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Die erneute Galeria-Insolvenz: Das endgültige Ende der Kaufhaus-Ära
Jochem Knörzer

Duisburg/Hamminkeln, 6. Oktober 2026 - Spätestens mit dem Covid-19-Virus hat sich die Einkauflandschaft, das Einkaufverhalten der Bevölkerung verändert. Vieles, nein, eigentlich alles kann über Plattformen wie Amazon, Ebay und viele weitere Shops bestellt werden und benötigt oft nur 24 Stunden, um vom Käufer in Empfang genommen zu werden.

Der Kunde, die Kundin ist nicht mehr das störende Objekt, wenn zwei, drei Verkäuferinnen zusammen stehen und sich intensiv privat unterhalten, die Aussage, dass "nur das da ist, was da hängt, andere Größen oder Farben vielleicht bestellt werden können", ist im Internet kein Thema. Auch, "nein, das führen wir nicht" gibt es nicht.

Wenn wundert es da, dass Galeria Kaufhof Karstadt den vierten Insolvenzantrag gestellt hat und damit sehr wahrscheinlich die Kaufhaus-Ära ihr Ende findet.

Das Kaufhaus geht, das Gebäude bleibt. In Wesel findet man in dem ehemaligen Galeria-Gebäude heute Ernsting's Family, Drogerie Müller, Netto, New Yorker, Media Markt folgt Anfang 2027 als Ankermieter.

Die Innenstädte haben sich gewandelt, sind im Wandel. Wer es verpasst, bleibt auf der Strecke.
Wer heute noch von "Magneten der Innenstädte" spricht, hat den Anschluss bereits verpasst!

So wie die IHK:
Galeria-Insolvenz schafft neue Unsicherheit
IHK fordert Klarheit für Standorte Duisburg und Kleve

 
Dem Insolvenzantrag von Galeria wurde nun stattgegeben. Für die beiden Standorte am Niederrhein in Duisburg und Kleve ist das eine schlechte Nachricht. Die erneute Insolvenz schafft große Unsicherheit für Beschäftigte, Kunden und die betroffenen Innenstädte.

Dazu erklärt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK:
„Die Galeria-Häuser in Duisburg und Kleve sind wichtige Magneten für ihre Innenstädte. Sie ziehen Besucher aus der Region an – in Kleve sogar grenzübergreifend. Damit stärken sie den umliegenden Einzelhandel, die Cafés, Restaurants und Dienstleistungsbetriebe wie Apotheken. Umso wichtiger ist es, jetzt schnell Klarheit über die Zukunft der Standorte zu schaffen. Beschäftigte, Kunden und die Städte brauchen verlässliche Perspektiven und ein tragfähiges Konzept für die kommenden Jahre.
 
Unsere IHK setzt sich für vielfältige, attraktive und zukunftsfähige Innenstädte ein. In Kleve starten wir zusammen den Masterplan Wirtschaft. Stadt und Unternehmen machen sich zusammen mit uns daran, gute Bedingungen für die Wirtschaft zu schaffen. Dabei spielt die künftige Gestaltung der Innenstadt eine wichtige Rolle. Ziel bleibt, die Innenstädte langfristig als lebendige Wirtschafts-, Versorgungs- und Begegnungsorte zu stärken.“