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Abellio dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und steht weiter bereit

Hagen/Berlin/Hamminkeln,24. November 2021 - Abellio dankt MitarbeiterInnen für das Engagement und steht für weitere Gespräche zur verlässlichen Fortführung der Verkehre im Interesse der Fahrgäste zur Verfügung.

Abellio kommentiert:  „Allen Kolleginnen und Kollegen von Abellio in Nordrhein-Westfalen gilt unser aufrichtiger Dank. Die motivierten Abellio-Teams erbringen trotz aller Unsicherheiten weiterhin einen hochwertigen Service für unsere Fahrgäste im Ruhr-Sieg-Netz, im Niederrhein-Netz, auf der S 7 sowie beim Rhein-Ruhr-Express und der S-Bahn Rhein-Ruhr. Jeder einzelne Mitarbeiter leistet seinen Beitrag, die Verkehre in den von Abellio befahrenen Netzen sicherzustellen und so Millionen Pendler an Rhein und Ruhr verlässlich und komfortabel ans Ziel zu bringen. Diese Leistung der gesamten Abellio-Mannschaft mit seinen 1.080 Beschäftigten ist beeindruckend.

Abellio ist gewillt, auch in Zukunft seiner Verantwortung gegenüber den Fahrgästen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachzukommen. Wir sind bereit, auch künftig einen verlässlichen und hochwertigen Service für die Menschen in Nordrhein-Westfalen anzubieten. Dafür stehen wir selbstverständlich für weitere Gespräche zur Fortführung der Verkehre im Interesse unserer Fahrgäste zur Verfügung.“


Abellio bereit, Verkehre mittels Notvergabe weiterzuführen
Gespräche zu Subunternehmer-Beauftragung anzubieten

• Ausfälle auf wichtigen Verbindungen an Rhein und Ruhr vermeiden
• Zukunft von über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ungewiss
Hagen/Berlin/Hamminkeln,21. November 2021 - Abellio erklärt sich erneut bereit, die Verkehre von S-Bahn Rhein-Ruhr und Rhein-Ruhr-Express sowie Ruhr-Sieg-Netz, Niederrhein-Netz und S7 auch im Rahmen von einvernehmlichen Notvergaben für zwei Jahre weiterzuführen. Ein entsprechendes Schreiben wurde am 18. November 2021 an die Aufgabenträger in Nordrhein-Westfalen übermittelt.

Bereits im Laufe der Verhandlungen zur langfristigen Fortführung wies Abellio wiederholt darauf hin, den Fahrgastbetrieb auch mittels Notvergaben an den bisherigen Betreiber sicherstellen zu können. Diese Bereitschaft wurde nun gegenüber Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) bekräftigt und zugleich eine entsprechende Preisindikation vorgelegt. Die Kalkulation ist so aufgebaut, dass die Notvergaben SBRR & RRX sowie S7/NRN/RSN jeweils im Paket beauftragt werden.

Sollte das von Abellio eingereichte, langfristig orientierte Angebot abgelehnt werden und somit das von den Aufgabenträgern eingeleitete Alternativ-Szenario zum Tragen kommen, wäre eine Notvergabe an den derzeitigen Betreiber die bestmögliche Alternative: Der Fahrgastbetrieb für Millionen Pendler in Europas größtem Ballungsraum könnte ohne Störungen weitergeführt werden und die Beschäftigten hätten Sicherheit sowie Perspektive bei ihrem favorisierten Arbeitgeber. Hinzukommt, dass alle weiteren Optionen insgesamt teurer werden.

Für Abellio hat die Aufrechterhaltung der Verkehre oberste Priorität. Deshalb erklärt sich das Unternehmen zusätzlich bereit, im Fall, dass es zu keiner Notvergabe seitens der Aufgabenträger an Abellio kommt, Gespräche darüber zu führen, die Strecken als Subunternehmer eines neuen Verkehrsvertragspartners weiterzuführen. Abellio wird damit zu seiner Verantwortung im Sinne von Fahrgästen und Mitarbeitern stehen. Wichtig ist jetzt, dass die Verkehre ab sofort und ununterbrochen weiterlaufen. Dies gelingt nur, soweit den Mitarbeitern von Abellio in diesen Tagen eine zukunftsfeste Perspektive zugesagt werden kann und sie nicht weiter eine Hängepartie durchleben.


Abellio bietet dreistelligen Millionenbetrag zur Weiterführung der Verkehre in Nordrhein-Westfalen
• Stabiler Fahrgastbetrieb in Europas größtem Ballungsraum und Beschäftigungssicherheit 
• Gesamtpaket wurde gegenüber dem bereits von NWL und NVR angenommenen Angebot weiter aufgestockt
• In anderen Regionen konnten Langfristvereinbarungen bereits erzielt werden

Hagen/Berlin/Hamminkeln,16. November 2021 - Abellio legt den Aufgabenträgern in Nordrhein-Westfalen ein nochmals verbessertes Angebot zur Fortführung der Verkehre vor. Dieses umfasst umfangreiche Verlustübernahmen und Barauszahlungen in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrages. Das Unternehmen erklärt sich bereit, die Verkehre in den Netzen S-Bahn Rhein-Ruhr und Rhein Ruhr-Express (RRX) bis Dezember 2023 fortzuführen. Zudem soll mit dem finanziellen Beitrag der Betrieb im Ruhr-Sieg-Netz, im Niederrhein-Netz und auf der S7 bis zum Ende der Verkehrsvertragslaufzeit 2028 bzw. 2034 gewährleitet werden.

Mit dem Angebot bekennt sich Abellio erneut zu einem von Wettbewerb und Qualität geprägtem Schienenpersonen-nahverkehr und unterstreicht seine Bereitschaft, auch in Zukunft serviceorientierte Mobilität für die Menschen in Nordrhein-Westfalen anzubieten.

Der finanzielle Beitrag, mit dem auch eine langjährige juristische Auseinandersetzung abgewendet werden soll, schafft dazu Planungssicherheit für alle Akteure. Abellio ist überzeugt, dass die im Raum stehende Lösung für die Aufgabenträger, die Beschäftigten und die Fahrgäste die bestmögliche Lösung darstellt und dem SPNV in NRW eine langfristige Perspektive gibt.

Das Paket, das am heutigen Freitag fristgerecht bis Mitternacht an die Geschäftsführer von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) übermittelt wird, stellt die Aufrechterhaltung des Fahrgastbetriebes und die Sicherung der Arbeitsplätze der Beschäftigten zum wiederholten Male als oberste Maxime heraus. Mit der weiteren Aufstockung eines durch die Gremien von NWL und NWR bereits bestätigten Angebotes unterstreicht Abellio erneut seinen Willen zur Einigung; im Interesse der Fahrgäste in Nordrhein-Westfalen und in Verantwortung für die etwa 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Abellio Rail NRW befindet sich derzeit wie alle Gesellschaften von Abellio Deutschland in einem Schutzschirmverfahren; seit 1. Oktober in einem Hauptverfahren in Eigenverwaltung. Aktuell sichert eine mit den Aufgabenträgern geschlossene Fortführungsvereinbarung die Aufrechterhaltung der Verkehre bis Ende Januar 2022.

Das Schutzschirmverfahren in NRW wurde notwendig, nachdem in anderthalbjährigen Verhandlungen mit den Aufgabenträgern Anpassungen der Verkehrsverträge vor dem Hintergrund massiver, extern verursachter Kostensteigerungen nicht erreicht werden konnten. Zu den strukturellen Kostenproblemen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) gehören vorrangig höhere Personalkosten und Baustellenfolgekosten, die nicht ausreichend von den Verkehrsverträgen gedeckt sind. Insbesondere in den Netzen S-Bahn Rhein-Ruhr (Vertragsabschluss 2016) und Rhein-Ruhr-Express (Vertragsabschluss 2015) sind diese Kostenexplosionen gravierend.

Ein Blick auf die weiteren operativen Gesellschaften in den Regionen, in denen Abellio tätig ist, zeigt, dass Lösungen möglich sind. So konnte mit den Aufgabenträgern in Mitteldeutschland bereits im September 2021 eine Langfristperspektive bis 2030 vereinbart werden. Auch die Verkehre der WestfalenBahn wurden bis 2030 im Abellio-Konzern gesichert. Ein Verbleib der Dienstleistungs-Tochter PTS GmbH im Konzern ist ebenfalls bereits gewährleistet.

Die Gläubigerversammlungen der einzelnen Abellio-Gesellschaften sprachen am 10. November der Geschäftsführung mit deutlichem Votum das Vertrauen aus und bestätigten jeweils das Verfahren in Eigenverwaltung. Die Eigenverwaltung wurde von der Gesamtheit der Gläubiger beauftragt, für die einzelnen Gesellschaften in Mitteldeutschland und Baden-Württemberg sowie für die WestfalenBahn und die PTS GmbH entsprechende Sanierungspläne auszuarbeiten, dass die Verfahren für diese sanierten Unternehmen zügig beendet werden können.