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Wirtschaft
unterstützt Idee einer Niedrigwasser-Taskforce
IHKs veröffentlichen Umfrage zu
Niedrigwasser-Auswirkungen
IHK
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Duisburg/Hamminkeln, 5.
August 2026 - 149 Zentimeter zeigt der Pegel in
Duisburg-Ruhrort an. So wenig Wasser führte der
Rhein noch nie. Bundesweit zeigen die Pegel
historische Tiefstände an. Die Wirtschaft meldet
Notstand, zeigt eine Umfrage der IHKs entlang
des Rheins. Drei Viertel der Unternehmen sind
vom Niedrigwasser betroffen, Tendenz steigend.
Die IHKs fordern 2,5 Milliarden Euro jährlich
für die Wasserstraße. Sie unterstützen die Idee
von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer für
eine Niedrigwasser-Taskforce. „Was noch
vor Wochen auf ein Binnenschiff passte, muss
heute aufgeteilt werden. Lieferketten geraten
unter Druck, Transporte werden teurer.
Unternehmen weichen vermehrt auf Straße und
Schiene aus. Aber dafür sind die Gütermengen zu
groß“, sagt Werner Schaurte-Küppers, Präsident
der Niederrheinischen IHK. Und weiter: „Diese
Situation kam mit Ansage. Seit dem letzten
Extrem-Niedrigwasser 2018 ist zu wenig passiert.
Wirtschaft und Verbraucher zahlen jetzt die
Rechnung. Kurzfristig hoffen wir auf
Niederschlag. Langfristig braucht der
Wirtschaftsstandort eine krisenfeste
Wasserstraße. Dafür werden Milliarden benötigt
und der notwendige politische Willen. Wir
unterstützen den Vorschlag von
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer einer
Niedrigwasser-Taskforce. Bund, Länder,
Wirtschaft und Häfen müssen gemeinsam handeln.
Erreichbar zu sein, ist das A und O für unsere
Wirtschaft.“ „Niedrigwasser ist
kein regionales Problem“
„Niedrigwasser ist kein regionales Problem. Es
ist ein Risiko für industrielle Lieferketten und
die wirtschaftliche Entwicklung in ganz
Deutschland und darüber hinaus“, verdeutlicht
Davor Sertic, Präsident der Union Europäischer
Industrie- und Handelskammern für Verkehr und
Mobilität (UECC). Er erklärt: „Gerade für den
Rhein sind schnellere Planungs- und
Genehmigungsverfahren nötig, um die Fahrrinne zu
optimieren. Auch weitere Maßnahmen aus dem
Aktionsplan Niedrigwasser Rhein muss der Bund
konsequent umsetzen – wie die Förderung von
Schiffen mit geringem Tiefgang.“
Drei Viertel der Unternehmen betroffen
Die IHK-Umfrage zeigt das Ausmaß des
Rhein-Rekordtiefs: 78 Prozent der Unternehmen
melden höhere Kosten. 72 Prozent müssen ihre
Logistikprozesse umstellen. Fast jedes dritte
Unternehmen schränkt bereits die Produktion ein,
sechs Prozent haben Produktionsprozesse
gestoppt. 13 Prozent sehen die Existenz ihres
Standortes gefährdet.
Besonders deutlich
zeigt sich die Belastung bei den Logistikkosten:
Gut die Hälfte der Unternehmen verzeichnet einen
Anstieg um mindestens 25 Prozent. Bei knapp
einem Drittel sind die Logistikkosten um 50
Prozent oder mehr gestiegen. Besonders anfällig
für Einschränkungen auf dem Rhein sind rohstoff-
und transportintensive Branchen. Entlang des
Flusses befinden sich bedeutende Standorte der
Stahl-, Chemie-, Mineralöl-, Maschinenbau- sowie
Getreide- und Futtermittelwirtschaft. Diese
Unternehmen sind auf den zuverlässigen Transport
großer Gütermengen angewiesen.
Das
Niedrigwasser könnte auch künftige Logistik- und
Investitionsentscheidungen beeinflussen. Rund
ein Drittel will künftig weniger Güter mit dem
Schiff transportieren lassen. Rund ein Viertel
plant, die Lagerhaltung anzupassen.
IHKs fordern 2,5 Milliarden für
Wasserstraße Die IHKs fordern höhere
Investitionen des Bundes in die Wasserstraßen.
„Es sind jährlich 2,5 Milliarden Euro nötig,
also mehr als eine Milliarde mehr als aktuell.
Ziel ist es, damit die Wasserstraße zu
modernisieren, die Fahrrinne des Rhein zu
optimieren und Forschung voranzutreiben. Das ist
gut angelegtes Geld. 2018 dämpfte das
Niedrigwasser die deutsche Industrieproduktion
zeitweise um rund 1,5 Prozent“, so Fabian
Griewel, Verkehrsexperte der Niederrheinischen
IHK. Nach Berechnungen des Kiel Instituts für
Weltwirtschaft kostete es Deutschland rund 0,4
Prozentpunkte Wirtschaftsleistung. Auch dieses
Jahr drohen erneut erhebliche
gesamtwirtschaftliche Schäden, so die IHKs am
Rhein. Die
Unternehmensbefragung der IHKs entlang
des Rheins wurde vom 29. Juli bis zum 4. August
durchgeführt. Beteiligt haben sich deutlich über
150 Unternehmen aus allen Rheinabschnitten und
sämtlichen Größenklassen. Mehr als drei Viertel
der teilnehmenden Betriebe stammen aus den
Bereichen Logistik sowie Industrie.
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Übernahme von HKM: gutes Signal für Standort
IHK zeigt sich erleichtert
IHK
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Duisburg/Hamminkeln, 9.
Juli 2026 - Nun ist es klar: Die
Salzgitter AG übernimmt die Hüttenwerke Krupp
Mannesmann (HKM) vollständig. Dr.
Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der
Niederrheinischen IHK, zeigt sich erleichtert:
„Das ist ein gutes Signal für unseren
Stahlstandort. Die Vereinbarung zeigt: Der
Gesellschafter zeigt weiterhin Verantwortung für
das Unternehmen und seine Mitarbeiter. Damit
geht die Produktion an unserem
Traditionsstandort weiter, auch wenn damit ein
deutlicher Abbau von Personal verbunden ist.
Die angekündigte Ausrichtung auf die grüne
Transformation und Investitionen in einen
Elektrolichtbogenofen begrüßen wir besonders.
Damit wird das Unternehmen einen merklichen
Beitrag zur CO2-Reduktion leisten.“
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Reformpaket der
Bundesregierung macht Hoffnung Höhere
Steuern problematisch
IHK
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Duisburg/Hamminkeln,
2. Juli 2026 - Die Bundesregierung hat heute ihr
Reformpaket für Wachstum und Beschäftigung
vorgestellt. Die Niederrheinische IHK
begrüßt viele der geplanten Schritte. Die
Unternehmen brauchen weniger Bürokratie,
schnellere Verfahren und digitale Prozesse.
Kritisch sieht die IHK die Erhöhung des
Steuersatzes für höhere Einkommen. Sie
mahnt: Die Unternehmen dürfen nicht noch weiter
belastet werden.
Dazu Dr. Stefan
Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der
Niederrheinischen IHK: „Unsere Wirtschaft muss
schnell wieder Fahrt aufnehmen. Mit den
geplanten Reformen aus Berlin sehe ich dafür
realistische Chancen. Dass die Berichtspflichten
für Unternehmen sinken, ist ein wichtiges
Signal. Die Betriebe haben lange auf diese
Impulse gewartet. Flexibler, schneller,
digitaler: Wir sind bereit. Jetzt muss es
schnell in die Umsetzung gehen. Gute Pläne nur
auf Papier nützen uns nichts. Der Effekt von
weniger Bürokratie darf aber nicht mit höheren
Abgaben wieder zunichte gemacht werden. Die
geplante höhere Steuerlast für höhere Einkommen
trifft vor allem den Handel, Familienunternehmen
und industrielle Zulieferer. Duisburg und
der Niederrhein sind ein starker Standort. Aber
stark bleiben wir nur, wenn unsere Unternehmen
ihre Potenziale nutzen können. Noch mehr Abgaben
sind da keine Hilfe.“
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Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat den
Regionalplan Ruhr gekippt IHK: Gravierende
Folgen für Betriebe, Rückschlag für Wirtschaft
an Rhein und Ruhr
IHK
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Duisburg/Hamminkeln,
12. Juni 2026 - Das Oberverwaltungsgericht (OVG)
Münster hat den Regionalplan Ruhr gekippt.
Das bedeutet: Neue Bauprojekte und Investitionen
hängen in der Schwebe. Hintergrund war eine
Klage von sechs Kommunen und dem Kreis Wesel.
Nach dem OVG-Urteil muss nun der gesamte Plan
neu bewertet werden. Dr. Stefan
Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der
Niederrheinischen IHK: „Das ist ein Tiefschlag
für unsere Region. Ansiedlungen und
Arbeitsplätze stehen auf der Kippe. Und das in
einer wirtschaftlich ohnehin schwierigen Zeit.
Hinzu kommt der Imageschaden. Unsere Unternehmen
brauchen Planungssicherheit und Verlässlichkeit.
Das können wir im Ruhrgebiet nun nicht bieten.“
Der Regionalplan legt fest, wo
Wohnungen, Windanlagen, Gewerbegebiete entstehen
können, Rohstoffe abgebaut oder
Naherholungsräume entstehen sollen oder bestehen
bleiben.
Das OVG hat heute entschieden:
Der gesamte Regionalplan muss nachgebessert
werden. Alle Entwicklungsvorhaben stehen
infrage. Das kann mehrere Jahre dauern.
„Für die Wirtschaft in Duisburg und am
Niederrhein ist ein gültiger Regionalplan
unerlässlich. Dass der nun wieder auf dem
Prüfstand steht, ist fatal. Jetzt muss schnell,
aber belastbar, nachgelegt werden“, betont
Dietzfelbinger.
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Ruhr-IHKs sagen Ja zu Olympia
IHKs im Ruhrgebiet unterstützen die
NRW-Bewerbung „KölnRheinRuhr” für die
Olympischen Spiele und Paralympics
Bürgerentscheid läuft bis zum 19. April
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Duisburg, 25. März 2026
- Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) im
Ruhrgebiet unterstützen die Bewerbung um die
Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen
Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 in der
Region Köln Rhein Ruhr. „Wir gehen von
nachhaltigen positiven Effekten für unsere
regionale Wirtschaft aus und sehen große Chancen
für wirtschaftliches Wachstum. Besonders stark
hervorzuheben ist der langfristige Imagegewinn
der gesamten Region, der sich auf die
Tourismusbranche auswirken würde“, erläutert
Roland Klein, der neue Präsident der IHK zu
Dortmund, die in diesem Jahr die federführende
Kammer im Ruhrgebiet ist: „Wir appellieren
deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, sich bis
zum 19. April per Briefwahl für eine Bewerbung
auszusprechen.” Ziel ist, dass die
Region Köln-Rhein-Ruhr die Olympischen und
Paralympischen Sommerspiele in den Jahren 2036,
2040 oder 2044 ausrichtet. Die Bewerbung beim
Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hängt von
einem positiven Votum des Bürgerentscheids zu
den Spielen bis zum 19. April in den beteiligten
NRW-Kommunen ab. Der DOSB entscheidet im
Anschluss darüber, welche Bewerbung einer Region
in Deutschland um die Ausrichtung der
Olympischen Spiele beim Internationalen
Olympischen Komitee eingereicht wird. In
insgesamt 17 nordrhein-westfälischen Kommunen,
die mit ihren Sportstätten Teil der
Olympiabewerbung wären, können rund vier
Millionen wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger
über die Zustimmung abstimmen – im
Zuständigkeitsbereich der IHKs im Ruhrgebiet
sind es die Städte Bochum, Dortmund, Duisburg,
Essen, Gelsenkirchen, Herten, Oberhausen und
Recklinghausen. „Die geplante Bewerbung steht
für ein regionales und nachhaltiges
Olympiakonzept, das von den Bürgerinnen und
Bürgern mitgetragen wird”, so IHK-Präsident
Klein. Im Laufe des März werden die
Wahlbenachrichtigungen in den jeweiligen
Kommunen versendet. Ein Großteil der
Sportstätten liegt im Ruhrgebiet: Bochum ist für
Fußball und Modernen Fünfkampf vorgesehen,
Duisburg für Kanu-Rennsport, Rudern,
Sportklettern, Essen für Boxen, Fußball,
Gewichtheben, Radsport (BMX-Freestyle & Racing)
und Schießen, Gelsenkirchen für Schwimmsport,
Oberhausen für Volleyball, Recklinghausen und
Herten für Radsport (Mountainbike). In Dortmund
würden die Disziplinen Fußball sowie Handball
ausgerichtet werden. Für die meisten
Sportstätten gibt es bereits sehr gute
infrastrukturelle Voraussetzungen (kurze Wege
und gut ausgebautes ÖPNV- und Straßennetz),
sodass von nur geringen zusätzlichen
Investitionen auszugehen ist. „Die
Olympischen Spiele und die Paralympics bringen
eine weltweite Aufmerksamkeit nach Deutschland
und die Region. Die Spiele stärken gerade das
Ruhrgebiet als Wirtschafts-, Kultur- und
Sportstandort“, ist sich IHK-Präsident Klein
sicher. Man könne von positiven Nachfrageeffekte
für Bauwirtschaft, Industrie und Handwerk,
Handel, Gastronomie und Hotellerie ausgehen.
„Wir haben die Möglichkeit, uns internationalen
Investoren und Unternehmen zu präsentieren und
mehr Sichtbarkeit als Wirtschaftsstandort zu
erlangen.“ Der weltweite Imagegewinn könne sich
im Anschluss durch positive Effekte auf den
Tourismus auswirken. „Wir freuen uns auf die
Olympischen Spiele und Paralympics als
Impulsgeber für Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit
und Stadtentwicklung“, so Roland Klein.
„Duisburg hat für die olympischen Spiele viel zu
bieten. Mit dem Sportpark Duisburg verfügt die
Stadt über eines der größten und vielseitigsten
Sport-, Freizeit- und Erholungsgebiete
Deutschlands. Dazu gehören die renommierte
Sportschule Wedau sowie die international
bekannte Regattabahn. Schon heute ist
Duisburg ein zentraler Austragungsort für
nationale und internationale Meisterschaften.
Zum Beispiel für die FISU World University Games
2025, das weltweit größte Multisport-Event für
studentische Spitzensportler, oder die geplante
U23-Weltmeisterschaft im Rudern 2026.
Für den Niederrhein und ganz NRW wäre Olympia
ein starker wirtschaftlicher Impuls: Die Region
rückt international in den Fokus, was
Investitionen in Infrastruktur, Mobilität und
Tourismus anzieht. Davon profitieren
insbesondere Handel und Dienstleistungen, die
deutlich gestärkt werden. Duisburg hätte
dabei eine tragende Rolle – und zugleich würde
das ganze Land davon profitieren.“
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IHKs Rheinland: Bessere Infrastruktur muss in
den Fokus rücken Gesperrte Rheinbrücken
zunehmend Wirtschaftsrisiko
IHK
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Duisburg/Hamminkeln,
26. Januar 2026 - Unternehmen können immer mehr
Brücken im Rheinland gar nicht oder nur
eingeschränkt nutzen. Dies ist längst kein
reines Infrastrukturproblem mehr. Die Brücken
entwickeln sich zu einem ernsthaften Risiko für
den Wirtschaftsstandort. Die IHKs im Rheinland
fordern daher von der Politik schnelles Handeln.
Durch die maroden Brücken verlieren
Unternehmen Zeit und Planungssicherheit. Und sie
fallen im Wettbewerb zurück. Zusätzlich werden
Lieferketten unterbrochen und Umwege verursachen
zusätzliche Kosten. Das belastet Umwelt wie
Beschäftigte gleichermaßen. Im Februar
erwartet die Wirtschaft in der Region weitere
Einschränkungen: Dann beginnen die Ablastungen
der Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf auf 3,5
Tonnen und der Bonner Friedrich-Ebert-Brücke
(Nordbrücke) auf 7,5 Tonnen. Bereits zuvor waren
mit der Josef-Kardinal-Frings-Brücke in
Düsseldorf und der Uerdinger Brücke zwischen
Krefeld und Duisburg zentrale Rheinquerungen für
den Wirtschaftsverkehr weitgehend ausgefallen.
„Kaum irgendwo sonst sind die Folgen
kaputter Straßen und Brücken sichtbarer als im
Rheinland. Hinzu kommt: Die Brücken über den
Rhein sind besondere Nadelöhre: Fällt eine aus,
dann heißt das besonders lange Umwege und
zusätzliche Staus auf den verbleibenden
Querungen. Rheinbrücken haben also ein besonders
hohes Infarktrisiko für den Wirtschaftsstandort.
Unsere Politik muss das noch stärker in den
Fokus nehmen. Die Verkehrspolitik darf nicht an
NRW vorbeigehen“, betont Ocke Hamann,
Geschäftsführer bei der Niederrheinischen IHK
und verkehrspolitischer Sprecher der IHK NRW.
Hohe Ausfallkosten durch marode
Brücken 180 Millionen Euro
pro Jahr: So hoch sind die
Ausfallkosten, weil die vier genannten
Rheinbrücken nur eingeschränkt genutzt werden
können. Das haben die Industrie- und
Handelskammern ausgerechnet. Zahlreiche Brücken
müssen neu gebaut werden – darunter auch die
Fleher Brücke in Düsseldorf. Teils werden sie
erweitert, wie die Bonner Nordbrücke.
Entscheidend dabei ist das Tempo: Planung und
Genehmigungen müssen beschleunigt werden.
Darüber hinaus muss das Land NRW deutlich
stärker koordinieren. Bund, Land, Kommunen und
Bahn als unterschiedliche Baulastträger müssen
ihre Maßnahmen abstimmen, um zusätzliche
Engpässe zu vermeiden. Ebenso notwendig sind
Umleitungskonzepte, die gemeinsam mit den
Städten entwickelt werden. Sie sollten die
bestehenden Restriktionen berücksichtigen und
weitere Brückenausfälle einkalkulieren.
Schnellere und pragmatischere Lösungen
Ebenfalls ein zentraler Punkt: Denkmalschutz. Da
die Rheinbrücken auch Funktionsbauwerke sind,
braucht es hier pragmatische Ausnahmen durch das
zuständige Ministerium. Nur so kann es gelingen,
Neubauten oder Ersatzlösungen nicht weiter zu
verzögern. Auch auf der rechtlichen
Ebene sieht die IHK-Initiative Rheinland
Handlungsbedarf: Um Klagen gegen
Infrastrukturprojekte zügig zu bearbeiten,
fordert sie die Einrichtung eines eigenen Senats
zum Thema beim Oberverwaltungsgericht Münster.
„Was für die Wirtschaft zählt, sind
schnelle Entscheidungen und Rechtssicherheit.
Denn viele der von den aktuellen LKW-Sperrungen
betroffenen Unternehmen können nicht zehn Jahre
oder länger auf einen Neubau warten. Das aber
ist heute noch normal. Wir müssen deshalb dazu
kommen, dass die Prozesse deutlich schneller
werden. Und die Möglichkeiten der Verzögerungen
klar eingeschränkt werden. Gerade bei den
Rheinbrücken“, so Hamann. Die
IHK-Initiative Rheinland wird den Prozess
weiterhin konstruktiv begleiten, sich für eine
leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur einsetzen
und steht bereit, ihre Expertise in die dringend
notwendigen Lösungen einzubringen.
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Azubis machen Lust auf Lehre 51
Ausbildungsbotschafter von IHK ausgezeichnet
IHK
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Duisburg/Hamminkeln,
17. Januar 2026 - Ausbildungsbotschafter
besuchen Schulen in der Region und geben
Einblicke in ihre duale Ausbildung. So erfahren
Schüler, wie der Alltag im Betrieb und in der
Berufsschule aussieht. Am 14. Januar ehrte die
Niederrheinische IHK 51 Auszubildende aus
Duisburg sowie den Kreisen Wesel und Kleve für
ihr Engagement. Viele Jugendliche wissen
noch nicht, wie es nach der Schule weitergehen
soll. Damit sie wissen, wie der Alltag in einer
dualen Ausbildung aussieht, gehen Azubis nochmal
in die Klassenzimmer zurück. Dort berichten sie
offen über ihre Erfahrungen und beantworten
Fragen auf Augenhöhe. „Unsere
Ausbildungsbotschafter zeigen, wie vielfältig
eine Ausbildung im Betrieb ist“, sagt Matthias
Wulfert, Geschäftsführer für Aus- und
Weiterbildung bei der Niederrheinischen IHK.
„Mit ihren persönlichen Geschichten machen sie
die Berufswelt greifbar und geben Orientierung
für die Zukunft.“ Die IHK schult die
Botschafter in Kommunikation und Präsentation.
Im Jahr 2025 wurden 128 Azubis vorbereitet, die
insgesamt über 2.500 Schüler in der Region
erreicht haben. Die Initiative ist wichtig, um
junge Menschen für diesen Berufsweg zu
begeistern.
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