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Innovation für den Mittelstand: Erster „Cross-Innovation Day“ fand Anfang September 2022 in Kamp-Lintfort statt

Kamp-Lintfort, 26. September 2022 - Globalisierung, demografischer Wandel, Klimawandel, Digitalisierung oder neue Technologien – es gibt zahlreiche äußere Faktoren, die den Wettbewerbsdruck auf Unternehmen in nahezu allen Branchen erhöhen. Disruptionen und immer schneller stattfindende Veränderungen durch die Corona-Pandemie, Energiekrise oder Brüche in Wertschöpfungsketten durch weltpolitische Verwerfungen bedürfen agiler Anpassungen. Unternehmen sind gezwungen zu reagieren und Wettbewerbsvorteile, z.B. durch Innovationen zu schaffen. Aber was bedeutet das? Wann ist man innovativ und wie wird man noch innovativer?

Cross Innovation Day: von links nach rechts: Kersting Helmerdig, Dr. Oliver Locker-Grütjen, Dr. Jörg Liebe, Prof. Dr. Ellen Enkel, Eva de Schrevel, Dr. Reiner Nikula, Christian Buchholz, Prof. Dr. Karsten Nebe ©Christian Spieß


Diesen Fragen widmet sich die Hochschule Rhein-Waal im Rahmen des vom EFRE geförderten Projektes „CrossInnovation Lab NiederRhein“ (kurz: XI-Lab) und lud Anfang September nach Kamp-Lintfort zum ersten „Cross-Innovation Day“, einer kostenlosen mittelstandsorientierten Konferenz zum Thema Innovationsfindung- und Management, ein.

Etwa 70 Teilnehmende aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), Industrie- und Handelskammer, Wirtschaftsförderung, Verbänden und interessierten Bürger*innen der Region Niederrhein fanden sich im Audimax der Hochschule Rhein-Waal ein, um sich zu dem Thema Cross-Innovation auszutauschen. Projektleiter Prof. Dr. Karsten Nebe erklärt: „Ziel der Veranstaltung ist, den Teilnehmenden der Region einen Einblick in das Thema CrossInnovation zu geben, neue Impulse zu setzen und Austausch anzuregen, um auch außerhalb der ‚eigenen vier (Unternehmens-)Wände‘ Innovation zu initiieren“.


Präsident Dr. Oliver Locker-Grütjen benannte das Thema des Tages in seiner Begrüßung: der Blick über den Tellerrand. Cross-Innovation sei ein Ansatz, den die Hochschule bereits seit Beginn verfolge und täglich zu leben versuche. Übergreifender Innovationsaustausch finde auch in den täglichen Projekten der Studierenden statt und würde insbesondere durch die Internationalität der Studierenden begünstigt. Dr. Oliver Locker-Grütjen sah die größte Chance für Cross-Innovationen in Bezug auf Nachhaltigkeit und die Transformation im Kampf gegen den Klimawandel.

Den Auftakt in die inhaltliche Veranstaltung machte Christian Buchholz vom ‚Institute for Innovation Competence‘, der schon viele Jahre als Innovationscoach in unterschiedlichen Bereichen arbeitet. Für Christian Buchholz sei eine Innovation aber nicht nur etwas Neues, sondern insbesondere etwas Nützliches. Die Entscheidung, wie innovativ ein Produkt wirklich ist, trifft der Kunde und deshalb sollten Innovationen immer früh getestet werden. Als positives Beispiel hierfür nannte er den Ikea-Gründer Ingvar Kamprad, der durch die genaue Beobachtung seiner Kund*innen schon vor ihnen spürte, was diese wirklich wollten.


„Richtig gute Ideen lösen Probleme, die der Kunde noch gar nicht hat“, so Christian Buchholz. Und diese Ideen entstehen durch Cross-Innovationen. Zudem müsse das Produkt nicht nur mit Blick auf Kund*innen und Anwender*innen bedacht werden. Es müsse auch bedacht werden, was mit dem Produkt passiert, wenn es nicht mehr gebraucht werde. Die Nachhaltigkeitstransformation müsse bei jedem Produkt mitgedacht werden und könne nur umfassend bedacht werden, wenn ein Austausch zwischen verschiedenen Akteur*innen stattfinde, weil das Problem als solches zu komplex sei. Prof. Dr. Karsten Nebe stellte im Anschluss in seiner Funktion als Projektleiter das CrossInnovation Lab Niederrhein vor.


Ziel des Cross-Innovation Labs sei es, einen neuartigen methodischen Ansatz für ein regionales Innovationssystem zu entwickeln, der im hohen Maße auf der Aktivierung regionaler Akteure durch Einbezug in konkrete Ideenfindungs- und Umsetzungsprozesse beruhe. Nebe erklärte zudem, was Cross-Innovation bedeutet und welche positiven Beispiele es bereits gäbe. Cross-Innovation beschreibe den Prozess des Wissenstransfers zwischen Branchenakteuren aus unterschiedlichen Bereichen.


Im Mittelpunkt von cross-innovativer Zusammenarbeit steht dabei ein Problem, bei dem mindestens zwei verschiedene Akteure Interesse an der Lösung haben und daher zusammenarbeiten, wie zum Beispiel bei der Zusammenarbeit eines Automobilherstellers und der Spieleindustrie, die gemeinsam einen Controller für die Mittelkonsole eines Fahrzeugs entwickelt haben, der viele Funktionen auf kleinstem Raum bietet und gleichzeitig den Blick auf die Straße ermöglicht. Um cross-innovativ zu arbeiten, sei es wichtig, offen zu bleiben und auch offen mit Problemen umzugehen, um Wissen von außen zulassen zu können.

Die Arbeit im Cross-Innovation Lab Niederrhein erfolgt methodenbasierend und in verschiedenen Phasen. Es werden in Labs und Workshops verschiedene Akteure zusammengebracht, wie jüngst 16 Unternehmen aus der Region, um neue Ideen und Business-Modelle zu entwickeln. Hieraus seien auch Kooperationen entstanden. Eva de Schrevel, Gründerin und Gründungsberaterin an der Hochschule Düsseldorf, berichtete vom Innovationsgehalt des erfolgreichen Scheiterns.


Mit ihrer ersten Gründung konnte Eva de Schrevel 2019 sogar den Deutschen Gastro-Gründerpreis gewinnen. Jedoch zeigte sich, dass auch die beste Geschäftsidee an viele weitere Faktoren geknüpft sei, um erfolgreich zu sein, u.a. die richtige Standortentscheidung, konservative Rechnungen im Businessplan, verfügbare Geschäftspartner*innen und letztlich Branchenwissen.


Während der Pandemie musste de Schrevel den Entschluss fassen, ihre erste Gründung aufzugeben. Jetzt arbeitet sie in der Gründerberatung und erklärt Studierenden, auch anhand ihrer Erfahrungen, was diese besser machen können. Sie selbst habe nun einen Neustart gewagt und erneut gegründet. Sie erklärte, dass die Förderung der intrapreneurialer Fähigkeiten von Menschen und Mitarbeitenden besonders darin liegt, Ideen Raum zu geben und auch Vertrauen zu schenken.

Das Führungspersonal müsse die Mitarbeitenden inspirieren, informieren und auch die Fähigkeiten fördern, um das persönliche Wachstum voranzutreiben. Für sie bedeutet Förderung von Intrapreneurship Förderung von Innovation.


Dr. Jörg Liebe, Chief Innovation Officer bei Lufthansa Systems, hielt einen Kurzvortrag darüber, wie Mitarbeitende im Bereich Innovationen motiviert werden können. Er merkte an, dass viele Innovationsmethoden auf die Ideenfindung abzielen, aber dahinter auch immer ein Konzept stehen müsse. Wenn Mitarbeitende in einen Innovationsprozess einbezogen werden sollen, sei es wichtig, bereits zu Anfang klar zu machen, dass nicht alle Ideen umgesetzt werden könnten. Dr. Jörg Liebe machte in seinem Vortrag deutlich, dass in diesen Prozessen die interne Kommunikation das Wichtigste sei.


Laut Dr. Reiner Nikula sei der größte Unterschied zwischen ‚radikalen Innovator*innen‘ und anderen, dass sie ihren Markt nicht kennen und somit keine Marktanalyse vornehmen könnten. Innovationen seien etwas komplett Neues und der Markt hierfür sei schlicht noch nicht vorhanden. Die ‚radikalen Innovator*innen‘ seien seiner Studie nach individualistischer und überraschend weniger kommunikativ als inkrementelle Innovatoren, hätten aber einen deutlich höheren Bildungsgrad. Nikula stellte fest, dass man für radikale Innovationen vier Kompetenzen bräuche: Ein Team muss erst von allem anderen abgeschirmt werden und müsse dann zwischen denken, träumen, inspirieren und handeln wechseln können.


Den Abschluss der Vortragsreihe machte Prof. Dr. Ellen Enkel von der Universität DuisburgEssen, die sich mit Cross-Industry Innovation in der Theorie beschäftigt. Sie stellte dabei eine Studie vor, in der untersucht wurde, warum gewisse Partnerschaften innerhalb der CrossInnovation radikale und andere inkrementelle Innovationen hervorbrachten. Der Studie lag die Grundannahme zugrunde, dass Wissen eine Distanz habe. Es gäbe Wissen, das Personen näher läge, weil man bereits damit zu tun hatte und es gäbe Wissen, das weit entfernt auf einer Skala der Wissensdistanz läge.


Das Ergebnis: Wenn weitentferntes Wissen zusammengeführt wurde, ist das Potential groß, dass daraus radikale Innovationen entstehen würden. Und je innovativer, desto revolutionärer für den Markt. Nach den Vorträgen, Paneldiskussionen und Workshops zog Veranstalter Prof. Dr. Karsten Nebe eine positive Bilanz: „Wir sind gespannt, wie die neuen Impulse ihren Weg in die Praxis finden werden“. Hierzu wird bis zum Projektende im Januar 2023 das Cross-Innovation Handbuch erstellt, das dazu beitragen soll, dass aus den Impulsen umsetzbare Ideen entstehen.


Auf der Website des Projekts können Ergebnisse und weitere Entwicklungen in Sachen CrossInnovation am Niederrhein verfolgt werden (www.xi-lab.org) Außerdem steht dort das CrossInnovation Prozessmodell, welches vom Projekt entwickelt wurde, zum Download bereit. Für alle, die den Cross-Innovation Day verpasst haben, werden die Vorträge in Kürze auf dem YouTube-Kanal des Cross-Innovation Labs online gestellt. Hintergrundinformationen zum „Cross Innovation Lab NiederRhein“ „It’s not only about ideas. It‘s about to make ideas happen.”

Das Projekt „Cross-InnovationLab NiederRhein“ begegnet der abnehmenden Innovationsneigung im Mittelstand mit Austausch und Kooperation. Gemeinsam mit Projektpartner*innen unterstützen die Hochschule Rhein-Waal und die Hochschule Ruhr West regionale Akteur*innen in ihren konkreten Ideenfindungs- und Umsetzungsprozessen.


Hintergrund

„It’s not only about ideas. It‘s about to make ideas happen.” – Das Projekt „Cross-InnovationLab NiederRhein“ begegnet der abnehmenden Innovationsneigung im Mittelstand mit Austausch und Kooperation. Gemeinsam mit Projektpartner*innen unterstützen die Hochschule Rhein-Waal und die Hochschule Ruhr West regionale Akteur*innen in ihren konkreten Ideenfindungs- und Umsetzungsprozessen. Die branchenübergreifende Chancen der Digitalisierung stehen dabei im Vordergrund.

 Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Das „Cross-Innovation-Lab Niederrhein“ verfügt über ein Gesamtvolumen von rund 2,3 Millionen Euro und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Weitere Informationen finden Interessierte hier: https://www.xi-lab.org/.

Auf der Website des Projektes können Ergebnisse und weitere Entwicklungen in Sachen Cross-Innovation am Niederrhein verfolgt werden (www.xi-lab.org) Außerdem steht dort das Cross-Innovation Prozessmodell, welches vom Projekt entwickelt wurde, zum Download bereit. Die Vorträge in Kürze auf dem YouTube-Kanal des Cross-Innovation Lab gestellt.


 

HSRW startet die Vorlesungszeit des Wintersemesters 2022/23

Kamp-Lintfort/Kleve, 21. September 2022 - Am Montag, 19. September 2022, startete an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) die Vorlesungszeit des Wintersemesters 2022/23. Mit der offiziellen Erstsemesterbegrüßung im Rahmen der Einführungswoche wurden die Erstsemester auf beiden Campus der Hochschule willkommen geheißen. Nach den vergangenen Online-Semestern freute sich Hochschulpräsident Dr. Oliver LockerGrütjen die Studierenden aller Fakultäten in den beiden voll besetzten Audimax- Hörsälen in Kleve und Kamp-Lintfort begrüßen zu können.

Erstsemesterbegrüßung Kamp-Lintfort ©Victoria Grimm.

Erstmals fand die Erstsemesterbegrüßung an beiden Orten gleichzeitig statt – über eine Live-Schaltung zum jeweils anderen Campus und zusätzlich noch digital. Der Hochschulpräsident hob in seiner Ansprache das Besondere der Hochschule hervor: HSRW-Neulinge fänden hier eine offene, freundliche und internationale Atmosphäre vor, die Studierende in den Vordergrund stelle. Laut Locker-Grütjen würden die Krisen der jüngsten Zeit den Hochschulalltag immer wieder tangieren, aber die Hochschule tue alles dafür, dass die Studierenden in Präsenz auf dem Campus bleiben können.

Studierende Hörsaalgebäude Kamp-Lintfort ©VictoriaGrimm.

Gesundheit und Sicherheit stünden stets im Vordergrund. Kleves Bürgermeister Wolfgang Gebing gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass Studierende aus vielen verschiedenen Ländern nach Kleve gekommen sind. Mit Kleve werden sie eine liebenswürdige und für Studierende offene Stadt antreffen, die – wie er hoffe – für sie zu einer zweiten Heimat werden kann.

Auch Ulrike Plitt, stellvertretende Bürgermeisterin von Kamp-Lintfort, hieß die Studierenden in ihrer Stadt willkommen: Die Hochschule biete die besten Bedingungen für die Zukunft der Studierenden und die Stadt trage mit vollem Stolz den Namenszusatz „Hochschulstadt“. Die Erstsemesterbegrüßung bildete den Auftakt für den Start des Wintersemesters 2022/23.

Studierende Campus Kamp-Lintfort ©VictoriaGrimm.

 

HSRW: Neue Auszubildende starten ihr Berufsleben an der Hochschule

Kamp-Lintfort/Kleve, 12. September 2022 - Die Hochschule Rhein-Waal ist mit ihrem Angebot nicht nur Ausbildungsstätte für Studierende aus über 100 verschiedenen Nationen, sondern bildet darüber hinaus auch junge Menschen in sechs verschiedenen Ausbildungsberufen aus. In diesem Sommer begann für vier neue Auszubildende der Weg ins Berufsleben und zwei junge Menschen starteten in ihr freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) an der Hochschule Rhein-Waal.


Damit die Ausbildung für beide Seiten ein Erfolg wird, werden die Auszubildenden fachlich und persönlich von ihren Ausbildern*innen betreut und wurden zu Beginn im Rahmen der Onboarding Woche an der Hochschule Rhein-Waal willkommen geheißen. Anhand verschiedener Präsentationen, Aktivitäten sowie Vorträgen der Dezernate und Fakultäten lernten die Nachwuchskräfte die Hochschule besser kennen und konnten Kontakte zu Führungs- und Fachverantwortlichen sowie den Auszubildenden des zweiten und dritten Lehrjahres knüpfen. Eine Teambuildingmaßnahme rundete das Programm ab.


„Ich freue mich sehr, die neuen Auszubildenden und FÖJler an der Hochschule Rhein-Waal begrüßen zu dürfen und wünsche ihnen viel Erfolg und Freude bei der Ausbildung“, so Katrin Bongertmann, Ausbildungsleitung der Hochschule. Jasmin Siebert freut sich über ihren Berufsstart mit ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement im Dezernat Personal und Organisation und wird während ihrer Ausbildungszeit im Rahmen der Rotation die verschiedenen Dezernate und Fakultäten kennenlernen.


Pascal van Veggel sowie Marvin Baran begannen beide ihre berufliche Laufbahn mit dem Start ihrer Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Dezernat Informationstechnik. Die Ausbildung zum technischen Produktdesigner trat Niklas Schatschneider an. Ebenfalls starteten Alisha Greffin und Benjamin Hegemann im Tropenhaus in ihr freiwilliges ökologisches Jahr.


„Uns liegt viel daran, junge Menschen erfolgreich in ihr Berufsleben zu begleiten und freuen uns sehr, diesen Menschen durch spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten eine vielseitige und fundierte Ausbildung mit hervorragenden Zukunftsperspektiven ermöglichen zu können. Dies ist besonders durch die hervorragende Arbeit unserer Ausbilder*innen sowie Ausbildungsbeauftragten*innen möglich“, sagt Katrin Bongertmann.

Auch Kanzler Michael Strotkemper freut sich sehr über die Neuzugänge: „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels gewinnt eine praxisnahe und qualitativ hochwertige Ausbildung an enormen Stellenwert, denn unsere Auszubildenden sind unsere gestaltenden Fachkräfte von morgen. Umso mehr freuen wir uns, engagierten jungen Menschen durch eine attraktive Ausbildung die Chance zu geben, den Grundstein für einen spannenden Berufsweg mit ausgezeichneten Entwicklungsperspektiven zu legen – hier vor Ort am Niederrhein“, erklärt Strotkemper.

Mit dem Start der vier Auszubildenden und zwei FÖJlern im Sommer 2022 befinden sich derzeit insgesamt 15 junge Menschen in einer von insgesamt sechs verschiedenen Berufsausbildungen bzw. in einem freiwilligen ökologischen Jahr an der Hochschule RheinWaal. Für das Ausbildungsjahr ab August 2023 sucht die Hochschule geeignete Kandidat*innen für die Ausbildungen zur*m Kauffrau*mann für Büromanagement und zur*m Fachinformatiker für Systemintegration. Bewerbungsschluss ist der 24. November 2022. Zu den Stellenausschreibungen: https://www.hochschule-rhein-waal.de/de/jobs/ausbildungsplaetze

Reihe vorn von links nach rechts: Jasmin Siebert (Auszubildende Kauffrau für Büromanagement; Dezernat 2), Alisha Greffin (Freiwilliges ökologisches Jahr, Tropenhaus)

Reihe hinten von links nach rechts: Michael Strotkemper (Kanzler der Hochschule), Benjamin Hegemann (Freiwilliges ökologisches Jahr, Tropenhaus), Niklas Schatschneider (Auszubildender zum technischen Produktdesigner; Fakultät Technologie und Bionik), Marvin Baran (Auszubildender zum Fachinformatiker für Systemintegration; Dezernat 3), Pascal van Veggel (Auszubildender zum Fachinformatiker für Systemintegration; Dezernat 3), Katrin Bongertmann (Ausbildungsleitung der Hochschule) © Marie Reintjes / Hochschule Rhein-Waal

 

HSRW: Gelungener Schulterschluss: ‚5-Euro-Kulturticket‘ für Studierende in Kleve

Kleve, 09. September 2022 - In Kleve ist ein besonderer Schulterschluss zwischen der Hochschule Rhein-Waal (HSRW), dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), der Stadt Kleve und den Klever Kulturschaffenden gelungen: Künftig werden Studierende der HSRW für die meisten Kulturveranstaltungen in Kleve einen Einheitspreis von nur maximal fünf Euro bezahlen.


Kulturtickets für Studierende sind in Großstädten schon lange üblich. In Kleve ist der Zugang zur Kulturlandschaft, trotz bereits bestehender Ermäßigungen, für Studierende bislang etwas umständlicher. Ein Kulturticket für Studierende soll in erster Linie bewirken, dass ein einfacherer und kostengünstiger Zugang zur lokalen Kulturszene ermöglicht wird. Das Besondere an dem Konzept in Kleve ist, dass die Veranstaltenden die Studierenden selbst unterstützen, indem sie die für Studierende ermäßigten Preise nochmals reduzieren, um den gewünschten Einheitspreis von fünf Euro zu erreichen.


Dr. Oliver Locker-Grütjen, Präsident der Hochschule-Rhein-Waal, dankt allen Kulturschaffenden, der Stadt Kleve, den Initiator*innen an der Hochschule und dem AStA, dass dieses Ticket ermöglicht wurde. Sara Khaffaf-Roenspieß, Leiterin der Zentralen Studienberatung (ZSB), Welcome Centre, Hochschulsport und -musik, freut sich ebenfalls, dass das ‚5-Euro-Kulturticket‘ an den Start geht: „Im Anbetracht der finanziellen Umstände der Studierenden ist dieses Ticket eine große Möglichkeit der Teilhabe.


Besonders an einer Hochschule wie der HSRW, an der mehr als 50 Prozent Studierende aus dem Ausland eingeschrieben sind“, so die ZSB-Leiterin. Christian Schoofs, Leiter des Dezernates Studienangelegenheiten, stimmt dem zu: „In der Vergangenheit stellten wir fest, dass für die Integration von Studierenden die Kulturangebote unglaublich wichtig sind. Sie sind ein Ankerpunkt für diejenigen aus dem Ausland, die kulturelle Vielfalt hier vor Ort kennenzulernen. Ab diesem Semester wird das hoffentlich mit Leben gefüllt. Das ‚5-Euro-Kulturticket‘ hilft dabei enorm.“


Denn die Studierenden haben durchaus ein großes Interesse an Musik, Poetry Slams oder anderen Veranstaltungen. „Manche Studierende wissen gar nicht, welche Kulturangebote es in Kleve gibt, und so haben sie bald einen kostengünstigen Zugang dazu“, betont Charlotte Winkler, Vorsitzende des AStAs. Dr. Oliver Locker-Grütjen fügt hinzu, „dass der Einblick in die lokale Kulturszene Studierende auch dazu ermuntert, sich selber mit ihrem kulturellen Hintergrund einzubringen und somit aktiv zum Austausch in einem internationalen Umfeld hier in der Region beizutragen.“

Das „5-Euro-Kulturticket“ ist mit dem Start des Wintersemesters 2022/23 am 19. September 2022 für jeden Studierenden in Kleve beim Kauf des Veranstaltungstickets durch das Vorzeigen des Studierendenausweises erhältlich.

Von links nach rechts: Sara Khaffaf-Roenspieß (Leiterin der Zentralen Studienberatung, Welcome Centre, Hochschulsport und -musik),  Charlotte Winkler (Vorsitzende des AStAs), Christian Schoofs (Leiter des Dezernates Studienangelegenheiten),

 


Bisher am ‚5-Euro-Kulturticket‘ Beteiligte:
Stadt Kleve:
- Haus Koeckoeck
- Museum Kurhaus
- Stadthalle Kleve (Theater und Konzerte)
Freie Kulturschaffende:
- Theater im Fluss
- Radhaus Kleve
- VHS Kleve
- Klangfabrik
- Klever Jazzfreunde
- Gitarreninitiative Niederrhein
- Meyerhof Konzerte
- Culucu - Kulturbüro Niederrhein
- Aussichtsturm Kleve
- Cinque
- Tichelpark Cinemas
- Berufskolleg Kleve

Weitere Kulturveranstaltende können selbstverständlich jederzeit mitwirken.

 

zdi-Kurs in den Herbstferien: „Bau einer SPS-Steuerungsanlage“

Vom 10. bis 13. Oktober 2022


Kleve, 08. September 2022 - In der Industrie werden in Maschinen technische Fertigungsprozesse oft über elektronische Steuerungssysteme, sogenannte SPS-Systeme, geregelt. Aber wie baut man diese Systeme und wo werden sie in der Industrie eingesetzt? Neben diesen Fragen klärt der Kurs „Bau einer SPS-Steuerungsanlage“ auch, welche Anforderungen an Auszubildende gestellt werden, die sich für den Beruf Mechatroniker*in oder Elektrotechniker*in interessieren. Während des Praxisteils in der Kisters-Stiftung können die Schüler*innen selbständig eine SPS-Steuerung entwerfen und bauen.

Die Veranstaltung richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse und soll für naturwissenschaftlich-technische Berufe begeistern. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und die Plätze werden nach Anmeldedatum vergeben. Anmeldungen sind unter zdikleve@hochschule-rhein-waal.de bis zum 26. September 2022 möglich.


zdi heißt Zukunft durch Innovation und ist eine Gemeinschaftsoffensive des Landes NRW zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses. Mit über 3.000 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Schule, Politik und gesellschaftlichen Gruppen ist diese Gemeinschaftsoffensive für den MINT-Nachwuchs (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) die größte ihrer Art in Europa.


Die Hochschule Rhein-Waal ist Träger des im November 2012 gegründeten zdi-Zentrums Kreis Kleve. Bereits im Frühjahr 2013 folgte die Eröffnung des zdi-RobertaZentrums am Berufskolleg der Kreises Kleve in Geldern und seit Mai 2014 werden die Schüler*innen durch praxisbezogene Angebote auch im Schülerlabor “Energie” an der Hochschule Rhein-Waal, Campus Kleve, für den MINT-Bereich begeistert und für entsprechende Studien- und Berufsfelder sensibilisiert.

Als zdi-Netzwerk arbeiten wir im Kreis Kleve mit Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Politik zusammen und koordinieren MINT-Angebote entlang der gesamten Bildungskette, um gemeinsam Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftlichtechnische Berufe zu begeistern!

 

 Cross-Innovation Day am 08.09.2022 in Kamp-Lintfort

Innovation für den Mittelstand
Kamp-Lintfort, 31. August 2022 - Globalisierung, demografischer Wandel, Digitalisierung oder neue Technologien – es gibt zahlreiche äußere Faktoren, die den Wettbewerbsdruck auf Unternehmen in nahezu allen Branchen erhöhen. Disruptionen und immer schneller stattfindende Veränderungen in der wie etwa Corona-Pandemie, Energiekrise oder Brüche in Wertschöpfungsketten durch weltpolitische Umwerfungen etc. bedürfen agiler Anpassungen. Unternehmen sind gezwungen zu reagieren und Wettbewerbsvorteile, z.B. durch Innovationen zu schaffen. Aber was bedeutet das? Wann ist man innovativ und wie wird man noch innovativer?


Diesen Fragen widmet sich die Hochschule Rhein-Waal im Rahmen des vom EFRE geförderten Projektes „Cross-Innovation Lab NiederRhein“ (kurz: XI-Lab) und lädt am 8. September 2022 nach Kamp-Lintfort ein zum ersten „Cross-Innovation Day“, einer kostenlosen mittelstandsorientierten Konferenz zum Thema Innovationsfindung- und Management.

Projektleiter Professor Karsten Nebe erklärt: „Ein Lösungsansatz aus dem Bereich des Innovationsmanagements ist die sogenannte Cross-Innovation. Um Innovationen zu fördern, setzen viele Unternehmen auf interne Innovationsabteilungen. Im Cross-Innovations-Ansatz wird ein alternativer Weg eingeschlagen mit gezieltem Blick auf andere Branchen und die Öffnung für eine kooperative Zusammenarbeit mit Externen. Durch die Kombination von komplementärem Wissen soll die Innovationskraft eines Unternehmens nachhaltig gestärkt werden.“


Der Cross-Innovation Day möchte mit einem ansprechenden, kurzweiligen Programm informieren und den branchenübergreifenden Austausch fördern. Das Publikum erwartet spannende Vorträge und eine Auswahl praktischer Workshops von führenden Expert*innen aus dem Bereich Innovation. Das Programm am Vormittag widmet sich mit Vorträgen und einer Panel-Diskussion den Herausforderungen und Chancen von Innovation.

Das Publikum wird interaktiv mit einbezogen und Fragen zum Thema werden von den Expert*innen beantwortet. Der Nachmittag steht im Zeichen der Praxis: Teilnehmende finden sich in Workshops zu einem kreativen Austausch zusammen und haben die Möglichkeit, Methoden zur Innovationsfindung in kurzen Workshops auszuprobieren. Die Pausen und das gemeinsame Mittagessen werden für ausgiebiges Networking genutzt und neue Verbindungen werden in der Region geschaffen. Für alle, die nicht vor Ort sein können, stehen Vorträge und Panel-Diskussion auch als Livestream zur Verfügung.



Das Projekt „Cross-InnovationLab NiederRhein“ begegnet der abnehmenden Innovationsneigung im Mittelstand mit Austausch und Kooperation. Gemeinsam mit Projektpartnern unterstützen die Hochschule Rhein-Waal und die Hochschule Ruhr West regionale Akteur*innen in ihren konkreten Ideenfindungs- und Umsetzungsprozessen. Die branchenübergreifende Chancen der Digitalisierung stehen dabei im Vordergrund. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Das „Cross-Innovation-Lab Niederrhein“ verfügt über ein Gesamtvolumen von rund 2,3 Millionen Euro und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Weitere Informationen finden Interessierte hier: https://www.xi-lab.org/

Digitaler Fachtag: „Zukunftskompetenzen: Kinder stärken - mit MINT-Bildung die Zukunft gestalten“

Gelderland, 25. August 2022 - Die drei Volkshochschulen des Kreises Kleve und das "Haus der kleinen Forscher:innen Kreis Kleve an der Hochschule Rhein-Waal" laden zusammen am Mittwoch, 14. September von 10:00 bis 15:00 Uhr zu einem abwechslungsreichen Programm aus Input und Gruppenarbeitsphasen ein. Die beiden Referentinnen Susanne Buchheit-Renko und Andrea Emmerich von der Bundesstiftung „Haus der kleinen Forscher“ in Berlin werden die aktuellen Entwicklungen vorstellen. Die Veranstaltung findet online statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.


„Kinder für die Zukunft fit machen und stärken – das ist unsere Berufung, unser Bestreben!“ so oder ähnlich würden vermutlich viele Pädagoginnen aus Kita und Schule antworten, wenn es um das hinter allem stehende Ziel ihres beruflichen Einsatzes geht!

Nun haben die letzten Jahre und Monate uns allen nochmal sehr deutlich vor Augen geführt, dass eben genau diese Zukunft, nicht als „weiter so!“ gedacht werden kann, sondern, dass wir die Herausforderung der Transformation in vielen Bereichen annehmen müssen.
Aber: wenn wir vieles neu denken müssen: Welche Kompetenzen brauchen wir dann dafür vor allen Dingen? So wird vor dem Hintergrund der Entwicklungen z.B. in Digitalisierung, Energiebereich und Klimawandel im gesamten Bildungsbereich das Thema Zukunftskompetenzen zunehmend diskutiert: Welche Kompetenzen brauchen Kinder zukünftig, um die Welt aktiv mitgestalten zu können und sich selbst sicher und kompetent zu fühlen?


Und wie können Pädagoginnen und Pädagogen sie gut dabei begleiten? In der Bildungsveranstaltung erfahren die Teilnehmer:innen was Zukunftskompetenzen auszeichnet. Sie erhalten Impulse wie sie mit guter früher MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung Kinder bei der Entwicklung von Zukunftskompetenzen unterstützen können und werden durch zahlreiche praxisnahe Beispiele und Ideen angeregt, das Thema in den Alltag zu tragen und damit in der eigenen Einrichtung selbst loszulegen.

Eingeladen sind Pädagoginnen und Pädagogen aus Kita und Grundschule sowohl aus dem unterrichtlichen Bereich als auch dem Offenem Ganztag. Pädagogisches Material wird begleitend verschickt. Anmeldungen nimmt die Volkshochschule Gelderland bis zum 31. August an. Weitere Informationen unter Telefon 02831-93750. Anmeldung auch über www.vhs-gelderland.de

Zukunftskompetenzen, Christoph Wehrer © Stiftung Haus der kleinen Forscher




HSRW-Studie: Schützen Bodenbakterien vor schlechtriechender Wäsche?

Kamp-Lintfort, 18. August 2022 - Wenn frisch gewaschene Textilien schon muffig aus der Maschine kommen, sind dafür vor allem Bakterien verantwortlich, die in der Waschmaschine gute Wachstumsbedingungen vorfinden und zumeist beim Waschen mit niedrigen Temperaturen auch auf die Wäsche gelangen. Nun gibt es Hinweise darauf, warum das nicht unbedingt der Fall sein muss:


Offenbar finden sich in einigen Waschmaschinen bestimmte Bakterien, die vor Geruch schützen. Gelänge es in Zukunft, diese Bakterien gezielt einzusetzen, könnte das Thema Wäschegeruch der Vergangenheit angehören. Wenn wir aus gutem Grund die Waschmaschine bei niedrigen Temperaturen laufen lassen, spart das zunächst Strom. Doch leider gibt es auch Nachteile: Immer mehr Waschmaschinen entwickeln schlechte Gerüche, die sich auch an den frisch gewaschenen Textilien bemerkbar machen. Grund dafür sind vor allem Bakterien, die in der Waschmaschine bei Temperaturen bei etwa 30 Grad ideale Bedingungen vorfinden.


Wurden diese Bakterien früher durch regelmäßige Waschgängen mit 60 oder gar 90 Grad sicher abgetötet, überleben die meisten heute die Waschprozedur und sorgen für müffelnde Wäsche. Forschende der AG „Hygiene und Mikrobiologie“ an der Hochschule Rhein-Waal sind diesem Phänomen auf die Spur gekommen und haben bei vergleichenden Untersuchungen von Haushalten mit und ohne Geruchsproblemen bei der Wäsche Erstaunliches herausgefunden: Während prinzipiell alle Waschmaschinen geruchsbildende Keime beherbergten, fanden sich vor allem in den Haushalten ohne Probleme mit Wäschegeruch in den Geräten vermehrt Bodenbakterien wie Rhizobien.


„Diese Bakteriengattungen haben wir schon früher aus Waschmaschinen isoliert“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Dirk Bockmühl, „und waren immer etwas erstaunt, diese Mikroorganismen, die ansonsten vor allem im Wurzelbereich von Pflanzen vorkommen und dort den Stickstoffaustausch regulieren, in Haushaltsgeräten zu finden. Was genau diese Bakterien in den Waschmaschinenbiofilmen für eine Funktion hatten, blieb jedoch unklar.“


Prof. Dr. Dirk Bockmühl © privat

In der aktuellen Studie, die kürzlich auch in der Fachzeitschrift „Microorganisms“ veröffentlicht wurde, konnte diesen Organismen nun eine mögliche schützende Wirkung vor Wäschegeruch nachgewiesen werden. „Das könnte bedeuten,“ so Bockmühl, „dass schlechte Gerüche in der Waschmaschine nicht nur auf das Vorkommen geruchsbildender Bakterien zurückzuführen sind, sondern vor allem auf die Abwesenheit schützender Bodenbakterien. Wenn wir dieses Phänomen nutzen können, wäre es damit in Zukunft möglich, Wäschegeruch biologisch zu verhindern.“


Das Projekt wurde in Teilen finanziert von: AC Marca (Barcelona, Spain), AVT GmbH (Wuppertal, Germany), Brauns-Heitmann GmbH & Co. KG (Warburg, Germany), Henkel AG & Co KGaA (Düsseldorf, Germany), Nouryon (Amsterdam, The Netherlands), Reckitt Benckiser (Hull, United Kingdom) and Unilever UK Ltd. (Leatherhead, United Kingdom). Veröffentlichung der Studie: Zinn, M.-K.; Flemming, H.-C.; Bockmühl, D. A Comprehensive View of Microbial Communities in the Laundering Cycle Suggests a Preventive Effect of Soil Bacteria on Malodour Formation.

Microorganisms 2022, 10, 1465. https://doi.org/10.3390/microorganisms10071465

Zur Person Prof. Dr. Dirk Bockmühl ist Mikrobiologe und hat über Pathogenitätsmechanismen bei Candida albicans promoviert; von 2001-2010 war er bei der Henkel AG & Co. KGaA tätig. Dort war er zuletzt verantwortlich für die mikrobiologische Methodenentwicklung und die mikrobiologische Forschung im Bereich Wasch- und Reinigungsmittel.

Seit 2010 hat er die Professur für Hygiene und Mikrobiologie an der Hochschule Rhein-Waal in Kleve mit dem Forschungsschwerpunkt Haushaltshygiene inne. Von 2011-2013 war er Dekan der Fakultät Life Sciences. Er ist Mitglied des Vorstands der GDCh-Fachgruppe „Waschmittelchemie“ und des erweiterten Vorstands der Sepawa. Außerdem ist Bockmühl Autor zahlreicher wissenschaflticher Publikationen und zweier Sachbücher, darunter das im Oktober 2021 erschienene Buch „Unsichtbarer Tod“.


Weltmeister unter Wasser: HSRW-Team bei U-Boot-Wettbewerb in England mehrfach ausgezeichnet

Kleve/Kamp-Lintfort, 25. Juli 2022 - Den Weg auf die Bühne durfte Studentin und U-Boot-Kapitänin Frauke Waßmuth im englischen Gosport gleich mehrmals gehen. Ganze sechsmal nahm die BionikMasterstudentin eine Ehrung für das U-Boot-Team der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) beim internationalen Wettstreit „European International Submarine Races“ entgegen. Das Team aus Kleve gewann den Hauptpreis in fast allen Kategorien, darunter die begehrte EuropeanInternational-Submarine-Races-Trophäe, die es für die Gesamtleistung eines Teams gibt. Beim mehrtägigen Wettbewerb in England dominierte das Team mit dem U-Boot „Rivershark“ ganz klar die Konkurrenz.

 Freuen sich über die Auszeichnungen: das U-Boot-Team der Hochschule Rhein-Waal (von links nach rechts): Sophia Döring, Hannes Jaschinski, Martha Grupp, Frauke Waßmuth, Aaron Hinkle, Joshua Biehn und Lysander Trapp ©HSRW


Die siebenköpfige Truppe um Teamkapitänin Frauke Waßmuth, die das U-Boot als Pilotin steuerte, gewann drei der insgesamt vier Slalomparcours, holte Gold im 500-Meter-Agility-Wettbewerb und gewann den Designpreis für das Nachhaltigkeitskonzept der „Rivershark“. Der U-Boot-Wettbewerb findet alle zwei Jahre im „Haslar Marine Technology Park“ im englischen Gosport statt, dem größten Süßwasserbecken Europas. Er bringt Studierendenteams von Hochschulen aus der ganzen Welt zusammen, die ihre pedalbetriebenen U-Boote entwerfen, herstellen und dann auf Zeit durch verschiedene Parcours fahren.

Das Besondere dabei: Die U-Boote sind vollständig geflutet, die Pilot*innen zwängen sich in Taucherausrüstung in die engen Unterwassergefährte und betreiben sie mit Körperkraft. Beim Design gilt es also, das Boot so zu konstruieren, dass die Körperkraft bestens auf den Antrieb übertragen wird. Bevor es jedoch so weit ist, müssen die Rennanwärter eine große Hürde überwinden, denn nur die Teams, die im Konstruktionsprozess auch ein überzeugendes Sicherheitskonzept vorlegen, dürfen überhaupt antreten.

Das U-Boot des HSRW-Teams „Rivershark“ beim sogenannten Agility-Rennen, einem aufwändigen Parcours-Wettbewerb. ©HSRW

In diesem Jahr durften neun Teams anreisen, unter anderem aus Großbritannien, Kanada, Taiwan und den USA. Diese Teams mussten dann vor Ort beweisen, dass ihre Sicherheitssysteme und die unterstützenden Taucherteams nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis unter Wasser funktionierten. Neben dem „Rivershark“-Team konnten nur vier weitere Teams von Anfang an überzeugen; im Laufe der ersten Rennwoche konnten die nicht sofort zugelassenen Teams nachbessern, so dass zu den Rennen letztlich wieder alle neun Teams antreten durften.

Hintergrund
Das U-Boot „Rivershark“ hat bereits an sechs internationalen U-Boot-Rennen in Großbritannien, Frankreich und den USA teilgenommen. Im Rahmen seines Nachhaltigkeitsziels recycelt das HSRW-U-Boot-Team den Rumpf und baut das Antriebs- und Steuersystem für jeden Wettbewerb neu auf. Nach einer kurzen Sommerpause wird das Team die neue Konstruktion direkt wieder angehen; parallel dazu beenden einige Teammitglieder ihre Tauchausbildung, damit sie beim nächsten Mal das neue Boot unter Wasser begleiten können.

Zum HSRW-U-Boot-Team 2022 gehören:
Frauke Waßmuth (Kapitänin und Pilotin), Joshua Biehn (Pilot), Sophia Döring, Martha Grupp, Lysander Trapp, Aaron Hinkle, Hannes Jaschinski, Karthick Onnu, die alle an den Rennen teilnahmen, sowie Ernest Malov, Marcello Tania, Ben Vafis, Leen Nijim und Manav Thakkar, die das Team während der Entwurfs- und Herstellungsphase unterstützten.

 

Urlaubsfeeling für Daheimgebliebene: Familienführung im Tropenhaus Kleve

Kleve, 08. Juli 2022 - In den Sommerferien bietet das Nachhaltigkeits-Team des Tropenhauses Kleve erstmals offene Führungen für Daheimgebliebene Urlauber*innen an. Am Dienstag, 12. Juli 2022, können alle Interessierten und insbesondere Familien mit Kindern um 10 oder 14 Uhr in den Gärten auf dem Klever Campus der Hochschule Natur und Nachhaltigkeit erleben.

Den tropischen Regenwald gibt es direkt vor der Tür und die Streuobstwiese lädt zu Streifzügen ein. Außerdem wartet der Barfuß- und Duftlehrpfad darauf, aktiv erkundet zu werden. Details zur Veranstaltung:
Dienstag, 12.07.2022, Uhrzeit 10:00 - 11:00 Uhr und 14:00 - 15:00 Uhr.
Ort: Gebäude 14, Tropenhaus, Hochschule Rhein Waal, Campus Kleve
Zielgruppe Familien mit Kindern (gut geeignet ab Vorschulalter), offen für alle Interessierten Kooperationspartner. Kostenfrei Anmeldung nicht erforderlich

Kinder auf dem Barfuß- und Duftlehrpfad am Tropenhaus Kleve © Lea Büren/HSRW

 




 

MI(N)T machen: Sommerschule für Mädchen

Kleve/Kamp-Lintfort, 05. Juli 2022 - Einen Fischroboter mit bionischem Antrieb bauen, biologisch abbaubare Folie herstellen und einen besonderen Einblick in eine Dampfmaschine bekommen – das können Mädchen ab 15 Jahren in der vorletzten Schulferienwoche an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW). Die Fakultät für Technologie und Bionik bietet nach einer pandemiebedingten Pause wieder die alljährliche „MINT Girls‘ Summer School“ vom 25. bis 29. Juli 2022 an. MINT steht für Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaften.

Die Teilnehmerinnen der Sommerschule experimentieren, bauen und arbeiten eine Woche lang gemeinsam unter Anleitungen von Professor*innen und Mitarbeiter*innen der Fakultät in verschiedenen Workshops zu Themen rund um MINT. Ein fester Bestandteil der Woche auf dem HSRW-Campus in Kleve ist auch eine Sporteinheit, organisiert vom Hochschulsport, und eine Beratungsstunde mit der Zentralen Studienberatung.

Begleitet werden die Schülerinnen während der Woche von zwei Studentinnen, die nicht nur dabei helfen, die richtigen Räume zu finden, sondern auch bei Experimenten unterstützen und außerdem als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung stehen. Die Teilnahme an der Woche ist kostenlos. Die Anmeldeunterlagen erhalten Interessentinnen auf der Webseite https://hsrw.info/mint2022 oder wenn Sie sich an die E-Mail-Adresse marketing-tub@hochschule-rhein-waal.de wenden.

Details zur MINT Girls‘ Summer School an der Hochschule Rhein-Waal