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Arnheim (NL)/Hamminkeln, 6. August
2026 - Alles im grünen Bereich in Arnheim: Der
Königliche Burgers’ Zoo entwickelt das weltweit
größte Seegras-Aquarium mit einem Volumen von
mehr als 50.000 Litern. Das ambitionierte
Projekt bringt ein empfindliches, für die Ozeane
jedoch unverzichtbares Ökosystem nach Arnheim –
und stellt das Team von „Burgers’ Ocean“ vor
besondere Herausforderungen.

Mit der indonesischen Seegraswiese entsteht im
Burgers’ Zoo der dritte große aquatische
Lebensraum neben dem indonesischen Korallenriff
und dem belizischen Mangrovenwald. Zoobesucher
sollen erleben können, wie dieses faszinierende
Ökosystem in der Natur aussieht – und warum es
für den Erhalt der Artenvielfalt so wichtig ist.
Seegraswiesen sind eine unterschätzte
Schaltzentrale zwischen Mangrovenwäldern und
Korallenriffen. Sie bieten jungen Fischen Schutz
und Nahrung, filtern das Wasser und binden große
Mengen Stickstoff und Kohlendioxid. Zudem halten
sie Schwebstoffe zurück und tragen zur Bildung
feiner Bodensedimente bei – einer wichtigen
Grundlage für die Entstehung von
Mangrovenwäldern.

Geduld ist gefragt Ein
stabiles Seegras-Ökosystem im Aquarium
aufzubauen, ist anspruchsvoll. Lichtintensität,
Wasserqualität, Strömung, Bodengrund sowie das
biologische und chemische Gleichgewicht müssen
exakt aufeinander abgestimmt sein. Hinter den
Kulissen arbeitet das Team von Burgers’ Ocean
bereits seit mehreren Jahren daran, die
passenden Bedingungen zu schaffen.
Denn
eine Seegraswiese wächst nicht über Nacht: Sie
beginnt mit wenigen Halmen und entwickelt sich
langsam. Gleichzeitig bereitet sich der
Arnheimer Zoo auf die Herausforderungen eines
kräftigen Wachstums vor. Seegras wirft laufend
Blätter ab – in einer gesunden Seegraswiese ist
gewissermaßen immer Herbst. Zu viele
abgestorbene Pflanzenteile könnten Filter und
Leitungen belasten. Auch der Nährstoffgehalt des
Wassers muss deshalb dauerhaft sorgfältig
kontrolliert werden.

Erkenntnisse für den Schutz bedrohter
Seegraswiesen Weltweit geraten
Seegraswiesen zunehmend unter Druck.
Klimawandel, Verschmutzung, zerstörerische
Fischereimethoden, geschädigte Korallenriffe und
Baumaßnahmen an den Küsten bedrohen diese
wertvollen Lebensräume. Entsprechend investieren
Forschung und Naturschutz weltweit erhebliche
Ressourcen in ihre Wiederherstellung.
Der
Burgers’ Zoo wagt nun den Versuch, eine
Seegraswiese praktisch von Grund auf aufzubauen
und ihre Entwicklung wissenschaftlich zu
dokumentieren. In Kooperation mit den
Universitäten Wageningen und Groningen sowie dem
niederländischen Meeresforschungsinstitut NIOZ
soll das Projekt neue Erkenntnisse für die
Renaturierung von Seegraswiesen liefern. Damit
möchte der Arnheimer Tierpark gleich doppelt
wirken: als anschaulicher Lernort für
Zoobesucher – und als Forschungsstandort zum
Schutz eines Ökosystems, das im Meer oft
übersehen wird, aber eine tragende Rolle spielt.
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