den Totensonntag. In der Zeit rund um die beiden Gedenktage besuchen traditionell besonders viele Menschen die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen. Das Team der ENNI Stadt & Service Niederrhein (Enni) nutzt deshalb die Wochen davor für einen gründlichen Herbstputz.  

Die Enni bewirtschaftet die zehn Moerser Friedhöfe. Mit einer Fläche von 51 Hektar sind sie insgesamt ungefähr so groß wie 71 Fußballfelder, auf denen knapp 9.000 Meter Hecke stehen. Derzeit hält jedoch das viele Laub der etwa 3.500 Bäume die rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Friedhofspflege auf Trab. Sie reinigen Wege und Flächen, pflegen Grünanlagen und sorgen dafür, dass die Friedhöfe trotz herbstlicher Witterung sicher begehbar sind.

Unterstützt werden sie dabei von den gewerblichen Friedhofsgärtnern, die sich um zahlreiche Grabstätten kümmern. Gleichzeitig nutzen auch viele Moerserinnen und Moerser diese Tage, um die Gräber ihrer Angehörigen winterfest zu machen und neu zu bepflanzen. „Im Herbst ist das ein Wettlauf mit dem Laub“, sagt Teamleiter Tim Ketelaers. „Kaum sind die Wege gereinigt, liegt schon wieder neues da. Vor den Gedenktagen sind wir deshalb besonders intensiv auf den Anlagen unterwegs und haben vor allem die sichere Begehbarkeit der Wege im Blick.“  

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei auch den Ehren- und Kriegsgräbern. Dazu zählt das Ehrengrab des Moerser Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch. Auch die mehr als 600 Grabsteine auf den Kriegsgräberstätten hat Enni im Blick. Viele von ihnen wurden in den vergangenen Jahren gemeinsam mit einer Fachfirma restauriert und ihre Inschriften aufgearbeitet. Dabei wurden auch die Anforderungen des Denkmalschutzes berücksichtigt.


Dinslaken: Comic-Schreibwerkstatt in den Herbstferien
Vom 27. bis 31. Oktober 2026 lädt die Stadtbibliothek Dinslaken Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren zu einer fünftägigen Comic-Schreibwerkstatt ein. Unter der professionellen Anleitung des Comic-Autors Ulf Keyenburg entwickeln die Teilnehmer*innen eigene Figuren und Geschichten und setzen ihre Ideen anschließend zeichnerisch um.


Täglich wird von 10 bis 13 Uhr geschrieben und gezeichne, sodass am Ende der Woche ein eigenes kleines Comic-Heft entsteht. Die Werkstatt ist Teil des Förderprogramms „SchreibLand NRW“, das Schreibwerkstätten an öffentlichen Bibliotheken unterstützt. Im Mittelpunkt steht die Freude am kreativen Schreiben. Die Kinder können ihrer Fantasie freien Lauf lassen, eigene Geschichten entwickeln und dabei ganz nebenbei ihre Ausdrucksfähigkeit und ihr Sprachgefühl stärken.

Zum Abschluss der Werkstatt am Freitag, den 31. Oktober, stehen die entstandenen Comics im Mittelpunkt. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Hefte der Familie und Freunden zu zeigen. Dank der Unterstützung des Freundeskreises Stadtbibliothek und Stadtarchiv Dinslaken e. V. kann die Comic-Schreibwerkstatt zu einem reduzierten Teilnahmebeitrag von 10 € angeboten werden.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind ab sofort per E-Mail an bibliothek@dinslaken.de oder direkt vor Ort in der Stadtbibliothek möglich. Förderhinweis Diese Werkstatt wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von SchreibLand NRW, einer Initiative des Literaturbüros NRW, unterstützt vom Verband der Bibliotheken NRW.


Schaurig-schöne Lesestunde in der Bücherstube Lohberg
Am 29. Oktober 2026 findet von 16 bis 17:30 Uhr die schaurig-schöne Lesestunde in der Bücherstube Lohberg statt. In der Bücherstube Lohberg wird es am Donnerstag, 29. Oktober 2026, gespenstisch gemütlich. Von 16 bis 17:30 Uhr lädt das Team der Bücherstube Kinder ab 5 Jahren zu einer Grusel-Lesung unter dem Motto „Schaurig-schöne Lesestunde“ ein.

Inmitten von Büchern und Gespenstern wird eine passende Geschichte vorgelesen. Im Anschluss können die kleinen Besucherinnen und Besucher bei einer Bastelaktion ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Wer möchte, darf gerne im Halloweenkostüm kommen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Aktion ist Teil der Quartiersarbeit in Lohberg und wird durch Landesmittel des Programms „kinderstark – NRW schafft Chancen“ gefördert. Ansprechpartnerin Elisa Fischedick Stadtbibliothek Dinslaken Telefon: 02064 66564 elisa.fischedick@dinslaken.de

Moers: Vortrag ‚Die Nacht in der Philosophiegeschichte‘ am 12. November
Was offenbart die Nacht, was dem Tag verborgen bleibt? Dieser Frage widmet sich ein Vortragsgespräch der vhs Moers – Kamp-Lintfort, am Donnerstag, 12. November, von 19 bis 20.30 Uhr in den Räumen der vhs Moers an der Wilhelm-Schroder-Straße 10. Seit der Antike fasziniert die Nacht die Philosophie als Ort der Stille, der Erkenntnis und der Inspiration – zugleich aber auch als Sinnbild für Zweifel und Verzweiflung. 

Von Platons Höhlengleichnis über die romantische Vorstellung der Nacht als Quelle schöpferischer Kraft bis hin zu den existenziellen Gedanken Martin Heideggers und Emil Ciorans spannt sich ein weiter Bogen philosophischer Deutungen.

Der Vortrag lädt dazu ein, die vielfältigen Bedeutungen der Nacht zu entdecken und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen, welche Erkenntnisse gerade im Dunkeln möglich werden. Für den Abend ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Diese ist entweder telefonisch unter 0 28 41 / 201 – 565 oder online unter www.vhs-moers.de möglich.

Konjunkturausblick für das Schlussquartal hellt sich auf –Rezessionsrisiko deutlich gesunken
Die konjunkturellen Aussichten für die das Schlussquartal 2026 haben sich deutlich aufgehellt. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, der monatlich die neuesten verfügbaren Daten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngrößen bündelt. Für den Zeitraum von Oktober bis Ende Dezember 2026 weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 16,5 Prozent aus.



Anfang September betrug sie für die folgenden drei Monate noch 25,9 Prozent. Eine so geringe Rezessionswahrscheinlichkeit wie aktuell hat der Indikator zuletzt vor dem Beginn des Iran-Kriegs Anfang 2026 ausgewiesen und davor im Jahr 2022, bevor Russland die Ukraine überfallen hat. Die statistische Streuung im Indikator, ein Maßstab für Verunsicherung unter Wirtschaftsakteuren, hat gleichzeitig nur geringfügig zugenommen von 7,7 auf 9,9 Prozent. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator bleibt bei der Phase „gelb-grün“ (moderater Wachstumspfad).


Maßgeblich für den deutlichen Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit sind vor allem fortgesetzte Aufhellungen bei Stimmungsindikatoren wie dem ifo Geschäftsklimaindex und dem S&P Einkaufmanagerindex sowie im Trend positive Entwicklungen bei Aufträgen und Produktionsdaten – zuletzt vor allem am Bau. Einen stärkeren Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit verhindert hat ein weiterer Anstieg der Geldmarktzinsen und zuletzt gesunkene Aktienkurse.

„Die konjunkturelle Stabilisierung ist bemerkenswert. Sie zeigt die grundsätzliche Stärke des Standorts Deutschland auch in extrem schwierigen Zeiten von durch Kriegen verursachten Energiepreisschocks, US-Zöllen und erhöhter wirtschaftspolitischer Unsicherheit“, sagt IMK-Konjunkturexperte Prof. Dr. Christian Breuer. In dieser Situation brauche die konjunkturelle Erholung weiteren Rückenwind. Die staatlichen Mehrausgaben für Infrastruktur und Verteidigung regten die Wirtschaft an.

Ebenfalls in die richtige Richtung gingen die europäischen Ansätze zu einer wirksameren Industriepolitik, auch wenn sie noch zu zögerlich seien. Nun komme es darauf an, Fortschritte nicht gleich wieder zu konterkarieren, sagt der Ökonom. „Was wir aktuell überhaupt nicht brauchen können, ist eine langandauernde Schwäche des privaten Konsums.

Versuche, die außenwirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit mit Lohnkürzungen oder Einschnitten bei den Sozialleistungen zu verbessern, sind daher hoch riskant, und sie gehen am Problem vorbei“, sagt Breuer. Denn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten seien sei kein Problem einfacher mangelnder preislicher Wettbewerbsfähigkeit, sondern überwiegend geopolitisch verursacht.



NRW: 7,5 % der Bevölkerung konnten sich nach eigenen Angaben keine warme Wohnung leisten
* 5,3 % der Bevölkerung lebten in Haushalten mit Zahlungsrückständen bei Versorgungsbetrieben
* 14,5 % der Haushalte hatten eine überdurchschnittliche Energieausgabenbelastung  * Versteckte Energiearmut: 14,4 % der geringverdienenden Haushalte hatten unterdurchschnittliche Energieausgaben  Schlagworte: Energiearmut, Armut, Energieausgaben, Mikrozensus, Heizkosten

Laut Europäischer Kommission sind Haushalte von Energiearmut betroffen, wenn sie sich notwendige Energie nicht leisten können, keinen Zugang dazu haben oder ihren Verbrauch so drastisch einschränken müssen, dass Gesundheit und Lebensqualität leiden.
Im Jahr 2025 lebten laut Ergebnissen des Mikrozensus 7,5 % der nordrhein-westfälischen Bevölkerung in einem Haushalt, der nach eigenen Angaben die Wohnung aus finanziellen Gründen nicht ausreichend warmhalten kann.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, fiel dieser Wert unter armutsgefährdeten Personen mit 15,6 % mehr als doppelt so hoch aus.  Auch von der Bevölkerung, die nicht von relativer Einkommensarmut betroffen war, lebten 5,8 % in einem Haushalt, für den nach Selbsteinschätzung die angemessene Beheizung der Wohnung ein finanzielles Problem darstellt. 



5,3 % der Bevölkerung von Zahlungsrückständen bei Versorgungsbetrieben betroffen Ein weiteres indirektes Anzeichen für Energiearmut können Zahlungsschwierigkeiten bei den Versorgungsbetrieben sein. Laut Mikrozensus lebten 5,3 % der Bevölkerung in NRW 2025 in einem Haushalt, der angab, Rechnungen für Strom, Heizkosten oder Wasser im Vorjahr nicht immer fristgerecht bezahlt zu haben.

Bei der von relativer Einkommensarmut betroffenen Bevölkerung lag dieser Anteil mit 8,8 % deutlich höher, insbesondere im Vergleich zu 4,5 % bei den nicht armutsgefährdeten Personen. Hohe Energieausgabenbelastung bei 14,5 % der Haushalte Auch die tatsächlichen Energieausgaben können Hinweise auf Energiearmut geben.

Der sogenannte 2M-Indikator misst den Anteil der Energieausgaben wie Heizung, Warmwasser und Strom am Haushaltsnettoeinkommen eines Haushalts. Dieser Anteil des einzelnen Haushalts wird dann mit dem doppelten Medianwert (2 x Median) aller Haushalte verglichen. Liegt der Energieausgabenanteil des Haushalts über dem doppelten Medianwert besteht demnach eine überdurchschnittliche Energieausgabenbelastung.

Der Median der Energieausgabenanteile der nordrhein-westfälischen Haushalte lag laut Einkommens- und Verbrauchsstichprobe im Jahr 2023 bei 5,6 %. Haushalte mit überdurchschnittlicher Energieausgabenbelastung wendeten in diesem Jahr somit mehr als ein Zehntel (11,2 %) ihres Einkommens für Energie auf. Dies traf auf 14,5 % aller Haushalte zu. Bei geringverdienenden Haushalten war sogar nahezu die Hälfte (44,7 %) betroffen.



Versteckte Energiearmut: 14,4 % geringverdienender Haushalte mit unterdurchschnittlichen Energieausgaben
Deutlich unterdurchschnittliche Energieausgaben können auch darauf hinweisen, dass Haushalte von versteckter Energiearmut betroffen sind und ihren Verbrauch aus Angst vor hohen Rechnungen gezielt senken. Der sogenannte M/2-Indikator identifiziert Haushalte, deren absolute Energieausgaben besonders niedrig sind.

Das ist dann der Fall, wenn die Energieausgaben des Haushalts geringer sind als die Hälfte des Medians der Energieausgaben aller Haushalte (Median / 2).  Im Jahr 2023 lagen die Energieausgaben von 9,4 % der Haushalte laut der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe bei weniger als der Hälfte des Medianwerts. Bei Geringverdiener-Haushalten war dieser Anteil mit 14,4 % höher als bei nicht geringverdienenden Haushalten mit 8,1 %.