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Redaktion Harald Jeschke
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Abitur 2026: 30.000 junge Menschen bereiten sich auf die Prüfungen vor

Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte verleiht Preise für Deutschlands beste Schülerzeitungen - Dinslaken mit 1. Platz vertreten

Berlin/Niederrhein, 11. Juni 2026 - Die Gewinner*innen der Sonderpreise Die Gewinner*innen der Sonderpreise EinSatz für eine bessere Gesellschaft des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
In der Kategorie Gesund sein – was heißt das eigentlich? der AOK – Die Gesundheitskasse: 1. Platz: TheodorTimes, Theodor-Heuss-Gymnasium, Dinslaken, Nordrhein-Westfalen

Die Preisverleihung des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder findet traditionell im Plenarsaal des Bundesrates statt. Als Schirmherr des jährlichen Schülerzeitungswettbewerbs „Kein Blatt vorm Mund“ ist Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte am 17. Juni 2026 dabei, wenn die jungen Mitglieder von 33 Redaktionen aus zwölf Bundesländern im Plenarsaal ihre Preise entgegennehmen.

In den sechs Schulkategorien Gymnasium, Grundschule, Hauptschule, Realschule, Förderschule und Berufsschule werden insgesamt 18 Zeitungen ausgezeichnet. Hinzu kommen fünf Online-Preise und sechs Sonderpreise. Diese werden unter anderem vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Frauen und Jugend, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vergeben.
Eine Übersicht der Preisträger gibt es hier.

Laudatorinnen und Laudatoren
Neben Bundesratspräsident Bovenschulte werden die Preise unter anderem von Anke Myrrhe (Stellvertretende Chefredakteurin des Tagesspiegels), Ulrike Winkelmann (Chefredakteurin der taz) sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Journalismus und Gesellschaft übergeben.

Der Schülerzeitungswettbewerb der Länder wird seit 2004 von der Jugendpresse Deutschland und den Ländern der Bundesrepublik Deutschland veranstaltet. Die Schirmherrschaft des Schülerzeitungswettbewerbs liegt traditionell beim jeweils amtierenden Bundesratspräsidenten bzw. bei der amtierenden Bundesratspräsidentin.

Liveübertragung im Internet Die Preisverleihung wird live unter www.bundesrat.de sowie auf dem YouTube-Kanal des Bundesrates übertragen. Im Anschluss wird eine Aufzeichnung der Veranstaltung in der Mediathek des Bundesrates und auf YouTube veröffentlicht. 

Energiesparmeister 2026: Gesamtschule Am Lauerhaas Wesel gewinnt Landestitel in Nordrhein-Westfalen

Online-Abstimmung für den Bundessieg beginnt
2.500 Euro Preisgeld und Unterstützung durch Paten
Online-Voting bis 17. Juni 2026 auf www.energiesparmeister.de
Preisverleihung in Berlin

Wesel/Berlin, 3. Juni 2026. Die Landessieger des Energiesparmeister-Wettbewerbs 2026 stehen fest. In Nordrhein-Westfalen holte sich die Gesamtschule Am Lauerhaas in Wesel den Energiesparmeister-Titel. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Jury mit ihrer Projektidee zur Weiterverwendung von alten Solarplatten überzeugen. Entstanden in einem Jugend-forscht-Kurs, verfolgt das Projekt das Ziel, ein energieautarkes System mit Fassadenbegrünung, solarbetriebener Bewässerung, E-Scooter-Ladestationen und Mähroboter zu schaffen.

Foto und Logo © www.energiesparmeister.de

Die Schülerinnen und Schüler agieren selbstständig und mit großer Eigenverantwortung. Langfristig ist eine Weiterentwicklung als Modellprojekt für andere Schulen geplant. Als Landessieger erhält die Schule 2.500 Euro Preisgeld sowie eine Patenschaft mit dem Energiedienstleister Techem.

Chance auf Bundessieg durch Online-Voting
Am Energiesparmeister-Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Carsten Schneider haben sich in diesem Jahr bundesweit mehr als 55.000 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beteiligt – ein neuer Rekord. Als Landessieger von Nordrhein-Westfalen wetteifert die Gesamtschule Am Lauerhaas nun im Online-Voting mit den Preisträgerschulen der anderen 15 Bundesländer um den Bundessieg.

Bis zum 17. Juni kann auf www.energiesparmeister.de/voting abgestimmt werden. Gelingt es der Schule, Bundessieger zu werden, winken weitere 2.500 Euro Preisgeld. Die Preisverleihung für alle Siegerschulen findet am 26. Juni im Bundesumweltministerium in Berlin statt.

Pate aus der Region unterstützt Schule
Neben dem Preisgeld erhält die Gesamtschule Am Lauerhaas auch Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit. Dafür übernimmt Techem die Patenschaft: „Die Wiederverwendung von alten Solarplatten verbindet Energiewende, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Innovation auf äußerst kreative Weise“, sagt Katharina Bathe-Metzler, Head of Sustainability, Communications & Public Affairs.

„Vor allem aber geben die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule ‚Am Lauerhaas‘ ein Beispiel dafür, dass Ideen und Eigenverantwortung den Weg zum Erfolg bahnen – und ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Zukunft sind. Besonders beeindruckend ist, wie hier konkrete Lösungen für den Alltag entstehen – genau das brauchen wir, um die Energiewende schneller in die Praxis zu bringen. Bravo!“


Praktische Umweltbildung in im Kreis Wesel: Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp gewinnt das „E-Waste Race“

Kreis Wesel, 29. Mai 2026 - Das Sammeln hat sich gelohnt: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 der Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp haben den Schulwettbewerb „E-Waste Race“ im Kreis Wesel für sich entschieden. Unter Schirmherrschaft von Landrat Ingo Brohl sammelten neun Schulen vier Wochen lang Elektroschrott in ihrer Nachbarschaft, der nun in den Kreislauf zurückgeführt wird.

Dabei haben sie sich aktiv mit den Themen Konsum, Weiterverwendung, Reparatur und Recycling auseinandergesetzt. Ziel ist es, ökologisches Bewusstsein und nachhaltiges Handeln zu fördern. Mit 2.301 gesammelten Teilen Elektroschrott und den meisten Punkten im Wettbewerb hat die Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp das Rennen gewonnen. Insgesamt sammelten die Schulen 13.171 Teile Elektroschrott.

Ausflug ins Mondo mio! Dortmund für Gewinnerteam
Im Rahmen der Preisverleihung überreichte die Heinz Trox-Stiftung den fleißigen Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp feierlich den Gewinnerscheck. Die Teilnehmenden haben einen Schulausflug ins Mondo mio! nach Dortmund gewonnen. Auch Landrat Ingo Brohl, die Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG und die ENNI Stadt & Service Niederrhein AöR gratulierten dem Gewinnerteam.

Elektroschrott-Sammelaktion: Bewusstseinswandel in den Schulen im Kreis Wesel
Deutschland steckt im Elektroschrott-Dilemma: Jährlich fallen 1,7 Millionen Tonnen an, doch gesammelt wird nicht einmal ein Drittel. Statt der geforderten 65 Prozent liegt die Sammelquote aktuell bei nur 31,7 Prozent – Tendenz fallend. Der Rest verschwindet in Schubladen, Kellern oder auf fragwürdigen Wegen ins Ausland.

Was fehlt, ist eine Verhaltensänderung in den Haushalten. Um hier Bewegung in die Sache zu bringen, hat die gemeinnützige Initiative „Das macht Schule“ vor vier Wochen erneut das E-Waste Race im Kreis Wesel gestartet. Im Rahmen des Wettbewerbs rührten die Schülerinnen und Schüler engagiert und auf vielfältige Weise die Werbetrommel, besuchten Repair Cafés, verschenkten noch funktionsfähige Geräte und gaben ihnen damit ein zweites Leben.

Der Wettbewerb wurde dank finanzieller Unterstützung von der Heinz Trox-Stiftung ermöglicht. Engagierter Logistikpartner waren die ASG Wesel, die ENNI Stadt & Service Niederrhein AöR, sowie die Schönmackers Umweltdienste GmbH & Co. KG.

Ingo Brohl, Landrat Kreis Wesel:
„Ich gratuliere der Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp herzlich zum ersten Platz beim E-Waste Race. Die Schülerinnen und Schüler haben mit großem Engagement gezeigt, wie Umweltbewusstsein und Teamarbeit erfolgreich zusammenwirken können. Gleichzeitig gilt mein Dank und meine Anerkennung auch allen anderen teilnehmenden Schulen.
Jedes gesammelte und jedes recycelte Elektrogerät leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Am Ende kann es bei einem Wettbewerb zwar nur einen Sieger geben – gewonnen hat aber vor allem das gemeinsame Bewusstsein für Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Handeln.“

Paul Schwarz, Vorstandsvorsitzender der Heinz Trox-Stiftung:
„Mit unserer Förderung des E-Waste Race möchten wir dazu beitragen, Nachhaltigkeit für Schülerinnen und Schüler konkret erlebbar zu machen. Die Verbindung aus Bildung, praktischem Handeln und gesellschaftlicher Verantwortung macht das Projekt besonders wertvoll. Gleichzeitig zeigt es, wie wichtig frühzeitige Sensibilisierung für Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft ist.“

Magali Wefers, Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG:
„Ein spannendes Rennen und großes Engagement aller teilnehmenden Schulen machten das E Waste Race auch in diesem Jahr zu einem vollen Erfolg. Das Projekt unterstreicht, was Teamgeist und gemeinsames Handeln bewegen kann. Unser herzlicher Dank gilt unseren Partnern, die das E Waste Race erneut ermöglicht haben. Wir gratulieren der Gewinnerschule und wünschen viel Freude beim Klassenausflug.“

Schulleitung der Gewinnerschule:
„Wir freuen uns sehr über den Gewinn beim E-Waste-Race und sind stolz darauf, als Anne-Frank-Gesamtschule Moers Rheinkamp gemeinsam so viel Elektroschrott gesammelt und mit Kreativität und Engagement auch das Schulumfeld zum nachhaltigen Handeln angestiftet zu haben.

Deshalb danken wir allen für‘s Mitmachen. Besonders begeistert sind wir von unserer 6d und der gesamten Schulgemeinschaft, die mit Teamgeist und viel Ausdauer gezeigt haben, wie man Verantwortung übernehmen kann, um zusammen aktiv etwas für den Umweltschutz zu leisten. Der Erfolg zeigt, dass junge Menschen mit Zusammenhalt und Motivation viel erreichen können. Das wird auch die Klassengemeinschaft nachhaltig stärken.“

Folgende Schulen haben am Projekt teilgenommen:
Andreas-Vesalius-Gymnasium Wesel
Julius-Stursberg-Gymnasium
Konrad-Duden-Gymnasium
Sekundarschule Alpen
Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp
Gesamtschule Am Lauerhaas
Ida-Noddack-Gesamtschule
Private Realschule Sonsbeck
Viktor-Schule
Gemeinsam für ein Umdenken in Deutschland

Plan E unterstützt die Kommunikation und stellt den teilnehmenden Schulen Sammeltaschen zur Verfügung. Die Schulen selbst können funktionierende Geräte über Kleinanzeigen oder nebenan.de weiterverschenken und ihnen damit ein zweites Leben geben.

Die Mission von Das macht Schule ist Lehrkräften die Umsetzung praxisnaher Projekte zu erleichtern, die Selbstwirksamkeit, Lebenskompetenzen und Nachhaltigkeitsbewusstsein fördern. Die außerschulischen Projekte tragen dazu bei, Lücken im Bildungssystem zu schließen und fördern nachhaltiges Handeln sowie soziales Engagement und wirken weit über die Schule hinaus. Zusätzlich vermittelt die Initiative gebrauchte Hardware aus Unternehmen kostenlos an Schulen. Mehr: www.das-macht-schule.net/ueber-uns.

Die Heinz Trox-Stiftung mit Sitz in Neukirchen-Vluyn wurde 1991 von Heinz Trox gegründet. Sie stellt der Devise des Stifters folgend, den Menschen und sein Wohlbefinden in den Mittelpunkt und fördert sowohl Bildungs- als auch wissenschaftliche Forschungsprojekte sowie karitative Initiativen an den deutschen Standorten der TROX GmbH. Wir unterstützen Projekte, die Hilfe zur Selbsthilfe fördern, die nachhaltig aufgestellt sind und die Dritte dazu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen (www.heinz-trox-foundation.com).

Plan E ist deutschlandweiter Kooperationspartner des E-Waste Race. Mit der Aufklärungskampagne Plan E informiert die stiftung ear bundesweit Menschen über das richtige Entsorgen von Elektroaltgeräten. Mehr: www.e-schrott-entsorgen.org.


NRW: Anteil der Schulabgänge ohne Abschluss steigt im Abgangsjahr 2025 auf Zehnjahreshöchststand

* 7.430 bzw. 4,2 % der Schülerinnen und Schüler verließen eine allgemeinbildende Schule ohne einen Abschluss
* Anteil der Schulabgänge ohne Abschluss im Vergleich zu 2015 um 2,0 Prozentpunkte gestiegen

IT.NRW, 12. Mai 2026 - Im Abgangsjahr 2025 haben 7.430 von insgesamt 178.135 Schülerinnen und Schülern in Nordrhein-Westfalen eine allgemeinbildende Schule ohne Abschluss verlassen. Das entspricht einem Anteil von 4,2 %. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, erreichte der Anteil der Schulabgänge ohne Abschluss damit den höchsten Stand der vergangenen 10 Jahre.

2015 hatten 2,2 % aller Abgängerinnen und Abgänger eine allgemeinbildende Schule ohne Abschluss verlassen. In absoluten Zahlen ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine Schule ohne Abschluss verlassen haben, im Vergleich zum Abgangsjahr 2015 um 3.105 gestiegen. Gleichzeitig sank die Gesamtzahl der Schulabgänge in diesem Zeitraum um 22.145.

Neuer Artikel von IT.NRW gibt einen detaillierten Einblick in die Entwicklung der Schulabgänge ohne Abschluss Eine neu veröffentlichte Kurzanalyse blickt anhand der amtlichen Statistik im Detail auf die Entwicklung des Anteils der Schulabgänge ohne Abschluss im Zeitraum von 2015 bis 2025. Diese Analyse zeigt beispielsweise, dass durchgehend mehr Schüler als Schülerinnen ohne Abschluss eine allgemeinbildende Schule verließen.

Zudem ist der Anteil an Schulabgängen ohne Abschluss insbesondere unter den ausländischen Abgängerinnen und Abgängern gestiegen. Im Abgangsjahr 2025 blieben 15,3 % aller ausländischen Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss; unter den deutschen Abgängerinnen und Abgängern lag dieser Anteil bei 2,2 %.

Verwaltungsbezirk

Schulabgänge

insgesamt

darunter

Abgangszeugnis ohne Abschluss

Anzahl

in % von Sp. 1

1

2

3

Land Nordrhein-Westfalen

   178 135

   7 430

4,2

Reg.-Bez. Düsseldorf

   50 285

   2 285

4,5

Krfr. Stadt Düsseldorf

   5 860

    225

3,8

Krfr. Stadt Duisburg

   4 535

    245

5,4

Krfr. Stadt Essen

   5 590

    250

4,5

Krfr. Stadt Krefeld

   2 450

    230

9,4

Krfr. Stadt Mönchengladbach

   2 720

    160

5,9

Krfr. Stadt Mülheim an der Ruhr

   1 690

    75

4,4

Krfr. Stadt Oberhausen

   1 820

    125

6,9

Krfr. Stadt Remscheid

   1 230

    35

2,8

Krfr. Stadt Solingen

   1 645

    65

4,0

Krfr. Stadt Wuppertal

   3 690

    225

6,1

Kreis Kleve

   2 800

    115

4,1

Kreis Mettmann

   4 615

    170

3,7

Rhein-Kreis Neuss

   4 485

    120

2,7

Kreis Viersen

   2 855

    85

3,0

Kreis Wesel

   4 300

    155

3,6



Neue Richtlinie für Förderschulen: NRW startet „Ganztag Plus“ zur Unterstützung beim Rechtsanspruch

Land fördert zusätzliche Angebote an gebundenen Ganztagsförderschulen und schafft mehr Zeit für Betreuung auch in Ferienzeiten

Düsseldorf, 10. Mai 2026 - Nordrhein-Westfalen stellt mit dem neuen Förderprogramm „Ganztag Plus“ zusätzliche Mittel für gebundene Ganztagsförderschulen im Primarbereich bereit. Mit einer neuen Förderrichtlinie unterstützt das Land Schulen und Träger dabei, ergänzende Angebote zu schaffen, die zur Erfüllung des ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise aufwachsenden Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung beitragen können. Die Mittel können unter anderem für zusätzliche Angebote am Nachmittag, an unterrichtsfreien Tagen oder in den Ferien eingesetzt werden.

Schulministerin Dorothee Feller erklärt: „Als Land leisten wir bewusst einen zusätzlichen Beitrag, damit Kinder an Förderschulen verlässliche Angebote erhalten können. Gerade für diese Schülerinnen und Schüler ist Kontinuität über den Unterricht hinaus wichtig.“

Ab dem 1. August 2026 gilt bundesweit schrittweise ein Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Kinder im Grundschulalter. Er richtet sich gegen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Der Anspruch kann auch in Ganztagsschulen erfüllt werden, umfasst acht Stunden täglich an Werktagen und gilt auch in den Ferien. Die Möglichkeit einer Schließzeit der Ganztagsangebote von bis zu vier Wochen während der Schulferien soll vom Land geschaffen werden.

„Ganztag Plus“ richtet sich an öffentliche und private Träger gebundener Ganztagsförderschulen im Primarbereich. Förderfähig sind zusätzliche Personalressourcen für ergänzende Betreuungsangebote und Sachmittel, auch bei Maßnahmen in Ferienzeiten. Auch eine Weitergabe der Mittel an Partner der Jugendhilfe oder freie Träger ist möglich.

Für das Schuljahr 2026/2027 endet die Frist zur Antragstellung am 15. Juni 2026. Pro Kind und Schuljahr können 1.541 Euro beantragt werden.

Die Förderung wächst parallel zum Rechtsanspruch schrittweise auf. Zunächst können Mittel für Kinder beantragt werden, die ab dem Schuljahr 2026/2027 einen Anspruch auf ganztägige Förderung haben. Bis zum Schuljahr 2029/2030 erweitert sich der Kreis der förderfähigen Kinder jahrgangsweise bis einschließlich Jahrgangsstufe vier.

Parallel zur Förderrichtlinie hat das Schulministerium zudem einen neuen Grundlagenerlass für den gebundenen Ganztag sowie außerunterrichtliche Angebote an Schulen der Sekundarstufe I und an Förderschulen veröffentlicht. Die bisher geltenden Regelungen werden damit in ein eigenes Regelwerk überführt und an die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst.


Start Schulwettbewerb „E-Waste Race“

Praktische Umweltbildung im Kreis Wesel
Kreis Wesel, 21. April 2026 - Jetzt startet im Kreis Wesel der Schulwettbewerb „E-Waste Race“ unter Schirmherrschaft von Landrat Ingo Brohl: Schülerinnen und Schüler sammeln vier Wochen lang Elektroschrott in ihrer Nachbarschaft, der dann in den Kreislauf zurückgeführt wird. Dabei setzen sie sich aktiv mit den Themen Konsum, Weiterverwendung, Reparatur und Recycling auseinander.

Ziel ist es, ökologisches Bewusstsein und nachhaltiges Handeln zu fördern. An der Aktion beteiligen sich insgesamt zehn Schulen im Kreis Wesel. Schulausflug ins Mondo mio! Dortmund für Gewinnerteam  Landrat Ingo Brohl eröffnete den Wettbewerb an der Anne-Frank Gesamtschule. Auch die Heinz Trox-Stiftung und die Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG wünschten den beteiligten Schülerinnen und Schülern viel Erfolg.

Die Schule, die am fleißigsten Elektroschrott sammelt, gewinnt einen Schulausflug ins Mondo mio! nach Dortmund. Elektroschrott-Sammelaktion: Bewusstseinswandel in den Schulen in Kreis Wesel  Deutschland steckt im Elektroschrott-Dilemma: Jährlich fallen 1,7 Millionen Tonnen an, doch gesammelt wird nicht einmal ein Drittel.

Statt der geforderten 65 Prozent liegt die Sammelquote aktuell bei nur 31,7 Prozent – Tendenz fallend. Der Rest verschwindet in Schubladen, Kellern oder auf fragwürdigen Wegen ins Ausland. Was fehlt, ist eine Verhaltensänderung in den Haushalten. Mit den E-Waste Races bringt die gemeinnützige Initiative „Das macht Schule“ Bewegung in die Sache und aktiviert bundesweit immer mehr Schulen – und startet erneut das E-Waste Race im Kreis Wesel.

Der Wettbewerb wird dank finanzieller Unterstützung von der Heinz Trox-Stiftung ermöglicht. Engagierte Logistikpartner sind die ASG Wesel, die ENNI Stadt & Service Niederrhein AöR, sowie die Schönmackers Umweltdienste GmbH & Co. KG.

Ingo Brohl, Landrat Kreis Wesel: „Dieser Schulwettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie viel junge Menschen gemeinsam bewegen können. Die Schülerinnen und Schüler bekommen ein Bewusstsein für Konsum- und Umwelt-Themen, das weit über den Wettbewerb hinaus wirkt. Für den Kreis Wesel ist das ein wichtiges Signal: Nachhaltigkeit beginnt im Alltag und lebt vom Mitmachen. Die Kinder und Jugendlichen übernehmen hier Verantwortung für ihre Umwelt und setzen ein starkes Zeichen für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen in unserer Region.“

Paul Schwarz, Vorstandsvorsitzender der Heinz Trox-Stiftung: „Nachhaltigkeit beginnt mit Wissen und wird durch Handeln wirksam. Genau hier setzt das E-Waste-Projekt an: Es befähigt junge Menschen, aktiv Teil der Lösung zu werden und Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen.“

Magali Wefers, Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG: „Das E-Waste Race im Kreis Wesel ist ein gutes Beispiel dafür, wie Umweltbildung und praktisches Handeln wirkungsvoll zusammenkommen. Wir freuen uns sehr, das Projekt gemeinsam mit unseren Partnern zu unterstützen. Dieses Schulprojekt vermittelt jungen Menschen auf anschauliche Weise, wie wichtig der richtige Umgang mit Elektro-schrott ist. Wir wünschen den Schülerinnen und Schülern viel Erfolg!“

Folgende Schulen nehmen am Projekt teil:  
Andreas-Vesalius-Gymnasium Wesel
Julius-Stursberg-Gymnasium
Konrad-Duden-Gymnasium
Sekundarschule Alpen
Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp
Gesamtschule Am Lauerhaas
Ida-Noddack-Gesamtschule
Private Realschule Sonsbeck
Viktor-Schule

Gemeinsam für ein Umdenken in Deutschland Plan E unterstützt die Kommunikation und stellt den teilnehmenden Schulen Sammeltaschen zur Verfügung. Die Schulen selbst können funktionierende Geräte über Kleinanzeigen oder nebenan.de weiterverschenken und ihnen damit ein zweites Leben geben.

Das-macht-schule-net:
Kreis Wesel 2024



Nach den Osterferien beginnen die schriftlichen Abiturprüfungen an 725 Schulen in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf, 8. April 2026 - Ab Donnerstag, 16. April 2026, beginnen für rund 22.000 Schülerinnen und Schüler an 494 öffentlichen und privaten Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen in Nordrhein-Westfalen die schriftlichen Abiturprüfungen. Zusätzlich legen ab Mittwoch, 22. April 2026, etwa 8.000 junge Menschen an 231 Berufskollegs ihre Prüfungen ab.
Während an den allgemeinbildenden Schulen zentrale schriftliche Prüfungen in 40 Prüfungsfächern stattfinden, zählen die Berufskollegs 47 Fächer.  

Grund für die vergleichsweise geringe Zahl an Abiturientinnen und Abiturienten im Schuljahr 2025/26 ist die Rückkehr von G8 zu G9 an den meisten Gymnasien in Nordrhein-Westfalen. Durch das Fehlen eines Abschlussjahrgangs finden dort in diesem Jahr einmalig keine Abiturprüfungen statt. Wenn im Schuljahr 2026/27 an vielen Gymnasien der erste G9-Jahrgang die Prüfungen ablegt, wird die Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten an allen Schulformen voraussichtlich wieder auf rund 70.500 steigen.  

Schulministerin Dorothee Feller: „Das Abitur ist ein wichtiger Meilenstein für Tausende junge Menschen in Nordrhein-Westfalen. Die Prüfungen sind der Abschluss ihrer Schullaufbahn und zugleich die Gelegenheit, das ganze Können unter Beweis zu stellen. Darauf bereiten sich die Schülerinnen und Schüler in diesen Tagen intensiv vor. Ich wünsche ihnen allen viel Erfolg und dass sie nach den Prüfungen einen schönen Abschluss feiern können. Ich danke unseren tollen Lehrkräften, den Eltern und allen anderen Menschen, die sie bei der Vorbereitung unterstützen und die Daumen für die Abiturientinnen und Abiturienten drücken.“  

In der letzten Woche vor den Osterferien haben sich die Abiturientinnen und Abiturienten intensiv auf die anstehenden Prüfungen vorbereitet. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften üben sie beispielsweise gezielt klassische Prüfungsaufgaben und vertiefen die zentralen Inhalte noch einmal.  

Bei der Auswahl der Prüfungsaufgaben beteiligt sich Nordrhein-Westfalen seit 2017 am gemeinsamen Aufgabenpool der Länder. Dies betrifft die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch sowie seit dem letzten Jahr die Fächer Biologie, Chemie und Physik. Der gemeinsame Aufgabenpool wurde von der Kultusministerkonferenz eingerichtet und trägt dazu bei, die Vergleichbarkeit und Qualität der Abiturprüfungen bundesweit zu sichern.  

Die Prüfungstermine für die allgemeinbildenden Schulen finden Sie
hier.  
Die Prüfungstermine für das Berufliche Gymnasium finden Sie hier.  
Die Ergebnisse des Zentralabiturs werden wie jedes Jahr in einem Bericht zusammengestellt, der voraussichtlich im Herbst zum Herunterladen bereitsteht. Die Berichte der vergangenen Jahre finden Sie hier bzw. hier.


Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2025/26: Sieben Redaktionen aus NRW ausgezeichnet

Düsseldorf, 5. März 2026 - Nordrhein-Westfalen gehört erneut zu den erfolgreichsten Ländern im Bundesvergleich. Sieben Schülerzeitungsredaktionen aus Nordrhein-Westfalen zählen zu den besten Deutschlands. Schulministerin Dorothee Feller hat den erfolgreichen Redaktionen gratuliert und dazu Glückwunschschreiben an die Schulen versandt.

Ministerin Dorothee Feller erklärte: „Schülerzeitungen wecken das Interesse an vielfältigen Themen und tragen zum Informationsgewinn und -austausch innerhalb der Schulgemeinschaft bei. Jeder journalistisch recherchierte Beitrag spiegelt die Meinungsvielfalt in unserer Gesellschaft wider. Als Instrument der Meinungsbildung und -äußerung leisten Schülerzeitungen einen wichtigen Beitrag zu gelebter Demokratie. Ich gratuliere den Redaktionen zur Auszeichnung sehr herzlich.“

Der Wettbewerb wurde 2004 als gemeinsames Projekt der Kultusministerkonferenz in Zusammenarbeit mit der Jugendpresse Deutschland ins Leben gerufen. Er würdigt jedes Jahr herausragende journalistische Arbeiten von Schülerinnen und Schülern aller Schulformen.

Aus Nordrhein-Westfalen wurden geehrt:
Lore-Lorentz-Schule, Düsseldorf – Schülerzeitung „Lologramm“: 1. Platz in der Kategorie Berufliche Schulen (Print)
Vorgebirgsschule, Alfter – „Alfterer Superzeitung“: 3. Platz in der Kategorie Förderschulen (Print)
Erich-Kästner-Hauptschule, Bergheim – „Was Strammes“: 3. Platz in der Kategorie Hauptschulen (Print)
Leonardo-da-Vinci-Gymnasium, Köln – „Leonarda“: 3. Platz in der Kategorie Gymnasien (Print)
Rurtal-Schule, Heinsberg – „hammer! – Schüler*innenzeitung der Rurtal-Schule“: Beste Online-Schülerzeitung in der Kategorie Förderschulen
Realschule Heepen, Bielefeld – „derBLICK“: Beste Online-Schülerzeitung in der Kategorie Realschulen
Theodor-Heuss-Gymnasium, Dinslaken – „TheodorTimes“: Sonderpreis „Gesund sein – was heißt das eigentlich?“ der AOK – Die Gesundheitskasse

Die feierliche Preisverleihung findet vom 15. bis 17. Juni 2026 in Berlin statt. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundesratspräsidenten Andreas Bovenschulte. Geplant sind ein Empfang, ein Schülerzeitungskongress mit Workshops sowie die Preisverleihung im Bundesrat.

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten Preisgelder von bis zu 1.000 Euro. Neben den Printkategorien wird auch die beste Online-Schülerzeitung je Schulform prämiert; hinzu kommen mehrere thematische Sonderpreise.

Mit sieben ausgezeichneten Redaktionen gehört Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr erneut zu den besonders erfolgreichen Ländern im Bundesvergleich. Insgesamt wurden 33 Schülerzeitungen bundesweit ausgezeichnet.
Die Ministerin abschließend: „Die Ergebnisse unterstreichen die hohe Qualität der Schülerpresse im Land und das Engagement der jungen Journalistinnen und Journalisten sowie ihrer betreuenden Lehrkräfte.“

Schulministerin Feller startet Fortbildung von Lehrkräften in Laienreanimation

Düsseldorf, 2. Februar 2026 - Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 erhalten verpflichtende Ausbildung ab kommendem Schuljahr
Schnell handeln, um Leben zu retten: Darum ging es am Montag, 2. Februar 2026, in der Otto-Pankok-Schule in Mülheim an der Ruhr. Etwa 150 Lehrerinnen und Lehrer beugten sich in einer Übung über Reanimationsphantome und trainierten die Herzdruckmassage.
Die Lehrkräfte ließen sich in Laienreanimation fortbilden, um Schülerinnen und Schüler ab dem kommenden Schuljahr in der neuen obligatorischen Ausbildung mit den notwendigen Verhaltensweisen in derartigen Ernstfällen vertraut machen zu können.

Die vertragliche Verpflichtung ist entstanden als Kooperation von Schulministerium, Bezirksregierungen, Vertreterinnen und Vertretern von Stiftungen, Ärztekammern, Hilfsorganisationen, ärztlichen Partnern und medizinischen Fachgesellschaften. Sie sieht erstmals die verbindliche Schulung von Jugendlichen der Klassen sieben bis neun und damit der Sekundarstufe I vor. Wichtig für die Vorbereitung darauf sind die Lehrkräftefortbildungen, die jetzt im Ruhrgebiet starteten.

Mit dabei waren neben Schulministerin Dorothee Feller auch Katerina Malliou von der Björn-Steiger-Stiftung, Dr. Sinann Al Najem von der Deutschen Herzstiftung und Professorin Antje Gottschalk als Chefärztin am Düsseldorfer Florence-Nightingale-Krankenhaus. Vertreterinnen und Vertreter der Schulsanitätsdienste des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter und der Otto-Pankok-Schule sowie Jens Schuhknecht und Ulrich Bender als Leiter der Schule waren ebenso beteiligt.

„Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde – und die richtigen Griffe von Ersthelferinnen und Ersthelfern können Leben retten. Unser Konzept wird dafür sorgen, dass es in den Schulen ganz selbstverständlich wird, dass Schülerinnen und Schüler wissen, was in solchen Momenten zu tun ist. Wir geben den Schulen für ihre Ausbildungsmaßnahmen jede Unterstützung, die notwendig ist. Ich danke allen Partnern, die sich mit uns auf den Weg gemacht haben, um die Ausbildung in Laienreanimation zu einem festen Bestandteil der Ausbildung in den Schulen zu machen. Es ist toll, dass sich – wie sich bereits heute zeigt – so viele Lehrkräfte schulen lassen. Ich danke auch den vielen Schülerinnen und Schülern, welche die Veranstaltung hier in der Otto-Pankok-Schule mitorganisiert haben“, betonte Ministerin Feller.

Erst kürzlich hatten sich im Schulministerium fünf weitere Organisationen durch Kooperationsverträge der Initiative angeschlossen: die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Nordrhein und die DLRG Westfalen, der Johanniter Landesverband Nordrhein-Westfalen, der Malteser Landesverband Nordrhein-Westfalen und die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen.

Weitere Partner sind unter anderem das Aachener Institut für Rettungsmedizin und zivile Sicherheit, die ADAC Stiftung, die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten, die Björn-Steiger-Stiftung, der BKK-Landesverband NORDWEST, die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, die Deutsche Herzstiftung, der Deutsche Rat für Wiederbelebung, das Deutsche Rote Kreuz (Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe), das Deutsche Jugendrotkreuz (Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe), das Franziskus Hospital Bielefeld, die Stiftung Universitätsmedizin Münster, das Universitätsklinikum Köln und das Universitätsklinikum Münster.

Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen jede Schülerin und jeder Schüler mindestens einmal in den Klassen sieben, acht oder neun eine Schulung zur Laienreanimation im Umfang von 90 Minuten erhalten. Förderschulen und private Ersatzschulen werden ermutigt, Reanimationsunterricht durchzuführen. Unterstützung erhalten die Schulen durch Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner einer Geschäftsstelle, die bei der Bezirksregierung Köln eingerichtet ist.

Damit das Vorhaben flächendeckend und zuverlässig umgesetzt werden kann, sollen alle rund 2.100 Schulen mit Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen spätestens im Laufe des kommenden Schuljahres über jeweils zehn sogenannte Reanimationsphantome sowie zwei entsprechend geschulte Lehrkräfte verfügen. Aktuell sind bereits mehr als 8.000 Phantome an den Schulen vorhanden.

Der Mindeststandard für die Schulung der Lehrkräfte wird durch Schulungsvideos der Björn-Steiger-Stiftung und der Deutschen Herzstiftung gewährleistet. Alle Lehrkräfte können zudem auf ein umfassendes Angebot an Lehrvideos und Unterrichtsmaterialien von anderen Projektpartnern zurückgreifen. Ergänzend laufen nach dem Start in Mülheim an der Ruhr die Präsenzfortbildungen: Im Jahr 2026 sind zwölf weitere Schulungstermine für Lehrerinnen und Lehrer geplant, unter anderem in Bielefeld, Paderborn, Münster, Dortmund und in der Städteregion Aachen.

„Uns ist bewusst, dass Lehrkräfte bereits jetzt mit vielen Herausforderungen konfrontiert sind. Ich habe großen Respekt vor den Lehrerinnen und Lehrern, die dem wichtigen Thema Laienreanimation in ihrer Arbeitszeit so viel Engagement und Einsatz widmen“, sagte Ministerin Feller. „Wir werden sie deshalb mit einer breiten Palette von Informationen und Fortbildungsmöglichkeiten versorgen und das Konzept so einführen, dass es bald ganz automatisch Teil des schulischen Alltags ist und Schülerinnen und Schüler sich sicher und gut vorbereitet fühlen, sollten sie mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand konfrontiert sein.“

Weitere Informationen über die Fortbildungen und den Runderlass des Schulministerium „Verpflichtung zur Ausbildung von Schülerinnen und Schülern in Laienreanimation ab Klasse 7“ finden Sie hier.

63. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags am 22. Januar

Ministerin Feller: Die Partnerschaft zwischen Schulen in Frankreich und Nordrhein-Westfalen ist lebendig, zukunftsgerichtet und unverzichtbar

Düsseldorf, 21. Januar 2026 - Am Donnerstag, 22. Januar 2026, jährt sich die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags, ein Meilenstein der deutsch-französischen Freundschaft und ein Fundament für Frieden, Verständigung und Zusammenarbeit in Europa. Das Schulministerium nimmt diesen Jahrestag zum Anlass, die enge und lebendige Zusammenarbeit mit Frankreich im Bildungsbereich zu würdigen und zugleich ihre besondere Bedeutung zu unterstreichen.

Schulministerin Dorothee Feller: „Gerade in einer Phase, in der die Demokratie und der europäische Zusammenhalt unter Druck stehen, kommt der grenzüberschreitenden schulischen Zusammenarbeit eine zentrale Rolle zu. Internationale Begegnungen, Spracherwerb und gemeinsame Bildungsprojekte machen den europäischen Gedanken erfahrbar und stärken junge Menschen in ihrer demokratischen Haltung.“

Die deutsch-französische Zusammenarbeit sei weit mehr als ein historisches Versprechen, sie sei ein Auftrag für die Gegenwart und die Zukunft, betonte die Schulministerin. „Wenn Schülerinnen und Schüler einander begegnen, gemeinsam lernen, arbeiten und leben, dann wachsen Verständnis, Respekt und Vertrauen. Das ist gelebte Demokratiebildung und ein starkes Signal für ein geeintes Europa.“

Europaminister Nathanael Liminski: „Durch Sprachvermittlung und Austauschformate leisten Schulen einen unverzichtbaren Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft. Sie öffnen jungen Menschen Türen zueinander, wecken Neugier, stärken Vertrauen und schaffen Respekt. Wenn wir sagen, dass Kinder unsere Zukunft sind, dann ist jeder Einsatz für grenzüberschreitende Verständigung zugleich eine Investition in den europäischen Zusammenhalt von morgen.“

Frankreich ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktland der internationalen Zusammenarbeit des nordrhein-westfälischen Schulministeriums. Zahlreiche Projekte zur Förderung der französischen Sprache sowie im Bereich des schulischen und beruflichen Austauschs prägen den intensiven und kontinuierlichen Dialog. Seit 2008 arbeitet das Schulministerium eng mit mehreren Regionen in Frankreich zusammen.

Ziel dieser Kooperationen ist es, die Mobilität junger Menschen im deutsch-französischen und europäischen Bildungs- und Wirtschaftsraum zu fördern und langfristige Partnerschaften zu festigen. Die Zusammenarbeit mit der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur wurde im Jahr 2025 bereits zum dritten Mal verlängert, weitere Partnerschaften bestehen mit den Regionen Hauts-de-France, Auvergne-Rhône-Alpes sowie mit Versailles.

„Schüler- und Schulaustausche nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Sie ermöglichen es jungen Menschen, in den Alltag des Partnerlandes einzutauchen, kulturelle Vielfalt unmittelbar zu erleben und tragfähige Freundschaften zu schließen. Solche Begegnungen sind häufig auch ein entscheidender Impuls für die Wahl und das Weiterlernen der Partnersprache Französisch“, so Ministerin Feller.

Um die Zusammenarbeit mit Frankreich weiter zu stärken, unterstützt Nordrhein-Westfalen seit 2024 gezielt bestehende und neue Schulpartnerschaften in französischen Partnerregionen – sowohl durch Reisekostenzuschüsse für Begegnungen als auch durch Projektmittel für virtuelle Austauschformate. Damit werden internationale Erfahrungen auch unabhängig von räumlichen oder finanziellen Hürden ermöglicht. Fast 500 Schulen in Nordrhein-Westfalen haben eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in Frankreich.

Ein zentraler Baustein der Zusammenarbeit ist die Förderung der französischen Sprache. Nordrhein-Westfalen setzt dabei auf unterschiedliche Maßnahmen, die Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Partnersprache erleichtern und sie langfristig für das Weiterlernen motivieren. Französisch ist nach Englisch die am häufigsten erlernte Fremdsprache an nordrhein-westfälischen Schulen.

Grundlage ist die deutsch-französische Sprachstrategie, auf die sich beide Länder gemeinsam verständigt haben. Ziel dieser Vereinbarung ist es, dass mehr junge Menschen frühzeitig mit der Sprache des Nachbarlandes in Kontakt kommen und positive Lernerfahrungen machen. In Nordrhein-Westfalen werden diese Ziele in konkreten schulischen Projekten umgesetzt.

Dazu gehören unter anderem sogenannte Peer-Education-Programme. Hier begeistern Schülerinnen und Schüler andere Jugendliche für Französisch – etwa, indem sie von eigenen Austausch­erfahrungen berichten oder zeigen, wie vielfältig und alltagsnah die französische Sprache und Kultur sind. Lernen auf Augenhöhe macht die Sprache greifbar und senkt Hemmschwellen.

Mit dem DELF scolaire intégré wird Schülerinnen und Schülern zudem der Erwerb eines international anerkannten französischen Sprachzertifikats innerhalb des schulischen Französischunterrichts ermöglicht. Die Prüfungen finden in den Schulen statt, sodass organisatorische und finanzielle Hürden reduziert werden. Das stärkt die Motivation und macht Sprachlernen sichtbar und anerkannt. In diesem Schuljahr nehmen in Nordrhein-Westfalen rund 4.600 Schülerinnen und Schüler aus 77 Schulen am Projekt DELF scolaire intégré teil.

Ein besonderes Angebot ist das Abibac, das zurzeit an zwölf Gymnasien in Nordrhein-Westfalen erworben werden kann. Im bilingualen Unterricht erreichen die Schülerinnen und Schüler vertiefte Französischkenntnisse und erwerben gleichzeitig das deutsche Abitur und das französische Baccalauréat. Das Abibac schafft erweiterte Bildungs- und Studiermöglichkeiten in beiden Ländern und steht exemplarisch für das dichte Bildungsnetzwerk, das Deutschland und Frankreich gemeinsam knüpfen.

Ministerin Feller abschließend: „Der Jahrestag des Élysée-Vertrags macht deutlich: Die Partnerschaft zwischen Schulen in Frankreich und Nordrhein-Westfalen ist lebendig, zukunftsgerichtet und unverzichtbar. Sie füllt den europäischen Gedanken mit Leben – im Klassenzimmer, im Austausch und im gemeinsamen Lernen für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt in Europa.“

ABC-Klassen für bessere Bildung von Anfang an

Düsseldorf, 13. Januar 2026 - Nordrhein-Westfalen beabsichtigt landesweit ABC-Klassen einzuführen, um die Sprachkompetenz von Kindern im Jahr vor der Einschulung gezielt zu fördern. Das Landeskabinett hat dafür den Weg freigemacht.

So sorgt die Landesregierung für einen besseren Schulstart, für bessere Bildungschancen und für bessere Schulkarrieren, indem durch frühere Sprachstandserhebung und verpflichtende Kurse in ABC-Klassen sichergestellt wird, dass Kinder über die Sprachkompetenz verfügen, die sie bei Einschulung haben müssen.

Fotos Land NRW / Martin Götz

Ministerpräsident Hendrik Wüst und Schulministerin Dorothee Feller haben die Pläne am Vormittag in Düsseldorf vorgestellt:  Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Unsere Kinder sind die Zukunft unseres Landes. Sie brauchen die bestmögliche Bildung. Um einen Bildungserfolg für alle zu ermöglichen, müssen Kinder das entsprechende Rüstzeug an die Hand bekommen. Grundvoraussetzung für erfolgreiches schulisches Lernen ist eine ausreichende Sprachkompetenz, denn ohne sie endet Bildung für viele Kinder, bevor sie so richtig begonnen hat.

Genau hier setzt die Landesregierung mit den ABC-Klassen und einer besseren Sprachförderung noch vor dem Beginn der Grundschule an – für all die Kinder, die hier noch Schwierigkeiten haben. Mit dieser bildungspolitischen Reform sorgt die Landesregierung für einen besseren Schulstart, bessere Bildungschancen und bessere Schulkarrieren. Damit Schulbildung ab dem ersten Tag ankommt, unabhängig vom Elternhaus.“  

ABC-Klassen sind verpflichtende schulische Vorkurse im Schuljahr vor der Einschulung, in denen Kinder gezielt auf die sprachlichen Anforderungen des Unterrichts vorbereitet werden. Die Planungen zur Einführung der ABC-Klassen sehen folgende Neuerungen vor:

Künftig durchlaufen alle Kinder bei der Schulanmeldung an öffentlichen Schulen sowie an Ersatzschulen in privater Trägerschaft eine landesweit einheitliche Sprachstandsfeststellung.
Um auf dieser Grundlage ausreichend Zeit für eine gezielte Förderung bis zur Einschulung zu gewinnen, ist vorgesehen, die Schulanmeldung vom Herbst auf das Frühjahr des Jahres vor der Einschulung vorzuziehen. Dazu wird die Ausbildungsordnung für die Grundschule geändert.
Im Jahr 2028 wird die Anmeldung zur Grundschule erstmals im Frühjahr stattfinden.

Verfügen die Kinder nicht über die notwendigen deutschen Sprachkenntnisse, um aktiv am Unterricht teilzunehmen, besuchen sie im Schuljahr vor der Einschulung in der Regel zweimal pro Woche für jeweils zwei Stunden verpflichtend eine ABC-Klasse. In diesen ABC-Klassen zur gezielten Sprachförderung sollen die Kinder vor allem in ihren sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten gefördert werden, damit sie ab dem Schulbeginn erfolgreich am Unterricht teilnehmen können.

Die ABC-Klassen liegen in schulischer Verantwortung und werden in den Räumlichkeiten einer öffentlichen Schule, einer Kindertageseinrichtung oder an einem anderen Ort durchgeführt, den ein Träger zur Verfügung stellen kann.
Die ABC-Klassen werden grundsätzlich von Grundschullehrkräften sowie von sozialpädagogischen Fachkräften aus der Schuleingangsphase durchgeführt. Sie ergänzen gezielt den ganzheitlichen Erziehungs- und Bildungsansatz der Kindertageseinrichtungen.

Die Schulaufsicht weist die Kinder nach Anhörung des Schulträgers einer ABC-Klasse zu. Damit wird gewährleistet, dass alle Kinder ein bedarfsgerechtes Angebot erhalten.
Die Eltern sind für die regelmäßige Teilnahme ihrer Kinder verantwortlich. Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen, werden durch den Schulträger zwischen der Kindertageseinrichtung und dem Ort der ABC-Klasse befördert.

Für Kinder, die keine Kindertageseinrichtung besuchen, werden vom Schulträger die Fahrkosten für die wirtschaftlichste Beförderung erstattet. Einzelheiten werden in einer entsprechenden Verordnung geregelt.

Die Teilnahmeverpflichtung gilt für Kinder, die ab dem 1. August 2029 schulpflichtig werden. Die ersten verpflichtenden ABC-Klassen beginnen entsprechend im Schuljahr 2028/29.

Darüber hinaus wird mit einer Änderung im Schulgesetz die Möglichkeit geschaffen, Kindern bei Bedarf mit der zusätzlichen Förderung „ABC Plus“ mehr Zeit zu geben, um das Lernen zu lernen. Schulleiterinnen und Schulleiter können künftig bereits vor Beginn des ersten Schuljahres entscheiden, ob ein Kind die Schuleingangsphase in drei statt in zwei Jahren durchläuft und so von Anfang an eine intensivere, individualisierte Förderung im Rahmen von ABC Plus erhält.

Zeigt sich im Verlauf der Schuleingangsphase, dass die Lernziele früher als erwartet erreicht werden, kann diese Entscheidung an den tatsächlichen Lernfortschritt des Kindes angepasst werden.

Schulministerin Dorothee Feller. „Die Ergebnisse der jüngsten Schuleingangsuntersuchungen zeigen, dass etwa ein Drittel der Kinder nicht über hinreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügt, um später aktiv am Unterricht teilzunehmen. Bei meinen Schulbesuchen wird mir dies immer wieder bestätigt. Zu viele Kinder bringen nicht alles mit, was für einen erfolgreichen Start in der Schule erforderlich ist, und benötigen deshalb vorab eine gezielte Vorbereitung auf den Schulstart. Mit den neuen ABC-Klassen sollen alle Kinder beim Schulstart faire Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg bekommen.“


Mit der Einführung der ABC-Klassen entstehen den kommunalen Schulträgern voraussichtlich ab dem Haushaltsjahr 2028 zusätzliche Kosten. Diese betreffen insbesondere die Beförderung der Kinder, den zu erwartenden zusätzlichen Raumbedarf, die etwaige Ausstattung mit digitalen Endgeräten sowie die Bereitstellung notwendiger Lernmittel.

Das Land wird den erforderlichen finanziellen Ausgleich in einem Belastungsausgleichsgesetz regeln. Das Verfahren wird rechtzeitig in Abstimmung mit den Kommunalen Spitzenverbänden vorbereitet und durchgeführt. Ministerin Feller: „Die Landesregierung sieht, dass die Einführung von ABC-Klassen eine neue Herausforderung für alle Beteiligten darstellt. Das Vorhaben ist jede Mühe wert. Es ist unser gemeinsames Ziel, alle Kinder bestmöglich auf den Schulstart vorzubereiten. Wir stehen zu unseren Verpflichtungen und werden die Mehrkosten, die den Schulträgern entstehen, ausgleichen.“

Das Schulministerium wird einen Grundlagenerlass sowie Materialien für die inhaltliche Ausgestaltung der ABC-Klassen und für die zusätzliche individuelle Förderung in der Schuleingangsphase erarbeiten und den Schulen frühzeitig zur Verfügung stellen. Zudem wird das Ministerium erprobte digitale Tools zur Sprachförderung bereitstellen. Auch das digitale Screening zur Sprachstandserhebung im Rahmen der Schulanmeldung soll allen Grundschulen landesweit zur Verfügung gestellt werden.

Der Gesetzentwurf der Landesregierung geht nun in die Verbändebeteiligung. Bis Mitte Februar haben die Verbände Zeit für ihre Rückmeldungen. Die Landesregierung wird die Stellungnahmen der Verbände auswerten und im Anschluss den Gesetzentwurf in den Landtag einbringen.

Die ABC-Klassen sind der nächste wichtige Navigationspunkt auf dem Weg, den der Schulkompass NRW 2030 vorgibt. Mit dem Schulkompass NRW 2030 hat die Landesregierung eine umfassende Strategie zur systematischen Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht auf den Weg gebracht – von der Modernisierung der Lehrkräfteausbildung über die Digitalisierung bis hin zu einer datengestützten Unterrichtsentwicklung mit klarem Fokus auf die Basiskompetenzen.

Damit hat die Landesregierung unter anderem auf die Ergebnisse der jüngsten Schulleistungsstudien reagiert, bei denen zu viele Schülerinnen und Schüler die Mindeststandards nicht erreicht hatten.

Ministerin Feller abschließend: „Mit den ABC-Klassen schärfen wir unseren Fokus auf die Basiskompetenzen weiter aus. Wir sorgen dafür, dass jedes Kind von Anfang an faire Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg hat – unabhängig davon, mit welchen sprachlichen Voraussetzungen es aufwächst. Ich freue mich darauf, unseren Vorschlag mit allen zu diskutieren, die am Schulleben bei uns in Nordrhein-Westfalen beteiligt sind.“

Montag kein Präsenzunterricht wegen Glättegefahr

Düsseldorf, 11. Januar 2026 - Schulministerium ordnet aufgrund amtlicher landesweiter Vorab-Unwetterwarnung an, dass Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben sollen / Ministerin Feller: Gesundheit und Sicherheit haben für uns oberste Priorität

An den nordrhein-westfälischen Schulen findet am kommenden Montag, den 12. Januar, kein Präsenzunterricht statt. Diese Entscheidung hat das Schulministerium getroffen, die Schulen hierüber heute per Mail informiert und die Schulen gebeten, in den dafür im Erlass vorgesehenen Distanzunterricht zu wechseln. Die Bezirksregierungen begleiten die Schulen bei der Umsetzung und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Grund für die Entscheidung, den Präsenzunterricht am kommenden Montag auszusetzen, ist eine amtliche landesweite Vorabwarnung des Deutschen Wetterdienstes vom 11. Januar 2026: Demnach wird für den Montagmorgen überall im Bundesland Regen erwartet, der aufgrund der kalten Temperaturen auf Straßen und Böden gefrieren und flächendeckend Glätte verursachen wird.

„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, erläuterte Schulministerin Dorothee Feller. „Wir haben die Entscheidung zur Aussetzung des Präsenzunterrichts bereits auf der Grundlage der landesweiten Vorabwarnung getroffen, damit wir die Schulen, Eltern und Kinder so früh wie möglich informieren konnten.“ Mit einer endgültigen amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist heute erst spät am Tag zu rechnen.

Die Regelungen für den Unterricht basieren auf dem Erlass „Regelungen zu schulischen Maßnahmen bei Unwetterwarnungen und
extremen Wetter-Ereignissen“. Schülerinnen und Schüler, die trotz der Anordnung zum ausfallenden Präsenzunterricht in die Schulen kommen, erhalten dort eine angemessene Betreuung. Für Eltern und Schülerinnen und Schüler können Schulen zum Beispiel auf ihrer Homepage weitere Informationenanbieten. Weitere Hintergründe zum Umgang der Schulen mit extremen Witterungsverhältnissen finden Sie hier.

Klare Handyregeln an Schulen in NRW: Mehr Ruhe im Unterricht, mehr Miteinander

Partizipativer Weg wirkt

Düsseldorf, 7. Januar 2026 - Nordrhein-Westfalen beteiligt beim Umgang mit Handys an Schulen bewusst die Schulgemeinschaften. Dieser Weg hat sich bewährt. Im Frühjahr 2025 hatte das Schulministerium die Schulen in Nordrhein-Westfalen aufgerufen, bis zum Herbst eigene, verbindliche Regelungen zur Handynutzung zu entwickeln.

Für diesen Prozess hatte das Schulministerium klare Leitlinien vorgegeben. Demnach sollte an Grundschulen die private Nutzung von Handys und Smartwatches grundsätzlich nicht erlaubt sein. Die weiterführenden Schulen sollten verbindliche, altersgerechte Regelungen erarbeiten, die gemeinsam getragen werden und im Schulalltag funktionieren. Das Schulministerium hat diesen Prozess mit Handlungsempfehlungen und exemplarischen Handyordnungen unterstützt.

„Wir haben sehr viel positives Feedback auf unsere Musterordnungen verbunden mit dem partizipativen Weg erhalten. Wir haben den Schulen unsere Erwartungshaltung klar kommuniziert und ihnen bewusst zugetraut, gute und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Und sie haben dieses Vertrauen eindrucksvoll bestätigt“, so Ministerin Feller.

„Unser landesweiter Aufruf hat Diskussionen angestoßen, Entscheidungen beschleunigt und für Klarheit gesorgt. Das Ergebnis sind klare Regeln, die im Schulalltag wirken, weil sie von den Schulen vor Ort selbst entwickelt und gemeinsam getragen werden. Das schafft Ruhe, Sicherheit und Verlässlichkeit.“

Dass dieser Weg trägt, zeigen die Ergebnisse einer landesweiten Umfrage des Schulministeriums: Rund 98 Prozent aller öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen verfügen inzwischen über eine verbindliche Handyregelung, bei den weiterführenden Schulen sind es sogar 100 Prozent. Viele Schulen haben erstmals verbindliche Vorgaben beschlossen, andere ihre bestehenden Regelungen deutlich nachgeschärft.

Schulministerin Dorothee Feller: „Schule muss ein Ort sein, an dem Kinder und Jugendliche lernen, sich begegnen und konzentrieren können. Unsere Schulen teilen diese Einschätzung. Mit selbst entwickelten und für alle verbindlichen Regeln schaffen sie Orientierung im Schulalltag, sorgen für mehr Konzentration im Unterricht und fördern ein gutes soziales Miteinander.“

Die weiterführenden Schulen setzen wie vorgegeben auf differenzierte, altersgerechte Regelungen. 79 Prozent der Gesamtschulen und 86 Prozent der Gymnasien unterscheiden nach Jahrgangsstufen. Andere Schulen regeln die Nutzung nach Zeiten oder Bereichen. Etwa die Hälfte aller Schulen untersagt die Handynutzung während des Schulbetriebs vollständig, die andere Hälfte erlaubt eine klar begrenzte Nutzung.

Mit zunehmendem Alter der Schülerinnen und Schüler wachsen die Freiräume. Ministerin Feller: „Freiheit braucht Regeln. Und genau diese Balance haben unsere Schulen gefunden: mehr Verantwortung mit wachsendem Alter, aber immer klare Leitplanken.“

Ein Erfolgsfaktor für die breite Akzeptanz der Regelungen ist der gemeinsame Entwicklungsprozess. Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler waren beteiligt, insbesondere an weiterführenden Schulen wurden die Regelungen durch die Schulkonferenz beschlossen. Die Schulen haben die Vorgaben des Landes und den partizipativen Ansatz sehr ernst genommen – weil sie wissen, dass Beteiligung zu mehr Akzeptanz, weniger Widerstand und praxisnahen Lösungen führt.

„Auf diese Weise stärken wir zugleich auch die demokratischen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler. Sie setzen sich intensiv mit einer Fragestellung auseinander, die ihren eigenen Alltag unmittelbar betrifft, entwickeln dazu eine eigene Meinung und lernen, Verantwortung für gemeinsam getroffene Entscheidungen zu übernehmen“, so Ministerin Feller.

„Über alle Schulformen hinweg verfolgen die Regelungen dieselben Ziele: Schutz der Schülerinnen und Schüler, konzentrierter Unterricht und ein respektvolles Miteinander“, erklärt die Ministerin. In der Praxis gilt meist: Handys dürfen mitgebracht werden, ihre Nutzung ist jedoch eingeschränkt oder untersagt. Bei Regelverstößen greifen abgestufte Konsequenzen. „Wo vorher auf dem Schulhof aufs Display geschaut wurde, wird heute wieder miteinander gesprochen. Das ist ein Gewinn für das soziale Lernen.“

Besonders eindeutig ist die Haltung an den Grundschulen, die mittlerweile größtenteils ein generelles Handyverbot während des Schulbetriebs beschlossen haben, um die Kinder konsequent zu schützen. Damit folgen sie der Musterordnung der Landesregierung. „Gerade die Jüngsten brauchen Schutzräume ohne Ablenkung“, betont Schulministerin Dorothee Feller. „Dass die Grundschulen hier so geschlossen handeln, ist ein starkes Signal für Kinder, Eltern und Lehrkräfte.“

Bis zum Herbst hatten 96 Prozent der Grundschulen verbindliche Vorgaben beschlossen. Dort, wo bislang noch keine Regelung vorliegt, hängt dies unter anderem damit zusammen, dass Beteiligungsprozesse – insbesondere mit Eltern – zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht abgeschlossen waren.

Abschließend erklärt Ministerin Feller: „Die Schulen haben gezeigt, dass klare Regeln dann besonders gut funktionieren, wenn sie auf die jeweilige Schule zugeschnitten und gemeinsam entwickelt sind. Davon profitieren alle Beteiligten: die Schulgemeinschaft und vor allem die Kinder und Jugendlichen. Zugleich wird guter Unterricht nachhaltig gestärkt. Mein Dank richtet sich an alle, die sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Handynutzung auseinandergesetzt haben und für ihre Schule eine gemeinsam getragene Regelung gefunden haben.“