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Malaienbären auf Mission: Burgers’ Zoo hofft auf fruchtbaren Austausch

Arnheim/Hamminkeln, 13. April 2026 - Partnerwechsel für den Artenschutz: Ein internationaler Tieraustausch zwischen dem Königlichen Burgers’ Zoo in Arnheim und dem Zoo in Ústí (Tschechien) soll für neuen Nachwuchs bei den seltenen Malaienbären sorgen.
Während ein Männchen aus Tschechien am vergangenen Samstag, 11. April, vorübergehend nach Arnheim gezogen ist, hat ein Weibchen heute den Burgers’ Zoo dauerhaft in die entgegengesetzte Richtung verlassen. Die Zoos erhoffen sich erfolgreiche Paarungen durch diesen Austausch, da die europäische Zoopopulation der Malaienbären vor mehreren Herausforderungen steht.

Kleine Population mit Problemen
Der Koordinator des europäischen Populationsmanagement-Programms (EEP) für Malaienbären steht vor einigen komplexen Herausforderungen: Mit insgesamt nur 36 Tieren ist die europäische Zoopopulation dieser Bärenart vergleichsweise klein.
Zudem gibt es ein deutliches Ungleichgewicht: 26 Weibchen stehen nur 10 Männchen gegenüber. Die Tiere pflanzen sich nur schwer fort, während viele von ihnen zunehmend älter werden. Hinzu kommt, dass der Austausch mit Zoos im Vereinigten Königreich seit dem Brexit deutlich komplizierter geworden ist. Der bürokratische Aufwand erschwert internationale Austauschprogramme.

Die Situation in Arnheim

Der Burgers’ Zoo konnte in der Vergangenheit bereits Erfolge bei der Zucht der Malaienbären erzielen – zuletzt 2019, als drei Jungtiere von zwei verschiedenen Weibchen geboren wurden. Aktuell leben in Arnheim drei Weibchen im Alter von 26, 25 und 7 Jahren.
Das jüngste Weibchen wird dauerhaft nach Ústí umziehen, wo es künftig mit einem nicht verwandten Männchen Nachwuchs bekommen soll. Das vorübergehend in Arnheim lebende Männchen ist 24 Jahre alt und hat bereits zuvor in Ústí drei Jungtiere – ein Männchen und zwei Weibchen – gezeugt.

Rückzugsort bei der Geburt
Auf eine mögliche Geburt ist der Burgers’ Zoo in jedem Fall gut vorbereitet: Bereits beim Bau der Bärenanlage wurden spezielle, schallisolierte Wurfboxen entwickelt. Trächtige Weibchen ziehen sich bei vielen Raubtierarten in solche geschützten Bereiche zurück, in denen sie ungestört sind. Diese Ruhe ist entscheidend – denn nur in einer sicheren Umgebung kann die Aufzucht der Jungtiere erfolgreich gelingen.