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Moers/Hamminkeln, 10. August 2026 - Die
Genehmigung ist erteilt – nun geht’s mit
Hochdruck an die wirtschaftliche Umsetzung: Der
Kreis Wesel hat der ENNI Energie & Umwelt (Enni)
grünes Licht für den Bau eines Windparks in Niep
gegeben. Damit ist der Weg frei für ein weiteres
Leuchtturmprojekt der Energiewende am
Niederrhein. Denn mit einer jährlichen
Stromproduktion von rund 38 Millionen
Kilowattstunden hat der geplante Windpark ein
erhebliches Potenzial: Er soll den Bedarf von
etwa 13.000 Haushalten decken – rund 46 Prozent
des Stromverbrauchs in Neukirchen-Vluyn.
Zusammen mit bestehenden Projekten wie dem
Solarpark Mühlenfeld könnte die Stadt damit
perspektivisch und rechnerisch vollständig mit
Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden.
„Aus Sicht des Klimaschutzes ist es ein starkes
Signal“, sagt Heiner Lütjen, der das Projekt bei
Enni entwickelt.
Die Idee für den
Windpark auf einem Areal südlich der A40 reicht
bis ins Jahr 2011 zurück. Seitdem hat die Enni
das Vorhaben mehrfach geprüft und nun den
umfangreichen Genehmigungsprozess – unter
anderem mit Umwelt- und Naturgutachten –
erfolgreich abgeschlossen. Geplant sind demnach
drei Windenergieanlagen. Die größte erreicht
eine Nabenhöhe von 118 Metern und eine
Gesamthöhe von 199 Metern. Das
Investitionsvolumen liegt bei rund 25 Millionen
Euro. Zudem ist vorgesehen, Bürgerinnen und
Bürger finanziell zu beteiligen.
Nachdem
der rechtliche Rahmen steht, nimmt die Enni nun
die wirtschaftliche Tragfähigkeit in den Blick.
Ob das Projekt letztlich realisiert werden kann,
ist derzeit noch offen und hängt maßgeblich von
den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.
Entscheidend wird dabei die EEG-Vergütung sein.
Im Herbst will das Unternehmen an einer
Ausschreibung der Bundesnetzagentur teilnehmen,
um sich eine Förderung über 20 Jahre zu sichern.
Erst auf Grundlage eines Zuschlags und einer
positiven Wirtschaftlichkeitsbetrachtung kann
über die Umsetzung des Windparks entschieden
werden. Sollte kein Zuschlag erfolgen, würde
sich das Projekt weiter verzögern oder
möglicherweise nicht umgesetzt werden. Im
Idealfall könnte der Windpark im Jahr 2028 ans
Netz gehen.
Für die Enni wäre der
Standort in Niep der dritte Windpark in der
Region. Der Windpark Repelen produziert seit
2015 jährlich rund acht Millionen
Kilowattstunden Strom für etwa 2.700 Haushalte.
Auf der Halde Kohlenhuck, wo die Enni das
Projekt gemeinsam mit Partnern betreibt, werden
seit 2017 rund 32 Millionen Kilowattstunden
jährlich erzeugt – ausreichend für bis zu 11.000
Haushalte. Die Genehmigung für den Windpark Niep
wird in Kürze öffentlich ausgelegt.
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