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Informationen aus Xanten, Kleve, Dinslaken, Moers, Wesel und Hamminkeln

Archiv  • Vorige Woche: KW 02
Aktuelles - Redaktioneller Gang durch die Niederrhein-Woche

KW 3: Montag, 12. - Sonntag, 18. Januar 2026
Themen u.a.:


Moers: Ausschuss für Bürgeranträge tagt am 20. Januar
Die Emil-Nolde-Straße ist Thema des Ausschusses für Bürgeranträge am Dienstag, 20. Januar. Die Sitzung findet um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, statt. Da der bekannte Maler überzeugter Nationalsozialist und Antisemit war, beantragt ein Bürger, die Straße umzubenennen.

Die Verwaltung schlägt hingegen vor, das Straßenschild mit einer Erläuterung über Nolde zu ergänzen. Weitere Anträge betreffen unter anderem Verkehrsthemen und fehlende Bänke in der Kurt-Schumacher-Allee/Rheinkamper Ring.

Moers: ‚Team Unterhaltsvorschuss‘ eine Woche nicht erreichbar
Das ‚Team Unterhaltsvorschuss‘ des Jugendamtes ist aufgrund einer internen Umstrukturierung vom 19. bis 23. Januar weder persönlich noch telefonisch erreichbar. In dieser Zeit können Anliegen leider nicht bearbeitet werden. Die nächste reguläre Sprechzeit findet am Dienstag, 27. Januar, von 9 bis 12 Uhr statt.


Wesel: Ausstellung zum Erna Suhrborg-Preis 2026
Wesel wird zum Schauplatz für autodidaktisch arbeitende Künstlerinnen: Eröffnung der Ausstellung zum Erna Suhrborg-Preis 2026 Am Sonntag, den 18. Januar 2026, um 11:30 Uhr öffnet im Städtischen Bühnenhaus Wesel eine besondere Werkschau ihre Türen: Die Ausstellung der Finalistinnen des Erna Suhrborg-Preises und des Nachwuchspreises 2026 zeigt die beeindruckende Qualität und Vielfalt zeitgenössischer Kunst von Frauen ohne akademischen Abschluss sowie von jungen Talenten aus der Region.
  
Preisträgerinnen 2023: Katja Zander (Hauptpreis) und Emma Kunst (Nachwuchspreis)

Aus über 100 hochkarätigen Bewerbungen aus ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus wurden 21 Künstlerinnen für die Hauptausstellung ausgewählt.  Parallel dazu präsentieren 15 Schülerinnen aus Wesel ihre Arbeiten. Die Bandbreite der gezeigten Disziplinen reicht von klassischer Zeichnung und Malerei über Fotografie bis hin zu Installationen, Skulpturen und Objektkunst.   

Besonderer Fokus auf Nachwuchsförderung 
Der Preis setzt in diesem Jahr einen neuen Akzent in der Talentförderung. Ein besonderes Highlight für die Schülerinnen ist die vertiefte Praxisnähe: Alle Siegerinnen des Nachwuchspreises erhalten nicht nur eine finanzielle Anerkennung, sondern auch die Möglichkeit zur kreativen Begleitung durch eine erfahrene Künstlerin in einem Workshop.  

Die dort entstehenden Werke werden anschließend in einer eigenen, gemeinschaftlichen Ausstellung in Wesel präsentiert, wobei die jungen Talente durch das Städtische Museum professionell kuratorisch unterstützt werden, um wertvolle Einblicke in die Konzeption und Gestaltung von Kunstausstellungen zu gewinnen. Die Siegerin des Hauptpreises erhält 2.000 € und eine Ausstellungsmöglichkeit in der Hauptstelle der Nispa gegenüber dem Berliner Tor.

Die zweit- und drittplatzierten Künstlerinnen erhalten ebenfalls eine Ausstellungsmöglichkeit in Wesel. Publikumsvotum: Die Stadtgesellschaft entscheidet mit  Bis zum 1. März 2026 ist das Publikum aufgerufen, für seine Favoritinnen abzustimmen.  Dies ist direkt vor Ort digital via Tablet oder ganz klassisch per Stimmkarte möglich. Das Votum der Besucher fließt gleichberechtigt mit der Entscheidung der Fachjury in die finale Preisvergabe ein.   

Die Preisverleihung 
Die feierliche Bekanntgabe der Siegerinnen findet am Internationalen Frauentag, 8. März 2026 ab 11.30 Uhr in einem Festakt im Städtischen Bühnenhaus Wesel statt. Die Finalistinnen im Überblick: Claudia Ebbing, Sabine Ehrle-Niederehe, Gabriele Fengels, Barbara Friebe, Anne Friederichsen, Bettina Hachmann, Sylvie Hauptvogel, Annerose Klaas, Olga Krakovyak, Bärbel Krumme, Brigitte Maxrath-Enger, Anja Neimöck, Elke Pillig, Lucy Pillig, Ina Preuß, Aline Regese, Nicole Schillings, Elisabeth Schlanstein, Angelika Schledz, Seona Sommer, Petra Zieriacks.  Nachwuchspreis:  Lusiana Asani, Ebrar Bulut, Emma Elisa Dörken, Emily Driessen, Charlotte Gardemann, Franziska Gruhn, Siyu Guan, Charlotte Holloh, Alessia Inkmann, Nabiha Jimmader, Amal Khattabi El Abbassi, Marie Korsch, Eva Marinac, Maya Okesanya, Nilda Fatma Oruc.  

Der Klever Becher startet: Aus einer Idee für die Klever Birne wird Wirklichkeit
Am Anfang stand die Idee einer abfallarmen Stadt. „So schön ein Coffee-to-go auch ist, die Einwegbecher verursachen mehr Abfall, als viele denken“, rechnen Mario Spengler und Joachim Just vom Klever Unternehmen hermsen GmbH den Einwegmüllberg vor. „7,6 Millionen Einwegbecher werden jeden Tag in Deutschland verbraucht.

Der Klever Becher ist ab sofort in der Touristinformation der Stadt Kleve erhältlich. ©ClaudiaDeKruijf_HSRW

Auf die rund 53.000 Einwohner*innen Kleves umgerechnet, macht das circa 5.000 Einwegbecher täglich.“ Mehrwegbecher sollen dieser Entwicklung entgegenwirken. Ein stadtweites, gastronomieübergreifendes Mehrwegbechersystem könnte eine Lösung sein. So entstand der Klever Becher.

Mit dieser Idee beteiligten sich die beiden im vergangenen Jahr am Nachhaltigkeitspreis Klever Birne, der 2025 bereits das dritte Mal von der Stadt Kleve gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Waal vergeben wurde. Christina Martens von der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) erinnert sich: „Der Vorschlag setzte das Motto des Ideenwettbewerbs eins zu eins um: Ressourcen klever teilen – Gemeinsam Nachhaltigkeit gestalten.“ Mario Spengler und Joachim Just: „Ein solches Mehrwegsystem entfaltet seine ökologische Wirkung vor allem dann, wenn die Becher tatsächlich regelmäßig genutzt werden. Herstellung, Transport und Reinigung verursachen ebenfalls Ressourcen- und Energieaufwand, der sich erst über mehrere Umläufe relativiert."

Überzeugt von ihrer Idee und motiviert von der positiven Resonanz, beschlossen die beiden Ideengeber, die Umsetzung des Klever Bechers auch ohne Gewinn der Klever Birne 2025 weiterzuverfolgen. Unterstützt wurden sie von der Stadt Kleve und der Wirtschaft, Tourismus und Marketing GmbH (WTM) der Stadt Kleve. Nun kann der Klever Becher in der Touristinformation der Stadt Kleve erworben werden.

Mehr als nur schöne Werbung für Kleve
Die Stadt Kleve freut sich gleich mehrfach über die Verwirklichung der Wettbewerbsidee. „Neben dem Werbeeffekt unterstützt der Klever Becher bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie, denn er steht für Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft“, so Pascale van Koeverden, Mitorganisatorin der Klever Birne bei der Stadt Kleve. „Wir wollen die Politik aktiv involvieren, um Kleve gemäß UN-Nachhaltigkeitsziel (SDG) 11 inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten.

Da kam der Klever Becher als Präsent des Bürgermeisters für die Ratsmitglieder wie gerufen“, so Christian Bomblat als Technischer Beigeordneter und Vorsitzender des Kernteams Nachhaltigkeit der Stadt Kleve. Auch Verena Rohde von der WTM sieht die Sache positiv: „Gerne unterstützen wir hier ein lokales Unternehmen und wünschen uns nun eine breite Annahme des Klever Bechers.“

„Geselliges Grün“ nennt sich die Farbe des Bechers, dessen Design von der WTM stammt. Der BPA-freie Becher wurde in Deutschland produziert. Nun braucht es neben Liebhaber*innen von Heißgetränken Bäckereien, Cafés, Eisdielen und andere gastronomische Betriebe, die Getränke to go verkaufen und das Befüllen der Klever Becher anbieten wollen, denn der Erfolg eines Mehrwegsystems hängt nicht zuletzt von der konsequenten Nutzung durch Gastronomie und Kundschaft ab.

Bei Interesse freut sich Joachim Just über eine Kontaktaufnahme. Bei der Klever Birne punkteten die Ideengeber übrigens auch mit einer weiterführenden Idee: „Teil unseres Konzepts für die Klever Birne war ein Rabatt von 0,10 € auf den Getränkepreis, da die Verkaufsstellen die Ausgabe von Einwegbechern einsparen.“ Vom Tisch ist der Gedanke nicht, gesucht werden nun Mitmacher*innen.

Auch in diesem Jahr werden die HSRW und die Stadt Kleve zu einer weiteren Runde Klever Birne einladen. Die Bewerbungsphase startet im Mai. Mehr Informationen zum Wettbewerb unter www.kleverbirne.de.

Der Ideenwettbewerb „Klever Birne“ ist eine Kooperation vom Projekt TransRegINT der Hochschule Rhein-Waal mit der Stadt Kleve. Der Nachhaltigkeitspreis wurde erstmals im Jahr 2023 vergeben. Ziel ist es, die Menschen in Kleve und Umgebung für Themen der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und Innovationsthemen zu identifizieren.

Mit dem Projekt ‚TransRegINT - Transformation der Region Niederrhein: Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe‘ hat sich die Hochschule Rhein-Waal zum Ziel gesetzt, den nachhaltigen Wandel in der Region wissenschaftsbasiert mitzugestalten. Gefördert wird das Projekt durch das Programm ‚Innovative Hochschule‘ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Weitere Partner für die NiederrheinCard
 Ob vier Tage oder zwölf Monate – der Zugang zu Rabatten und exklusiven Angeboten ist jederzeit buchbar. Die attraktive Niederrheincard wird immer beliebter. Bereits über 60 touristische Unternehmen bieten Vorteile für den Karteninhaber. Aktuell sind neu dazugekommen die Reeser Personenschifffahrt, das Niederrheinische Museum Kevelaer und das „Haus des Bergmanns“ in Kamp-Lintfort.

Die Schlossfestspiele Neersen zählen nun ebenfalls zu den Partnern. Auch niederländische Unternehmen interessieren sich dafür, Partner bei Niederrhein Tourismus (NT) zu werden und einen Vorteil durch die Niederrhein Card anzubieten.   Sowohl für die Bewohner des Niederrheins als auch für Touristen sind das gute Nachrichten.

Denn für beide Gruppen wurde die NiederrheinCard passgenau konzipiert: An Kurzurlauber richtet sich die Variante mit einer Gültigkeit an vier zusammenhängenden Tagen ab dem gewählten Wunschdatum (für 29 Euro). Die NiederrheinCard 365 (49 Euro) ist dagegen ideal für Mehrfachurlauber und Menschen, die am Niederrhein leben. Sie ist ein ganzes Jahr lang gültig.

„Wer sich für die NiederrheinCard 365 entscheidet, hat ab dem gewählten Wunschdatum 365 Tage Zeit, die Schönheiten des Niederrheins kostengünstig zu nutzen.“, betont Jörgens. Ob Kletterhalle oder Tierpark, ob historische Bahnfahrt oder Spa-Wochenende – die im vergangenen Jahr eingeführte NiederrheinCard schafft durch Rabatte und exklusive Angebote neue und attraktive Zugänge zu bekannten Highlights und versteckten Geheimtipps in der Region.

Die Bandbreite reicht von Museen und Freizeitanbietern bis hin zu Outdoor-Angeboten. Auch die teilnehmenden Hotels und Restaurants gewähren Vorteile, die es zu entdecken lohnt. www.niederrhein-card.de

Auch der Grefrather EisSport & EventPark zählt zu den Partnern. Foto: gymi media
 
Unterstützung für pflegende Angehörige - Kostenfreies Kursangebot des Krankenhauses Bethanien Moers ab Ende Januar 2026  
Was ist, wenn aus einem sich Kümmern um die Eltern eine Pflegesituation wird? Was ist, wenn der bzw. die Partner:in plötzlich erkrankt? Die Übernahme der Pflege zu Hause ist oft eine neue und schwierige Situation. Der Alltag verändert sich, eine Vielzahl von Fragen kommt auf. Ab Ende Januar 2026 startet hierzu in der Bethanien Akademie (Bethanienstraße 15, 47441 Moers) ein spezieller Kurs, der unter dem Motto „Wenn aus Unterstützung Pflege wird“, Menschen bei der heimischen Pflege Angehöriger unterstützt.

In den Pflegekursen werden Betroffene mit den erforderlichen Pflegetechniken vertraut gemacht. Sie erhalten Informationen zu Pflegehilfsmitteln und Leistungen der Krankenkassen.   Der von der erfahrenen Krankenschwester und Pflegetrainerin Daniela Sturm geleitete kostenlose Kurs besteht aus 3 x 4 Unterrichtsstunden und findet jeweils von 16.00 bis 19.30 Uhr statt.

Folgende Kurstermine stehen dabei zur Auswahl:
Kursangebot 1 – 27. Januar, 03. Februar und 10. Februar 2026 
Kursangebot 2 – 16. Juni, 23. Juni und 30. Juni 2026
Kursangebot 3 – 03. November, 10. November und 17. November 2026. 

Angesprochen sind Menschen, die Rat und Unterstützung bei der Pflege eines Familienangehörigen brauchen. Im Kurs lernen die Teilnehmer:innen, wie sie mit der neuen Situation umgehen und erhalten wertvolle Informationen und Tipps.   ANMELDUNG Um Anmeldung bei Pflegetrainerin Daniela Sturm unter +49 (0) 2841 200-20911 oder per E-Mail an daniela.sturm@bethanienmoers.de wird gebeten.  

Daniela Sturm, examinierte Krankenschwester und ausgebildete Pflegetrainerin, leitet den kostenlosen Kurs für pflegende Angehörige im Krankenhaus Bethanien Moers.

Sauberes Trinkwasser: Zusätzliche EU-weite Schutzmaßnahmen gegen PFAS treten in Kraft
Seit dem 12.1.2026 müssen die EU-Mitgliedstaaten die Gehalte von per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) im Trinkwasser systematisch überwachen, um neue, europaweite Grenzwerte einzuhalten. Das trägt unmittelbar dazu bei, das Recht auf sicheres Trinkwasser für die Menschen in Europa durchzusetzen, eines der Ziele der EU-Wasserresilienz-Strategie.  

PFAS schnell erkennen und handeln
Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, erklärte: „Die PFAS-Verschmutzung ist ein wachsendes Problem für das Trinkwasser in ganz Europa. Mit harmonisierten Grenzwerten und einer obligatorischen Überwachung, die jetzt in Kraft sind, verfügen die Mitgliedstaaten über die Regeln und Instrumente, um PFAS zum Schutz der öffentlichen Gesundheit rasch zu erkennen und zu bekämpfen.“ 

Einheitliches Vorgehen europaweit
Die verstärkte Überwachung hatten die EU-Staaten und Europäisches Parlament im Rahmen der Neufassung der Trinkwasserrichtlinie 2020 beschlossen.  Um eine einheitliche Überwachung in der gesamten EU zu unterstützen, hatte die Kommission 2024 technische Leitlinien veröffentlicht.  Die EU-Staaten müssen die Kommission über die Ergebnisse ihrer Überwachung unterrichten.

Bei Überschreitung der Grenzwerte müssen die Mitgliedstaaten Maßnahmen ergreifen, um den PFAS-Wert zu senken, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und die Öffentlichkeit zu informieren.
Konsequenzen könnten beispielsweise die Schließung kontaminierter Brunnen, das Hinzufügen von Behandlungsschritten zur Entfernung von PFAS oder die Einschränkung der Trinkwasserversorgung umfassen, und zwar solange die Überschreitung anhält. 

Kempen: Ticketverkauf und Museumskasse ab sofort in der Touristeninformation  
Ab sofort befinden sich Ticketverkauf und Museumskasse in der Touristeninformation an der Orsaystraße 3a, direkt neben dem Kulturforum Franziskanerkloster. Darüber hinaus sind Informationsmaterialien, Broschüren und Publikationen des Museums und Kulturforums erhältlich.

Für Fragen rund um das Angebot stehen vor Ort Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung. Der Ticketverkauf ist dort dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.   Tickets sind außerdem jederzeit im Onlineshop unter https://25629.reservix.de/events erhältlich.    

Stadt Kempen Kulturamt Rowena Gommans Burgstraße 23 47906 Kempen Tel.: 02152-9174119 Mail: rowena.gommans@kempen.de

Große Gartenmythen – Gartenbauexperte klärt auf. Kaffee gegen Schnecken?
 Am wirksamsten sind Hühner oder Laufenten als natürliche Schneckenjäger.

Quelle: pixabay

Planungen für die neue Gartensaison laufen bereits und bei der Recherche zur richtigen Vorbereitung des Gartenjahres stoßen Gartenbegeisterte immer wieder auf kuriose Tipps oder Bauernregeln. Um keine Fehler zu begehen, nimmt Dr. Lutz Popp, Gartenbauexperte vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V. (BLGL), fünf weit verbreitete Mythen unter die Lupe und klärt auf, was an den Ratschlägen dran ist.

Mythos: Kaffee schützt vor Schnecken
Kaffee hat – wie so viele andere landläufig immer wieder genannte Substanzen oder Maßnahmen – keine gesicherte Wirkung gegen Schnecken. Laut Pflanzenschutzgesetz ist das Ausbringen von Kaffeesud, ebenso wie anderer, selbst zusammengebrauter Pflanzenschutzmittel („Hausmittel“) sogar verboten.

Gartenbauexperte Dr. Lutz Popp rät, zu Alternativen zu greifen: „Es gibt deutlich effektivere Methoden, um Schneckenschäden an den Pflanzen zu vermeiden, etwa Absammeln, Bierfallen oder Schneckenzäune. Wessen Gartengröße es zulässt, kann auch Hühner und Laufenten als Schneckenvertilger einsetzen. Im Idealfall kombiniert man viele verschiedene Maßnahmen miteinander.“

Mythos: Viel Dünger = optimaler Ertrag
Dieser Mythos stimmt nicht: Düngergaben erhöhen den Ertrag nur dann, wenn der Boden mit Nährstoffen unterversorgt ist, und auch nur so weit, bis ein „Sättigungspunkt“ erreicht wird. Bei dessen Überschreiten stagniert der Ertrag oder sinkt bei noch höherer Düngung sogar ab.

Viele Untersuchungen der letzten Jahre und Jahrzehnte haben ergeben, dass die meisten Gartenflächen in Deutschland durch langjährig zu hohe Düngergaben stark überdüngt sind – mit negativen Auswirkungen auf den Ertrag, die Pflanzenqualität und die Umwelt, z. B. Nitrat im Grundwasser. Dr. Popp empfiehlt, vor Düngungsmaßnahmen eine Bodenanalyse durchzuführen, die Aufschluss über den tatsächlichen Bedarf an Nährstoffen gibt.

Mythos: Kompost stinkt immer
Auch dies ist falsch! Richtig aufgesetzter und „gepflegter“ Kompost riecht angenehm erdig oder nach Waldboden. Gestank tritt meist nur dann auf, wenn der Kompost zu feucht ist, unter Sauerstoffmangel leidet und anaerobe Prozesse ablaufen. „Ursache hierfür sind zu viele weiche und feuchte Abfälle.

Der Kompost soll deshalb von Anfang an mit trockenem, strukturreichem Material versetzt werden. Außerdem ist der Kompost in regelmäßigen Abständen umzusetzen, am besten mit einer Grabgabel. So kann immer wieder ausreichend Sauerstoff eintreten, die Bildung verdichteter Klumpen vermieden und der mikrobiologische Rotteprozess aerob am Laufen gehalten werden“, so der Experte des BLGL.

Mythos: Tomaten reifen schneller, wenn man sie ins Haus bringt
Richtig – sofern es draußen bedingt durch das Voranschreiten der Jahreszeiten an Sonne und Wärme fehlt. Im Herbst bei niedrigen Tages- und vor allem Nachttemperaturen können Tomaten grün oder leicht gelblich bis orange geerntet und ins Haus gebracht werden, denn Temperaturen um 20 °C beschleunigen die Reife deutlich.

Dr. Popps Tipp: „Die Tomaten sollten in einer trockenen Schachtel oder Papiertüte gelagert werden, am besten in Gesellschaft von einer reifen Banane oder einem Apfel, denn diese produzieren das Reifegas Ethylen. Ein heller Standort mit starkem Lichteinfall ist nicht nötig, jedoch eine regelmäßige Kontrolle, um eventuell faulende Früchte frühzeitig auszusortieren.“

Mythos: Verblühte Stauden umgehend zurückschneiden
Falsch, denn das Belassen verblühter Stauden sorgt für den Verbleib nährstoffreicher Stängel- und Blattmassen auf den Beeten. Zusätzlich stellen verblühte Pflanzen samt ihrer Fruchtstände Rückzugs- und Lebensraum sowie Nahrungsangebote für viele Kleintiere dar.

Erst im ausgehenden Winter oder beginnenden Frühjahr sind die dann leichten, trockenen Stängel zu entfernen – die Methode vereint also einen hohen ökologischen Wert mit weniger Arbeitsaufwand und verbessert die Bodenqualität. „Nur wenn es zu Fäulnis kommt, das Aussamen ausbreitungsfreudiger Arten verhindert werden oder eventuell eine Nachblüte angeregt werden soll, ist ein umgehender Rückschnitt notwendig“, informiert Dr. Popp.

Die Analyse zeigt: Die Beratung durch einen Experten hilft dabei, Halb- oder Falschwissen zu enttarnen und Tipps zu erfahren, die wirklich funktionieren. Wenn durch falsche Ratschläge versprochene Ergebnisse im Garten nicht eintreten, entsteht schnell Frust. Das Aufklären von Mythen trägt deshalb nicht nur dazu bei, den Garten nachhaltiger und effizienter zu gestalten, sondern bringt letztlich auch mehr Freude am Gärtnern.


Aktionsbündnisses "Für die Würde unserer Städte": Rekord-Minus: Kommunen fordern Soforthilfe
Das Defizit in den Haushalten der Städte und Gemeinden ist im dritten Quartal weiter gewachsen. Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ schlägt deshalb eine höhere Beteiligung des Bundes an den Sozialkosten vor.

Das Statistische Bundesamt hatte am Donnerstag (8. Januar) keine guten Nachrichten für die Kommunen in Deutschland. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres lag das Minus in den Etats der Städte und Gemeinden bei 28,3 Milliarden Euro – und damit noch einmal 2,4 Milliarden Euro höher als im bitteren Rekordjahr 2024. Auf NRW entfallen 8,5 Milliarden Euro. Zugleich steigt damit die Gefahr dramatisch, dass am Ende des Jahres 2025 bundesweit die 30-Milliarden-Euro-Grenze deutlich überschritten wird.

Eine wesentliche Ursache für den ungebrochenen Trend sind neben der schwachen Steuereinnahmenentwicklung die explodierenden Sozialausgaben. Sie wuchsen in den ersten drei Quartalen um vier Milliarden Euro: Insbesondere die Ausgaben für die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen und für die Jugendhilfe nahmen um gut 11 Prozent zu. An diesen vom Bund veranlassten Aufgaben, die am Ende des Jahren 2025 gut 45 Milliarden Euro kosten werden (ohne Stadtstaaten) beteiligt sich der Bund bisher nicht.

Um die Entwicklung endlich umzukehren, fordert das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ eine notwendige Sofortmaßnahme. „Bund und Länder müssen sich stärker an Sozialkosten beteiligen, nach unserer Ansicht sind die Kosten der Unterkunft dafür sehr gut geeignet. Wir fordern eine 100-prozentige Übernahme des Bundes“, sagt Martin Murrack, Sprecher des Aktionsbündnisses, in dem sich finanzschwache Kommunen zusammengeschlossen haben.

Die Kosten der Unterkunft haben sich in der Vergangenheit schon einmal als passendes Instrument für eine Soforthilfe erwiesen. Damals erhöhte der Bund seinen Anteil auf rund 75 Prozent und entlastete die Städte und Gemeinden spürbar. Eine Komplettübernahme der Kosten der Unterkunft könnte nun ähnliches bewirken. Dass die Kommunen diese Aufgabe dann in Bundesauftragsverwaltung übernehmen, ist ihnen bewusst und wird vom Aktionsbündnis akzeptiert.

„Für die Würde unserer Städte“ hat bei seinen jüngsten Gesprächen in Berlin Signale wahrgenommen, dass der Bund zu einer Hilfe bereit ist. Diese sollte möglichst direkt bei den Kommunen ankommen und nicht erst bei den Ländern. Das Aktionsbündnis appelliert daher an die Länder, an einer konstruktiven Lösung mitzuarbeiten und nicht wie beim Sondervermögen Infrastruktur zum Teil „klebrige Finger“ zu bekommen.

Diese notwendige Sofortmaßnahme wäre ein wichtiger Schritt, dem allerdings weitere folgen müssen. Dabei geht es nicht allein um mehr Geld. In gleicher Weise wichtig ist es, Bürokratie abzubauen und den Sozialstaat insgesamt zu reformieren:

1. Bund und Länder müssen insbesondere bei den stark steigenden kommunalen Ausgaben für die Hilfen zur Erziehung und die Eingliederungshilfe Lösungen finden.

2. Im Rahmen der Sozialstaatskommission muss das System der existenzsichernden Leistungen auf neue Füße gestellt werden, um die Hilfen besser und effektiver zum Einsatz zu bringen.

3. Die Finanzausstattung der Kommunen muss grundsätzlich verbessert werden, damit vor allem Investitionen kontinuierlich den Infrastrukturbestand sichern und damit auch den Wirtschaftsstandort attraktiv halten. Dabei sollten Kommunen mit hohem Finanzierungsbedarf besonders berücksichtigt werden.

4. Die Förderpolitik muss so reformiert werden, dass der bürokratische Aufwand für die Kommunen deutlich reduziert wird und sie mehr Geld pauschal erhalten.

5. Der Bund muss seine Altschuldenregelung für die Kommunen aufstocken. 250 Millionen Euro pro Jahr sind angesichts von Altschulden in Höhe von rund 35 Milliarden Euro zu wenig.

Mehr zum Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ finden Sie auf www.fuerdiewuerde.de

Dinslaken: Land NRW übernimmt einen Teil der städtischen Schulden – Die Entlastung hilft, löst die Finanzprobleme aber nicht
Die Stadt Dinslaken hat zu Weihnachten die Mitteilung bekommen, dass durch das Altschuldenentlastungsgesetz rund 20 Millionen Euro an Liquiditätskrediten übernommen werden. Das Land NRW unterstützt mit dem Gesetz diejenigen Städte, Gemeinden und Kreise, die in ihren Kernhaushalten übermäßige Verbindlichkeiten zur Liquiditätssicherung aufweisen. Die praktische Umsetzung soll landesseitig bis zum Jahr 2027 erfolgen.

Bürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae freuen sich über diese Nachricht, ordnen sie aber zugleich ein:
"Das ist zwar ein gutes und wichtiges Signal aus Düsseldorf, aber ändert leider nichts an unserer schwierigen Haushaltslage", erklärt Bürgermeister Simon Panke. "Diese Entlastung hilft uns kurzfristig, unsere aktuelle Verschuldung bei den Liquiditätskrediten von rund 115 Millionen Euro zu senken.

Eine nachhaltige, echte Hilfe wäre es jedoch, wenn Bund und Länder in Zukunft die Kosten für ihre Gesetze selbst finanzieren, anstatt sie auf die Kommunen abzuwälzen. Unsere Aufgaben wachsen stetig, aber die Einnahmen kommen nicht hinterher. Deshalb brauchen die Kommunen endlich eine solide, dauerhafte Finanzierung, keine Programme mit Verfallsdatum."

Auch Kämmerer Achim Thomae betont den begrenzten Effekt der kurzfristigen Entlastung: "Rund 20 Millionen Euro weniger Schulden sind auf den ersten Blick viel Geld. Doch unsere strukturelle Lücke im Haushalt beträgt allein für das Jahr 2026 rund 40 Millionen Euro, Tendenz deutlich steigend. Der aus den neuen Haushaltsdefiziten entstehende Liquiditätsbedarf wird innerhalb kurzer Zeit dazu führen, dass die anfängliche jährliche Zinsersparnis von 500.000 Euro wieder aufgezehrt wird. Hinzu kommen neue Kredite für notwendige Investitionen in die Infrastruktur wie zum Beispiel für Schulen, Kindergärten und Kanäle."

Die Entlastung des Landes ist eine einmalige große Hilfe, aber keine dauerhafte Lösung. An der finanziellen ernsten Situation der Stadt Dinslaken und der damit verbundenen Notwendigkeit eines Haushaltssicherungskonzeptes ändert sich durch das Gesetz nichts. Das fortgeschriebene und erweiterte Konzept wird im Zuge des Haushaltsplanes am 28. Januar 2026 dem Rat zugeleitet. Die Ratssitzung beginnt um 18 Uhr in der Kathrin-Türks-Halle.


Dringender Appell zur Blutspende: Blut wird JETZT benötigt!
In den vergangenen Wochen mussten zahlreiche Blutspendetermine witterungsbedingt kurzfristig abgesagt werden. Viele der dennoch durchgeführten Termine waren deutlich schwächer besucht als üblich. Gleichzeitig führt die anhaltende Grippe- und Erkältungswelle dazu, dass viele potenzielle Spenderinnen und Spender vorübergehend nicht spenden können.

Bereits zu Jahresbeginn ist das Spendenaufkommen deshalb, und wegen der Feiertage, unter dem notwendigen Niveau geblieben. Die Auswirkungen sind deutlich spürbar: Die Vorräte sinken, die Lagerreichweite beträgt aktuell nur noch rund 1,5 Tage.

Der DRK-Blutspendedienst West ruft die Bevölkerung eindringlich zur Blutspende in NRW, Rheinland-Pfalz und im Saarland auf. Die Versorgung mit Blutpräparaten ist aktuell angespannt und droht sich weiter zu verschärfen. Winterwetter, eine ausgeprägte Infektwelle und ein schwacher Start ins Spendenjahr treffen auf einen unverändert hohen Bedarf in den Kliniken.

Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden. Schon wenige Tage mit zu wenigen Spenden wirken sich unmittelbar auf die Patientenversorgung aus. „Die Situation ist ernst. Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten“, erklärt Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes.

„Blutspenden lassen sich nicht aufschieben – was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken“, so Küpper weiter. Der DRK-Blutspendedienst geht verantwortungsvoll mit den knappen Beständen um. Eine nachhaltige Stabilisierung der Versorgung ist jedoch nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr Menschen Blut spenden.

Das DRK appelliert daher an alle gesunden und spendefähigen Bürgerinnen und Bürger, jetzt Verantwortung zu übernehmen und zeitnah einen Termin zur Blutspende wahrzunehmen. Bereits wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft können entscheidend dazu beitragen, die Lage zu entspannen.

Aktuelle Termine und Informationen zur Blutspende finden sich unter: www.blutspende.jetzt Wer unsicher ist, ob eine Blutspende – zum Beispiel wegen der Einnahme bestimmter Medikamente – möglich ist, kann sich kostenfrei bei der Hotline des DRK-Blutspendedienstes unter 0800 11 949 11 beraten lassen. Alternativ steht unter www.blutspende.jetzt ein praktischer Online-Check zur Verfügung.

Warum ist die Blutspende beim DRK so wichtig? Der DRK-Blutspendedienst West gewährleistet eine sichere medizinische Grundversorgung für mehr als 23 Millionen Menschen in seinem Einzugsgebiet. Insgesamt stellt das DRK 78 Prozent des gesamten Blutbedarfs bereit.

Blutspenden werden dringend benötigt

Blutspende-Termin reservieren und Leben retten Um Wartezeiten zu vermeiden und die Abläufe optimal zu gestalten, bittet das Rote Kreuz darum, sich vorab unter www.blutspende.jetzt oder über die Hotline einen Termin zu reservieren. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren, der sich gesund fühlt. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht mehr.
Zum Termin bitte den Personalausweis oder Führerschein mitbringen. Die eigentliche Blutspende dauert nur etwa fünf bis zehn Minuten – und kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten helfen.

Kleve: Winterlesung „Kindheit in Ostpreußen“ mit Ludger Kazmierczak
Die zweite Lesung im Rahmen der diesjährigen Winterlesungen zum Thema „Verlorenes Paradies“ widmet sich dem Buch „Kindheit in Ostpreußen“ von Marion Gräfin Dönhoff. Aus dem Buch liest Ludger Kazmierczak.

Donnerstag, 15. Januar 2026, 19 Uhr
Marion Gräfin Dönhoff (1909-2002): "Kindheit in Ostpreußen"/ "Namen, die keiner mehr nennt" - (Ludger Kazmierczak)

Die Autorin Marion Gräfin Dönhoff schreibt über ihre Kindheitserinnerungen mit Handwerkern und Hausleuten auf dem Schloß in Ostpreußen, von denen sie mehr lernt als von den abwesenden Eltern und den wechselnden Erzieherinnen. In der Tischlerei, im Pferdestall oder in der Gärtnerei war es „viel interessanter als im Schloß“. Daneben schildert sie die skurrilen Persönlichkeiten ihrer Verwandtschaft, die Erkundungen und Streiche der Kinder und zeichnet ein eindrückliches Bild der Schönheiten der lokalen Natur, die von heilen Wäldern über weite Seen geprägt ist.

Die Lesung findet um 19 Uhr in der Wandelhalle des Museum Kurhaus Kleve statt, der Eintritt beträgt 5 EUR (reduziert und für Mitglieder des Freundeskreises 3 EUR).

Workshop "Abstrakte Farbräume mit Botschaft" im MKK
Am Samstag, den 17. Januar 2026 von 11–13 Uhr findet der Workshop „Abstrakte Farbräume mit Botschft“ mit Monika Buchen statt. Die Werkreihe „Klever Raum I“ von Ulrich Erben und der große Wandteppich „LOVE“ von Robert Indiana sind als geometrische Kompositionen angelegt. Dennoch unterscheiden sich die Werke grundlegend. Es wird mit Kombinationen aus geometrischen Flächen, Farbkontrasten, Farbaufträgen und Schrift experimentiert.

Der Workshop richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren, die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro (inkl. Material). Bitte anmelden beim Empfang des Museum Kurhaus Kleve (Tel. +49-(0)2821 / 750 10, empfang@mkk.art).

Wesel: Unterricht in der Natur - Fortbildungsangebot für Lehrkräfte und Umweltbildner*innen
Unterricht direkt an Emscher, Lippe und ihren Nebenläufen: Wie das umgesetzt werden kann, lernen interessierte Lehrkräfte und Umweltbildner*innen in dem Online-Kurs „Unsere Gewässer erleben – Emscher bzw. Lippe im naturwissenschaftlichen Unterricht“.

Die Fortbildung im Sinne einer BNE-Fortbildung (Bildung für nachhaltige Entwicklung) von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) richtet sich an Pädagog*innen und Lehrkräfte, die ihr Wissen rund um die neu entstandenen Gewässerlandschaften und ihre vielfältige Fauna und Flora vertiefen sowie ihren Unterricht nach draußen ans Gewässer bringen möchten.

Start der Online-Fortbildung ist am 27. Januar 2026. Ein Großteil der an Emscher und Lippe renaturierten Gewässerlandschaften wurde bereits von der Tier- und Pflanzenwelt zurückerobert. Neue Naturbiotope und Freizeitareale sind entstanden. Diesen Naturraum können Lehrkräfte und Umweltbilder*innen für Kinder und Jugendliche bei eigenen Gewässeruntersuchungen vor Ort erlebbar machen – Pflanzen und Kleintiere können zum Beispiel gesammelt und bestimmt sowie eine eigene Gewässeruntersuchung vor Ort durchgeführt werden.

Ziel des Online-Kurses ist es, Lehrende im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung für einen nachhaltigen Wandel unserer Gesellschaft zu qualifizieren und ihre Kompetenzen zu fördern. Start der Online-Schulung ist am Dienstag, 27. Januar, um 14 Uhr. Nach dem gemeinsamen Auftakt haben die Teilnehmenden bis zum 10. März die Möglichkeit, die Kurs-Materialien, wie beispielsweise Experimente und Filme, zu sichten und zu erarbeiten – bei völlig freier Zeiteinteilung.

Ein Online-Abschlusstreffen am 10. März schließt die Fortbildung ab. Das Programm wurde von Emschergenossenschaft und Lippeverband in Zusammenarbeit mit der Biologiedidaktik der Universität Duisburg-Essen entwickelt. Interessierte können sich per E-Mail (direktzunw@posteo.de) anmelden – für die externen Serverkosten fällt eine Gebühr von 12 Euro für den Kurs an.

Weitere wichtige Informationen zur Veranstaltung und die Zugänge zu den Online-Plattformen gibt es unter: https://bildung.eglv.de  Emschergenossenschaft und Lippeverband Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben.

Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um.

Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 2.000 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, mehr als 500 Pumpwerke und 59 Kläranlagen). www.eglv.de

Moers: Eine Staffelstrecke nach Ägypten - voraussichtliche Spendenbetrag liegt bei über 7.800 Euro
Beim 25-Stunden-Schwimmen fielen alle Rekorde. Das 25-Stunden-Schwimmen hat am Wochenende erneut ambitionierte Hobby- und Wettkampfschwimmer in den Enni Sportpark Rheinkamp ge-lockt und dabei für Rekorde am laufenden Band gesorgt. Bei der zwölften Auflage der Veranstaltung, zu der die ENNI Sport & Bäder Niederrhein (Enni) gemeinsam mit den Moerser Schwimmvereinen eingeladen hatte, wurden sämtliche Bestmarken übertroffen. Mit 664 Teilnehmenden verzeichnete das Event nicht nur einen Zuwachs von 185 Aktiven gegenüber dem Vorjahr, sondern auch die höchste Beteiligung seit Bestehen.

Von Samstag, 11 Uhr, bis Sonntag, 12 Uhr, zogen die Schwimmerinnen und Schwimmer unermüdlich ihre Bahnen. Meter um Meter wuchs die Gesamt-strecke auf beeindruckende 3.117 Kilometer an – satte 808 Kilometer mehr als im Vorjahr. „Dass die 3.000er-Marke fällt, hatte wohl niemand erwartet. Als Staffel hätten wir damit sogar Ägypten erreicht“, sagt Enni-Bereichsleiter Benjamin Beckerle.

Die größte Einzelleistung lieferte – wie schon im Vorjahr – Mareike Neu-kirch ab. Nach 42,5 Kilometern im vergangenen Jahr legte die 44-Jährige noch einmal nach: Unvorstellbare 51,85 Kilometer standen am Ende auf ihrer Karte. Eine weitere herausragende Leistung zeigte auch Fabian Herold. Mit 30 Kilometern sicherte er sich in der Altersklasse der männlichen Jugendlichen bis 17 Jahre souverän den ersten Platz. „Dass die Familie trotz Unwetterwarnung und Schnee extra aus ihrem Wohnort an der Nord-see angereist ist, zeigt die überregionale Strahlkraft des Events“, betont Beckerle.

Bei den Mannschaften setzte sich erneut der TV Aldekerk durch, der seine Vorjahresleistung von 88 Kilometern auf nunmehr 106 Kilometer steigerte. Weitere Erstplatzierte in den einzelnen Altersklassen waren Tim Werner (männliche Erwachsene), Stephanie Janas (Frauen Ü50), Uli Etzel (Männer Ü50), Hanna Bohusch und Julian Czymay (Kinder bis 9 Jahre), Kira Ripp-linger und Max Wall (Jugendliche bis 14 Jahre) sowie Aleida Mauscherning (Jugendliche bis 17 Jahre).

Die Siegerehrung fand am Sonntagmittag statt und spiegelte wider, was Stunden im Wasser hinterlassen: viele zufriedene, aber auch sichtbar müde Augen. Bürgermeisterin Julia Zupancic, Dr. Gündüz Selcan, Chefarzt der Bethanien Kinderklinik, und Enni-Vorständin Sandra Jungmaier ehrten die erfolgreichen Schwimmerinnen und Schwim-mer und würdigten dabei nicht nur die sportlichen Leistungen, sondern auch die Ausdauer und den Teamgeist aller Teilnehmenden.

Denn bei aller Anstrengung und Müdigkeit kam der Spaß an der Bewegung nicht zu kurz. Teilnehmen konnte jeder, der mindestens 50 Meter schwimmen konnte. Der älteste Teilnehmer war 79 Jahre alt, der jüngste gerade einmal fünf. Wer zwischendurch eine Pause brauchte, konnte sich direkt im Enni-Sportpark auf einer mitgebrachten Isomatte ausruhen.

„Die Veranstaltung zeichnete sich erneut durch ihre angenehme Atmosphäre und die tolle Stimmung unter den Sportlerinnen und Sportlern aus“, resümiert Beckerle. „Gerade das Schwimmen in der Nacht hatte wieder ein ganz eigenes Flair. Und als morgens die Sonne über der verschneiten Parkanlage rund um den Enni-Sportpark aufging, haben viele aus dem Fenster geschaut und einfach den Anblick genossen.“

Darüber hinaus verfolgte das 25-Stunden-Schwimmen auch in diesem Jahr einen guten Zweck. Der Erlös aus Startgeldern sowie dem Verkauf von Speisen und Getränken fließt in eine Spendenaktion. Zusätzlich legt die Enni pro geschwommenen 100 Kilometern weitere 50 Euro obendrauf. In diesem Jahr kommt der Erlös der Kinderklinik des Krankenhauses Betha-nien zugute.

Der voraussichtliche Spendenbetrag liegt bei über 7.800 Euro – rund 1.800 Euro mehr als im Vorjahr und damit ebenfalls ein neuer Re-kord. „Ein herzlicher Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, beson-ders der Bäckerei Büsch, dem Apfelparadies Kapellen, der Firma Nieder-rheingold und der Stiftung Bethanien, die das Event beim Catering großar-tig unterstützt haben. Außerdem ein Dank an die Physiotherapiepraxis Be-cker plus für die wertvolle Betreuung der Aktiven“, so Beckerle.


Moers: 1.000 Gästen feierten bei der 13. ENNI Night of the Bands
Die 13. ENNI Night of the Bands verwandelte am Samstagabend die Innenstadt von Rheinberg in eine pulsierende Musikmeile. Trotz frostiger Temperaturen erlebten rund 1.000 Besucherinnen und Besucher einen Abend voller Energie, abwechslungsreicher Musik und guter Stimmung.

In sieben Locations präsentierten neun Bands ein vielseitiges Programm aus Rock, Pop, Soul und Indie. Die Minusgrade traten schnell in den Hintergrund, Warmtanzen war angesagt! „Das kalte Wetter hat sicherlich einige Gäste abgehalten. Aber diejenigen, die dabei waren, haben die Musik richtig gefeiert und für eine großartige Stimmung gesorgt“, ziehen Veranstalter Maik Böse und Stefan Krämer, Geschäftsführer des Sponsors ENNI Energie & Umwelt (Enni), ein positives Fazit.  

Wie gewohnt traten die Bands zeitversetzt auf. So konnten die Besucherinnen und Besucher von Lokal zu Lokal ziehen, neue Musik entdecken und alte Favoriten genießen. Ein kostenloser Shuttlebus machte das Kneipen-Hopping bequem, ohne auf das Auto angewiesen zu sein. „Die Temperaturen führten allerdings dazu, dass die Gäste seltener die Locations wechselten.

Wer ein warmes Plätzchen gefunden hatte, blieb länger – zum Nachteil der Lokale außerhalb der Innenstadt“, berichtet Böse. Die Alte Apotheke hingegen platzte aus allen Nähten. Moodish, die dort zum sechsten Mal bei der ENNI Night auftraten, begeisterten ihre Fans mit einer mitreißenden Performance.  


Entwicklung der Nebenkosten 2025 in NRW: Heizöl mit stärkstem Preisrückgang unter den Energieträgern

* Preise für Haushaltsenergien im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % gesunken.
* Anstieg bei Preisen für Strom um 1,7 %.
* Schornsteinfegerentgelte um 8,8 % und Reinigungskosten für Straßen und Bürgersteige um 7,7 % gestiegen.

Die Preise für Haushaltsenergien, die Strom, Gas und andere Brennstoffe umfassen, sind in Nordrhein-Westfalen zwischen 2024 und 2025 um 0,6 % gesunken. Dies teilt das Statistische Landesamt anlässlich der kalten Jahreszeit mit, in der die Nebenkosten für viele Verbraucherinnen und Verbraucher in den Fokus rücken.

Während die Preise für Strom im genannten Zeitraum um 1,7 % gestiegen sind, wurden bei weiteren Energieträgern größtenteils sinkende Preise beobachtet. Sinkende Betriebskosten für Ölzentralheizungen ursächlich für überdurchschnittlichen Preisrückgang beim Heizöl Den stärksten Preisrückgang verzeichneten dabei die Gesamtkosten für Heizöl, einschließlich Betriebskosten, mit −7,0 %.
 


Dabei sorgten vor allem die sinkenden Betriebskosten für Ölzentralheizungen
(−10,4 %) für den überdurchschnittlichen Preisrückgang. Die reinen Preise für Heizöl sanken im selben Zeitraum um 4,5 %. Die Gesamtkosten für Erdgas, einschließlich Betriebskosten, sind zwischen 2024 und 2025 ebenfalls gesunken (−2,3 %). Auch hier fielen insbesondere die Betriebskosten für Gaszentralheizungen niedriger aus als im Vorjahr (−5,6 %), während die Preise für Erdgas selbst um 0,4 % stiegen.

Weitere Energieträger wie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (−4,1 %) und Fernwärme (−1,6 %) verzeichneten ebenfalls sinkende Preise. Trotz zuletzt rückläufiger Tendenzen bewegten sich die Preise für Haushaltsenergien nach wie vor auf einem höheren Niveau als vor dem Ukraine-Krieg.

Steigende Preise bei Wasserver- und Abwasserentsorgung
Neben den Haushaltsenergien bilden die Kosten für Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Müllentsorgung einen wesentlichen Bestandteil der Nebenkosten. Im Jahr 2025 zeigten sich bei allen drei Positionen Preissteigerungen. Die Preise für Wasserversorgung stiegen um 4,4 %, die für Abwasserentsorgung um 5,5 % und die Preise für Müllabfuhr um 2,3 %.

Reinigungskosten für Straßen und Bürgersteige gestiegen
Schornsteinfegerentgelte stiegen zwischen 2024 und 2025 um 8,8 %. Auch die Preise für Bürgersteigreinigung oder Straßenreinigung (+7,7 %) und Dienstleistungen für Gartenpflege (+4,9 %) waren höher als ein Jahr zuvor.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher, die 2025 Reparaturen, Wartungen, Instandhaltungen oder Handwerkerarbeiten in Auftrag geben mussten, fielen höhere Kosten an als noch im Jahr zuvor. Elektrikerarbeiten verteuerten sich um 5,8 %, Arbeiten an Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen um 5,1 % und Arbeiten an Heizungs- und Wassererwärmungsanlagen um 4,5 %.

Mikrozensus 2026 gesstartet – IT.NRW befragt als Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen 80.000 Haushalte
* Der Mikrozensus ist die größte jährliche Erhebung der amtlichen Statistik. * Jedes Jahr wird ein Prozent der Bevölkerung befragt.
* Ehrenamtlich tätige Erhebungsbeauftragte unterstützen bei der Ortsbegehung.

Auch in diesem Jahr befragt Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt im Rahmen des Mikrozensus rund 80.000 Haushalte in NRW. Diese seit 1957 bundesweit durchgeführte Haushaltsbefragung gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen aus Politik, Wissenschaft und Medien. Hierzu zählen u. a.:
- Unter welchen Bedingungen leben die Menschen in Nordrhein-Westfalen? - Wie ist ihre Bildungs- und Erwerbssituation?
- Wie viele Familien mit Kindern gibt es in NRW?
- Wie viele nordrhein-westfälische Mieterhaushalte mit minderjährigen Kindern zahlen mehr als 30 % ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete?
- Wie hoch ist die Mietbelastung bei Alleinstehenden?

Der Mikrozensus ist die größte jährliche Erhebung der amtlichen Statistik Der Mikrozensus wird jedes Jahr bei einem Prozent aller Haushalte im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Die Auswahl der Haushalte erfolgt gemäß einer sog. Flächenstichprobe. Demnach werden Straßenzüge bzw. Gebäude nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt und die darin lebenden Haushalte dann innerhalb von fünf aufeinanderfolgenden Kalenderjahren bis zu viermal befragt.

Um die an den ausgewählten Anschriften aktuell lebenden Haushalte zu ermitteln, nutzt das Statistische Landesamt Melderegisterangaben und setzt unterstützend rund 100 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte für Ortsbegehungen ein. Diese nehmen die Namen auf den Klingelanlagen bzw. Briefkästen auf.

Die sorgfältig ausgewählten und geschulten Erhebungsbeauftragten sind zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet und können sich durch einen Ausweis legitimieren. Befragungen finden das ganze Jahr über statt Die Befragungen der Haushalte sind gleichmäßig auf alle Wochen des Jahres verteilt.

Im Januar 2026 werden beispielsweise in 53 zufällig ausgewählten Essener Auswahlbezirken etwa 480 Haushalte befragt (die durchschnittliche Zahl je Auswahlbezirk liegt bei etwa neun Haushalten). Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht nach dem Mikrozensusgesetz Auskunftspflicht. Abgefragt werden z. B. persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch und Erwerbstätigkeit. Dank der Auskünfte der Befragten liegt ein solides Datenfundament für belastbare Statistiken über NRW und Deutschland vor.

Siedlungs- und Verkehrsfläche wächst jeden Tag um 50 Hektar
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche ist in den Jahren 2021 bis 2024 um durchschnittlich 50 Hektar am Tag gewachsen. Zum Vergleich: Vatikanstadt als kleinster Staat der Welt hat mit insgesamt 44 Hektar eine ähnlich große Fläche.

Der tägliche Anstieg im vierjährigen Mittel nahm hierzulande damit um rund einen Hektar gegenüber dem Zeitraum der Vorjahre ab (51 Hektar pro Tag in den Jahren 2020 bis 2023), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Im Mittel der Jahre 2019 bis 2022 war er mit 49 Hektar pro Tag schon einmal noch niedriger ausgefallen.

 

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche kann nicht mit versiegelter Fläche gleichgesetzt werden, weil sie auch unversiegelte Frei- und Grünflächen enthält. Dazu zählen beispielsweise alle Flächen, die zu Gebäuden gehören, wie Haus- und Vorgärten.

Aber auch Campingplätze, Parks, Spielplätze und Friedhöfe zählen zur Siedlungs- und Verkehrsfläche.
72 % des Wachstums gehen auf Flächen für Wohnbau, Industrie und Gewerbe sowie öffentliche Einrichtungen zurück Der größte Teil des Wachstums geht auf Flächen für Wohnbau, Industrie- und Gewerbefläche sowie öffentliche Einrichtungen zurück: Sie wuchsen im Schnitt um 36 Hektar pro Tag im Mittel der Jahre 2021 bis 2024.

Sport-, Freizeit- und Erholungs- sowie Friedhofsflächen nahmen um 14 Hektar pro Tag zu. Die Verkehrsflächen blieben nahezu unverändert.  14,6 % der Fläche Deutschlands wird für Siedlung und Verkehr genutzt Trotz des anhaltenden Anstiegs der Siedlungs- und Verkehrsfläche machte diese auch im Jahr 2024 14,6 % (5,2 Millionen Hektar) der gesamten Bodenfläche Deutschlands aus.

Davon werden 3,4 Millionen Hektar für Siedlungszwecke (einschließlich Bergbaubetriebe, Tagebau, Grube und Steinbruch) und 1,8 Millionen Hektar für Verkehr genutzt. Insgesamt umfasst die Fläche Deutschlands 35,8 Millionen Hektar.

Die Fläche für Vegetation bildet mit 83,1 % den höchsten Anteil (29,7 Millionen Hektar). Diese besteht im Wesentlichen aus Flächen für Landwirtschaft mit 50,2 % (18,0 Millionen Hektar) und Waldflächen mit 29,9 % (10,7 Millionen Hektar). Lediglich 2,3 % der bundesdeutschen Fläche sind mit Gewässern (0,8 Millionen Hektar) bedeckt.




Blauzungenkrankheit in NRW – 150-Kilometerzone umfasst den Kreis Wesel
Am Freitag, 9. Januar 2026, teilte das Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung NRW (LAVE NRW) mit, dass bei einem Kalb aus einem Betrieb in Herzogenrath in der Städterregion Aachen das Blauzungenvirus vom Typ 8 (BTV 8) nachgewiesen wurde.  Die bereits in Teilen von NRW eingerichtete BTV 8-Zone mit einem Mindestradius von 150 Kilometern um einen Ausbruch wurde angepasst und umfasst nunmehr auch den gesamten Kreis Wesel. 

Die Blauzungenkrankheit ist für Haus- und Wildwiederkäuer gefährlich. Das Virus wird über bestimmte Stechinsekten (Gnitzen) übertragen. Die Ausbreitung erfolgt somit vorwiegend in den Sommermonaten. Vom Blauzungenvirus gibt es über 20 Varianten, die unterschiedlich krankmachende Eigenschaften aufweisen können. 

Nähere Informationen zur Krankheit, zu Impfungen, zu den Regelungen für das Verbringen von Hauswiederkäuern und die erforderlichen Unterlagen erhalten Tierhalter auf der Internetseite des LAVE NRW unter https://www.lave.nrw.de/themen/tiere/tiergesundheit/tierseuchen/blauzungenkrankheit. Eine interaktive Karte gibt es hier: https://visualgeoserver.fli.de/visualize-this-map/ABDCE5006F2420BFA2E6D633187DC4AF1E88C652356732FC025491A97B83CF86

Wie Moers künftig warm wird: Kommunaler Wärmeplan erstellt
Moers kann den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung gehen – mit passgenauen Lösungsvorschlägen für die einzelnen Stadtteile. Der nun abgeschlossene kommunale Wärmeplan zeigt, wo Wärmenetze sinnvoll sind, wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen in Frage kommen und welche erneuerbaren Energiequellen langfristig genutzt werden können.

Ein Wärmenetz transportiert Wärme über Rohrleitungen von einer zentralen Quelle zu mehreren Gebäuden, beispielsweise Fernwärme.  So lassen sich ganze Stadtviertel effizient und klimafreundlich versorgen. Mit der kommunalen Wärmeplanung liegt erstmals eine umfassende strategische Grundlage für die zukünftige Wärmeversorgung der Stadt vor.
Ziel ist es, die Wärmeversorgung bis spätestens 2045 treibhausgasneutral zu gestalten und gleichzeitig Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen zu schaffen.

Deutlich vor der Frist abgeschlossen
Moers ist diesen Weg frühzeitig gegangen. Bereits am 1. Juli 2024 unterzeichneten der damalige Bürgermeister Christoph Fleischhauer sowie der Vorstand der ENNI Stadt & Service Niederrhein AöR eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Durchführung der kommunalen Wärmeplanung.

Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort sollte ein realistischer und umsetzbarer Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung entwickelt und deutlich vor der gesetzlichen Frist (30. Juni 2026) vorgelegt werden. 
In einer knapp einjährigen Projektlaufzeit erarbeiteten die Stadt Moers, die ENNI sowie die BMU Energy Consulting GmbH den Wärmeplan nach den Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes. Der Rat der Stadt Moers beschloss ihn am 17. Dezember 2025.

Strategisches Planungsinstrument
Der kommunale Wärmeplan ist ein strategisches Planungsinstrument für die gesamte Stadt. Er legt nicht fest, wie einzelne Gebäude beheizt werden müssen. Vielmehr zeigt er auf, welche klimafreundlichen Versorgungsoptionen in den Stadtteilen langfristig sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig sind. Der Plan wird alle fünf Jahre überprüft und fortgeschrieben. 

Die Ergebnisse sind über das Fachportal der Stadt Moers anschaulich einsehbar. Eine interaktive Karte zeigt unter anderem bestehende und potenzielle Wärmenetze, Energieinfrastrukturen, Gebäudestrukturen sowie die Eignung unterschiedlicher Versorgungsoptionen in den Stadtteilen. 

Das Fachportal ist erreichbar unter https://geoportal-niederrhein.de/portal/moers/waermeplanung/. Infos auch auf unserer Homepage unter dem Suchbegriff: Wärmeplanung. Bei Fragen steht die Stadt Moers per E-Mail an waermeplanung@moers.de zur Verfügung. 

Neues Jahr, neue Lieblingsstücke: Flick-Café in Neu_Meerbeck
Das neue Jahr startet gemütlich im Flick-Café des Stadtteilbüros Neu_Meerbeck. Am Dienstag, Dann heißt es wieder: Lieblingsstücke mitbringen, Nadel und Faden schwingen und gemeinsam kreativ werden. 

Ob abgerissener Knopf, kleine Risse oder einfach Lust auf eine frische Idee – hier ist Platz zum Ausprobieren und Reparieren.
Eine Nähexpertin unterstützt mit Nähmaschine und Material für kleinere Arbeiten, sodass aus getragenen Kleidungsstücken im Handumdrehen wieder echte Wohlfühlteile werden. 

Neben Nadel und Faden bleibt Zeit für Gespräche. Bei Kaffee, Tee und Keksen geht es um nachhaltige Mode, clevere Reparaturideen oder den Austausch im Quartier. So entstehen nicht nur erneuerte Kleidungsstücke, sondern auch Begegnungen in entspannter Atmosphäre. 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – vorbeikommen und mitmachen genügt. Veranstaltungsdatum 13.01.2026 - 14:30 Uhr - 17:00 Uhr .Veranstaltungsort Bismarckstraße 43b 47443 Moers

Moers: Tea Time mit Jane Austen
Jane Austen ist die wohl bekannteste britische Schriftstellerin des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts. Romane wie Stolz und Vorurteil, Sinn und Sinnlichkeit oder Emma zählen bis heute zu den beliebtesten und meistgelesenen Klassikern und begeistern Leser und Leserinnen über Generationen hinweg.

Die Autorin, deren Werke unter der Angabe „by a lady“ erschienen, porträtierte scharfsinnig ihre Zeitgenossen und Zeitgenossinnen und erfand dabei eher zufällig eine literarische Gattung: die „Romance Literature“. In ihren Geschichten sehnen sich die Heldinnen nach der wahren Liebe und nicht nach einer Versorgungsehe, die in die Einsamkeit führt. Tauchen Sie bei Tee und Gebäck ein in die Welt von Jane Austen.

Eintritt: 13,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro Tickets unter 0 28 41/8 83 41 10 oder www.schlosstheater-moers.de
Veranstaltungsdatum 17.01.2026 - 19:30 Uhr - 20:30 Uhr. Veranstaltungsort Kastell 6, 47441 Moers.


Moers: ABBA on Stage
Erleben Sie bei “ABBA on Stage“ die Hits der unvergleichlichen schwedischen Kultband ABBA, mit rund 400 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten! Lassen Sie sich in die Zeit der Schlaghosen und Plateauschuhe entführen. In stilechten Kostümen lassen unsere Künstler die Disco-Ära mit Hits wie “Dancing Queen“ und “Mamma Mia“ wieder aufleben.

Werden Sie Teil eines unvergesslichen Abends und begeben Sie sich mit Anni-Frid, Björn, Benni und Agnetha auf eine Reise in die musikalische Welt von ABBA. Der Eintritt ist ab 47,85 Euro erhältlich; Tickets sind online unter www.esn-eg.de/eventim.de verfügbar.
Veranstaltungsdatum 17.01.2026 - 20:00 Uhr - 23:00 Uhr. Veranstaltungsort ENNI Eventhalle. Filder Straße 142, 47447 Moers.

Rentenberatung im Stadtteilbüro Neu_Meerbeck am 15. Januar
Wann beginnt die eigene Rente? Welche Zuverdienstmöglichkeiten gibt es? Und wie sieht es mit Steuern oder Krankenversicherung im Ruhestand aus? Fragen rund um die Rente sind oft komplex. Das Stadtteilbüro Neu_Meerbeck bietet am Donnerstag, 15. Januar, eine entsprechende Beratung an.

Von 15 bis 16 Uhr informiert der ehrenamtliche Versichertenälteste der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, Klaus Werner Haase, im Stadtteilbüro an der Bismarckstraße 43b.  Neben Fragen zum Renteneintritt gibt er auch Hinweise zu Pflegeleistungen, Hilfsmitteln und zur Krankenversicherung.

 Das Angebot ist kostenfrei und richtet sich an alle, die sich einen Überblick verschaffen oder individuelle Anliegen klären möchten. Die Beratung findet jeden dritten Donnerstag im Monat statt und bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, verlässliche Informationen direkt im Quartier zu erhalten. Stadtteilbüro Neu_Meerbeck, Telefon: 0 28 41 / 201-530, E-Mail: stadtteilbuero.meerbeck@moers.de.

Kamishibai Vorlesen in der Stadtbücherei Kleve am 17. Januar
Am Samstag, den 17.01.2026, 10.30 Uhr öffnen sich die Türen der Stadtbücherei Kleve, Wasserstraße 30-32, für das erste Kamishibai-Event im neuen Jahr. Eines Tages segelt ein Papierflieger durch Elises Zimmerfenster. Und dann klopft Emil, ein neugieriger kleiner Junge an ihre Tür. Diese Begegnung bringt Farbe ins Leben der alten, vereinsamten Frau.

Das von der New York Times ausgezeichnete Bilderbuch „Der Besuch“ von Antje Damm wird vom Vorleseclub Kleve zusammen mit anderen Bilderkarten-Geschichten für ein gespanntes Publikum ab 6 Jahren präsentiert.  Ein weiterer Klassiker der Kinderliteratur ist das mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Buch „Der glückliche Löwe“ von Louise Fatio.

Es war einmal ein glücklicher Löwe. Der wohnte nicht in Afrika, sondern im Park eines freundlichen Städtchens. Alle Leute mochten ihn gerne und brachten ihm Leckerbissen. Er war ein glücklicher Löwe! Als die Tür zu seinem Käfig eines Tages offenstand, beschloss der glückliche Löwe, seinen Freunden in der Stadt einen Besuch abzustatten … 

“Die Geschichte von Prinz Seltsam“ von Heike Sistig erzählt wiederum eine einfühlsame Geschichte zum Thema Down-Syndrom und Inklusion. Der Eintritt zum Kamishibai ist selbstverständlich frei. Anmeldung nicht erforderlich. 

Moers: Stolpersteine: Vortrag über die leisen Mahner der Demokratie
Im Pflaster von Moers liegen Geschichten, die man nicht übersieht: Stolpersteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus und machen Geschichte im Alltag sichtbar. Doch was genau macht diese kleinen Denkmäler demokratisch? Worin liegen seine Stärken und Schwächen und warum sind Stolpersteine ohne historische Aufklärung über deutsch-jüdische Demokratiegeschichte sinnlos?

Ein Vortrag der vhs Moers – Kamp-Lintfort geht auf die Erfolge, aber auch die kritischen Stimmen rund um die Erinnerungsarbeit ein. Er findet am Mittwoch, 21. Januar, von 19 bis 20.30 Uhr im Alten Landratsamt der vhs Moers, Kastell 5b, statt und ist kostenlos. Kooperationspartner sind: Erinnern für die Zukunft e. V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers e. V. und Grafschafter Museum.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.vhs-moers.de oder Telefon 0 28 41 / 201‑565.

Am 21. Januar: Erstes Reparatur-Cafe St. Ida im neuen Jahr
Abfall reduzieren und Ressourcen schonen – das leistet das Reparatur-Café in St. Ida Rheinkamp, Eicker Grund 102, an jedem dritten Mittwoch im Monat. In gemütlicher Atmosphäre haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, kaputte Haushaltsgegenstände, Kleidung, Fahrräder oder kleine Elektronikgeräte gemeinsam mit ehrenamtlichen Expertinnen und Experten wieder funktionsfähig zu machen.

Der erste Termin im neuen Jahr findet am Mittwoch, 21. Januar, von 16 bis 18.30 Uhr statt.  Auch defekte PCs, Laptops, Tablets und Smartphones können zur Reparatur mitgebracht werden. Bei Fragen zur Bedienung der Geräte oder zur Installation von Apps oder Programmen, gibt es ebenfalls Unterstützung. Außerdem bietet das Reparatur-Café eine gute Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

Für alle Gäste stehen Kuchen, Kaffee und Wasser bereit. Das Reparatur-Café ist eine Kooperation des Quartierzentrums AWO-Caritas mit der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus und KoKoBe Moers. Weitere Infos gibt es telefonisch unter 0 28 41/8 87 86 06 sowie online unter tanja.reckers@caritas-moers-xanten.de

Krankenhaus Bethanien Moers: „Unser Anspruch ist es, eine hohe Qualität der operativen Intensivmedizin sicherzustellen.“
Im Gespräch mit Chefarzt Dr. Sebastian Daehnke
In der Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin des Krankenhauses Bethanien Moers profitieren Patient:innen nicht nur von einer breitgefächerten Expertise des Teams, sondern auch von Medizin, die internationale Qualitätsstandards erfüllt. Chefarzt Dr. Sebastian Daehnke setzt sich seit vielen Jahren für die notwendige Qualität in der operativen Intensivmedizin und die Förderung des Nachwuchses ein – am Moerser Krankenhaus selbst und darüber hinaus.

Förderung der nächsten Generation
„Die Exzellenz, die wir in bestimmten Bereichen haben, hebt uns positiv ab. Sie drückt sich zum einen in unserer Arbeit, die wir jeden Tag leisten, aus. Zum anderen wird sie uns ebenso von extern widergespiegelt. Zum Beispiel dann, wenn Patientinnen und Patienten oder Angehörige zufrieden mit ihrem Aufenthalt bei uns waren“, erklärt der seit 2017 in Moers tätige Chefarzt.

„Wir bieten unseren Patientinnen und Patienten eine Versorgung auf höchstem Niveau.“ Er selbst hat einen großen Erfahrungsschatz in den Fachbereichen Anästhesiologie und Intensivmedizin – und gibt diesen ebenso an die nächste Generation von Intensivmediziner:innen weiter. „Das ist nicht nur der Anspruch an mich und meine Arbeit, sondern auch an die neuen Kolleginnen und Kollegen, die nachrücken“, erklärt er seine Beweggründe.

Der erfahrene Mediziner verfügt über diverse nationale und internationale Diplome, wie etwa das European Diploma in Intensive Care Medicine (EDIC) – ein internationales Diplom im Bereich der Intensivmedizin, und ist Diplomate of the European Society of Anesthesiology (DESA). Er ist außerdem Prüfer für diverse Fachgesellschaften; so zum Beispiel für die Ärztekammer Nordrhein.

Hier ist er seit März 2020 mehrmals jährlich als Fachprüfer für die Bereiche Anästhesiologie und Intensivmedizin im Einsatz. Bereits im Juni 2017 wurde Dr. Daehnke als Prüfer für das zuvor genannte European Diploma in Intensive Care (EDIC) der European Society of Intensive Care Medicine (ESICM) im EDIC Center Germany berufen.

„Mit einer Durchfallquote von rund 60 % handelt es sich beim sogenannten EDIC um eines der schwersten Examen weltweit, das abgenommen wird. Es ist intensiv in der Vorbereitung, die gut und gerne ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen kann“, erklärt der Moerser Chefarzt. Das Examen gliedere sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil und werde in acht Prüfungszentren in Europa durchgeführt, unter anderem in Stuttgart.
Um als Prüfer für die zweimal jährlich stattfindenden Examen zu fungieren, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: Neben einer Mitgliedschaft bei der ESICM und einem erfolgreich abgeschlossene EDIC, gehört hierzu eine weitreichende Berufserfahrung und damit Expertise.

„Die EDIC-Prüfung steht für Exzellenz in der Intensivmedizin und verkörpert die höchsten Standards. Die Kandidatinnen und Kandidaten sowie die Prüferinnen und Prüfer kommen dazu aus aller Welt zusammen. Es macht Spaß über den Tellerrand zu schauen durch die Internationalität“, unterstreicht Daehnke. „Unser gemeinsamer Antrieb ist es, die nächste Generation von Intensivmedizinerinnen und -medizinerin zu betreuen und zu stärken, für die bestmögliche Ausbildung in dieser anspruchsvollen Fachdisziplin.“

Weitreichende Expertise
Darüber hinaus ist Dr. Daehnke für die Ärztekammer Nordrhein als Prüfer im sogenannten Peer-Review-Verfahren aktiv. Hierbei handelt es sich um ein unabhängiges, externes Qualitätssicherungsverfahren, das eine Verbesserung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität in der Intensivmedizin zum Ziel hat. Externe Prüfer:innen besuchen dazu Intensivstationen verschiedener Gesundheitseinrichtungen und werfen einen Blick auf Arbeitsabläufe, Verfahrensanweisungen und mehr.

„Das Ganze findet selbstverständlich auf Augenhöhe statt und beruht auf Vertraulichkeit. Es führt Kolleginnen und Kollegen auf ärztlicher und pflegerischer Ebene zusammen und trägt durch einen strukturierten fachlichen Austausch dazu bei, die Qualität der jeweiligen Einrichtungen und damit vor allem die Patientenversorgung zu verbessern. Außerdem geht es darum, Potenziale in Bezug auf mögliche qualitätsverbessernde Maßnahmen transparent zu machen. Und natürlich nimmt man selbst immer Impulse mit und lernt weiter dazu“, fasst Dr. Daehnke zusammen.

Dr. Sebastian Daehnke, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin des Krankenhauses Bethanien Moers, setzt sich unter anderem für die qualitativ hochwertige Ausbildung der nächsten Generation von Intensivmediziner:innen ein.

Von Zeitzeugen bis Ikonen: Deutsche Post sucht Deutschlands schönste Briefmarke 2025
- 56 Briefmarken stehen zur Auswahl – vom Superhelden „Superman“
- über Rocklegende Tina Turner bis hin zur Zeitzeugin Margot Friedländer
- Online-Befragung startet am 13. Januar und läuft bis 10. Februar 2026

Es gehört mittlerweile zur postalischen Tradition: Auch 2026 fragt die Deutsche Post ihre Kundinnen und Kunden sowie Freunde der Briefkultur, welche Briefmarke die schönste im vergangenen Jahr war. Dazu ruft sie alle Interessierten auf, an der öffentlichen Online-Abstimmung des Unternehmens teilzunehmen. Diese läuft im Zeitraum 13. Januar bis einschließlich 10. Februar 2026.

Dazu Benjamin Rasch, Leiter Marketing und Produktmanagement der Deutschen Post: „Wir freuen uns über jede Stimme bei der Wahl. So erfahren wir, welche Motive besonders gut ankommen und wie wir unseren Kundinnen und Kunden eine Freude machen können. Eine passende Briefmarke macht den Brief noch persönlicher und unterstreicht seine Botschaft.“ Mitmachen kann man unter diesem Link: www.deutschepost.de/briefmarkenwahl


Auch im vergangenen Jahr war wieder für jeden Briefmarken-Geschmack etwas dabei: Sportfans konnten sich an den Sondermarken zu Deutschlands populärsten Mannschaftssportarten Fußball, Handball und Basketball erfreuen. Für Musikfreunde gab es die Marke zur Rocklegende Tina Turner. In der Serie „Helden der Kindheit“ erschienen Motive von Tom & Jerry und Bugs Bunny.

Für Tierfreunde hatte die Deutsche Post Briefmarken mit Kaninchen, Seeadler, Biber und Wolf im Angebot. Neben populären Motiven erschienen auch Briefmarken, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern – unter anderem mit der Zeitzeugin Margot Friedländer und der Initiative Stolpersteine.

Nicht zur Wahl stehen die sogenannten „Aktionsmarken“, wie sie die Deutsche Post für besondere Anlässe in Eigenregie herausgibt. Im vergangenen Jahr war das beispielsweise das 60-jährige Bühnenjubiläum der „Scorpions“, Deutschlands erfolgreichster Hardrockband. Bei diesen Marken handelt es sich um eine andere Briefmarken-Kategorie als die Sonderbriefmarken mit Aufdruck „Deutschland“, die vom Bundesministerium der Finanzen herausgegeben werden.

Die Gewinner der zurückliegenden Umfragen
Bereits in den vergangenen fünf Jahren hat die Deutsche Post eine Wahl zur schönsten Briefmarke durchgeführt. Gewinnerin im vergangenen Jahr war Deutschlands erste klingende Briefmarke „Die Weihnachtsbäckerei“, die unter Mitwirkung von Liedermacher Rolf Zuckowski und der Firma Ravensburger entstand.

Zur schönsten Briefmarke 2023 wurde das Motiv „100 Jahre Disney“ gewählt. 2022 war das „Polarlicht“ das Siegermotiv. 2021 landete die „Sendung mit der Maus“-Marke ganz oben auf dem Siegertreppchen, 2020 „Die Biene Maja“.

In der anonymen Online-Befragung werden zudem einige wenige Fragen zu Briefmarken und deren Nutzung gestellt. Wer möchte, nimmt an einem Gewinnspiel mit Preisen rund um Post und Briefmarken teil.

Jedes Jahr erscheinen mehr als 50 neue Briefmarken. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann Themen für ein Briefmarkenmotiv vorschlagen. Diese werden im sogenannten „Programmbeirat“ besprochen und festgelegt, anschließend entscheidet der „Kunstbeirat“ über die jeweiligen Motive. Beide Gremien sind mit Politikern, Vertretern des Bundesfinanzministeriums und der Deutschen Post sowie Philatelisten besetzt, der Kunstbeirat zusätzlich mit Grafikprofessoren.

Etwa die Hälfte der Motive gestaltet die Deutsche Post mit eigenen Grafikern selbst. Offizieller Herausgeber der Postwertzeichen mit dem Aufdruck „Deutschland“ ist das Bundesministerium der Finanzen. Erhältlich sind die Briefmarken in Postfilialen und online im Shop der Deutschen Post. Weitere Einzelheiten zu Briefmarken unter deutschepost.de/briefmarke. 




Beantragte Regelinsolvenzen im Dezember 2025: +15,2 % zum Vorjahresmonat
Oktober 2025: 4,8 % mehr Unternehmens- und 7,6 % mehr Verbraucherinsolvenzen als im Vorjahresmonat
Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025 um 15,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.



4,8 % mehr Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2025 als im Oktober 2024 Für Oktober 2025 meldeten die Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen insgesamt 2 108 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 4,8 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Forderungen der Gläubiger aus den vom Oktober 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 2,6 Milliarden Euro.

Im Oktober 2024 hatten die Forderungen bei rund 3,8 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im Oktober 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im Oktober 2025.

Insolvenzhäufigkeit im Bereich Verkehr und Lagerei am höchsten
Bezogen auf 10 000 Unternehmen gab es im Oktober 2025 in Deutschland insgesamt 6,1 Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Insolvenzen je 10 000 Unternehmen entfielen auf den Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 12,3 Fällen.

Danach folgte das Gastgewerbe mit 10,5 Fällen sowie das Baugewerbe mit 8,5 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen. 7,6 % mehr Verbraucherinsolvenzen im Oktober 2025 als im Vorjahresmonat Im Oktober 2025 gab es insgesamt 6 709 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 7,6 % mehr als im Vorjahresmonat. 

Montag kein Präsenzunterricht wegen Glättegefahr
Schulministerium ordnet aufgrund amtlicher landesweiter Vorab-Unwetterwarnung an, dass Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben sollen / Ministerin Feller: Gesundheit und Sicherheit haben für uns oberste Priorität.

Wegen Glättegefahr wird auch in Kleve am Montag, 12. Januar 2026, auf Distanzunterricht umgestellt.

An den nordrhein-westfälischen Schulen findet am kommenden Montag, den 12. Januar, kein Präsenzunterricht statt. Diese Entscheidung hat das Schulministerium getroffen, die Schulen hierüber heute per Mail informiert und die Schulen gebeten, in den dafür im Erlass vorgesehenen Distanzunterricht zu wechseln. Die Bezirksregierungen begleiten die Schulen bei der Umsetzung und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Grund für die Entscheidung, den Präsenzunterricht am kommenden Montag auszusetzen, ist eine amtliche landesweite Vorabwarnung des Deutschen Wetterdienstes vom 11. Januar 2026: Demnach wird für den Montagmorgen überall im Bundesland Regen erwartet, der aufgrund der kalten Temperaturen auf Straßen und Böden gefrieren und flächendeckend Glätte verursachen wird.

„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, erläuterte Schulministerin Dorothee Feller. „Wir haben die Entscheidung zur Aussetzung des Präsenzunterrichts bereits auf der Grundlage der landesweiten Vorabwarnung getroffen, damit wir die Schulen, Eltern und Kinder so früh wie möglich informieren konnten.“ Mit einer endgültigen amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist heute erst spät am Tag zu rechnen.

Die Regelungen für den Unterricht basieren auf dem Erlass „Regelungen zu schulischen Maßnahmen bei Unwetterwarnungen und
extremen Wetter-Ereignissen“. Schülerinnen und Schüler, die trotz der Anordnung zum ausfallenden Präsenzunterricht in die Schulen kommen, erhalten dort eine angemessene Betreuung. Für Eltern und Schülerinnen und Schüler können Schulen zum Beispiel auf ihrer Homepage weitere Informationenanbieten. Weitere Hintergründe zum Umgang der Schulen mit extremen Witterungsverhältnissen finden Sie hier.


664 Schwimmerinnen und Schwimmer sammeln über 3 Millionen Meter für Kinderklinik Bethanien
Das 25-Stunden-Schwimmen im ENNI Sportpark Rheinkamp ist erfolgreich zu Ende gegangen und hat eindrucksvoll gezeigt, wie Sport, Gemeinschaft und soziales Engagement zusammenwirken können.

Während der gesamten Veranstaltungsdauer nutzten Schwimmerinnen und Schwimmer aller Altersklassen die Gelegenheit, Bahnen zu ziehen und Kilometer für den guten Zweck zu sammeln. Insgesamt nahmen 664 Teilnehmende im Alter von 5 bis 79 Jahren teil. Gemeinsam legten sie eine Strecke von 3.117.550 Metern zurück. Sandra Jungmaier, Geschäftsführerin der ENNI Sport & Bäder Niederrhein GmbH, verdeutlichte bei der Siegerehrung die Dimension dieser Leistung: „Das ist eine Strecke von hier bis nach Ägypten.“ Beim Vorlesen der Gesamtleistung nutzte sie bewusst die beeindruckende Zahl von über drei Millionen Metern, um die sportliche Leistung anschaulich zu machen.


Durch Eintrittsgelder, die Spende der ENNI pro geschwommene 100 Kilometer sowie Einnahmen aus der Cafeteria kam ein Spendenbetrag von über 7.000 Euro zusammen. Der genaue Betrag wird nach abschließender Abrechnung bekannt gegeben. Der Erlös kommt der Kinderklinik Bethanien zugute. Dr. med. Gündüz Selcan, Chefarzt der Kinderklinik Bethanien, erklärte bei der Siegerehrung: „Die Spende wird unter anderem für den Klinikclown genutzt.“ Sandra Jungmaier hob zudem den gemeinschaftlichen Charakter der Veranstaltung hervor und lobte die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer: „Gemeinschaft – davon brauchen wir mehr.“

Die Siegerehrung wurde von Dr. med. Gündüz Selcan, Sandra Jungmaier und Bürgermeisterin Julia Zupancic vorgenommen. Helferinnen und Helfer aus zahlreichen Vereinen unterstützten die Veranstaltung, stellten Bahnenzähler und organisierten die Cafeteria. Insgesamt waren etwa 100 aktive Helfer:innen im Einsatz, ergänzt durch rund 30 zusätzliche Kuchenspender:innen. Somit haben insgesamt rund 130 Personen zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

Für die Sicherheit im Wasser sorgten 19 Rettungsschwimmer, in der Regel vier gleichzeitig im Einsatz. Davon kamen zwölf aus der DLRG Ortsgruppe Moers-Rheinkamp, fünf aus der DLRG Ortsgruppe Neukirchen-Vluyn und zwei aus der DLRG Ortsgruppe Moers. Fabian Itzel, Rettungsschwimmer der DLRG Ortsgruppe Moers-Rheinkamp, zog ein positives Fazit: „Die Veranstaltung ist gut gelaufen. Es war sehr sicher. Als Vorfälle hatten wir lediglich zwei Krämpfe bei Schwimmern und einmal Nasenbluten ohne äußere Einwirkung, das von selbst wieder aufgehört hat. Alle Betroffenen konnten nach einer kurzen Pause weiterschwimmen.“

Besonders hoch war der Andrang im Becken am Samstagmittag. Ruhiger wurde es in der Nacht zwischen 4 und 6 Uhr sowie in der letzten Stunde vor dem Ende der Veranstaltung. Einen besonderen Moment erlebten die Teilnehmenden am Sonntagmorgen, als beim Schwimmen der Blick auf den verschneiten Jungbornpark möglich war, der im Sonnenschein für eine stimmungsvolle Kulisse sorgte.

Auch sportlich gab es bemerkenswerte Leistungen. Aus der DLRG Ortsgruppe Moers-Rheinkamp erreichte Hannah Bohusch in der Altersklasse weiblich 9 Jahre mit 5.000 Metern den ersten Platz, Jonathan Vahnenbruck belegte in der Altersklasse männlich 17 Jahre mit 16.150 Metern den zweiten Platz.

Besonders erfreulich war zudem die Teilnahme weiterer DLRG-Ortsgruppen. Mannschaften der DLRG Ortsgruppe Kerken sowie der DLRG Ortsgruppe Orsoy, die sogar mit mehreren Teams an den Start gingen, trugen zu einer starken Präsenz der Wasserrettungsorganisation und zu einer lebendigen, vereinsübergreifenden Atmosphäre bei.

Die weiteste Einzelstrecke des gesamten Wettbewerbs erzielte erneut Mareike Neukirch, die als Einzelstarterin an den Start ging. Mit 51.850 Metern übertraf sie ihre eigene Bestleistung aus dem Vorjahr und stellte damit erneut ihre außergewöhnliche Ausdauer unter Beweis.

Moers: Gremien setzen weiter auf Wachstum
Nachhaltige Investitionen stärken die Region und den Klimaschutz

Trotz schwieriger politischer Lage und schwächelnder Wirtschaft startet die Enni-Gruppe kraftvoll ins neue Jahr. Nach den Beschlüssen der Aufsichtsgremien hat Vorstandsvorsitzender Stefan Krämer eines der größten Investitionsprogramme der Unternehmensgeschichte auf den Weg gebracht: Fast 70 Millionen Euro sollen 2026 in die Umsetzung der Energie- und Wärmewende, Beteiligungen und die Sanierung der Infrastruktur fließen – und die Region damit fit für das Zeitalter des Klimawandels machen.

„Wir wollen ein verlässlicher Partner für die Kommunen bleiben“, betont Krämer, der bei seinem Ausscheiden im Sommer ein gesundes Unternehmen auf Wachstumskurs übergeben wird. Für 2026 plant Enni über alle Geschäftsbereiche hinweg mit ei-nem Umsatz von mehr als 360 Millionen Euro. Städte wie Moers, Neu-kirchen-Vluyn, Rheinberg, Uedem und Rheurdt profitieren: Rund 160 Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren über Gewinne, Steuern und Konzessionsabgaben zurückfließen. „Das ist in Zeiten leerer Kassen ein starkes Signal für die Region“, so Krämer.

Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, setzt Enni auf neue Aufgaben und Projekte. Großes Potenzial sieht Krämer dabei weiterhin in der Energie-, Wärme- und Mobilitätswende. Das Unternehmen investiert rund eine Million Euro in das Contracting von Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen, um auch Kunden an der Energiewende zu beteiligen. Zudem plant Enni weitere Wind- und Solarprojekte.

In Vinn investiert das Unternehmen rund drei Millionen Euro in einen Solarpark mit Bat-terie, um das Wasserwerk im Krisenfall autark betreiben zu können. Über das Tochterunternehmen Enni Solar sind weitere Solarparks in Hülsdonk und Lorfeld mit insgesamt rund 4,5 Millionen Euro geplant. Die größte Einzelinvestition mit knapp elf Millionen Euro ist ein Batteriespeicher am Bendschenweg, mit dem Enni auch die Stromversorgung in Neukirchen-Vluyn absichern will.

Der erste Speicher am Euro-tec in Moers wird in Kürze in Betrieb gehen. „Mit dem Wegfall fossiler Grundlastkraftwerke, dem Ausbau regenerativer Energien und dem steigenden Strombedarf sind Stromspeicher wichtige Eckpfeiler der Energiewende“, erklärt Krämer. Auf dem Weg zur Klimaneutralität wird Enni 2026 zudem 1,7 Millionen Euro in die Wärmewende stecken und damit ihre Fernwärmenetze weiter ausbauen.

Insgesamt investiert Enni in diesem Jahr rund 25 Millionen Euro in ihre Energie- und Wassernetze – für eine weiterhin sichere Versorgung. Eine Million Euro fließt zum Beispiel in die Erneuerung der zentralen Wassertransportleitung vom Wasserwerk Vinn in Richtung Wittfeld-straße. Mit dem Ausbau ihrer Stromnetze reagiert Enni auf den Trend zur Wärmepumpe und den wachsenden Leistungsbedarf durch ein flächendeckendes Angebot an Elektro-Ladesäulen.

Profitieren sollen davon Kundinnen und Kunden, für die es weitere gute Nachrichten gibt. Denn nach den kriegsbedingten Krisenjahren geht es auch im Energiegeschäft bergauf. Während die Grundversorgung im Strom stabil bleibt und im Gas leicht sinkt, senkte Enni die Preise für Sonder-produkte zum Jahresbeginn deutlich – ein Vorteil für treue Privat- und Gewerbekunden.

Bundesweit plant das Unternehmen 2026 mit 16.000 neuen Strom- und Gaskunden.
Im eigenen Fuhrpark setzt Enni bei Neuanschaffungen weiterhin auf E-Fahrzeuge und zukünftig auf den erneuerbaren Dieselkraftstoff HVO100 – mit einer CO₂-Einsparung von rund 90 Prozent. Investitionsvolumen in diesem Jahr: 1,9 Millionen Euro, vor allem für vier neue Großfahrzeuge, die mit dem aus hydrierten Pflanzenölen und Fetten hergestellten Kraftstoff betrieben werden sollen.

Dabei handelt es sich um zwei Entsorgungsfahrzeuge mit Großraumschüttung für die Sperr-gutabfuhr, einen Neuling zur Leerung von Unterflurcontainern und ei-nen dreiachsigen Kranwagen, der schwere Trafos versetzen kann.

Intakt, modern und bedarfsgerecht will Enni die Moerser Infrastruktur aufstellen und einen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger schaffen. Deswegen wird das Unternehmen auch hier weiter investieren. Rund viereinhalb Millionen Euro fließen zum Beispiel in die Friedhöfe mit der Modernisierung des Hauptfriedhofes in Hülsdonk als Großprojekt. Das Sanierungsprogramm für die Moerser Straßenbeleuchtung geht mit Hochdruck voran – und weiteren 1,3 Millionen Euro für die Umrüstung der Straßenlaternen auf eine intelligente LED-Technik.

Rund 10,5 Millionen Euro fließen 2026 in die Erneuerung des maroden Kanalnetzes, wo mit der Innenstadtsanierung das größte Erneuerungsprojekt des kommenden Jahrzehnts läuft. Für rund eine Million Euro wird Enni die Eishalle energetisch sanieren; für die Freiraumplanung mit Kletterpark, Grillplätzen und Hundewiese im Solimare sowie den Ausbau des Wohnmobilangebotes sind rund 3,3 Millionen Euro eingeplant.

Um den Erfolg auf viele Beine zu stellen, setzt Enni weiterhin auf das Dienstleistungsgeschäft. Niederrheinweit hat sich das Unternehmen mit Aufgaben in der Reinigung, Abfallentsorgung und Entwässerung inzwischen fest etabliert. Mehrjährige Aufträge – etwa die Straßenreinigung in Xanten, die Kanalreinigung in Neukirchen-Vluyn und Issum oder die Abfuhr gelber Säcke in Moers – laufen erfolgreich.

Von den Maßnahmen werden auch 2026 viele lokale Unternehmen und der Arbeitsmarkt profitieren: Denn Enni bleibt Impulsgeber und Jobmo-tor für die Region. Rund 18 Millionen Euro wird sie in diesem Jahr am Niederrhein für Material und Dienstleistungen ausgeben und damit hunderte Arbeitsplätze bei regionalen Betrieben sichern. „Auch das ist ein weiterer Beitrag für die Stabilität des Standorts Niederrhein“, so Krämer.

Am Schneeschieben führt kein Weg vorbei
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Wann ist der Griff zu Schaufel und Schieber nötig"
- Wie oft muss geräumt werden"
- Welche Streumittel sind richtig"
„Endlich Schnee“, freuen sich die einen. „Wieder früher aufstehen und Schnee schaufeln“, murren die anderen. Richtig ist: Winterliche Straßenverhältnisse bringen Fußgänger leicht ins Rutschen. Ein Bein ist schnell gebrochen. Passiert das vor der eigenen Haustür, können Mieter oder Eigentümer eines Hauses eventuell zur Verantwortung gezogen werden.

Warum? Das erklärt die HUK-COBURG. Beide sind im Winter verpflichtet, für einen eisfreien Fußweg zu sorgen. Mieter müssen immer dann zu Schneeschieber und Streumittel greifen, wenn ihnen per Mietvertrag die Räum- und Streupflicht übertragen wurde und das ist eher die Regel als die Ausnahme.

Passiert ein Unfall, weil die Winterpflichten nur ungenügend erledigt oder gleich ganz vergessen wurden, kann der Säumige für die Folgen verantwortlich gemacht werden. Ohne private Haftpflichtversicherung ein teures Vergessen: Neben Behandlungskosten lassen sich vom Geschädigten auch Verdienstausfall oder Schmerzensgeld geltend machen.

Räum- und Streupflicht Wann und wie oft Schneeschieben oder Streuen angesagt sind?
Auf diese Frage gibt es keine Auskunft von der Stange: Ausschlaggebend ist immer die jeweilige Satzung, mit der jede Kommune den Winterdienst regelt. Oftmals kann man sich auf den Websites von Städten und Gemeinden schlaumachen. Ein anderer Weg ist ein Anruf beim örtlichen Bau- oder Ordnungsamt. Hier lässt sich erfragen, in welchem Zeitraum der Griff zum Schneeschieber erforderlich ist und wie breit der freie Gehweg sein muss.

Die Häufigkeit des Räumens hängt letztlich von der Witterung und der Verkehrsbedeutung eines Weges ab. Bei extremem Schneefall oder heftiger Glatteisbildung ist gerade auf stark frequentierten Wegen außergewöhnlicher Einsatz gefordert. Nur wenn Räumen und Streuen witterungsbedingt zwecklos sind, kann man warten, bis beispielsweise der Schneefall nachlässt oder ganz aufhört.

Auch müssen Wege meist nicht in ihrer gesamten Breite geräumt werden. In der Regel genügt es, einen Streifen frei zu schaufeln oder auf einer bestimmten Breite zu streuen. Eine Faustregel besagt: Zwei Fußgänger müssen auf dem geräumten Weg aneinander vorbeigehen können.

Kommunen können diese Frage aber auch klar in ihrer Satzung regeln. Dort lässt sich auch nachlesen, zu welchen Streumitteln man greifen sollte. Salz ist oft gar nicht oder nur bei extremer Glätte zugelassen. Allerdings kann niemand im Winter einen durchgängig eis- oder schneefreien Bürgersteig erwarten.

Wer in der kalten Jahreszeit unterwegs ist, muss mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen und sich entsprechend vorsichtig bewegen. Dazu gehört auch das Tragen von Winterschuhen, die ein entsprechend tiefes und rutschfestes Profil haben.

TÜV-Verband fordert bessere Wartung und regelmäßige Prüfung von Notstromanlagen in kritischen Gebäuden wie Kliniken oder Pflegeheimen. Drei von vier Anlagen haben sicherheitsrelevante Mängel. Ganzheitliche Konzepte für die Sicherung kritischer Infrastrukturen notwendig.
Der großflächige Stromausfall in Berlin hat deutlich gemacht, wie verletzlich die technische Infrastruktur in Deutschland ist. Besonders in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen, Kitas und anderen so genannten Sonderbauten ist eine funktionierende Notstromversorgung lebenswichtig – doch viele Anlagen sind nicht in einwandfreiem Zustand.

Laut dem TÜV-Baurechtsreport 2025 ist bei den Prüfungen der so genannten Sicherheitsstromversorgungsanlagen fast jede dritte Anlage (30 Prozent) mit gravierenden Mängeln beanstandet worden, weitere 45 Prozent mit geringen Mängeln. Sicherheitsrelevante Mängel sind unter anderem nicht startende Notstromaggregate, unzureichender oder veralteter Kraftstoff oder defekte Batterien.

Lediglich jede vierte Notstromanlage (25 Prozent) war mängelfrei. „Der aktuelle Stromausfall in Berlin ist ein Weckruf“, sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Wenn im Notfall die Sicherheitsstromversorgung ausfällt, stehen lebenswichtige Schutzsysteme still – etwa Lüftung, Brandmeldeanlagen oder Aufzüge. Betreiber müssen ihre Verantwortung ernst nehmen und die Anlagen regelmäßig prüfen lassen und Instand halten.“

Nach den Bauordnungen der Länder gelten neben Kliniken, Pflegeheimen, Schulen und Kitas unter anderem auch Hochhäuser, Einkaufszentren und Versammlungsstätten wie Kinos oder Theater als Sonderbauten. Für sie ist eine Notstromversorgung gesetzlich vorgeschrieben, um auch bei einem Stromausfall oder im Fall eines Brandes den Betrieb sicherheitsrelevanter Systeme aufrechtzuerhalten.

Der TÜV-Verband fordert, die Resilienz der kritischen Infrastruktur in Deutschland stärker in den Fokus zu rücken. Dazu gehören verbindliche Prüfintervalle, ausreichend qualifiziertes Fachpersonal und die konsequente Umsetzung der Prüfergebnisse. „Wir müssen unsere Infrastruktur besser schützen und in Schuss halten“, sagt Bühler. „Resilienz bedeutet, vorbereitet zu sein – nicht nur auf Krisen zu reagieren. Mit unseren wiederkehrenden Prüfungen leisten die TÜV-Unternehmen ihren Beitrag, die Sicherheit der Gebäudeinfrastruktur zu gewährleisten.“

Ganzheitlicher Ansatz für die Sicherung kritischer Infrastrukturen notwendig
Der TÜV-Verband setzt sich für ganzheitliche Konzepte zur Sicherung kritischer Infrastrukturen ein. Insbesondere bei Stromausfällen ist es erforderlich, nicht nur einzelne Anlagen, sondern gesamte Versorgungsketten zu betrachten. Zentrale Fragen lauten: Welche Systeme müssen im Ausfallfall zwingend funktionsfähig bleiben? Wie lange ist ein Ausfall realistisch zu erwarten? Für welchen Zeitraum ist die Notstromversorgung vorgesehen?

Wie ist die Kraftstofflogistik für Notstromaggregate organisiert? In der Praxis zeigt sich, dass Kraftstoffvorräte häufig nur 12 bis 24 Stunden ausgelegt sind. Bei länger andauernden Ausfällen stellt sich die Frage der Nachversorgung unter erschwerten Bedingungen: eingeschränkte Logistik, ausgefallene Kommunikationsnetze, blockierte Verkehrswege. Bühler: „Resilienz endet nicht bei der technischen Anlage. Sie umfasst organisatorische, logistische und personelle Aspekte und muss regelmäßig überprüft, geübt und angepasst werden.“

Weitere Informationen liefert ein aktueller Fachartikel des TÜV-Verbands mit dem Titel „Stromversorgung als Fundament öffentlicher Sicherheit“, der hier abrufbar ist: https://www.tuev-verband.de/anlagen/elektro-und-gebaeudetechnik. Die Autoren sind Mitglieder der Kommission Elektro- und Gebäudetechnik sowie des Arbeitskreises Baurecht im TÜV-Verband.

Methodik-Hinweis: Die Angaben zu den Mängeln an Sicherheitsstromversorgungsanlagen stammen aus dem „TÜV Baurechtsreport 2025“.

Klimaschutz-Wettbewerb für Schulen startet: Wer wird Energiesparmeister 2026 in Nordrhein-Westfalen?
- Bundesweiter Wettbewerb prämiert beste Klimaschutzprojekte
- 2.500 Euro für den Landessieger
- Bewerbung bis 20. März 2026 auf www.energiesparmeister.de

Welche Schule in Nordrhein-Westfalen überzeugt 2026 mit ihrem Klimaschutzprojekt? Der Energiesparmeister-Wettbewerb sucht erneut engagierte Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte aller Klassenstufen und Schulformen, die mit kreativen und wirksamen Aktivitäten zeigen, wie Klimaschutz im Schulalltag gelebt werden kann. Bewerbungen sind bis zum 20. März 2026 unter www.energiesparmeister.de möglich.

Der Landessieger von Nordrhein-Westfalen erhält 2.500 Euro Preisgeld und hat außerdem die Chance auf den bundesweiten Titel „Energiesparmeister Gold“, der mit weiteren 2.500 Euro dotiert ist. Welche Schule den Bundessieg holt, entscheidet sich im Juni bei einem Online-Voting. Auch ehemalige Gewinnerschulen können erneut teilnehmen: Für kontinuierliches Engagement wird ein Sonderpreis im Wert von 1.000 Euro vergeben.

Nach der Bewerbungsphase wählt eine Fachjury Ende April das beste Projekt jedes Bundeslandes aus. Alle 16 Landessieger erhalten neben dem Preisgeld und der Auszeichnung „Energiesparmeister 2026“ Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit durch einen Partner aus Wirtschaft oder Gesellschaft aus ihrer Region. Jeder Landessieger nimmt automatisch am Online-Voting um den Bundessieg teil.

Energiesparmeister 2025 in Nordrhein-Westfalen: Berufskolleg der Stadt Bottrop
Die Berufsschule überzeugte die Jury im vergangenen Jahr mit ihrer Idee „BKB goes green!“ und dem Ziel, über das Nachhaltigkeitskonzept hinaus in allen Bereichen grüner zu werden, Energie zu sparen und Ressourcen zu schonen. Dazu gehören die Betreuung der schuleigenen PV-Anlage, Energieberatungen durch Schülerinnen und Schüler für Bottroper Haushalte, die Schulhofbegrünung und Projektwochen. Zusätzlich punkten konnte das Berufskolleg mit dem Unterrichtsfach Nachhaltigkeit, verstärkter Demokratiebildung und einem Workshop zu Fake-News, um Schülerinnen und Schüler gegen Falschmeldungen zum Klimawandel zu wappnen.

Eine Übersicht aller bisherigen Preisträger ist unter www.energiesparmeister.de/preisträger zu finden.

Paten und Unterstützer des Wettbewerbs
Neben dem Preisgeld erhalten die Siegerschulen eine Patenschaft mit einem Unternehmen oder einer Institution aus der Region. Die Paten unterstützen ihren Energiesparmeister bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Die diesjährigen Paten des Wettbewerbs sind: atmosfair gGmbH, Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, Finanztip, Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH), Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV), Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA), Ostdeutscher Sparkassenverband, Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg, Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, Sparkassenverband Bayern, die Sparkassen in Niedersachsen, Techem Energy Services GmbH und ZEBAU – Planungs- und Beratungsgesellschaft gGmbH.

Zusätzlich unterstützen den Wettbewerb Florida-Eis Manufaktur GmbH, Spreeprint Textildruck e.K., Vaude GmbH & Co. KG, der Zentralverband Sanitär Heizung Klima sowie das Naturkostmagazin Schrot&Korn.

Neu_Meerbeck: Begegnung bei Kaffee und Ideen - Stadtteiltreff beim IKM
Wo Kaffeeduft auf Gespräche trifft und neue Ideen ihren Anfang nehmen, macht der Stadtteiltreff Neu_Meerbeck Station: Am Mittwoch, 14. Januar, von 16.30 bis 18 Uhr ist der Treff zu Gast beim Internationalen Kulturkreis Moers e. V. in der Kirschenallee 35. In entspannter Atmosphäre bietet sich Raum für Austausch, Kennenlernen und gemeinsame Gedanken zur Zukunft des Quartiers. 


Emine Yilmaz, Leiterin des Internationalen Kulturkreises, ist gespannt auf den Besuch: „Wir freuen uns darauf, bei Kaffee und Tee mit den Menschen aus dem Viertel ins Gespräch zu kommen und dabei ganz nebenbei zu zeigen, was bei uns alles Spannendes entsteht.“

Neben dem offenen Austausch gibt das Stadtteilbüro Neu-Meerbeck Einblicke in aktuelle Projekte des Förderprogramms ‚Sozialer Zusammenhalt‘, das die Lebensqualität im Stadtteil stärkt. Gleichzeitig besteht Gelegenheit, eigene Ideen und Anregungen für die weitere Entwicklung einzubringen.

Der Stadtteiltreff Neu-Meerbeck und der Internationale Kulturkreis Moers e. V. freuen sich auf viele Gäste und einen anregenden Nachmittag. Die Teilnahme ist kostenfrei. Informationen beim Stadtteilbüro Neu_Meerbeck unter Telefon 0 28 41 / 201 – 530 oder per Mail an stadtteilbuero.meerbeck@moers.de.

Moers: Mit Heilkräutern das Immunsystem stärken
Welche Heilkräuter wofür angewendet werden und welche Wirkung sie haben – darüber klärt ein Vortrag der vhs Moers – Kamp-Lintfort am Freitag, 16. Januar, auf.  In der vhs Moers, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, gibt eine Apothekerin und diplomierte Kräuterfachfrau Tipps, wie Kräuter optimal eingesetzt werden können.

Außerdem gibt es Rezepte für verschiedene Einsatzgebiete und Interessierte erfahren, wie die Kräuter das Immunsystem stärken können. Die Veranstaltung ‚Viren und Bakterien – sagen Sie ihnen den Kampf an‘ beginnt um 17 Uhr.  Die erforderliche Anmeldung kann telefonisch unter 0 28 41 / 201 - 565 oder online unter www.vhs-moers.de erfolgen.

Dinnerkrimi 2026 in Schermbeck: Neue Fälle, neue Spannung – und ein Mörder unter den Gästen
Das Dinnerkrimi-Format geht 2026 in die nächste Runde – mit brandneuen, fesselnden Fällen, die Spannung, Spaß und überraschende Wendungen versprechen. In über 500 Spielstätten in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde bereits erfolgreich ermittelt – jetzt wird auch das El-Capitan in Schermbeck zum Schauplatz eines mysteriösen Verbrechens.

Am 18. Januar 2026 um 17:00 Uhr beginnt die Spurensuche: Ein interaktiver Kriminalfall, professionell inszeniert von erfahrenen Schauspielern, erwartet die Gäste. Kombiniert mit einem köstlichen Dinner wird dieser Abend garantiert unvergesslich. Tickets und Infos unter: www.dinnerkrimi.de

Dinnerkrimi – die raffinierte Kombination aus interaktivem Theatererlebnis und kulinarischem Genuss! Während eines exzellenten Mehr-Gänge-Menüs entfaltet sich ein packender Kriminalfall direkt zwischen den Tischen. Doch Vorsicht: Der Mörder sitzt vielleicht ganz in Ihrer Nähe!

Gemeinsam mit einem professionellen Schauspielensemble werden die Gäste Teil der Ermittlungen – Spürsinn, Humor und ein gutes Gespür für Verdächtige sind gefragt. Nach über 2000 erfolgreichen Aufführungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verwandelt sich nun auch das El-Capitan in Schermbeck in einen Tatort, an dem ein rätselhafter Mordfall aufgeklärt werden muss.

Termin: Sonntag, 18. Januar 2026 Beginn: 17:00 Uhr (Einlass ab 16:30 Uhr) Tickets ab 89,90 € – erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.dinnerkrimi.de

Kempen: Kostenlose öffentliche Führung durch die Wechselausstellung im Kulturforum Franziskanerkloster am 22. Januar 2026  
Umgenutzt – Umgedeutet? Notbehelfe der Nachkriegszeit 80 Jahre Kriegsende am Niederrhein und in Kempen Kulturforum Franziskanerkloster Kempen. Ein Hochzeitskleid, eine Puppe, ein Topf – auf den ersten Blick alltägliche Gegenstände, wie sie jede und jeder kennt.

Wirft man einen zweiten Blick auf diese Objekte, zeigt sich: Der Stoff besteht aus Fallschirmseide, das Spielzeug wurde aus Lumpen gefertigt und das Kochgeschirr war einst ein Stahlhelm. Aufgrund des vielfachen Mangels, der bereits in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges spürbar war, entstanden sogenannte „Notbehelfe“ – Gebrauchsgegenstände aus Rüstungsmaterialien.

Werner Abresch, der 2024 verstorbene Weseler Dompfarrer, sammelte mehr als 2.000 solcher Gegenstände sowie die dazugehörigen Geschichten aus Kriegs- und Nachkriegszeit. Das Kulturforum Franziskanerkloster zeigt nun eine Auswahl dieser Objekte und setzt sie mit historischen Fotografien aus Kempen in Beziehung.

Die Ausstellung dokumentiert und erinnert an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und richtet den Fokus auf den Niederrhein und Kempen.  Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und den „Beldscheskiekern“ in Kempen.  

Am 22. Januar um 16.30 Uhr findet eine kostenlose öffentliche Führung durch die Wechselausstellung statt, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Kuratorin Ninon Noack führt den Rundgang, stellt ausgewählte Objekte vor und gibt Einblicke in ihre Herangehensweise bei der Konzeption. Um eine vorherige Anmeldung an der Kasse, per Mail an museum@kempen.de oder telefonisch unter 02152 917 4120 wird gebeten.  
Haben auch Sie noch solche „Notbehelfe“ und Gegenstände aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit? Das Museum möchte die Sammlung zur Stadtgeschichte Kempens im 20. Jahrhundert erweitern und sucht nach Objekten mit einem regionalen Bezug. Die Objekte und die mit ihnen verbundenen Geschichten sollen so bewahrt werden und zum kollektiven Gedächtnis der Stadt beitragen.

Moers: Sanfte Berührungen für einen entspannten Start ins Leben
Wenn kleine Hände zur Ruhe kommen und ein Baby sich sichtlich entspannt, entsteht ein besonderer Moment. Genau darum geht es im kostenlosen Babymassagekurs des Familienzentrums Barbarastraße in Meerbeck. 

Ab Freitag, 23. Januar, lernen Eltern dort, wie sie ihr Baby mit gezielten, sanften Griffen unterstützen können. Die Babymassage kann helfen, das Wohlbefinden von Säuglingen zu steigern. Durch Berührungen wird die Atmung ausgeglichen, der Herzschlag beruhigt und Bauchschmerzen – oft verursacht durch Luft im Magen-Darm-Trakt – können gelindert werden.

Gleichzeitig stärkt die Massage die Bindung zwischen Eltern und Kind und schafft wertvolle gemeinsame Zeit. Der Kurs findet an fünf aufeinanderfolgenden Freitagen jeweils von 9 bis 10.15 Uhr im Familienzentrum an der Barbarastraße 5 statt.  Das Angebot richtet sich an Eltern mit Babys und ist bewusst niedrigschwellig gestaltet: verständlich, alltagsnah und kostenfrei.

Damit möchte das Familienzentrum junge Familien frühzeitig unterstützen und ihnen praktische Hilfen für den Alltag mit ihrem Baby an die Hand geben. Eine telefonische Anmeldung für den kostenlosen Kurs ist unter der Nummer 0 28 41 / 5 30 51 unbedingt erforderlich.



Exporte im November 2025: -2,5 % zum Oktober 2025
Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), November 2025
128,1 Milliarden Euro
-2,5 % zum Vormonat
-0,8 % zum Vorjahresmonat
Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren), November 2025
115,1 Milliarden Euro
+0,8 % zum Vormonat
+5,4 % zum Vorjahresmonat

Im November 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 2,5 % gesunken und die Importe um 0,8 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 nahmen die Exporte um 0,8 % ab und die Importe um 5,4 % zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.



Im November 2025 wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 128,1 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 115,1 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im November 2025 mit einem Überschuss von 13,1 Milliarden Euro ab.

Im Oktober 2025 hatte der kalender- und saisonbereinigte Außenhandelssaldo +17,2 Milliarden Euro betragen. Im November 2024 hatte er bei +20,0 Milliarden Euro gelegen. Außenhandel mit EU-Staaten In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im November 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 73,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 58,7 Milliarden Euro von dort importiert.

Gegenüber Oktober 2025 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 4,2 % und die Importe aus diesen Staaten um 4,0 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 50,8 Milliarden Euro (-3,9 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 39,1 Milliarden Euro (-3,7 %) aus diesen Staaten importiert.

In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 22,2 Milliarden Euro (-4,8 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,7 Milliarden Euro (-4,7 %) von dort importiert. Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im November 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 55,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 56,3 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert.

Gegenüber Oktober 2025 sanken die Exporte in die Drittstaaten um 0,2 %, die Importe von dort stiegen um 6,3 %. Die meisten deutschen Exporte gingen im November 2025 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 10,8 Milliarden Euro exportiert, das waren 4,2 % weniger als im Oktober 2025.

Gegenüber dem Vorjahresmonat November 2024 waren die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonbereinigt um 22,9 % geringer. Die Exporte in die Volksrepublik China stiegen im November 2025 im Vergleich zum Oktober 2025 um 3,4 % auf 6,5 Milliarden Euro.

Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vergleich zum Vormonat um 8,1 % auf 6,0 Milliarden Euro ab. Die meisten Importe kamen im November 2025 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 14,9 Milliarden Euro eingeführt. Das waren 8,0 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 7,9 % auf 7,7 Milliarden Euro.

Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 10,9 % auf 3,4 Milliarden Euro zu. Die Exporte in die Russische Föderation sanken im November 2025 gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 5,5 % auf 0,6 Milliarden Euro. Gegenüber November 2024 nahmen sie um 22,5 % ab.

Die Importe aus Russland stiegen im November 2025 gegenüber Oktober 2025 um 22,5 % auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber November 2024 nahmen sie um 2,7 % ab. Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt) Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im November 2025 Waren im Wert von 130,7 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 117,0 Milliarden Euro nach Deutschland importiert.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 sanken die Exporte damit um 1,7 % und die Importe stiegen um 4,4 % an. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im November 2025 mit einem Überschuss von 13,7 Milliarden Euro ab. Im November 2024 hatte der Saldo +20,9 Milliarden Euro betragen.

Produktion im November 2025: +0,8 % zum Vormonat
Produktion in den Monaten Januar bis November 2025 mit leichtem Minus
Produktion im Produzierenden Gewerbe November 2025 (real, vorläufig):
+0,8 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+0,8 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt) Oktober 2025 (real, revidiert):
+2,0 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+1,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 0,8 % gestiegen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von September 2025 bis November 2025 um 0,7 % höher als in den drei Monaten zuvor.

Im Oktober 2025 stieg die Produktion gegenüber September 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 2,0 % (vorläufiger Wert: +1,8 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 war die Produktion im November 2025 kalenderbereinigt 0,8 % höher.



Deutlicher Anstieg in der Automobilindustrie
Die positive Entwicklung der Produktion im November 2025 ist maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen (saison- und kalenderbereinigt +7,8 % zum Vormonat). Auch die Anstiege im Maschinenbau (+3,2 %) und in der Maschinenwartung und -montage (+10,5 %) beeinflussten das Gesamtergebnis positiv.

Negativ wirkte sich hingegen der Rückgang in der Energieerzeugung (-7,8 %) aus. Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) stieg im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 2,1 %. Dabei stieg die Produktion von Investitionsgütern um 4,9 %.

Die Produktion von Vorleistungsgütern sank um 0,8 % und die Produktion von Konsumgütern um 0,3 %. Außerhalb der Industrie sank die Bauproduktion um 0,8 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 stieg die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 1,3 %.

Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken
In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 1,5 % gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von September 2025 bis November 2025 um 0,1 % höher als in den drei Monaten zuvor.

Verglichen mit dem Vorjahresmonat November 2024 war die energieintensive Produktion im November 2025 kalenderbereinigt um 3,3 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite "Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

Produktion Januar bis November 2025 mit leichtem Minus, aber positive Signale im letzten Quartal
In den Monaten Januar bis November des Jahres 2025 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe kalenderbereinigt 1,2 % niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insbesondere in der Industrie (-1,3 %) und im Baugewerbe (-1,7 %) ging die Produktion zurück. Die Energieerzeugung stieg hingegen um 2,0 %.

In der Industrie ist der Rückgang maßgeblich auf die Entwicklung in der Automobilindustrie (-2,4 %), in den energieintensiven Industriezweigen (-2,6 %) und im Maschinenbau (-2,3 %) zurückzuführen. Betrachtet man die längerfristige Entwicklung in der Industrie, so war die Produktion in den Jahren 2023 und 2024 überwiegend einem Abwärtstrend gefolgt.

Ausgehend von einem Tiefpunkt im Dezember 2024 war im Verlauf des Jahres 2025 zunächst eine leichte Erholung zu beobachten, die Produktion lag im 1. Halbjahr 2025 kalender- und saisonbereinigt um 0,2 % höher als im Halbjahr davor. Nach einem Einbruch im August blieb die Produktion auch im September auf einem niedrigen Niveau, maßgeblich beeinflusst von geringen Produktionswerten in der Automobilindustrie.

Im Oktober begann in der Industrieproduktion ein verhaltener Erholungskurs, der sich im November fortsetzte. Für die Einschätzung der Entwicklung der Produktion im Dezember könnten positive Signale anderer Industrieindikatoren relevant sein. So ist der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im Dezember 2025 mit +3,2 % deutlich angestiegen (kalender- und saisonbereinigte Vormonatsrate).

Weiterhin haben sich die Auftragseingänge in der Industrie zuletzt positiv entwickelt. Der Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe lag im November 2025 kalender- und saisonbereinigt um 5,6 % höher als im Vormonat. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der Auftragseingang im weniger volatilen Dreimonatsvergleich von September 2025 bis November 2025 um 2,1 % höher als in den drei Monaten zuvor.

Die vorläufigen Ergebnisse zum Produktionsindex im Dezember 2025 erscheinen am 6. Februar 2026.  In den energieintensiven Industriezweigen ist für die Jahre 2024 und 2025 überwiegend eine Stagnation der Produktion zu beobachten, nachdem sie in den Jahren 2022 und 2023 stark zurückgegangen war. Im Durchschnitt der Monate Januar 2025 bis November 2025 lag die Produktion hier kalender- und saisonbereinigt um 17,7 % niedriger als im Jahr 2021.